COV Inland

Bundeskanzler Sebastian Kurz sieht sich nach der gestrigen Präsentation der jüngsten Coronavirus-Maßnahmen mit Kritik seines grünen Koalitionspartners konfrontiert. „Wie gestern die Reisebeschränkungen zum Teil kommuniziert wurden, war auch für mich einseitig und von mangelnder Sensibilität“, sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) heute auf Anfrage der APA. Kurz hatte davon gesprochen, dass das Virus durch Auslandsreisen „eingeschleppt“ würde.

„Wir hatten im Sommer sehr, sehr niedrige Ansteckungszahlen nach dem Lockdown und haben dann durch Reiserückkehrer und insbesondere durch Menschen, die in ihren Herkunftsländern den Sommer verbracht haben, uns Ansteckungen wieder ins Land hereingeschleppt“, hatte Kurz in der Pressekonferenz gestern die Reisebeschränkungen argumentiert. „Wenn wir in den Sommer zurückblicken, dann wissen wir, dass wir ein Drittel unserer Neuinfektionen im Sommer uns aus dem Ausland eingeschleppt haben“, bekräftigte er dann am Abend in der ZIB2.

Auch Kogler bezeichnet die Reisebeschränkungen als „sinnvolle und notwendige“ Maßnahme für die nächsten Wochen. Über die Formulierung des ÖVP-Obmanns war er aber offenbar nicht erfreut. „Das Virus macht keinen Unterschied, wo in großen Gruppen gefeiert wird. Ich bedaure sehr, dass das viele Menschen als verletzend erlebt haben“, sagte Kogler dazu laut APA noch. „Und ich denke da besonders an die vielen Frauen und Männer, die sich bei uns seit vielen Monaten in Pflegeheimen, Spitälern – da auch in den Intensivstationen – und in anderen wichtigen Bereichen voll einsetzen.“ Viele von ihnen hätten biografische Wurzeln in den „gestern einseitig angesprochenen Regionen“, meinte Kogler und forderte mehr Respekt und Feingefühl.

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 3.969 neu registrierte Coronavirus-Fälle (Stand: heute, 9.30 Uhr) innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. Das ist im Vergleich zu den vergangenen Tagen wieder ein leichter Anstieg.

Die Zahl der Toten stieg laut Ministerien auf nunmehr 3.538, damit wurden 92 Tote an einem Tag eingemeldet. 4.082 Covid-19-Erkrankte mussten im Spital behandelt werden, darunter 668 auf Intensivstationen. Das bedeutet einen leichten Rückgang bei den Hospitalisierten und auch auf den Intensivstationen.

7-Tage-Inzidenz bei 311

Aussagekräftiger ist allerdings die Anzahl der positiv diagnostizierten Fälle über die vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (7-Tage-Inzidenz), diese liegt laut AGES bei 311 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Im AGES-Dashboard werden neue Fälle nicht mehr dem Einmeldezeitpunkt zugewiesen, sondern dem Termin der Labordiagnose, der schon Tage zuvor stattgefunden haben kann. Das macht die Kurve des Epidemieverlaufs genauer, verändert aber die bisher gern als Kennwert verwendete Zahl der neu gemeldeten Infektionen, die aber vom Innen- und Gesundheitsministerium weiterhin kommuniziert wird.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung für die Umstellung und die neue, genauere Zählweise in https://orf.at/corona

Der Vorstand der Kärntner Landesspitäler, Arnold Gabriel, glaubt nach wie vor, dass die Situation in den Krankenhäusern bis Weihnachten angespannt bleiben werde. Vor allem in den Intensivstationen könne es noch Steigerungen geben. Gabriel hofft für Jänner auf eine Impfung.

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Mit 6. Dezember endet der harte Lockdown und es treten wieder einige Lockerungen in Kraft. Schulen und Handel öffnen mit Einschränkungen, Gastronomie und Tourismus bleiben zu. Für einige sind die Lockerungen zu wenig, für andere angesichts der Infektions- und Todeszahlen zu viel und zu früh. Herwig Ostermann, Gesundheitsmanager der Public-Health-Einrichtung Gesundheit Österreich, hält es für eine maßvolle Entscheidung. „Wir befinden uns aber nicht in einer Situation, wo wir viel Spielraum haben“, betonte Ostermann im Ö1-Morgenjournal.

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Während Pflichtschulen und Kindergärten wieder öffnen und Friseure und körpernah tätige Berufe und der Handel wieder ihren Betrieb aufnehmen, kritisiert Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP), dass Gastronomie und Hotellerie vorerst geschlossen bleiben, und hätte sich deren Öffnung noch vor Weihnachten gewünscht.

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Auch in Vorarlberg zeige sich die Tourismusbranche von den neuen Regeln enttäuscht. Die Unsicherheit bezüglich Jänner sorgt zusätzlich für Kopfzerbrechen.

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COV Ausland

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prüft einen möglichen Einsatz elektronischer Impfzertifikate für Reisende. Technologien als Antwort auf das Coronavirus würden sehr genau untersucht, sagte ein Medizinexperte der WHO bei einer virtuellen Unterrichtung in Kopenhagen.

Ein Weg sei ein E-Impfzertifikat. Die Ausstellung eines Immunitätspasses, in dem die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung dokumentiert wäre, empfiehlt die WHO ihren Mitgliedsstaaten aber nicht.

Tschechien hat sich vom bisherigen Teil-Lockdown weitgehend wieder verabschiedet. Alle Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants und die Gastronomie konnten heute wieder öffnen. Mit dem Übergang auf die dritte von insgesamt fünf Coronavirus-Warnstufen der Regierung endete auch die nächtliche Ausgangssperre. Begründet wurden die Lockerungen mit den sinkenden Neuinfektionszahlen. Heute meldeten die Behörden 4.563 Fälle innerhalb von 24 Stunden – ein Drittel so viel wie am gleichen Tag vor einem Monat.

Bei Unternehmern war nach sechswöchiger Schließung Erleichterung zu spüren. „Wir sind froh, dass wir jetzt öffnen und unsere Kunden begrüßen können“, sagte Jitka Froydova von der Prager Minibrauerei Vinohradsky pivovar. Hier gelten wie in allen Gaststätten strenge Hygieneregeln. So darf nur die Hälfte aller Sitzplätze belegt sein. Pro Tisch dürfen nur vier Personen sitzen. In Geschäften ist nur ein Kunde pro 15 Quadratmeter zugelassen.

Seit Beginn der Pandemie wurden in dem rund 10,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Land 8.515 im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehende Todesfälle gemeldet. Zeitweise hatte das Land eine der höchsten Infektionsraten in Europa. Zuletzt gab es nach Angaben der EU-Gesundheitsagentur ECDC binnen 14 Tagen statistisch 551,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner.

Die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Coronavirus-Toten in den USA hat erstmals seit Beginn der Pandemie die Schwelle von 3.000 überschritten. Gestern meldeten die Behörden 3.157 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore heute hervorging. Der bisher höchste Wert mit 2.607 Toten war am 15. April registriert worden.

Zum zweiten Mal seit Beginn der Pandemie übertraf die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Neuinfektionen die Marke von 200.000. Der bisher höchste Wert war nach JHU-Angaben am Freitag mit rund 205.000 neuen Fällen registriert worden. Experten hatten mit Blick auf den Feiertag Thanksgiving in der vergangenen Woche mit einer landesweiten Zunahme der Ansteckungen gerechnet. Die Gesundheitsbehörde CDC hatte im Vorfeld von Familienbesuchen und Reisen dringend abgeraten. Viele Menschen hielten sich jedoch nicht daran.

Bisher fast 14 Mio. Infektionen

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 13,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 273.000 Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Website wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen – unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden – nachträglich korrigiert.

Biden warnt

Der gewählte US-Präsident Joe Biden warnte indes vor dramatisch steigenden Todeszahlen und rief eindringlich nach Schutzmaßnahmen. „Ich will niemandem Angst einjagen, aber verstehen Sie die Fakten: Wir werden zwischen jetzt und Jänner wahrscheinlich weitere 250.000 Menschen verlieren“, sagte Biden heute (Ortszeit) bei einer Onlineveranstaltung.

Der Fernsehkoch Ljubomir Stanisic ist in Portugal gegen die Coronavirus-Maßnahmen der Regierung in den Hungerstreik getreten. Der 42-Jährige wurde gestern Abend, sechs Tage nach Beginn der Aktion, wegen eines Schwächeanfalls in Lissabon ins Krankenhaus gebracht. Nach wenigen Stunden wurde er wieder entlassen und setzte den Protest fort.

Zusammen mit dem in Sarajevo geborenen Küchenchef und Star der portugiesischen Ausgabe von Gordon Ramsays TV-Format „Kitchen Nightmares“ campen vor dem Parlamentsgebäude seit einer Woche acht weitere Besitzer von Restaurants, Bars und Nachtlokalen, die alle der Protestbewegung A Pao e Agua (Von Brot und Wasser) angehören.

Restaurants unter strengen Auflagen geöffnet

Diese fordert eine Lockerung der CoV-Maßnahmen und warnt vor einem großen Restaurantsterben. Bars und Nachtlokale sind wegen der Pandemie seit März geschlossen. Anders als in zahlreichen anderen Ländern und Regionen Europas dürfen Restaurants und Cafes in Portugal aber schon seit Mai wieder Gäste empfangen. Im Rahmen des Notstandes müssen sie jedoch zum Beispiel an den Wochenendtagen bereits um 13.00 Uhr schließen.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden im 10,3-Millionen-Einwohner-Land über 300.000 Infektionen mit dem Coronavirus gezählt. Mehr als 4.600 Menschen starben mit Covid-19. Nach jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich binnen 14 Tagen 684 von 100.000 Einwohnern mit dem Virus an.

Inland

Zum Auftakt der heutigen Sitzung des Bundesrates sind die neuen Mitglieder der Länderkammer angelobt worden. Durch die Wiener Landtagswahl vom Oktober ergibt sich eine Mandatsverschiebung: SPÖ und FPÖ haben gemeinsam nun keine Mehrheit mehr im Bundesrat und brauchen für eine Verzögerung bzw. Beeinspruchung von Gesetzen künftig die Zustimmung des einzigen NEOS-Mandatars Karl-Arthur Arlamovsky.

Ab sofort verfügt die ÖVP im Bundesrat über 25 Sitze, die SPÖ über 19, die FPÖ kommt auf elf, die Grünen auf fünf und das Neo-Bundesratsmitglied NEOS auf einen Sitz. Die Regierungsfraktionen ÖVP und Grüne verfügen damit gemeinsam über 30 Bundesräte, die Oppositionsfraktionen SPÖ, FPÖ und NEOS kommen auf 31 – und können damit weiterhin Gesetze beeinspruchen bzw. verzögern.

Patt bei Ausschüssen

Nicht mehr möglich ist es den Oppositionsfraktionen, Gesetze bereits in den Ausschüssen des Bundesrates zu verzögern und die jeweiligen Gesetzesmaterien damit über diesen Weg acht Wochen „liegen zu lassen“, bevor sie dennoch in Kraft treten. Bisher verfügte die rot-blaue Opposition in den zuletzt 14-köpfigen Ausschüssen noch über eine Mehrheit von 8:6 gegenüber Türkis-Grün.

Mit den neuen Verhältnissen besteht nun ein 8:8-Patt zwischen ÖVP und Grünen auf der einen und SPÖ und FPÖ auf der anderen Seite. NEOS ist in den Ausschüssen aufgrund des fehlenden Fraktionsstatus nicht vertreten.

Lahmgelegt sind die Ausschüsse durch das Patt laut Parlamentskorrespondenz aber nicht: Eine Bestimmung in der Geschäftsordnung des Bundesrats stellt sicher, dass Verhandlungsgegenstände auch dann auf die Tagesordnung der Plenarsitzung im Bundesrat kommen, wenn im Ausschuss weder eine Mehrheit für noch gegen einen Einspruch zustande kommt.

Angesichts des Pflegekräftemangels plädiert die Caritas dafür, den Abschiebestopp für Asylwerberinnen und Asylwerber in Lehre auf diesen Bereich auszudehnen. Generalsekretärin Anna Parr verwies dazu heute in einer Aussendung auf das deutsche „3plus2-Modell“.

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Die Politikergehälter steigen im kommenden Jahr um 1,5 Prozent. Der Rechnungshof (RH) hat diese gesetzlich festgelegte Erhöhung heute in der „Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Sofern der Nationalrat keine andere Regelung beschließt, tritt die Erhöhung mit 1. Jänner in Kraft.

Ausgangspunkt der „Bezügepyramide“ sind die Einkommen der Nationalratsabgeordneten. Sie erhalten kommendes Jahr 9.228 Euro brutto monatlich – um 136 Euro mehr als heuer. Ausgehend von deren Gehältern werden in dem nach mehreren Gagenskandalen 1997 fixierten System auch die anderen Politikergehälter berechnet.

Bundespräsident an Spitze

An der Spitze steht Bundespräsident Alexander Van der Bellen mit 25.332 Euro (plus 374), vor Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit 22.618 Euro Monatsgage (plus 334) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) mit 19.904 (plus 294 Euro). Die Landeshauptleute erhalten maximal 18.456 Euro (plus 273), wobei das Bezügebegrenzungsgesetz für Landespolitiker nur Obergrenzen vorgibt, die auch unterschritten werden können.

Ursprünglich hatten Landeshauptleute und Minister Anspruch auf dieselben Einkommen. Seit einer gestaffelten Gehaltserhöhung für das Jahr 2019 steigen die bis dahin mit den Landeschefs „synchronisierten“ Minister allerdings etwas schlechter aus: Sie erhalten kommendes Jahr 18.094 Euro (plus 267). Den Klubobleuten der vier Parlamentsparteien stehen 15.380 Euro zu (plus 227), Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) erhält 18.999 Euro (plus 281).

Neben dem Landeshauptmann regelt die Einkommenspyramide auch die Obergrenzen für eine Reihe weiterer Landespolitiker, darunter die Landesräte (16.610 Euro), die Landtagspräsidenten (13.842) und die Landtagsabgeordneten (7.382). Dem Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) – genauer: dem Bürgermeister der nach Wien zweitgrößten Stadt – stehen maximal 15.688 Euro zu. Und die Bundesratsmandatare erhalten genau halb so viel wie ihre Kolleginnen und Kollegen im Nationalrat: 4.614 Euro (plus 68).

Gesetzlich festgelegt

Bei der Festlegung der Gehaltserhöhungen hat RH-Präsidentin Margit Kraker keinen Spielraum. Sie ergeben sich aus einem gesetzlich festgelegten Anpassungsfaktor. Der entspricht entweder der Inflationsrate in der Zeit vom Juli des Vorjahres bis zum Juni des aktuellen Jahres oder der für das Folgejahr festgelegten ASVG-Pensionserhöhung. Herangezogen wird der niedrigere Wert. Für 2021 waren allerdings beide Werte mit 1,5 Prozent (das entspricht einem Anpassungsfaktor von 1,015) gleich hoch.

Ausland

Der philippinische Boxweltmeister Manny Pacquiao ist zum neuen Vorsitzenden der Regierungspartei PDP-Laban von Präsident Rodrigo Duterte ernannt worden. Der 41-Jährige, der in acht Gewichtsklassen Weltmeister wurde und damit einen bis heute ungeschlagenen Rekord aufstellte, wurde gestern Abend (Ortszeit) vereidigt, wie die Partei heute mitteilte. Pacquiao übernahm das Amt etwa eineinhalb Jahre vor der nächsten Präsidentenwahl in dem südostasiatischen Land.

Der philippinische Boxweltmeister Manny Pacquiao
AP/John Locher

Pacquiao ist auf den Philippinen ein Volksheld. Neben den Erfolgen beim Boxen war er 2010 in die Politik gegangen. Seit 2016 ist er Senator. Gerüchte, wonach er sich um das Präsidentenamt bewerben könnte, hat Pacquiao bisher noch nicht kommentiert. Nach Übernahme des Parteivorsitzes kündigte er an: „Wir sind hier, um für die Armen, Arbeitslosen, Obdachlosen, Stimmlosen und Hoffnungslosen zu kämpfen.“

Der 75-jährige Duterte, der seit 2016 amtierte, darf nach der philippinischen Verfassung nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren. International ist Duterte vor allem durch sein überaus hartes Vorgehen gegen Drogenkriminalität bekannt. Auf den Philippinen – einem Land mit mehr als 106 Millionen Einwohnern – gibt es enorme soziale Unterschiede.

Kurz nach dem Urteil gegen den prominenten Aktivisten Joshua Wong und zwei seiner Mitstreiter muss ein weiterer prominenter Anhänger der Hongkonger Demokratiebewegung ins Gefängnis. Ein Gericht verweigerte dem Medienmogul Jimmy Lai heute eine Freilassung auf Kaution, nachdem er und zwei seiner Mitarbeiter gestern wegen Betrugsvorwürfen festgenommen worden waren.

Der Hongkonger Medienmogul Jimmy Lai mit Handschellen
Reuters/Tyrone Siu

Ihnen wird vorgeworfen, Büroräume unerlaubt an eine andere Firma untervermietet zu haben, wie die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ berichtete. Lai, dem unter anderem die prodemokratische Zeitung „Apple Daily“ gehört, musste bereits im August rund 40 Stunden in Polizeigewahrsam verbringen, als sein Unternehmen Next Digital Media wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das neue Gesetz zum Schutz der Nationalen Sicherheit durchsucht worden war.

Lai soll nun laut Hongkonger Medienberichten aller Voraussicht nach bis zu einer geplanten Gerichtsverhandlung im April in Untersuchungshaft bleiben. Ermittler wollen bis dahin weitere Vorwürfe gegen ihn sammeln.

Haft für prominente Aktivisten

Der Schlag gegen den 71-Jährigen folgte kurz nach der Verkündung des Hafturteils gegen Wong und seine Mitstreiter. Ein Hongkonger Gericht hatte ihn gestern zu einer Haftstrafe von 13,5 Monaten verurteilt. Die ebenfalls bekannten Aktivisten Agnes Chow und Ivan Lam müssen für zehn beziehungsweise sieben Monate ins Gefängnis.

Der frühere französische Staatschef Valery Giscard d’Estaing ist tot. Der Zentrumspolitiker, der von 1974 bis 1981 im Elysee-Palast amtierte, starb im Alter von 94 Jahren in seinem Haus im zentralfranzösischen Departement Loir-et-Cher, wie die französische Nachrichtenagentur AFP gestern Abend berichtete. Laut einer Erklärung der Familie starb er an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung.

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EU

Eine Klage Ungarns vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) soll nach dem Abschlussanstrag von Generalstaatsanwalt Michal Bobek abgewiesen werden. Das geht aus einer heutigen Mitteilung des Gerichts vor.

Konkret geht es um die Abstimmung über das Vertragsverletzungsverfahren (Artikel-7-Verfahren) gegen Ungarn im Jahr 2018. Das EU-Parlament musste mit einer Zweidrittelmehrheit für den Antrag stimmen – die Abgeordneten stimmten damals mit 448 Ja- zu 197 Nein-Stimmen ab. Ungarn wollte diesen Beschluss für nichtig erklären lassen, da die 48 nicht anwesenden Abgeordneten nicht miteinberechnet wurden – damit wäre die nötige Zweidrittelmehrheit nicht erreicht worden.

Laut Bobek sei die Klage zwar zulässig, aber nicht begründet, heißt es nun. Die Schlussanträge der Staatsanwälte sind zwar kein Urteil, oft folgen die Richter aber diesen Anträgen.

Sport

Die Vorarlberger Skispringerin Eva Pinkelnig ist beim Training in Seefeld in Tirol schwer gestürzt und mit Verdacht auf Milzriss in der Innsbrucker Universitätsklinik notoperiert worden, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) heute mitteilte.

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Tamara Tippler wird beim Weltcup-Speed-Auftakt am Wochenende in St. Moritz nicht starten. Das bestätigte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Donnerstag. Die Steirerin hatte vor knapp fünf Wochen die Diagnose Covid-19 erhalten und plagt sich noch immer mit den Nachwirkungen herum, wie die „Kleine Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe) berichtete.

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Der WAC gastiert heute (18.55 Uhr MEZ) in der Europa League bei ZSKA Moskau, dem aktuellen Schlusslicht der Gruppe K. Die Kärntner wollen dabei zumindest einen Punkt holen. Mit einem Remis hätte der WAC gegen Feyenoord Rotterdam nämlich die Chance, am letzten Spieltag den Aufstieg ins Sechzehntelfinale aus eigener Kraft noch zu schaffen.

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Wirtschaft

Eine Blitzumfrage der Wirtschaftskammer (WKV) innerhalb der Vorarlberger Tourismusbranche zeigt, dass die Buchungen für die kommende Wintersaison sehr stark nachgelassen haben. Während im November 2019 noch eine Bettenauslastung von knapp 53 Prozent für die Saison registriert wurde, sind es heuer nur noch rund 14 Prozent.

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Auch die steirischen Skigebiete rechnen mit großen Einbußen. Man hätte gerne früher aufgesperrt, hieß es von Fabrice Girardoni, dem Obmann der steirischen Seilbahnen.

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Die westösterreichischen Spitzengewerkschafter fordern wegen der Schließung von Hotels und Restaurants bis 7. Jänner in einem offenen Brief an die Politik Hilfe für die betroffenen Beschäftigten. Das Arbeitslosengeld müsse umgehend auf 70 Prozent erhöht werden.

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Ryanair schließt mit Jahresende seine Basis in Wien. Daher werden auch die bisher drei Boeing-Maschinen nicht mehr in Wien stationiert sein. Die Mitarbeiter von Ryanair in Wien wurden vor die Alternative gestellt, nach Dublin, Athen oder Thessaloniki umzuziehen oder ihren Job zu verlieren, schreibt das Luftfahrtportal Aviation.direct unter Berufung auf ein internes Schreiben von Ryanair.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Die Einzelhandelsumsätze in der Euro-Zone sind im Oktober überraschend deutlich gestiegen. Die Umsätze legten zum Vormonat saisonbereinigt um 1,5 Prozent zu (in Österreich um 0,1 Prozent), wie das Statistikamt Eurostat heute in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 0,7 Prozent gerechnet. Im September waren sie noch um 1,7 Prozent gefallen.

Gegenüber dem Vorjahresmonat legten die Umsätze im Oktober um 4,3 Prozent zu (in Österreich um 4,4 Prozent). Hier war nur ein Anstieg um 2,6 Prozent erwartet worden.

In der gesamten EU war die Entwicklung ähnlich. Die Entwicklung dürfte sich aber im November nicht fortsetzen. So haben Regierungen vieler Länder der Euro-Zone neue Beschränkungen beschlossen, um die Coronavirus-Krise zu bekämpfen. Diese betreffen auch den Einzelhandel. In Österreich bleiben Geschäfte bis auf wenige Ausnahmen bis 7. Dezember etwa weiter geschlossen.

Chronik

Bei einer Versteigerung ist eine zwölf Quadratmeter große Badehütte in St. Gilgen am Wolfgangsee (Flachgau) um 755.000 Euro ersteigert worden. Der Nutzungsvertrag für die Hütte läuft in drei Jahren aus, allerdings besteht eine Baubewilligung für Abbruch und Neuerrichtung.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Eine internationale Polizeiaktion gegen Millionenbetrüger hat sich bis nach Oberösterreich erstreckt. In Frankenmarkt wurde ein 42-jähriger Rumäne festgenommen. Er und seine Komplizen sollen in Deutschland Coronavirus-Soforthilfen in Höhe von 2,3 Millionen Euro ergaunert haben, 800.000 Euro seien bereits ausgezahlt worden.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Zwei Männer haben in der Nacht auf Dienstag vergangener Woche an der Grenze bei Kittsee (Burgenland) versucht, 125 Kilogramm Cannabis mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von 1,3 Millionen Euro nach Österreich einzuführen. Bei einer Schwerpunktkontrolle von Polizei und Zoll flog die Schmuggelfahrt allerdings auf.

Mehr dazu in burgenland.ORF.at

Auf der berühmten Touristeninsel Fraser Island im australischen Bundesstaat Queensland kämpfen Einsatzkräfte gegen ein Buschfeuer. Der Brand schwelt bereits seit sechs Wochen und ist immer noch nicht unter Kontrolle, wie die Behörden mitteilten.

Brände auf der australischen Touristeninsel Frasier Island
APA/AFP/Queensland Fire AND Emergency Services

Die Hälfte der größten Sandinsel der Welt, insgesamt 80.000 Hektar, ist laut den Einsatzkräften bereits den Flammen zum Opfer gefallen. Allein gestern wurden 345.000 Liter Wasser abgeworfen, wie die örtliche Feuerwehr auf Twitter mitteilte.

Anhaltende Hitzewelle

In dieser Woche sei das Feuer wegen einer anhaltenden Hitzewelle an Australiens Ostküste noch einmal größer und stärker geworden. Urlaubsgäste wurden angewiesen, nicht auf die Insel zu fahren. Fraser Island sei auf der ganzen Welt beliebt, „was es so schmerzhaft macht anzusehen, wie die Insel brennt“, sagte Queenslands Ministerpräsidentin Annastacia Palaszczuk. Der Buschbrand soll durch ein illegales Lagerfeuer am 14. Oktober ausgelöst worden sein.

Mit einer Länge von 122 Kilometern ist Fraser Island die größte Sandinsel der Erde. Es gibt zahlreiche Aussichtspunkte, Badestrände und Süßwasserseen, was die Insel vor allem bei Campern beliebt macht. Neben Buschland und Mangrovensümpfen wächst auf dem Sand auch ein tropischer Regenwald. Dieser ist den Behörden zufolge aber bisher nicht von dem Feuer betroffen.

Science

Forscher haben womöglich einen Durchbruch bei der Behandlung von Alterskrankheiten erzielt: Durch Zellverjüngung konnten sie das Sehvermögen von Mäusen wiederherstellen – eine Therapie, die bei Menschen bei der Augenkrankheit Grüner Star und anderen altersbedingten Krankheiten eingesetzt werden könnte.

Mehr dazu in science.ORF.at

Gesundheit

Medien

Die Berichterstattung über die intensivmedizinische Komponente der COVID-19-Pandemie bringt den Ö1-Journalen einen Auszeichnung beim diesjährigen Medienpreis der Österreichischen Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI).

Der Preis wird in der Kategorie „elektronische Medien“ an das gesamte Radioformat und somit auch das gesamte Team verliehen. Die Berichterstattung der Ö1-Journale zeichne sich durch ein hervorragendes ressortübergreifendes Zusammenspiel hoch kompetenter Journalistinnen und Journalisten aus, weshalb die Auszeichnung einer einzelnen Person diese Tatsache nicht ausreichend widerspiegeln würde, wie ÖGARI-Präsident Klaus Markstaller, in einer Ö1-Aussendung zitiert wird.

Der ÖGARI-Medienpreis wurde ins Leben gerufen, um qualitätsvolle journalistische Arbeit zu würdigen und kompetente Berichterstattung zu Anästhesie, Intensiv-, Notfall- und Schmerzmedizin vor den Vorhang zu holen. Eine Eigenbewerbung mit einzelnen Beiträgen ist nicht möglich. Preisträgerinnen und Preisträger werden aufgrund ihrer Arbeit im vorangegangenen Jahr von der Fachgesellschaft ausgewählt.

Kultur

C wie Czerny: Das ist der dritte Buchstabe im Beethoven-ABC von ORF.at, das täglich die Schlüsselbegriffe zum Werk von Ludwig van Beethoven gemeinsam mit dem Pianisten Michael Korstick eröffnet.

Im zarten Alter von zehn Jahren ist er einem wild dreinschauenden, unrasierten und zerrauften Ludwig van Beethoven das erste Mal beegnet – und hielt fest, der Komponist habe ihn in dieser Gestalt an Robinson Crusoe erinnert. Doch bald sollte er zu seinem eifrigsten Schüler werden. Und schließlich zum Verkünder der Beethoven’schen Musiklehre. Die Rede ist von Carl Czerny, dem vielleicht bedeutendsten Verfasser von Klavierschulen im 19. Jahrhundert – und manchem Klavierlernenden noch bis in die Gegenwart verhasst.

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Im Zusammenhang mit Plänen für ein Operngebäude in der 2014 von Russland annektierten Krim-Stadt Sewastopol kündigt das ukrainische Außenministerium Sanktionen gegen das Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au an. Während Architekt Wolf D. Prix gestern gelassen gegenüber der APA reagierte, werden seine Aktivitäten auf der Krim derzeit von österreichischen Behörden sanktionsrechtlich geprüft.

„Wir werden es nicht tolerieren, dass ein europäisches Unternehmen mit der russischen Besatzungsmacht kooperiert, ukrainische und europäische Nichtanerkennungspolitik ignoriert und sich in der Rolle eines Komplizen des Putin’schen Regimes bei der illegalen Besatzung der Krim wohlfühlt“, erklärte der Sanktionsbeauftragte des ukrainischen Außenministeriums, Oleksii Makeiev, gegenüber der APA.

Konkret sprach der hochrangige Diplomat davon, dass ukrainische Sanktionsprozeduren gegen Coop Himmelb(l)au eingeleitet würden, ein Strafverfahren bei der zuständigen Staatsanwaltschaft eingeleitet worden sei und es Einreiseverbote gebe. „Wir haben die EU bereits über diese rechtswidrige Aktivitäten informiert und werden unverzüglich auch die USA ausführlich informieren“, berichtete Makeiev. Bereits zuvor hatte der ukrainische Botschafter in Wien, Olexander Scherba, in der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag-Ausgabe) Sanktionen gegen das Architekturbüro angekündigt.

Verweis auf geschäftliche Sorgfaltspflicht

Prix, der im Oktober von Scherba in der Angelegenheit angerufen worden war, betrachtet die Sanktionsdrohungen aus Kiew gelassen. „Ich habe nicht vor, in den Ferien nach Tschernobyl zu fahren“, scherzte er gegenüber der APA. Der Architekt sagte zudem, dass ein Kulturbau in Sewastopol nicht unter EU-Sanktionen falle.

Österreich lehne im Einklang mit der EU-Position die russische Annexion der Autonomen Republik Krim als völkerrechtswidrig ab und erachte die Krim und auch die Stadt Sewastopol als Staatsgebiet der Ukraine, referierte indes ein Sprecher des österreichischen Außenministeriums gegenüber der APA. Es obliege der geschäftlichen Sorgfaltspflicht österreichischer Unternehmer, die geltenden Sanktionsvorschriften einzuhalten.

Der im November eingeführte „Lockdown-Bonus“ für freischaffende Künstler wird erhöht. Die Einmalzahlung wird von 1.300 auf 2.000 Euro angehoben, teilte Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) heute mit. Bis 30. November haben den über die Sozialversicherung der Selbstständigen zu beziehenden Bonus rund 3.300 Menschen in Anspruch genommen, was einer Auszahlsumme von rund 4,3 Mio. Euro entspricht.

„Der Lockdown-Bonus ist als unbürokratisches Parallel-Instrument zum Umsatzersatz für geschlossene Betriebe, Vereine und Veranstalter konzipiert worden und wird daher auch konsequent parallel dazu ausgeweitet“, so Mayer. „Vielen Künstlerinnen und Künstlern fehlt derzeit jede Auftritts- und damit Erwerbsmöglichkeit. Diese Unterstützung soll helfen, diese wirtschaftlichen Schäden abzufedern.“

Wurde der Bonus bereits beantragt, so soll die Erhöhung von 700 Euro automatisch überwiesen werden. Bei neuen Anträgen erhalte man sofort die erhöhte Summe. Wirksam werde die Erhöhung voraussichtlich mit Anfang nächster Woche.

Elegantes Schwarz-Weiß, nostalgische Studiokulissen und scharfe Kommentare zur Unterhaltungsindustrie: David Finchers bisher ambitioniertestes Projekt „Mank“ zelebriert das Hollywood der 30er Jahre. Selber muss der Regisseur von „Sieben“, „Fight Club“ und „The Social Network“ jedoch auf die große Leinwand verzichten: „Mank“ feiert seine Premiere auf der Streamingplattform Netflix.

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Vorerst wird es weiterhin keine Konzerte vor Publikum geben, wie die grüne Staatssekretärin Andrea Mayer gestern verkündet hat. Das Wiener Konzerthaus lässt die Wartezeit bis voraussichtlich 7. Jänner jedoch nicht ungenutzt verstreichen, sondern startet ab heute um 20.00 Uhr ein neues Onlineformat. Den Auftakt der neuen Reihe bestreitet das Janoska Ensemble.

Janoska Ensemble
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Dabei wird Musikern der Große Saal des Konzerthauses als Streamingbühne zur Verfügung gestellt, wobei das Onlinepublikum die Möglichkeit hat, auf freiwilliger Basis direkt für die Künstler zu spenden und vorab eine Onlinekarte zu erwerben.

Das Janoska Ensemble steht für genreübergreifendes Musikschaffen. Die drei Brüder Ondrej, Roman und Frantisek an den beiden Geigen respektive dem Klavier sowie Schwager Julius Darvas am Kontrabass intonieren ein Best-of ihres bisherigen Oeuvres zwischen Jazz, Crossover und Klassik. Nicht nur wird das Konzert heute live gestreamt, es bleibt auf der Konzerthausplattform auch längerfristig abrufbar.

Panorama

„Babyelefant“ ist das österreichische Wort des Jahres 2020. Mit großem Abstand landete das Symbol für den Mindestabstand zur Vermeidung einer SARS-CoV-2 Infektion hinter „Corona“ auf dem ersten Platz.

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Die mehr als 30 Pinguine des Aquariums von Chicago erforschen und erobern regelmäßig Teile der Stadt – von Einkaufstraßen, dem Stadion über Gebäude bis hin zu Kinosälen oder Kunstmuseen. Die Ausflüge, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Aquariums regelmäßig organisieren, soll den Tieren helfen, fit zu bleiben und sie mental anzuregen, indem sie andere Umgebungen als ihr Gehege sehen und erleben können.

Mit einigen der insgesamt 36 Pinguine werden fast täglich Ausflüge gemacht. Alles begann mit dem 32-jährigen Pinguin „Wellington“, einem der ältesten Pinguine des Aquariums. Das Video dieses ersten Ausflugs stieß auf Begeisterung im Netz, seitdem macht das Shedd Aquarium diese Ausflüge.

Nach dem mysteriösen Verschwinden eines etwa zwei Meter hohen Holzpenis gibt es nun Ersatz: Auf dem 1.738 Meter hohen Grünten-Bergrücken in den Allgäuer Alpen steht wieder eine neue Phallus-Skulptur aus Holz – etwas größer als der Vorgänger und mit mehreren Balken abgestützt.

Wer den Holzpenis dorthin gebracht hat, ist bislang unklar. Webcam-Aufnahmen der nahegelegenen Grünten-Lifte zeigten verschwommen, wie dort möglicherweise eine neue Skulptur errichtet wurde. Der erste Holzpenis stand seit Jahren auf dem Berg, hatte zuletzt aber international Aufmerksamkeit erregt, als er innerhalb weniger Wochen erst umfiel, dann wieder aufgerichtet wurde und schließlich unter mysteriösen Umständen verschwand.

In dem Fall ermittelt auch die Polizei – bisher aber ohne Erfolg. „Es hat sich in der Sache nichts getan“, sagte ein Sprecher am Donnerstag. „Es ist auch immer noch nicht klar, ob es sich um eine Straftat handelt.“ Mögliche Besitzer der verschwundenen Skulptur hätten sich bislang nicht gemeldet. Auch wer den auf Google Maps als „Kulturdenkmal“ gelisteten Holzpenis auf den Berg gebracht hat und warum, ist nicht bekannt.