Ausland

Mehrere tausend Menschen haben heute in der hessischen Stadt Hanau der Opfer des mutmaßlich rassistischen Anschlags gedacht und ein Zeichen gesetzt für Toleranz und Menschlichkeit. „Wichtig ist für uns, Flagge zu zeigen. Gegen Terror, Fremdenfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus“, sagte Mitorganisator Teyfik Oezcan. „Unsere Botschaft lautet: Wir sind Deutschland. Wir gehören zusammen.“

Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich bis zu 10.000 Menschen an dem Trauermarsch durch die Innenstadt. Dort gab es eine Kundgebung, an der Angehörige der Opfer, der türkische Botschafter Ali Kemal Aydin, Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sowie Vertreter verschiedener Religionen teilnahmen. Es sei dringend nötig, ein Gegengift zu finden für den Hass, sagte Botschafter Aydin. Die türkische Gemeinde erlebe von Jahr zu Jahr mehr Angriffe auf Menschen, auf Moscheen und auf Vereine. „Das kann und darf so nicht weitergehen.“ Lippenbekenntnisse reichten nicht aus.

Mittwochabend hatte nach Ermittlungen der Polizei ein 43 Jahre alter Deutscher in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Der Sportschütze soll auch seine 72 Jahre alte Mutter und dann sich selbst getötet haben. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der mutmaßliche Täter eine rassistische Gesinnung und war psychisch krank.

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach Angaben der saudischen Militärkoalition ein mit Sprengstoff beladenes, ferngesteuertes Boot auf das Rote Meer geschickt. Das saudische Bündnis bezeichnete den Angriffsversuch heute als Bedrohung „internationaler Schifffahrts- und Handelsrouten“, wie die staatliche Nachrichtenagentur SPA berichtete. Das Boot sei zerstört worden.

Im südlichen Roten Meer und der Meerenge Bab al-Mandab, die zu den weltweit wichtigsten Schifffahrtsstrecken zählt, habe die Koalition außerdem mehrere Seeminen entdeckt und zerstört.

Im Jemen tobt seit 2015 ein Bürgerkrieg. Dort kämpft ein von Saudi-Arabien angeführtes Militärbündnis gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Die Huthis kontrollieren weite Teile des Nordens und die Hauptstadt Sanaa. Der Konflikt hat das ohnehin bitterarme Land auf der Arabischen Halbinsel in eine der schwersten humanitären Krisen der Welt gestürzt.

Nur wenige Tage vor der Parlamentswahl in der Slowakei ist Ministerpräsident Peter Pellegrini ins Krankenhaus eingeliefert worden. „Im ungünstigsten Augenblick hat mich die Gesundheit im Stich gelassen“, teilte der Politiker der sozialdemokratischen Partei Smer heute auf seiner offiziellen Facebook-Seite mit. Er hoffe, bald wieder zu seiner Arbeit zurückkehren zu können.

Der 44-Jährige leidet nach offiziellen Angaben an einer Atemwegsinfektion mit hohem Fieber. Noch am Freitag war Pellegrini in Brüssel beim EU-Gipfel zum Gemeinschaftshaushalt bis 2027 gewesen.

Die mehr als vier Millionen Wahlberechtigten in der Slowakei sind aufgerufen, am Samstag ein neues Parlament, den Nationalrat, zu bestimmen. Es wird mit einem knappen Ausgang gerechnet. Pellegrinis Smer kommt einer aktuellen Umfrage zufolge derzeit nur noch auf 16,9 Prozent, dicht gefolgt von der konservativen Oppositionspartei Olano mit 15,5 Prozent und der rechtsradikalen LSNS mit 10,3 Prozent.

Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus im Iran haben mehrere Staaten Schutzmaßnahmen wie Grenzschließungen und Einreiseverbote verfügt. „Wir haben nach einem Anstieg der Fallzahlen im Iran beschlossen, unsere Landgrenze (zum Iran, Anm.) zu schließen“, sagte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca heute. Diese vorübergehende Maßnahme sei nach einem Austausch mit den iranischen Behörden angeordnet worden.

Koca führte aus, dass damit sowohl der Straßen- als auch der Bahnverkehr zwischen den beiden Ländern eingestellt werden. Auch Flugzeuge aus dem Iran dürften ab 20.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) nicht mehr landen. Flüge aus der Türkei in den Iran seien aber weiter möglich.

Der Iran hatte erst vor wenigen Tagen seine ersten Infektionsfälle gemeldet. Mittlerweile steckten sich mehr als 40 Menschen in der Islamischen Republik an. Mit acht Todesopfern wurde der Iran zu dem Land mit den meisten Toten durch das Coronavirus außerhalb Chinas.

Auch Armenien, Pakistan und Afghanistan reagieren

So wie Armenien schloss auch Pakistan heute seine Grenze zum Iran, wie ein hochrangiger Behördenvertreter in der südwestlichen Provinz Baluchistan mitteilte. Das Nachbarland Afghanistan untersagte vorläufig alle Reisen zwischen den beiden Staaten. Damit solle das Coronavirus von Afghanistan weiter ferngehalten werden, erklärte der Nationale Sicherheitsrat in Kabul.

Jordanien untersagte nicht nur Einreisen von Menschen aus dem Iran, sondern auch aus Südkorea und China. Es handle sich um Vorsichtsmaßnahmen angesichts der gestiegenen Fallzahlen im Iran und in Südkorea, teilte der Staatsminister für Medienangelegenheiten, Amdschad Adajleh, mit. Das vorläufige Einreiseverbot gelte für Ausländer. Menschen mit jordanischer Staatsbürgerschaft dürfen aus den drei Ländern einreisen, werden dann aber für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt.

EU

Mit seiner Justizreform samt „Maulkorbgesetz“ für die Richterschaft hat sich Polen in der EU einigen Ärger eingehandelt. Unterschiedliche Verfahren aus Sorge um Polens Rechtsstaatlichkeit laufen. Für Brüssel ist das eine Herausforderung: Der Konflikt darf nicht eskalieren, doch muss die EU ihre Grundwerte wahren. Noch schmaler könnte dieser Grat im polnischen Wahlkampf werden.

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Inland

Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer (ÖVP) hat sich klar gegen eine 35-Stunden-Woche ausgesprochen – nicht nur in der Pflege. Aus seiner Sicht wäre das eine „Jobvernichtungsmaschine“, sagte Mahrer heute in der ORF-„Pressestunde“. „Wir werden in Österreich mit einer generellen Arbeitszeitverkürzung das Licht abdrehen. Dann können wir uns alle weiße Leintücher umhängen und geordnet zum wirtschaftspolitischen Friedhof marschieren“, so Mahrer. Aktuell fordert die Gewerkschaft in den Kollektivvertragsverhandlungen in der Sozialwirtschaft eine Reduktion der Arbeitszeit auf 35 Wochenstunden.

Mahrer gegen 35-Stunden-Woche

Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, sprach sich in der ORF-„Pressestunde“ strikt gegen eine 35-Stunden-Woche.

Zum drohenden Defizit der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) meinte Mahrer, dass Vorschauen „immer sehr pessimistisch“ gerechnet würden. In den vergangenen Jahren habe es wiederholt Negativprognosen gegeben, „die dann ganz anders ausgefallen sind“, so Mahrer: „Wenn sich das Wachstum verlangsamt, sinken natürlich auch die Einnahmen der Sozialversicherung.“

Daher müssten die Ausgaben an die Einnahmen angepasst werden. Dass das „eine oder andere Murmeln“ in der Arbeitnehmervertretung nach wie vor hörbar ist, sei durchaus nachvollziehbar. Schließlich sei durch die gleichwertige Vertretung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei Letzteren „politischer Einfluss“ verloren gegangen.

Ungleichgewicht auf dem Arbeitsmarkt

Angesichts des Personalmangels im Tourismus konstatierte Mahrer ein Ungleichgewicht auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Es gebe in Wien zu viele Arbeitslose, während im Westen in den Skigebieten Arbeitskräfte fehlten. Gegen die mangelnde Mobilität in Österreich brauche es ein Modell mit mehreren Maßnahmen. Strengere Zumutbarkeitsgrenzen seien nur eine davon. An der Bezahlung in der Tourismusbranche kann es laut Mahrer nicht liegen: Jeder wisse, dass die Betriebe über dem Kollektivvertrag bezahlen.

Coronavirus belastet Lieferketten

In der ORF-„Pressestunde“ nahm Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, auch zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die heimische Wirtschaft Stellung.

Wie sich der Ausbruch und die Verbreitung des Coronavirus auf die Wirtschaft auswirken werden, kann Mahrer noch nicht abschätzen. „Wir tappen da alle im Dunkeln“, sagte er. Die Wirtschaftskammer versuche, betroffenen Firmen aus Österreich zu helfen, wenn sie Probleme, etwa in der Logistikkette, hätten.

Warnung vor zu CO2-Bepreisung

Im Kampf gegen die Erderwärmung sieht Mahrer Chancen für Österreichs Exportwirtschaft. Auch Investitionen in Forschung, Energieeffizienz und intelligente Mobilität seien förderlich. Er warnte aber davor, durch eine CO2-Bepreisung dem Wirtschaftsstandort zu schaden. Mit Mineralölsteuer, Normverbrauchsabgabe (NoVA), Maut und anderen Posten gebe es in Österreich schon viele CO2-Steuern.

Gewerkschaft attestiert Ahnungslosigkeit

Die Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA), Barbara Teiber, warf Mahrer in einer Reaktion Ahnungslosigkeit in Sachen Kollektivvertragsverhandlungen vor: Mahrer habe sich nicht mit den Hintergründen der Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung im Sozialbereich auseinandergesetzt.

70 Prozent der Beschäftigten im Pflegebereich arbeiteten Teilzeit, so Teiber: „Genau diese Gruppe der Teilzeitbeschäftigten würde von einer Verkürzung der Arbeitszeit in Form von mehr Gehalt profitieren, und der Beruf würde insgesamt attraktiver werden.“ Bei voller Arbeitszeit könne diesen nämlich „kaum jemand“ länger ausüben.

Die Präsidentin des ÖVP-Seniorenbunds, Ingrid Korosec, wünscht sich für die Pflege eine „Finanzierung aus einer Hand“. Derzeit tragen Bund, Länder und Gemeinden dazu bei. Korosec plädiert dafür, die Finanzierung beim Bund zu konzentrieren. Wiens Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) spricht von einem „Ablenkungsmanöver“, drücke sich die ÖVP aus seiner Sicht doch nach wie vor um „die zentrale Frage in der Pflege“ – nämlich "woher das Geld für die Pflegefinanzierung überhaupt kommen soll“.

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Am Freitag tagt der Nationale Sicherheitsrat, den NEOS zum Cyberangriff auf das Außenministerium einberufen hat. NEOS kritisiert die umständlichen Strukturen in der Cyberverteidigung und vor allem, dass sie nicht fertig aufgestellt ist. Die schnelle Abwehr der berüchtigten Cybertruppe (APT) Turla ist nämlich eher nicht auf die soliden Abwehrstrukturen Österreichs zurückzuführen.

Bei diesem ersten Cybergroßangriff auf Österreich standen vielmehr Improvisation und technisches Geschick im Mittelpunkt. Ein zusammengewürfeltes Team von Technikern dreier Ministerien hatte diesen APT der Superklasse bereits nach zehn Tagen im Griff. Das geht aus neuen Informationen hervor, die ORF.at vorliegen. Den Ausschlag dafür gab ein Husarenstück junger Techniker des Innenministeriums, die eher Hacker und keine Polizisten sind.

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Sport

Felix Leitner hat zum Abschluss der Biathlon-WM in Antholz im Massenstart heute als Sechster noch einen Topplatz für Österreich geholt. Für den 23-jährigen Tiroler wäre sogar noch mehr möglich gewesen. In der Loipe mit der zweitschnellsten Zeit, ließ Leitner eine mögliche Medaille am Schießstand liegen. Gold holte sich der makellose norwegische Superstar Johannes Thingnes Bö.

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Wirtschaft

In Österreich macht der Holzbau bereits ein Viertel des gesamten Bauvolumens aus. Tendenz steigend, denn gerade in Zeiten der Klimakrise wird verstärkt auf den nachhaltigen Rohstoff zurückgegriffen. Wie ein Beispiel in Linz zeigt, ist Holz auch ein Baustoff, der vermehrt auch im städtischen Gebiet eingesetzt wird.

Mehr dazu in ooe.ORF.at

Chronik

Ein Sandsturm aus der Sahara hat am Wochenende den Flugverkehr auf den Kanarischen Inseln lahmgelegt. Nach ersten Flugausfällen auf Gran Canaria und Teneriffa am Vortag wurden heute alle acht Flughäfen der spanischen Inselgruppe wegen schlechter Sichtverhältnisse geschlossen. In der Luft hing feiner Wüstensand aus der Sahara, der von starkem Wind auf die Kanaren vor der Küste Marokkos geblasen wurde.

Bereits gestern hatten auf dem Flughafen von Gran Canaria vorübergehend keine Flüge mehr landen oder starten können. Auch auf den beiden Flughäfen von Teneriffa konnten keine Flugzeuge mehr starten. Insgesamt seien rund 280 Flüge gestrichen oder umgeleitet worden, sagte eine Sprecherin des spanischen Flughafenbetreibers Aena.

Heute früh wurde der Flugverkehr dann zunächst wieder aufgenommen. Weil sich die Wetterbedingungen dann aber wieder stark verschlechterten, wurden alle acht Flughäfen auf den Kanaren geschlossen. „Die Sicht ist sehr schlecht“, sagte die Aena-Sprecherin. „Die Flugzeuge, die auf den Inseln landen sollten, wurden auf das spanische Festland umgeleitet.“

Auch Fährbetrieb eingestellt

Der spanische Wetterdienst registrierte zuvor Sturmböen von bis zu 160 km/h auf den kanarischen Inseln im Atlantik. Die norwegische Reederei Fred. Olsen & Co. stellte in Folge auch den Fährbetrieb zwischen den Inseln Fuerteventura und Lanzarote sowie zwischen San Sebastian und Valle Gran Rey auf der Insel La Gomera vorerst ein.

Der selbst ernannte „größter Draufgänger der Welt“ Mike Hughes ist gestern US-Medienberichten zufolge in der Nähe von Barstow in Kalifornien bei einem Flug mit einer selbst gebastelten Rakete ums Leben gekommen. Der auch als „Mad Mike“ bekannte 64-Jährige wollte an Bord seiner Rakete eine Flughöhe von 5.000 Fuß (rund 1.500 Meter) erreichen, berichtete unter anderem die „Los Angeles Times“ unter Berufung auf Hughes’ Sprecher.

Stuntman „Mad Mike“ Hughes vor selbstgebastelter Rakete
AP/Daily Press/James Quigg

Doch aus bisher unbekanntem Grund habe sich der Fallschirm nicht geöffnet, das Fluggerät zerschellte nur wenige hundert Meter entfernt von der Startrampe am Boden. Das Unglück ereignete sich vor laufenden Kameras, da der Flug für eine neue Serie mit dem Titel „Homemade Astronauts“ gefilmt werden sollte.

„Mad Mike“ war einst Chauffeur in Las Vegas und wurde mit waghalsigen Stunts bekannt. Im Guinness-„Buch der Rekorde“ steht er, weil er einst mit einer drei Tonnen schweren Stretchlimousine über eine Rampe gesprungen und 31 Meter weit geflogen ist.

Bei einem Erdbeben an der iranisch-türkischen Grenze sind heute mindestens neun Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Dem US-Erdbebeninstitut (USGS) zufolge erschütterte das Beben der Stärke 5,7 die iranische Provinz Westaserbaidschan in weniger als zehn Kilometer Entfernung zur türkischen Grenze. Das Epizentrum lag laut dem Erdbebenzentrum der Universität Teheran in sechs Kilometer Tiefe in der Nähe des Dorfs Habasch-e Olja.

Menschen stehen neben Gehölz und Geröll nach einem Erdbeben in  Baskale, nahe der türkisch-iranischen Grenze
APA/AFP

In der türkischen Provinz Van kamen mindestens neun Menschen ums Leben, darunter vier Kinder, wie Innenminister Süleyman Soylu nach einem Besuch an Ort und Stelle sagte. Nach Angaben von Gesundheitsminister Fahrettin Koca wurden 37 weitere Menschen verletzt, acht von ihnen schwebten in Lebensgefahr.

Im türkischen Fernsehen waren Aufnahmen eingestürzter Lehmhäuser in den verschneiten Dörfern des Grenzgebiets zum Iran zu sehen. Unter den Trümmern werde aber niemand mehr vermutet, sagte Innenminister Soylu. Auf der iranischen Seite der Grenze wurden nach Angaben der Rettungsdienste mindestens 40 Menschen verletzt. Häuser in 43 Dörfern nahe dem Epizentrum seien beschädigt worden.

Religion

Kultur

Der neue Film „Abschlussbericht“ („Zarojelentes“) des ungarischen Regisseurs Istvan Szabo (81) eröffnet am Dienstag die Ungarische Filmwoche im Budapester Corvin-Kino. Ehrengast ist der österreichische Schauspieler Klaus Maria Brandauer (76), der die Hauptrolle im Film des Oscar-Preisträgers spielt.

Nach einer Pause von über 30 Jahren haben Szabo und Brandauer erstmals wieder einen Film gemeinsam gedreht, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MIT. All die Zeit über hätte stets persönlicher Kontakt zwischen ihnen bestanden, sagte Brandauer im Vorfeld. Als Szabo ihm die Hauptrolle in „Abschlussbericht“ angeboten hätte, habe er sofort Ja gesagt, sagte Brandauer.

Szabo drehte mit Brandauer in der jeweiligen Titelrolle die Erfolgsfilme „Mephisto“ (1981), „Oberst Redl“ (1985) und „Hanussen“ (1987). Für „Mephisto“ erhielt Szabo den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.

Rückkehr in die Heimat

In „Abschlussbericht“ spielt Brandauer den renommierten Budapester Kardiologieprofessor Stephanus, der unerwartet pensioniert wird. Da der Professor sich noch nicht zur Ruhe setzen will, zieht er heim in seinen Geburtsort, wo er die vakante Stelle des Landarztes übernimmt. Dort trifft er seine Jugendliebe wieder und ebenso seinen besten Freund – doch begegnen ihm gleichzeitig Hass und Feindseligkeit.

Auf der bis 29. Februar dauernden Ungarischen Filmwoche werden von den eingereichten 114 Werken letztlich 59 Filme in 28 Kategorien um den Filmpreis 2020 kämpfen. Zudem werden zahlreiche Streifen außer Konkurrenz gezeigt.

Leute

US-Regisseur Quentin Tarantino (56) ist zum ersten Mal Vater geworden. Seine israelische Frau Daniella Pick habe gestern in Tel Aviv einen Sohn zur Welt gebracht, berichteten israelische Medien.

US-Regisseur Quentin Tarantino
APA/AFP/Tolga Akmen

Auch für die 20 Jahre jüngere Sängerin ist es das erste Kind. Der Filmemacher und Pick sind seit November 2018 miteinander verheiratet. Das Paar hatte sich 2009 bei der Filmpremiere von „Inglourious Basterds“ in Tel Aviv kennengelernt.