Inland

Nachdem SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner gestern in der ORF-Diskussion „Im Zentrum“ vorgezogene Wahlen auch in Linz angekündigt hatte, gibt man sich in der Linzer Stadtpartei, die ein Arbeitsübereinkommen mit der FPÖ hat, noch zurückhaltend: Die SPÖ fordere generell Neuwahlen in Oberösterreich, in Linz alleine sei es nicht sinnvoll, hieß es von dort heute Früh.

Begründet wird das damit, dass man ansonsten 2021 – dann sind reguläre Landtags-, Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen – gleich wieder zur Urne schreiten müsste. Heute soll es eine Aussprache zwischen Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und seinem blauen Vize Markus Hein geben, danach will der Stadtchef Details bekanntgeben.

In Linz gibt es eine Proporzregierung, in der SPÖ, FPÖ, ÖVP und Grüne vertreten sind. Mit den Freiheitlichen hat Lugers SPÖ das umfassendste Arbeitsübereinkommen abgeschlossen. Die oberösterreichische SPÖ-Landesparteichefin Birgit Gerstorfer hatte am Wochenende bereits Neuwahlen im Land gefordert. Auch der Grüne Landessprecher Stefan Kaineder appellierte an Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP), andere Koalitionsformen zu prüfen oder ebenfalls Neuwahlen in Erwägung zu ziehen.

Pamela Rendi-Wagner wird die SPÖ als Spitzen- und Kanzlerkandidatin in die Nationalratswahl führen. Eine entsprechende einstimmige Designierung sprach gestern das Bundesparteipräsidium aus. Die offizielle Nominierung erfolgt in einer Vorstandssitzung am Montag nach der EU-Wahl.

Attacken gegen Kurz

In einer Pressekonferenz nach dem Präsidium zeigte sich Rendi-Wagner schon im Wahlkampfmodus und attackierte vor allem Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) frontal. Sie machte den ÖVP-Chef für das Scheitern des „türkis-blauen Experiments“ persönlich verantwortlich. Denn Kurz habe aus purem Machterhalt und Egoismus Heinz-Christian Strache (FPÖ) zum Vizekanzler gemacht und damit das Land in eine schwere Krise geführt und seinem internationalen Ansehen geschadet.

Weiters prangerte die SPÖ-Vorsitzende an, dass Kurz noch immer keinen Plan für die Zeit bis zur Wahl habe und orientierungslos wirke. Dabei brauche es aus Sicht der Sozialdemokraten so rasch wie möglich eine Übergangsregierung, in der Innen-, Verteidigungs- und Justizministerium von Experten besetzt werden, die übrigens nach Meinung Rendi-Wagners nicht Beamte aus den Ressorts sein dürfen. Nur so sei eine lückenlose Aufklärung der „Ibiza-Affäre“ möglich.

Drängen auf Sondersitzung am Mittwoch

Auch drängt Rendi-Wagner darauf, dass die von ihrem Klub beantragte Sondersitzung des Nationalrats schon kommenden Mittwoch stattfindet. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) sei hier gefordert. Was die SPÖ selbst tun will, skizzierte die Vorsitzende. Es brauche jetzt neben Aufklärung auch Stabilität, Ehrlichkeit und Anstand. Nur so könne das Vertrauen der Menschen in die Politik und die Institutionen wiederhergestellt werden.

Ex-Kanzler Christian Kern (SPÖ) rät seinem Nachfolger (und Widersacher in der 2017 zu Ende gegangenen gemeinsamen Regierung) Sebastian Kurz (ÖVP), nach dem Skandal um das Strache-„Ibiza-Video“ zurückzutreten. „Er sollte es mir gleichtun und den Weg frei machen für einen Neubeginn“, sagte er im Interview mit der deutschen Tageszeitung „Welt“.

SPÖ, NEOS und Grüne haben „Möglichkeit, Mehrheit zu bekommen“

SPÖ, NEOS und Grüne hätten bei der Neuwahl „das erste Mal seit 1979 die Möglichkeit, eine Mehrheit im Nationalrat zu bekommen“, so Kern. Der frühere SPÖ-Chef meint hier vermutlich eine Mehrheit ohne Beteiligung der ÖVP. 1979 schaffte die SPÖ unter Bruno Kreisky zuletzt mehr als 50 Prozent bei einer Nationalratswahl.

Dass Pamela Rendi-Wagner die Richtige an der Spitze der SPÖ sei, ist für Kern „klar“. Eine Obmann-Debatte jetzt vor der Wahl wäre „mehr als verrückt“. Dass er selbst vielleicht zu früh zurückgetreten sei, ließ er nicht gelten: „Meinem Abgang gingen ja eine Vielzahl von persönlichen Überlegungen voraus.“

ÖVP öffnete „Rechtsradikalen und Obskuranten Tür und Tor“

Die ÖVP habe mit der Koalition mit den Freiheitlichen „Rechtsradikalen und Obskuranten Tür und Tor geöffnet“. In jedem anderen zivilisierten Land wäre diese bereits nach drei Monaten gescheitert, zeigte sich Kern überzeugt: „Der Rechtspopulismus ist impotent, wenn er an der Regierung ist. Er erledigt sich meist von selbst. Leider richtet er dabei immer Schaden an.“

Angesprochen wurde Kern auch auf angebliches belastendes Material gegen ihn und Kurz, von dem der inzwischen zurückgetretene FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf dem Video reden soll. „Das Einzige, was ich weiß, ist, dass Strache davon spricht, dass ich in Südafrika, in Kapstadt, mit schwarzen Minderjährigen zugange gewesen wäre. Das alleine ist so was von hirnrissig, dass mir keine weitere Kommentierung einfällt“, sagte er dazu.

Das „Ibiza-Video“ ist kurz nach der Veröffentlichung auch ein Fall für die Oberstaatsanwaltschaft geworden. Diese wurde damit beauftragt, zu prüfen, ob die veröffentlichten Ausschnitte auch strafrechtlich Relevantes enthalten und damit Ermittlungen gegen Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus (beide FPÖ) rechtfertigen würden. Das sei nach einer ersten Prüfung nicht der Fall, so die Oberstaatsanwaltschaft laut dem Ö1-Mittagsjournal.

Die bisher veröffentlichten Ausschnitte reichen nicht für einen Anfangsverdacht: „Konkrete Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat lassen sich daraus nicht gewinnen“, hieß es laut Ö1 in einer schriftlichen Stellungnahme. Damit werde momentan auch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet – Audio dazu in oe1.ORF.at.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wurde unterdessen damit beauftragt, das gesamte Videomaterial zu besorgen. In der Praxis könnte das jedoch schwierig werden, da das Material dem Redaktionsgeheimnis unterliegt. Vorstellbar wäre jedoch, dass ein Staatsanwalt das Material in den Redaktionen in Deutschland sichten darf, heißt es.

Der ÖVP-Spitzenkandidat für die kommende EU-Wahl, Othmar Karas, geht davon aus, dass die FPÖ nach der vorgezogenen Wahl im Herbst kein Partner mehr für die ÖVP sein wird. Das sagte er gestern in der ORF-„Pressestunde“.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) habe gesagt, dass es mit „dieser FPÖ“ keine Zusammenarbeiten geben könne. Für Karas kommt damit eine neuerliche Koalition mit der Partei nicht infrage: „Für mich nicht.“

Neuwahl für Karas einzig richtiger Weg

EU-Spitzenkandidat Othmar Karas (ÖVP) sagt in der ORF-„Pressestunde“, Neuwahlen seien nach der Causa Ibiza der einzig richtige Weg.

„Ibiza-Video“ für Karas „grauslich“

„Ich bin von der Entscheidung erleichtert, die der Bundeskanzler gestern getroffen hat, das macht es uns auch leichter, über Inhalte und die Zukunft Österreichs in Europa zu reden“, sagte Karas. Auf die Frage, was er dazu sage, dass Kurz angeblich darüber nachgedacht haben soll, die Koalition trotz der Vorfälle fortzusetzen, sagte Karas, das müsse man Kurz selbst fragen, „was sich wann wie abgespielt hat“. „Ich kenne das Ergebnis und das Ergebnis ist richtig.“

Das „Ibiza-Video“ sei „grauslich“ und habe ihn sprachlos und wütend gemacht. „Ich bin immer noch ganz aufgerührt“, sagte Karas. „Das Video ist ein Sittenbild, ein Psychogramm des zweiten Gesichts der FPÖ.“ Der Entscheidung, ob auch die ÖVP in Oberösterreich in Reaktion auf die Enthüllungen die Koalition mit der FPÖ beendet sollte, könne er nicht vorgreifen. Aber er nehme an, dass in allen Bundesländern, in denen Koalitionen mit der FPÖ bestehen, eine entsprechende Debatte stattfinde.

Orban für Karas aus EVP „ausgetreten“

Im Hinblick auf die EU-Wahl und die Aussagen von Kurz zur übermäßigen Regulierung durch die EU sagte Karas, dass das Kurz’ Worte seien – diese seien „sehr, sehr zugespitzt“. Er bedaure es nicht, nicht mit einer eigenen Liste angetreten zu sein. Er hoffe nun, dass die Enthüllungen der letzten Tage jene Personen stärken, „die immer einen geraden und aufrechten Gang gehabt haben“.

Angesprochen auf die Partei von Ungarns Premier Viktor Orban, der bekanntgegeben hatte, EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber nicht mehr zu unterstützen, sagte Karas: „Aus meiner Sicht ist Herr Orban mit den Erklärungen der letzten Tage bereits aus der Fraktion ausgetreten.“

EU

Gilles de Kerchove, Anti-Terror-Koordinator der EU, warnt vor den geplanten Sicherheitsstandards für die neuen 5G-Mobilfunknetze. Der Grund dafür sind weder Netzwerkkomponenten des chinesischen Herstellers Huawei, noch technische Mängel. De Kerchoves Warnungen richten sich vielmehr gegen den geplanten hohen Grad an Netzwerksicherheit, das geht aus einem internen Dokument des EU-Ministerrats hervor, das ORF.at vorliegt.

Diese Maßnahmen zum Schutz vor Kriminellen wie auch die geplante 5G-Netzwerkarchitektur stehen dem Einbau von Hintertüren für Polizei und Geheimdienste nämlich im Wege. Die Telekoms sollten ihre Netzwerke daher so aufbauen, dass sie den Anforderungen der Strafverfolger entgegen kämen, forderte de Kerchove. Ebenso sollten die 5G-Sicherheitsprotokolle auch Sicherheitslücken für IMSI-Catcher zur Verfügung stellen.

Mehr dazu in fm4.ORF.at

Eine Woche vor der EU-Wahl haben gestern Zehntausende Menschen in Europa gegen Nationalismus demonstriert. In Wien demonstrierten laut Veranstaltern 6.500 Menschen – mehr dazu in wien.ORF.at. Demos gab es auch in Steyr und Feldkirch. Laut Veranstaltern gingen in Deutschland in sieben Großstädten insgesamt über 150.000 Menschen unter dem Motto „Ein Europa für alle – Deine Stimme gegen Nationalismus“ auf die Straße.

Zu den Protesten aufgerufen hatte das Bündnis „Ein Europa für alle“, dem mehr als 400 Initiativen angehören. Thema bei der Demonstration in Wien war natürlich auch die kommende Neuwahl sowie das Ibiza-Video von Heinz-Christian Strache (FPÖ), der am Samstag zurückgetreten ist. Die Teilnehmer riefen dazu auf, am kommenden Sonntag bei der Europawahl teilzunehmen, „erheben wir gemeinsam unsere Stimmen und gehen wählen“, hieß es.

Großer Zulauf in Deutschland

In mehreren europäischen Städten gingen die Menschen auf die Straße, um ein Zeichen gegen Nationalismus zu setzen. In Köln demonstrierten 45.000 Menschen, in Berlin gab es 20.000 Demonstrantinnen und Demonstranten. In München gingen etwa 20.000 Menschen auf die Straße, in Frankfurt waren es rund 16.000, in Hamburg etwa 15.000, wie das Bündnis mitteilte. In Stuttgart wurden demnach gut 12.000 Demonstrantinnen und Demonstranten gezählt und in Leipzig 10.000.

In Polen gab es kleinere Kundgebungen unter dem Motto „Schicksal der Frauen, Stimme der Frauen“ in Städten wie Warschau, Krakau und Breslau. Die Organisation Akcja Demokracja wollte damit nach eigenen Angaben vor der Europawahl darauf aufmerksam machen, dass gemeinsame Werte wie Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit in Polen und Europa bedroht seien.

In Schweden gingen einige Hundert Menschen mit der Parole „Ett Europa För Alla“ auf die Straße. In Stockholm kamen bei trübem Wetter etwa 250 Teilnehmer zusammen, in Göteborg und Malmö jeweils rund 150, wie ein Sprecher der Organisatoren der Deutschen Presse-Agentur sagte. Aktionen gab es auch in Frankreich, Großbritannien und Bulgarien.

Ausland

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit seiner Zerstörung gedroht. „Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein“, schrieb Trump gestern auf Twitter. „Bedroht nie wieder die USA“, fügte der Präsident hinzu.

Zuvor hatte sich der Kommandant der iranischen Revolutionsgarden kämpferisch geäußert. Zwar wollten der Iran und seine Revolutionsgarden keinen Krieg, betonte Hussein Salami nach Angaben der halbstaatlichen Nachrichtenagentur ISNA. Allerdings fürchteten sie sich auch nicht davor, fügte er hinzu. Die US-Truppen hätten anders als die Revolutionsgarden Angst vor dem Tod, und ein solcher Gegner sei „leicht zu besiegen“.

„Unmittelbare Bedrohung“

Die Lage in der Golfregion gilt wegen des Streits zwischen den beiden Seiten derzeit als sehr angespannt. Unter Verweis auf eine nicht näher begründete „unmittelbare Bedrohung“ durch den Iran verlegte die US-Regierung seit Anfang Mai einen Flugzeugträger, eine Bomberstaffel und eine Luftabwehrbatterie in die Golfregion. Zudem verschärfte sie die gegen den Iran verhängten Sanktionen. Die USA und ihr enger Verbündeter Saudi-Arabien werfen dem Iran vor, Unruhe zu stiften und Terrorismus zu unterstützen.

Der Iran verkündete seinerseits am ersten Jahrestag der Kündigung des Atomabkommens durch Trump, dass er bestimmte Bestimmungen der Vereinbarung nicht mehr einhalten werde. Auch kündigte Teheran an, weitere Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Mitunterzeichner ihm nicht binnen 60 Tagen entgegenkommen.

Verstärkter US-Druck

Die Vertragspartner Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und China wollen zwar an dem Abkommen festhalten. Doch haben sie nicht verhindern können, dass sich die meisten ihrer Unternehmen aus Angst vor den US-Sanktionen aus dem Iran zurückgezogen haben.

Washington setzt die Islamische Republik seit mehr als einem Jahr massiv unter wirtschaftlichen Druck, inzwischen wird offen die Gefahr eines Krieges diskutiert. Trump hatte zuletzt mehrfach betont, dass er mit dem Iran verhandeln wolle. Medienberichten zufolge soll er bei einer Sitzung im Weißen Haus klargemacht haben, dass er kein Interesse an einem Krieg habe.

Nach seinem überraschenden Wahlsieg kann Australiens liberal-konservatives Regierungsbündnis laut einem Medienbericht erneut mit einer eigenen Mehrheit im Unterhaus rechnen. Das Bündnis von Premierminister Scott Morrison bekomme nach dem Urnengang vom Samstag mindestens 77 der 151 Sitze in der Parlamentskammer, berichtete der Fernsehsender ABC heute unter Berufung auf Prognosen.

Im Senat wird das Regierungsbündnis demnach hingegen nicht über eine absolute Mehrheit verfügen. Damit wäre die Regierung auf die Unterstützung kleinerer Parteien oder von unabhängigen Senatoren abhängig, um Gesetze zu verabschieden.

Der Sieg von Morrisons Koalition war bereits nach Schließung der Wahllokale am Samstag deutlich geworden. Zunächst war aber unklar gewesen, ob sie aus eigener Kraft regieren kann. Das offizielle Auszählungsergebnis der australischen Wahlkommission wird erst im Laufe der Woche erwartet.

Labor-Chef trat zurück

In jedem Fall steht Morrison vor der Aufgabe einer Kabinettsumbildung, denn mehrere moderate Minister hatten sich vor der Wahl aus der Politik verabschiedet, statt erneut zu kandidieren. Ganz oben auf der Agenda des aktuellen und wohl auch künftigen Regierungschefs steht eine Verringerung der Einkommenssteuer.

Eine weitere Amtszeit von Morrison war nicht erwartet worden. In den Umfragen der vergangenen zwei Jahre hatte stets die oppositionelle Labor-Partei vorn gelegen. Nach der Niederlage trat deren Chef Bill Shorten zurück.

Einen Monat nach seiner Wahl wird Wolodymyr Selenski heute neuer Präsident der Ukraine. Der frühere Komiker will bei einer feierlichen Sitzung des Parlaments den Amtseid ablegen und danach die Geschäfte von Petro Poroschenko übernehmen.

Dazu werden mehrere ausländische Staatsgäste erwartet. Nach Angaben ukrainischer Medien sind Vertreter Russlands nicht eingeladen worden.

Selenski verfügt im Parlament über keine eigene Mehrheit, um Reformen durchzusetzen. Es wird deshalb nicht ausgeschlossen, dass es zu einer vorgezogenen Wahl kommen könnte. Poroschenko hatte nach seiner Wahlniederlage noch Richter am Obersten Gericht ernannt. Zudem vergab er Posten und Orden.

In Ägypten ist gestern ein Touristenbus von einer Explosion getroffen worden. Mindestens 17 Menschen seien verletzt worden, als ein Sprengsatz explodierte, während der Bus vorbeifuhr, berichteten Sicherheitsvertreter und Ärzte. Unter den Verletzten sind Angaben zufolge Südafrikaner und Ägypter. Berichte über Todesopfer gab es nicht.

Beschädigter Bus
AP/Mohammed Salah

Die Explosion ereignete sich in der Nähe der berühmten Pyramiden von Giseh. Auf Bildern in Sozialen Netzwerken waren zerstörte Fensterscheiben des Busses zu sehen.

Im Dezember waren bei der Explosion eines am Straßenrand platzierten Sprengsatzes nahe der Pyramiden drei vietnamesische Touristen und ihr ägyptischer Führer getötet worden.

Der ägyptische Tourismussektor leidet seit Jahren wegen Anschlägen auf Touristen nach dem Aufstand von 2011, der zum Sturz des langjährigen Staatschefs Husni Mubarak geführt hatte. Die ägyptischen Sicherheitskräfte gehen hart gegen eine ganze Reihe von islamistischen Organisationen in dem Land vor.

Bei den gestern zu Ende gegangenen indischen Parlamentswahlen kann Ministerpräsident Narendra Modi offenbar mit seiner Wiederwahl rechnen. Die meisten Exit-Polls sehen einen klaren Sieg Modis, ein wesentlich besseres Abschneiden als vor einigen Wochen erwartet.

Modis Nationale Demokratische Allianz (NAD) könnte nach Angaben des Institut CVoter 287 der 545 Sitze im Parlament gewinnen. Die oppositionelle Kongresspartei würde danach auf 128 Sitze kommen. Bei Exit-Polls werden Wähler nach dem Verlassen der Wahlkabinen befragt.

Die Auszählung in Indien wird noch bis Donnerstag dauern. An der Wahl, die seit dem 11. April in verschiedenen Etappen lief, nahmen 900 Millionen Wähler teil.

Bei einem Referendum in der Schweiz hat die Mehrheit der Bevölkerung für strengere Waffengesetze gestimmt. Knapp 64 Prozent der Wähler unterstützten gestern ein Gesetz der Regierung, das eine Angleichung an das Waffenrecht der EU vorsieht. Nur ein einziger Kanton stimmte gegen den Vorschlag.

Mit 63,7 Prozent fand das schärfere Waffenrecht bei der Volksabstimmung eine klare Mehrheit. Lediglich im italienischsprachigen Tessin, einem von insgesamt 26 Kantonen, stellten die Unterstützer der neuen Gesetzgebung nicht die Mehrheit.

Die Schweiz gehört zwar nicht zur EU, ist aber Mitglied des Schengen-Raums und auch sonst über zahlreiche Abkommen mit der EU verbunden. Die Regierung hatte gewarnt, ein Nein zu ihrem Gesetz zur Anpassung an das EU-Waffenrecht könne den Ausschluss der Schweiz aus dem Schengen-Raum und Milliardeneinbußen zur Folge haben. Gegnern des Gesetzes war es jedoch gelungen, genug Unterschriften zu sammeln, um das nun abgehaltene Referendum auszulösen.

Neue Bestimmungen

Zu den Neuregelungen in der Schweiz gehört, dass halbautomatische Waffen mit Magazinen mit hoher Kapazität verboten werden. Sammler und Sportschützen können sie zwar grundsätzlich weiterhin erwerben, brauchen dazu aber eine Ausnahmegenehmigung, die mit hohen bürokratischen Hürden verbunden ist.

Die meisten Schweizer Männer müssen zwischen ihrem 18. und 30. Lebensjahr einen Militärdienst absolvieren und dürfen ihre Waffe danach behalten. Privater Waffenbesitz ist dort darum besonders weit verbreitet: Schätzungen zufolge besitzen Zivilisten in der Schweiz rund 2,3 Millionen Waffen, das sind etwa drei Stück auf zehn Bürger.

Mehrheit auch für Steueränderungen

Parallel zum Waffenrecht stimmten die Schweizer auch über ein weiteres Vorhaben ihrer Regierung ab. Es sieht vor, die Unternehmenssteuer zu reformieren und mehr Geld in die Rentenkasse fließen zu lassen. Hier lag die Zustimmung mit 66,7 Prozent sogar noch etwas höher, Wähler in allen Kantonen unterstützten den Vorschlag.

Sport

Wirtschaft

Mitarbeiter der Deutschen Bank wollten einem Zeitungsbericht zufolge einige Tranksaktionen bei Firmen von US-Präsident Donald Trump und seinem Schwiegersohn Jared Kushner wegen Auffälligkeiten der Finanzaufsicht melden. Führungskräfte hätten dies aber abgelehnt, schrieb die „New York Times“ gestern unter Berufung auf fünf frühere und derzeitige Mitarbeiter der Deutschen Bank.

Spezialisten im Kampf gegen Geldwäsche hätten demnach 2016 und 2017 empfohlen, dass über die verdächtigen Vorgänge Bericht erstattet werden sollte. Bei der Deutschen Bank war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Eine Sprecherin sagte der „New York Times“, Mitarbeiter würden nicht davon abgehalten, verdächtige Vorgänge eskalieren zu lassen.

„Ausgemachter Unsinn“

Die Deutsche Bank habe ihre Bemühungen im Kampf gegen Finanzkriminalität erhöht. Eine Sprecherin für die Trump Organisation sagte, der Bericht sei „ausgemachter Unsinn“. Von Kushner Companies war zunächst ebenfalls kein Kommentar zu bekommen.

Derzeit werden die Finanzen von Trump vom US-Kongress und den Behörden des Bundesstaates New York durchleuchtet. Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus fordern von der Deutschen Bank und anderen Geldinstituten Auskunft darüber. Die Deutsche Bank hatte Trump vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt und steht deshalb im Zentrum des Interesses.

Die Vorsitzenden der Aufsichtsräte der größten börsennotierten Unternehmen Österreichs haben im vergangenen Jahr deutlich besser verdient – „völlig zu Recht“, sagt Michael Kramarsch, Partner der Unternehmensberatung hkp-Group. Denn im internationalen Vergleich seien die Aufsichtsratsvergütungen in Österreich noch immer relativ niedrig.

Die Aufsichtsratschefs der 20 im wichtigsten österreichischen Index ATX vereinten Firmen haben im Vorjahr im Schnitt 92.112 Euro verdient, um sieben Prozent mehr als im Jahr davor. Dabei hat hkp zur Berechnung des Durchschnitts nur die jeweils ganzjährig tätigen AR-Vorsitzenden berücksichtigt. Betrachtet man die Entwicklung von 2014 bis 2018, so ergibt sich eine jährliche Steigerung von 10,1 Prozent.

Die höchsten Gagen erhielten, wie schon im Jahr davor, Lenzing-AR-Chef Hanno Bästlein, der laut hkp 223.500 Euro kassierte, und Friedrich Rödler von der Erste Group mit 210.000 Euro.

Japans Wirtschaft ist trotz konjunktureller Abkühlung seines wichtigen Handelspartners Chinas weiter gewachsen. Wie die Regierung in Tokio heute auf Basis vorläufiger Daten bekannt gab, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zwischen Jänner und März auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent zu. Ökonomen und Ökonominnen hatten mit einem leichten Abschwung gerechnet.

Im Vorquartal hatte Japans Wirtschaft nach revidierten Daten der Regierung noch um 1,6 Prozent zugelegt. Im Vergleich zum Vorquartal wuchs die nach den USA und China drittgrößte Volkswirtschaft der Welt um 0,5 Prozent – und das, obwohl die Kapitalausgaben der japanischen Unternehmen um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal sanken.

Auch der Export ging um 2,4 Prozent zurück; ebenso der Privatkonsum, der in Japan zu rund 60 Prozent zur Wirtschaftsleistung des Landes beiträgt.

Wegen Stromproblemen und daraus resultierenden Betankungsschwierigkeiten sind am Flughafen im nordenglischen Manchester gestern Dutzende Flüge gestrichen worden.

Die Zeitung „Manchester Evening News“ berichtete am Abend unter Berufung auf eine Flughafensprecherin von 86 Ausfällen. 44 Landungen und 42 Abflüge seien gestrichen worden.

Ein Airport-Sprecher sagte der Nachrichtenagentur PA, die Probleme hätten am Nachmittag begonnen. Experten arbeiteten an deren Behebung. Der Flughafen in Manchester ist nach eigenen Angaben der drittgrößte des Landes.

Chronik

Unbekannte haben in einer brasilianischen Bar das Feuer eröffnet und mindestens elf Menschen getötet. Der Angriff habe sich gestern (Ortszeit) in einem Lokal in der nordbrasilianischen Stadt Belem ereignet, teilte das Ministerium für öffentliche Sicherheit des Bundesstaates Para mit.

Ein Verletzter wurde unter Polizeiaufsicht in ein Krankenhaus eingeliefert, wie das Nachrichtenportal G1 unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete. Mindestens sieben vermummte Täter, die mit einem Motorrad und drei Autos vorgefahren seien, verübten am Nachmittag (Ortszeit) das Massaker. Sie konnten unbehelligt vom Tatort flüchten, berichtete G1.

Bei den Todesopfern soll es sich um sechs Frauen und fünf Männer handeln. Die Hintergründe für die Tat blieben zunächst unklar. Die meisten Opfer wurden mit Kopfschüssen getötet, wie ein Behörden-Vertreter mitteilte.

Nach der Zerstörung eines Wohnhauses durch eine Explosion im bayerischen Ostallgäu haben die Rettungskräfte in der Ruine eine Leiche entdeckt. Dabei handele es mutmaßlich um einen vermissten 42-Jährigen, sagte ein Polizeisprecher in der Früh.

Zuvor hatten Helfer eine 39-Jährige schwer verletzt aus dem Haus in Rettenbach am Auerberg gerettet. Die Rettungskräfte vermuten noch ihre siebenjährige Tochter in den Trümmern. Die Suche laufe weiterhin auf Hochtouren, hieß es. Es wird vermutet, dass es sich bei dem 42-Jährigen um den Ehemann der Schwerverletzten handelt.

Insgesamt bis zu 350 Einsatzkräfte hatten am Abend und in der Nacht nach den Vermissten gesucht. Das Technische Hilfswerk baute Scheinwerfer auf, um die Unglücksstelle ausleuchten zu können. Neben Spürhunden waren auch Spezialisten mit einer Kamerasonde im Einsatz.

Bei einem Busunfall im deutschen Bundesland Sachsen sind gestern mindestens ein Mensch getötet und mehr als 70 weitere verletzt worden. Es gebe sieben „Schwerstverletzte“, teilte ein Sprecher der Polizei Halle in der Nacht mit. Der Unfall habe sich aus bislang ungeklärter Ursache am frühen Abend auf der Autobahn A9 nahe der Stadt Bad Dürrenberg ereignet.

An Bord des Busses seien 74 Passagiere und der Fahrer gewesen, sagte der Sprecher. Nach einem Bericht des RBB handelte es sich um einen Bus des Unternehmens Flixbus, der von Berlin auf dem Weg nach München war. Die A9 wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. In Fahrtrichtung München rechnet die Polizei noch bis in die Früh mit Behinderungen.

In den USA hat die Polizei drei Verdächtige festgenommen, die eine hochschwangere Jugendliche erwürgt und ihr das Baby aus dem Bauch geschnitten haben sollen. Wie die Polizei in Chicago gestern mitteilte, wurde die im neunten Monat schwangere 19-Jährige im April in das Haus einer Bekannten gelockt – unter dem Vorwand, sich dort kostenlose Babysachen abholen zu können. Dort wurde die Jugendliche dann aber erdrosselt, und das Baby wurde ihr aus dem Leib geschnitten.

Eine 46-jährige Frau und ihre 24-jährige Tochter wurden nun unter Mordverdacht festgenommen. Dem 40-jährigen Lebensgefährten der Mutter wird vorgeworfen, den Mord vertuscht zu haben.

„Völlig verstörendes Verbrechen“

Chicagos Polizeichef Eddie Johnson sprach bei einer Pressekonferenz von einem „abscheulichen und völlig verstörenden“ Verbrechen. Er könne sich nicht ansatzweise vorstellen, „was diese Familie gerade durchmacht“, sagte Johnson über die Familie des Opfers. „Sie sollten die Geburt eines Babys feiern. Stattdessen betrauern sie den Verlust der Mutter und vielleicht auch des kleinen Kindes.“

Die Leiche der 19-Jährigen war laut Polizeiangaben am Dienstagabend bei einer Hausdurchsuchung entdeckt worden – sie war in einem Mistkübel versteckt. Die Schwangere hatte ihre Mörder nach Angaben der Ermittler gekannt, weil sie schon einmal Babysachen bei ihnen gekauft hatte.

Notruf wegen Hausgeburt

Am Tag ihres Verschwindens hatte die junge Frau nach Polizeiangaben mit der 46-jährigen über Facebook Kontakt. Die Frau versprach ihr Gewand und andere Babyausstattung. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie und ihre Tochter das Mädchen dann mit einem Kabel strangulierten und ihr das Baby aus dem Bauch schnitten.

Kurz darauf setzte die 46-Jährige den Angaben zufolge einen Notruf ab. Sie gab an, zu Hause selbst ein Baby zur Welt gebracht zu haben, das nun nicht mehr atme. Das Neugeborene wurde ins Krankenhaus gebracht und soll in Lebensgefahr schweben. Die Polizei wollte sich nicht zum Zustand des Babys äußern.

Kein Lottospieler hat bei der gestrigen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ die sechs Richtigen – das bedeutet Jackpot. Im Topf liegen 706.767,43 Euro.

Es wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

5 7 23 27 31 34 / Zusatzzahl 38

Die Gewinnzahlen der Lotto-Plus Ziehung lauten:

12 16 17 23 27 45

Die Joker-Zahl lautet:

8 1 3 5 4 9

Alle Angaben ohne Gewähr

IT

Die Google-Mutter Alphabet hat nach Angaben aus Firmenkreisen Teile ihrer Geschäftsbeziehungen zum Netzwerkausrüster Huawei eingestellt, nachdem die US-Regierung den chinesischen Konzern auf eine Schwarze Liste gesetzt hat.

Betroffen sei der Transfer sowohl von Bauteilen als auch von Programmen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person gesterm der Nachrichtenagentur Reuters. Huawei, das auch Handys herstellt, wird demnach ab sofort keine Updates für das Betriebssystem Android erhalten. Ausgenommen von den Maßnahmen sind allerdings alle Programme mit veröffentlichtem Quelltext (Open Source).

Noch interne Diskussionen

Die nächste Generation der Huawei-Handys soll nach Angaben des Insiders keinen Zugang zum Google-Email-Anbieter Gmail und zur App-Plattform Google Play Store erhalten. Allerdings würden Details der Maßnahmen nach Angaben der Quelle noch Google-intern diskutiert.

Am Freitag hatte ein Huawei-Sprecher erklärt, Anwälte des Konzerns untersuchten derzeit die Auswirkungen als Unternehmen der Schwarzen Liste geführt zu werden.

Kultur

Der Action-Held „John Wick“ hat die Superhelden von „Avengers: Endgame“ in den nordamerikanischen Kinocharts entthront. Der dritte Teil der Erfolgsreihe mit Schauspielstar Keanu Reeves spielte am Wochenende an den Kinokassen in den USA und Kanada rund 57 Millionen Dollar (etwa 51 Millionen Euro) ein und eroberte damit die Spitze, wie der „Hollywood Reporter“ gestern berichtete.

„Avengers: Endgame“ spielte in seiner vierten Woche in den USA und Kanada nur noch rund 29,4 Millionen Dollar ein und rutschte auf den zweiten Platz. Weltweit hat das Superhelden-Epos inzwischen rund 2,6 Milliarden Dollar eingespielt und liegt damit weiter auf dem zweiten Platz der bisher umsatzstärksten Filme hinter James Camerons „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ aus dem Jahr 2009, der mit 2,79 Milliarden US-Dollar ganz oben steht. Den Blockbuster „Titanic“ von 1997 hat „Avengers: Endgame“ aber bereits hinter sich gelassen.

Pikachu auf Platz drei

Auch ein weiterer Fantasy-Abenteuerfilm rutschte in den nordamerikanischen Charts um einen Platz nach hinten: „Pokemon: Meisterdetektiv Pikachu“ spielte rund 24,8 Millionen Dollar ein, was nur noch für den dritten Rang reichte. Dahinter stieg der Tierfilm „Bailey – Ein Hund kehrt zurück“ mit rund acht Millionen Dollar neu ein. Auf dem fünften Rang landete die Komödie „Glam Girls – Hinreißend verdorben“ mit Anne Hathaway und Rebel Wilson, die rund sechs Millionen Dollar einspielte.

Die preisgekrönte Fantasy-Saga „Game of Thrones“ ist Geschichte: Heute Früh strahlte der Pay-TV-Sender Sky das große Finale der achten und letzten Staffel aus. Acht Jahre lang hatte „GoT“ Fans auf der ganzen Welt gefesselt. Allein in Amerika erreichte die Serie laut dem US-Sender HBO pro Folge rund 43 Millionen Menschen. Traurig über das Ende sind nicht nur viele Fans, sondern auch die Protagonisten. Zugleich bedankten sich einige von ihnen bei den Fans für deren Treue.

So schreibt Emilia Clarke, die die Drachenkönigin Daenerys Targaryen spielte, auf Instagram: „Diese Frau hat mein ganzes Herz in Anspruch genommen.“ Die Serie habe sie als Frau, Schauspielerin und Mensch geprägt. Den lieben, magischen Fans schulde sie großen Dank. „Ohne Euch gibt es kein uns. Und nun ist unsere Uhr abgelaufen.“

Sophie Turner, die Sansa Stark verkörperte, schreibt, sie sei mit der Serie aufgewachsen, habe sich in sie verliebt und werde nie vergessen, was sie ihr beigebracht habe. Ohne diese Erfahrungen wäre sie nicht der Mensch, der sie heute sei. Sie dankte auch den Fans. Sie werde dies mehr als alles andere vermissen.

Weitere Fantasy-Serie geplant

Die Fans können aber nach dem Abschied von „GoT“ auf weitere Fantasy-Geschichten hoffen, die an die Kultserie anknüpfen. HBO hat bereits einen Ableger geplant, der Tausende Jahre vor den Ereignissen bei „GoT“ spielt – ebenfalls auf dem fiktiven Kontinent Westeros. Wann die Serie um Hollywood-Star Naomi Watts (50, „King Kong“) zu sehen sein wird, ist aber noch unklar.

Streaming-Gigant Netflix hat sich die Rechte an der Buchreihe „Die Chroniken von Narnia“ gesichert, Konkurrent Amazon Prime verspricht eine „Herr-der-Ringe“-Serie. Außerdem könnte es Medienberichten zufolge serielle Neuauflagen von „Avatar“ und „Conan, der Barbar“ geben. Für Fantasy-Nachschub ist also auch nach dem dramatischen „Game-of-Thrones“-Finale gesorgt.

In einer umstrittenen Entscheidung ist der französische Schauspieler Alain Delon beim Festival in Cannes mit der Goldenen Palme für sein Lebenswerk geehrt worden. Der 83-Jährige reagierte gerührt auf die Auszeichnung, die ihm seine Tochter Anouchka gestern Abend unter dem donnernden Applaus des Publikums überreichte. „Es ist lange her, dass ich so viel geflennt habe“, sagte Delon.

Der Schauspieler präsentierte sich in seiner Dankesrede demütig und selbstironisch. „Heute Abend ist das ein bisschen wie eine posthume Hommage, nur dass ich noch lebe“, sagte er. „Ich werde gehen, aber ich werde nicht gehen, ohne mich bei Ihnen zu bedanken“, fügte Delon hinzu. „Wenn ich ein Star bin, dann will ich Ihnen dafür danken, dem Publikum verdanke ich das und niemandem sonst.“

Gegen Delons Ehrung hatte es Widerstand von Feministinnen gegeben. Die US-Organisation Women and Hollywood warf dem Franzosen unter Berufung auf dessen frühere Äußerungen vor, er sei „rassistisch, homophob und frauenfeindlich“. Eine Petition gegen Delons Ehrung in Cannes bekam mehr als 25.000 Unterschriften.

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