Ausland

Über den USA ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums ein chinesischer Spionageballon aufgetaucht. Wie Pentagon-Sprecher Patrick Ryder gestern Journalisten sagte, wird der Flug des Ballons genau beobachtet. Überlegungen zu einem möglichen Abschuss seien verworfen worden, weil das zu viele Menschen gefährdet hätte.

Das Pentagon habe den Ballon mehrere Tage lang auf seinem Weg über den Norden der Vereinigten Staaten verfolgt, sagte er.

„Der Ballon befindet sich derzeit in einer Höhe weit oberhalb des kommerziellen Flugverkehrs und stellt keine militärische oder physische Bedrohung für die Menschen am Boden dar“, sagte Ryder.

Die USA haben einen 16 Jahre lang im Gefangenenlager Guantanamo Bay inhaftierten Pakistaner freigelassen, der mit Schilderungen von Folter durch den US-Geheimdienst CIA für Aufsehen gesorgt hatte. Majid Khan wird fortan im zentralamerikanischen Staat Belize leben, wie das US-Verteidigungsministerium gestern mitteilte.

Der heute 42-Jährige war 2003 in Pakistan festgenommen worden. Wegen Unterstützung des Terrornetzwerks al-Kaida wurde er schließlich im Oktober 2021 zu 26 Jahren Haft verurteilt.

Erschütternde Folterschilderungen

Allerdings wurde ihm im Zusammenhang mit einem früheren Schuldeingeständnis eine baldige Freilassung zugesichert. Khan hatte sich schuldig bekannt, an einem letztlich gescheiterten Komplott zur Ermordung des früheren pakistanischen Militärmachthabers Pervez Musharraf beteiligt gewesen zu sein und später als Geldbote für einen islamistischen Anschlag auf ein Hotel in Indonesien gedient zu haben.

Bei der Anhörung zur Festlegung des Strafmaßes berichtete Khan 2021 in erschütternden Aussagen über seine Folter durch die CIA. Es war die erste öffentliche Darstellung der Foltermethoden durch einen Häftling, der nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 nach Guantanamo gebracht worden war.

Khan berichtete, wie er von CIA-Vernehmungsbeamten vergewaltigt, geschlagen und mit Wasserfolter traktiert wurde. Er sei tagelang in dunklen Zellen festgehalten worden, teilweise an Ketten aufgehängt, ohne Nahrung oder Kleidung, während laute Musik ertönte und Wachen ihn mit Eiswasser übergossen. Er habe seine Taten gestanden, sei aber weiter gefoltert worden: „Je mehr ich kooperierte und ihnen erzählte, desto mehr wurde ich gefoltert.“

Noch 34 Inhaftierte in Guantanamo

Das Pentagon erklärte nun, Khan habe seine Verpflichtungen im Zuge einer Kooperationsvereinbarung erfüllt und deswegen eine Haftverkürzung erhalten. Belize habe sich bereit erklärt, den Pakistaner aufzunehmen.

„Ich habe eine zweite Chance in meinem Leben bekommen und habe die Absicht, das Beste daraus zu machen“, erklärte Khan in einer von seinen Anwälten verbreiteten Stellungnahme. „Ich bedaure zutiefst, was ich vor vielen Jahren gemacht habe, und habe die Verantwortung dafür übernommen.“ In Belize will Khan nun nach eigenen Angaben ein Restaurant oder einen Foodtruck eröffnen.

Die US-Regierung hatte das Gefangenenlager Guantanamo auf einem US-Militärstützpunkt auf Kuba nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York und Washington mit fast 3.000 Todesopfern eingerichtet. Derzeit befinden sich noch 34 Häftlinge in dem höchst umstrittenen Lager.

Die Türkei hat nach der Warnung vor Anschlägen und der Schließung mehrerer europäischer Vertretungen im Land neun Botschafter einbestellt. „Die Botschafter von neun Ländern, einschließlich der Länder, die die Arbeit ihrer Konsulate unter dem Vorwand der Bedrohung durch Terroranschläge in der Türkei ausgesetzt haben, wurden in das Außenministerium einbestellt“, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu gestern unter Berufung auf diplomatische Quellen.

Welche Länder genau betroffen waren und ob auch der deutsche Botschafter Jürgen Schulz darunter war, war zunächst unklar. Die USA und mehrere europäische Länder hatten ihre Staatsbürger vergangene Woche vor einem erhöhten Anschlagsrisiko in der Türkei gewarnt und Anfang der Woche einen Teil ihrer Vertretungen geschlossen. Unter anderem sind das deutsche, das französische, das schweizerische und das britische Generalkonsulat in Istanbul betroffen.

Hintergrund der Warnungen sind islamfeindliche Aktionen in Europa wie etwa eine Koranverbrennung in Schweden. Der türkische Innenminister Süleyman Soylu hatte zuvor deutlich gemacht, dass er statt eines wahren Anschlagsrisikos eine ausländische Verschwörung hinter den Schließungen vermutet.

Mit ihrer neuen Mehrheit im US-Repräsentantenhaus haben die Republikaner eine Demokratin aus dem wichtigen Auswärtigen Ausschuss verdrängt. Die Parlamentskammer votierte gestern mit den Stimmen der Republikaner dafür, die Abgeordnete Ilhan Omar abzulösen. Begründet wurde das mit früheren Aussagen, die als antisemitisch kritisiert wurden.

Die in Somalia geborene Abgeordnete zog 2019 als eine der beiden ersten Musliminnen ins Repräsentantenhaus ein. Mehrfach löste sie Kontroversen aus, auch durch kritische Bemerkungen zu Israel. 2019 legte sie in einem Tweet nahe, die proisraelische Haltung gewisser US-Abgeordneter sei von finanziellen Überlegungen getrieben. Nach viel Kritik entschuldigte sie sich.

Kritik aus dem Weißen Haus

Omar und andere Demokraten kritisierten die Entscheidung. Der Schritt wurde als Rache dafür gewertet, dass die Demokraten – als sie selbst noch die Kontrolle übers Repräsentantenhaus hatten – zwei republikanische Abgeordnete wegen kontroverser Äußerungen aus Gremien verbannt hatten. Dazu gehörte die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, die damals alle Ausschussposten verlor, auch wegen Verschwörungstheorien. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, kritisierte Omars Ablösung ebenfalls als parteipolitisch motiviert.

Der neue republikanische Vorsitzende der Kongresskammer, Kevin McCarthy, wies die Vorwürfe zurück. „Das ist kein Quid pro Quo“, sagte er. Omar habe nicht alle Ausschusssitze verloren, sondern lediglich den Sitz im Auswärtigen Ausschuss, der besondere Verantwortung mit Blick auf internationale Beziehungen mit sich bringe. Die Republikaner hatten bei den jüngsten Parlamentswahlen die Kontrolle im Repräsentantenhaus gewonnen.

Ukraine-Krieg

Die deutsche Bundesregierung will laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ von gestern die Weitergabe von Leopard-1-Kampfpanzern aus Industriebeständen an die Ukraine freigegeben. Formal sei die Genehmigung aber noch nicht erteilt, hieß es.

Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ wollen Rheinmetall und die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) Dutzende Panzer vom Typ Leopard 1 aufbereiten und könnten diese der Ukraine liefern. Dem Bericht zufolge gibt es bisher allerdings Probleme bei der Beschaffung von Munition.

Vergangene Woche hatte Berlin bereits entschieden, 14 Leopard-Kampfpanzer aus Bundeswehr-Beständen an die Ukraine abzugeben. Zusätzlich wurde anderen Staaten die Lieferung solcher Kampfpanzer aus deutscher Produktion erlaubt. In Deutschland hatte das Thema zuvor lange für Kontroversen gesorgt.

Die Ukraine hat nach Meinung ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen Beginn der Verhandlungen über einen Beitritt seines Landes zur EU noch in diesem Jahr „verdient“.

„Ich denke, dass die Ukraine es verdient, in diesem Jahr Verhandlungen über eine EU-Mitgliedschaft zu beginnen“, sagte er gestern nach Gesprächen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Kiew.

Die Verantwortlichen der Ukraine und der EU sind sich laut Selenskyj einig: „Nur zusammen können eine starke Ukraine und eine starke Europäische Union das Leben, das wir schätzen, schützen“, sagte er. „Und, dass unsere weitere Integration unserer Bevölkerung Energie und Motivation geben muss, um gegen alle Hindernisse und Bedrohungen zu kämpfen.“

Von der Leyen hatte im Kurzbotschaftendienst Twitter geschrieben, dass die Ukraine „bemerkenswerte Fortschritte“ bei der Umsetzung der Empfehlungen der EU mache, während sie gleichzeitig „eine Invasion bekämpft“.

Die USA stellen der Ukraine ein neues Waffensystem zur Verfügung, das die Reichweite von Raketenangriffen verdoppeln soll. Die Ground Launched Small Diameter Bomb (GLSDB) dürfte Reuters-Informationen zufolge ab Frühjahr geliefert werden und kann Ziele in einer Entfernung von 150 Kilometern treffen. Das ermöglicht Angriffe auf alle russischen Nachschublinien im Osten der Ukraine sowie auf Teile der russisch besetzten Krim.

Bisher setzt die Ukraine insbesondere das High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) der USA mit einer Reichweite von etwa 75 Kilometern ein. Es wurde zuerst im Juni geliefert, führte zu einer merklichen Stärkung der ukrainischen Streitkräfte und zwang die russische Armee unter anderem, ihre Nachschubdepots in größerer Entfernung von der Front anzulegen.

Ukrainische Experten hoffen nun, dass die neue Waffe eine ähnliche Wirkung haben wird. Die GLSDB könne einen russischen Angriff deutlich verlangsamen, sagt der ehemalige Verteidigungsminister Andrij Sahorodnjuk. Sie könne einen noch größeren Einfluss auf den Verlauf des Konflikts haben als HIMARS.

In einem offenen Brief haben über 80 Abgeordnete aus 20 Ländern Österreich aufgefordert, die Teilnahme der russischen Delegation an der OSZE-Tagung in Wien zu verhindern. Das Treffen in Wien findet am ersten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine statt. Das Außenministerium sieht sich allerdings nicht zuständig und verweist auf den Veranstalter OSZE – und den Teilnehmern müsse man Visa erteilen.

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Inland

Seit gestern wird der Klimabonus auch an jene Menschen in Österreich ausbezahlt, deren Anspruchsberechtigung seit Herbst vom Innenministerium fremdenrechtlich überprüft worden ist. Darunter fallen auch Neugeborene, Zugezogene und Menschen ohne festen Wohnsitz.

Nach Angaben des Klimaschutzministeriums werden ab nun täglich 100.000 Überweisungen getätigt. Rund 300.000 Menschen sollten bis Montag den Klimabonus auf ihrem Konto haben. Etwa 150.000 erhalten den Klimabonus über die Post als RSa-Brief. Die Gutscheine würden ab der zweiten Februar-Hälfte zugestellt und sollten bis spätestens Anfang März im Briefkasten sein, hieß es gegenüber ORF.at.

Von Innenministeriumsdaten abhängig

Auf die Frage, warum die Überprüfung so lange gedauert habe, verwies das Klimaministerium auf die Datenqualität des Innenministeriums, auf die man angewiesen gewesen sei. Was dort seit Herbst genau und warum geprüft wurde, könne man nicht sagen. Das Klimaschutzministerium betonte aber, dass es sich beim Klimabonus um eine der größten Auszahlungsaktionen der Zweiten Republik handle.

Der Klimabonus 2023 werde wieder ab Herbst ausbezahlt. Diesmal sollten ihn auch die rund 457.000 Anspruchsberechtigten, die den Klimabonus 2022 erst jetzt erhalten, sofort bekommen. Darunter befinden sich rund 355.500 Erwachsene und rund 101.500 Minderjährige. Der Klimabonus 2022 beträgt für Erwachsene 500 Euro und für Minderjährige 250 Euro. Valorisiert wird der Klimabonus trotz Teuerung im Vergleich zu den Auszahlungen im Herbst nicht.

Als Anspruchskriterium gilt weiterhin, dass man zumindest 183 Tage eine Hauptwohnsitzmeldung in Österreich hat – bei rechtmäßigem Aufenthalt und unabhängig von Herkunft oder Staatsbürgerschaft. Vergangenen Herbst bekamen den Klimabonus rund 7,4 Millionen Menschen per Überweisung und über 1,2 Millionen als Gutschein.

Die Wahlbehörde hat gestern die vergangene Woche eingelangten Wahlvorschläge überprüft und alle zur Kärntner Landtagswahl am 5. März zugelassen. Damit stehen acht Parteien auf dem Stimmzettel, zwei Listen kandidieren nur in einzelnen Wahlkreisen.

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Nach dem Aus des ÖVP-Korruptionsuntersuchungsausschusses haben die Grünen mit dem gestern präsentierten Abschlussbericht Bilanz gezogen. Laut Fraktionsführerin Nina Tomaselli findet sich darin das „akribische Protokoll einer großen Täuschung“, wie auch der Titel des Berichts lautet. Man habe „genau aufgezeigt, wie ein kleiner türkiser Machtzirkel rund um Ex-Kanzler Sebastian Kurz das ganze Land getäuscht hat“.

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Medien

Nach schweren Vorwürfen gegen Robert Ziegler aus dessen Zeit als Chefredakteur hat dieser sein Amt als Direktor des ORF-Landesstudios Niederösterreich zur Verfügung gestellt.

In einem Gespräch gestern nahm ORF-Generaldirektor Roland Weißmann, der „Respekt für den verantwortungsvollen Schritt“ zeigte, das Angebot Zieglers an. Dieser sprach von einem „schweren Schritt zum Wohle des ORF-Niederösterreich“.

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Wirtschaft

Die turbulente Situation auf den Strom- und Gasmärkten hat im vergangenen Jahr nicht nur Versorger, sondern auch ihre Kundinnen und Kunden vor große Herausforderungen gestellt.

„Die Preise haben verrückt gespielt, in einer Dimension, die wir nie gekannt haben“, sagte E-Control Vorstand Wolfgang Urbantschitsch. Regelungen zum Schutz der Kunden seien daher wichtiger als je zuvor. Die Regulierungsbehörde fordert Energielieferanten deshalb nun auf, aktiv zu werden.

Kein korrekter Umgang mit Kunden

Stark gestiegene Preise für Strom und Gas oder sogar gekündigte Verträge hätten im vergangenen Jahr für große Verunsicherung bei den Kunde gesorgt. Das habe zu einem „ungeheuren Informationsbedürfnis“ geführt und die Menschen seien vermehrt auf Hilfe angewiesen, so Urbantschitsch. Gegen einige Energieanbieter führte die E-Control Aufsichtsverfahren.

Die Regulierungsbehörde mahnt Energielieferanten in Zukunft zu besserem Kundenschutz und stellt Forderungen. Diese seien ein Signal an die Branche aber auch eine Mitteilung, dass es „bei vielen Unternehmen in einigen oder vielen Punkten nicht funktioniert“, so der Vorstand.

Einige Forderungen

Dabei geht es unter anderem um klarere Kommunikation: Bei Preisänderungen und Kündigungen sollen Kunden etwa einfach verständliche Informationen über Handlungsmöglichkeiten erhalten. Auch zur Rechnung und der Berücksichtigung der Stromkostenbremse soll besser informiert werden und die Vertragsbedingungen sollen leicht zugänglich sein. Weiters sollen Lieferanten die gesetzliche Grundversorgung ohne Einschränkungen anbieten und auf Abschaltungen bei Härtefällen verzichten. Bei der Abrechnung soll der Verbrauch nicht rechnerisch ermittelt werden, sondern auf Basis einer Zählerstandsablesung.

Der durch eine Attacke des US-Leerverkäufers Hindenburg ausgelöste Aktiencrash beim indischen Mischkonzern Adani hat die Marke von 100 Milliarden Dollar (91,7 Mrd. Euro) Wertverlust überschritten.

Die Aktien der beteiligten Firmen rauschten gestern erneut in die Tiefe, nachdem der Multimilliardär Gautam Adani eine erfolgreich gezeichnete Aktienplatzierung von 2,5 Milliarden Dollar wieder zurückzog, um die Investoren nach seiner Aussage vor möglichen Verlusten zu schützen. Der Kursrutsch der Adani-Aktien ließ Marktteilnehmer Auswirkungen auf das indische Finanzsystem befürchten. Im indischen Parlament riefen Abgeordnete Anti-Adani-Slogans, die Sitzung wurde ausgesetzt.

Unterdessen bemüht sich Gautam Adani offenbar, das Vertrauen der Finanzmärkte zurückzugewinnen: Reuters-Angaben zufolge haben zwei Firmen des Konglomerats die Coupon-Zahlungen für Dollar-Unternehmensanleihen pünktlich überwiesen. Einem „Bloomberg“-Bericht zufolge verhandelt Adani mit seinen Gläubigerbanken über die vorzeitige Rückzahlung von Krediten, die mit Adani-Aktien besichert sind. Damit könnten die Banken die als Pfand gehaltenen Aktien freigeben, so die Agentur.

Mit der fünften Zinserhöhung in Folge versuchen sich die Euro-Währungshüter gegen die nach wie vor hohe Teuerung zu stemmen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hebt den Leitzins im Euro-Raum erneut um 0,50 Prozentpunkte auf nun 3,0 Prozent an. Das beschloss der Rat der Notenbank gestern in Frankfurt. Für die nächste geldpolitische Sitzung am 16. März ist bereits eine weitere Zinserhöhung in Aussicht gestellt.

Grafik: Entwicklung der Leitzinssätze seit 2000
Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA

Diesen Kurs hatte EZB-Präsidentin Christine Lagarde schon im Dezember skizziert: „Wir müssen eine längere Strecke gehen.“ Im Jänner hatte Lagarde die Entschlossenheit der Notenbank bekräftigt: Die Zinsen müssten „noch deutlich und stetig steigen“, um die Inflation ausreichend einzudämmen, sagte sie.

Von Zweiprozentziel weit entfernt

Die EZB strebt für den Euro-Raum mittelfristig Preisstabilität bei einer Teuerungsrate von zwei Prozent an. Diese Zielmarke ist seit Monaten weit entfernt. Im Jänner schwächte sich der Preisauftrieb zwar erneut ab, dennoch lagen die Verbraucherpreise im Währungsraum einer ersten Schätzung der Statistikbehörde Eurostat zufolge um 8,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Vor allem hohe Energie- und Lebensmittelpreise heizen die Teuerung an.

Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, sie können sich für einen Euro weniger leisten. Steigende Zinsen können hohen Teuerungsraten entgegenwirken, weil sich Kredite verteuern und das die Nachfrage bremst. Zugleich können höhere Zinsen aber die Wirtschaftsentwicklung im Währungsraum der inzwischen 20 Länder, der seit Monaten mit den Folgen des Ukraine-Krieges und einem starken Anstieg der Energiepreise zu kämpfen hat, dämpfen.

Bank of England erhöht Leitzinsen zum zehnten Mal

Auch die britische Notenbank setzt ihren Kampf gegen die hohe Inflation fort. Dazu hob sie ihren Leitzins erneut deutlich an. Er steigt um weitere 0,5 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent, wie die Bank of England gestern nach ihrer Zinssitzung mitteilte. Bankvolkswirte hatten den Schritt überwiegend erwartet. Es ist bereits die zehnte Zinserhöhung seit Ende 2021. Damals hatte der Zins noch knapp über der Nulllinie gelegen.

Die Liftgesellschaft auf der Postalm zwischen Strobl und Abentau (Flachgau/Tennengau) in Salzburg hat gestern ein Konkursverfahren am Landesgericht angemeldet. Das Skigebiet ist somit Fall für den Konkursrichter. Grund sei der Umsatzausfall aufgrund des milden Winters.

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Sport

Die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin und der Schweizer Marco Odermatt sind die dominierenden Skifahrer in dieser Saison. Beide führen deutlich im Gesamtweltcup und feiern Weltcup-Siege am Fließband. Bei der alpinen Skiweltmeisterschaft in Courchevel/Meribel (6. bis 19. Februar) könnten Shiffrin und Odermatt die Stars der Titelkämpfe werden. Doch auch Aleksander Aamodt Kilde (NOR), Vincent Kriechmayr und Speed-Ass Sofia Goggia (ITA) wollen der WM ihren Stempel aufdrücken.

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Superstar Kylian Mbappe vom französischen Meister Paris Saint-Germain fällt verletzt mindestens drei Wochen aus. Der WM-Torschützenkönig erlitt beim 3:1-Sieg gegen HSC Montpellier am Mittwoch eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel, wie PSG gestern mitteilte. Damit verpasst Mbappe auch den Champions-League-Kracher gegen Bayern München.

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Chronik

Bei einem Bahnunglück in Recklinghausen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen sind nach ersten Angaben des NRW-Innenministeriums zwei Kinder von einem Güterzug erfasst worden. Ein Kind sei gestorben und eines schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher des Lagezentrums im NRW-Innenministerium gestern Abend.

Die Lage war auch am späten Abend unübersichtlich. Die Polizei hielt sich mit näheren Informationen zurück. Möglicherweise waren noch nicht alle Angehörigen informiert. So blieben die Umstände des Unglücks wie auch das Alter der Kinder unklar. Das Gebiet war weiträumig abgesperrt. Neben etwa zwei Dutzend Polizisten waren auch Notfallseelsorger im Einsatz.

Zuerst hatte es geheißen, mehrere Menschen seien von einem Zug erfasst worden. Ein Güterzug sei an dem Unglück beteiligt, das der Polizei um 18.12 Uhr gemeldet wurde. Den Angaben zufolge war ein Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz und suchte die Gleise ab.

Ein Streit vor einem illegalen Wettbüro in der Stadt Salzburg am 12. Juli 2022 hat gestern zu einem Prozess gegen einen 33-Jährigen wegen des Vorwurfs des versuchten Mordes geführt. Der nicht geständige Mann soll mit einer Pistole absichtlich einen Schuss auf seinen jüngeren Bruder abgefeuert haben. Das Projektil traf eine Wand, prallte ab und traf den Bauch des Opfers. Der Angeklagte wurde anklagekonform zu 16 Jahren unbedingter Haft nicht rechtskräftig verurteilt.

Die Anklage basierte auf den belasteten Angaben des Opfers und eines Freundes des Beschuldigten im Ermittlungsverfahren. Die beiden Zeugen haben den 33-jährigen Afghanen gestern jedoch entlastet. Das Schwurgericht am Landesgericht Salzburg glaubte ihnen aber nicht.

Die zwei Zeugen begründeten die plötzliche Kehrtwende damit, sie hätten sich damals über den 33-Jährigen sehr geärgert und ihn deshalb falsch belastet. Vor Gericht wollten sie nun die Wahrheit sagen, betonten sie. Dass ihnen ein Verfahren wegen falscher Beweisaussage oder Verleumdung blühen könnte, nahmen sie offenbar in Kauf.

In Graz hat gestern der Prozess gegen eine Pflegeagentur begonnen, die 243 24-Stunden-Betreuerinnen illegal beschäftigt haben soll. Den beiden Führungskräften werden schwerer Betrug und organisierte Schwarzarbeit vorgeworfen.

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Ein 33-Jähriger ist gestern am Wiener Landesgericht wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt zu 2,5 Jahren Haft verurteilt worden, weil der bisher unbescholtene Mann in der Nacht auf den 17. August 2022 in Penzing auf zwei Wiener Polizisten drei Schüsse abgegeben hatte.

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Ein Autolenker, der im August 2021 einen Auffahrunfall auf der Südautobahn (A2) bei Mödling in Niederösterreich verursachte, wurde gestern zu 15 Monaten unbedingter Haftstrafe verurteilt. Bei dem Unfall kamen ein Sechs- und ein Zweijähriger ums Leben.

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Coronavirus

Ab dem 6. Februar ist der grenzüberschreitende Reiseverkehr zwischen dem chinesischen Festland, Hongkong und Macau wieder in vollem Umfang möglich.

Gruppenreisen zwischen China und den beiden Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau würden wieder aufgenommen, und die Zahl der geöffneten Zollkontrollstellen werde auf das Niveau von vor der Pandemie zurückkehren, teilte das chinesische Amt für Hongkong- und Macau-Angelegenheiten auf seiner Website mit.
Reisende nach Hongkong müssen in Zukunft auch keine negativen Coronavirus-Tests oder eine Impfung nachweisen.

IT

Twitter sucht offenbar weiter nach neuen Methoden, um Geld zu machen: Gestern kündigte das soziale Netzwerk an, den kostenlosen Zugang zur Programmierschnittstelle einzustellen. Anders als bei vielen anderen Onlinediensten wird Entwicklerinnen und Entwicklern damit kein kostenloser Zugriff auf Twitter-Daten mehr möglich sein.

Bisher gibt es noch keine Angaben zum künftigen Preismodell. Mit dem Schnittstellenzugang entwickelte sich in den vergangenen Jahren ein System aus nützlichen Apps und Diensten. Sie fertigen zum Beispiel Screenshots von Tweets, machen Threads aus mehreren Beiträgen leichter lesbar und sammeln später gelöschte Tweets.

Wenn der Zugang zu Twitters Schnittstellen für Entwickler kostenpflichtig wird, könnten sie im Gegenzug von ihren Nutzern Geld verlangen müssen. Solche Geschäftsmodelle gelten als schwierig, da die Bereitschaft zum Bezahlen im Netz eher gering ist.

Selbst Möbel aus Zentrale versteigert

Tech-Milliardär Elon Musk kaufte Twitter im vergangenen Herbst und bürdete dem Dienst dabei Schulden in Milliardenhöhe auf, die nun bedient werden müssen. Zugleich sanken seitdem die Werbeeinnahmen, auch weil viele Anzeigenkunden die Plattform mit dem Rechtsschwenk unter Musk scheuen. Twitter versucht, unter anderem mit einem Aboangebot zu mehr Geld zu kommen. Vor Kurzem wurden auch Möbel aus der Zentrale in San Francisco versteigert.

Einen ersten Schlag gegen das Entwicklerökosystem rund um Twitter gab es bereits vor einigen Wochen. Nach einer Regeländerung hörten Apps anderer Anbieter, über die man auf Twitter zugreifen konnte, von einem Tag auf den anderen auf zu funktionieren. In ihnen konnte man sich der Werbung entziehen, die sonst zwischen den Tweets auftaucht. Gleichzeitig boten diese Apps oft einen wesentlich größeren Funktionsumfang als Twitters eigene Apps.

Kultur

20 österreichische Acts sind für den FM4 Award bei den Amadeus Austrian Music Awards nominiert. Die FM4-Hörerinnen und -Hörer entscheiden per Voting über die fünf Finalistinnen und Finalisten und in weiterer Folge über den Sieger-Act. Voriges Jahr haben Cari Cari den FM4 Award gewonnen. Die Verleihung findet am 28. April im Wiener Volkstheater statt.

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Nicht weniger als „einen ganz neuen Blick auf Gustav Klimt“ verspricht Belvedere-Generaldirektorin Stella Rollig mit der Ausstellung „Klimt. Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse …“. Sie ist ab heute im Unteren Belvedere zu sehen.

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US-Schauspieler Bob Odenkirk (60) ist von der Theatergruppe der ehrwürdigen Harvard-Universität als „Mann des Jahres“ gefeiert worden. Odenkirk, aus den Hit-Serien „Breaking Bad“ und „Better Caul Saul“ in der Rolle des Anwalts Saul Goodman bekannt, nahm nun den ungewöhnlichen „Hasty Pudding“-Preis in Form eines Puddingtopfes entgegen.

Studenten der Theatergruppe, die in Kostümen, mit Perücken und Glitzer-Make-Up erschienen, drückten Odenkirk Küsschen auf und legten ihm ein rosa Kleid an. Der „Hasty Pudding“-Preis für den Mann und die Frau des Jahres wird nach alter Tradition mit witzigen Aktionen und Paraden ausgerichtet. Morgen soll die Schauspielerin Jennifer Coolidge (61, „American Pie“, „Natürlich blond“) mit einem Straßenumzug in Cambridge (US-Staat Massachusetts) gefeiert werden.

Die Auszeichnung wird seit den 1950er-Jahren für „bleibende und beeindruckende Beiträge in der Welt des Entertainments“ verliehen. Im vorigen Jahr wurden Jennifer Garner und Jason Bateman geehrt. Unter den früheren Empfängern und Empfängerinnen sind Stars wie Halle Berry, Helen Mirren, Anne Hathaway, Meryl Streep, Sandra Bullock, Ryan Reynolds, Martin Scorsese, Robert de Niro, Harrison Ford und Tom Cruise.

Der Holocaust-Überlebende Sally Perel – bekannt als „Hitlerjunge Salomon“ – ist tot. Der Israeli starb im Alter von 97 Jahren in seinem Haus in Israel, wie die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem gestern Abend in Jerusalem mitteilte. International bekannt wurde der gebürtige Deutsche durch seine Autobiografie „Ich war Hitlerjunge Salomon“. Das Buch war 1990 auch Grundlage für einen mehrfach prämierten Film der Regisseurin Agnieszka Holland.

Der Holocaust-Überlebende Salomon „Sally“ Perel
APA/dpa/Marijan Murat

Perel wurde 1925 in Peine bei Braunschweig geboren. Nach seiner Flucht aus Deutschland und später Polen fiel er 1941 auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion deutschen Truppen in die Hände. Er überlebte den Holocaust, indem er die Identität eines Volksdeutschen annahm. Nach einem Jahr an der Ostfront wurde er auf eine Schule der Hitlerjugend geschickt. Dort fürchtete er bis zum Kriegsende täglich seine Enttarnung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wanderte Perel ins heutige Israel aus.

Science

Zwei Astronauten haben bei einem Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation (ISS) weiter an der Installation neuer Solarpanele gearbeitet. Die NASA-Astronautin Nicole Mann und ihr japanischer Kollege Koichi Wakata verließen dafür die ISS für rund sieben Stunden, wie die US-Raumfahrtbehörde NASA gestern (Ortszeit) mitteilte. Für die Installation der neuen Solarpanele hat es schon mehrere Außeneinsätze gegeben – bereits im Jänner hatten Mann und Wakata deswegen gemeinsam die ISS vorübergehend verlassen. Weitere Außeneinsätze sind geplant.

Die Wikinger galten als wenig zimperlich bei ihren mittelalterlichen Raubzügen. Ihr Verhältnis Tieren gegenüber könnte jedoch empathischer gewesen sein, als bisher bekannt. Das berichten Forscher der Universitäten Durham, Brüssel und York aufgrund von Knochenanalysen aus England in der Fachzeitschrift „PLOS One“.

Der Studie zufolge brachten die skandinavischen Eroberer Tiere auf ihren Schiffen über die Nordsee nach Großbritannien mit und ließen sie bei Feuerbestattungen gemeinsam mit menschlichen Überresten verbrennen. Das ergab eine Strontium-Analyse von Pferde- und Hundeknochen, die an einer Bestattungsstelle in der Grafschaft Derbyshire gefunden wurden. Das Element lagert sich über die Nahrungsaufnahme in Knochen ab und kann Aufschluss auf die Herkunft längst verstorbener Menschen und Tiere geben. Die Tiere stammten demnach aus dem in der Geologie als Baltischen Schild bezeichneten Teil Skandinaviens.

Bisher wurde davon ausgegangen, dass die Wikinger Tiere bei ihrer Ankunft in England von der lokalen Bevölkerung entwendeten. Dass aber auch Pferde, Hunde und womöglich andere Tiere an Bord der Wikinger-Langschiffe reisten, sehen die Forscher als Hinweis auf eine enge Beziehung zwischen Haltern und Tieren.

„Es zeigt, wie sehr Wikinger-Anführer ihre persönlichen Pferde und Hunde schätzten, dass sie sie von Skandinavien mitbrachten und dass die Tiere geopfert wurden, um mit ihren Haltern bestattet zu werden“, wird Ko-Autor Julian Richards von der Universität York von der britischen Nachrichtenagentur PA zitiert. Studienleiterin Tessi Löffelmann von der Universität Durham sagte der BBC, sie empfinde die Ergebnisse als „wirklich rührend und sie legen nahe, dass bisher unterschätzt wurde, wie wichtig Tiere für Wikinger waren“.

Leute

US-Actionstar Sylvester Stallone will mit einer Reality-Serie Einblick in sein Familienleben geben. In der geplanten Soap mit dem Titel „The Family Stallone“ werden neben dem 76-jährigen Schauspieler seine Frau Jennifer Flavin Stallone (54) und die drei gemeinsamen Töchter Sophia (26), Sistine (24) und Scarlet (20) mitwirken, wie der Streamingdienst Paramount+ gestern (Ortszeit) bekanntgab.

Nach dem Auftakt des geplanten Achtteilers im Frühjahr in Nordamerika sollen internationale Märkte folgen. Laut der Beschreibung will der „Rocky“- und „Rambo“-Star sich in der Rolle, die ihm am wichtigsten sei – als Vater – präsentieren. Die Dokuserie würde den Zuschauern „einen Platz am Tisch einer der berühmtesten Familien Hollywoods“ bieten.

Panorama

Einen ganz besonderen Hauptpreis hat sich die katholische Kirche in Panama für eine von ihr veranstaltete Tombola ausgedacht: Dem Gewinner bzw. der Gewinnerin winkt ein Auto, in dem Papst Franziskus 2019 bei seinem Besuch in dem Land unterwegs war. Die Kirche hofft, 100.000 Lose für umgerechnet rund zehn Euro zu verkaufen.

Mit dem blauen Toyota Prius war der Papst im Jänner 2019 beim mehrtägigen Weltjugendtag in Panama unterwegs, wenn er nicht das weiße Papamobil nutzte. „Das ist wirklich ein ganz spezielles Auto: In ihm saß der Papst“, sagte der Erzbischof von Panama-Stadt, Jose Domingo Ulloa. Und es sei auch nicht nur ein lohnender Hauptgewinn für Kirchengänger: „Das ist ein Auto für alle, nicht nur für Gläubige, denn es hat einen historischen Wert.“

Mit der Tombola sollen Gelder für Hilfsprojekte der katholischen Kirche in Panama gesammelt werden. Wegen der Coronavirus-Pandemie waren deren Einnahmen zuletzt deutlich zurückgegangen.

Den USA stehen sechs weitere Wochen Winterwetter bevor – zumindest wenn man der Prognose des berühmten Murmeltiers Punxsutawney Phil glaubt. Beim aus der Komödie „Und täglich grüßt das Murmeltier“ bekannten alljährlichen „Groundhog Day“ wurde das Murmeltier gestern Früh nahe der Ortschaft Punxsutawney im Bundesstaat Pennsylvania vor Tausenden Schaulustigen aus seinem Bau geholt.

Murmeltier Punxsutawney Phil
Reuters/Alan Freed

Das Nagetier sah dann nach Angaben der in schwarze Mäntel und Zylinderhüte gekleideten Veranstalter seinen eigenen Schatten. Das bedeutet gemäß der Tradition sechs weitere Wochen Winter. Sieht das Murmeltier seinen Schatten nicht, steht der Tradition zufolge ein früher Frühlingsbeginn an.

Das Tier hat allerdings für meteorologische Prognosen nur ein sehr begrenztes Talent: Nach Angaben der US-Klimabehörde NOAA lag Punxsutawney Phil in den vergangenen zehn Jahren nur in 40 Prozent der Fälle richtig.

Der „Groundhog Day“ am 2. Februar eines jeden Jahres hat in den USA lange Tradition. Der Punxsutawney-Murmeltierclub besteht schon seit 1887. Der Brauch geht auf deutsche Einwanderer zurück, die aus dem Murmeltierverhalten Rückschlüsse für den Beginn der Aussaat ziehen wollten.