Inland

Studie: 947.000 Österreicher pflegen Angehörige

Rund 947.000 Menschen sind in Österreich als Angehörige in die Pflege und Betreuung eines anderen Menschen involviert. Diese mehr als zehn Prozent der Bevölkerung brauchen Wertschätzung, Unterstützungsangebote und Beratung, wie aus einer heute veröffentlichten Studie im Auftrag des Sozialministeriums hervorgeht. Auch eine Valorisierung des Pflegegelds und höhere Zuschüsse werden gefordert.

Frauen dominieren Pflege

Laut der 283 Seiten starken Studie, die vom Institut für Pflegewissenschaft in Kooperation mit dem Institut für Soziologie der Uni Wien durchgeführt wurde, ist die Pflege durch Angehörige nach wie vor weiblich. In der häuslichen Pflege liegt der Frauenanteil bei 73 Prozent, in der stationären Langzeitpflege bei 63 Prozent. Zu Hause ist das Belastungsempfinden der Angehörigen deutlich höher als im stationären Setting. Häufig betreffe die Pflege die gesamte Familie.

„Darüber hinaus wird deutlich, dass sich pflegende Angehörige in beiden Pflege- und Betreuungssettings häufig Sorgen machen, häufig das Gefühl haben, dass ihnen alles zu viel wird, und sich häufig alleine gelassen fühlen“, heißt es in der Studie: „Zu nicht unwesentlichen Anteilen leiden auch die Beziehung und der Kontakt zu nahestehenden Personen sowie die eigene Gesundheit durch die Pflege bzw. Betreuung.“

Demenz als zentrale Herausforderung

Bei den Wünschen der Angehörigen stehen bei der Pflege zu Hause (sie betrifft rund 801.000 Pflegende) der finanzielle Aspekt, eine bessere Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags sowie die Möglichkeit einer Auszeit im Vordergrund. Bei der stationären Betreuung wünschen sich die Angehörigen (hier geht es österreichweit um 146.000 Personen) am häufigsten eine Personalaufstockung sowie eine Verbesserung der konkreten Pflegeangebote.

Die Studienautorinnen und -autoren empfehlen, Angehörige als zentrale Gruppe wahrzunehmen, wertzuschätzen und zu stärken. Es brauche für sie flexibel, kurzfristig und stundenweise abrufbare Angebote sowie ausreichende Beratung. Die Demenz als zentrale Herausforderung müsse weiter im Blick behalten, die Situation pflegebedürftiger Kinder stärker berücksichtigt werden.

Hartinger-Klein: Ergebnisse werden geprüft

Auch die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf müsse weiter gefördert werden. Verlangt werden zudem die Valorisierung des Pflegegelds in allen Pflegestufen sowie höhere Zuschüsse für vorhandene Dienste und Hilfsmittel.

Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) betonte in einer Aussendung, dass pflegenden Angehörigen Respekt, Anerkennung und Wertschätzung gebühre. „Zweifelsohne haben wir in Österreich ein sehr gutes System der Pflegevorsorge. Dennoch dürfen wir uns nicht darauf ausruhen und müssen dieses stetig weiterentwickeln“, verwies sie auf das ÖVP-FPÖ-Regierungsprogramm. „Wir werden die Ergebnisse der Studie nun genau analysieren und prüfen bereits erste, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zur Beratung und Sensibilisierung“, so die Sozialministerin.

AUVA: Einsparung wird Jahre dauern

Dîe Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) muss sparen, hat die Bundesregierung verordnet, doch schnell wird das nicht gehen. Zwar wird der Unfallversicherungsbeitrag als erster Schritt schon 2019 von 1,3 auf 1,2 Prozent gesenkt, doch die dafür nötige interne Einsparung von 100 Mio. Euro wird sich bis zum Ende der Legislaturperiode hinziehen, hieß es heute aus AUVA und ÖVP.

Schon bei der Präsentation des Reformplans vergangene Woche wurde betont, dass die dafür nötige Verschlankung in der Verwaltung (wie die Nichtnachbesetzung von 300 Posten) „ab 2019“ kommen soll. Gestern erklärte auch Hauptverbandschef Alexander Biach, dass die angedachten Maßnahmen im ersten Jahr noch nicht voll greifen würden und wohl ein Zugriff auf AUVA-Rücklagen nötig sein werde.

Wöginger weist interne Kritik zurück

Nun äußerte sich auch ÖVP-Klubchef und ÖAAB-Bundesobmann August Wöginger in diese Richtung. „Wir haben nicht gesagt ‚im kommenden Jahr‘“, betonte er im Ö1-Mittagsjournal. Ziel sei immer das Ende der Legislaturperiode gewesen. ÖAAB-interne Kritik an seiner Rolle bei der AUVA-Reform wies er zurück: „Gerade der Erhalt der AUVA zeigt auch, dass ich Arbeitnehmerinteressen sehr wohl auch berücksichtige.“

In AUVA-Kreisen wurde die Langwierigkeit der Verwaltungskürzungen bestätigt. Innerhalb von nur einem Jahr ein derartiges Volumen einzusparen sei gar nicht möglich, hieß es dort. Als 2014 der Beitrag für die Arbeitgeber von 1,4 auf 1,3 Prozent gesenkt wurde, habe man zwei, drei Jahre für die Umsetzung gebraucht.

ÖVP-Landesrat kritisiert Standortgarantie

Kritik zur Reform der AUVA kam vom steirischen ÖVP-Gesundheitslandesrat Christopher Drexler. Die Standortgarantie von Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) stamme aus der „Mottenkiste der Politik des 20. Jahrhunderts“.

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Standortentwicklungsgesetz: Zunehmende Kritik

Die Liste der Kritiker an dem von der Regierung geplanten Standortentwicklungsgesetz wird immer länger. In der laufenden Begutachtung haben sich nun unter anderem auch der Städtebund und die Rechtsanwaltskammer ablehnend geäußert. Einmal mehr kam auch Kritik aus Tirol. Vorarlberg hatte sich schon kritisch geäußert, nun gesellt sich auch Kärnten dazu.

„Gravierende Bedenken“

„Gegen das Gesetzesvorhaben bestehen gravierende verfassungsrechtliche und unionsrechtliche Bedenken“, so das Amt der Kärntner Landesregierung in seiner Stellungnahme.

Vom Landesverwaltungsgericht Tirol heißt es in dessen Stellungnahme: „Ausgehend von den vorab aufgezeigten im Verfassungsrang stehenden Vorschriften ist daher im Falle des Vorbringens des Beschwerdegrundes eines mangelhaft ermittelten Sachverhaltes und/oder einer mangelhaften Beweiswürdigung jedenfalls ─ auch ohne Antrag ─ eine mündliche Verhandlung durchzuführen. Ein Abweichen von diesem Grundsatz führt zwingend zu einer Mangelhaftigkeit der jeweiligen gerichtlichen Entscheidung (...), verletzt somit rechtsstaatliche Prinzipien, wie insbesondere das Recht auf ein faires Verfahren.“

Platter verteidigt Schramböck

Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) wiederum hatte gestern betont, dass er dem von der Bundesregierung geplanten Standortentwicklungsgesetz „deutlich positiv“ gegenübersteht. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP), die für die Gesetzesvorlage zuständig ist, habe seine „volle Unterstützung“.

Der Städtebund meinte in seiner Stellungnahme: „Die rechtliche Umsetzung dieser wirtschaftlich prinzipiell zu begrüßenden Maßnahme im vorliegenden Entwurf wirft jedoch viele Fragen auf.“

Und auch der österreichische Rechtsanwaltskammertag hat Bedenken: „Für Projektwerber wäre es sehr einfach möglich, ein Verfahren entsprechend zu verzögern - etwa indem notwendige Unterlagen nicht vollständig vorgelegt werden - und so einen positiven Genehmigungsbescheid zu erwirken.“

Das umstrittene Standortentwicklungsgesetz (StEntG) wurde am 6. Juli in Begutachtung geschickt, die Begutachtungsfrist endet morgen. Das Gesetz soll mit 1. Jänner 2019 in Kraft treten. Damit sollen Großprojekte „im besonderen Interesse der Republik“ schneller genehmigt werden - auch wenn das zugehörige Verfahren der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nicht abgeschlossen ist. Dazu zählt explizit etwa die dritte Piste beim Flughafen Wien-Schwechat.

IKG fordert Rücktritt von FPÖ-Stadtrat

Der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) ist die Ermahnung seitens der Parteispitze als Reaktion auf den homophoben und rassistischen Ausritt des FPÖ-Stadtrats von Amstetten in Niederösterreich, Bruno Weber, zu wenig: „Ein Rücktritt ist fällig“, meinte IKG-Präsident Oskar Deutsch heute, und zwar „ohne Rückkehrrecht“.

Antisemitismus, Rassismus und Homophobie seien „keine ‚Meinung‘“, sondern „ein Verbrechen an der Menschlichkeit“.

Heftige Kritik nach homophobem Posting

Mit einem rassistischen und homophoben Facebook-Posting zu einem ÖBB-Werbesujet hatte Weber für heftige Kritik gesorgt. In der Werbung zu sehen sind ein Kind und zwei Männer - einer davon mit dunkler Hautfarbe.

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Ausland

Türkei will in Währungskrise nicht IWF einschalten

Die Türkei hat nicht vor, Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen der aktuellen Währungskrise anzunehmen. Das Land werde seine Haushaltsziele durch eine straffere Ausgabenpolitik erreichen, sagte Finanzminister Berat Albayrak heute bei einer mit Spannung erwarteten Telefonkonferenz mit Investorinnen und Investoren.

Türkische Lira büßte stark an Wert ein

Auch Kapitalverkehrskontrollen schloss der Finanzminister aus, um die Währungskrise in den Griff zu bekommen. Die Regierung werde dem Kampf gegen die Inflation und der Haushaltsdisziplin Priorität geben, sagte Albayrak laut dem Staatsfernsehen TRT. Albayrak ist der Schwiegersohn von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Dieser hatte zuletzt neue staatliche Großprojekte angekündigt. Wie sie sich mit den Sparplänen Albayraks vertragen, ist unklar.

Die türkische Lira hat in der vergangenen Woche wegen eines Streits mit den USA stark an Wert eingebüßt, doch gewann sie seit Dienstag wieder deutlich hinzu. Nach Albayraks Rede wurde die Lira bei 5,70 zum Dollar gehandelt und lag damit wieder auf dem Niveau von vor ihrem Absturz am Freitag. Die Zentralbank und die Bankenaufsicht hatten zuletzt eine Reihe von Maßnahmen verkündet, um die Währung zu stützen und Investoren zu beruhigen.

Streit um inhaftierten US-Pastor

Hintergrund der Krise ist der Streit um die Inhaftierung des US-Pastors Andrew Brunson. US-Präsident Donald Trump verhängte deshalb Sanktionen gegen zwei türkische Minister und verkündete am Freitag eine Verdopplung der Zölle auf türkische Stahl-und Aluminiumimporte. Erdogan reagierte darauf mit der Erhöhung der Zölle auf eine Reihe von US-Produkten und rief zum Boykott elektronischer Geräte aus den USA auf.

Lira-Krise macht Schweiz nervös

Der Absturz der türkischen Währung Lira macht neben Anlegern und Anlegerinnen nun auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) nervös, wie Experten und Expertinnen am Mittwoch sagten. Hintergrund ist, dass durch die Flucht aus der Lira viel in Schweizer Franken angelegt wird, was die Währung daher stärker macht. Die Sorge vor einem Überschwappen der türkischen Krise wächst.

Mehr dazu in Schweizer Nationalbank könnte eingreifen

Ex-CIA-Chef: Werde nicht schweigen

Der frühere CIA-Chef John Brennan, dem US-Präsident Donald Trump in einem ungewöhnlichen Schritt die Sicherheitsfreigabe entzogen hatte, hat zurückgeschlagen: In einem Beitrag in der „New York Times“ betonte er, er werde sich nicht zum Schweigen bringen lassen.

Trumps Schritt sei ein Beweis dafür, „dass er immer verzweifelter versucht, sich selbst und die Leute, die ihm am nächsten stehen, (vor der Untersuchung durch Sonderermittler Robert Mueller, Anm.) zu schützen“. „Er hat diese politisch motivierte Entscheidung, mir die Sicherheitsfreigabe zu entziehen, getroffen, um andere daran zu hindern, das Schweigen zu brechen und ihm zu widersprechen.“

Trump hatte zuvor den Schritt damit begründet, dass Brennan - der Trump immer wieder öffentlich kritisiert - seinen Zugang zu vertraulichen Informationen für negative Äußerungen über die Regierung missbraucht habe.

Mehr dazu in „Unbegründete, unverschämte“ Vorwürfe

Anklage fordert 15 Jahre Haft für ukrainischen Ex-Präsidenten

Im umstrittenen Prozess gegen den ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch hat die Anklage 15 Jahre Haft wegen Hochverrats gefordert. „Er machte alles von ihm Abhängige für die Besetzung des Territoriums der Ukraine durch den Aggressor (Russland)“, teilte die Staatsanwaltschaft heute in ihrem Abschlussplädoyer in Kiew mit. Damit habe er als Präsident sein eigenes Volk verraten.

Zudem habe er beim Angriff auf die Ukraine und der Verletzung der Integrität des Landes mitgeholfen, hieß es. In dem seit 2016 andauernden Prozess sagten neben Präsident Petro Poroschenko auch Vertreter der im Februar 2014 gewaltsam gestürzten Regierung aus.

Die Anklage stützt sich in erster Linie auf ein Schreiben Janukowitschs an den russischen Präsidenten Wladimir Putin. In diesem habe Janukowitsch um die Entsendung russischer Truppen zur Wiederherstellung der Ordnung nach dem Regierungssturz gebeten. Aus Sicht der Anklage hat Moskau damit die Annexion der Halbinsel Krim legitimiert. Janukowitsch war allerdings zu diesem Zeitpunkt in einem umstrittenen Schritt bereits seines Amtes enthoben worden.

Polens Präsident legt sich bei Wahlrechtsänderung quer

Der polnische Präsident Andrzej Duda hat sein Veto gegen die von der regierenden PiS-Partei im Parlament durchgebrachte Wahlrechtsänderung angekündigt, die die großen Parteien bei der Wahl des Europaparlaments bevorzugen würde. Nach dem Gesetz müssten Parteien mindestens 16,5 Prozent der Stimmen erreichen, um einen Sitz im neuen Europaparlament zu erhalten, sagte Duda heute zur Begründung.

Für Duda nicht mehr proportional

Damit entferne man sich zu weit von einer proportionalen Vertretung, sagte der Präsident. Ein starkes Abschneiden von europaskeptischen Parteien wie der PiS könnte große Auswirkungen auf die künftigen politischen Entscheidungen in der dann noch 27 Mitglieder umfassenden EU haben.

Duda ist auch auf die Unterstützungen kleinerer Parteien angewiesen, sollte er 2020 zur Wiederwahl antreten. Gegenkandidat könnte der frühere Ministerpräsident und derzeitige EU-Ratspräsident Donald Tusk sein.

Dauerstreit mit Brüssel

Polen und die EU liegen derzeit im Streit wegen der umstrittenen Justizreform der PiS-Regierung. Die EU-Kommission wirft der polnischen Regierung vor, die Unabhängigkeit der Justiz und damit eines der Fundamente der Demokratie aushebeln zu wollen.

Sie hat deswegen Dienstag die zweite Stufe des Vertragsverletzungsverfahrens gegen Polen eingeleitet. Polen hat einen Monat Zeit, um die Forderungen der Kommission umzusetzen, bevor diese Klage beim Europäischen Gerichtshof einreicht.

Indiens Ex-Premier Vajpayee tot

Der dreimalige indische Premierminister Atal Bihari Vajpayee ist im Alter von 93 Jahre gestorben. Der Politiker, Dichter und frühere Journalist starb heute nach langer Krankheit in Delhi, wie Regierungschef Narendra Modi bekanntgab.

Der Hindu-Nationalist Vajpayee galt als Wegbereiter des Aufstiegs der rechten BJP zur dominierenden politischen Kraft in Indien in den 90er Jahren. Mit seiner glänzenden Rhetorik fesselte er zahlreiche Anhängerinnen und Anhänger.

Vajpayee war vor zwei Monaten mit einem Nierenleiden ins Krankenhaus eingeliefert worden. Bereits 2004 hatte er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Höhepunkt der Karriere in 90ern

Vajpayees fünf Jahrzehnte umfassende Karriere erreichte in den 90er Jahren ihren Höhepunkt, als er mit seiner BJP die traditionelle Dominanz der Kongress-Partei über die indische Politik brach. Er war der erste Nicht-Kongress-Politiker, der nach Indiens Unabhängigkeit eine volle Amtszeit als Premierminister amtierte - von 1998 bis 2004. Zuvor schon war er zweimal für kurze Zeit Regierungschef gewesen.

Vajpayee hatte auch als Förderer zahlreicher erfolgreicher Politiker Einfluss. Zu ihnen zählt auch der derzeitige Regierungschef Modi. Sein Tod sei „für mich ein persönlicher und unersetzlicher Verlust“, sagte Modi. Vajpayee habe „die Grundlagen für ein starkes, wohlhabendes und integratives Indien im 21. Jahrhundert gelegt“.

EU

„Brexit“: Sorge über Registrierungspläne für EU-Bürger

Die „Brexit“-Steuerungsgruppe des Europäischen Parlaments hat sich heute „tief besorgt“ über Berichte gezeigt, wonach das britische Innenministerium überlege, Anträge für einen dauerhaften Aufenthaltsstatus von EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern in alphabetischer Reihenfolge zu behandeln. Solch ein Ansatz wäre kompliziert, willkürlich und würde zu unnötiger Unsicherheit für Millionen von Menschen beitragen.

„Jene am Ende des Alphabets würden ihre Aufenthaltsberechtigung nicht vor 2020 oder noch später bestätigt bekommen, was nicht tolerierbar wäre und den Versicherungen, die wir bisher erhalten haben, widersprechen würde“, betonte die „Brexit“-Steuerungsgruppe. Stattdessen müsse das Registrierungssystem einfach, benutzerfreundlich und kostenlos sein, sowie Sicherheit für EU-Bürgerinnen und -Bürger bieten, so die Forderungen im EU-Parlament.

3,5 Mio. EU-Bürger leben in GB

Die EU-Kommission hatte heute einen Kommentar zu entsprechenden Medienberichten abgelehnt. Man äußere sich generell nicht zu Medienberichten, so die Begründung. Derzeit leben Schätzungen zufolge 3,5 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger in Großbritannien und Nordirland. Ihr Schicksal war bisher eines der schwierigsten Themen in den „Brexit“-Verhandlungen.

Ende Juni hatte die britische Regierung bekanntgegeben, dass bis Ende Juni 2021 alle EU-Bürgerinnen und -Bürger, die derzeit in Großbritannien leben, die Möglichkeit bekommen sollen, sich für einen dauerhaften Aufenthalt nach dem „Brexit“ zu bewerben. Sie müssten lediglich Wohnsitz und Identität nachweisen und Auskunft über Vorstrafen geben. Der Antrag solle umgerechnet rund 74 Euro für Erwachsene und die Hälfte für Kinder kosten.

Umfrage zur Sommerzeit „kein Referendum“

Die gut 500 Millionen EU-Bürgerinnen und -Bürger können noch bis 23.00 Uhr in einer Onlineumfrage der EU-Kommission angeben, ob sie künftig gerne ohne Zeitumstellung leben würden - und wenn ja, ob sie Normal- oder Sommerzeit bevorzugen. Allerdings ist die Umfrage „kein Referendum, sondern ein zusätzliches Mittel, das die Kommission in der Politikgestaltung hat“, sagte ein Sprecher heute.

So sei etwa auch das Gespräch mit Experten gesucht worden. Alle Maßnahmen würden in die Entscheidung der Kommission einfließen. Kritiker sehen in der Zeitumstellung eine Gesundheitsgefährdung für Menschen. Im Juli wollte die Kommission die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit noch nicht abschließend beantworten.

Wirtschaftsministerium gegen Sommerzeit

Das österreichische Wirtschaftsministerium ist gegen die Sommerzeit. „Die Zeitumstellung ist ein historisches Relikt ohne praktischen Nutzen für die Wirtschaft und die Bevölkerung“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) in einer Stellungnahme am letzten Tag der Abstimmung.

Das ursprüngliche Ziel bei der Einführung waren Energiespareffekte, die sich in der Praxis nicht nachweisen ließen und nicht zuordenbar seien. Das Ministerium habe als zuständiges Fachressort an der Konsultation teilgenommen und werde zudem eine offizielle Stellungnahme an die EU-Kommission übermitteln.

Ergebnis soll bald nach Umfrage veröffentlicht werden

Eine erste Übersicht der Umfrage, etwa die Zahl der Teilnehmenden, will die Kommission morgen veröffentlichen, so ein Sprecher. Die Berichte über das Ergebnis der Umfrage sollten dann so schnell wie möglich veröffentlicht werden, er wolle aber keine Ergebnisse vorwegnehmen, sagte er.

Die europäische Bevölkerung zeigte sich jedenfalls bisher sehr an der Frage der Zeitumstellung interessiert. Bereits zur Hälfte der Laufzeit der Onlineumfrage wurden mehr als eine Million Antworten registriert. Seither publizierte die Kommission keine Daten mehr. Zeitweise war die Website zur Abstimmung nicht erreichbar und offenbar überlastet.

Sport

Rapid muss in Europa League gegen Slovan liefern

Für Rapid und Trainer Goran Djuricin steht heute (20.30 Uhr, live in ORF eins) in der Qualifikation zur Europa League gegen Slovan Bratislava ein richtungsweisendes Spiel auf dem Programm. Der Haussegen in Hütteldorf hängt nach zuletzt mäßigen Auftritten schief, der Druck nach dem 1:2 in Hinspiel ist groß.

„Ich sehe in den Augen meiner Spieler, dass sie wissen, worum es geht“, sagte Djuricin. „Sie werden ein Zeichen setzen und alles tun, damit wir aufsteigen.“

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Tennis: Davis-Cup bekommt völlig neues Gesicht

Heute ist in Orlando eine der wichtigsten Entscheidungen im Tennis seit Jahren gefallen. Bei einer Abstimmung der Mitglieder des Internationalen Tennisverbands (ITF) sprach sich die Mehrheit für eine umfassende Reform des Davis-Cups aus.

Größter Punkt ist die Modusänderung hin zu einem Finalturnier mit 18 Nationen. Großer Sieger dieser Wahl ist ITF-Präsident David Haggerty. Durch die Finger schauen dagegen unter anderem Großbritannien, Australien und Deutschland.

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ZIB2

Türkei-Experte zu Währungskrise und Politik

Die Türkei bemüht sich in der Währungskrise um Schadensbegrenzung, will aber keine Hilfe vom Internationalen Währungsfonds. Wie sehr schadet die Krise Präsident Erdogan. In der ZIB2 ist der Politikwissenschafter und Türkei-Experte Cengiz Günay.

Massiver Job-Abbau bei Kika/Leiner

1.000 der 5.000 Mitarbeiter sollen dem Vernehmen nach gehen müssen.

Kein Homosexualität erkennbar – kein Asyl

Die Folgen eines negativen Asylbescheids an einen Afghanen.

Ein heikler Tanz bei der Hochzeit

Die Teilnahme von Kreml-Chef Wladimir Putin an der Hochzeit von FPÖ-Außenministerin Karin Kneissl sorgt für Diskussionen.

Die Suche nach Ursache und Schuldigen

Eine Reportage und Live-Berichte nach dem Brückeneinsturz in Genua.

ZIB2 mit Nadja Bernhard, 22.00 Uhr, ORF2

Mail an die ZIB2

Textfassung: Zeit im Bild

Wirtschaft

Handy als Filiale: Start-ups mischen Bankgeschäft auf

Das Smartphone soll die Bankfiliale der Zukunft werden. Das ist zumindest der Wunsch von Finanz-Start-ups. In den vergangenen Jahren wurden nahezu monatlich neue Banking-Dienste vorgestellt. Mit Apps und niedrigen Kosten bringen sie auch konventionelle Banken europaweit unter Zugzwang. Doch Fachleute warnen, dass es für Kundinnen und Kunden schwer sei, sich im Dschungel der Anbieter zurechtzufinden. Nur die wenigsten dieser Finanz-Start-ups verfügen selbst über eine Bankkonzession.

Mehr dazu in Mit dem Smartphone zum Girokonto

Valsartan-Rückruf betrifft österreichische Generikafirmen

Der Rückruf mit wahrscheinlich krebserregenden Substanzen verunreinigter Valsartan-Blutdruckmedikamente aus chinesischer Wirkstoffproduktion sorgt für Aufregung. Ein Schreiben des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) zeigt, dass viele große Anbieterinnen und Anbieter von Nachahmepräparaten betroffen sind.

Rückruf wegen Verunreinigung

„Grund für den Rückruf ist eine mögliche produktionsbedingte Verunreinigung des Wirkstoffs mit N-Nitrosodimethylamin (NDMA). Dieser Stoff ist von der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO (Weltgesundheitsorganisation, Anm.) und der EU als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft“, hieß es in dem Schreiben, das an die Bundesländer, die Apotheker- und die Ärztekammer, die Universitätskliniken und die Krankenanstalten am Dienstag ging und der APA vorliegt.

Eine Risikoeinschätzung der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) bezüglich der Krebsgefahr bei Einnahme von Valsartan-Blutdrucksenkern aus der Wirkstoffproduktion des chinesischen Unternehmens Zhejiang Huahai Pharmaceuticals deutet darauf hin, dass eine sieben Jahre lange Einnahme der täglichen Höchstdosis unter 5.000 Patienten eventuell einen zusätzlichen Krebsfall verursachen könnte. Zu einem ähnlichen Ergebnis ist auch die US-Arzneimittelagentur (FDA) gekommen.

Das österreichische BASG als Behörde listet in dem Brief alle betroffenen Arzneimittelspezialitäten und deren Hersteller auf. Es handelt sich um 56 verschiedene Mono- und Kombinationspräparate, in denen Valsartan aus der Produktion des chinesischen Konzerns enthalten war. Die Zulassungsinhaber sind de facto auch die größten Generikahersteller, die in Österreich mit ihren billigeren Produkten nach Patentablauf auf dem Markt sind, etwa: „+pharma arzneimittel“, „1A Pharma“, „Actavis“, „G. L. Pharma“, „Genericon Pharma“, „STADA“ und „ratiopharm“ (Teva). Darunter findet sich auch die Sandoz-Generikasparte des Valsartan-Originalherstellers (Novartis). Die Valsartan-Produkte von Novartis sind offenbar nicht betroffen.

71.000 Menschen in Österreich betroffen

Ungeklärt ist weiterhin, seit wann die von dem chinesischen Hersteller schließlich bemerkte und gemeldete Verunreinigung vorgelegen ist. 2012 hatte das Unternehmen eine Änderung in der Synthese des Arzneimittelwirkstoffes durchgeführt, die am ehesten im Verdacht steht, die Kontamination mit NDMA verursacht zu haben. Untersuchungen des Zentrallabors der Deutschen Apotheker haben bei strichprobenartigen Tests einen NDMA-Inhalt zwischen 3,7 Mikrogramm und 22 Mikrogramm pro Tablette ergeben. Die Nitrosaminsubstanz dürfte vor allem Leber- und Nierenkrebs verursachen, weil über diese Organe die Verstoffwechselung bzw. die Ausscheidung erfolgt.

In Österreich dürften rund 71.000 Hochdruck- bzw. Herzpatientinnen und -patienten von den Arzneimittelrückrufen der verschiedenen Pharmaunternehmen betroffen gewesen sein, welche den Wirkstoff bei dem chinesischen Konzern eingekauft hatten. Alle Valsartan-Arzneimittel, die den Wirkstoff von Zhejiang Huahai Pharmaceuticals enthielten, wurden aus Apotheken in der EU und in den weiteren betroffenen Ländern (z. B. USA) zurückgerufen. Es stehen andere Valsartan-Arzneimittel und Medikamente mit ähnlichen Wirkstoffen zur Verfügung. Die Umstellung erfolgt durch den Arzt. Eine akute Gefahr besteht nicht.

Chronik

Zwei Moscheen in Birmingham mit Metallkugeln angegriffen

Nach dem jüngsten mutmaßlichen Terroranschlag in Großbritannien sind zwei Moscheen in Birmingham beschädigt worden. Unbekannte katapultierten gestern Abend Metallkugeln in die Fenster, als die Gläubigen in den Gebäuden beteten. Verletzte soll es nicht gegeben haben. Bewaffnete Polizisten sicherten heute die Moscheen.

Ein Brite aus Birmingham, der vor etwa fünf Jahren aus dem muslimisch geprägten Sudan zuwanderte, war am Dienstag vor dem Londoner Parlament in eine Gruppe Menschen gerast. Drei Personen wurden verletzt. Eine Terrorspezialeinheit übernahm die Ermittlungen. Der 29-Jährige war dem Inlandsgeheimdienst zuvor nicht bekannt.

Musliminnen und Muslime hatten am Dienstag in Birmingham vor Islamfeindlichkeit gewarnt. Vor allem Angriffe auf muslimische Frauen hätten zugenommen, da sie aufgrund ihrer Kleidung leicht zu erkennen seien. Großbritannien ist seit März 2017 von mehreren Terrorattacken getroffen worden. Die Täter waren meist muslimischen Glaubens.

Tödlicher Messerangriff in deutscher Arztpraxis

In einer Arztpraxis in Offenburg im deutschen Bundesland Baden-Württemberg ist ein Mediziner erstochen worden. Eine Praxishelferin wurde bei dem Messerangriff heute schwer verletzt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Täter flüchtete. Nach einer sofort eingeleiteten Großfahndung nahm die Polizei einen Verdächtigen fest.

Der Arzt erlag kurz nach dem Messerangriff seinen schweren Verletzungen. Zum Gesundheitszustand der schwer verletzten Mitarbeiterin machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben. Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot nach dem Mann, der den Arzt und die Praxishelferin attackiert haben soll. Auch eine Hubschrauberstaffel, die Hundestaffel und Kräfte der Bundespolizei waren dabei im Einsatz.

Gut eine Stunde nach der Tat wurde ein Verdächtiger in Offenburg festgenommen. Es werde jetzt geprüft, ob es sich um den mutmaßlichen Täter handle, sagte ein Polizeisprecher. Die Fahndung sei aber beendet worden. Zu den möglichen Hintergründen der Tat konnte er zunächst keine Angaben machen.

Kultur

Ambros auf Platz zehn der Ö3-Charts

Nach der Kritik von Wolfgang Ambros an der FPÖ („viele braune Haufen“) und den FPÖ-Gegenattacken („abgehalfterter Musiker“) solidarisieren sich nicht nur andere Stars, sondern auch zahlreiche Musikkäufer mit dem Austropopper: Er landet mit seinem alten Hit „Skifoan“ auf Platz zehn der Ö3-Charts. Ein Twitter-User hatte dazu aufgerufen, Ambros wieder in die Charts zu bringen.

Mehr dazu in oe3.ORF.at

Solidarität unter Musikern

Auch zahlreiche österreichische Musiker stellen sich an die Seite von Ambros. In der neuen Ausgabe des Magazins „News“ unterstützt etwa Willi Resetarits die Aussagen von Ambros voll und ganz: „Die wütenden Reaktionen zeigen uns, dass er voll ins Schwarze, ääh Braune getroffen hat.“

Mehr dazu in wien.ORF.at

Superstar des Pop: Madonna ist 60

Sie gilt als der weibliche Popstar schlechthin: Heute feiert die als Madonna Louise Ciccone geborene Italoamerikanerin ihren 60. Geburtstag. Geboren in einem Vorort von Detroit gelang es ihr, ab den 1980er Jahren das von Männern beherrschte Musikgeschäft aufzurollen.

Zahlreiche Popklassiker

Madonna experimentierte im Laufe ihrer langen Karriere mit verschiedensten Musikgenres. Einen Namen machte sie sich Anfang der 1980er mit Dance-Popstücken. „Everybody“ landete 1982 in den Dance-Charts auf dem ersten Platz, die bald folgenden Singles „Holiday“ und „Like a Virgin“ sind heute Popklassiker. Im ironischen Titel „Material Girl“ klang bereits an, dass starke, selbstbestimmte Frauen zum Leitmotiv in ihrer Laufbahn werden würden.

Madonna, 1985

AP/Amy Sancetta

Madonna im Jahr 1985: Die Italoamerikanerin mischte die Popwelt auf

Stylisch und sexy kam sie in ihren Musikvideos daher und zog sich für „Playboy“ und „Penthouse“ aus, ohne ihr Ansehen dabei einzubüßen. Jugendliche Mädchen kopierten den Look. Als Madonna in einem 60 Millionen Dollar (52 Mio. Euro) schweren Vertrag Chefin der Time-Warner-Tochter Maverick wurde, bewies sie, dass sie als Geschäftsfrau ebenso viel erreichen kann wie auf der Bühne.

Die Rock ’n’ Roll Hall of Fame beschreibt Madonna heute als „vollständig befreite Frau, die das Leben nach ihren eigenen Regeln lebt“.

Patchwork-Großfamilie

Dazu passte auch, dass Madonna in ihren (nicht allzu langlebigen) Ehen mit Schauspieler Sean Penn und später dem britischen Regisseur Guy Ritchie sehr unabhängig lebte. In Projekten mit männlichen Musikern - darunter Justin Timberlake, Pharrell Williams und Kanye West - hielt sie die Fäden ebenfalls in der Hand.

Madonna, 1990

AP/Sandy Hill

Madonna bei einem Auftritt 1990

Im Kampf um ihre Adoptivsöhne David Banda und Mercy James aus Malawi setzte sie sich durch und adoptierte im Frühjahr 2017 noch die Zwillinge Estere und Stella dazu. Mit den zwei leiblichen Kindern Rocco und Lourdes zeigte sie sich im selben Jahr als alleinerziehende, stolze Mutter von sechs Kindern.

Karriere in Hollywood

Madonna hat bisher 13 Alben herausgebracht. Siebe mal gewann sie einen Grammy. Mit 35 Mio. verkauften Tonträgern ist sie laut „Guinness Buch der Rekorde“ die Musikerin mit den meisten Plattenverkäufen weltweit.

Madonna, 2017

Reuters/Lucas Jackson

Kürzlich übersiedelte der Star - hier im Jahr 2017 - nach Europa

Neben ihrer Musikkarriere reüssierte sie auch als Schauspielerin in etwa zwei Dutzend Filmen. „Evita“ und ihre Komödien „Susan ... verzweifelt gesucht“ und „Who’s That Girl“ reichten an ihre Musik nicht heran. Die Rollen rückten sie selbst aber noch um einiges näher an ihr Idol Marilyn Monroe, als die sie auf der Titelseite der Zeitschrift „Vanity Fair“ 1991 posierte.

Vor Kurzem zog es Madonna nach Europa. Bei ihrem Umzug habe sie sich zwischen Turin, Barcelona und Lissabon entscheiden müssen, sagte sie in einem Interview. Der Grund: Alle drei Städte haben renommierte Fußballakademien, und ihr zwölfjähriger Sohn David will professionell Fußball spielen. Geworden ist es schließlich Lissabon.

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Religion

Widerstand gegen Papst-Position zu Todesstrafe in USA

In den USA verstärkt sich der Widerstand gegen die von Papst Franziskus lehramtlich ausgesprochene Ächtung der Todesstrafe. Franziskus hatte am 2. August den betreffenden Paragrafen im Katechismus der katholischen Kirche dahingehend geändert.

Diese Entscheidung sei „skandalös“, weil sie im Widerspruch zur Heiligen Schrift stehe. Das Lehramt dürfe sich niemals darüber hinwegsetzen, fordern rund 45 Universitätsprofessoren und andere Unterzeichnende von der Kirchenleitung.

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Science