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Ausland

Anhänger der „Gelbwesten“-Bewegung haben auch heute in Frankreich wieder in mehreren Städten demonstriert. Wie der Radionachrichtensender Franceinfo berichtete, wurden allein in der Hauptstadt Paris 31 Menschen vorläufig festgenommen. Festnahmen gab es auch in Nizza an der südfranzösischen Cote d’Azur.

Protest in Frankreich
APA/AFP/Francois Guillot

In Paris zogen Demonstranten in Richtung der Kirche Sacre-Coeur im Touristenviertel Montmartre. Bei Protesten am vergangenen Samstag war es zum wiederholten Mal zu schweren Ausschreitungen gekommen. Um weitere Gewalt und Plünderungen zu verhindern, wurden die Pariser Prachtstraße Champs-Elysees und andere Orte nun für Demonstrationen gesperrt.

In anderen Städten des Landes gab es an zentralen Orten ebenfalls Demonstrationsverbote. In Nizza kam es zu Zusammenstößen von Polizei und Demonstranten, als einige „Gelbwesten“ versuchten, in einen abgesperrten Bereich zu gelangen. Staatschef Emmanuel Macron will morgen in der Nähe von Nizza seinen chinesischen Amtskollegen Xi Jinping zu einem privaten Abendessen treffen.

Erstmals wurden auch Soldaten der Anti-Terror-Mission „Sentinelle“ eingesetzt, um Gebäude und Plätze zu schützen und die Polizei zu entlasten. Es ist bereits das 19. Wochenende in Folge, an dem die Bewegung gegen die Reformpolitik der Mitte-Regierung von Macron protestiert.

Bulgariens Justizministerin Zezka Zatschewa hat heute ihren Rücktritt erklärt, wie der staatliche Radiosender BNR in Sofia meldete. Grund dafür ist ein Skandal um einen umstrittenen Wohnungskauf in der bulgarischen Hauptstadt Sofia zu einem auffallend niedrigen Preis. Zatschewa habe zuvor einen Termin bei Ministerpräsident Bojko Borissow gehabt, hieß es in Medienberichten.

Zezka Zatschewa
Reuters/Stoyan Nenov

In dem Neubauhaus in einem der renommiertesten Wohnviertel von Sofia, um das sich die Causa dreht, kaufte auch der stellvertretende Vorsitzende der Regierungspartei Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens (GERB) und Fraktionschef der bürgerlichen Partei, Zwetan Zwetanow, eine Wohnung. Wie Journalisten herausfanden, sollen er und Zwetanow eine deutlich unter dem Marktpreis liegende Summe bezahlt haben. Borissow reagierte wütend auf den Skandal und drohte mit „entschiedenen Maßnahmen“.

Von Kritikern hieß es, dass die Justizministerin zum Sündenbock erklärt worden sei, während Zwetanow im Amt bleibt. Er ist der stellvertretende Parteichef der GERB, Vorsitzender ist Borissow. Die Affäre kommt für die Regierungspartei zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt, nur wenige Wochen vor der EU-Wahl. In Meinungsumfragen verliert sie in Umfragen an Vertrauen. Die Opposition baut ihre Führung aus, während die Regierungspartei unter 20 Prozent rutschte.

Bei einem Angriff auf Regierungsgebäude in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind heute mindestens elf Menschen verletzt worden. Laut Polizei begann der Angriff mit zwei Explosionen in unmittelbarer Nähe der Ministerien für Bau und Arbeit. Anschließend stürmten bewaffnete Männer die Gebäude.

Augenzeugen berichteten, dass Minuten nach einer größeren Explosion eine kleinere erfolgt sei. Die erste Detonation habe sich am Eingang eines Regierungsgebäudes ereignet. Sicherheitskräfte hätten „viele“ Mitarbeiter aus den Gebäuden in Sicherheit bringen können, hieß es. Es gebe weiter Kämpfe.

Zu dem Angriff bekannte sich die mit dem Al-Kaida-Netzwerk verbündete Al-Schabab-Miliz, die regelmäßig Anschläge in der somalischen Hauptstadt verübt. Anfang März waren bei einem Attentat in Mogadischu mindestens 20 Menschen getötet worden. Kämpfer der Miliz lieferten sich dabei einen knapp 24-stündigen Kampf mit Sicherheitskräften.

Aus Astana wird Nursultan: Kasachstans neuer Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat mit seiner Unterschrift unter ein Gesetz die Umbenennung der Hauptstadt Astana offiziell besiegelt. Das teilte das Präsidialamt der Ex-Sowjetrepublik heute auf seiner Website mit. Die Staatsagentur Kazinform veröffentlichte daraufhin den entsprechenden Gesetzestext.

Nursultan – das ist der Vorname des langjährigen Präsidenten Nursultan Nasarbajew. Naserbajew hatte am Dienstag nach fast 30 Jahren an der Macht überraschend seinen Rücktritt erklärt. Bereits einen Tag später übernahm sein Vertrauter Tokajew die Amtsgeschäfte und schlug selbst den neuen Namen für die Hauptstadt vor. Daraufhin beschlossen die beiden Kammern des kasachischen Parlaments die Änderung.

Proteste und Festnahmen

Gegen die Namensänderung gab es Medienberichten zufolge in den vergangenen Tagen in dem ölreichen Steppenstaat vereinzelt Proteste und etliche Festnahmen.

Astana war seit 1997 die Hauptstadt des zentralasiatischen Landes. Sie wurde in der Vergangenheit schon mehrfach umbenannt. Zunächst hieß sie Akmolinsk, ab 1961 Zelinograd, 1992 Akmola, 1998 Astana und nun Nursultan. Solche Ehrbekundungen haben auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion eine lange Tradition. So war etwa auch der Sowjetdiktator Josef Stalin Namensgeber einer Stadt.

Die Präsidenten Russlands und der Türkei wollen einander am 8. April erneut in Moskau treffen, wie der Sprecher des Kreml, Dmitri Peskow, heute der russischen Agentur Interfax zufolge sagte. Es wäre in diesem Jahr die mittlerweile dritte Unterredung von Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan in Russland.

Russland gehört zu den wichtigsten Unterstützern des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die Türkei unterstützt dagegen die Opposition. Putin und Erdogan hatten bereits vor zwei Monaten in Moskau über die Lage in Syrien beraten.

Einig in Golan-Frage

Einig sind sich Putin und Erdogan, wenn es um die von US-Präsident Donald Trump ins Spiel gebrachte Anerkennung der israelischen Souveränität über die Golanhöhen geht. Beide lehnen den Vorstoß ab und warnen vor den Konsequenzen.

Israel hatte die Golanhöhen, ein strategisch wichtiges Felsplateau oberhalb des Sees Genezareth, 1967 erobert und 1981 annektiert. Das wurde international aber nicht anerkannt. Nach internationalem Recht gelten die Gebiete als von Israel besetztes Territorium Syriens.

Inland

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat heute versichert, dass er den Entwurf für einen neuen Stundenlohn für Asylwerber unterstützt. „Der Innenminister geht hier abgestimmt mit uns vor. Ähnliches habe ich schon 2016 gefordert, mit der SPÖ war dies aber nicht zu machen“, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber der APA. Der Entwurf gehe am Montag in Begutachtung, bekräftigte er.

Der Entwurf von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) sieht vor, dass Asylwerber für sogenannte Remunerantentätigkeiten 1,50 Euro pro Stunde erhalten, „keinesfalls mehr – und das österreichweit einheitlich“, wie Kickl in der Begründung der von ihm vorgelegten Verordnungsermächtigung schreibt. Kurz hatte noch in seiner Funktion als Außen- und Integrationsminister im August 2016 verpflichtende gemeinnützige Ein-Euro-Jobs für Flüchtlinge gefordert.

Der Hintergrund: Zu den insgesamt eher bescheidenen Möglichkeiten für Flüchtlinge, einer Beschäftigung nachzugehen, zählen Hilfstätigkeiten im Auftrag von Bund, Ländern, Gemeinden, Gemeindeverbänden bzw. zu den Kommunen gehörenden Einrichtungen. Das betrifft etwa Garten- und Hausarbeiten oder Transportdienste. Den Stundenlohn legte bisher die beauftragende Körperschaft fest. Maximal konnten monatlich 110 Euro plus 80 Euro für jedes weitere Familienmitglied verdient werden, ohne Einbußen bei der Grundversorgung befürchten zu müssen.

„Keinesfalls mehr“

Kickl stört jedoch, dass manche Körperschaften aus seiner Sicht zu viel, nämlich mehr als für Zivil- und Grundwehrdiener, auszahlen – und zwar teils über fünf Euro pro Stunde. Daher sollen Asylwerber für die „Remunerantentätigkeiten“ nun 1,50 Euro pro Stunde erhalten, „keinesfalls mehr – und das österreichweit einheitlich“, schreibt Kickl in der Begründung der von ihm vorgelegten Verordnungsermächtigung, die am Montag für vier Wochen in Begutachtung geht.

Remunerantentätigkeiten haben für Flüchtlinge den Vorteil, dass sie sofort nach Asylantragsstellung möglich sind. Ansonsten muss man drei Monate warten, bis man eine Tätigkeit in einem Mangelberuf annehmen darf, das heißt etwa als Saisonnier im Tourismus oder als Erntehelferin bzw. Erntehelfer. Gleiches gilt für Tätigkeiten als Haushaltshilfe mit Dienstleistungsscheck oder als Selbstständiger.

Die ÖVP hat die in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“ geäußerte Kritik des Fraktionschefs der Liberalen im EU-Parlament, Guy Verhofstadt, an Bundeskanzler Sebastian Kurz zurückgewiesen.

Kurz habe „einen klar proeuropäischen Fokus und stellt diesen in seiner täglichen Arbeit unter Beweis. Man sollte auch als Liberaler und trotz Wahlkampf bei der Wahrheit bleiben“, heißt es in einer Aussendung.

Prompte Retourkutsche

Ebenso sollte man sich als Fraktionschef nicht davor scheuen, in den eigenen Reihen für Ordnung zu sorgen, so der ÖVP-Pressedienst heute. Fraktionschef Verhofstadt dürfte mit seinem tschechischen Parteifreund Andrej Babis und dessen ANO 2011 sowie den in Rumänien mitregierenden Liberalen eigentlich alle Hände voll zu tun haben. „Wir freuen uns, wenn Verhofstadt die Enttäuschung über seine Parteikollegen kundtut, und sie aus seiner Fraktion ausschließt.“

Zur Kritik des belgischen Liberalen, Kurz habe „in der Migrationsfrage keine proeuropäische Haltung an den Tag gelegt, sondern sogar in jedem EU-Land noch Probleme geschürt“, schreibt der ÖVP-Pressedienst: „Die Aussagen sind inhaltlich falsch und entbehren jeglicher Grundlage. Sebastian Kurz hat sich immer für eine echte Lösung im Bereich der Migration eingesetzt und befürwortet die Rückkehr zu einem Europa ohne Grenze nach innen, wenn ein solider Außengrenzschutz gewährleistet ist.“

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker legt im Konflikt mit der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) nach. Nachdem diese am Mittwoch angekündigt hatte, Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) wegen Verdachts auf Verhetzung anzuzeigen, unterstellte Hafenecker IGGÖ-Präsident Ümit Vural heute Kontakte zur islamistischen Muslimbruderschaft.

„IGGÖ-Präsident Vural agiert offenbar in enger Abstimmung mit der Muslimbruderschaft“, so Hafenecker in einer Aussendung. Als Beleg führt er an, dass in der Kölner Zentralmoschee kürzlich eine mehrtägige Konferenz stattgefunden habe, zu deren Gästen sowohl „führende Köpfe der europäischen Muslimbruderschaft“ als auch Vural gezählt hätten. „Dass man ausgerechnet mit jenen Kräften die Zukunft des Islam in Europa erörtert, die das Schlagwort vom ‚europäischen Islam‘ zwar zu Propagandazwecken einsetzen, tatsächlich aber gezielt jene Muslimgemeinschaften stärken, die sich von der gastgebenden europäischen Mehrheitsgesellschaft absondern, ist zumindest fragwürdig“, so Hafenecker.

Der frühere Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Gert-Rene Polli, hat 2017 während seiner Karenzierung im Innenministerium die FPÖ beraten. Dafür erhielt seine Firma Polli-GmbH rund 33.300 Euro vom FPÖ-Bildungsinstitut. Das geht aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung durch das Kanzleramt hervor.

Polli, der das BVT bis 2008 leitete und seit September wieder im FPÖ-geführten Innenministerium arbeitet, hatte bei einer Befragung im BVT-U-Ausschuss im Oktober bereits ausgesagt, dass er während seiner Karenzierung im Innenministerium mit seiner privaten Firma einen Konsulentenauftrag mit der FPÖ-Akademie hatte. Dieser lief seit Juli 2017 und brachte 6.000 Euro (inklusive Steuern) monatlich, inhaltlich sei es um Informationen zur Terrorlage gegangen, hieß es damals.

NEOS: „Höchst fragwürdiger Beigeschmack“

„Ein Ex-BVT-Chef berät die FPÖ bei den Koalitionsverhandlungen 2017 und wird dafür von der Freiheitlichen Parteiakademie bezahlt. Das hat einen höchst fragwürdigen Beigeschmack“, stellte NEOS-Abgeordnete Stephanie Krisper fest. „Die Parteiakademien sind nicht als erweiterte Geldbörse der Parteien gedacht, sondern haben einen Bildungsauftrag zu erfüllen“, kritisierte sie.

Blümel sieht keinen Anlass für Prüfverfahren

Laut der Anfragebeantwortung durch Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) an NEOS kassierte Pollis Firma insgesamt rund 33.300 Euro. Der Betrag entspricht laut der Beantwortung 1,3 Prozent des gesamten Fördervolumens des FPÖ-Bildungsinstituts. Nach Ansicht der Fachexpertinnen und -experten des Bundeskanzleramts sei das ein Betrag, der in Relation zur Gesamtfördersumme als „in limitiertem Ausmaß“ zu quantifizieren ist. Daher sei derzeit kein Anlass für ein gesondertes Prüfverfahren durch den Beirat zu erkennen, so Blümel.

„In limitiertem Ausmaß zulässig“

Er führt aus, dass es sich bei den „Beratungen durch Dr. Polli anlässlich der Koalitionsverhandlungen, den Bereich der Inneren Sicherheit betreffend, (…) um eine Beratung von Spitzenfunktionären und um Vermittlung von Einsichten in politische und rechtliche Zusammenhänge“ gehandelt habe. Nach den vom Publizistikförderungsbeirat formulierten Richtlinien sei davon auszugehen, dass Bildungsangebote, die auf Spitzenfunktionäre der Parteien, also etwa Regierungsmitglieder, Abgeordnete der Bundes- und Landesebene, Geschäftsführer oder vergleichbare leitende hauptamtliche Mitarbeiter, beschränkt sind, „in limitiertem Ausmaß zulässig“ sind.

Für Krisper ist der Standpunkt von Minister Blümel „hinterfragenswert“. Denn ob die Zahlung Pollis tatsächlich als „in limitiertem Ausmaß“ angesehen werden könne, sei fraglich. „Die FPÖ muss aufklären, warum sie meint, die Bezahlung Pollis durch die Akademie sei rechtens“, forderte sie.

Polli war von 2002 bis 2008 Chef des Staatsschutzes. Später war er Leiter der Konzernsicherheit bei Siemens in München, im Anschluss selbstständig tätig. Bei den Regierungsverhandlungen war er als Berater des nunmehrigen Innenministers Herbert Kickl (FPÖ) in Erscheinung getreten.

Wirtschaft

China und Italien haben heute in Rom eine Absichtserklärung für ein riesiges Infrastrukturprojekt unterzeichnet. In Anlehnung an die historischen Routen zwischen dem Mittelmeer-Raum und Ostasien soll die „Neue Seidenstraße“ Handels- und Verkehrsnetze zwischen den Kontinenten aufbauen.

Das Memorandum wurde von Chinas Präsident Xi Jinping und vom italienischen Premierminister Giuseppe Conte am dritten Tag des Besuchs des chinesischen Staatschefs in Italien unterzeichnet. Italien ist das erste Land der G-7-Staaten, das sich dem Projekt anschließt, das den Bau von Eisenbahnlinien, Straßen und Seeverbindungen von China nach Europa und Afrika vorsieht.

„Heute sagen wir ‚Italien zuerst‘“

Mit den Handelsabkommen mit China erhofft sich das in die Rezession geschlitterte Italien ein kräftiges Wirtschaftswachstum in den nächsten Jahren. „Heute sagen wir ‚Italien zuerst‘ in den Handelsbeziehungen“, sagte Vizeregierungschef Luigi Di Maio von der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung am Rande eines italienisch-chinesischen Wirtschaftsforums. Zugleich bleibe Italien Alliierter der USA, in der NATO und der EU.

Kritischer äußerte sich dagegen Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini. „Niemand wird mir erzählen können, dass China ein Land mit freier Marktwirtschaft ist. Trotzdem bin ich mit dem Besuch des chinesischen Staatspräsidenten und über eine mögliche Markteröffnung bei gleichen Bedingungen zufrieden“, sagte er. Italien werde „niemandes Kolonie“ sein, hatte der Innenminister in der Vergangenheit betont.

Heutzutage sind Bankangestellte auch häufig als Finanzberater tätig. Haben Banken hier aber tatsächlich das Wohl der Kunden im Auge? Der Fall eines hochspekulativen Immobilienfonds zeigt, dass für den Verkauf von Finanzprodukten geheime Provisionen geflossen sind. Dem hat der Oberste Gerichtshof (OGH) nun einen Riegel vorgeschoben. Banken müssen Kundinnen und Kunden über verdeckte Zahlungen informieren.

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Sport

Chronik

Ein Pensionist ist gestern Nachmittag in St. Georgen am Walde (Bezirk Perg/Oberösterreich) mit einem Traktor tödlich verunglückt. Der 84-Jährige dürfte von der Zugmaschine überrollt worden sein. Alle Versuche, ihn wiederzubeleben, blieben erfolglos.

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Mann bei Traktorabsturz schwer verletzt

Beim Ausbringen von Gülle stürzten im Tiroler Inzing zwei Männer mit ihrem Fahrzeug ab. Beide wurden verletzt, einer musste mit dem Notarzthubschrauber in die Klinik gebracht werden.

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Ein Kreuzfahrtschiff, das vor Norwegen einen Motorschaden erlitten hat, musste heute evakuiert werden. Die „Viking Sky“ trieb bei starkem Wind auf die Westküste des Landes zu. An Bord waren nach Angaben der Eigentümer an die 1.300 Passagiere.

Kreuzfahrtschiff „Viking Sky“
AP/NTB scanpix/Odd Roar Lange

Laut Küstenwache wurde von der „Viking Sky“ das Notsignal Mayday ausgesandt. Hubschrauber und Schiffe wurden eingesetzt, um Passagiere und Besatzungsmitglieder an Land zu bringen, berichtete die Küstenwache. Der Einsatz fand bei Windgeschwindigkeiten von 38 Knoten statt, was etwa 70 km/h entspricht. Die 2017 gebaute „Viking Sky“ gehört Viking Ocean Cruises, die wiederum zur Viking Cruises Group gehört, die vom norwegischen Milliardär Torstein Hagen gegründet wurde.

Durch den Zyklons „Idai“ sind nach Angaben der Regierungen in Mosambik, Malawi und Simbabwe mindestens 615 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl nannte heute das UNO-Büro für Nothilfekoordination (OCHA) in Genf.

Zerstörung nach Zyklin „Idai“
AP/Tsvangirayi Mukwazhi

Die Verwüstung nach dem Sturm in Südostafrika übertrifft die schlimmsten Befürchtungen. Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen reihte die Katastrophe unter die derzeit größten Noteinsätze neben den Hilfsaktionen im Jemen, in Syrien und Südsudan ein. „Das beschleunigt den bereits großen Einsatz (von Helfern und Hilfsgütern)“, wie das WFP mitteilte.

Mehr als 1,7 Mio. Betroffene

In dem vor einer Woche von dem Zyklon verwüsteten und überschwemmten Gebiet leben mehr als 1,7 Millionen Menschen, und viele von ihnen sind auf verschiedene Art betroffen. Mindestens 600.000 haben ihre Bleibe verloren, so das WFP.

Die UNO und andere humanitäre Helferinnen und Helfer seien schon seit Tagen im Einsatz, um Zehntausenden zu helfen, die alles verloren hätten. „Aber jetzt, da das unglaubliche Ausmaß der Schäden deutlich wird, steigt die Zahl der Menschen, die Hilfe brauchen, rapide“, sagte WFP-Sprecher Herve Verhoosel in Genf. „Das WFP braucht dringend Geld, um Hunderttausende mit sofortiger Überlebenshilfe zu versorgen.“

Science

Forscherinnen und Forscher der Weltnaturschutzunion (IUCN) haben bei der Überprüfung von 58 gelisteten Haiarten Alarmierendes entdeckt: Mittlerweile sind 17 Arten davon vom Aussterben bedroht. Betroffen sind vor allem Tiere, die langsam wachsen und als Delikatesse in Asien teuer verkauft werden. Die Experten fordern einen besseren Schutz für die Raubfische.

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Kultur

„Die Kinder der Toten“ wird gerne als Elfriede Jelineks Opus magnum bezeichnet: Eine Abrechnung mit Österreichs Geschichte und der fehlenden Aufarbeitung des Nationalsozialismus, verpackt in einen grausigen Horrorroman. Kein leichter Stoff für einen Film – schon gar nicht für den gleichnamigen Stummfilm, der nun im Rahmen der Diagonale seine Österreich-Premiere feierte.

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Wiener Mädel, Ahnfrauen, Models, Scream Queens und Künstlerinnen: Das historische Special der diesjährigen Diagonale könnte kaum breiter aufgestellt sein. Ausgehend von einem Essay, den die Filmjournalistin Alexandra Zawia und die Autorin Michelle Koch zum aktuellen Stand der Debatte über Frauen im Film verfasst haben, wurden ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aus und abseits der Filmbranche um ihre Filmvorschläge gebeten.

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Nach mehr als 50 Jahren wird in Paris wieder eine große Schau über den ägyptischen Pharao Tutanchamun gezeigt. Mit mehr als 150 Objekten ist sie die bisher größte außerhalb Ägyptens. 60 Exponate sind überhaupt erstmals außerhalb Ägyptens zu sehen.

Wächterstatue
Reuters/Benoit Tessier

Mit der Ausstellung wolle man die 100-jährige Entdeckung des Grabes des Pharaos feiern, sagte der Kurator und Ägyptologe Tarek El Awady. Die bis zum 15. September dauernde Schau „Tutanchamun. Der Schatz des Pharaos“ in der Grande Halle de la Villette ist die erste Etappe in Europa innerhalb einer Welttournee, die im März 2018 in Los Angeles gestartet war.

Vermutlich die letzte „Tournee“

Die wertvollen Artefakte werden danach höchstwahrscheinlich nicht mehr auf Reisen gehen. Der Grund: Sie sollen in dem im Bau befindlichen Grand Egyptian Museum (GEM) bei Giseh in der Nähe von Kairo ihren Platz finden, zusammen mit den mehr als 5.000 Stücken, die der britische Archäologe Howard Carter 1922 in dem Grab des Kindkönigs (um 1330 v. Chr.) entdeckt hatte.

Die Objekte werden das Herzstück des GEM bilden, das mit mehr als 60.000 Quadratmetern das größte Museum sein wird, das dem antiken Ägypten gewidmet ist. Die Teileröffnung ist für 2020 geplant, die komplette Neueröffnung soll 2022 sein, pünktlich zum Jubiläum der Entdeckung des Grabes.

Forscher aus den Niederlanden haben nachgewiesen, dass es sich bei einem Ölgemälde aus einem Kunstmuseum im US-Staat Connecticut um ein echtes Werk von Vincent van Gogh handelt. Das Wadsworth Atheneum Museum in Hartford twitterte gestern (Ortszeit), dass das Stillleben „Vase mit Mohnblumen“ von 1886 für echt befunden worden sei. „Heute verkünden wir, dass es zweifelsfrei ein van Gogh ist.“

Spezialisten des Amsterdamer Van Gogh Museums hätten zudem bestätigt, dass es unter der Farbe ein verstecktes Porträt gebe, berichtete „The Art Newspaper“. Das zeige, dass van Gogh die Leinwand wiederverwendet habe, um Geld zu sparen. Laut „Hartford Courant“ befand sich das Ölgemälde seit 1957 in der Sammlung des Museums. Zunächst wurde es van Gogh zugeschrieben, in den frühen 1990er Jahren mehrten sich jedoch Zweifel daran. Der niederländische Künstler malte das Gemälde 1886 – kurz nachdem er nach Paris gezogen war, wie es weiter hieß.

Van Gogh (1853-1890) gilt als der verkannte Künstler schlechthin, da er zeitlebens nur einige wenige Bilder verkaufte. Doch malte er nur während der letzten zehn Jahre seines Lebens, und fast alle Werke, die heute jeder kennt, entstanden erst wenige Jahre vor seinem Tod.

Lifestyle

Panorama

Ein Mann hat sich heute auf einem Flughafen in Moskau beim Boarding komplett ausgezogen. Er sei dann nackt zu seinem Flugzeug gelaufen, meldete die Nachrichtenagentur Ria Nowosti.

Der Passagier wurde festgenommen. Das Flugzeug hob nach dem Vorfall 15 Minuten verspätet vom Flughafen Domodedowo nach Simferopol auf der Halbinsel Krim ab. Erst am Mittwoch hatte sich ein Mann in der Moskauer Tretjakow-Galerie ausgezogen und sich in einem Tanga in aller Ruhe Bilder angeschaut. Er verließ die Ausstellung danach unerkannt.

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