COV Inland

Aufgrund der Omikron-Welle sind derzeit Zehntausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Quarantäne – und dieser Trend wird sich wohl noch einige Zeit halten. Die Wirtschaft fordert daher eine Arbeitspflicht für all jene, die symptomlos sind und Homeoffice machen können. Die Arbeiterkammer (AK) warnt ihrerseits vor Missbrauch. Die Expertin Katharina Körber-Risak findet die Forderung nicht praktikabel.

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An den österreichischen Schulen sind mittlerweile rund 1.800 Klassen aufgrund gehäufter Coronavirus-Infektionen im Distance-Learning. Laut Bildungsministerium ist aber derzeit kein einziger Standort komplett geschlossen. Mittlerweile ist außerdem klar, dass auch nächste Woche außerhalb Wiens nur ein PCR-Test durchgeführt wird. Das Ministerium will daher „alle Ansprüche betreffend Pönalezahlungen, Schadenersatz etc. vollumfänglich geltend machen“.

Die 1.800 geschlossenen Klassen entsprechen in etwa einer Verdoppelung gegenüber dem Wochenbeginn. Seit Mittwoch gab es allerdings nur mehr einen Zuwachs von 300 Klassen. Derzeit wird bei einem einzigen Fall in einer Klasse weiter in Präsenz unterrichtet, allerdings müssen die übrigen Kinder dann fünf Tage lang täglich getestet werden. Tritt innerhalb von drei Tagen ein weiterer Fall in dieser Klasse auf, wird auf Distance-Learning umgestellt.

Eigentlich sollten seit der laufenden Woche wöchentlich zwei PCR-Tests durchgeführt werden. Aufgrund von EDV-Problemen beim Testanbieter ARGE für molekulare Diagnostik gab es aber bereits in der Vorwoche bei den Schul-PCR-Tests Probleme im großen Stil.

„Fehlerhafte und unvollständige Datenübermittlung“

Die ARGE, die nach einer Neuausschreibung nach den Weihnachtsferien die Abwicklung der Tests in acht Bundesländern (außer Wien) übernommen hat, hatte bei der Auswertung der Ergebnisse – insbesondere bei der Zuordnung und Auswertung in der Datenbank – mit technischen Problemen zu kämpfen. Die Folge laut Ministerium: „eine nicht nachvollziehbar niedrige Zahl von positiven Fällen“ sowie „zu späte, fehlerhafte und unvollständige“ Datenübermittlung.

Man arbeite weiter an einer „Optimierung der Datenverwaltung“, hieß es vom Testanbieter. Daher werde man auch nächste Woche nur einmal testen. Insgesamt wurden diese Woche in den acht Bundesländern rund 1.400 positive Schultests registriert, das sind 0,23 Prozent der ausgewerteten Tests.

Unterschiedliche Testtage für Bundesländer

In der kommenden Woche wird nun am Montag in der Steiermark und in Salzburg PCR-getestet, am Dienstag in Niederösterreich, am Mittwoch in Oberösterreich und im Burgenland und am Donnerstag in Kärnten, Tirol und Vorarlberg. An den restlichen Tagen sollen wie bisher Antigen-Tests durchgeführt werden. Außerdem werden die Eltern bzw. die Schülerinnen und Schüler gebeten, am Wochenende nach Möglichkeit einen Test durchzuführen.

In Wien wird weiter mindestens zweimal pro Woche PCR-getestet. Dort funktioniert auch die Auswertung – allerdings konnte man aufgrund vieler Nachmeldungen und unterschiedlicher Zahlen anders als gewohnt gestern keine gesammelten Daten über die festgestellten Infektionen der vergangenen Woche vorlegen. Diese sollen am Montag kommen.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 1.674,0 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Tirol hat mit 2.606,3 den höchsten Wert, gefolgt von Salzburg mit 2.487,9 und Wien mit 2.218,9. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in der Steiermark (1.023,3) und im Burgenland (1.064,2).

Ministerien meldeten neuerlich keine Zahlen

Seit Mittwoch gibt es schwere Probleme mit den Fallzahlen – also den täglichen morgendlichen Meldungen aus den Bundesländern an den interministeriellen Krisenstab zu Neuinfektionen, Todesfällen und Hospitalisierungen. Auch gestern lagen die um Doppelmeldungen bereinigten Zahlen, die normalerweise am Vormittag veröffentlicht werden, nicht vor.

Laut den Zahlen des Epidemiologischen Meldesystems (EMS) wurden auf gestern 28.582 Neuinfektionen eingemeldet. Dabei handelt es sich lediglich um Rohdaten, die eben nicht um etwaige Doppelmeldungen bereinigt wurden.

Ministerium arbeitet „mit Hochdruck“ an einer Lösung

Gegenüber ORF.at wurde darauf verwiesen, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Und das Ministerium räumte indirekt ein, dass die Behebung der Probleme bzw. der Abbau des Rückstaus noch mehrere Tage dauern dürfte. Je höher die Fallzahlen, desto länger brauche die Abarbeitung, weshalb es aktuell zu Verzögerungen komme. Betont wurde aber, dass das EMS „voll funktionsfähig“ sei und „alle Labormeldungen und Abrufe“ uneingeschränkt stattfinden können.

Die Berücksichtigung von Doppelmeldungen und Fallzusammenlegungen in einer Überarbeitungsliste sei derzeit unter anderem aufgrund der Vielzahl an Daten „nicht reibungslos“ möglich. Es werde „mit Hochdruck“ an einer Lösung gearbeitet, die die nächsten Tage in Anspruch nehmen werde, so das Ministerium, das für die tagesaktuellen Fallzahlen auf das AGES-Dashboard verwies.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weitere Fragen in ORF.at/corona

Die Vorarlberger Polizei hat mit Impfgegnern in den eigenen Reihen zu kämpfen. Die „Vorarlberger Nachrichten“ berichteten über einen hochrangigen Polizisten, der an CoV-Demos teilnahm. Die Polizei bestätigte dem ORF, dass der Beamte von der Funktion als einer der Pressesprecher entbunden wurde.

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COV Ausland

Die Omikron-Variante ist nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC inzwischen die dominierende Variante in der Europäischen Union und dem Europäischen Wirtschaftsraum.

Omikron sei nun in den meisten betroffenen Ländern vorherrschend, ihr Anteil an den Coronavirus-Infektionen liege derzeit bei rund 78 Prozent, teilte das in Stockholm ansässige Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten gestern mit. Zum Europäischen Wirtschaftsraum zählen neben den 27 EU-Staaten noch Island, Liechtenstein und Norwegen.

Die Zahl der Neuinfektionen in Spanien ist gestern den vierten Tag in Folge leicht gefallen. Die 7-Tage-Inzidenz wurde vom Gesundheitsministerium in Madrid mit rund 1.457 angegeben.

Die meisten Infizierten weisen keine oder nur milde Krankheitssymptome auf. Das liegt an der hohen Impfquote in dem Land, wo mehr als 80 Prozent aller Menschen zwei Impfungen und schon fast 40 Prozent eine dritte Impfung erhalten haben.

Die Auslastung der Betten auf Intensivstationen durch CoV-Patienten stieg deshalb vergleichsweise langsamer als die Inzidenz an. Ende Dezember lag die Auslastung bei 18 Prozent, nun bei 23 Prozent. Stark unter Druck gerieten jedoch die öffentlichen Gesundheitszentren und Normalstationen in Krankenhäusern, wo die Infizierten mit leichteren Symptomen behandelt werden.

Irland hebt fast alle CoV-Regeln auf. Ab heute dürfen Pubs, Restaurants und Discos wieder öffnen, ohne Impfnachweise zu verlangen oder Abstandsregeln zu beachten, wie Regierungschef Micheal Martin gestern Abend in Dublin sagte. Teilnehmerbeschränkungen für Veranstaltungen fallen ebenso weg wie Vorschriften für private Treffen.

Ab Montag endet zudem die Pflicht zum Homeoffice. Für internationale Reisen gelten allerdings noch immer die 3-G-Regeln, wie Martin sagte. Wer positiv auf das Coronavirus getestet wird, muss sich weiterhin isolieren. Auch die Maskenpflicht bleibt mindestens bis Ende Februar in Kraft.

„Heute ist ein guter Tag“

„Ich bin an vielen dunklen Tagen hier gestanden, aber heute ist ein guter Tag“, sagte Martin. Die Regierung werde die persönlichen Freiheiten nicht mehr beschränken, wenn das nicht nötig sei. Irland habe den „Omikron-Sturm“ überstanden, sagte Martin. Zuvor hatte die zuständige Gesundheitskommission grünes Licht für die Aufhebung der Regeln gegeben. Wenn es keine gesundheitlichen Gründe mehr für Restriktionen gebe, bestehe auch keine politische Notwendigkeit mehr, sagte Vizeregierungschef Leo Varadkar.

Inland

Der US-Amerikaner Barry Rosen ist im Palais Coburg, dem Ort der Atomverhandlungen mit dem Iran, in Hungerstreik getreten. Das berichtet die „Presse“ (Samstag-Ausgabe). Rosen, der selbst Geisel im Iran war, protestiert damit dem Bericht zufolge gegen Willkürhaft im Iran.

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Ausland

Bei einem Luftangriff auf ein Gefängnis in der jemenitischen Rebellenhochburg Saada sind mindestens 70 Menschen getötet und mehr als 130 weitere verletzt worden. Die Suche nach Überlebenden dauere noch an, teilte die Organisation Ärzte ohne Grenzen gestern mit.

Zu der Attacke bekannte sich niemand, die Huthi-Rebellen machten jedoch die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition dafür verantwortlich. Bei einem weiteren Angriff in Hodeida wurden drei Kinder getötet.

Allein ein Krankenhaus in Saada im Norden des Landes nahm nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen 138 Verletzte auf. Zwei weitere Krankenhäuser versorgten demzufolge ebenfalls „zahlreiche Verletzte“. „Mein Kollege in Saada hat mir berichtet, dass am Ort des Luftangriffs viele Leichen liegen und dass viele vermisst werden“, erklärte Ahmed Mahat, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen im Jemen. „Es scheint ein schrecklicher Akt der Gewalt gewesen zu sein.“

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Am Montag hatten die Huthis erstmals die Vereinigten Arabischen Emirate angegriffen und drei Menschen getötet. Die Militärkoalition flog daraufhin Vergeltungsangriffe, bei denen mindestens 14 Menschen im Jemen getötet wurden.

Inmitten der Spannungen mit Russland in der Ukraine-Krise hält die NATO im Mittelmeer eine große Militärübung ab. An den Marinemanövern ab Montag wird sich unter anderem der US-Flugzeugträger „USS Harry Truman“ beteiligen, wie der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, gestern sagte. Die Übung mit dem Namen „Neptune Strike 22“ solle bis zum 4. Februar dauern.

Zusammenhang mit Ukraine wird bestritten

Kirby betonte, die Manöver hätten nichts mit den derzeitigen Befürchtungen vor einem russischen Einmarsch in der Ukraine zu tun. „Die Übung ist nicht für die Art von Szenarien entworfen, die sich mit Blick auf die Ukraine abspielen könnten“, sagte der Pentagon-Sprecher.

Das Manöver sei zudem schon seit langer Zeit geplant. Allerdings befand sich „Neptune Strike 22“ nicht auf einer im Dezember von der NATO veröffentlichten Liste mit für 2022 geplanten Militärübungen.

Kirby sagte, angesichts der derzeitigen Spannungen mit Russland sei das Manöver zwar auf den Prüfstand gestellt worden. Letztlich hätten die NATO-Partner aber beschlossen, an dem Manöver festzuhalten.

Russland kündigte mehrere Großmanöver an

Russland hatte zuletzt großangelegte Marinemanöver in Atlantik, Arktis, Pazifik und Mittelmeer angekündigt. An den für Jänner und Februar geplanten Übungen sollen insgesamt mehr als 140 Schiffe und 10.000 Soldaten teilnehmen.

Der Flugzeugträger „USS Harry Truman“ und seine Begleitschiffe befinden sich seit Mitte Dezember im Mittelmeer. Das Kriegsschiff sollte eigentlich verlegt werden, Verteidigungsminister Lloyd Austin entschied dann aber, es im Mittelmeer zu lassen, um die Europäer angesichts des Konflikts mit Russland zu „beruhigen“.

Die Welt muss in diesem Jahr nach den Worten von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres einen Großbrand an fünf Fronten gleichzeitig bekämpfen.

Die Coronavirus-Pandemie, die Klimakrise, der Zustand des globalen Finanzsystems, Gesetzlosigkeit im Internet sowie Bedrohungen für Frieden und Sicherheit seien die größten Herausforderungen für die Welt derzeit, sagte Guterres gestern vor der UNO-Vollversammlung in New York.

Der Zustand der Welt bilde „kein schönes Bild“ ab, sagte Guterres im Anschluss vor Journalisten. „Wir haben aber nicht den Luxus, unsere Herausforderungen nur zu katalogisieren. Wir müssen sie angehen – und wir können sie angehen.“ Das gehe aber nur als Staatengemeinschaft solidarisch gemeinsam, sagte Guterres.

Wirtschaft

Die Stadtregierung hat gestern ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt, mit dem Wien bis 2040 klimaneutral werden soll. Unter anderem sollen dann Öl- und Gasheizungen verboten sein. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) kündigte eine Förderoffensive an.

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Banken dürfen von Konsumentinnen und Konsumenten, die wegen coronavirusbedingter Arbeitslosigkeit bzw. Kurzarbeit gesetzlich von Kreditzahlungen befreit sind, in dieser Zeit keine Zinsen verlangen. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) nach einer Klage gegen die BAWAG P.S.K. Zu Unrecht verrechnete Zinsen müssen den Kreditnehmern erstattet werden.

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Sport

Arminia Bielefeld hat gestern Abend zum Auftakt der 20. Runde der deutschen Bundesliga einen 2:0-Sieg bei Eintracht Frankfurt gefeiert. ÖFB-Legionär Patrick Wimmer brachte die Gäste bereits in der fünften Minute in Führung und legte das zweite Tor durch Alessandro Schöpf (27.) spektakulär auf.

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Die Alpin-Abteilung im Österreichischen Skiverband (ÖSV) plagen weiter CoV-Sorgen. Wie der ÖSV gestern Abend bekanntgab, wurde Manuel Feller positiv auf das Coronavirus getestet und befindet sich in behördlicher Quarantäne. Der Tiroler, dessen Test nach dem Wengen-Slalom positiv ausgeschlagen hatte, wird den Weltcup-Torlauf heute (10.15/13.45 Uhr, live in ORF1) auf dem Ganslernhang in Kitzbühel verpassen.

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Für Marcel Hirscher ist in den vergangenen Tagen ein Traum in Erfüllung gegangen. Erstmals durfte der Salzburger im Renntempo die berüchtigte Streif-Abfahrt absolvieren – wenn auch als Vorläufer und nur im ersten Training auf der Originalstrecke von ganz oben. Glücklich war er nach dem Kraftakt trotzdem. „Die gefährlichste Abfahrt zu fahren hat mir noch gefehlt. Es war supercool“, sagte Hirscher, für den sich der Kreis nun endlich geschlossen hat.

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Die Skispringerinnen haben das neue Jahr zwar erstmals mit einem Doppel in Ljubno eingeläutet, seit den beiden Springen in Slowenien herrscht jedoch Pause. Weiter geht es erst kommende Woche mit der Olympiageneralprobe im deutschen Willingen. In den vier Wochen ohne Bewerb waren die Österreicherinnen nicht untätig, dabei aber höchst vorsichtig. Denn so kurz vor dem Flug nach China geht die Angst um, in den offiziellen Coronavirus-Listen aufzuscheinen.

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Chronik

Der damalige Freund der in den USA wochenlang vermissten und später tot gefundenen Gabby Petito hat sich nach Angaben der Bundespolizei FBI vor seinem Suizid zur Tötung der jungen Frau bekannt.

Die Untersuchung habe neben Brian L. keine weiteren Personen identifiziert, die in den Tod der 22-Jährigen involviert gewesen seien, so FBI-Agent Michael Schneider gestern.

L. habe sich in einem Notizbuch, das nach seinem Suizid sichergestellt worden war, zu der Tat bekannt. Die Ermittlungen würden daher in Kürze eingestellt. „Alle logischen Schritte der Untersuchung sind in diesem Fall abgeschlossen worden“, erklärte Schneider.

Fall erregte große Aufmerksamkeit

Petito war im vergangenen Sommer nicht von einer gemeinsamen Reise durch die USA mit ihrem 23-jährigen Freund zurückgekommen. Der Fall fand sowohl in den USA als auch international Beachtung – nicht zuletzt weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken geteilt hatte.

Petitos Leiche war nach intensiver Suche im September im Bundesstaat Wyoming gefunden worden. Nach Angaben des Gerichtsmediziners wurde die junge Frau erwürgt. Ihr Freund war, kurz nachdem Petito als vermisst gemeldet worden war, mit seinem Auto weggefahren.

Ende Oktober wurden Teile des Leichnams des 23-Jährigen in einem Naturschutzgebiet im Bundesstaat Florida entdeckt. Laut Gerichtsmedizin starb L. infolge eines Schusses, den er sich selbst zugefügt hatte. Er hatte auch nach dem Fund von Petitos Leiche nicht explizit als Verdächtiger gegolten, die Polizei stufte ihn aber als für die Ermittlungen relevante Person ein.

Wegen der Missbrauchsvorwürfe gegen Prinz Andrew soll die britische Fahne nicht mehr an dessen Geburtstag über dem Rathaus von Belfast wehen. Der Rat der nordirischen Hauptstadt stimmte für die Maßnahme, wie die Zeitung „Belfast Telegraph“ gestern berichtete. Lediglich die loyalistische Democratic Unionist Party (DUP) votierte dagegen.

Rathaus von Belfast
APA/AFP/Peter Muhly

Es wäre „völlig unangemessen“, die Flagge an Andrews Geburtstag am 19. Februar zu hissen, sagte ein Sprecher der Partei Sinn Fein, die für die Wiedervereinigung mit dem EU-Mitglied Irland eintritt.

Zivilprozess rückt näher

Eine US-Amerikanerin wirft dem Sohn der Queen vor, sie vor gut 20 Jahren als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Sie sei vom mittlerweile gestorbenen Geschäftsmann Jeffrey Epstein und dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell unter Druck gesetzt worden.

Andrew weist die Vorwürfe strikt zurück. Dennoch rückt ein Zivilprozess in New York näher. Queen Elizabeth II. (95) entzog ihrem zweitältesten Sohn vor Kurzem alle militärischen Ehrentitel.

Kultur

Der Sänger und Schauspieler Meat Loaf – mit bürgerlichem Namen Michael Lee Aday – ist tot. Er starb im Alter von 74 Jahren im Kreise seiner Familie, angeblich durch eine CoV-Infektion. Dies wurde gestern bekannt. Weltbekannt wurde er in den 1970er Jahren mit dem Album „Bat Out of Hell“, danach prägten neben seinen großen Erfolgen auch dramatische Abstürze sein Leben.

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Die Studios Paramount Pictures und Skydance haben wegen der Pandemie eine Verschiebung des siebenten und achten Teils der „Mission: Impossible“-Filme mit Tom Cruise angekündigt.

Statt September 2022 und Juli 2023 würden nun Juli 2023 und Juni 2024 angepeilt, hieß es gestern. Der siebente Teil wurde bereits mehrfach verschoben, zuletzt war der Juli als Startdatum anvisiert worden. Kinobetreiber wie AMC und Cinemark Holdings haben unter der Pandemie wirtschaftlich stark gelitten.

Der US-Comedian Louie Anderson ist tot. Anderson sei gestern in Las Vegas im Alter von 68 Jahren an Krebs gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf seinen Sprecher.

Louie Anderson
AP/Invision/Richard Shotwell

Der 1953 im US-Bundesstaat Minnesota geborene Anderson hatte jahrzehntelang Rollen in Filmen wie „Der Prinz aus Zamunda“ und Fernsehserien gespielt und war mit Comedy-Programmen auf Tour. Unter anderem wurde er für seine Arbeit mit einem Emmy ausgezeichnet. Zuletzt trat er regelmäßig in der Gameshow „Funny You Should Ask“ auf. Er verfasste zudem vier Bücher.

Leute

Schauspielerin Priyanka Chopra (39) und ihr Mann, Sänger Nick Jonas (29), sind Eltern geworden. Mit Hilfe einer Leihmutter sei das Baby zur Welt gekommen, teilten sie gestern auf ihren jeweiligen Instagram-Seiten mit. Mehr Angaben, etwa zum Geschlecht des Kindes, machten sie nicht. Sie baten in der Mitteilung um Wahrung ihrer Privatsphäre „während dieser besonderen Zeit“.

Priyanka Chopra und Nick Jonas
AP/zz/KGC-03/STAR MAX/IPx

Die ehemalige „Miss World“ wurde als Bollywood-Darstellerin in ihrer Heimat Indien einem Millionenpublikum bekannt. Mittlerweile lebt die Schauspielerin und Produzentin in Los Angeles.

Den US-Sänger, der als Mitglied der Band Jonas Brothers Erfolg hatte, heiratete sie 2018. Das Promipaar hatte sich in einem Palast der nordindischen Stadt Jodhpur das Jawort gegeben.