Ukraine-Krieg

Der russische Präsident Wladimir Putin hat heute das Gesetze zur Eingliederung von vier ukrainischen Regionen in Russland unterzeichnet. Damit ist die völkerrechtswidrige Annexion für Moskau abgeschlossen.

Anfang der Woche hatten beide Kammern des russischen Parlaments Verträge ratifiziert, die die Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja zu einem Teil Russlands machen. Die Formalitäten folgten auf vom Kreml inszenierte „Referenden“ in den vier Regionen, die von der Ukraine und dem Westen als Betrug abgelehnt wurden.

Russland will nach einem kurzen Lieferstopp wieder Gas durch Österreich nach Italien pumpen. Es sei mit den italienischen Abnehmern eine Lösung des Problems gefunden worden, teilte der russische Staatskonzern Gasprom heute auf Telegram mit.

Der österreichische Betreiber erkläre sich bereit, Nominierungen für den Transport zu akzeptieren, was die Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen ermögliche.

Der teilstaatliche italienische Konzern und größte Gasimporteur ENI bestätigte die Wiederaufnahme der Gaslieferungen. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, es wolle Garantien an Österreich bezahlen, damit von dort wieder Gas nach Italien weitergeleitet werde.

Probleme bei Bezahlungsdetails

Gasprom hatte am Wochenende die Gaslieferungen nach Italien eingestellt. Der russische Energieriese gab an, dem österreichischen Transporteur wegen neuer Vorschriften 20 Millionen Euro an Sicherheitsgarantien nicht mehr überweisen zu können.

ENI prüfe deshalb, das Geld anstelle von Gasprom aufbringen zu können, damit der Transit in Österreich wieder aufgenommen werde. Italien erhält russisches Gas über eine Pipeline, die durch Österreich führt. Der italienische Konzern sah „absolut keine geopolitischen Gründe“ als Ursache des Lieferstopps. Vielmehr seien Probleme bei Bezahlungsdetails in Rubel oder Euro aufgetreten.

Der von Russland vorübergehend festgenommene Chef des besetzten ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja wird nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) diese Stelle nicht mehr antreten. Ihor Muraschow sei nun mit seiner Familie in ukrainisch kontrolliertem Gebiet vereint, hieß es in einer Erklärung. Es sei nicht klar, wer den Chefposten nun übernehmen werde.

IAEA-Chef reist nach Kiew und Moskau

Der Chef der IAEA, Rafael Grossi, hat indes angegeben, noch in dieser Woche nach Kiew und Moskau reisen zu wollen. Grossi werde seine Beratungen über die Einrichtung einer Sicherheitszone rund um das unter russischer Kontrolle stehende ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja fortsetzen, erklärte die IAEA gestern in Wien. Ziel sei die Schaffung einer solchen Zone „so bald wie möglich“.

Bei einem Besuch in Armenien sagte Grossi auf Nachfrage eines AFP-Reporters, durch die Abwesenheit des vorübergehend festgenommenen AKW-Chefs Muraschow sei „keinerlei“ Sicherheitsrisiko entstanden. Das Wichtigste sei, dass Muraschow nun wieder bei seiner Familie sei, sagte Grossi in Eriwan.

Inland

Rechtzeitig zum Welttag der Lehrer hat ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek heute eine weitere Entlastung von Verwaltungstätigkeiten in Aussicht gestellt, auch in Zusammenhang mit der Pandemie.

Außerdem soll den Lehrerinnen und Lehrern ein effizienteres Arbeiten ermöglicht werden, indem die Kommunikation von Bildungsministerium und -direktionen mit den Schulen verbessert und Termine gebündelt werden, hieß es in einer Aussendung des Ressorts.

„Unsere Lehrerinnen und Lehrer leisten tagtäglich ihr Bestes an Österreichs Schulen. Dabei dürfen ihnen nicht durch zusätzliche Aufgaben Steine in den Weg gelegt werden“, so Polaschek.

Durch ein Freispielen von administrativen Tätigkeiten sollen sich die Lehrer voll und ganz auf ihre Kernaufgabe – die Wissensvermittlung – konzentrieren können, so Polaschek.

Schulen müssen kein Contact-Tracing mehr durchführen

Konkret soll es mit diesem Schuljahr administrative Vereinfachungen im Fall von PCR-Tests geben – wobei aktuell ohnehin keine regelmäßigen Tests durchgeführt werden.

Außerdem müssen Schulen nicht mehr an die Gesundheitsbehörden melden, welche Schülerinnen und Schüler positiv sind, und dementsprechend auch kein Contact-Tracing durchführen.

Durch bessere Abstimmung von Bildungsdirektion und -ministerium sollen künftig weniger schulische Dienstbesprechungen nötig sein, diese sollen auch effizienter gestaltet werden. Rundschreiben und Erlässe sollen seltener, übersichtlicher, einfacher gestaltet und vor allem Informationserlässe in Form von „Infomailings“ zusammengefasst werden.

Nach Kritik aus der Opposition und von Pensionistenvertretern verteidigte Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) gestern das neu geschnürte Pensionspaket in der ZIB2. „Außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, so Rauch. Die Teuerung belaste die Menschen enorm, die Energiepreise würden auch über den Winter steigen.

„Vor diesem Hintergrund war es mir wichtig, den Pensionisten rasch eine Entscheidung zu liefern, die Rücksicht nimmt auf die tatsächliche Inflation. Das ist gelebte Sozialpolitik“, so Rauch. Es sei ihm zudem wichtig gewesen, die Balance zu halten „zwischen Pensionserhöhungen und dem Budgethaushalt“. Er habe das Gespräch mit der Interessensvertretung gesucht, es gebe ein gutes Einvernehmen.

Pflegeskandal Salzburg: „Das darf nicht passieren“

Angesprochen auf den Pflegeskandal in Salzburg betonte er, dass so etwas nicht passieren dürfe – er habe die Leitung von SeneCura zu sich ins Ministerium eingeladen. Es müsse in Österreich so sein, „dass Menschen, die pflegebedürftig sind, eine qualitätsvolle Pflege bekommen“. Der „gute Standard“ in der Pflege solle gesichert werden.

„Pandemie noch nicht beendet“

Eine Verschärfung der aktuellen CoV-Maßnahmen schloss Rauch angesichts steigender Zahlen nicht aus. „Ich habe immer gesagt, Corona ist nicht beendet, und man kann nicht das Ende der Pandemie verkünden, weil es nicht da ist“, so Rauch. Man habe im Frühsommer die Maskenpflicht teilweise abgeschafft, könne sie aber jederzeit „schrittweise“ wieder einführen.

Ausschlaggebend sei die Situation in den Spitälern. Es müsse eine „Angemessenheit der Maßnahmen“ gegeben sein, diese bemesse sich am Belastungszustand des Gesundheitssystems. Er sei im Austausch mit den Krankenhäusern – sollte er den Eindruck haben, dass die Situation eskaliere, müsse man die Maskenpflicht wieder einführen.

Heute stellt sich Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) den Fragen der Abgeordneten im ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss. Dabei dürfte es unter anderem um die „SoKo Tape“, diverse Postenbesetzungen sowie die bisher vergeblichen Ladungen des ehemaligen Generalsekretärs im Finanzministerium, Thomas Schmid, gehen.

Dieser ist bisher sämtlichen Ladungen nicht nachgekommen, die Opposition verlangte daher, dass die Polizei ihn vorführt. Karner sah dafür zunächst keine gesetzliche Grundlage, da Schmid mittlerweile im Ausland wohnt. Zuletzt sagte er das doch zu – dazu müsste Schmid aber kurz vor einem Ausschusstag auch nach Österreich kommen.

Anschließend werden der Ex-Generalsekretär im Landwirtschaftsministerium und damalige Kabinettschef von Ex-Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Gernot Maier, sowie der Leiter der Finanzabteilung der ÖVP-Bundespartei befragt. Letzterer soll erläutern, ob bzw. inwiefern Organe des Bundes Leistungen bezahlt haben, die wirtschaftlich der ÖVP zugutegekommen sind.

Befragt werden soll er auch über Spendenmeldungen und die Erstellung der Rechenschaftsberichte der ÖVP – wobei zumindest zu den letzten beiden Punkten Einwände der ÖVP zu erwarten sind. Die Gebarung der Partei per se gehört nämlich nicht zum Untersuchungsgegenstand, wie zuletzt bei der Befragung von Ex-Generalsekretär Axel Melchior diskutiert wurde.

Die Koalitionsgespräche zwischen ÖVP und SPÖ in Tirol laufen. Bis 25. Oktober soll die neue Regierung stehen. Aufhorchen ließen die beiden Parteichefs Anton Mattle (ÖVP) und Georg Dornauer (SPÖ), als sie von einem neuen Stil sprachen, in dem die Opposition nicht mehr unberücksichtigt bleiben soll.

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Im Missbrauchsfall um einen Ex-Sportlehrer eines Wiener Gymnasiums kritisiert Opferanwältin Herta Bauer die Kinder- und Jugendanwaltschaft (KJA) und die Bildungsdirektion Wien. Deren Untätigkeit habe Missbrauch über längere Zeit ermöglicht. Sie forderte den Rücktritt von Bildungsdirektor Heinrich Himmer (SPÖ).

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Wahlberechtigte, die ihre Stimme für die Bundespräsidentenwahl am Sonntag nicht im Wahllokal an ihrem Hauptwohnsitz abgeben können, haben heute (bis 24 Uhr) die letzte Chance, schriftlich eine Wahlkarte zu beantragen. In diesem Fall bekommt man sie per Post zugestellt. Noch bis zum Freitag (12.00 Uhr) ist es möglich, Wahlkarten persönlich bzw. von einem bevollmächtigten Boten am Gemeindeamt abzuholen.

Der schriftliche Antrag kann bis Mittwoch Mitternacht bei jener Gemeinde gestellt werden, von der man ins Wählerverzeichnis eingetragen wurde. Möglich ist das mit Hilfe eines formlosen schriftlichen Antrags, per E-Mail, Fax oder – je nach Verfügbarkeit der Gemeinde – auch online.

Wahlkarten stehen jenen Wahlberechtigten zu, die am Sonntag nicht in das Wahllokal an ihrem Hauptwohnsitz kommen können (z. B. wegen einer Reise, aber auch aus gesundheitlichen Gründen oder wegen des Alters). Die Wahlkarten können ab Erhalt bis Sonntag zur aufgedruckten Bezirkswahlbehörde gebracht werden – überbringen kann der Wahlberechtigte die Karte selbst, oder er schickt einen Boten.

Es wird ein Bundespräsident gewählt, und keiner sieht es – zumindest nicht auf der Straße: Es gibt kaum Plakate für die Hofburg-Wahl, dafür aber viel Onlinewerbung. Laut steirischen Werbeexperten ist das aber kein Trend, sondern der speziellen Situation geschuldet.

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Heute beginnt am Wiener Landesgericht ein Prozess gegen einen Kontaktmann des Attentäters von Wien, der am 2. November 2020 in der Innenstadt vier Passanten getötet und 23 Menschen zum Teil schwer verletzt hatte, ehe er von der Polizei erschossen wurde. Der 23-jährige Kontaktmann, dem die Staatsanwaltschaft die Verbrechen der terroristischen Vereinigung und der kriminellen Organisation vorwirft, war drei Wochen nach dem Attentat festgenommen worden.

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Ausland

Ex-US-Präsident Donald Trump hat sich im Streit über die Auswertung beschlagnahmter Geheimunterlagen an das oberste Gericht gewandt. Trumps Anwälte beantragten gestern beim Supreme Court, die Entscheidung einer Vorinstanz aufzuheben. Trump und sein Team wollen damit verhindern, dass das US-Justizministerium bei ihm beschlagnahmte Dokumente auswerten kann, die als geheim gekennzeichnet sind.

Die US-Regierung versuche, einen Streit über die Verwaltung von Dokumenten zu kriminalisieren, schrieben die Anwälte in ihrem Antrag. Ende September hatte das US-Justizministerium vor Gericht einen wichtigen Erfolg erzielt. Das Bundesgericht entschied, dass die Ermittler einen Teil der beschlagnahmten Dokumente für ihre Arbeit weiterhin verwenden dürfen.

Es hob damit die Entscheidung eines Gerichts im US-Bundesstaat Florida auf. Das hatte den Ermittlern zunächst die Verwendung der als geheim gekennzeichneten Dokumenten untersagt, solange sich der in dem Fall eingesetzte neutrale Prüfer, Raymond Dearie, mit den Unterlagen beschäftigt.

Das österreichische Außenministerium hat angesichts der jüngsten Eskalation der Unruhen im Iran eine Reisewarnung für das ganze Land herausgegeben. „Aufgrund der anhaltenden Proteste und deren gewaltsamer Niederschlagung durch die iranischen Behörden hat Österreich vorübergehend eine Reisewarnung für den Iran ausgesprochen. Das Außenministerium empfiehlt Österreichern im Iran dringend, das Land zu verlassen“, hieß es gestern in einer Aussendung gegenüber der APA.

Die österreichische Botschaft in Teheran unterstütze im Notfall, hieß es. Da es zu häufigen Einschränkungen der Kommunikationsdienste kommen könnte, können sich in Not geratene Österreicher im Iran jederzeit an den Bereitschaftsdienst im Außenministerium wenden.

Iran bestellt britischen Botschafter ein

In Zusammenhang mit den Protesten bestellte der Iran erneut den britischen Botschafter in Teheran ein. Der britischen Regierung würden illegitime Einmischung und die Verbreitung von falschen und anstachelnden Informationen über die Proteste vorgeworfen, hieß es aus dem iranischen Außenministerium.

Wegen der kritischen Berichterstattungen von in London ansässigen persischsprachigen Nachrichtensendern war der britische Botschafter schon vergangene Woche einbestellt worden. Auch der Botschafter Norwegens sowie der Geschäftsträger der französischen Botschaft in Teheran wurden wegen Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes ins Außenministeriums bestellt.

Tod von Mahsa Amini als Auslöser für Unruhen

Auslöser der Unruhen ist der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini vor gut zwei Wochen. Die Sittenpolizei hatte sie wegen ihres angeblich „unislamischen Outfits“ festgenommen. Was mit Amini danach geschah, ist unklar. Die Frau fiel ins Koma und starb am 16. September in einem Krankenhaus.

Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben – die Polizei weist das zurück. Seit dem Tod der jungen Frau demonstrieren landesweit Tausende Menschen gegen den repressiven Kurs von Regierung und Sicherheitskräften sowie gegen das islamische System.

Einen Tag nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest haben die USA und Südkorea in der Region selbst Geschoße abgefeuert. Das südkoreanische Militär teilte heute mit, als Reaktion auf die Provokation Nordkoreas hätten die USA und Südkorea vier Boden-Boden-Raketen in Richtung des Japanischen Meeres (koreanisch: Ostmeer) geschossen.

Beide Seiten hätten jeweils zwei Raketen abgefeuert, die ihre Ziele präzise getroffen hätten. Damit sei die Fähigkeit der Verbündeten demonstriert worden, vor weiteren Provokationen abschrecken zu können.

Gestern hatte Pjöngjang eine ballistische Mittelstreckenrakete in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Mit einer Flugdistanz von rund 4.500 Kilometern hat nie zuvor eine nordkoreanische Rakete eine längere Reichweite zurückgelegt. Es war das erste Mal seit knapp fünf Jahren, dass eine nordkoreanische Rakete über die japanische Inselgruppe geflogen war.

Der als Abtreibungsgegner auftretende republikanische US-Senatskandidat Herschel Walker ist durch einen Bericht unter Druck geraten, wonach er einst einer Freundin einen Schwangerschaftsabbruch bezahlt hat. Der frühere American-Football-Star – ein Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump – wies den Bericht der Website „The Daily Beast“ als Lüge zurück und kündigte eine Klage an.

Trump erklärte gestern, Walker sei ein Opfer von „Verleumdung“ durch die „Fake-News-Medien“ und die Demokraten von Präsident Joe Biden. Walker tritt bei den Kongresswahlen im kommenden November an und bewirbt sich im Südstaat Georgia um einen Sitz im US-Senat.

Das Rennen gegen den derzeitigen Senatoren Raphael Warnock von der Demokratischen Partei gilt als eines der landesweit engsten Senatsrennen – und könnte darüber entscheiden, ob die Demokraten ihre derzeitige hauchdünne Mehrheit in der Kongresskammer verteidigen oder sie an die Republikaner verlieren.

Wirtschaft

Markus Mitteregger, Chef des größten österreichischen Energiespeicherunternehmens RAG, erwartet bis Ende des Monats einen Füllstand der heimischen Gasspeicher von 85 Prozent.

In einer „groben“ Schätzung rechne er damit, dass die Hälfte Österreich gehört, sagte er den „Oberösterreichischen Nachrichten“. Das umfasse die 20 Terawattstunden staatliche Reserve und etwa 25 Terawattstunden von Versorgern und Unternehmen. Der Jahresverbrauch in Österreich betrage aber rund 90 Terawattstunden.

Diese Menge hänge aber auch von der Energieeffizienz und vom Verlauf des Winters ab. „Also, ob das reichen wird, ist nicht klar, weil wir nicht wissen, ob wir neben dem eingespeicherten Gas laufend neues Gas bekommen wie in normalen Jahren. Denn das war russisches Gas, und das fließt jetzt nur zu einem Drittel“, gab der Energieexperte zu bedenken.

„Ja, es wird eng, aber es ist machbar“

„Ja, es wird eng, aber es ist machbar“, so Mitteregger. Der Strom sei dabei „ein Riesenthema“. Ab November sei es zumeist so, dass Österreich ein Drittel des Stroms aus der Eigenproduktion vor allem mit Wasserkraft gewinne, ein Drittel aus Gas erzeuge und ein Drittel importiere.

Im kommenden Winter könne es aber passieren, dass Österreich bis zu zwei Drittel des Stroms aus Gas erzeugen müsse, weil der Stromimport nicht gesichert sei. „Ob diese Gasmengen gespeichert sind, da habe ich meine Zweifel“, so Mitteregger.

Zum Gaspreis hielt er fest, dass dieser in Europa so hoch sei, weil es sehr wenig Angebot gibt. „In den USA, wo wirklich Gas produziert wird, ist es weitaus günstiger.“ Wie sich der Preis weiterentwickelt, sei schwer vorauszusagen.

Die Förderung „Raus aus Öl und Gas“ wird ausgebaut. Im mehrgeschoßigen Wohnbau mit dezentralen Heizkesseln können neben Gebäudeeigentümern auch Eigentümer und Mieter einzelner Wohnungen um eine Förderung ansuchen. Sie müssen aber auch die Kosten der Heizungsumstellung tragen, und die „wohnzivilrechtlichen Regelungen“ seien einzuhalten.

Um den Umbau von dezentralen Gasthermen auf zentrale Heizungsanlagen im mehrgeschoßigen Wohnbau attraktiver zu gestalten, wird die Förderpauschale von 2.300 Euro auf 3.000 Euro pro angeschlossene Wohnung angehoben. Als „Raus aus Gas“-Zuschlag können hier zusätzlich 600 Euro je Wohneinheit vergeben werden, so das Klimaministerium in einer Aussendung.

Fördervolumen von 565 Mio. Euro

Um den Umstieg von gasbetriebenen zentralen Heizungssystemen auf Fernwärme, Wärmepumpe oder Holzheizungen zu fördern, wird ein neuer „Raus aus Gas“-Zuschlag vergeben. Dieser beträgt mindestens 2.000 Euro je nach Größe der Anlage.

„Der Umstieg auf eine saubere Heizung ist damit einfach und attraktiv wie nie zuvor“, sagte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne). Sie rechnete vor: Bisher wurden im Rahmen der Sanierungsoffensive (2021/2022) über 80.000 Registrierungen und Anträge gestellt. Insgesamt sind dafür 565 Mio. Euro reserviert. Für die Zusatzförderung „Sauber heizen für alle“ wurden über 3.000 Registrierungen und Anträge eingemeldet.

Das Ölkartell OPEC+ will heute seine Förderstrategie für den November festlegen. Im Raum steht eine Drosselung der Produktion, um den zuletzt gesunkenen Ölpreis zu stabilisieren.

Aufgrund der Sorge vor einer weltweiten Rezession haben die Preise seit Juni um bis zu 30 Prozent nachgegeben. Nach Ansicht von Analysten ist daher ein deutliches Marktsignal zu erwarten.

Nach den Ölpreisrückgängen wollen die OPEC und ihre Partner Insidern zufolge die Fördermengen trotz Widerstandes der USA und anderer Länder deutlich kürzen. Insidern zufolge könnte eine Reduzierung der Förderquoten um mehr als zwei Millionen Barrel pro Tag (bpd) beschlossen werden, berichtete Reuters. Zuvor hatten Insider gesagt, die Kürzungen würden sich auf eine Million bpd belaufen.

Allerdings würde eine Kürzung faktisch viel geringer ausfallen, als der Beschluss vermuten ließe. Denn eine Reihe von Ölförderstaaten wie zum Beispiel Angola, Nigeria und Russland produzierten bereits deutlich weniger, als es ihre bisherigen Vereinbarungen erlauben würden, sagte Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. „Insofern wird die tatsächliche Kürzung geringer sein, als auf dem Papier steht.“

Der Platzhirsch unter den Schweizer Großbanken, die Credit Suisse, ist schwer unter Druck geraten. Die krisengeplagte Bank muss sich restrukturieren, doch die Investoren haben offenbar kein Vertrauen in ihre Finanzkraft. Am Montag kam es zum Kurseinbruch samt hektischer Beruhigungsversuche. Viel Spielraum hat die Bank derzeit nicht.

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Salzburgs Gewerbe- und Handwerksbetriebe blicken mit großer Sorge in die Zukunft. Das heurige Geschäftsjahr hat zwar gut begonnen, stark gestiegene Kosten für Energie und Material werde man an die Kundschaft aber weitergeben müssen, sagt der Spartenobmann der Wirtschaftskammer, Josef Mikl.

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Coronavirus

Laut einer großangelegten Netzwerkstudie der nationalen US-Zentren für Krankheitskontrolle (CDC) lässt der Schutz durch die CoV-Impfung immer wieder nach. Das macht wohl weitere Immunisierungen notwendig.

Die Schutzwirkung einer Covid-19-Impfung verringere sich auch nach einer Boosterung relativ rasch. Die Studie ist im „British Medical Journal“ erschienen, das „Deutsche Ärzteblatt“ zitierte daraus.

Die Erkenntnisse stammen aus einem Netzwerk der CDC mit 261 Kliniken und 272 Notfallambulanzen in den USA (VISION). Aus dem Anteil der Geimpften an den positiv oder negativ auf SARS-CoV-2 getesteten Patienten und Patientinnen schlossen die Autoren auf die Wirksamkeit der Impfung.

Schutz gegen Spitalsaufnahmen

Die schwache Schutzwirkung nach zwei Impfungen lässt mit der Zeit weiter nach: „Nach sechs bis acht Monaten betrug die Schutzwirkung vor einer Hospitalisierung nur noch 48 Prozent und nach mehr als 14 Monaten gerade einmal 19 Prozent“, stellte das Deutsche Ärzteblatt fest.

Die dritte Impfung erhöhte in den USA den Schutzeffekt vor einer Spitalsaufnahme wegen Covid-19 in den ersten beiden Monaten auf 89 Prozent. Nach vier bis sechs Monaten lag die Wirkung nur noch bei 66 Prozent, nach mehr als acht Monaten bei 31 Prozent.

Der „vierte Stich“ ließ bei Menschen im Alter zwischen 45 und 64 Jahren die Schutzrate gegen Spitalsaufnahmen zunächst auf 72 Prozent steigen. Bei den über 65-Jährigen erhöhte sie sich in den ersten zwei Monaten auf bis zu 72 Prozent. Nach zwei bis vier Monaten waren es 70 Prozent. Dann fiel die Wirkung wieder, allerdings von einem hohen Niveau aus.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 952,6 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Laut AGES wurden 13.853 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. 20.767 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 1.863 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 90 auf Intensivstationen. Eine Unterscheidung in Haupt- und Nebendiagnose ist mit dieser Datenquelle bundesweit nicht möglich.

Im Berichtsschema der AGES werden die Daten nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Umwelt & Klima

Dass die Erdäpfelernte heuer unterdurchschnittlich ausfällt, ist unter anderem auf einen Drahtwurmbefall zurückzuführen. Niederösterreichs Landwirtschaftskammer-Vizepräsident Lorenz Mayr kritisiert deshalb EU-Pläne zur Reduktion von Pflanzenschutzmitteln.

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Sport

Mit einem 6:1-Triumph bei Ajax in Amsterdam hat der SSC Napoli gestern am dritten Spieltag der UEFA Champions League seine Spitzenposition in Gruppe A gefestigt. Den guten Abend für die italienischen Clubs komplettierte Inter Mailand mit einem 1:0-Heimsieg über den FC Barcelona. Während Eintracht Frankfurt bei Tottenham 0:0 spielte, hatte Liverpool ein zuletzt seltenes Erfolgserlebnis. Kurios verlief die Partie Olympique Marseille gegen Sporting Lissabon.

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Der FC Bayern hat gestern mit einem Kantersieg einen neuen Rekord in der UEFA Champions League aufgestellt. Nach dem 5:0-Heimerfolg über Viktoria Pilsen ist der deutsche Rekordmeister in der Königsklasse seit 31 Gruppenspielen ungeschlagen und ließ damit in dieser Rangliste Real Madrid hinter sich. Leroy Sane (7. und 50. Minute), Serge Gnabry (13.), Sadio Mane (21.) und Eric Maxim Choupo-Moting (59.) schossen den Sieg heraus.

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Saudi-Arabien soll 2029 die Asienwinterspiele ausrichten. Die Wüsten und Berge würden „zum Spielplatz des Wintersports“, meldete gestern das asiatische Olympiakomitee (OCA). Wie die Dachorganisation bekanntgab, wurde die Stadt Neom auf der 41. Generalversammlung in Phnom Penh in Kambodscha einstimmig als Austragungsort gewählt. Die Stadt muss allerdings erst noch fertiggestellt werden.

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Science

Heute werden die diesjährigen Gewinner des Nobelpreises für Chemie von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekanntgegeben. Die Auszeichnung ist wie im Vorjahr mit zehn Millionen schwedischen Kronen (knapp 920.000 Euro) dotiert.

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Wenn Gelsenlarven ihre Beute jagen, geht alles ratzfatz: Ein Forschungsteam hat in einem Video erstmals festgehalten, wie der Kopf der Larve – ähnlich einer Harpune – aus dem Körper schießt, um Wasserinsekten und auch andere Gelsenlarven zu fangen.

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Chronik

Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es in der Nacht auf heute in der Gemeinde St. Jakob im Rosental (Kärnten) gekommen. Ein 33-Jähriger übersah den Kreuzungsbereich der Abfahrt der Karawankenautobahn (A11) und der Rosentalstraße (B85) und prallte trotz Vollbremsung in die gegenüberliegende Böschung. Der Mann wurde schwer verletzt.

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Ein 52-Jähriger kam am Montagabend mit seinem Pkw bei Weyer (Oberösterreich) von der Fahrbahn ab und stürzte vier Meter tief in den Laussabach. Ein Alkotest ergab 1,68 Promille, so die Polizei.

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Der in einem Untersuchungsbericht angeprangerte Missbrauch von Fußballerinnen in der US-Profiliga NWSL und der fehlerhafte Umgang damit haben zu ersten personellen Konsequenzen geführt.

Die Portland Thorns gaben gestern bekannt, dass sich Besitzer Merritt Paulson und die Manager Gavin Wilkinson und Mike Golub mit sofortiger Wirkung aus allen Entscheidungen in Bezug auf die Mannschaft heraushalten würden, bis die Untersuchung der Liga abgeschlossen sei.

Zuvor hatte Nationalspielerin Becky Sauerbrunn vor dem Länderspiel der USA gegen England im Wembley-Stadion gefordert, dass niemand seinen Posten behalten dürfe, der daran beteiligt gewesen sei, dass Trainer trotz bekannter Vorwürfe weiter in der Liga hätten arbeiten dürfen.

Spielerinnen „sehr, sehr wütend“

„Ich bin der Meinung, dass alle Besitzer und Geschäftsführer und Funktionäre des US-Verbandes, die die Spielerinnen wiederholt im Stich gelassen haben und dabei versagt haben, uns zu schützen, die sich hinter Paragrafen versteckt und bei dieser Untersuchung nicht voll kooperiert haben, verschwinden müssen“, sagte die Kapitänin in London.

„Den Spielerinnen geht es nicht gut“, sagte sie. „Wir sind entsetzt, untröstlich, frustriert und erschöpft und sehr, sehr wütend.“

Die ehemalige US-Generalstaatsanwältin Sally Q. Yates hatte in ihrem am Montag veröffentlichten Untersuchungsbericht geschrieben, Missbrauch in der Frauen-Profiliga sei „tief verwurzelt“ – beginnend in den Jugendligen.

Die Untersuchung war eingeleitet worden, nachdem die beiden ehemaligen Spielerinnen Sinead Farrelly und Mana Shim Vorwürfe gegen den Trainer von Carolina Courage, Paul Riley, wegen Belästigung und sexueller Nötigung erhoben hatten. Riley hatte zuvor bei den Portland Thorns gearbeitet, die Zusammenarbeit dort wurde nach nur einem Jahr ohne Angaben von Gründen beendet.

Der umstrittene Schachgroßmeister Hans Niemann, dem Weltmeister Magnus Carlsen zuletzt offen illegale Methoden unterstellt hat, soll in mehr als 100 Onlinepartien betrogen haben.

Das geht aus einem Untersuchungsbericht des Portals Chess.com hervor, über das das „Wall Street Journal“ („WSJ“) gestern berichtete. Der 19 Jahre alte US-Amerikaner soll um ein Vielfaches häufiger betrogen haben als bei den zwei Gelegenheiten als Zwölf- und 16-Jähriger, die er zuletzt selbst eingeräumt hatte.

Nach Angaben des „WSJ“ hat Niemann die Anschuldigungen in dem Bericht zugegeben und wurde für einige Zeit von der sowohl bei Amateuren als auch Schachgroßmeistern beliebten Seite ausgeschlossen. Den Angaben zufolge hat Niemann zuletzt 2020 betrogen – und das auch bei Turnieren, in denen es um Preisgelder ging.

Carlsen wirft seinem US-Kontrahenten Betrug vor: „Ich glaube, dass Niemann – auch in letzter Zeit – mehr betrogen hat, als er öffentlich zugegeben hat.“ Anfang September war es zum ersten Vorfall zwischen beiden gekommen. Beim Sinquefield Cup in St. Louis verlor der Superstar überraschend gegen Niemann und zog sich erstmals in seiner Karriere von einem Turnier zurück.

Schachweltverband kündigte Untersuchungskommission an

Gründe nannte der 31 Jahre alte Norweger damals nicht. Die Schachszene deutete Carlsens Ausstieg als Betrugsvorwurf gegen Niemann. Der US-Amerikaner gab während des Sinquefield Cups in einem Interview zu, zweimal als Teenager im Alter von zwölf und 16 Jahren bei Onlinepartien betrogen zu haben, nie jedoch in Präsenz am Schachbrett.

Der Bericht von Chess.com trifft laut „WSJ“ keine Aussage dazu, ob Niemann bei direkten Duellen ebenfalls betrogen hat. Allerdings gebe es den Hinweis, dass Niemanns stärkste Vorstellungen weitere Untersuchungen auf Grundlage der Daten verdienten. Der Schachweltverband hatte in der vergangenen Woche bekanntgegeben, dass er eine Untersuchungskommission einsetzen wird.

In den laufenden Rechtsstreitigkeiten hat Angelina Jolie (47) neue Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Brad Pitt (58) erhoben. Pitt soll bei einem angeblichen Vorfall im Jahr 2016 handgreiflich geworden sein, berichteten mehrere US-Medien gestern (Ortszeit) unter Berufung auf Gerichtsdokumente.

Laut der „New York Times“ hat die „Maleficent“-Schauspielerin eine Widerklage gegen Pitt vor Gericht in Los Angeles eingereicht.

Sie reagierte damit auf eine Klage, die Pitt im Februar gegen Jolie angestrengt hatte. Darin geht es um ein ehemals gemeinsames Weingut in Südfrankreich. Pitt wirft Jolie vor, sie habe ihren Anteil an der Immobilie ohne seine Einwilligung an Dritte verkauft.

Angelina Jolie
Reuters/Mario Anzuoni

Jolie hält Pitt vor, er habe im Zuge der Verhandlungen von ihr verlangt, eine Stillschweigevereinbarung zu unterschreiben, wie die „New York Times“ berichtete. Damit hätte sich die Schauspielerin dazu verpflichten sollen, nicht öffentlich über Missbrauch seitens Pitts gegenüber ihr und ihren gemeinsamen Kindern zu sprechen.

Vorfall in Flugzeug untersucht

Laut Gerichtsunterlagen beschreibt Jolie nun angebliche Handgreiflichkeiten von Pitt im September 2016 auf einem Flug von Frankreich nach Kalifornien, auf dem auch ihre sechs gemeinsamen Kinder dabei waren.

Kurz danach hatte Jolie die Scheidung von Pitt eingereicht, die 2019 amtlich wurde. Sie forderte damals das alleinige Sorgerecht für die Kinder, die mittlerweile zwischen 14 und 21 Jahren alt sind. Vor Gericht geht die Auseinandersetzung um Sorgerecht und Finanzen seitdem weiter.

Ermittler hatten im Herbst 2016 einen Vorfall an Bord eines Flugzeugs untersucht, ohne Details darüber zu veröffentlichen. Im November des Jahres teilte die Bundespolizei FBI mit, dass die Ermittlungen gegen Pitt einstellt worden seien. Anklage wurde nicht erhoben.

Gesundheit

Die Nachfrage nach Musiktherapie ist in der Pandemie gestiegen. Für viele Kinder kann sie ein Weg sein, um in den Alltag zurückzufinden. Therapeutinnen und Therapeuten fordern jetzt eine Ausweitung der Kassenfinanzierung, etwa im niedergelassenen Bereich.

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Medien

Die Bundesregierung hat sich nach Gesprächen mit Branchenvertretern und Fachleuten auf ein Medienpaket geeinigt. Dieses sieht verschärfte Transparenzbestimmungen bei der Inseratenvergabe öffentlicher Stellen und eine neue Medienförderung vor.

Letztere soll Rahmenbedingungen unterstützten, die die Qualität des Journalismus steigern. Ein entsprechender Ministerratsvortrag wird heute im Ministerrat eingebracht.

Die Inseratenvergabe durch öffentliche Rechtsträger soll künftig lückenlos dargelegt und transparent sowie nachvollziehbar gestaltet werden. Mit dem neuen Gesetz sollen Inseratenschaltungen und Medienkooperationen künftig ab dem ersten Euro gemeldet und veröffentlicht werden.

Keine „Bagatellgrenze“ mehr

Bisher sind Inserate bis zur „Bagatellgrenze“ von 5.000 Euro wie auch Schaltungen in nicht periodischen Medien von der Meldepflicht ausgenommen. Schätzungen gehen von rund einem Drittel des gesamten Werbegeldes aus, das durch die „Bagatellgrenze“ und die Lücke bei nicht periodischen Medien einer Veröffentlichungspflicht entgeht.

Auch werden die Daten derzeit vierteljährlich in der Medientransparenzdatenbank äußerst undurchsichtig aufbereitet und müssen nach zwei Jahren gelöscht werden, was eine strukturierte Auswertung erschwert.

Offene Fragen bei Onlinemedien

Die Regierung plant zudem, das Medienfördersystem um einen Topf zu erweitern. Die neue Förderung soll etwa journalistische Rahmenbedingungen unterstützen, die die Qualität des Journalismus in Österreich steigern. Auch soll mehr Geld für Aus- und Weiterbildung im Journalismus fließen.

Zu Jahresbeginn wurden noch Überlegungen gewälzt, die gesetzlich klar geregelten Medienförderungen wie die Presseförderung, den Privatrundfunkfonds und auch die heuer erstmals auszuschüttende Digitalisierungsförderung in ein einheitliches Medienfördergesetz mit höherem Budget zu gießen und auch reine Onlinemedien zu beteiligen.

Dass Onlinemedien keinen Anspruch auf Fördergelder aus der neu geschaffenen Digitalisierungsförderung haben, sorgte in mehreren Stellungnahmen zum damals geschaffenen Gesetz für Unmut. Ob reine Onlinemedien nun Anspruch auf die neue geplante Medienförderung haben, könnten Medienministerin Susanne Raab (ÖVP) und die grüne Klubobfrau Sigrid Maurer heute im Rahmen einer angekündigten Pressekonferenz klären.

Kultur

Der Rat der Kärntner Slowenen und der Christliche Kulturverband widmen den Einspieler-Preis 2022 dem Schriftsteller Josef Winkler. Er bekommt ihn für sein Engagement um die Anerkennung der Kärntner slowenischen Literatur und die Bedeutung der slowenischen Sprache in Kärnten.

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Der US-Dramatiker und Pulitzer-Preisträger Charles Fuller ist tot. Er starb am Montag im Mount Sinai Hospital in Toronto, wie sein Sohn David dem Branchenmagazin „Hollywood Reporter“ sagte.

Fuller wurde 83 Jahre alt. Der in Philadelphia geborene Schriftsteller ist besonders für sein Drama „A Soldier’s Play“ bekannt, das mit dem Pulitzer-Preis für Theater sowie einem Tony Award ausgezeichnet wurde.

Der US-amerikanische Dramatiker Charles Fuller
APA/AFP/Getty Images/Jemal Countess

Fuller beleuchtet darin die Spannungen zwischen schwarzen Soldaten auf einem abgesonderten Armeestützpunkt. Wie die meisten seiner Werke thematisiert „A Soldier’s Play“ Rassismus in den USA. 1984 adaptierte Fuller den Stoff für den Film „A Soldier’s Story“, der für Oscars in den Kategorien „Bester Film“, „Bestes adaptiertes Drehbuch“ und „Bester Nebendarsteller“ nominiert wurde.

Schauspieler David Alan Grier, der sowohl in „A Soldier’S Story“ als auch in der Broadway-Produktion von „A Soldier’s Play“ spielte und einen Tony für seine Darstellung des ermordeten Sergeant Waters gewann, würdigte den verstorbenen Autor auf Twitter: „Es war meine größte Ehre, seine Worte sowohl auf der Bühne als auch auf der Leinwand zu verkörpern, sein Genie wird uns fehlen“, schrieb Grier.

Fuller leistete von 1959 bis 1962 seinen Militärdienst in der US-Armee, bevor er den Abschluss Doctor of Fine Arts (DFA) an der La Salle University in Philadelphia erwarb. 1967 war er Mitgründer des Afro-American Arts Theatre Philadelphia.

Mehr als 60 Jahre hat sie die US-Country-Musikszene geprägt, jetzt ist Loretta Lynn 90-jährig gestorben. Als bereits vierfache Mutter landete sie 1960 ihren ersten Hit „I’m a Honky Tonk Girl“, der zugleich zu ihrem Spitznamen wurde. Immer wieder thematisierte sie ihre Herkunft aus den ärmlichen Verhältnissen einer Bergarbeiterfamilie und zeichnete in ihren Songs das Bild einer trotzigen, starken Frau, das so gar nicht zum stereotypen Image der meisten Country-Sängerinnen passte.

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