Inland

Die ÖVP befeuert ein weiteres Mal die Diskussion über ein Zitierverbot für Medien aus Verfahrensakten. Gelten solle dieses vor öffentlichen Verhandlungen in Strafverfahren, schlug Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) heute in sozialen Netzwerken vor.

Sie berief sich dabei abermals auf das in Deutschland geltende Modell. „Grundrechte gelten für alle Menschen, auch für Beschuldigte in Strafverfahren“, argumentierte sie den neuerlichen Vorstoß.

„Es gibt selbstverständlich ein öffentliches Interesse, über Straftaten, Verdachtsmomente, Ermittlungen und Strafverfahren zu berichten – ganz besonders, wenn es um Politik oder das sensible Thema Korruption geht“, meinte Edtstadler.

Plädoyer für „notwendige Grenzziehung“

Ebenso habe „der mutige Investigativjournalismus“ eine zentrale Bedeutung im System der „Checks and Balances“. In vielen Fällen der jüngeren Vergangenheit sei aber praktisch alles, was sich im Strafakt befindet, auch an die Öffentlichkeit gelangt, kritisierte die Ministerin diese „deutliche Schieflage“.

Edtstadler geht es nun „um eine notwendige Grenzziehung“ zwischen den Rollen im Rechtsstaat: „Medien recherchieren und berichten, Polizei und Staatsanwaltschaften ermitteln und decken auf, und Gerichte wiegen ab und entscheiden.“ In dieser Rollenverteilung habe eine beschuldigte Person Grundrechte, die auch in Verfassungsrang stehen, wie das Recht auf ein faires Verfahren und damit die Unschuldsvermutung sowie den Schutz des Privatlebens.

NEOS-Konter

„Die ÖVP sollte sich weniger auf den medialen Umgang mit Chats und Strafakten konzentrieren, sondern mehr damit, die darin ersichtlichen Missstände zu beheben“, meinte der stellvertretende NEOS-Klubobmann Niki Scherak in einer Reaktion. „Medien unterliegen ohnehin sowohl rechtlich als auch in ihrer Selbstkontrolle strengen Regeln, was den Umgang mit strafrechtlichen Vorwürfen angeht. Und dienstliche Kommunikation und Postenkorruption sind nicht privat.“

Das Rennen um den SPÖ-Vorsitz nimmt Fahrt auf, in zehn Tagen startet die Mitgliederbefragung. Der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) – einer der Bewerber – war heute im Ö1-Mittagsjournal zu Gast. Er sprach sich dabei wegen des Facharbeitermangels für eine „gezielte Zuwanderung“ aus.

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Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) will die medizinische Behandlung besser organisiert sehen. In der jüngsten Vorstandssitzung wurde daher ein Beschluss gefasst, um Ströme von Patienten und Patientinnen besser zu lenken. „Dazu gehört aus unserer Sicht die Vorgabe von klar strukturierten Pfaden ebenso wie eine deutliche Stärkung des niedergelassenen Bereichs“, meinte Präsident Johannes Steinhart heute in einer Aussendung dazu.

Mit der Einführung der E-Card sei das Modell der Patientensteuerung weggefallen, das den Zugang zu Krankenhaus und Facharzt reglementiert hat. „Seither ist eine zunehmende Orientierungslosigkeit der Patientinnen und Patienten festzustellen“, so ÖÄK-Präsident Steinhart.

Steinhart sprach sich gegen eine Rückkehr der Ambulanzgebühr aus. Viele Rückmeldungen von Ärztinnen und Ärzten hätten nämlich gezeigt, dass die Ambulanzgebühr in der Praxis schwer umsetzbar ist. „Letztendlich entschieden sich viele dafür, diese gar nicht einzukassieren. Ich stehe einer Ambulanzgebühr daher auch deshalb sehr skeptisch gegenüber“, so Steinhart.

Die konkurrierenden Lager in der SPÖ erhalten nach und nach Zulauf von prominenten Unterstützern aus den Landesparteien. So machte sich Wiens Ex-Bürgermeister Michael Häupl im „Standard“ für die aktuelle Parteichefin Pamela Rendi-Wagner stark und kritisierte ein angebliches „Wien-Bashing“ in dieser Frage. Der Pressesprecher von Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser – er hat sich offiziell nicht deklariert – findet sich unterdessen unter den Unterstützern von Andreas Babler.

„Ich bin für die Pam, weil eine gewählte Parteivorsitzende ein Recht auf Loyalität hat. Und ich sehe keinen einzigen inhaltlichen Grund, warum ich ihr diese verweigern sollte“, begründete Häupl seine Unterstützung für Rendi-Wagner. Mit Babler teile er zwar einige programmatische Aussagen „überwiegend". Von Hans Peter Doskozil habe ich bisher nur wenig programmatische Aussagen gehört. Außer das, was er schon im Burgenland gemacht hat. Ich wüsste nicht, warum ich für ihn eintreten soll.“

„Auch das Wien-Bashing halte ich für rückschrittlich und kindisch“, meinte Häupl außerdem in Bezug auf den Kampf um den Vorsitz mit dem Burgenland und Niederösterreich. Rendi-Wagner selbst, die im Interview gemeinsam mit dem ehemaligen Bürgermeister auftrat, gelobte abermals, das Mitgliedervotum zu respektieren: „Wenn ich nicht das nötige Vertrauen der Mitglieder bekomme, ist das auch ein klares Zeichen. Dann braucht es einen ehrlichen Schlussstrich.“

Rares Bekenntnis aus Kärnten

Auch aus Kärnten kam am Wochenende ein rares Bekenntnis zu einem Kandidaten – und das von einer nicht ganz unwichtigen Persönlichkeit. Auf Bablers Website meinte Kaisers Sprecher, Andreas Schäfermeier: „Ich unterstütze Andi Babler, weil er der SPÖ das Rückgrat zurückgibt, das es braucht, damit meine Tochter in einem Land aufwachsen kann, in dem man einander hilft, respektiert & gleiche Chancen hat.“

Bablers Fanschar bereichert neuerdings auch ein weiterer Kulturschaffender: Alkbottle-Gründer Roman Gregory. „Ich unterstütze Andi Babler, weil er die Werte der Sozialdemokratie nicht nur versteht, sondern auch vertritt“, schrieb er.

Ausland

Der Iran verschärft seine Gesetze zur Einhaltung der Kopftuchpflicht weiter. Künftig sollen auch Menschen bestraft werden, die Frauen ermutigen, ihr Kopftuch abzulegen, zitierte die halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr heute den stellvertretenden Generalstaatsanwalt Ali Dschamadi. Berufung gegen entsprechende Urteile könne nicht eingelegt werden.

„Die Strafe für das Verbrechen, andere zu ermutigen, den Hidschab abzulegen, ist härter als die Strafe für das Verbrechen an sich, den Hidschab abzunehmen“, sagte er. „Es zeigt eindeutig die Förderung von Korruption.“ Was genau unter den Tatbestand zur Ermutigung fällt und wie hoch das bestraft werden soll, sagte er nicht.

Kameras zur Kontrolle

Zur Kontrolle der Kopftuchvorschrift hat die Polizei Medienberichten zufolge damit begonnen, an öffentlichen Plätzen Kameras zu installieren. Damit sollen Frauen ohne Kopftuch entdeckt und identifiziert werden. Die Maßnahme wurde vor einer Woche angekündigt.

Im Iran zeigen sich Frauen auch nach der gewaltsamen Niederschlagung der Protestkundgebungen immer wieder ohne das vorgeschriebene Kopftuch in der Öffentlichkeit als Zeichen ihres Widerstands gegen die Regierung. In sozialen Netzwerken gibt es immer mehr Videos von Frauen ohne Kopftuch, die sich gegen die Religionspolizei wehren.

Die deutsche Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) verlängert die Grenzkontrollen zu Österreich um weitere sechs Monate. Die „temporären Binnengrenzkontrollen“ an der deutsch-österreichischen Landgrenze würden mit Wirkung zum 12. Mai für die Dauer von sechs Monaten neu angeordnet, hieß es heute aus ihrem Büro.

Gründe seien die „Ordnung und Begrenzung von irregulärer Migration“ sowie die Unterbringungssituation für geflüchtete Menschen in den Kommunen, die sich weiter verschärft habe.

„Höchstwert der festgestellten irregulären Migration“

Dabei wurde auf den „Höchstwert der festgestellten irregulären Migration an den EU-Außengrenzen seit 2016“ im vergangenen Jahr verwiesen. Maßgeblich dafür seien gestiegene Ankünfte in Italien und der Anstieg der irregulären Migration aus der Türkei und über die Staaten der Balkan-Region. „Dies wirkt sich unmittelbar auf Mittel- und Westeuropa und insbesondere die Bundesrepublik Deutschland an ihrer Grenze zur Republik Österreich aus.“

Deutschland hatte die Kontrollen an der Grenze zu Österreich 2015 auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise eingeführt. Sie wurden seitdem regelmäßig verlängert. Die bisherigen Kontrollen gelten noch bis zum 11. Mai. Sie werden nun bis zum 11. November verlängert.

Erstmals seit dem Ende seiner Amtszeit hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump gestern freiwillig seine Finanzen offengelegt. Wie aus den rund 100 Seiten umfassenden veröffentlichten Unterlagen hervorgeht, gibt er darin die Einnahmen aus seiner digitalen Sammelkartenserie, dem Unternehmen hinter seiner Onlineplattform Truth Social sowie aus Auftritten als Redner an.

Der Schritt ist Voraussetzung für Trumps erneute Bewerbung als republikanischer Präsidentschaftskandidat für die Wahl 2024.

Dem Bericht zufolge belaufen sich Trumps Einnahmen allein aus seinen digitalen Sammelkarten auf zwischen 100.000 und einer Million Dollar (zwischen 90.000 und 900.600 Euro). Auf den Bildern mit einem Stückpreis von 99 Dollar (umgerechnet 93 Euro) ist der Republikaner in verschiedenen Posen zu sehen, darunter als Cowboy, Astronaut und Kampfpilot. Zudem verdiente er laut den Unterlagen mehr als fünf Millionen Dollar (rund 4,5 Mio. Euro) mit Auftritten als Redner.

Millionengewinne und wenig Steuern

Trump hatte sich jahrelang geweigert, seine Finanzen offenzulegen. Der Oberste Gerichtshof der USA hatte im November nach jahrelangem Rechtsstreit den Weg für die Herausgabe von Trumps Steuererklärungen freigemacht. Die Steuerbehörde IRS übergab in der Folge die Unterlagen für die Jahre 2015 bis 2020 an den Steuerpolitikausschuss im Repräsentantenhaus.

Die Unterlagen wurden schließlich nach jahrelangem Rechtsstreit veröffentlicht. Demzufolge hatte der Republikaner trotz der Angabe von Millionengewinnen oft nur wenig Steuern gezahlt.

Von den Steuererklärungen waren allgemein zwar keine sensationellen Enthüllungen erwartet worden. Die Demokraten von US-Präsident Joe Biden erhofften sich aber weitere Details zu Trumps Unternehmen – und insbesondere zu möglichen Interessenkonflikten durch Auslandsgeschäfte.

Wahlkampfauftritte bei NRA-Treffen

Trump und andere prominente Republikaner nutzten die Jahresversammlung der Schusswaffenlobby-Organisation National Rifle Association (NRA) zu Wahlkampfauftritten. Trump wetterte in seiner Rede gestern Abend (Ortszeit) in gewohnter Manier gegen die Regierung seines demokratischen Amtsnachfolgers Biden.

Der 76-Jährige bezeichnete seine politischen Gegner als Kommunisten, die die USA und ihn persönlich mit allen Mitteln zerstören wollten. Als Beispiel nannte er die diversen Rechtsstreitigkeiten, in die er verwickelt worden sei. Trumps ehemaliger Vize, Mike Pence, trat bei der Veranstaltung ebenfalls auf. Während Trump von der Menge gefeiert wurde, begrüßten einige Zuschauer Pence mit Buhrufen.

Nach der Billigung der Kernpunkte der umstrittenen Pensionsreform durch den französischen Verfassungsrat gestern Abend hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron heute Früh die Reform unterzeichnet. Der Verfassungsrat stimmte der Anhebung des Pensionsantrittsalters von 62 auf 64 Jahre zu. Andere Punkte des Reformprojekts wiesen sie zurück.

Festnahmen bei Protesten

Bei folgenden Protesten gestern Abend wurden allein in Paris über 100 Menschen festgenommen. In der Hauptstadt wurden Fahrräder, Elektroroller und Mülltonnen in Brand gesetzt, berichteten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Proteste mit Hunderten Teilnehmern und Teilnehmerinnen fanden auch in anderen Städten wie Marseille, Toulouse und Lyon statt.

Seit der Verabschiedung des Gesetzes durch einen legalen Verfassungskniff hatten sich die Proteste in den vergangenen Wochen zunehmend radikalisiert.

Macron hat bereits angekündigt, nach der Entscheidung des Verfassungsrats erneut den Kontakt zu den Gewerkschaften zu suchen. Die Gewerkschaften kündigten aber an, eine Einladung Macrons zu einem Treffen am Dienstag nicht anzunehmen. Begründet wurde das damit, dass der Präsident monatelang Beratungen aus dem Weg gegangen sei. Der Chef der größten französischen Gewerkschaft CFDT, Laurent Berger, schrieb: „Um aus der sozialen Krise zu kommen, verlangt es die Weisheit, das Gesetz nicht zu verkünden.“

Während eines Wahlkampfauftritts des japanischen Regierungschefs Fumio Kishida ist in der Nähe eine Rauchbombe explodiert. Kishida sei unverletzt in Sicherheit gebracht worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK aus der Präfektur Wakayama heute.

Dort wollte Kishida eine Rede zur Unterstützung eines Kandidaten seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) halten. Kurz vor dem geplanten Beginn der Rede explodierte die Rauchbombe mit lautem Knall. Ein Mann wurde daraufhin von Sicherheitskräften überwältigt.

Im Juli war Kishidas Vorgänger Shinzo Abe ebenfalls während einer Wahlkampfrede in der alten Kaiserstadt Nara auf offener Straße erschossen worden. Das Attentat auf den Ministerpräsidenten löste weltweit Fassungslosigkeit aus.

Ukraine-Krieg

Polen will künftig kein Getreide und andere Lebensmittel mehr aus der Ukraine einführen. Das habe die Regierung zum Schutz der polnischen Landwirtschaft beschlossen, kündigte der Vorsitzende der regierenden Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, heute auf dem Parteitag an.

In mitteleuropäischen Ländern gibt es große Vorräte ukrainischen Getreides, das preiswerter ist als das in der Europäischen Union produzierte. Aufgrund von logistischen Problemen wurde es nicht weitertransportiert. Das beeinträchtigt die Preise und die Verkaufsmöglichkeiten für heimische Landwirtinnen und Landwirte.

EU verlängerte zollfreie Einfuhr bis Juni 2024

Das hatte in Polen für Unmut gesorgt, Landwirte forderten die Einführung von Zöllen. Die Europäische Union verlängerte jedoch die zollfreie Einfuhr von ukrainischem Getreide bis Juni 2024. Das stellt die PiS vor ein Problem, zumal in diesem Jahr eine Parlamentswahl ansteht.

„Wir sind und bleiben unverändert Freunde und Verbündete der Ukraine“, erklärte Kaczynski. Polen werde die Ukraine auch weiterhin unterstützen. „Aber es ist die Pflicht eines jeden Staates, jeder Behörde, zumindest einer guten Behörde, die Interessen seiner Bürger zu schützen.“ Polen sei bereit, Gespräche mit der Ukraine aufzunehmen, um die Getreidefrage zu klären. Die ukrainische Seite sei bereits über die Entscheidungen der polnischen Regierung informiert worden.

Brasiliens Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat von den USA ein Ende der militärischen Unterstützung für die Ukraine gefordert. Die Vereinigten Staaten müssten „aufhören, den Krieg zu fördern, und anfangen, über Frieden zu reden“, sagte Lula heute bei seinem Besuch in Peking vor Journalisten und Journalistinnen. Auch die Europäische Union müsse „anfangen, über Frieden zu reden“.

Auf diese Weise werde die internationale Staatengemeinschaft in der Lage sein, den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj davon zu überzeugen, dass „Frieden im Interesse der ganzen Welt liegt“, sagte der brasilianische Staatschef vor seiner Weiterreise von China aus in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Lula war gestern zu einem Staatsbesuch in Peking eingetroffen, Brasiliens wichtigstem Handelspartner. Dabei ging es vor allem darum, die bilateralen Beziehungen zu stärken und den Eindruck zu vermitteln, dass „Brasilien wieder ein wichtiger Akteur auf der Weltbühne ist“.

Die Äußerungen Lulas zu Washingtons Unterstützung für die Ukraine gelten als heikel, denn Lula strebt auch engere Beziehungen zu Washington an. So führte ihn seine erste Auslandsreise im Februar – einen Monat nach seinem Amtsantritt – in die USA.

Wirtschaft

Heute endet die situative Winterreifenpflicht. Viele werden heuer wieder neue Sommerreifen brauchen. Die Lieferengpässe bei Autoreifen sind zwar behoben, doch die Preise wurden um bis zu 20 Prozent angehoben. Als Grund wird der Ukraine-Krieg genannt.

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Ab Herbst können Lehrlinge neue und erweiterte Lehrberufe ergreifen, wenn es nach dem Arbeits- und Wirtschaftsministerium geht. Das Ministerium erlässt daher in den kommenden Tagen Ausbildungsverordnungen mit drei neuen Berufsbildern und weiteren drei Lehrberufen, die als Pilotprojekt gestartet wurden und nun zu Regellehrberufen werden. Betroffen sind 1.400 Lehrverhältnisse mit nachhaltigen Jobs.

Konkret erfolgt die Überleitung der Bautechnischen Assistenz in einen Regellehrberuf. Darüber hinaus enthält das Lehrberufspaket neue Berufsbilder für die Lehrberufe Abwassertechnik und Kunststofftechnologie. Der Lehrberuf Abwassertechnik ersetzt das bisherige Berufsbild „Entsorgungs- und Recyclingfachmann“ bzw. „-frau“ aus dem Jahr 1998.

Neue Schwerpunkte

Das Berufsbild des Lehrberufs Pharmatechnologie wird um wichtige Inhalte, wie beispielsweise Fälschungssicherheit von Arzneimitteln sowie Digitalisierung und Change-Management erweitert. Neben dem Lehrberuf Bautechnische Assistenz werden auch die Lehrberufe Einzelhandel – Schwerpunkt digitaler Verkauf sowie Medienfachmann/Medienfachfrau aufgrund der Empfehlung des Evaluierungsberichts des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) in die Regelausbildung überführt. Gleichzeitig wurden auch neue Kompetenzen, wie nachhaltiges und digitales Arbeiten, in das von den Unternehmen zu vermittelnde Berufsbild aufgenommen.

„Mit dem neuen Lehrberufspaket schaffen wir eine weitere Grundlage für nachhaltige Ausbildungen in der Lehre“, kommentierte der zuständige ÖVP-Minister Martin Kocher die Initiative heute in einer Aussendung. Die Wirtschaftskammer (WKO) begrüßte das neue Lehrberufspaket. „Das ist ein wichtiges Signal an den Arbeitsmarkt“, sagte die stellvertretende Generalsekretärin Mariana Kühnel in einer Aussendung.

Die Sozialmärkte stoßen zunehmend an ihre Grenzen, die Nachfrage steigt weiter rasant. Aber die Märkte haben zunehmend Probleme, die Regale zu füllen. Denn die Supermärkte kalkulieren offenbar knapper und stellen nicht mehr so viele Waren zur Verfügung.

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Nach Jahren des „Bauernsterbens“ mit rapider Abnahme bei der Zahl der Höfe im Land Salzburg gibt es wieder leichten Zuwachs. Im Vorjahr kamen sieben Betriebe dazu. Aktuelle Gesamtzahl: 7.595. Bei der Landwirtschaftskammer zeigt man sich erleichtert, dass der Niedergang gestoppt wurde.

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Jedes Jahr landen in Österreich rund eine Million Tonnen genießbare Lebensmittel im Müll. Der größte Teil dieses Abfallberges stammt von den Haushalten. Viele Produkte sind etwa länger schmackhaft und genießbar als mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben. Doch es gibt auch Hinweise, wann Lebensmittel unbedingt in den Abfall sollten.

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Die französische Bank Societe Generale SA hat sich zu einer Strafzahlung von 105 Millionen Dollar bereiterklärt. Damit will das Finanzhaus eine Klage von US-Investoren beilegen, die die Bank beschuldigen, gegen das Kartellrecht verstoßen zu haben. Sie soll sich mit ihren Konkurrenten bei Preiselementen auf Derivate auf den Euribor-Zinssatz abgesprochen sowie vertrauliche Informationen ausgetauscht haben.

Der vorläufige Vergleich wurde gestern beim US-Bezirksgericht in Manhattan eingereicht und muss noch von einem Richter genehmigt werden. Die Societe Generale hat bei der Vereinbarung ein Fehlverhalten abgestritten, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Im Falle einer Genehmigung würden Anleger und Anlegerinnen 651,5 Millionen Dollar aus Zahlungen von sieben Banken erhalten. Die Geldinstitute, die zuvor einen Vergleich in Höhe von insgesamt 546,5 Millionen Dollar geschlossen hatten, sind Barclays PLC, Citigroup Inc., Credit Agricole, Deutsche Bank AG, HSBC Holdings Plc und JPMorgan Chase & Co.

Nach jahrelangen Debatten ist gestern die Entscheidung gefallen: Japan lässt sein erstes Casino in Osaka bauen. Es soll Teil eines milliardenschweren Integrated Resorts (IR) – also eines Casinokomplexes mit umfangreicher Freizeit-, Unterhaltungs- und Hotelinfrastruktur – werden, das in sechs Jahren auf der Insel Yumeshima entstehen soll. Mit der Baugenehmigung verabschiedet sich Japan noch weiter von seiner strengen Glücksspielpolitik.

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IT

Tech-Milliardär Elon Musk will beim aktuellen Hype rund um künstliche Intelligenz (KI) mitmischen. Der Besitzer des Kurznachrichtendienstes Twitter und Chef des Elektroautobauers Tesla hat in Nevada eine Firma mit dem Namen X.AI gegründet, wie aus einer Unternehmensdatenbank des US-Bundesstaates hervorgeht. Als Verantwortliche sind Musk und sein Stabschef Jared Birchall aufgeführt.

Tesla-Chef Elon Musk
APA/AFP/Jim Watson

Über das bereits am 9. März registrierte Unternehmen hatte in der Nacht auf heute das „Wall Street Journal“ berichtet. Schon in den vergangenen Tagen häuften sich Hinweise auf Musks verstärkte Aktivität bei künstlicher Intelligenz.

Bericht: Investitionen gefunden

So berichtete die „Financial Times“ gestern, dass er bereits Investoren für eine neue KI-Firma gefunden habe. Die Website Business Insider schrieb, er habe Tausende Grafikkarten des Anbieters Nvidia kaufen lassen. Die Technik wird oft für Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz eingesetzt. Musk spielte das jüngst in einem Interview herunter: Alle kauften gerade viele Grafikkarten.

Zugleich warnte Musk öffentlich vor Risiken von Software mit künstlicher Intelligenz und war Ende März ein prominenter Unterzeichner eines offenen Briefs, in dem eine sechsmonatige Entwicklungspause für die Technologie angeregt wurde.

Sport

Nach der 0:3-Niederlage im Champions-League-Viertelfinale bei Manchester City samt Kabinenprügelei zwischen Sadio Mane und Leroy Sane hat Bayern München heute auch im deutschen Titelrennen gepatzt. Der Tabellenführer kam daheim gegen 1899 Hoffenheim nur zu einem 1:1. Sein Glück: Verfolger Dortmund kassierte in einer dramatischen Schlussphase beim VfB Stuttgart noch den Ausgleich zum 3:3 und bleibt zwei Zähler zurück.

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Kevin Danso misst sich heute Abend (21.00 Uhr) mit seinem Club RC Lens mit dem Ligakrösus Paris Saint-Germain. Der ÖFB-Innenverteidiger bekommt es in Runde 31 der französischen Ligue 1 damit auswärts mit den beiden Pariser Superstars Lionel Messi und Kylian Mbappe zu tun. Nicht nur deshalb birgt die Partie im Prinzenpark für den 24-Jährigen besondere Brisanz: Lens liegt in der Ligue 1 als Tabellenzweiter acht Runden vor Schluss nur sechs Punkte hinter PSG.

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1.230 Spiele im Grunddurchgang und sechs weitere im Play-in sind Geschichte, wenn die National Basketball Association (NBA) heute Abend (Ortszeit) mit Titelkandidaten en masse in die Play-offs 2023 startet. 16 Teams – je acht aus der Eastern und Western Conference – machen Jagd auf die begehrte Larry-O’Brien-Meistertrophäe. Die Toronto Raptors mit Jakob Pöltl sind nicht mehr dabei. Der Wiener hat 2019 seine dritte und bisher letzte Postseason bestritten.

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Chronik

Ein Autofahrer hat in der Nacht auf gestern einen schwer verletzten Mann auf der Brünner Straße in Floridsdorf entdeckt. Er alarmierte die Einsatzkräfte. Das Opfer liegt im Krankenhaus und ist weiter nicht ansprechbar.

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Ein in Tirol stationierter Rettungshubschrauber hat in der Nacht auf heute in Bayern nach einer Kollision mit einem Vogel notlanden müssen. Die vier Insassen blieben unverletzt, wie ein Polizeisprecher der APA bestätigte. Der Rettungshubschrauber war auf dem Rückflug nach Reutte, nachdem ein Patient nach Augsburg geflogen worden war.

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Pendlerinnen und Pendler klagen in den vergangenen Monaten über unpünktliche, ausgefallene und überfüllte Züge auf der Nordwestbahnstrecke. Seitens der ÖBB heißt es, 96 Prozent der Züge seien pünktlich, in neue Garnituren werde investiert.

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Nach dem Tod von vier Anhängern einer Sekte in Kenia hat die Polizei eigenen Angaben zufolge deren örtlichen Anführer festgenommen. Laut Polizeibericht von heute wurden elf weitere Anhänger der Good News International Church im Alter zwischen 17 und 49 Jahren ins Krankenhaus gebracht, nachdem deren Anführer sie aufgefordert hatte, sich zu Tode zu hungern, um „Jesus zu treffen“. Die Polizei erklärte, sie befürchte, dass noch weitere Opfer entdeckt werden könnten.

Die Beamten waren durch Medienberichte auf die Vorfälle aufmerksam geworden. Kenianische Medien hatten berichtet, in einem Wald nahe Malindi im Südosten des ostafrikanischen Landes gebe es womöglich ein Massengrab und „unwissende Bürger“, die einer „Gehirnwäsche unterzogen“ worden seien. Der festgenommene Sektenführer muss sich am Montag vor Gericht verantworten.

Umwelt & Klima

Indien ist laut UNO mittlerweile das Land mit den meisten Einwohnerinnen und Einwohnern der Welt. Die Bevölkerung wächst noch weiter – mehr Menschen bedeuten aber auch einen höheren Energiebedarf und eine größere Belastung für die Umwelt. Beim Erreichen globaler Klimaziele spielt Indien mittlerweile daher eine zentrale Rolle.

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Science

Nach mehreren Verschiebungen ist heute der Start einer Falcon-9-Rakete der US-Firma SpaceX geglückt. Von der Vandenberg Space Force Base im US-Staat Kalifornien aus wird der Minisatellit „Adler-2“ ins All gebracht.

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Gesundheit

Oberösterreich droht ein gravierender Rückschlag bei der Krebsfrüherkennung. Darmkrebs betreffend herrscht vor allem in Oberösterreich schon jetzt eine Versorgungslücke. Es fehlt an Ärztinnen und Ärzten.

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Kultur

Die österreichische Schauspielerin und Sängerin Birgit Minichmayr wird mit dem Shakespeare-Preis der Deutschen Shakespeare Stiftung geehrt. Der Preis soll am 23. April in Weimar verliehen werden, teilte die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft mit.

Die Auszeichnung werde erstmals vergeben und solle künftig alle zwei Jahre an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens gehen, die sich um das Werk Shakespeares und dessen Verbreitung in besonderer Weise verdient gemacht haben.

Zur Dotierung wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Preisverleihung findet während der Shakespeare-Tage von 21. bis 23. April statt. Thema der diesjährigen Tagung ist „Shakespeares Bibliotheken“. Vortragende aus England, Deutschland und den USA werden unter anderem den Einfluss frühneuzeitlicher Buchkultur auf Shakespeares Werke sowie deren Rezeption über Englands Grenzen hinweg beleuchten.

Kaufmännisch geht es der Wiener Staatsoper ausgezeichnet, die Auslastung liegt bereits fast auf dem Niveau wie vor der Coronavirus-Pandemie. Künstlerisch geht man den eingeschlagenen Weg weiter: Elf Premieren, darunter sechs Opernneuproduktionen, sind in der kommenden Spielzeit geplant.

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Panorama

Take That, Lionel Richie, Katy Perry und Andrea Bocelli – das sind nur vier große Namen aus der Musikbranche, auf die sich Fans für das Krönungskonzert zu Ehren von Charles III. freuen können. Sie alle werden bei dem live übertragenen Konzert auf dem Grundstück von Schloss Windsor im Westen Londons auftreten, wie der britische Sender BBC gestern mitteilte.

Lionel Richie
AP/BauerGriffin/MediaPunch/IPX

Das Konzert findet am 7. Mai statt, also einen Tag nach Charles’ Krönung. BBC-Programmgestalterin Charlotte Moore nannte das Programm „Weltklasse“. Die Krönung sei ein Ereignis, das nur einmal in einer Generation stattfinde.

Einige Absagen

Berichten zufolge haben allerdings eine Reihe großer Stars ihre Teilnahme an dem Krönungskonzert abgesagt, darunter die Sängerin Adele, Popstar Elton John, Harry Styles und die Popgruppe Spice Girls. Die Absagen seien mit Terminüberschneidungen bzw. Tourverpflichtungen begründet worden.

Die Zeitung „Mail on Sunday“ berichtete, die australische Sängerin Kylie Minogue habe wegen der wachsenden antimonarchischen Stimmung in ihrem Heimatland abgesagt.

Etwa 20.000 Menschen werden zu dem Konzert erwartet, das zeitgleich im Internet und im Radio ausgestrahlt wird. Die BBC kündigte an, das restliche Programm zu gegebener Zeit zu veröffentlichen.

Heute und morgen findet für Radbegeisterte das Argus Bike Festival auf dem Wiener Rathausplatz statt. Neben aktuellen Trends stehen auch Showeinlagen auf dem Programm. Zudem können Besucherinnen und Besucher an Ort und Stelle Hunderte E-Bikes testen.

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