COV Inland

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 1.009 neu registrierte Coronavirus-Fälle (Stand: heute, 9.30 Uhr) innerhalb der letzten 24 Stunden vermeldet.

Landesweit starben bisher 7.451 Personen an oder mit Covid-19. Derzeit befinden sich 1.846 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 320 auf Intensivstationen.

7-Tage-Inzidenz bei 118

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 118 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung für die Umstellung und die neue, genauere Zählweise in ORF.at/corona

Seit heute ist die FFP2-Maske der neue Standard zum Schutz vor einer Übertragung des Coronavirus: Nun ist das Tragen eines „Filtering Face Piece“ der Schutzklasse zwei vielerorts Pflicht. Zusätzlich gilt nun der auf zwei Meter ausgeweitete Sicherheitsabstand.

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Selbst bei optimistischen Annahmen kann ein „weicher“ Lockdown die Ausbreitung von Covid-19 nicht brechen. Zu diesem Ergebnis kam nun eine Arbeitsgruppe des Informatikers Robert Elsässer an der Uni Salzburg. Erst wenn mindestens 40 Prozent der Population immunisiert sind, greife ein „Lockdown light“.

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In Salzburg startet heute die nächste Runde der zweiteiligen CoV-Impfung – zuerst wieder in den Seniorenwohnhäusern. 8.400 Bewohner und Mitarbeiter bekamen dort bereits die erste Impfung, genauso wie 2.500 Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger in den Spitälern.

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In der Steiermark können sich seit heute die über 80-Jährigen für die CoV-Impfung anmelden. Das ist online und telefonisch in der Wohnsitzgemeinde möglich. Mitte Februar soll es die ersten Impftermine geben.

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Die Bereitschaft, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, ist in Vorarlberg laut Landesangaben groß: Auf der Impfvormerkplattform haben sich bereits fast 100.000 Vorarlbergerinnen und Vorarlberger registriert. Rund 12.500 Impfdosen wurden laut Landespressestelle bereits verabreicht.

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Auch in Oberösterreich wird die seit Samstag mögliche Registrierung für die Covid-19-Impfung offenbar gut angenommen. Laut einer Aussendung des Landes haben sich allein am Samstag fast 90.000 Menschen online vorgemerkt. Auch telefonisch ist die Anmeldung weiter möglich.

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COV Ausland

Die zuerst in Südafrika entdeckte neue Variante des Coronavirus ist nun auch in Neuseeland nachgewiesen worden. Die Virus-Variante, die als besonders ansteckend gilt, wurde bei einer 56-jährigen Frau festgestellt, die Ende Dezember von einer Europa-Reise zurückgekehrt war, wie Gesundheitsminister Chris Hipkins heute mitteilte. Sie habe sich höchstwahrscheinlich während ihrer Isolation in einem Quarantäne-Hotel bei einem anderen Reiserückkehrer angesteckt.

Die Frau war am 30. Dezember von einer viermonatigen Europa-Reise nach Neuseeland zurückgekehrt. Nach ihrer Einreise musste sie zwei Wochen lang in einem Quarantäne-Hotel bleiben, das sie nach zwei negativen Coronavirus-Tests am 13. Jänner verlassen durfte.

Nach ihrer Quarantäne war die Frau zusammen mit ihrem Mann durch die Region Northland nördlich von Auckland gereist. Weil sie Krankheitssymptome bekam, ließ sie sich erneut testen. Am Samstag erhielt sie ihr positives Testergebnis. Ihr Mann und eine weitere Kontaktperson wurden negativ getestet. Der Fall sorgt auch in Australien für „große Besorgnis“, wie Gesundheitsminister Greg Hunt sagte. Die australische Regierung kündigte daher an, die quarantänefreie Einreise für Touristen aus Neuseeland für mindestens 72 Stunden auszusetzen.

Bei Protesten gegen die Durchsetzung der Coronavirus-Regeln ist es in mehreren israelischen Städten zu schweren Ausschreitungen mit mehr als einem Dutzend Verletzten gekommen.

In der vor allem von Ultraorthodoxen bewohnten Stadt Bnei Brak beschädigten Randalierer laut örtlichen Medien zwei Busse, ein Fahrer wurde dabei verletzt.

Israelische Polizisten stoßen mit ultraorthodoxen Juden zusammen
AP/Oded Balilty

In der Hafenstadt Aschdod wurden bei Zusammenstößen laut dpa mehrere Polizisten verletzt. Zu Angriffen auf die Polizei kam es laut Berichten auch in Beit Schemesch. Dort lösten die Beamten eine gegen die CoV-Regeln verstoßende Hochzeit mit zahlreichen Gästen auf.

In Aschdod hatten die Beamten eine ultraorthodoxe Lehreinrichtung geschlossen, die trotz behördlichen Verbots den Lehrbetrieb aufrechterhalten hatte. Mehrere Personen wurden festgenommen.

Angesichts neuer, ansteckenderer Varianten des Coronavirus hat sich Frankreichs führender Regierungsberater für einen dritten Lockdown ausgesprochen.

Das werde möglicherweise schon im Februar notwendig werden, sagte Jean-Francois Delfraissy gestern dem Sender BFM. „Sollten wir die Vorschriften nicht verschärfen, werden wir uns ab Mitte März in einer sehr schwierigen Situation wiederfinden.“ Die französische Regierung will am Mittwoch über etwaige neue Maßnahmen beraten.

Das Auftreten der neuen Varianten habe die Gesundheitslage dramatisch verändert, sie seien das Äquivalent zu einer ganz neuen Pandemie. Die bestehenden Impfstoffe seien dabei weniger wirksam gegen die zuerst in Südafrika nachgewiesene Mutation, so Delfraissy. Ob und wie stark diese Variante tatsächlich die Wirkung von Impfstoffen beeinflussen kann, ist derzeit Gegenstand umfangreicher Forschungen.

Ausland

Schon in den ersten Tagen der Amtszeit des neuen US-Präsidenten Joe Biden wachsen die Spannungen zwischen China und den USA über Taiwan und das Südchinesische Meer. Der chinesische Außenamtssprecher Zhao Lijian kritisierte heute in Peking die Entsendung des US-Flugzeugträgers „USS Theodore Roosevelt“ ins Südchinesische Meer als „Demonstration der Stärke“, die Frieden und Stabilität in der Region bedrohe.

Flugzeugträger „USS Theodore Roosevelt“
APA/AFP/Nicholas V. Huynh

Auch wies der Sprecher die amerikanische Forderung an Peking zurück, seinen militärischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Druck auf Taiwan einzustellen. Zhao unterstrich die chinesische Position, dass die Insel ein untrennbarer Teil der Volksrepublik sei.

Peking sei entschieden gegen Bestrebungen für eine Unabhängigkeit oder eine Einmischung externer Kräfte. Peking sei durchaus zum Dialog bereit – aber nur auf der Grundlage seiner Ein-China-Doktrin.

Die Forderung der USA, die „Einschüchterung“ Taiwans einzustellen, folgte auf militärische Muskelspiele Pekings. Acht chinesische Bomber und vier Kampfflugzeuge waren zuvor in Taiwans Identifikationszone zur Luftverteidigung (ADIZ) eingedrungen und hatten die Luftabwehr getestet, wie Taiwans Streitkräfte am Samstag mitgeteilt hatten.

Der neue US-Präsident Joe Biden will die Bundesbehörden per Dekret verpflichten, vorrangig US-Produkte zu kaufen. So solle die heimische Produktion angekurbelt und Arbeitsplätze erhalten werden, teilte ein Wirtschaftsberater des Weißen Hauses mit.

Biden wolle das „Made in America“-Dekret den Angaben zufolge noch heute unterzeichnen. Er greift damit ein Thema auf, das bereits seinem Amtsvorgänger Donald Trump sehr wichtig war.

Die Exekutivanordnung solle „die Investitionen in die verarbeitende Industrie und die Arbeitskräfte erhöhen“, sagte ein Beamter der Biden-Regierung vor Journalisten. Auch sollten die Bundesbehörden Schlupflöcher für Firmen schließen, die beispielsweise nur einen kleinen Teil der Arbeitsschritte an einem Produkt in den USA erledigen lassen.

Zwischen chinesischen und indischen Truppen im Himalaya-Gebirge ist es erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Sie ereigneten sich in der vergangenen Woche am Naku-La-Pass im indischen Unionsstaat Sikkim im Nordosten des Landes, teilte die indische Armee heute mit.

Eine chinesische Patrouille habe versucht, die Grenze zu überschreiten. Indische Soldaten hätten sie aufgehalten. Vier indische und eine unbekannte Zahl chinesischer Soldaten seien verletzt worden.

„Kleine Auseinandersetzung“

Es handelte sich nach indischen Angaben um eine „kleine Auseinandersetzung“. Diese sei von den örtlichen Kommandanten gemäß vorgegebener Verfahren gelöst worden. Im vergangenen Jahr waren in dem Konflikt zwischen den beiden Atommächten erstmals seit vier Jahrzehnten Dutzende Menschen getötet worden. Im Juni starben bei Auseinandersetzungen in der Region Ladakh 20 indische Soldaten. Auch auf chinesischer Seite gab es Tote, jedoch nannte Peking keine Zahlen. Beide Länder beschuldigten sich gegenseitig und verlegten Zehntausende zusätzliche Soldaten in die Grenzregion.

China und Indien versicherten anschließend, dass sie den Konflikt auf diplomatischem Wege entschärfen wollen. Es folgten Treffen zwischen ranghohen Offizieren beider Seiten. Das bisher letzte Deeskalationsgespräch fand gestern statt.

Jahrzehntelanger Grenzstreit

Die Beziehungen zwischen Indien und China sind wegen der Territorialstreitigkeiten seit Langem angespannt. Peking beansprucht etwa 90.000 Quadratkilometer eines Gebiets für sich, das sich unter indischer Kontrolle befindet. Im Jahr 1962 führten die beiden Atommächte einen kurzen Krieg um die Grenze im Himalaya. 1967 kam es erneut zu tödlichen Zusammenstößen.

Die CoV-Pandemie verschärft einer Studie zufolge weltweit die soziale Ungleichheit. Die 1.000 reichsten Menschen hätten ihre Verluste in der Krise in nur neun Monaten wettmachen können, wie aus der heute veröffentlichten Untersuchung der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam hervorgeht. Dagegen könnte es bei den Ärmsten mehr als ein Jahrzehnt dauern, bis sie sich von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie erholt haben.

„Löhne, Menschenrechte bleiben auf Strecke“

Eine Verschärfung der wirtschaftlichen Ungleichheit drohe in fast allen Ländern gleichzeitig – zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrhundert. „Unternehmen, Märkte und Politik sind weltweit so gestaltet, dass kurzfristige Gewinninteressen zu oft über das Gemeinwohl triumphieren“, sagte Tobias Hauschild von Oxfam Deutschland.

„Auf der Strecke bleiben Arbeitsschutz, Löhne und Menschenrechte.“ Kurzfristig sei eine Steuerpolitik notwendig, die Unternehmen und Superreiche angemessen an der Finanzierung des Gemeinwesens beteilige.

Schlimmste Jobkrise seit Zwischenkriegszeit

Das Vermögen der zehn reichsten Männer der Welt ist den Angaben nach seit Februar 2019 trotz der Pandemie um fast eine halbe Billion auf 1,12 Billionen US-Dollar gestiegen.

„Dieser Gewinn wäre mehr als ausreichend, um die gesamte Weltbevölkerung gegen Covid-19 zu impfen und sicherzustellen, dass niemand durch die Pandemie verarmt“, betonte Oxfam. Gleichzeitig erlebe die Welt die schlimmste Arbeitsmarktkrise seit mehr als 90 Jahren, in der Hunderte Millionen Menschen Einkommen oder Arbeit verloren hätten.

Frauen am stärksten betroffen

Frauen seien davon am stärksten betroffen. In den Branchen, in denen durch die Pandemie besonders große Einkommens- und Arbeitsplatzverluste drohen wie im Gastgewerbe und im Büromanagement, seien 49 Prozent der berufstätigen Frauen beschäftigt, aber nur 40 Prozent der Männer. Frauen stellen zudem weltweit etwa 70 Prozent der Arbeitskräfte im Gesundheits- und Sozialwesen, in dem sie einem größeren Risiko ausgesetzt sind, an Covid-19 zu erkranken.

Untersuchungen aus Großbritannien zeigten zudem, dass die Todesrate von an Covid-19 erkrankten Menschen in einkommensschwachen Gegenden doppelt so hoch sei wie in wohlhabenden. Ähnliche Ergebnisse gebe es auch aus Frankreich, Spanien und Indien.

Drei Oppositionsparteien im deutschen Bundestag haben sich hinter eine Forderung zu Entschädigungszahlungen für die Transporte von Holocaust-Opfern, deren Kosten diesen vom NS-Regime teils verrechnet wurden, in die damaligen deutschen Vernichtungslager gestellt.

„Es ist beschämend, dass die Bundesregierung und die Deutsche Bahn sich mit gegenseitigen Zuweisungen von Verantwortung aus der Pflicht zur Entschädigung von Opfern des Holocausts zu stehlen versuchen“, sagte Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag-Ausgaben).

Bartsch verwies darauf, dass die französische Staatsbahn und die niederländische Bahn diejenigen entschädigen, die auf ihren Schienen in Vernichtungslager deportiert wurden. „Dass Bundesregierung und Bahn dies bislang nicht tun, lässt einem als Deutschen die Schamesröte ins Gesicht steigen“, so der Linke-Politiker.

„Besondere Perfidie des NS-Staates“

Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz sagte dem RND: „Dass die Opfer für ihre Deportation zahlen mussten, war eine besondere Perfidie des NS-Staates. Es muss ein Weg gefunden werden, den Überlebenden konkret für dieses Unrecht eine würdige Anerkennung und Entschädigung zukommen zu lassen.“

Thomas Hacker, in der FDP-Fraktion verantwortlich für Erinnerungspolitik, sieht „eine moralische wie historische Verpflichtung, die nicht vergessen werden darf“. Er sagte dem RND: „Vor diesem Hintergrund unterstützen wir das Ansinnen von Herrn Muller um Anerkennung des Schmerzes und des Leidens der verschleppten und deportierten Menschen.“

Juden mussten Transport in KZ selbst bezahlen

Der Amsterdamer Salo Muller, dessen Eltern im früheren Konzentrationslager Auschwitz ermordet worden waren, hatte vergangenen Sommer stellvertretend für andere niederländische Opfer des Holocausts einen Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) geschrieben. Deutschland müsse sich seiner Verantwortung stellen und den Opfern finanziell entgegenkommen, hieß es darin.

Die Deutsche Reichsbahn hatte für die Transporte von Jüdinnen und Juden aus den Niederlanden nach Schätzungen von Historikern umgerechnet etwa 16 Millionen Euro erhalten – die Kosten mussten zum größten Teil von den Opfern selbst bezahlt werden. Die heutige Deutsche Bahn ist allerdings nicht Rechtsnachfolgerin der Reichsbahn.

Inland

Ein früherer FPÖ-Abgeordneter bleibt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen den früheren Politiker wegen mutmaßlicher Fluchthilfe für den Wirecard-Vorstand Jan Marsalek. Im Gefängnis bleiben muss er allerdings nicht wegen dieser Causa, sondern wegen einer bereits im Vorjahr eingebrachten Betrugsanklage. Der vorige Woche ebenfalls festgenommene frühere BVT-Abteilungsleiter wurde indessen wieder enthaftet. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

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Die Eintragungswoche für die drei Volksbegehren für Tierschutz, Impffreiheit und Ethikunterricht geht heute zu Ende. Wie viele Personen die Initiativen unterstützt haben, wird am Abend bekanntgegeben.

Klar ist, dass trotz des Lockdowns alle drei die für die Behandlung im Parlament notwendige Zahl von 100.000 Unterschriften erreicht haben. Das Tierschutz-Volksbegehren meldete am Wochenende schon mehr als 300.000 Unterschriften, jenes für Impffreiheit mehr als 220.000.

Die Freiheitlichen wollen Ex-ÖVP-Finanzminister Hans Jörg Schelling als Auskunftsperson in den „Ibiza“-Untersuchungsausschuss laden. FPÖ-Fraktionsführer Christian Hafenecker sieht Schelling ins Engagement der tschechischen Sazka-Gruppe verstrickt, Mehrheiten in den Gremien der Casinos Austria AG (CASAG) zu erlangen.

Sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand habe die Sazka-Gruppe versucht, den Einfluss über die Mehrheit zu erlangen, sagte Hafenecker dazu heute im Rahmen einer Pressekonferenz. Und eine wesentliche Figur im Bestreben der Sazka-Gruppe ist laut Hafenecker Ex-Finanzminister Schelling.

Hafenecker will bei den nächsten Befragungstagen aber ohnehin ein vermehrtes Augenmerk auf die Rolle der tschechischen Sazka-Gruppe legen. Der FPÖ-Mandatar verweist per Aussendung dazu auch auf einen „umfassenden Ermittlungsbericht des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung (BAK) im Innenministerium über diverse Malversationen im BVT“.

Laut den Angaben „habe eine ehemalige Stasi-Agentin BVT-Mitarbeiter dazu angestiftet und zum Teil auch bezahlt, Informationen über die wesentlichen Vertreter im Casinos-Machtkampf zu sammeln“, und diese Informationen hätten laut Hafenecker dazu geführt, „die Politik gegenüber der Sazka-Gruppe positiv zu stimmen“.

Umweltförderungen für landwirtschaftliche Betriebe sollen im zukünftigen Agrarumweltprogramm an den Verzicht auf Glyphosat geknüpft werden. Diese Forderung an die Bundesregierung stellt eine Allianz aus insgesamt 24 österreichischen Organisationen.

„Das Landwirtschaftsministerium argumentiert, dass ein nationales Totalverbot von Glyphosat, wie vom Parlament im Juli 2019 beschlossen, mit EU-Recht nicht vereinbar sei“, hieß es in einer Presseaussendung der NGOs aus den Bereichen Landwirtschaft, Imkerei, Gesundheits-, Umwelt-, Natur, Tier-, Arbeitnehmer- und Konsumentenschutz sowie Entwicklungszusammenarbeit bzw. aus kirchlichen Organisationen.

Unstrittig sei aber, dass abseits von gesetzlichen Verboten auch Lenkungseffekte durch Agrarförderung signifikant zur Pestizidreduktion beitragen können.

Am 28. Februar finden in Kärnten Gemeinderatswahlen statt. Wegen des Lockdowns und der Hygienemaßnahmen ist persönlicher Kontakt zwischen Wahlkandidaten und der Bevölkerung aber kaum möglich. Viele Politikerinnen und Politiker verlegen ihre Wahlwerbung ins Internet. Manche rufen potenzielle Wählerinnen und Wähler auch an, beides ist ohne vorherige Zustimmung verboten.

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EU

Die EU unternimmt einen neuen Anlauf, um Ladekabel unter anderem für Handys zu vereinheitlichen, berichtet das Nachrichtenportal Netzpolitik. Das würden von Netzpolitik veröffentlichte interne Dokumente und E-Mails belegen.

Laut den Infos ist eine neue Gesetzesinitiative für einheitliche Ladekabel und Anschlüsse für Handys, Tablets, Laptops und andere elektronische Geräte in Vorbereitung. Ein erster Anlauf für einheitliche Handyladekabel vor rund zehn Jahren scheiterte vor allem am Widerstand von Apple. Ein neuer Gesetzesvorschlag könnte im Sommer vorliegen. Noch werde die rechtliche Basis geprüft, so der Bericht.

Initiative gegen Elektroschrott

Derzeit sind verschiedene Standards in Verwendung, darunter mehrere USB-Varianten. Die neue Initiative soll Geräte mit ähnlichen Stromanforderungen einschließen, darunter auch Kopfhörer, Kameras, E-Reader, tragbare Lautsprecher und Fitnesstracker.

Die Kommission will laut Netzpolitik auch Anreize schaffen, um weiteren Elektromüll zu verhindern, indem etwa nicht mit jedem neuen Gerät ein Ladegerät mitverkauft wird. Die Kommission überlegt laut Bericht auch einen einheitlichen Standard für kabelloses Laden, dazu wurde eine technische Studie in Auftrag gegeben.

Die Außenministerinnen und Außenminister der EU-Staaten beraten heute in Brüssel über mögliche Reaktionen auf das Vorgehen der russischen Regierung gegen Alexej Nawalny und dessen Anhänger.

Schon vorige Woche hatten Vertreter von Mitgliedsstaaten neue Sanktionen wegen der Inhaftierung des Oppositionsführers als realistische Option bezeichnet.

Das Vorgehen der russischen Behörden gegen Demonstrationen für die Freilassung Nawalnys am Wochenende dürfte den politischen Druck nun noch einmal erhöhen.

Wirtschaft

Der börsennotierten Kranarmhersteller Palfinger ist eigenen Angaben zufolge Opfer eines Cyberangriffs. „Die Gruppe ist aktuell Ziel eines laufenden globalen Cyber-Angriffs“, zitiert die APA dazu Konzernsprecher Hannes Roither. Den Angaben zufolge sei ein Großteil der weltweiten Standort betroffen.

„Das genaue Ausmaß und die Dauer des Angriffs, sowie dessen Folgen, sind derzeit noch nicht abschätzbar“, wie es dazu weiter heißt: An der Lösung des Problems werde „intensiv gearbeitet“.

Die Europäische Zentralbank (EZB) unternimmt weitere Schritte in Richtung einer „grüneren“ Geldpolitik. Die EZB richte ein neues Zentrum für Klimawandel in der Notenbank ein, kündigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde heute auf einer Konferenz an. Dieses solle die unterschiedlichen Expertisen und Arbeitsstränge zu diesem Thema in der EZB effizienter zusammenbringen.

„Das Zentrum für Klimawandel stellt die Struktur bereit, die wir brauchen, um das Thema mit der Dringlichkeit und Entschlossenheit anzugehen, die es erfordert“, sagte Lagarde.

Neuer Fonds für grüne Euro-Anleihen

Unter der ehemaligen Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), die seit November 2019 an der EZB-Spitze steht, haben sich die Währungshüter auf die Fahnen geschrieben, die Bekämpfung des Klimawandels stärker in den Blick zu nehmen. Die EZB kündigte zudem an, sie werde einige ihrer Mittel in einen neuen Fonds für grüne Euro-Anleihen (EUR BISIP G2) anlegen, den die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) für Zentralbanken auflegt. Der Fonds investiere in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und andere umweltfreundliche Projekte.

Im vergangenen Jahr ist in Europa erstmals mehr Strom aus erneuerbaren Energien als aus fossilen Kraftwerken erzeugt worden. Das geht aus einer Untersuchung des britischen Thinktanks Ember und der deutschen Denkfabrik Agora Energiewende hervor, wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Montag-Ausgabe) berichtet.

Danach haben erneuerbare Energien aus Wind, Solar, Wasserkraft und Biomasse im vergangenen Jahr 38 Prozent des europäischen Stroms geliefert, Kohle und Gas dagegen nur 37 Prozent. Das sei „ein bedeutender Meilenstein in Europas Umbau zu sauberer Energie“, heißt es in dem Bericht.

Kohlestrom fast halbiert

Während Wind- und Sonnenstrom stark zugelegt habe, hätten vor allem Kohlekraftwerke weniger Elektrizität geliefert. Ihre Stromerzeugung hat sich den Angaben zufolge gegenüber 2015 nahezu halbiert. Allein im vorigen Jahr sank sie um 20 Prozent.

Das habe nur teilweise mit der Pandemie zu tun. Weil weiter erneuerbare Energien zugebaut würden und der CO2-Preis absehbar weiter steige, werde sich der Niedergang der Kohle auch nach der Pandemie fortsetzen, sagte Agora-Direktor Patrick Graichen.

China ist im vergangen Jahr nach Angaben der Vereinten Nationen der größte Empfänger von Auslandsdirektinvestitionen gewesen. In die Volksrepublik flossen in dem von der CoV-Pandemie gezeichneten Jahr 163 Mrd. Dollar (134 Mrd. Euro), wie aus einem gestern veröffentlichten Bericht der UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hervorgeht.

Die USA verzeichneten 134 Mrd. Dollar, nachdem es 2019 noch 251 Mrd. Dollar waren. China kam damals auf 140 Mrd. Dollar. Weltweit brachten die Auslandsdirektinvestitionen dem Bericht nach 2020 um 42 Prozent auf geschätzt 859 Milliarden Dollar ein.

Laut „Wall Street Journal“ ist das auch abseits des Faktors CoV-Pandemie ein klares Indiz, dass sich die Gewichte in der Weltwirtschaft in Richtung Asien verschieben. Allerdings seien die ausländischen Gesamtinvestments – also nicht nur jene, die im Vorjahr getätigt wurden – in den USA weiterhin „deutlich höher“ als jene in China.

Sport

Starqarterback Tom Brady hat die Tampa Bay Buccaneers in die Super Bowl geführt und steht selbst zum zehnten Mal im Endspiel der National Football League (NFL). Bei den Green Bay Packers siegte das Team aus Florida heute im NFC-Finale mit 31:26 und wird als erstes Team die Super Bowl im eigenen Stadion bestreiten. Am 7. Februar empfangen die Buccaneers im heimischen Raymond James Stadium in Tampa Titelverteidiger Kansas City Chiefs.

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Der LASK hat gestern einen Fehlstart ins neue Jahr hingelegt. Zum Abschluss der 13. Runde der tipico-Bundesliga mussten sich die Oberösterreicher in Pasching WSG Tirol mit 2:4 (2:3) geschlagen geben. Die Athletiker, die sich in der Defensive ungewohnt fehleranfällig präsentierten, verpassten damit den Sprung auf den zweiten Platz. Mann des Spiels war Nikolai Baden Frederiksen, der an allen vier WSG-Toren beteiligt war.

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Chronik

Ein betrunkener Autofahrer hat gestern Abend in Abtenau in Salzburg seine eigene Frau niedergefahren. Die 38-Jährige wurde dadurch schwer verletzt und musste ins Unfallkrankenhaus gebracht werden.

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Die Schneeräumung kann Städte und Gemeinden vor Probleme stellen. Besonders alter Schnee könne durch Schadstoffe wie Salz und Rollsplitt verschmutzt sein, sagte Gerhard Hutter vom Vorarlberger Umweltinstitut. Wenn dieser Schnee einfach in Flüsse und Bäche geschüttet wird, drohten Umweltschäden.

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Kein Spielteilnehmer hat gestern die sechs Richtigen bei Lotto „6 aus 45“ erraten. Im Vierfachjackpot werden 5,4 Millionen erwartet.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

5 10 17 27 31 42/ Zusatzzahl: 2

Die Zahlen bei Lotto plus waren:

11 24 27 32 36 44

Drei Spielteilnehmer hatten den richtigen Joker auf der Quittung, sie erhalten je rund 90.000 Euro.

Der richtige Joker lautet:

6 7 6 7 3 8

Alle Angaben ohne Gewähr

Science

In Afrika haben Wissenschaftler bei wild lebenden Schimpansen Lepra nachgewiesen. Wie sich die Tiere im Dschungel infizierten, sei noch unklar, teilte die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) in Würzburg anlässlich des Welt-Lepra-Tages am 31. Jänner mit. Wahrscheinlich hatten die Affen aus Guinea-Bissau und der Elfenbeinküste nie Kontakt zu einem Menschen.

Dabei seien Forscher bisher davon ausgegangen, dass der Mensch das Hauptreservoir für den Lepra-Erreger ist und dass sich Tiere durch Kontakt zum Menschen infiziert haben, sagte DAHW-Sprecherin Jenifer Gabel. „Doch der Genotyp des Bakterienstamms, den wir in Stuhl-und Gewebeproben der betroffenen Affen in Westafrika finden konnten, tritt beim Menschen äußerst selten auf“, sagte Wildtierexperte Fabian Leendertz vom Robert-Koch-Institut. „Es müsste daher andere Quellen in der Tier- und Umwelt geben.“

Experte: Nicht nur auf Menschen konzentrieren

Lepra-Experte August Stich, Chefarzt der Klinik für Tropenmedizin am Klinikum Würzburg Mitte, sagte: „Für die Bekämpfung der Lepra heißt das, wir dürfen uns nicht nur auf den Menschen fokussieren, sondern müssen das Tierreich mit einbeziehen.“

Lepra ist eine Infektionskrankheit, deren Erreger die Haut und das Nervensystem befällt und diese zerstört. Das Bakterium (Mycobacterium leprae) wird wahrscheinlich per Tröpfcheninfektion übertragen. Genau weiß es die Wissenschaft aber auch fast 150 Jahre nach seiner Entdeckung 1873 nicht.

Zoonose wie SARS-CoV-2

Dass Tiere Lepra haben können, ist seit Jahren bekannt. Lepra zählt damit zu den Zoonosen. Das sind Infektionskrankheiten, die auf natürlichem Weg vom Tier auf den Menschen übertragen werden können. Aufmerksamkeit bekommen sie derzeit, weil bisherige Untersuchungen zum Coronavirus SARS-CoV-2 auf Fledermäuse als Ursprung hinweisen. Einen tierischen Ursprung haben etwa auch Ebola, Vogelgrippe und HIV.

Die Coronavirus-Pandemie stellt die Wissenschaft ins Zentrum der Aufmerksamkeit wie nie zuvor. Politik und Gesellschaft folgen ihren Ratschlägen – oder auch nicht. Selbst Coronavirus-Leugnerinnen und -Leugner berufen sich – sehr wählerisch – auf ihre Ergebnisse. Die Pandemie ist eine „einzige große Lektion, wie Wissenschaft funktioniert“, sagt die Wissenschaftsforscherin Ulrike Felt.

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Kultur

Der Generaldirektor des Wiener Albertina, Klaus Albrecht Schröder, hat ambitionierte Ausstellungspläne: von Modigliani 2021 über Ai Weiwei 2022 bis zu Basquiat 2023. Ob sich alles angesichts der CoV-Lage verwirklichen lässt, ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten.

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Am Donnerstag starten mehrere österreichische Galerien die Onlinekunstmesse Interconti Wien, die bis zum 7. Februar stattfindet. Die Organisatoren stellen sich der Frage, wie man Kunst jenseits zweidimensionaler Fotos einem nur virtuell vorhandenen Publikum präsentieren kann.

„Es ist ein Projekt, das durch die einmalige Chance entstanden ist, dass das Hotel Intercontinental uns seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt, weil derzeit keine Konferenzen stattfinden können“, sagt Henrikke Nielsen von der Galerie Croy Nielsen der APA.

Gemeinsam mit ihren Kollegen Sophie Tappeiner und Emanuel Layr hat sie das Konzept entwickelt: Mitten im pompösen Setting werden 13 historische Vitrinen aus dem Museum für angewandte Kunst (MAK) aufgebaut, in denen je eine Wiener Galerie je eine Künstlerin oder einen Künstler präsentiert. Die Digitalagentur treat.agency entwickelte das Onlinekonzept.

Bunter Galerien- und Künstlermix

Mit dabei sind unter anderem die Galerien Ermes Ermes, Gianni Manhattan, Krobath und auch Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder. Es sei ein bunter Mix aus etablierten und jungen Galerien, aus bekannten und aufstrebenden Künstlern. Viele der allesamt zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler seien direkt auf die Ausstellungssituation in den Vitrinen eingegangen, meint Nielsen. Unter ihnen finden sich neben jungen Künstler wie Melanie Ebenhoch und Soshiro Matsubara etwa auch Gelitin und Ernst Caramelle.

„Wenn schon online, dann ganz anders“, fasst Nielsen den Zugang des „experimentellen Formats“ zusammen. Durch Videoeinsatz solle der Raum an sich erfahrbar gemacht werden, zugleich sollen Künstler- und Galeristengespräche die notwendige Hintergrundinformation zu den Werken bieten. Durch den interaktiven Zugang entscheidet der virtuelle Besucher selbst, worin er sich vertiefen möchte.

Wesen, die menschliche Arbeit verrichten, ohne eine Seele zu haben: Roboter und ihre Vorläufer beschäftigen die Fantasie seit Jahrhunderten. Die Bezeichnung selbst stammt aus dem tschechischen Drama „R. U. R.“, das am 25. Jänner 1921 uraufgeführt wurde. Karel Capeks dystopisches Stück führte zwei Elemente ein, die bis in unsere Gegenwart nachwirken: den Traum einer Gesellschaft, die durch Technologie arbeitsfrei wird, und die gleichzeitige Angst vor Unterdrückung durch diesen Fortschritt.

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