Ausland

In der Steueraffäre um die Hamburger Warburg Bank weist der deutsche Kanzler Olaf Scholz (SPD) weiterhin jede Verantwortung zurück. „Es gibt keine Erkenntnisse darüber, dass es eine politische Beeinflussung gegeben hat“, sagte Scholz heute in Berlin bei seiner Sommerpressekonferenz und verwies auf umfangreiche Untersuchungen in den vergangenen zweieinhalb Jahren.

„Ich bin sicher, dass diese Erkenntnis nicht mehr geändert werden wird.“ Darüber hinaus betonte der Kanzler: „All die Steuern, die der Staat verlangt hat, hat er auch eingezogen.“

Beim „Cum-Ex“-Skandal verschoben Finanzakteure Aktienpakete rund um den Dividendenstichtag in einem vertrackten System so, dass ihnen Steuern erstattet wurden, die sie nie gezahlt hatten.

U-Ausschuss untersucht Rolle von Scholz

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft will eine mögliche Einflussnahme führender SPD-Politiker auf Steuerentscheidungen zur Warburg Bank klären. Dabei geht es auch um die Frage, welche Rolle Scholz als Hamburger Regierungschef in der Affäre spielte.

Nach Treffen 2016 und 2017 mit den Bank-Gesellschaftern Christian Olearius und Max Warburg im Amtszimmer von Scholz hatte die Finanzverwaltung eine Steuerrückforderung über 47 Millionen Euro gegen die Bank verjähren lassen. Weitere 43 Millionen wurden erst nach Intervention des deutschen Finanzministeriums kurz vor Eintritt der Verjährung eingefordert.

Der in einem russischen Straflager inhaftierte Kremlgegner Alexej Nawalny hat eigenen Angaben zufolge eine Gewerkschaft gegründet. „Hallo, hier spricht Nawalny – Anführer und Gründer der Gewerkschaft von Bürgern, die im Arbeitsbereich des Gefängnissystems angestellt sind“, ließ der 46-Jährige über sein Team heute auf Twitter schreiben. Rund 600.000 Menschen würden derzeit in Russlands Gefängnissen ausgebeutet, begründete Nawalny.

Er werde sich bei Bedarf gerne auch um die Belange der Wärter kümmern: „Arbeitsrechtlich gibt es zwischen uns keine Unterschiede“, stelle er fest. Die Lagerverwaltung habe sein formell beantragtes Unterfangen erst für einen Witz gehalten und dann für „illegal“ erklärt.

Früher habe er andere Menschen immer wieder ermutigt, Gewerkschaften zu gründen, meinte der Oppositionspolitiker, der vor rund zwei Jahren nur knapp einen Giftanschlag überlebte und einige Monate später unter internationalen Protest inhaftiert wurde. Also müsse er es auch tun – „selbst dann, wenn es sich um den gefährlichsten Ort dafür handelt, an dem Streiks, Ungehorsam und Versammlungen explizit verboten sind“. Für einen Streik etwa riskiere man Folter, schrieb Nawalny.

„Habe bereits Ziele erreichen können“

Seine Mitinsassen fürchteten allerdings die Konsequenzen: „Jedes Mal, wenn ich davon spreche, sagen meine Mörderkumpels traurig: ‚Alexej, bitte lass das. Deinetwegen werden sie uns alle nie freilassen.‘“ Deshalb sei er nun zu einer „Ein-Mann-Gewerkschaft“ geworden, scherzte Nawalny – und habe so schon einige „Siege“ erzielen können. So seien etwa die viel zu niedrigen Hocker in seiner Nähwerkstatt mittlerweile durch richtige Stühle mit Lehnen ausgetauscht worden.

„Alexej ist unglaublich cool“, lobte Nawalnys Sprecherin Kira Jarmysch den Einsatz für die Rechte der Mitgefangenen. Russlands bekanntester Oppositioneller gilt international als politischer Gefangener. Im Mai dieses Jahres bestätigte ein Gericht die neunjährige Haftstrafe wegen angeblichen Betrugs.

Bei einem Schiffsunglück vor der tunesischen Insel Kerkennah sind acht Menschen ums Leben gekommen. Bei den Opfern handelt es sich um einen Mann, drei Frauen und vier Kinder, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA heute berichtete.

Die Todesopfer befanden sich mit anderen 22 Personen an Bord eines Bootes, das Tunesien in Richtung Italien verlassen hatte und in Kraten, etwa drei Meilen vor der Küste der Kerkennah-Inseln, sank. 20 Personen wurden von der Küstenwache gerettet, die weiterhin nach Vermissten sucht.

Die tunesische Küstenwache hatte am Dienstag 138 Migrantinnen und Migranten an Bord verschiedener Boote gerettet, die in Schwierigkeiten geraten waren. In Sousse wurden 21 Personen identifiziert, die illegal Tunesien in Richtung Italien verlassen wollten. Die Sicherheitskräfte beschlagnahmten auch einige Boote, die für die Überfahrt bestimmt waren.

Nach der möglichen Cyberattacke auf die IT-Systeme der deutschen Industrie- und Handelskammern (DIHK) hat die deutsche Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Das sagte ein Sprecher der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen in Köln heute und bestätigte damit Medienberichte. Tatvorwurf sei Datensabotage. Die Ermittlungen befänden sich in einem frühen Stadium und richteten sich gegen unbekannt.

Vor einer Woche waren wegen einer möglichen Cyberattacke die IT-Systeme der Industrie- und Handelskammern in Deutschland aus Sicherheitsgründen vorsorglich heruntergefahren worden. Auf der Internetseite des Deutschen Industrie- und Handelskammertags heißt es, die IHK-Gesellschaft für Informationsverarbeitung arbeite intensiv mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und den Ermittlungsbehörden zusammen.

Weiter heißt es: „Um möglichen Schaden zu vermeiden und Datensicherheit zu gewährleisten, wird derzeit sehr sorgfältig daran gearbeitet, die IT-Systeme nach intensiven Prüfungen sukzessive wieder online zu stellen.“

Sechs Wochen vor der Parlamentswahl in Italien wird weiterhin an Wahlallianzen geschmiedet. So wurde heute in Rom die Gründung eines Zentrumsbündnisses angekündigt. Federführend dabei ist der Ex-Premier und Vorsitzende der Kleinpartei Italia Viva, Matteo Renzi, der ein Wahlbündnis mit der kleinen Zentrumspartei Azione von Ex-Industrieminister Carlo Calenda besiegelte.

„Heute ist zum ersten Mal in Italien eine glaubwürdige und pragmatische Alternative zur Rechten und zur Linken entstanden. Ich danke Renzi für seine Großzügigkeit“, kommentierte Calenda. Renzi postete ein Video, in dem er einem Fußballspieler, der ein Tor schießt, die Hand reicht. „Geben Sie sich nicht mit dem Schlechtesten zufrieden, sondern schicken Sie Leute mit Qualität ins Parlament“, hieß es in einem Appell Renzis an die italienische Wählerschaft.

„Jetzt müssen sich alle an die Arbeit machen, um Italien vor den Nationalisten und den Populisten zu retten“, sagte Renzi, der 2021 maßgeblich daran beteiligt war, den ehemaligen Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, ins Amt des Ministerpräsidenten zu hieven.

„Dritter Pol“: Etwa vier Prozent der Wählerstimmen

Der „dritte Pol“, der sich zwischen dem Mitte-Rechts- und dem Mitte-Links-Block positionieren will, liegt derzeit bei etwa vier Prozent der Wählerstimmen, aber Calenda ist optimistisch, der rechtskonservativen Forza Italia (FI) von Ex-Premier Silvio Berlusconi Stimmen abnehmen zu können, die eine ähnliche Wählerschaft hat. Italia Viva könnte es laut Umfragen auf drei Prozent der Stimmen schaffen, Azione auf zwei Prozent.

Ukraine-Krieg

Ab dem neuen Schuljahr wird die Schulpflicht auch uneingeschränkt für ukrainische Kinder gelten. Zuletzt waren 11.000 ukrainische Kinder und Jugendliche im österreichischen Schulsystem – mit dieser Zahl wird auch zu Beginn des neuen Schuljahres gerechnet. Gleichzeitig bereite man sich darauf vor, bis zu 50.000 Schülerinnen und Schüler integrieren zu müssen, so ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) heute.

Prognosen, wie viele Kinder und Jugendliche tatsächlich noch nach Österreich kommen, seien nicht möglich, so Polaschek. Die mögliche Zahl von 50.000 beruhe auf Hochrechnungen aus früheren Erfahrungen. Man werde aber jedenfalls wenn nötig zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen.

Schulpflicht bisher flexibel gehandhabt

Im vergangenen Schuljahr habe man die Schulpflichtbestimmungen sehr flexibel gehandhabt, betonte der Minister. Viele vor allem später gekommene Kinder und Jugendliche hätten über Distance Learning noch Angebote aus der Ukraine angenommen, wo das Schuljahr bereits Anfang Juni endete. Diese werden von dortiger Seite nun aber zurückgefahren.

Kinder, die etwa erst im Mai gekommen seien, wären zu kurz da gewesen, um einen Abschluss in Österreich machen zu können – daher habe man geschaut, dass sie ein ukrainisches Zeugnis erlangen können.

Sonderverträge für Personal aus Ukraine

Nun sollen alle Kinder und Jugendlichen sofort in die Klassen kommen. In unterrichtsfreien Zeiten dürfen ukrainische Schülerinnen und Schüler aber weiter schulische Infrastruktur nutzen, um etwaigem Onlineunterricht aus der Ukraine zu folgen. Gleichzeitig will man den erstsprachlichen Unterricht ausbauen – etwa durch Freigegenstände.

Nach wie vor soll über Sonderverträge auch Personal aus der Ukraine als Assistenzkräfte angestellt werden, um die heimischen Lehrkräfte beim Unterricht zu unterstützen. Das gilt nicht nur für Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch etwa für Psychologinnen und Psychologen.

Das Parlament in Lettland hat Russland wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine als „terrorunterstützenden Staat“ eingestuft. Die Abgeordneten verabschiedeten heute eine Entschließung, in der die russische Gewalt gegen Zivilisten als Terrorismus und „gezielter Völkermord am ukrainischen Volk“ verurteilt wird.

Konkret verwiesen die Abgeordneten in der Entschließung etwa auf den Einsatz von geächteter Streumunition im Ukraine-Krieg. Russland setze zudem auf „Leid und Einschüchterung“, um das ukrainische Volk und seine Armee zu demoralisieren und die staatlichen Strukturen zu lähmen, um das Land leichter besetzen zu können.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für das Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Rohöl angehoben. Die im Zuge des Ukraine-Kriegs verursachte Gaskrise mit einem enormen Preisanstieg für Erdgas an den Rohstoffmärkten habe dazu geführt, dass Industrie und Kraftwerke ihre Anlagen verstärkt mit Öl betreiben, heißt es in dem gestern in Paris veröffentlichten IEA-Monatsbericht. Zuletzt hat Russland die Gaslieferungen nach Europa drastisch reduziert.

Die Agentur erwartet für das laufende Jahr ein Wachstum der weltweiten Ölnachfrage um 2,1 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag. Das sind 380.000 Barrel pro Tag oder etwa zwei Prozent mehr als in der vorangegangenen Schätzung. Die gesamte Nachfrage dürfte nach Einschätzung der Agentur im laufenden Jahr bei 99,7 Millionen Barrel pro Tag liegen. Im kommenden Jahr dürfte die Nachfrage dann auf täglich 101,8 Millionen Barrel ansteigen.

Die höhere Nachfrage nach Rohöl sei vor allem in den Regionen Europa und Naher Osten zu erwarten, heißt es weiter in dem Monatsbericht des Interessenverbands von westlichen Industriestaaten.

COV Inland

Auch Salzburg dürfte auf den Einsatz von symptomfreien CoV-positiven Lehrerinnen und Lehrern an den Pflichtschulen verzichten. Derzeit sei man noch in Abstimmung mit anderen Bundesländern bzw. Landessanitäts- und Bildungsdirektion. „Aber wir werden eher von der Bundeslösung abweichen“, so ein Sprecher von Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) in den „Salzburger Nachrichten“ (Donnerstag-Ausgabe).

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Im Innsbrucker Stadtsenat haben sich ÖVP, FPÖ und Für Innsbruck gestern dafür ausgesprochen, das vom Bund für CoV-Impfkampagnen überwiesene Geld für Maßnahmen gegen die Teuerung einzusetzen. Bürgermeister Georg Willi (Grüne), der anderer Meinung war, blieb in der Minderheit.

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Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 5.877 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

19.242 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 1.370 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 76 auf Intensivstationen.

AGES: 7-Tage-Inzidenz bei 449,7

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 449,7 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Wien (657,1) und im Burgenland (554,7). Am niedrigsten ist der Wert in Vorarlberg (196,2) und in Oberösterreich (329,5).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Inland

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat den freiheitlichen Kandidaten für die Hofburg, Walter Rosenkranz, getadelt, weil dieser damit geliebäugelt hat, die Regierung zu entlassen.

„Das riecht ein wenig nach Putsch und Willkür eines Einzelnen“, sagte das amtierende Staatsoberhaupt in einem Interview mit der „Kleinen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). Rosenkranz hatte zuletzt bei einer Pressekonferenz auf Journalistenfragen, ob er als Bundespräsident gleich die Regierung entlassen würde, gemeint, die Wahrscheinlichkeit dafür liege „auf jeden Fall höher als 50 Prozent“.

„Nicht Aufgabe (…), Chaos zu produzieren“

Er erinnerte an die Usance, dass die Bundesregierung dem Präsidenten zum Amtsantritt ihren Rücktritt anbietet. „Unter Umständen, wenn man so ein Angebot bekommt, kann man es durchaus annehmen“, meinte Rosenkranz. „Warum soll man diese schönen Dinge nicht nützen, wenn sie in der Verfassung stehen?“

Van der Bellen konnte dem nichts abgewinnen: „Mit so etwas spielt man nicht. Mit Österreich spielt man nicht“, meinte er gegenüber der „Kleinen Zeitung“. Zwar räume die Verfassung dem Bundespräsidenten tatsächlich das Recht ein, die Regierung zu entlassen. Der Nationalrat bleibe jedoch bestehen, so Van der Bellen.

Wahlen seien das „Kernstück einer Demokratie“, reagierte Rosenkranz auf die Vorwürfe. Sollte er den Eindruck haben, dass das Vertrauen der Menschen in die Politik verloren gehe, „dann ist es für mich auch ein ganz klarer Auftrag an den Bundespräsidenten, dem Souverän in letzter Konsequenz die Möglichkeit zu geben, an der Wahlurne für Veränderung zu sorgen“.

„Krone“-Kolumnist Wallentin will antreten

Indes hat „Kronen Zeitung“-Kolumnist Tassilo Wallentin bekanntgegeben, nun doch bei der Hofburg-Wahl kandidieren zu wollen. Wie die „Kronen“ (Onlineausgabe) heute berichtete, will es der Rechtsanwalt im Alleingang – ohne Partei im Hintergrund – auf den Stimmzettel schaffen. Der 48-Jährige war zuvor medial auch als potenzieller Kandidat für die FPÖ gehandelt worden.

Wallentin muss für eine Kandidatur – wie jeder andere Kandidat auch – 6.000 Unterstützungserklärungen sammeln und den Wahlbehörden bis zum 2. September vorlegen. Seine letzte Kolumne in der „Krone bunt“ wird am kommenden Sonntag erscheinen, so die „Krone“. Aus Wallentins Umfeld wurde der APA sein Vorhaben bestätigt.

Die Einnahmen aus der Digitalsteuer sprudeln. Waren es im ersten Jahr (der Einführung) 2020 34 Mio. Euro, stieg die Zahl 2021 auf 80 Mio. Euro. Für heuer erwartet Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) bereits 100 Mio. Euro, wie er im Interview mit der APA sagte.

„Es war sicher die richtige Entscheidung, diese Steuer einzuführen“, so der Finanzminister. Er hofft, dass es auch europaweit noch bis Ende des Jahres eine Einigung diesbezüglich gibt.

Hoffen auf Einigung auf EU-Ebene

„Die Digitalsteuer ist eine Frage der Gerechtigkeit.“ Österreich sei hier Vorreiter, „unsere Experten sind bei den Verhandlungen um eine internationale Digitalsteuer federführend“, so Brunner. Auf EU-Ebene hofft er auf eine Entscheidung bis Ende des Jahres, damit die Steuer noch 2023 in Kraft treten könnte. Bei der Einführung einer weltweiten Digitalsteuer hänge vieles von den USA ab. Im Herbst finden die Zwischenwahlen statt. Davon hänge einiges ab.

Eine aktuelle Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) sorgt in Oberösterreich für Diskussion. Konkret geht es um eine Abgabe auf Zweitwohnsitze. Laut VfGH habe das Land in einem bestimmten Fall zu Unrecht Geld eingehoben. Das Urteil dürfte weitreichende Folgen haben.

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Betonleitwände, eine Einbahnregelung und eine nächtliche 30er-Zone auf der Zufahrtsstraße sollen die Roadrunner-Szene auf dem Parkplatz des Kahlenberg im Zaum halten. In besonders schweren Fällen soll das Auto beschlagnahmt werden.

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Gesundheit

Die letzten zwei Juli-Wochen haben ein deutliches Plus bei den Todesfällen gebracht. Das zeigen heute veröffentlichte Daten der Statistik Austria. So starben von 18. bis 31. Juli um ein Fünftel mehr Menschen als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2019. Noch nicht ausgewertet sind die Todesursachen. Zur erhöhten Sterblichkeit beigetragen haben könnten aber sowohl die Hitze als auch die für den Juli ungewöhnlich vielen CoV-Erkrankungen.

Viele Todesfälle in vorletzter Juli-Woche

Besonders viele Todesfälle meldete die Statistik Austria für die vorletzte Juli-Woche. Da verstarben in Österreich 1.830 Menschen – um ein Viertel mehr als im Schnitt der Jahre 2015 bis 2019. Für die letzte Juli-Woche meldete die Statistik Austria am Donnerstag 1.706 Verstorbene. Das sind um 15 Prozent mehr als im Durchschnitt.

Geprägt waren beide Wochen von großer Hitze: Die von der ZAMG ausgewiesenen Juli-Höchstwerte lagen in allen Bundesländern zwischen dem 20. und 25. Juli. Am heißesten war es mit 37,8 Grad in Seibersdorf in Niederösterreich. Sommerliche Hitzewellen führen in der Regel zu einem Anstieg der Sterbefälle.

Viele CoV-Erkrankungen im Sommer ungewöhnlich

Ungewöhnlich waren heuer aber auch die vielen CoV-Erkrankungen. Anders als in den ersten beiden Jahren der Pandemie gab heuer bereits im Sommer eine größere Infektionswelle. Dementsprechend verzeichnet die AGES auch vergleichsweise viele Todesfälle: 320 Menschen sind im Juli nach einer Infektion verstorben – fünfmal so viele wie im Juli 2021 (64) und siebenmal so viele wie 2020 (45).

Wirtschaft

Der Chef der irischen Billigairline Ryanair hat das Ende der Billigtickets eingeläutet: Er glaube nicht, dass es künftig noch Zehn-Euro-Tickets für Flüge geben werde, sagte Michael O’Leary heute in der BBC. „Unsere wirklich günstigen Tarife, die Ein-Euro-Tarife, die 0,99-Euro-Tarife und sogar die 9,99-Euro-Tarife, ich glaube, die werden Sie in den kommenden Jahren nicht sehen.“

Grund seien die seit dem Ukraine-Krieg nochmals gestiegenen Ölpreise, führte der Airline-Chef aus. Im Verlauf der kommenden fünf Jahre könnten die durchschnittlichen Ticketpreise von derzeit 40 Euro auf rund 50 Euro ansteigen, prognostizierte O’Leary. Er glaube aber dennoch nicht, dass die Menschen dann weniger fliegen werden.

Lohnforderungen und Fachkräftemangel belasten

Ryanair und andere Billiganbieter wie easyJet hatten sich in den vergangenen 20 Jahren gegenseitig mit günstigen Flugreisen unterboten. Die derzeit hohen Energiepreise belasten nun nicht nur die Airlines, sondern auch die Haushalte. Die hohe Inflation führt zunehmend zu Arbeitskämpfen und hohen Lohnforderungen, die auch den Flugverkehr und insbesondere die Flughäfen betreffen.

Hinzu kommt der Fachkräftemangel, der ebenfalls die europäische Luftfahrtbranche beherrscht. O’Leary machte im Interview mit der BBC heute auch den Brexit dafür verantwortlich. Dieser sei ein „Desaster“ für die Arbeitnehmerfreizügigkeit gewesen.

Die Österreichische Post merkt die Zurückhaltung beim Onlineshopping. Im ersten Halbjahr ging das Paketvolumen im Jahresvergleich um fünf Prozent zurück – gegenüber 2020 ist das aber noch immer ein Plus von 51 Prozent. Die Brief- und Werbepost gab konzernweit im ersten Halbjahr 2022 um 1,4 Prozent nach. Im Geschäftsfeld Filiale & Bank hingegen gab es ein Umsatzplus von 49,3 Prozent.

Auf die steigenden Kosten im Energiesektor reagiert die Post mit höheren Portopreisen. Der Brief S verteuert sich von 0,85 auf 1 Euro, der Brief M von 1,35 auf 1,40, das Päckchen S von 2,75 auf 3 Euro und das Päckchen M von 4,30 auf 4,50 Euro (gültig mit 1. Oktober).

Mitarbeiterrekrutierung als Herausforderung

Neben den hohen Energiekosten und der allgemein hohen Inflation sieht Post-Chef Georg Pölzl vor allem die Mitarbeiterrekrutierung als größte Herausforderung. Gut 1.000 Beschäftigte könnte die Post sofort einstellen, so Pölzl heute bei der Halbjahrespressekonferenz.

Wie in allen anderen Branchen auch sei vor allem der Fahrermangel ein Problem. Ebenfalls heikel sei die Situation auf dem Papiermarkt, hier seien die Engpässe schon bemerkbar, etwa bei der Dicke der Postwurfsendungen. Wobei der Postwurf ohnehin ein österreichisches Spezifikum sei. „Wir sind hier Europameister“, betonte Pölzl.

Bereits im Sommer plus vier Prozent KV-Erhöhung beschlossen

Die Herbstlohnrunde mit wohl deutlich höheren Abschlüssen als in der Frühjahrsrunde bleibe aber wohl erspart, die Postler haben bereits im Sommer bei plus vier Prozent KV-Erhöhung abgeschlossen, so Pölzl.

Der Personalaufwand belief sich im ersten Halbjahr 2022 auf 571,8 Mio. Euro, das entspricht einem Rückgang von 2,7 Prozent. Der Post-Konzern beschäftigte in den ersten sechs Monaten 2022 durchschnittlich 27.144 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte), während in der Vorjahresperiode im Schnitt 27.489 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig waren (minus 1,3 Prozent).

Zur Erschließung neuer Energiequellen will der deutsche Kanzler Olaf Scholz (SPD) sich für den Bau einer Pipeline von Portugal und Spanien über Frankreich nach Mitteleuropa einsetzen. Eine solche Leitung hätte gebaut werden sollen und werde nun vermisst, sagte Scholz heute bei seiner Sommerpressekonferenz in Berlin. Diese würde jetzt „einen massiven Beitrag zur Entlastung und Entspannung der Versorgungslage“ leisten.

Er habe deshalb bei seinen Kollegen in Spanien, Portugal und Frankreich sowie bei EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen „sehr dafür geworben, dass wir zum Beispiel ein solches Projekt anpacken“.

Projekt galt als unwirtschaftlich

Das Projekt „MidCat“ für eine Gaspipeline von Spanien nach Südfrankreich wurde vor einigen Jahren gestoppt, weil es aus damaliger Sicht auch wegen des billigeren Erdgases aus Russland für unwirtschaftlich gehalten wurde.

Angesichts des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine könnte die Pipeline aber nun dazu beitragen, Europa von russischem Gas unabhängiger zu machen. Es fehlen noch 226 Kilometer von Hostalric in Katalonien über die Pyrenäen bis nach Barbaira in Frankreich, Bauzeit mindestens zwei Jahre. Spanien möchte, dass die EU den Bau finanziert.

Die voestalpine baut die Produktion von hochfesten Stählen für die Autoindustrie aus. 100 Millionen Euro werden dazu bis 2027 in die Modernisierung der Feuerverzinkungsanlage am Standort in Linz investiert.

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Mit der vollautomatischen U-Bahn-Linie U5 starten die Wiener Linien 2026 laut eigenen Angaben in „ein neues U-Bahn-Zeitalter“. Nun sind die ersten zwei Bahnsteigtüren für den vollautomatischen Betrieb in der Station Volkstheater errichtet worden.

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Umwelt & Klima

Gerade in nördlichen Regionen reagieren Wälder auf die zunehmende Trockenheit: Jungbäume wachsen langsamer und überleben seltener. Baumarten dringen in kühlere Gebiete vor. Das zeigen zwei aktuelle Studien aus den USA – Entwicklungen, die auch in Österreich zu beobachten sind. Auch hier stehen Wälder unter Klimastress.

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In der Gegend von Duino, nahe der italienischen Hafenstadt Triest, ist heute ein Brand ausgebrochen. Wegen der hohen Flammen wurde die Autobahnausfahrt in Richtung Triest geschlossen, teilten die Behörden mit.

Die Sperre war notwendig, um der Feuerwehr das Löschen des Feuers zu ermöglichen. Auch ein Hubschrauber war dabei im Einsatz. Es ist bereits der fünfte Großbrand im Karstgebiet in den vergangenen drei Wochen.

Bisher sind mehr als 500 Hektar Wald zerstört worden. Die Ermittler vermuten Brandstiftung. In den vergangenen Wochen war es wegen der Brände in Friaul-Julisch Venetien sogar zu Unterbrechungen im regionalen Bahnverkehr und auf der Autobahn A4 (Venedig–Triest) gekommen.

Feuerwehr aus NÖ hilft in Frankreich

An der französischen Atlantikküste flammten zuletzt wieder heftige Waldbrände auf. Die lokalen Behörden baten über die Europäische Union ausländische Kräfte um Unterstützung. Dieser Bitte kommen nun auch Feuerwehrleute aus Niederösterreich nach.

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Der unter Touristinnen und Touristen bekannte und beliebte toskanische Badeort Orbetello wird ausgerechnet vor „Ferragosto“, dem Höhepunkt der Urlaubssaison in Italien, von einer lästigen Insekteninvasion heimgesucht. Es handelt sich dabei um winzig kleine Mücken, die in Schwärmen auftreten, aber nicht stechen.

Wegen der Trockenheit der vergangenen Wochen haben sich diese Schwärme stark vermehrt, belagern die Ortschaft in der südlichen Toskana und treiben Touristen davon. Die Behörden riefen Einwohner und Urlauber auf, ihre Fenster geschlossen zu halten und keine Wäsche aufzuhängen.

Lokalbesitzer beklagen schwere Verluste

Restaurant- und Barbesitzer in Orbetello beklagen bereits schwere Verluste, da die Kunden es vermeiden würden, in den Abendstunden auszugehen. „Wir sind gezwungen, zwei Stunden früher zu schließen“, sagte der Besitzer eines Cafes im Zentrum Orbetellos der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“. Einige Lokale mussten die Außenbeleuchtung ausschalten und nehmen Reservierungen für das Abendessen nur noch bis 21.00 Uhr entgegen.

Biologe: Hohe Temperaturen verringern natürliche Feinde

Der Biologe Mauro Lenzi, betonte, dass die hohe Zahl dieser lästigen, aber harmlosen Mückenschwärme in der Lagune darauf zurückzuführen sei, dass die hohen Temperaturen die Präsenz der natürlichen Feinde – Insekten, Frösche, Fledermäuse und verschiedene Vogelarten – verringert habe.

Die Behörden kündigten Desinfektionsmaßnahmen an, bereits zum vierten Mal in wenigen Wochen. Die Einwohner beschwerten sich jedoch darüber, dass eine gründliche Schädlingsbekämpfung, die normalerweise im Frühjahr stattfindet, dieses Jahr ausgelassen wurde.

Sport

Österreichs Teamspielerin Marina Georgieva hat heute mit einem Wechsel aufhorchen lassen: Die 25-jährige Niederösterreicherin hat sich dem internationalen Topclub Paris Saint-Germain (PSG) angeschlossen. Die Verteidigerin, die zuletzt bei der Europameisterschaft in England im Viertelfinale gegen Deutschland (0:2) auch in der Startelf stand, unterschrieb beim französischen Vizemeister einen Zweijahresvertrag.

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ÖFB-Star David Alaba hat Real Madrid mit einem Tor zum Triumph im UEFA-Supercup verholfen. Der Champions-League-Sieger aus Spanien setzte sich gestern in Helsinki im Duell mit Europa-League-Gewinner Eintracht Frankfurt und Trainer Oliver Glasner verdient mit 2:0 durch.

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Für die Kletterer liegen bei den sportartenübergreifenden European Championships in München acht EM-Medaillensätze bereit. Das österreichische Team ist in allen vier EM-Disziplinen Vorstieg, Bouldern, Speed und dem neuen Kombinationsformat für Spitzenplätze gut. Allen voran wollen die Erfolgsgaranten Jakob Schubert und Jessica Pilz ihre Edelmetallsammlungen aufstocken. Pilz freut sich schon auf ein „Fast-Heimspiel“.

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Chronik

Im Prozess um mögliche Behandlungsfehler in einer Badener Kinderwunschklinik gibt es ein Urteil: Der angeklagte Arzt wird zu 16 Monaten Haft verurteilt, davon elf Monate bedingt. Das Wiener Neustädter Urteil ist nicht rechtskräftig.

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Ein 33-jähriger australischer Tourist ist gestern mit einem geliehenen Motorroller in das Gelände von Pompeji am Fuß des Vulkans Vesuv eingedrungen, um eine Tour durch die archäologische Stätte zu machen. Eineinhalb Kilometer legte der Australier zurück, bevor er von den Carabinieri angehalten und angezeigt wurde, berichteten lokale Medien.

Der Mann hatte die Öffnung einer Durchfahrt während Routinearbeiten genutzt, um mit dem Motorroller in das archäologische Gelände einzudringen. Den Carabinieri erklärte der überraschte Tourist, er habe nicht gewusst, dass die Straßen Pompejis für Motorfahrzeuge nicht zugänglich seien. Nachdem festgestellt wurde, dass der Tourist keine Schäden angerichtet hatte, wurde er wegen unbefugten Betretens des archäologischen Parks angezeigt.

Die antike Stadt Pompeji lag am Fuße des Vulkans Vesuv. Beim Ausbruch des Vulkans im Jahr 79 nach Christus hatten Asche, Schlamm und Lava die Siedlungen unter sich begraben und die Stadt teilweise konserviert. Im 18. Jahrhundert wurde Pompeji wiederentdeckt. Die Ausgrabungsstätte, die immer wieder sensationelle Funde zutage fördert, gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Italien und ist eine der wichtigsten Touristenattraktionen des Landes.

Bei einer starken Explosion in Evansville im US-Bundesstaat Indiana sind mindestens drei Menschen getötet worden. Mindestens 39 Häuser seien beschädigt worden, elf davon seien unbewohnbar, berichteten US-Medien gestern (Ortszeit) übereinstimmend unter Berufung auf die Feuerwehr.

Zerstörung nach Explosion in Indiana (USA)
AP/Evansville Courier & Press/Denny Simmons

Es könne noch weitere Opfer in den Trümmern geben, denn manche der beschädigten Häuser könnten aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Die Ursache der Explosion wird untersucht.

Bilder zeigten erst heute das Ausmaß der Zerstörung: Vielen Häusern fehlten Wände, Trümmerteile bedeckten ganze Straßen. Die Explosion hatte einen Radius von umgerechnet rund 30 Metern, wie Feuerwehrchef Mike Connelly der lokalen Tageszeitung „Courier & Press“ berichtete. Die meisten Straßen in der Gegend waren vorübergehend gesperrt.

Leute

In Großbritannien geht es politisch heiß her. Die konservativen Torys stehen im Auswahlprozess für ihren nächsten Parteichef oder die nächste Parteichefin. Zudem ringt die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon derzeit mit der Regierung in London, ein neues Unabhängigkeitsreferendum abhalten zu dürfen. Inmitten der politischen Turbulenzen richten die Handelnden einander nicht nur nette Worte aus.

Nachdem die Anwärterin für die Leitung der Torys, Liz Truss, Sturgeon wegen der Unabhängigkeitsbemühungen als „auf der Suche nach Aufmerksamkeit“ charakterisiert hatte, feuerte Sturgeon zurück. Auf einer Veranstaltung in Edinburgh erzählte sie anekdotisch, Truss habe unbedingt in der Modezeitschrift „Vogue“ abgebildet werden wollen, wie der „Guardian“ berichtet.

Schottlands Primierministerin Nicola Sturgeon (l.) und die britische Außenministerin Liz Truss
APA/AFP/Daniel Leal und Jeff J. Mitchell
Nicola Sturgeon, Liz Truss

Am Rande des UNO-Klimagipfels in Glasgow voriges Jahr habe Truss sie gefragt, wie das zu bewerkstelligen sei, so Sturgeon: „Ich erinnere mich ziemlich gut daran. Ich war gerade fertig und – das hört sich vielleicht jetzt hochnäsig an, das ist aber gar nicht meine Absicht – ich war eben gerade von der ‚Vogue‘ interviewt worden. Sie wollte hauptsächlich mit mir darüber sprechen und wollte wissen, wie sie auch in die ‚Vogue‘ komme“, so Sturgeon. „Ich sagte zu ihr, die sind einfach gekommen und haben mich gefragt.“

Sturgeon habe ihr zudem erzählt, dass die Modezeitschrift bereits zweimal über sie geschrieben habe. Daraufhin habe Truss „ein bisschen geschaut, als hätte sie eine Wespe verschluckt“. Abschließend gab sich Sturgeon wieder versöhnlicher: „Ich bin sicher, wir werden noch viel mehr Gespräche über viel wesentlichere Dinge führen.“ Zudem sei sich sicher, dass Truss „bald in der Vogue sein wird“.

Die am Montag im Alter von 73 Jahren verstorbene Sängerin und Schauspielerin Olivia Newton-John soll mit einer staatlichen Trauerfeier in Australien gewürdigt werden. Die Familie der britisch-australischen Künstlerin habe ein entsprechendes Angebot ihres Bundesstaats angenommen, sagte Victorias Premierminister Daniel Andrews heute. „Es wäre mehr ein Konzert als eine Beisetzung.“ Ort und Datum nannte er nicht. Es werde weitere Gespräche zwischen der Familie und seinem Büro dazu geben.

Olivia Newton John im Jahr 2016
APA/AFP/Chris Delmas

„Die Familie war sehr gerührt von der Aussicht, dass die Leute von Victoria zusammenkommen und Olivias Leben feiern können“, sagte Andrews weiter. Newton-John sei ein „ganz besonderer Mensch“ gewesen.

Die mit der Musicalverfilmung „Grease“ Ende der 1970er weltberühmt gewordene gebürtige Britin war nach einem jahrzehntelangen Kampf gegen Krebs im Alter von 73 Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien gestorben. Als Kind war sie mit ihrer Familie nach Melbourne ausgewandert, wo sie auch aufwuchs.

Religion

Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner verteidigt die für den 15. August geplante Jungfrauenweihe im Salzburger Dom. Kritik an der Weihe, in der die Kandidatin im Brautkleid ausgestreckt auf dem Boden liegen wird und vom Bischof unter anderem einen Ring empfängt, ist laut geworden.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Kultur

Die Musikbranche ist nach wie vor männerdominiert. Dabei gibt es in jedem Genre Frauen wie Bessie Smith, Angel Olsen oder Billie Eilish, die mit ihrer Musik die Welt verändern. Ihre Geschichten hat die Berliner Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Juliane Streich in „These Girls, Too“ gesammelt.

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Die Polizei in Rio de Janeiro hat vier mutmaßliche Mitglieder einer Betrügerbande festgenommen. Die Täter sollen von einer älteren Frau Geld, Schmuck und Kunstwerke im Wert von mehr als 725 Millionen Reais (umgerechnet rund 135 Millionen Euro) erbeutet haben.

Das Gemälde"Sol Poente" der brasilianischen Malerin Tarsila do Amara
AP/Rio de Janeiro Civil Police

Unter den gestohlenen Werken, die inzwischen wiedergefunden wurden, war auch das Gemälde „Sol Poente“ der brasilianischen Malerin Tarsila do Amaral (1886–1973), wie aus einer Mitteilung der Polizei in Rio von gestern Abend (Ortszeit) hervorging. Zuvor seien in einer Kunstgalerie in Sao Paulo weitere Gemälde sichergestellt worden.

Brasiliens teuerste Künstlerin

Ein Werk von do Amaral hatte 2020 einen Rekord in der brasilianischen Kunstwelt aufgestellt. Das 1923 entstandene Bild „A Caipirinha“ brachte damals bei einer Versteigerung 57,5 Millionen Reais ein, umgerechnet rund 9,3 Millionen Euro. Der argentinische Unternehmer Eduardo Costantini erwarb das Bild „Abaporu“ 1995 für damals 1,3 Million Dollar, es ist heute eine der Hauptattraktionen des von ihm gegründeten Museu de Arte Latina de Buenos Aires (MALBA).

Den Ermittlungen zufolge hatte die Tochter des Opfers, der Witwe eines Kunstsammlers und Kunsthändlers, laut Polizei das im Jänner 2020 begonnene kriminelle Unterfangen selbst in die Wege geleitet. Die ältere Frau sei überzeugt worden, für eine spirituelle Behandlung ihrer Tochter exorbitante Summen zahlen zu müssen. Die Tochter war nach Aussage eines der Bandenmitglieder, das sich als Hellseher ausgab, sterbenskrank.

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