Ausland

Ein internationales Medienkonsortium hat kurz vor dem Besuch der UNO-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet in Xinjiang weitere Belege für die massenhafte Internierung von Uiguren in China veröffentlicht.

Fotos, Reden und Behördenweisungen bewiesen, dass es sich bei den Lagern nicht wie von der chinesischen Regierung behauptet um „berufliche Fortbildungseinrichtungen“ handle, erklärten der an der Recherche beteiligte Bayerische Rundfunk und der „Spiegel“ heute.

So finde sich in dem Datensatz eine bisher unbekannte Rede des ehemaligen Parteichefs der Region Xinjiang aus dem Jahr 2017, in der es heißt, jeder Gefangene, der auch nur versuche, ein paar Schritte weit zu entkommen, sei „zu erschießen“.

Auf Bildern seien Sicherheitskräfte mit Sturmgewehren zu sehen. Ein Foto zeige zudem einen Häftling in einem Tigersessel – einer Foltervorrichtung, bei der die Beine überdehnt werden.

Chinesische Botschaft: Maßnahmen gegen terroristische Vereinigung

Die chinesische Botschaft in den USA erklärte, die Maßnahmen in Xinjiang richteten sich gegen terroristische Bestrebungen, es gehe nicht um „Menschenrechte oder eine Religion“. Der Datensatz wurde der Mitteilung zufolge dem deutschen Anthropologen und bekannten China-Forscher Adrian Zenz zugespielt.

Er wies schon früh auf die mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang hin und
wurde 2021 von Peking mit Sanktionen belegt. Er teilte die Daten mit 14 westlichen Medien.

Bachelet wird voraussichtlich heute und morgen die Städte Urumqi und Kashgar in Xinjiang besuchen. Die Regierung in Peking wird beschuldigt, mehr als eine Million Uiguren und andere muslimische Minderheiten in der Region im äußersten Westen des Landes in „Umerziehungslagern“ interniert zu haben. Die USA sprechen von einem Genozid. China bestreitet die Vorwürfe vehement.

Verurteilungen zum Tod und vollstreckte Hinrichtungen haben laut Amnesty International im Jahr 2021 weltweit zugenommen. Mindestens 579 Menschen wurden hingerichtet, davon waren 24 Frauen, heißt es in einem aktuellen Bericht der Menschenrechtsorganisation.

Bei Amnesty International sprach man von einer besorgniserregenden Zunahme von Todesurteilen und Hinrichtungen. Mit der Aufhebung von CoV-Maßnahmen hätten Gerichte im vergangenen Jahr wieder mehr Todesurteile gefällt.

Allerdings gab es auch Anlass zur Hoffnung: Trotz dieser Rückschläge stellte die Anzahl erfasster Hinrichtungen des vergangenen Jahres nach 2020 den zweitniedrigsten Hinrichtungsstand weltweit dar, den Amnesty seit 2010 aufgezeichnet hat. Vergleiche seien aber schwierig, wegen veränderter Methodologie, territorialer Verschiebungen bzw. fehlender Informationen aus vielen Ländern.

Keine Zahlen aus China

Für den Iran wurde 2021 die höchste Zahl an dokumentierten Hinrichtungen seit 2017 festgestellt. In Saudi-Arabien wurden doppelt so viele Menschen hingerichtet wie 2020, während die USA die geringste Zahl an Exekutionen seit 1988 hatten.

Im Amnesty-Bericht sind keine Zahlen aus China, Nordkorea und Vietnam enthalten, dort wurden vermutlich Tausende Todesurteile vollstreckt. Die Regierungen dieser drei Staaten halten Angaben zur Todesstrafe unter Verschluss und behandeln sie als Staatsgeheimnis, sodass eine unabhängige und genaue Überprüfung unmöglich ist.

Die Vereinigten Staaten haben laut einer FBI-Statistik im vergangenen Jahr mit 61 Amokläufen einen Anstieg der Gewalttaten von „aktiven Schützen“ um 52 Prozent im Vergleich zu 2020 verzeichnet. Die Zahl der Vorfälle sei im Vergleich zu 2020 deutlich gestiegen und habe den höchsten Stand seit über 20 Jahren erreicht, berichtete das FBI gestern.

Im vergangenen Jahr habe es infolge von Amokläufen 103 Tote und 140 Verletzte gegeben, heißt es in dem Bericht. 2021 war das siebenttödlichste Jahr seit Beginn der FBI-Aufzeichnungen im Jahr 2000. Es verzeichnete aber die meisten Angriffe dieser Art.

Der Vorfall mit den meisten Toten des Jahres 2021 war ein Schusswaffenangriff in einem Supermarkt in Boulder im US-Bundesstaat Colorado, bei dem zehn Menschen ums Leben kamen. In einer FedEx-Filiale in Indianapolis wurden acht Menschen getötet und sieben verwundet.

Die US-Behörde definiert eine Amokläuferin bzw. einen Amokläufer („active shooter“) als jemanden, der scheinbar wahllos Menschen an öffentlichen Orten tötet oder töten will. Das FBI wies darauf hin, dass von den Daten Gewalttaten im Zusammenhang mit Banden oder Drogen, Vorfälle, die als häusliche Gewalt definiert wurden, isolierte Geiselsituationen und Kreuzfeuer aus anderen kriminellen Handlungen ausgeschlossen sind.

Dschihadisten haben in Nigeria als Vergeltung für einen Militäreinsatz 30 Zivilistinnen und Zivilisten getötet. Milizenführer Babakura Kolo sagte heute, dass Mitglieder der Organisation Islamischer Staat (IS) in Westafrika am Samstag ein Dorf im Bundesstaat Borno nahe der Grenze zum Tschad angegriffen hatten. Die 30 Opfer waren nach seinen Angaben „Schrottsammler, die sich in der Region auf der Suche nach ausgebrannten Fahrzeugen befanden“.

Laut einem anderen Milizenführer, Umar Ari, beschuldigten die Dschihadisten die Menschen, die Armee über ihre Positionen in der Region informiert zu haben. Die Opfer hätten das „Pech gehabt, sich zu einem Zeitpunkt in der Gegend aufzuhalten, als die Terroristen den Tod ihrer beiden Kommandeure betrauerten, die bei einer Militäroperation getötet wurden“. In den vergangenen Wochen hatte die nigerianische Armee mehrere Dschihadistenführer bei Angriffen getötet.

IS in Westafrika hatte sich 2016 von Boko Haram abgespalten. Beide Gruppen greifen zunehmend Zivilpersonen an, denen sie vorwerfen, sie auszuspionieren. Die Gewalt der Dschihadisten hat seit 2009 mehr als 40.000 Menschenleben gefordert

Ukraine-Krieg

Trotz des Falls der Hafenstadt Mariupol sieht ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers das militärische Hauptziel dort als erreicht an.

„Das Hauptziel wurde erreicht in Mariupol. Es war, die russischen Gruppierungen zurückzuhalten, (…) mehr als 20.000 russische Soldaten. Und das wurde möglich gemacht dank der Heldentaten der Verteidiger von Mariupol und der Verteidiger, die später in Asow-Stahl waren“, sagte Jurij Sak heute im ARD-„Morgenmagazin“. Dadurch hätten die russischen Truppen keine anderen Gebiete im Osten der Ukraine erobern können.

Die Soldaten von Asow-Stahl hätten den Ukrainern und Ukrainerinnen Zeit gegeben, sich neu zu gruppieren und mehr Militärhilfe von ihren internationalen Partnern zu erhalten. „Aus dieser Perspektive wurde das Ziel erreicht“, so Sak. Die letzten ukrainischen Kämpfer im Asow-Stahl-Werk in Mariupol hatten sich in der vergangenen Woche ergeben.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach drei Monaten Krieg vom Westen moderne Raketenabwehrwaffen und Kampfflugzeuge gegen die russischen Angriffen in seinem Land gefordert.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
Reuters/Arnd Wiegman

Viele Menschen wären „nicht gestorben, wenn wir alle Waffen erhalten hätten, um die wir bitten“, sagte Selenskyj gestern Abend in einer Videobotschaft. Sein Land sei seit Kriegsbeginn am 24. Februar Ziel von etwa 3.000 Luft- und annähernd 1.500 Raketenangriffen gewesen. Die große Mehrheit der Angriffe habe zivilen Objekten gegolten.

Alle Partner der Ukraine seien sich einig, dass der Kampf seines Landes gegen Russland dem „Schutz der gemeinsamen Werte aller Länder in der freien Welt“ diene, sagte Selenskyj. Deshalb habe sein Land ein Recht auf Waffenhilfe.

Kolumbianische Soldaten werden ukrainische Militärangehörige zu Minenräumern ausbilden, wie das Verteidigungsministerium des südamerikanischen Landes mitteilte.

Kolumbien ist nach 60 Jahren bürgerkriegsähnlicher Kämpfe zwischen Militär, linken Revolutionären, paramilitärischen Milizen und Drogenkartellen nach UNO-Angaben eines der Länder mit der größten Dichte an Minenfeldern. Lau der Regierung in Bogota sind seit 1990 etwa 2.300 Menschen durch Minen zu Tode gekommen, rund 10.000 wurden verletzt.

Einen Job zu bekommen gestaltet sich für einige ukrainische Flüchtlinge schwierig. Firmen in Wien sind gewillt, Geflüchtete anzustellen – die Bürokratie würde aber bremsen. Von den rund 15.000 erwachsenen Flüchtlingen sind momentan knapp 880 Personen in einem Arbeitsverhältnis

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COV Inland

Fast 15 Prozent der seit Ausbruch der Pandemie bis Ende März 2022 in den heimischen Krankenhäusern stationär aufgenommenen Covid-Patientinnen und -Patienten haben die Krankheit nicht überlebt.

Im intensivmedizinischen Bereich (ICU) starben 34,5 Prozent der schwerkranken Patientinnen und Patienten. Die Omikron-Welle hat die Infektionszahlen mit Jahresbeginn zwar deutlich in die Höhe getrieben – zugleich ist aber die Sterblichkeit in den Spitälern markant zurückgegangen.

Jüngsten Zahlen der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zufolge reduzierte sich zwischen Anfang Jänner und Ende März die Letalität bei hospitalisierten CoV-Kranken auf 8,6 Prozent. Auf den Intensivstationen lag die Sterblichkeit bei 25,4 Prozent.

Fast die Hälfte der Todesfälle auf Normalstationen

Fast die Hälfte aller seit Pandemiebeginn verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 – exakt 47 Prozent – betraf Menschen, die ausschließlich auf Normalstationen gepflegt wurden. Auf den ICU-Bereich entfielen 25 Prozent, 28 Prozent verstarben außerhalb von landesfondsfinanzierten Krankenanstalten.

Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Österreich drei Prozent aller positiv auf SARS-CoV-2 getesteten Personen in einem Krankenhaus behandelt. 0,49 Prozent brauchten ein Intensivbett, wobei der Anteil der Männer mit 0,64 Prozent deutlich über jenem der Frauen (0,35 Prozent) liegt.

Omikron-Welle: Verweildauer in Spital gesunken

Die durchschnittliche Verweildauer auf Intensivstationen betrug 13,1 Tage. Seit der Dominanz der Omikron-Variante ist sie spürbar zurückgegangen. Im Schnitt führte eine Spitalsaufnahme im Zusammenhang mit CoV von Jänner bis Februar 2022 zu einem achttägigen Krankenhausaufenthalt.

Nachdem die Expertenkommission zum Monitoring der Impfpflicht gestern Abend der Bundesregierung ihren neuen Bericht vorgelegt hat, präsentiert diese heute ihre Entscheidung darüber, wie es mit der Impfpflicht weitergeht.

Erwartet wird, dass diese über den Sommer weiter ausgesetzt bleibt und das Gesetz nicht „scharfgestellt“ wird. Neuigkeiten dürfte es bei der Pressekonferenz zur Maskenpflicht geben.

Die bestehenden Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus („Stichwort: Maskenpflicht“), seien in den vergangenen Wochen intensiv diskutiert worden, hieß es in der Einladung zur Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) und Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP). „Die Bundesregierung hat sich nun über das weitere Vorgehen verständigt.“ Weitere Informationen gab es auf Anfrage der APA nicht.

Was passiert mit Maskenpflicht?

Seit dem letzten großen Lockerungsschritt Mitte April gilt die FFP2-Pflicht – zum Schutz vulnerabler Personen – nur noch in geschlossenen Räumen von Krankenanstalten und Heimen, öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis, im Kundenbereich des lebensnotwendigen Handels, im Parteienverkehr der Verwaltungsbehörden und in Einrichtungen zur Religionsausübung außerhalb von Messen. Diese Verordnung ist derzeit bis 8. Juli vorgesehen. Aus Gewerkschaften und Handel gab es immer wieder Forderungen, auf die Maskenpflicht in Supermärkten und Drogerien zu verzichten, da das Maskentragen eine große Belastung für die Angestellten sei.

Was die Impfpflicht betrifft, wird damit gerechnet, dass diese weiter ausgesetzt bleibt. Eigentlich hätte bei Verstößen ab Mitte März gestraft werden sollen, auf Empfehlung der Expertenkommission wurde die Impfpflicht jedoch bis vorerst 1. Juni ausgesetzt. Edtstadler hatte bereits vor einigen Wochen erklärt, dass sie nicht von einem „Scharfstellen“ vor dem Sommer ausgeht. Das Aussetzen der Impfpflicht war im März von der Regierung damit begründet worden, dass diese angesichts der vorherrschenden (Omikron-)Variante des Coronavirus nicht verhältnismäßig wäre.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 231,5 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Wien (333,6), gefolgt von Niederösterreich (259,1). Am niedrigsten ist der Wert in Kärnten (165,3) und der Steiermark (167,0).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 1.753 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 1.753 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern , 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

18.599 Menschen verstarben bisher am oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 582 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, 52 davon auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Inland

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) hat seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos kurzfristig abgesagt.

„Der Bundeskanzler wird die kommenden Tage in Österreich bleiben, damit er sich um dringende innenpolitische Verpflichtungen kümmern kann“, hieß es gestern aus dem Bundeskanzleramt. Österreich ist beim WEF durch Finanzminister Magnus Brunner und Außenminister Alexander Schallenberg (beide ÖVP) vertreten.

Nehammer hätte heute Vormittag im Graubündner Bergdorf ankommen sollen. Neben bilateralen Treffen und der Teilnahme an einem Abendessen mit Staats- und Regierungschefs sowie Topmanagern war für Mittwoch auch eine öffentliche Rede und mit daran anschließendem Gespräch geplant. Dieses hätte im Livestream übertragen werden sollen.

Damit Durchreisende im Falle eines Staus nicht von der Autobahn abfahren und das niederrangige Straßennetz verstopfen, werden in Tirol auch heuer im Sommer wieder Abfahrverbote gelten. Die ersten Verbote, die auch in Navigationsgeräte eingespielt werden, treten zu Pfingsten in Kraft.

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Umwelt & Klima

Ein Quartett führender Demokratien im Indopazifikraum will bei einem Gipfeltreffen in Japan eine neue Initiative zur besseren Seeüberwachung anstoßen, mit der auch die illegale Fischerei bekämpft werden soll.

Das Weiße Haus erklärte heute, das gemeinsame Vorhaben der USA, Japans, Australiens und Indiens werde es ermöglichen, nahezu in Echtzeit eine „schnellere, weitreichendere und genauere“ Meeresüberwachung zu gewährleisten.

Die Daten würden auch Partnerstaaten in Südostasien, dem Indischen Ozean und den Pazifikinseln zur Verfügung gestellt werden, um für „einen freien und offenen Indopazifik“ zu sorgen, so das Weiße Haus.

Auch Schiffe, die ihre Positionsübertragung gezielt ausschalten, um nicht ertappt zu werden, sollen mit dem System besser geortet werden können. China wird häufig vorgeworfen, die illegale Fischerei in Territorialgewässern anderer Staaten zu tolerieren oder gar zu fördern.

Sport

Titelverteidigerin Barbora Krejcikova ist gestern in Paris gleich zum Auftakt der French Open ausgeschieden. Die Tschechin unterlag der 19-jährigen Französin Diane Parry, der Weltranglisten-97., mit 6:1 2:6 3:6. Auch für Naomi Osaka gab es nach der 5:7 4:6-Niederlage gegen die US-Amerikanerin Amanda Anisimova das frühe Aus. Weiterhin auf Erfolgskurs ist die Weltranglistenerste Iga Swiatek, die gegen die Ukrainerin Lesia Zurenko mit 6:2 6:0 souverän gewann und damit ihren 29. Sieg en suite feierte.

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Neo-Teamchef Ralf Rangnick hat gestern per ÖFB-Aussendung seinen ersten Kader nominiert. Größte Überraschung dabei ist, dass Routinier Aleksandar Dragovic nicht aufscheint. Neben Dragovic, der am 29. März gegen Schottland sein 100. Länderspiel absolvierte, stehen auch Goalie Daniel Bachmann und Andreas Ulmer nur auf Abruf. Ebenfalls nicht dabei im 25-Mann-Kader sind Martin Hinteregger und Florian Grillitsch, die allerdings an Verletzungen laborieren.

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Wirtschaft

Die heimischen Bauern und Bäurinnen kämpfen derzeit mit Absatzproblemen. Betroffen sind auch Tiroler Bioprodukte. Das Gemüse bleibt nämlich erntereif auf den Feldern liegen. Der Grund: Kunden und Kundinnen entschieden sich wegen der Teuerung für konventionell angebautes Gemüse.

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Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat den erst vor 40 Tagen ernannten Chef des Ölriesen Petrobras, Jose Mauro Coelho, schon wieder entlassen. Das Energieministerium teilte gestern mit, dass die Regierung beschlossen habe, „den Wechsel an der Spitze des Unternehmens zu fördern“. Coelho war der dritte Chef des Staatskonzerns innerhalb etwas mehr als eines Jahres.

Die Regierung machte keine Angaben zu den Gründen für Coelhos Absetzung. Sie wies jedoch darauf hin, dass „Brasilien derzeit aufgrund der Auswirkungen der extremen Volatilität der Kohlenwasserstoffe auf den internationalen Märkten eine schwierige Zeit durchläuft“.

Bolsonaro kandidiert im Oktober für eine zweite Amtszeit, die hohe Inflation setzt ihn derzeit stark unter Druck. Er hatte bereits die Vorgänger Coelhos sowie den Energieminister entlassen, nachdem er sie jeweils für Spritpreiserhöhungen kritisiert hatte.

Die Ferienwohnungsplattform Airbnb stellt ihr Geschäft in China weitgehend ein. Das Unternehmen wird für Besucherinnen und Besucher in China keine Unterkünfte oder „Erlebnisse“ mehr anbieten, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete. Nutzerinnen und Nutzer aus China sollen jedoch weiterhin Unterkünfte im Ausland buchen können.

Airbnb startete sein Geschäft in China vor sechs Jahren. Seitdem hatte die Firma dort etwa 25 Millionen Kundinnen und Kunden. Nach Angaben des Unternehmens machten Buchungen in China in den letzten Jahren aber nur ein Prozent aller Buchungen weltweit aus.

Die Plattform kämpft in China mit starker Konkurrenz. In den vergangenen Jahren erschwerten zudem die strengen Abschottungsmaßnahmen der chinesischen Regierung in der Coronavirus-Pandemie das Geschäft.

Airbnb geht davon aus, dass sich das vor der Pandemie boomende Reisegeschäft mit chinesischen Kundinnen und Kunden im Ausland wieder erholen wird, sobald die Behörden die Grenzen wieder öffnen.

Chronik

Die Brennerautobahn (Tirol) ist gestern Abend zweimal gesperrt worden. Kurz nach dem Bergiseltunnel hatte sich ein Lkw-Anhänger vom Fahrzeug gelöst und kam quer über die Fahrbahn zum Stillstand. In der Schönberggalerie kippte ein Anhänger samt Klein-Lkw um.

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Je ein Schaf auf dem Weerberg und in Schönberg (Tirol) ist Mitte Mai durch einen Wolf zu Tode gekommen. Das bestätigten DNA-Untersuchungen. Jetzt soll geklärt werden, ob es sich um einen oder mehrere Wölfe handelt.

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Angst vor Wolf: Bedenken beim Almauftrieb

Viele Almbauern und -bäurinnen in Kärnten haben ihr Vieh dieser Tage auf die Almen getrieben. Doch die Sorgen wegen der Rückkehr des Wolfes bleiben groß. Deshalb wollen immer weniger ihre Tiere auftreiben. Die Folge wären zuwachsende Almen, Kulturlandschaft ginge verloren.

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Vegane Wurstersatzprodukte sehen ihren tierischen Vorbildern zwar zum Verwechseln ähnlich und haben in einem aktuellen Test auch bei Geruch, Geschmack und Mundgefühl überzeugt. Bei den Inhaltsstoffen sind aber fast alle veganen Aufschnitte beim Test der Arbeiterkammer Oberösterreich durchgefallen.

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Feuerwehrleute haben gestern Abend im Palazzo Ducale auf dem Markusplatz in Venedig eine Drohne geborgen, die außer Kontrolle geraten und in dem historischen Gebäude auf dem Markusplatz gelandet ist.

Die Feuerwehrleute, die gegen 21.00 Uhr eintrafen, stiegen mit einer Leiter unweit des Haupteingangs des Palastes, der an den Markusdom grenzt, auf das Gebäude und bargen die Drohne, die offenbar keinen Schaden verursachte.

Die Drohne wurde der Polizei übergeben, die jetzt auf der Suche nach dem Besitzer ist, berichteten lokale Medien. Diesem droht eine saftige Strafe, da die Verwendung von Drohnen strengen Regeln unterliegt und in Venedigs Altstadt verboten ist.

Der Palast ist ein im Stil der venezianischen Gotik erbauter Palast und eines der wichtigsten Wahrzeichen der Stadt Venedig. Der Palast war die Residenz des Dogen von Venedig, der obersten Autorität der ehemaligen Republik. Er wurde 1340 erbaut und in den folgenden Jahrhunderten erweitert und umgebaut. Seit 1923 ist er ein Museum.

Beim Einsturz eines im Bau befindlichen Einkaufszentrums im Südwesten des Iran sind gestern mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. 27 mussten wegen ihrer Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete.

Eingestürztes Shopping-Gebäude in Iran
AP/Mohammad Amin Ansari, Fars News Agency

Ungefähr 80 weitere Menschen, die meistens von ihnen Bauarbeiter, sollen sich zudem unter den Trümmern des zehnstöckigen Gebäudes befinden. Mehr als 30 Menschen konnten Berichten zufolge im Laufe des Tages gerettet werden.

Die Rettungsteams befürchten jedoch, dass es noch weitere Tote unter den Trümmern geben könnte. Der Besitzer sowie der Projektmanager des Zentrums in der Hafenstadt Abadan sollen laut Fars verhaftet worden sein.

Science

Ein radikales Umdenken in Bezug auf den Autoverkehr in der Stadt fordert die Stadtforscherin Katja Schechtner. Anlässlich der heute startenden Zukunftskonferenz der BOKU plädiert sie für mehr Homeoffice – und Rikschas als Transportmittel.

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Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz Polio) war in den 1950er Jahren eine der größten Bedrohungen, vor allem auf dem Land. Erste Impfungen brachten nicht den gewünschten Erfolg. 1961 startete Österreich als erstes westliches Land mit einer ursprünglich sowjetischen Schluckimpfung.

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Kultur

Rocklegende Bruce Springsteen und seine E Street Band wollen im kommenden Jahr in Europa wieder auf Tour gehen. „Nach sechs Jahren freue ich mich darauf, unsere großartigen und treuen Fans im nächsten Jahr wiederzusehen“, teilte der 72-Jährige mit.

Losgehen soll es am 28. April 2023 in Barcelona in Spanien. Am 18. Juli 2023 spielen der von seinen Fans gern „Boss“ genannte Sänger und seine Band dann in Wien im Ernst-Happel-Stadion.

Enden soll die Tour am 25. Juli in Monza in Italien. Im Februar sind den Angaben zufolge auch Konzerte in den USA geplant. Die Termine sollen noch verkündet werden. Es wäre die erste Tour seit der 14-monatigen „The River Tour“ (2016/17).

Der ehemalige Gitarrist der Sex Pistols, Steve Jones, glaubt nicht, dass sich seine berüchtigte Punkband („Anarchy in the UK“) noch einmal zusammentun wird.

Eine Reunion will der 66-Jährige aber nicht endgültig ausschließen. „Naja, man sollte niemals nie sagen“, betonte Jones im Interview der dpa in London. „Aber ich sehe das in naher Zukunft nicht. Und wir werden nicht jünger.“

Die Sex Pistols hatten sich 1978 nach nur einem Album, dem einflussreichen „Never Mind The Bollocks, Here’s The Sex Pistols“, getrennt. In den 1990er und 2000er Jahren hatte die Punkband jedoch gemeinsam mehrere Reunion-Tourneen absolviert.

„Es gab gutes Geld, und es hat viel Spaß gemacht“, erinnerte sich Jones. „Aber irgendwann hat es nicht mehr so viel Spaß gemacht.“ Mittlerweile haben Jones und Frontmann John Lydon alias Johnny Rotten keinen Kontakt mehr.

Zuletzt schimpfte Lydon (66) über die Sex-Pistols-CD „The Original Recordings“, eine neue Zusammenstellung alter Songs der Band, die am Freitag erscheint. Parallel dazu startet in den USA und in Großbritannien die neue TV-Serie „Pistol“ von Regisseur Danny Boyle, die auf der Autobiografie von Jones basiert.

Leute

Aus Kourtney Kardashian wird Kourtney Kardashian Barker: Zumindest auf Instagram stellt sich der Reality-Star seit gestern (Ortszeit) mit verändertem Namen vor.

Am Wochenende hatten einander Kardashian (43) und der Musiker Travis Barker (46) Medienberichten zufolge im italienischen Portofino noch einmal das Jawort gegeben. „Gestatten, Herr und Frau Barker“, betitelte die Braut am Sonntag Fotos von der Hochzeit auf Instagram.

Bereits im April hatten die Unternehmerin und der Blink-182-Schlagzeuger bei einer nächtlichen Blitzhochzeit in Las Vegas geheiratet – allerdings ohne offizielle Papiere, wie Kardashian damals sagte. Die standesamtliche Trauung fand dann vor rund einer Woche im kalifornischen Santa Barbara statt.

Im Verleumdungsprozess zwischen Hollywood-Star Johnny Depp und seiner Ex-Ehefrau Amber Heard soll angeblich auch Supermodel Kate Moss aussagen.

Die US-Boulevardzeitung „New York Post“ berichtete gestern, Depps Anwälte wollten die in den 1990er Jahren mit dem Schauspieler liierte Britin am Mittwoch als Zeugin befragen. Auch der Nachrichtensender CNN berichtete, die 48-Jährige solle als Zeugin aufgerufen werden.

Kate Moss
AP/DPRF/STAR MAX/IPx 2022

Heard hatte während des Prozesses in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia von einem Vorfall berichtet, bei dem Depp Moss eine Stiege hinuntergestoßen haben soll. Das ermöglicht es Depps Anwälten, Moss als Zeugin aufzurufen. Laut „New York Post“ soll sie per Videokonferenz aussagen. Moss und Depp waren zwischen 1994 und 1997 ein Paar.