Ausland

Beobachtungsstelle: Tote bei Explosion in Damaskus

Bei einer Explosion in der syrischen Hauptstadt Damaskus hat es nach Angaben von Aktivisten heute Tote und Verletzte gegeben. Die „starke Explosion“ habe sich in der Nähe eines Gebäudes des Militärgeheimdienstes ereignet, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien mit, die ihre Angaben von Aktivisten an Ort und Stelle bezieht. Nach der Explosion habe es Schüsse gegeben.

Der Beobachtungsstelle zufolge war zunächst unklar, ob die Explosion durch eine Bombe oder einen Selbstmordanschlag ausgelöst wurde. „Einige Menschen wurden getötet und verletzt“, erklärte die Organisation, deren Angaben unabhängig kaum zu überprüfen sind. Die genaue Zahl sei aber noch unklar.

Staatsfernsehen berichtete ebenfalls

Zuvor hatte das Staatsfernsehen von einer Explosion nahe der Schnellstraße im Süden der Stadt berichtet. „Erste Berichte deuten auf eine terroristische Tat hin“, hieß es dort ohne weitere Angaben.

In Syrien tobt seit Jahren ein Bürgerkrieg, bei dem bereits mehr als 360.000 Menschen getötet und Millionen weitere vertrieben wurden. Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad kontrollieren rund zwei Drittel des Landes. Im vergangenen Mai vertrieben sie nach eigenen Angaben Dschihadisten aus dem Süden von Damaskus und brachten damit zum ersten Mal seit sechs Jahren die komplette Hauptstadt unter ihre Kontrolle.

Tshisekedi zum Präsidenten der DR Kongo erklärt

Das Verfassungsgericht der Demokratischen Republik (DR) Kongo hat Felix Tshisekedi offiziell zum neuen Präsidenten des Landes erklärt. Tshisekedi sei mit einfacher Mehrheit zum Präsidenten gewählt worden, erklärte heute der Präsident des Verfassungsgerichts, Benoit Lwamba Bindu.

Zuvor hatte das Gericht eine Klage des zweitplatzierten Oppositionspolitikers Martin Fayulu gegen das von der Wahlkommission verkündete vorläufige Wahlergebnis als „unbegründet“ zurückgewiesen.

Fayulu habe „nicht den Beweis erbracht“, dass das von der Wahlkommission verkündete Ergebnis nicht der Realität entspreche, erklärte Verfassungsrichter Noel Kilomba in der Urteilsbegründung. Die Wahlkommission hatte am 10. Januar überraschend den Oppositionskandidaten Tshisekedi zum Sieger erklärt.

Kabilas Kandidat scheiterte

Tshisekedi habe 38,57 Prozent der Stimmen erhalten, knapp gefolgt von Fayulu mit 34,8 Prozent. Der vom langjährigen Machthaber Joseph Kabila auserkorene Nachfolger, Ex-Innenminister Emmanuel Ramazani Shadary, sei nur auf 23,8 Prozent gekommen.

Fayulu sowie die einflussreiche katholische Kirche äußerten umgehend Zweifel an dem provisorischen Ergebnis. Fayulu rief das Verfassungsgericht an, um die Annullierung des vorläufigen Wahlergebnisses durchzusetzen.

Afrikanische Union hat „ernsthafte Zweifel“

Die Afrikanische Union (AU) hatte am Donnerstag eine Aufschiebung der Bekanntgabe des endgültigen Wahlergebnisses gefordert. Es gebe „ernsthafte Zweifel“ an den von der Wahlkommission veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen, erklärte die AU nach einem Treffen der afrikanischen Staats- und Regierungschefs in Addis Abeba.

Die Regierung in Kinshasa wies die Forderung zurück. Das kongolesische Verfassungsgericht überprüfe die von Betrugsvorwürfen überschattete Präsidentschaftswahl und sei in seiner Entscheidung „unabhängig“, sagte Regierungssprecher Lambert Mende am Freitag. Es sei nicht die Aufgabe der Regierung oder der AU, „dem Gericht zu sagen, was es tun sollte“.

Die Präsidentschaftswahl hätte eigentlich schon vor zwei Jahren stattfinden müssen. Da sich der seit 2001 regierende Präsident Kabila jedoch weigerte, wie vorgesehen nach zwei Amtszeiten abzutreten, wurde die Wahl mehrfach verschoben und fand schließlich am 30. Dezember statt.

Flüchtlingstragödie: Salvini will Häfen nicht öffnen

Nach den jüngsten Schiffsunglücken mit Dutzenden toten Flüchtlingen im Mittelmeer bleibt der italienische Innenminister Matteo Salvini hart. Italien werde Rettungsschiffen mit Menschen an Bord nicht seine Tore öffnen.

„Die NGO-Schiffe sind wieder im Mittelmeer unterwegs, die Schlepper beginnen wieder mit ihren schmutzigen Geschäften, und die Menschen sterben wieder“, schrieb Salvini auf Facebook. Er betonte, dass die 47 Menschen, die von der deutschen NGO Sea Watch gerettet wurden, nicht in Italien landen werden. „Die NGOs können es vergessen, in Italien zu landen. Das Schiff kann eine lange Runde machen und die Migranten nach Hamburg bringen“, so Salvini.

Der Innenminister erntete dabei viel Kritik. Der Bürgermeister von Palermo, Leoluca Orlando, der auf eine offene Einwanderungspolitik drängt, sagte, die Regierung in Italien habe Hunderte Migranten auf dem Gewissen. „Dieses Blutbad im Mittelmeer hält an. Salvini sage ich: Wird es zu einem zweiten Nürnberg-Prozess wegen den Toten im Mittelmeer kommen, wird er nicht sagen können, dass er nicht wusste, was sich dort abspielte“, so Orlando.

Dutzende Tote bei Bootsunglücken

Bei zwei Bootsunglücken im Mittelmeer kamen mindestens 56 Menschen ums Leben, 117 Menschen wurden vermisst. Auf einem vor Libyen in Seenot geratenen Schlauchboot seien nach Angaben von drei Überlebenden ursprünglich 120 Menschen gewesen, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) gestern im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Die italienische Marine hatte die drei Überlebenden sowie drei Leichen geborgen. Bei einem anderen Bootsunglück zwischen Marokko und Spanien starben laut UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) weitere 53 Menschen.

Die vor der libyschen Küste Geretteten wurden mit Unterkühlung in ein Krankenhaus auf der italienischen Mittelmeer-Insel Lampedusa gebracht. Sie seien traumatisiert und stünden unter Schock, erklärte die IOM. Sie hätten angegeben, etwa drei Stunden im Meer getrieben zu sein, bevor sie gerettet wurden.

NGO Open Arms beklagt acht Tote pro Tag im Mittelmeer

Ihren Schilderungen zufolge saßen an Bord des Schlauchboots 120 Menschen aus Nigeria, Kamerun, Gambia, der Elfenbeinküste und dem Sudan, wie die IOM weiter mitteilte. 117 Menschen, darunter zehn Frauen und ein zehn Monate altes Baby, würden deshalb noch vermisst.

Die spanische NGO Open Arms zieht unterdessen die traurige Bilanz, dass täglich acht Menschen bei Seefahrten über das Mittelmeer ums Leben kommen. „Zeit verlieren bedeutet sterben“, so die Hilfsorganisation auf Twitter. Die NGO berichtete, dass ihr Flüchtlingsrettungsschiff „Open Arms“ den Hafen Barcelona nicht verlassen dürfe. „Während unser Schiff in Barcelona blockiert ist, sterben Menschen im Mittelmeer“, so die Hilfsorganisation.

Athen: Demonstration gegen Namensänderung Mazedoniens

Aus Protest gegen die geplante Ratifizierung der Namensänderung Mazedoniens in Nordmazedonien haben sich heute Früh Tausende Demonstrierende in Athen versammelt. In den Vororten wurden zahlreiche Busse gesichtet, mit denen nationalistisch und konservativ orientierte Menschen aus allen Landesteilen nach Athen strömten, wie das Fernsehen zeigte.

Aus Angst vor Ausschreitungen zog die Polizei starke Einheiten zusammen. Die Sicherheitskräfte rechnen mit Zehntausenden Demonstrierenden. Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte im vergangenen Jahr mit Skopje ausgehandelt, das südliche Balkanland solle sich künftig Nordmazedonien nennen. Das Abkommen soll kommende Woche im griechischen Parlament abgesegnet werden.

Mehr als 70 Prozent der Griechen gegen Namensänderung

Weil auch eine nordgriechische Provinz den Namen Mazedonien trägt (Griech.: Makedonia), sind mehr als 70 Prozent der Griechen Umfragen zufolge dagegen. Sie befürchten, das Nachbarland könne Gebietsansprüche an die nordgriechische Region Makedonien stellen. Zudem sind sie der Ansicht, dass der Nachbarstaat, wenn er das Wort Mazedonien in seinem Namen behalte, das hellenische Kulturerbe an sich reiße.

Das Parlament in Mazedonien hat das Abkommen trotz ähnlicher Reaktionen nationalistischer Kreise bereits ratifiziert. Bei erfolgreichem Abschluss auch in Athen soll Nordmazedonien NATO-Mitglied werden und später auch der EU beitreten.

Tote bei Kämpfen zwischen Milizen in Libyen

Bei Kämpfen zwischen verfeindeten Milizen in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind mindestens 16 Menschen getötet worden. Unter den Opfern, die seit Ausbruch der Kämpfe am Mittwoch getötet wurden, seien auch vier Zivilisten, teilte das libysche Gesundheitsministerium heute mit. Es waren die heftigsten Gefechte seit mehr als vier Monaten.

Zu den Kämpfen kam es zwischen einer Miliz, die mit der international anerkannten Regierung in Tripolis verbündet ist, und einer rivalisierenden bewaffneten Gruppe. Gestern wurde auch ein Fotojournalist bei der Arbeit getötet, als er mit einer Miliz unterwegs war. 65 Menschen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher bei den Kämpfen verletzt worden.

Nach gewaltsamen Protesten und dem anschließenden Sturz des Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi 2011 versank Libyen in einem Bürgerkriegschaos. Zahlreiche Milizen bekämpfen sich. Zudem konkurrieren zwei Regierungen miteinander: die international anerkannte in Tripolis und eine in der Stadt Tobruk im Osten Libyens.

Deutscher Städtebund: „Wohlstandsverluste“ bei AfD-Erstarken

Der Deutsche Städtetag und der Städte- und Gemeindebund haben mit Blick auf die diesjährigen Landtagswahlen vor einem Erstarken der AfD gewarnt. In der politischen Auseinandersetzung müsse deutlich herausgestellt werden, „dass der Wohlstand in Deutschland maßgeblich von unserer offenen Gesellschaft in einem gemeinsamen Europa getragen wird“, sagte der Städtebund-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem „Handelsblatt“ (Montag-Ausgabe).

Das werde viel zu wenig beachtet. „Die Populisten betreiben mit ihrer nationalen Fokussierung einen Angriff auf das erfolgreiche deutsche Wirtschaftssystem“, mahnte Landsberg. Mit dem von der AfD vertretenen Motto „Grenzen dicht – wir können alles national lösen“ würden die Deutschen „gravierende Wohlstandsverluste und einen enormen Bedeutungsverlust auf internationaler Ebene bei wichtigen Themen wie Klimaschutz oder Migration erleiden“.

Landsberg fordert „klare Signale“ gegen Populismus

Landsberg forderte „klare Signale“ gegen populistische Strömungen. Die „bedauerlichen Wahlerfolge von Populisten“ seien zwar „ein Stück europäische Normalität“, die nun auch Deutschland erreicht habe. Als dauerhaft gegeben sollte dieser Zustand aber nicht hingenommen werden.

Ähnlich äußerte sich der Präsident des Deutschen Städtetags, der Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU). „Gerade in unruhigen Zeiten, in denen Populismus und extreme Positionen zugenommen haben, müssen die konstruktiven politischen Kräfte Probleme lösen und so Verunsicherung begegnen“, sagte er der Zeitung. „Fremdenfeindlichkeit, Extremismus jeder Art und Antisemitismus dürfen keine Chance haben.“

Für die Europawahl am 26. Mai, die Landtagswahlen, aber auch die zehn Kommunalwahlen in diesem Jahr mahnte der Städtetagspräsident einen „fairen Wettstreit“ der Parteien und Bewerber an. In diesem Jahr wird in vier deutschen Bundesländern gewählt, in Bremen zeitgleich mit der Europawahl, in Sachsen und Brandenburg am 1. September und in Thüringen am 27. Oktober. In Brandenburg und Sachsen strebt die AfD den Wahlsieg an. Auch in Thüringen ist sie Umfragen zufolge stark.

EU

Kurz gegen Euro-Budget-Pläne von Berlin und Paris

Österreich hat die Pläne von Deutschland und Frankreich für ein gemeinsames Budget der 19 Euro-Staaten abgelehnt. „Nur weil man etwas Reform nennt, muss es deswegen noch lange nicht in die richtige Richtung gehen“, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) der deutschen „Welt am Sonntag“.

„Emmanuel Macrons Vorschlag eines gemeinsamen Euro-Zonen-Budgets oder die Idee eines EU-Finanzministers halte ich für den falschen Ansatz. Warum sollten wir mangelnden Reformwillen mit zusätzlichem EU-Geld belohnen?“, sagte Kurz weiter. Das lasse sich „hart arbeitenden Steuerzahlern in Deutschland, Österreich oder den Niederlanden nicht erklären“.

Die Gelder aus einem gemeinsamen Euro-Zonen-Budget sollen zur Verringerung von wirtschaftlichen Unterschieden zwischen den Euro-Ländern und zur Vorbeugung von wirtschaftlichen Krisen eingesetzt werden. Die Euro-Staaten beraten seit Ende vergangenen Jahres über den Vorschlag aus Berlin und Paris, der auch von der EU-Kommission unterstützt wird.

Inland

Ausmaß der Pflegegelderhöhung noch offen

Die Bundesregierung will das Pflegegeld erhöhen. Laut Regierungsprogramm soll das ab Pflegestufe vier erfolgen, doch auch eine Anpassung schon ab Stufe drei oder auch in allen sieben Stufen ist derzeit im Gespräch. In welchem Ausmaß die Erhöhung erfolgen soll, ist ebenso noch unklar wie ein mögliches Schrauben an den Anspruchsvoraussetzungen.

Im Dezember 2018 gab es österreichweit 454.805 Bezieherinnen und Bezieher von Pflegegeld. Würde ab Stufe vier erhöht, käme das 146.685 Menschen zugute (32,3 Prozent aller Bezieherinnen und Bezieher), ab Stufe drei wären es 229.146 pflegebedürftigen Personen (50,4 Prozent).

Sieht man sich die Mehrkosten für den Staat durch eine Erhöhung an, wären die Unterschiede aber gar nicht so eklatant. Ein Prozent mehr Pflegegeld würde die Steuerzahlerinnen und -zahler laut APA-Berechnungen ab Stufe vier jährlich knapp 16 Mio. Euro kosten, ab Stufe drei rund 20,5 Mio. Euro und für alle Bezieher rund 26,3 Mio. Euro.

Inflation durch Erhöhung nicht ausgeglichen

Tatsächlich müsste die Erhöhung aber wohl viel höher ausfallen, denn Expertinnen und Experten beklagen regelmäßig, dass das Pflegegeld seit seiner Einführung im Jahr 1993 rund 35 Prozent Wertverlust zu verzeichnen hatte. Erhöht wurde es seither nur fünfmal. Die in diesem Zeitraum eingetretene Inflation wurde bei Weitem nicht ausgeglichen.

Im Sozialministerium hieß es auf APA-Anfrage, dass man den Vorschlag von ÖVP-Klubobmann August Wöginger begrüße, eine Erhöhung in allen Pflegestufen vorzunehmen. „Diesen Weg würden wir gerne mitgehen. Allerdings wissen wir nicht, ob dieser Vorschlag von der gesamten ÖVP mitgetragen wird“, wurde in einer schriftlichen Stellungnahme erklärt.

Ob an anderen Schrauben gedreht wird, etwa eine Änderung bei der Stundenzahl des erforderlichen Pflegebedarfs in den verschiedenen Stufen, ließ man im Ministerium offen. Im Zuge der Erstellung des „Pflege-Masterplans“ „werden sämtliche mögliche Konstellation an Verbesserungen erarbeitet und diskutiert werden“, hieß es.

SPÖ-Senioren fordern zehn Prozent Plus

Der SPÖ-Pensionistenverband forderts unterdessen eine zehnprozentige Anhebung des Pflegegelds in allen sieben Stufen. „Die ÖVP-FPÖ-Regierung spart bei den Bezieherinnen und Beziehern von Pflegegeld“, kritisierte Generalsekretär Andreas Wohlmuth. Eine Anhebung nur in den höheren Stufen und erst ab 2010 sei völlig unzureichend. Denn 68 Prozent der Bezieher seien in den unteren drei Stufen.

„Gerade jene Menschen, die zu Hause betreut und gepflegt werden – das sind die Bezieher der unteren Pflegegeldstufen -, müssen stärker unterstützt werden“, forderten die SPÖ-Senioren. Außerdem müsse das Pflegegeld in Zukunft jährlich angehoben und auch der zuletzt 2008 erhöhte Förderungsbetrag für Betreuungskräfte angepasst werden.

Sport

Wirtschaft

Bericht: Frankreich will Renault und Nissan fusionieren

Frankreich hat einem Medienbericht zufolge die Regierung in Tokio von Plänen in Kenntnis gesetzt, die Autobauer Renault and Nissan zusammenzuführen. Eine französische Delegation habe als wahrscheinlichste Variante einer Integration eine Holdinggesellschaft genannt, berichtete heute die Zeitung „Nikkei“.

Zudem wolle Frankreich den nächsten Vorsitzenden von Nissan benennen. Ein Stellungnahme des Unternehmens lag zunächst nicht vor. Das Autobündnis wird gegenwärtig durch die Untersuchungshaft des Renault-Chefs Carlos Ghosn in Japan erschüttert.

Michelin-Chef als Ghosn-Nachfolger?

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire brachte unterdessen Michelin-Chef Jean-Dominique Senard als Nachfolger Ghosns ins Gespräch. Senard sei eine anerkannte Größe in der Autoindustrie, sagte Le Maire der Zeitung „Journal du Dimanche“.

Außerdem habe der Michelin-Chef gezeigt, dass er einen großen Industriekonzern führen könne und sich der sozialen Verantwortung seines Amtes bewusst sei. „Es liegt nun am Verwaltungsrat, die Vorschläge der Berufungskommission zu prüfen“, ergänzte Le Maire. Die Regierung, die größter Renault-Aktionär ist, werde dabei mitreden.

Ghosn sitzt seit dem 19. November in Japan in Untersuchungshaft. Grund sind Vorwürfe, die seine Rolle als früherer Chef der Renault-Schwestergesellschaft Nissan betreffen. Der 64-Jährige soll seine Einkünfte zu niedrig angegeben haben. Zudem warfen die Strafverfolger Ghosn auch schweren Vertrauensbruch vor. Ghosn selbst – einst die treibende Kraft hinter dem Autobündnis von Renault, Nissan und Mitsubishi – sagte, er sei „unrechtmäßig angeklagt“.

Absagen bestimmen Weltwirtschaftsforum in Davos

Vor dem diesjährigen Weltwirtschaftsforum (WEF, 22. bis 25. Jänner) im schweizerischen Davos haben vor allem die prominenten Absagen die Schlagzeilen bestimmt. US-Präsident Donald Trump, der seine Teilnahme wegen des Haushaltsstreits in den USA schon vor Tagen abgesagt hatte, strich am Donnerstag auch noch die Reise der gesamten US-Delegation.

Die britische Premierministerin Theresa May bleibt wegen des Streits um den Brexit zu Hause, der französische Präsident Emmanuel Macron wegen der „Gelbwesten“-Proteste.

Motto: „Globalisierung 4.0“

Die Organisatoren des WEF, das von Dienstag bis Freitag in dem Wintersportort in den Schweizer Alpen stattfindet, geben sich trotz der Absagen gelassen: Die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs, darunter neben der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auch der neue brasilianische Präsident Jair Bolsonaro, repräsentierten immerhin ein Viertel der weltweiten Wirtschaftsleistung, erklärten sie vor Beginn.

Das offizielle Motto lautet „Globalisierung 4.0: Gestaltung einer globalen Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution“. Die Veranstalter um den Gründer Klaus Schwab verweisen zudem auf die mehr als 800 angemeldeten Teilnehmer aus den USA, darunter die Chefs weltweit führender Unternehmen. Mit insgesamt rund 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Politik- und Wirtschaftselite werde das Treffen daher wieder „eine Plattform für wichtige Diskussionen“.

Insider: Toyota und Panasonic wollen E-Auto-Batterien bauen

Toyota Motor und Panasonic planen einem Insider zufolge die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für den Bau von Batterien für Elektrofahrzeuge. Das Joint Venture solle im kommenden Jahr starten, sagte die mit dem Vorgang vertraute Person. Toyota werde 51 Prozent der Anteile halten, Panasonic den Rest.

Das neue Unternehmen könnte Batterien an Mazda und Subaru liefern, Panasonic werde allerdings die Fertigung für Tesla weiter selbst übernehmen. Eine formelle Ankündigung könne in den kommenden Tagen erfolgen. Beide Unternehmen verwiesen auf Anfrage auf eine 2017 vereinbarte Partnerschaft bei der Batterieherstellung.

Chronik

Harter Felsbrocken verzögert Bergung von Buben in Spanien

Die Suche nach dem in einem tiefen Brunnenschacht vermuteten Zweijährigen in Spanien ist erneut von der Natur erschwert worden. Bei der Bohrung eines Bergungstunnels stießen Einsatzkräfte in der Nacht auf heute wieder auf einen großen und sehr harten Felsbrocken. Man habe deshalb bis 7.00 Uhr nur 33 von insgesamt 60 Metern geschafft, teilten die Helfer mit.

Gestern hatte man am Unglücksort in Totalan unweit der südlichen Küstenstadt Malaga noch gehofft, diesen Zugang, der senkrecht zum Schacht verläuft, beim Ausbleiben von neuen größeren Problemen bis zum Morgen fertigstellen zu können. Vom kleinen Julen gibt es seit dem 13. Jänner kein Lebenszeichen. Mit jeder Minute werden deshalb die Hoffnungen auf einen glücklichen Ausgang geringer. Experten versichern noch immer, es sei nicht ausgeschlossen, dass das Kind noch am Leben sei.

Bei Familienausflug in Loch gefallen

Der Kleine soll bei einem Ausflug seiner Familie in das Loch gefallen sein, das einen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern hat. Bei Kameraaufnahmen wurde im Schacht in einer Tiefe von gut 70 Metern ein Sackerl mit Süßigkeiten entdeckt, die Julen bei sich hatte. Lose Erde verhinderte, mit der Kamera tiefer vorzudringen.

Der Schacht, der nach Medienberichten auf der Suche nach Wasser in der von Dürre geplagten Region nahe einer Finca eines Verwandten von Julen gebohrt wurde, ist 107 Meter tief. Die Retter halten es aber für denkbar, das Kind in einer Tiefe von 70 bis 80 Metern finden zu können. Da die Helfer bei der Aufstellung einer Plattform zur Stabilisierung der Hauptbohrmaschine schon knapp 20 Meter tief vorgedrungen sind, müssen sie noch weitere 60 Meter tief graben.

Anschließend sollen zwei oder drei erfahrene Minenarbeiter mit Spitzhacken und Presslufthämmern eine erste horizontale, etwa vier Meter lange Verbindung zum Schacht herstellen, in dem Julen vermutet wird. Man werde dafür mindestens 20 weitere Stunden benötigen, sagte der Sprecher der Einsatzkräfte Angel Garcia Vidal. Wegen der Sicherheit des Kindes und auch der Helfer müsse man mit äußerster Vorsicht arbeiten.

Ein Toter bei Lawinenabgang in Schweiz

Im Schweizer Kanton Waadt sind gestern drei französische Skitourengänger von einer Lawine erfasst worden. Zwei konnten sich aus den Schneemassen befreien, ein 39-Jähriger starb.

Das Unglück ereignete sich in der Nähe des Berggipfels Vanil Carre im Gemeindegebiet von Chateau-d’Oex. Die zwei Geretteten wurden leicht verletzt in ein Spital gebracht.

Brand in deutschem Altersheim: 103-Jähriger sprang aus Fenster

Ein 103-Jähriger ist bei einem Brand in einem Alters- und Pflegeheim in Lübeck in Deutschland aus dem Fenster gesprungen und hat sich schwer verletzt. Das Feuer sei heute kurz nach Mitternacht im Zimmer des Mannes ausgebrochen, teilte ein Polizeisprecher mit.

Der 103-Jährige habe sich vor den Flammen in Sicherheit bringen wollen. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Zwei Tote bei Brand in französischem Skiort

Auch in Frankreich kam es heute zu einem Brand. Im Nobelskiort Courchevel in den französischen Alpen kamen dabei zwei Menschen ums Leben. Das Feuer sei in den frühen Morgenstunden in einem dreistöckigen Wohngebäude für Saisonarbeitskräfte ausgebrochen, teilte die Präfektur mit. Feuerwehrleute hätten zwei Leichen aus dem ausgebrannten Gebäude geborgen. 14 weitere Menschen seien verletzt worden, vier davon schwer.

In dem Gebäude waren rund 60 Menschen untergebracht, die in dem Wintersportort arbeiten. Die Ursache für den Brand war zunächst unklar. 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Nach etwa vier Stunden war das Feuer im Wohngebäude gelöscht.

Starkes Erdbeben in Chile: Mindesten zwei Tote

Ein starkes Erdbeben der Stärke 6,7 hat gestern Abend die Küste Chiles erschüttert. Das Zentrum des Bebens lag nach Berechnungen der US-Erdbebenwarte in der Nähe von Coquimbo in einer Tiefe von 53 Kilometern. Die chilenische Erdbebenwarte bestätigte zwei Todesopfer. Lokale Medien berichteten, die Menschen seien an Herzinfarkten in Folge des Erdbebens gestorben.

Nach dem Erdbeben war zunächst der Tsunami-alarm ausgelöst worden, der Tausende Menschen in der Region zu einer präventiven Evakuierung aufrief. Das Büro für nationale Notfälle des Innenministeriums (ONEMI) gab jedoch kurz darauf Entwarnung.

ONEMI-Leiter Ricardo Toro erklärte, dass in der Region Coquimbo zunächst rund 200.000 Menschen nach einem Stromausfall im Dunkeln saßen. Chiles Stromversorger erklärte am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit), dass in den Städten La Serena, Coquimbo und Ovalle die Elektrizität wiederhergestellt sei.

Kleiner Schäden an Gebäuden

Der Gebirgspass Paso de Agua Negra zwischen Chile und Argentinien werde vorbeugend für den Tag gesperrt, teilte die Gouverneurin der östlichen Provinz Elqui, Daniela Norambuena, mit. Die Sicherheit und Fahrrinnen des Bergpasses würden überprüft.

Die chilenische Erdbebenwarte veröffentlichte Bilder von kleineren Schäden in Gebäuden, beispielsweise herabgefallenen Küchenschränken. Größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. In den Sozialen Netzwerken waren Bilder von Tausenden Menschen zu sehen, die versuchen sich in Sicherheit zu bringen.

Erdbeben sind in Chile keine Seltenheit. Bei einem Beben der Stärke 7,8 kamen im Jahr 1939 rund 28.000 Menschen ums Leben. Auch das bisher stärkste aufgezeichnete Erdbeben ereignete sich in dem südamerikanischen Staat: Im Jahr 1960 starben bei dem Beben der Stärke 9,5 rund 1.655 Menschen.

Tödlicher Unfall bei Motorschlittenrennen in Salzburg

Bei einem Motorschlittenrennen in Neukirchen am Großvenediger im Salzburger Pinzgau ist es gestern zu einem tödlichen Unfall gekommen. Ein 22-jähriger Teilnehmer aus Oberösterreich kam aus bisher unbekannter Ursache mit seinem Fahrzeug zu Sturz und wurde von einem nachfolgenden Rennteilnehmer überfahren, berichtete die Polizei. Für den Mühlviertler kam jede Hilfe zu spät.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Gesundheit

WHO: Impfmüdigkeit gefährdet globale Gesundheit

Mangelnde Impfbereitschaft zählt laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den gegenwärtig größten Gesundheitsrisiken der Welt. Sie drohe die Fortschritte bei der Bekämpfung von Krankheiten zunichte zu machen, die durch Impfen vermeidbar sind. Die Verbesserung der Impfbereitschaft gehört deshalb laut WHO zu den vorrangigen Zielen für die kommenden Jahre.

Als weitere maßgebliche Gefahren für die Gesundheit der Menschen weltweit sieht die WHO die Luftverschmutzung, die Ausbreitung antibiotikaresistenter Keime, die Übergewichtsepidemie und das Auftauchen gefährlicher Erreger wie Ebola. Impfungen verhindern laut WHO jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle. Weitere 1,5 Millionen könnten hinzukommen, wenn weltweit mehr Menschen geimpft würden.

Masern zunehmend Problem

Die Gründe für die Impfmüdigkeit seien vielfältig. Dazu gehörten schlichte Nachlässigkeit, der schwierige Zugang zu Impfstoffen und mangelndes Vertrauen. Welchen Folgen das haben könne, zeige das Beispiel Masern: Weltweit sei die Zahl der Fälle im Jahr 2017 um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Auch in einigen Ländern, die bereits kurz vor der Ausrottung der Krankheit gestanden hätten, gebe es wieder mehr Fälle.

Zu einem Anstieg der Masernfälle kam es zuletzt auch in der WHO-Region Europa: Dort seien im gesamten Jahr 2017 23.927 Menschen erkrankt – 2016 waren es nur 5.273.

Im laufenden Jahr will die WHO unter anderem die Bekämpfung von Gebärmutterhalskrebs über eine Ausweitung der HPV-Impfungen vorantreiben. Auch die Ausrottung von Polio in Afghanistan und Pakistan sei ein wichtiges Ziel.

Kultur

Autor Marcel Beyer mit Lessing-Preis ausgezeichnet

Der Schriftsteller Marcel Beyer ist mit dem Lessing-Preis des Freistaates Sachsen 2019 ausgezeichnet worden. Mit der deutschen Auszeichnung werden Persönlichkeiten geehrt, deren Werk in der von Lessing geprägten geistigen Tradition steht und die für die deutschsprachige Literatur bzw. das deutschsprachige Theater Herausragendes geleistet haben.

„Wenn Goethe in seinen letzten Lebensjahren forderte: ‚Ein Mann wie Lessing täte uns not‘, so vermag kaum ein Schriftsteller unserer Zeit dieser Mahnung so zu entsprechen wie Marcel Beyer“, hieß es in der Begründung der Jury. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde gestern in Kamenz verliehen.

Georg-Büchner-Preis 2016 verliehen

Marcel Beyer stammt aus dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg und lebt seit 1996 in Dresden. Er ist Lyriker, Erzähler und Romancier, Hörspielautor und Opernlibrettist, Essayist und Herausgeber. 2016 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis verliehen, der als höchste literarische Auszeichnung im deutschen Sprachraum gilt. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der in Dresden spielende Roman „Kaltenburg“.

Die beiden Förderpreise gingen an Anja Kampmann (Jahrgang 1983) und Bettina Wilpert (Jahrgang 1989). Die Autorinnen erhielten jeweils 7.500 Euro.

Leute

Ältester Mann der Welt gestorben

Der älteste Mann der Welt, der Japaner Masazo Nonaka, ist im Alter von 113 Jahren gestorben. Das teilte seine Familie japanischen Medien heute mit. Das Guinness-„Buch der Rekorde“ hatte Nonaka im April 2018 als ältesten Mann der Welt anerkannt.

Er kam am 25. Juli 1905 auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido zur Welt, das Jahr, in dem Albert Einstein seine Relativitätstheorie veröffentlichte. Nonaka, der mit seiner im Jahr 1992 verstorbenen Frau zwei Söhne und drei Töchter großgezogen hat, lebte in seiner Heimatstadt Ashoro bei seiner Familie.

Japan für hohe Lebenserwartung bekannt

Ihr Zuhause ist eine ebenfalls mehr als 100 Jahre alte Herberge mit heißer Naturquelle, die Nonaka leitete. In der Quelle badete er auch in seinen letzten Lebensjahren gerne einmal in der Woche, wie seine Familie schilderte.

Japan ist berühmt für die hohe Lebenserwartung seiner Bürgerinnen und Bürger. Ende vergangenen Jahres zählte die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt fast 70.000 Menschen im Alter von 100 oder mehr Jahren. Die meisten sind Frauen. Zur Langlebigkeit der Japaner sollen die gesunde traditionelle Küche, Fortschritte in der Medizin und ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein beitragen. Dennoch geht die Bevölkerung Japans wegen der niedrigen Geburtenrate zurück.

Prinz Philip fuhr wieder Auto – ohne Gurt

Nur zwei Tage nach seinem Verkehrsunfall hat Prinz Philip sich eine polizeiliche Rüge wegen Fahrens ohne Gurt eingehandelt. Nachdem britische Zeitungen gestern Fotos veröffentlichten, die den 97-jährigen Ehemann von Königin Elizabeth II. unangeschnallt am Steuer seines Land Rover zeigten, erklärte eine Polizeisprecherin, die Fotos seien den Behörden bekannt.

„Dem Fahrer wurden angemessene Ratschläge gegeben“, erklärte sie. Das sei das übliche Verfahren, wenn die Polizei auf ein derartiges Vergehen aufmerksam werde.

Prinz Philip war am Donnerstag mit seinem Geländewagen in der Nähe von Schloss Sandringham in Ostengland mit einem Kia zusammengestoßen, als er von einer Seitenstraße auf eine Hauptstraße einbog.

Debatte über Fahrtauglichkeit älterer Menschen

Sein Land Rover stürzte auf die Fahrerseite, und die Windschutzscheibe ging zu Bruch, der Duke of Edinburgh konnte aber von herbeigeeilten Unfallzeugen unverletzt aus dem Wagen gezogen werden. Die 28-jährige Kia-Fahrerin wurde kurzzeitig im Krankenhaus behandelt. Ihr neun Monate altes Baby blieb unverletzt.

Der Unfall fachte in Großbritannien eine Debatte über die Fahrtauglichkeit älterer Menschen an. In Großbritannien läuft der Führerschein ab 70 Jahren aus, kann aber mit einem simplen Selbsteinschätzungstest erneuert werden. Amtlichen Angaben zufolge haben im Königreich mehr als 100.000 Senioren und Seniorinnen über 90 Jahren noch eine Fahrerlaubnis.

Der Ehemann der Queen ist ein leidenschaftlicher Autofahrer. 2016 ließ er es sich nicht nehmen, das damalige US-Präsidentenpaar Barack und Michelle Obama während ihres Großbritannien-Besuchs zusammen mit der Queen auf dem Anwesen von Schloss Windsor herumzufahren.

Til Schweiger hat ersten Filmpreis zerschlagen

Schauspieler und Regisseur Til Schweiger („Keinohrhasen“) hat gestanden, seinen ersten Filmpreis vom Max-Ophüls-Festival im deutschen Saarbrücken 1993 zerstört zu haben. „Damals war er noch potthässlich und ich habe das Ding gleich am nächsten Morgen zerschlagen“, gab der 55-Jährige gestern Abend in Saarbrücken zu, wo er beim 40. Festival die Auszeichnungen an den besten Schauspielnachwuchs vergab.

Im Nachhinein habe ihm der Preis, den er als bester Newcomer für „Ebbies Bluff“ erhalten hatte, aber sehr viel bedeutet, zumal dieser das „Opening“ für seine Karriere gewesen sei. „Auf einmal haben alle angerufen, und dann ging es los.“

Bei der diesjährigen Festivalausgabe gingen die Preise für den besten Schauspielnachwuchs an österreichische Produktionen: Joy Alphonsus wurde für ihre Leistung in „Joy“ (Regie: Sudabeh Mortezai) prämiert, Simon Frühwirth reüssierte mit seinem Spiel in Gregor Schmidingers „Nevrland“. Der 17-Jährige stand ohne jede Schauspielerfahrung das erste Mal vor der Kamera. Schweiger überreichte ihm den Preis mit den Worten: „Jetzt kann nichts mehr schiefgehen – mach was draus!“

Panorama

Zwergspitz Boo starb vermeintlich an gebrochenem Herzen

Der über Facebook zum vermutlich niedlichsten Hund der Welt aufgestiegene Zwergspitz Boo ist nach Medienberichten an gebrochenem Herzen gestorben. Das teilten die in den USA lebenden Besitzer gestern auf der eigenen Facebook-Seite des kleinen Hundes mit. Boo sei jetzt im Alter von zwölf Jahren gestorben, knapp ein Jahr nach dem Tod seines besten (Hunde-)Freundes Buddy.

„Mit tiefster Trauer möchte ich mitteilen, dass Boo heute Morgen entschlafen ist und uns verlassen hat, um zu seinem besten Freund Buddy zu gehen“, schrieb die trauernde Familie. Nach Buddys Tod im Vorjahr seien bei Boo Herzprobleme aufgetreten. „Wir glauben, dass sein Herz brach, als Buddy von uns ging.“

Der kleine Pomeranian Boo hat seine Fans seit 2009 auf einer eigenen Seite im Sozialen Netzwerk mit immer neuen Fotos begeistert. Zuletzt hatte er über 16 Millionen Follower.