Letzte Meldung

„Monty Python“-Starkomiker Terry Jones ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Das berichteten britische Medien heute unter Berufung auf sein Management. Er litt zuletzt an Demenz. Jones spielte in großen Filmen wie „Das Leben des Brian“ oder „Die Ritter der Kokosnuß“ mit. Zudem führte er Regie.

Terry Jones war sowohl als Autor als auch als Darsteller für „Monty Python“ aktiv und erlebte damit seinen großen Durchbruch. In den 70er Jahren stellten die Pythons mit ihrem anarchistischen Humor die Comedy-Welt auf den Kopf, danach gingen sie meist eigene Wege. 2014 standen die älteren Herren zum letzten Mal zusammen auf der Bühne, allerdings ohne den inzwischen verstorbenen Graham Chapman.

Die Familie von Jones veröffentlichte ein Statement zum Tod des Komikers: „Wir sind tieftraurig, bekanntgeben zu müssen, dass unser geliebter Ehemann und Vater, Terry Jones, verstorben ist.“

Im September 2016 wurde bei dem „Monty Python“-Star eine Demenzerkrankung diagnostiziert. Als Folge litt Jones an einer primär-progressiven Aphasie (PPA), die seine Kommunikationsfähigkeiten einschränkte.

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„Monty Python“-Starkomiker Terry Jones ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Das berichteten britische Medien heute unter Berufung auf sein Management. Er litt zuletzt an Demenz. Jones spielte in großen Filmen wie „Das Leben des Brian“ oder „Die Ritter der Kokosnuß“ mit. Zudem führte er Regie.

Terry Jones war sowohl als Autor als auch als Darsteller für „Monty Python“ aktiv und erlebte damit seinen großen Durchbruch. In den 70er Jahren stellten die Pythons mit ihrem anarchistischen Humor die Comedy-Welt auf den Kopf, danach gingen sie meist eigene Wege. 2014 standen die älteren Herren zum letzten Mal zusammen auf der Bühne, allerdings ohne den inzwischen verstorbenen Graham Chapman.

Die Familie von Jones veröffentlichte ein Statement zum Tod des Komikers: „Wir sind tieftraurig, bekanntgeben zu müssen, dass unser geliebter Ehemann und Vater, Terry Jones, verstorben ist.“

Im September 2016 wurde bei dem „Monty Python“-Star eine Demenzerkrankung diagnostiziert. Als Folge litt Jones an einer primär-progressiven Aphasie (PPA), die seine Kommunikationsfähigkeiten einschränkte.

Inland

Die Hausdurchsuchungen in der Causa Casinos waren rechtskonform. Das entschied das Oberlandesgericht (OLG) Wien. Den Beschwerden sei nicht Folge gegeben worden, teilte das Berufungsgericht heute mit. Mehrere Beschuldigte, darunter Ex-FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache, hatten sich über die Ermittlungsschritte beschwert. Auch eine Rufdatenrückerfassung wurde als zulässig beurteilt.

„Anzeige extrem detailliert“

Grundsätzlich begründe auch eine anonyme Anzeige eine ausreichende Verdachtslage, wenn ihr Inhalt glaubwürdig und plausibel sei, heißt es in der Presseinformation des Gerichts. „Das Oberlandesgericht kam zum Ergebnis, dass diese Anzeige extrem detailliert sei und von Insiderwissen zeuge, nämlich aufgrund der wörtlichen Wiedergabe von Gesprächen im engsten Kreis, aufgrund der Darstellung persönlicher und politischer Verflechtungen der Akteure und zahlreicher verifizierbarer Begleitumstände.“

Ausgelöst wurden die Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) durch eine anonyme Anzeige rund um die Bestellung des – mittlerweile wieder abberufenen – FPÖ-Bezirkspolitikers Peter Sidlo zum Casinos-Finanzvorstand unter ÖVP und FPÖ.

Die WKStA ermittelt gegen elf Beschuldigte, ob für Sidlos Bestellung Novomatic Glücksspiellizenzen in Aussicht gestellt wurden. Unter den Beschuldigten sind neben Strache unter anderen auch Ex-Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) und ÖBAG-Vorstand Thomas Schmid. Im August und November gab es mehrere Hausdurchsuchungen. Alle Beschuldigten bestreiten die Korruptionsvorwürfe, es gilt die Unschuldsvermutung.

In der Nationalratssitzung hat ÖVP-Außenminister Alexander Schallenberg heute zum Cyberangriff auf sein Ministerium Stellung genommen. Wesentliche neue Details wurden jedoch nicht genannt.

„Bisher kein Abfluss“ von Daten

Der „laufende Angriff“ sei „massiv“, so Schallenberg. Der Minister sagte, dass „bisher kein Abfluss“ von Daten aus dem Ministerium festgestellt wurde. Außerdem sei „zu keiner Zeit“ die Funktionsfähigkeit des Ministeriums und der Konsulate gefährdet gewesen.

Ein „großes Team aus Expertinnen und Experten“ arbeite rund um Uhr, die Datensicherheit wiederherzustellen. Man arbeite nicht nur mit anderen Ministerien, sondern auch auf europäischer Ebene zusammen.

ÖVP-Außenminister Schallenberg

Außenminister Alexander Schallenberg bezeichnete die Cyberattacke als massiven Angriff auf das IT-System des Außenministeriums.

Nicht genügend Anhaltspunkte

Noch gebe es nicht „genügend Anhaltspunkte“, um „zweifelsfrei“ von einer Urheberschaft reden zu können. Noch könne man jedenfalls nicht „Brand gelöscht“ melden, so Schallenberg.

Der Angriff auf das Außenministerium wurde am 3. Jänner gemeldet, seither hält er an. Damals wurde von einem möglichen „staatlichen Akteur“ geredet. Nach Medienberichten, wonach eine Spur nach Russland führen könnte, dementierte Moskau.

Um „totalitäre Tendenzen an Unis und Schulen“ ist es heute in der Aktuellen Stunde des Nationalrats gegangen. Anlass für das von der FPÖ aufs Tapet gebrachte Thema waren Störaktionen linker Demonstranten und Demonstrantinnen bei Vorlesungen des Historikers Lothar Höbelt, die Aufregung um Ex-Ombudsfrau Susanne Wiesinger und das Kopftuchverbot.

ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann verwies auf die Meinungsfreiheit und bezeichnete die österreichischen Universitäten als Orte der freien Lehre und des Diskurses. Dazu gehörten eben auch Dissens und Streit, so Faßmann.

Kickl hätte Assistenzeinsatz angefordert

Die Debatte eingeleitet hatte Klubobmann Herbert Kickl (FPÖ), der die Vorgänge an der Uni Wien als „Trauerspiel“ bezeichnet hatte. „Alles, was rechts ist, wird mit rechtsextrem gleichgesetzt“, beschwerte er sich über den „Hass“, der nicht nur im Netz verbreitet werde, sondern auch an den Unis – und vor allem von links.

Wäre ein linker Professor von rechten Störaktionen betroffen, hätte man den „moralischen Notstand ausgerufen“, so Kickl. Die „linksextremistischen Umtriebe“ an der Universität nannte Kickl „beschämend“ für Faßmann, dem er vorwarf, die Vorgänge totgeschwiegen zu haben. Er selbst hätte einen Assistenzeinsatz zum Schutz der Vorlesungsbesucher angefordert.

Andrea Kuntzl (SPÖ) sieht nicht die linken Demonstranten an der Universität in der Schuld, sondern die rechtsextremen Identitären als Fanclub von Höbelt bei dessen Vorlesung aufmarschieren. Sie geht aber davon aus, dass der Rektor diese Vorgänge im Auge habe und entsprechend reagieren werde. Nico Marchetti (ÖVP) rief ebenso wie Faßmann dazu auf, die Meinungsfreiheit zu respektieren. „Die Grenzen der Meinungsfreiheit liegen nicht beim Parteiprogramm“, sagte er.

Blimlinger: Höbelt eindeutig rechtsextrem

Eva Blimlinger (Grüne) verwies ebenfalls auf die Wissenschaftsfreiheit an den Universitäten. Dass Höbelt ein Rechtsextremer sei, sei für sie klar – immerhin habe er sich gegen das Verbotsgesetz geäußert und publiziere in rechtsextremen Medien. Er selbst schramme nur knapp am Verbotsgesetz vorbei, kritisierte Blimlinger. Aber: „Das Thema Höbelt an der Universität Wien hat sich Gott und Göttin sei Dank bald erledigt, weil er in Pension geht.“

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger versuchte, die Diskussion auf eine Metaebene zu bringen. Sie sprach davon, was es heißt, in einer offenen Gesellschaft zu leben. Dazu gehörten bestimmte Grund- und Freiheitsrechte, sagte sie. Man könne nicht einfach alles verbieten, was nicht der eigenen Meinung entspreche.

SPÖ: Wiesingers Kritik ernst nehmen

Die SPÖ-Abgeordnete Sonja Hammerschmid nahm vor allem Bezug auf den Wirbel um die Publikation der ehemaligen „Ombudsfrau für Wertefragen und Kulturkonflikte“, Susanne Wiesinger. Hammerschmid appellierte an die Kollegen im Plenum, die Kritik ernst zu nehmen – um die „gemeinsame Aufgabe“ wahrzunehmen und die Rahmenbedingungen für eine gute Schule zu schaffen. Dazu gehören für Hammerschmid etwa mehr Unterstützungspersonal und Ethikunterricht für alle.

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) sieht die Diskussion über die ursprünglich von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) angekündigten Asylzentren locker. Er sprach heute nach dem Ministerrat von einer „Sprachverwirrung“. Es gehe lediglich um „grenznahe Verfahren“, die aber ohnehin schon großteils stattfänden und „sinnvoll“ seien. Große Änderungen im Asylbereich sieht Kogler daher nicht.

In der Debatte über mögliche grenznahe Asylzentren nahm gestern auch die Klubobfrau der Grünen, Sigrid Maurer, in der ZIB2 Stellung. Sie sagte im Interview, in den Koalitionsverhandlungen sei besprochen worden, „dass nicht alles in Traiskirchen passieren muss, sondern auch nahe an der Stadt, im grenznahen Bereich, es kleine Zentren geben kann“. Da gehe es aber „ausschließlich um das Zulassungsverfahren zum Asylantrag, und alles Weitere passiert natürlich ganz gewohnt“, so Maurer.

Also könne weiterhin ein Asylantrag in ganz Österreich gestellt werden, auch der Zugang zu einer Rechtsberatung müsse gewährleistet sein. Auch sei nicht geplant, dass in solchen Einheiten mehrere Instanzen im Verfahren abzuwarten seien. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) habe „unpräzise formuliert“, sagte Maurer.

Maurer in der ZIB2

Die Klubobfrau der Grünen sprach über den möglichen Umgang mit Asylverfahren.

„Schnellere“ Asylverfahren als Ziel

Maurer verwies auf Gespräche und weitere Entwicklungen. „Jetzt schauen wir einmal, was es denn wirklich braucht. Es ist wie gesagt ganz grundsätzlich sicher besser, man hat kleinere Einheiten als so große wie Traiskirchen. Wir haben auch sehr gute Erfahrungen damit gemacht, zum Beispiel in Vorarlberg, wo über alle Gemeinden verteilt wird.“ Die Qualität der Verfahren müsse stimmen, so Maurer.

Nehammer präzisierte Pläne

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) stellte klar, dass keine neuen Asylzentren gebaut werden sollen.

Nehammer hatte tags zuvor in der ZIB2 die Entwicklung grenznaher Asylzentren angekündigt, um so „schnellere“ Asylverfahren garantieren zu können. Später präzisierte er die Überlegungen: Erforderlich seien nur „grenznahe Asylantragsverfahren“. Es gehe darum, „anzuhalten und nicht durchzuwinken“. Auch aus dem Kanzleramt hieß es gegenüber ORF.at: „Wir haben nicht vor, neue Asylzentren wie Traiskirchen an der Grenze zu bauen. Das steht im Regierungsprogramm.“

Mehr dazu in Neue „Asylzentren“ nicht geplant

Wirtschaftsministerin Margerete Schramböck (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) haben heute nach dem Ministerrat erneut die Novelle des Berufsausbildungsgesetzes beworben. Vor allem würden die Lehre und das Handwerk aufgewertet, betonten sie. Die angedachte Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen in der Arbeitsvermittlung habe damit nichts zu tun, so Schramböck auf Nachfrage.

„Das eine sind die Erneuerungen für die Lehre und Meister“, sagte die Wirtschaftsministerin. „Das andere ist die Thematik, dass es im Osten, vor allem in Wien, viele Arbeitslose gibt und im Westen viele offene Stellen.“ In dieser Problematik gehe es „eher darum, junge Menschen über Anreizsysteme zu animieren, dass sie im Westen eine Arbeit annehmen“ – solange diese „ohne Pflegeverpflichtung beziehungsweise ohne Kinder und ohne Familie“ seien.

„Anreize sind noch zu erarbeiten“

Schramböck verwies hierbei auch auf derzeit rund 10.000 Asylberechtigte unter 25 Jahre ohne Arbeit. Es sei sehr wichtig, diese in den Arbeitsprozess zu bringen. Da diese Gruppe an einem Ort „nicht so verwurzelt“ sein könne, böte es sich an, sich im Westen ein Leben mit Arbeit aufzubauen. Vor allem gehe es um junge Menschen, so Schramböck. „Die Anreize sind noch zu erarbeiten.“

Die konkrete Umsetzung sei noch offen, so Kogler. Die Grünen setzen auf eine Anreizwirkung, „die positiv sein kann; es wird ein Mix kommen“, spielte Kogler auf Sanktionen an. Die Zielvorgabe an sich sei „grundvernünftig“, so der Grüne.

Sämtliche Vorgaben für die Arbeitssuchenden müssten aber gleich gelten, sollte es in Richtung Asylberechtigter gehen, sagte Kogler. „Da braucht keiner Sorge haben, dass etwas schief kommt. Die Sache wird jetzt einmal von der Arbeitsministerin in Kooperation mit dem Sozialminister erarbeitet werden.“

Ausland

Die Jerusalemer Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der Befreiung des NS-Konzentrations- und -Vernichtungslagers Auschwitz wird von einer Absage des polnischen Präsidenten Andrzej Duda überschattet.

Der von Duda angeführte Grund: Er darf keine Ansprache halten – anders als sein russischer Kollege Wladimir Putin. Dahinter steht ein tiefgreifender Geschichtsstreit zwischen Warschau und Moskau.

Duda: „Verzerrung der historischen Wahrheit“

Zum morgigen Welt-Holocaust-Forum in der israelischen Gedenkstätte Jad Vaschem werden die Staats- und Regierungschefs von mehr als 30 Ländern erwartet, unter anderen Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Duda dagegen sagte ab. Ihm die Möglichkeit zu verweigern, die polnischen Holocaust-Opfer zu ehren, komme einer „Verzerrung der historischen Wahrheit“ gleich, kritisierte der Präsident.

Stattdessen darf unter anderen Putin das Wort ergreifen. Der russische Präsident hatte Polen unlängst vorgeworfen, vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs mit Hitler kooperiert zu haben und Mitschuld an dem Krieg zu tragen, was in Polen große Empörung auslöste. Von den sechs Millionen polnischen Toten waren drei Millionen Juden und Jüdinnen. Zudem plant Polen am 27. Jänner eine eigene Gedenkveranstaltung in Auschwitz.

Tausende Sicherheitskräfte im Einsatz

Zu dem Holocaust-Forum haben sich neben Putin US-Vizepräsident Mike Pence, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowie der britische Thronfolger Prinz Charles angekündigt. Neben den Vertretern der vier Alliierten des Zweiten Weltkriegs werden Israels Präsident Reuben Rivlin und der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Veranstaltung das Wort ergreifen. Steinmeier ist damit das erste deutsche Staatsoberhaupt, das in Jad Vaschem eine Rede hält.

Für Israel ist die morgige Gedenkveranstaltung ein historisches Großereignis. Tausende Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Nach Angaben des Präsidialamts ist es die größte internationale Zusammenkunft in der Geschichte des Landes. Am Montag findet die zentrale Gedenkfeier in Auschwitz statt. Rund 120 Auschwitz-Überlebende werden zu der Feier erwartet – aus dem Kreis dieser zumeist hochbetagten Ex-Insassen sollen die wichtigsten Redner kommen.

Der britische Thronfolger Prinz Charles (71) wird beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos heute zum ersten Mal mit der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg (17) zusammentreffen. Das teilte das Clarence House, der Sitz des Prince of Wales in London, auf Twitter mit.

Charles warnt bereits seit vielen Jahren vor der Erderwärmung und soll heute eine Rede bei der jährlichen Konferenz in dem Schweizer Skiort halten. Laut im Voraus verbreiteten Auszügen der Ansprache fordert der britische Royal, dass Konsumenten künftig besser über die Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit von Produkten aufgeklärt werden sollen.

Thunberg hatte sich bereits gestern beim Weltwirtschaftsforum zu Wort gemeldet. Sie warf den Unternehmenschefs, Politikern und Gesellschaftsvertretern Untätigkeit vor und legte sich dabei indirekt mit US-Präsident Donald Trump an, der die Warnungen vor der Klimakrise als Schwarzseherei und Pessimismus abtat.

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Trump sagte heute, er hätte Thunberg gerne getroffen. Zugleich legte er der Schwedin nahe, sich doch auf andere Länder als die USA zu konzentrieren. Die USA seien nämlich „sauber und schön“, während es einen anderen Kontinent gebe, „wo Rauch aufsteigt“, meinte er mit Blick auf Asien. Tatsächlich stieß China im Jahr 2018 mehr als doppelt so viel CO2 aus wie die USA.

Das griechische Parlament hat heute mit großer Mehrheit die 63-jährige Juristin Ekaterini Sakellaropoulou zur neuen Staatspräsidentin für die nächsten fünf Jahre gewählt.

Neugewählte Präsidentin Griechenlands Ekaterini Sakellaropoulou
APA/AFP/Vassilis Rempapis

Damit übernimmt erstmals eine Frau den Posten. Bei einer namentlichen Abstimmung votierten 261 Abgeordnete für Sakellaropoulou, 33 enthielten sich, wie das Parlamentspräsidium mitteilte. Für die Wahl waren 200 Stimmen des Parlaments mit 300 Sitzen notwendig. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Sakellaropoulou war bisher Richterin und Präsidentin des obersten griechischen Verwaltungsgerichtshofes. Nach ihrem Jusstudium in Athen wurde sie Richterin.

Große Symbolkraft

Sakellaropoulous Amtszeit beginnt am 13. März. Das griechische Staatsoberhaupt hat rein repräsentative Aufgaben, doch ist die Wahl der Richterin zur Präsidentin in einem Land, in dem Frauen immer noch stark diskriminiert werden, von großem symbolischem Wert.

Sakellaropoulou hat mit derartigen Premieren Erfahrung: Im Oktober 2018 wurde sie bereits als erste Frau in der Geschichte des Landes Präsidentin des Staatsrats – des Verfassungs- sowie obersten Verwaltungsgerichts in Griechenland.

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat Medienberichte dementiert, wonach er mit Großbritanniens Königin Elizabeth II. persönlich über die Sicherheitskosten für Prinz Harry und dessen Frau Meghan gesprochen haben soll. „Ich habe nicht direkt mit ihrer Majestät gesprochen“, sagte Trudeau gestern bei einer Pressekonferenz.

Gespräche über die Übernahme der Kosten in Millionenhöhe hielten an, fügte er hinzu. Britische Medien hatten berichtet, dass Trudeau Elizabeth II. zugesagt habe, dass Kanada die Sicherheitskosten für Harry, Meghan und ihren gemeinsamen Sohn Archie übernehmen könne.

Nach Schätzungen kanadischer Medien dürften sich diese Kosten auf rund 1,7 Millionen kanadische Dollar (eine Mio. Euro) jährlich belaufen.

Nicht mehr „Königliche Hoheit“

Der Enkel der britischen Monarchin und seine Frau hatten vor eineinhalb Wochen überraschend – und offenbar ohne vorher die Queen zu informieren – verkündet, sich weitgehend von ihren royalen Verpflichtungen zurückziehen und finanziell auf eigenen Füßen stehen zu wollen. Zudem kündigte das Paar an, künftig teilweise in Kanada leben zu wollen.

Daraufhin begannen fieberhafte Beratungen im Königshaus, an deren Ende der Buckingham-Palast am Samstag mitteilte, dass Harry und Meghan nicht mehr den Titel „Königliche Hoheit“ tragen und keine öffentlichen Gelder mehr erhalten werden.

EU

Kroatien unterstützt Bosnien-Herzegowina dabei, den offiziellen EU-Kandidatenstatus zu erhalten und möglichst bald mit EU-Beitrittsverhandlungen zu beginnen.

Der kroatische Botschafter in Bosnien, Ivan Sabolic, bekräftigte heute nach Angaben der Nachrichtenagentur HINA in Zagreb auch das Ziel der kroatischen EU-Ratspräsidentschaft, mit Albanien und Nordmazedonien Beitrittsgespräche aufzunehmen.

Frankreich hatte die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Skopje und Tirana im Herbst blockiert und eine Reform des Beitrittsverfahrens verlangt. Die EU-Kommission will dazu am 29. Jänner einen konkreten Vorschlag vorlegen. Bis zu einem Westbalkan-Gipfel im Mai soll eine Lösung für die beiden Länder gefunden werden.

Wirtschaft

Die Dieselaffäre kommt den Autohersteller Daimler nochmals deutlich teurer zu stehen als bisher gedacht. Für 2019 rechne man mit weiteren 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro an zusätzlichen Kosten, teilte der Konzern heute in Stuttgart mit.

Es gehe um „voraussichtliche zusätzliche Aufwendungen für laufende behördliche und gerichtliche Verfahren und Maßnahmen betreffend Mercedes-Benz-Dieselfahrzeuge in verschiedenen Regionen und Märkten“, hieß es in der Mitteilung. Daimler hatte im vergangenen Jahr schon insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro dafür zurückgestellt.

Sparprogramm verordnet

Nach vorläufigen Zahlen rechnet der Konzern für das vergangene Jahr nun mit einem operativen Ergebnis von 5,6 Milliarden Euro. Das wäre nur etwa halb so viel wie im Vorjahr, als der Gewinn ebenfalls schon deutlich gesunken war.

Die zusätzlichen Aufwendungen für die Dieselprobleme sind darin noch nicht berücksichtigt. Sie träfen im Wesentlichen die Geschäftsfelder für Pkws („Cars“) und Transporter („Vans“), hieß es. Die Vans liegen schon ohne die Zusatzkosten für 2019 mit dem operativen Ergebnis im Minus.

Die komplette Bilanz legt Daimler am 11. Februar vor. Angesichts der hohen Kosten auch in anderen Bereichen, vor allem beim Anlauf der Produktion von Elektroautos und der Entwicklung des automatisierten Fahrens, hat Vorstandschef Ola Källenius dem Konzern ein Sparprogramm verordnet. Bis Ende 2022 will er allein beim Personal rund 1,4 Milliarden Euro einsparen und dafür wohl mehr als 10.000 Stellen streichen. Außerdem sollen die Investitionen gedeckelt werden.

Der Bolivar ist die offizielle Währung im Krisenstaat Venezuela – doch selbst dicke Bündel aus Geldscheinen sind aufgrund der galoppierenden Inflation praktisch wertlos. Das tägliche Leben in dem völlig verarmten Land ist damit nicht zu bewerkstelligen, darum hat der US-Dollar Einzug gehalten. Die Händler des Landes stellt das vor Schwierigkeiten, die politische Elite profitiert allerdings: nicht zuletzt der amtierende Präsident Nicolas Maduro.

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Sport

Das legendärste Rennen im alpinen Skiweltcup ist auch eines der gefährlichsten, wenn nicht das gefährlichste. Im Laufe der Zeit hat die Streif zahlreiche Läufer abgeworfen und dabei auch einige Karrieren zerstört. Der Ritt über Mausefalle, Steilhangausfahrt, Hausbergkante, Traverse und Zielsprung verzeiht keine Fehler. Wer einen macht, hat nicht selten schmerzhafte und manchmal sogar lebensbedrohliche Konsequenzen zu tragen.

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Das vierte Hauptrunden- und siebente Turniermatch gegen Weißrussland bildet heute (18.15 Uhr, live in ORF1) den EM-Abschluss für Österreichs Handballer. Nach drei Siegen in der Vorrunde, gefolgt von drei Niederlagen in der zweiten Phase, geht es um ein würdiges Ende des Heimturniers. Vor allem aber haben die Österreicher noch die Chance, mit einem Remis oder Sieg die bisher beste Endrundenplatzierung zu schaffen.

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Chronik

Ihren Militärdienst in Südkorea hat sie als Mann begonnen, jetzt muss eine junge Unteroffizierin nach einer Geschlechtsumwandlung im vergangenen Jahr die Armee gegen ihren Willen verlassen. Ein Prüfungsausschuss sei zu dem Schluss gekommen, dass die Geschlechtsumwandlung ein Grund für die Entlassung sei, teilte die Armee heute mit. Ein militärisches Ärzteteam hatte die Transfrau zuvor als „Person mit Behinderung“ eingestuft.

Der Fall der betroffenen Soldatin ist in dem ostasiatischen Land bisher einzigartig und zieht daher große Aufmerksamkeit auf sich. Südkorea verbietet Transgender-Menschen den Militärdienst, es gibt jedoch keine spezifischen Regeln für den Umgang mit Personen, die sich während ihrer Tätigkeit im Militär einer geschlechtsangleichenden Operation unterziehen.

Die Soldatin in ihren Zwanzigern hatte sich im November während eines Urlaubs in Thailand operieren lassen. Sie wollte jedoch bei den Streitkräften bleiben. Sie liegt zurzeit noch in einer Militärklinik.

Die Nationale Menschenrechtskommission hatte dem Armeechef gestern empfohlen, das Treffen des Ausschusses wegen möglicher Diskriminierung und der Auswirkungen auf die Rechte der Soldatin zu verschieben. Die Entscheidung zur Entlassung sei in Übereinstimmung mit den relevanten Vorschriften und auf Grundlage der medizinischen Untersuchung getroffen worden, hieß es in der Mitteilung der Armee.

Das Sturmtief „Gloria“ mit starkem Wind, tiefen Temperaturen und heftigen Schneefällen hat verheerende Auswirkungen auf das Ebro-Delta in Nordostspanien. Auf den Bildern des ESA-Satelliten Sentinel-1 sind die großen Überschwemmungen des Gebiets im Süden der autonomen Region Katalonien zu sehen.

In der Gegend wurden laut BBC zahlreiche Reisfelder zerstört – das Sturmtief sorgte auch für Straßensperren und Stromausfälle. „So etwas haben wir noch nie erlebt“, sagte Lluis Soler, Bürgermeister der Gemeinde Deltebre. Der Ebro mündet ins Mittelmeer und bildet dort ein großes Delta, das teils unter Naturschutz steht.

Satellitenbildvergleich des Ebrodeltas
Sentinel Hub/ORF.at

Fünf Menschen kamen bisher durch „Gloria“ ums Leben. Auch in Barcelona, Valencia und auf den Balearen hat das Sturmtief große Schäden verursacht. Bewohnerinnen und Bewohner Kataloniens wurde empfohlen, die Küstengebiete zu meiden. „Gloria“ ist inzwischen weiter in das Departement Pyrenees-Orientales im Süden Frankreichs gezogen. Die Autobahn A9 wurde nahe der Grenze zu Spanien vorsorglich gesperrt. Zudem wurden zahlreiche zusätzliche Einsatzkräfte angefordert.

Kultur

Von der Einrichtung eines „Film Preservation Center“ ist im Kulturteil des Regierungsprogramms etwas sperrig die Rede. Dahinter steckt die Realisierung eines Analog-Filmlabors, das vom österreichischen Filmarchiv, dem Filmmuseum und Vertretern der heimischen Filmbranche schon lange gefordert wird – geht es doch um die Sicherung des heimischen Filmerbes und den Zugang zu diesem.

Mehr dazu in oe1.ORF.at

Nach der Suspendierung von Deborah Dugan als Chefin der Grammy-Akademie hat diese schwere Vorwürfe gegen die Organisation hinter dem US-Musikpreis erhoben.

Die Akademie habe sie beurlaubt, nachdem sie sich über sexuelle Belästigung, Unregelmäßigkeiten bei den Nominierungen für die Grammys sowie anderes Fehlverhalten beschwert habe, schrieb Dugan gestern in einer 44-seitigen Beschwerde. Die Akademie habe sich mit der Suspendierung an ihr gerächt.

Aus Dugans Beschwerde bei einer Behörde für Gleichstellung am Arbeitsplatz geht hervor, dass sie gebeten worden sei, ihren Vorgänger Neil Portnow als Berater anzustellen – trotz Vorwürfen, er habe eine ausländische Musikerin vergewaltigt. Das sei offenbar auch der wahre Grund dafür gewesen, dass sein Vertrag nicht verlängert worden sei.

Rechtliche Schritte angekündigt

Überdies habe sie den Chef der Personalabteilung der Akademie am 22. Dezember per E-Mail darüber informiert, dass sie selbst von einem beratenden Anwalt für die Akademie sexuell belästigt worden sei. Zudem habe sie sich in der E-Mail unter anderem über Interessenkonflikte und Unregelmäßigkeiten bei den Nominierungen für den Musikpreis beschwert, die auf eine von Männern dominierte Mentalität innerhalb der Organisation zurückgingen. Dugan hatte anschließend rechtliche Schritte angekündigt.

In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AFP widersprach die Akademie Dugans Vorwürfen, die zudem die am Sonntag anstehende Grammy-Verleihung überschatten würden. Es sei „merkwürdig“, dass Dugan ihre schweren Vorwürfe erst erhoben habe, nachdem eine Mitarbeiterin sie eines „Fehlverhaltens“ beschuldigt habe.

Überdies sei Dugan erst suspendiert worden, nachdem sie ihren Rücktritt angeboten und 22 Millionen Dollar (20 Mio. Euro) von der Akademie gefordert habe, die eine gemeinnützige Organisation sei.

Erste Frau an Spitze der Grammy-Akademie

Dugan war als erste Frau an die Spitze der Grammy-Akademie berufen worden. Sie hatte das Amt im vergangenen Sommer von Portnow übernommen, der mit Äußerungen über die männliche Dominanz bei den Grammys eine Kontroverse ausgelöst hatte. Portnow hatte gesagt, Frauen sollten sich mehr „anstrengen“, um Anerkennung zu bekommen.

Die diesjährigen Grammys sollten die ersten unter Dugans Leitung werden. Die begehrten Musikpreise werden am Sonntag in Los Angeles verliehen. Unter den Favoriten sind die Superstars Lizzo, Billie Eilish und Lil Nas X.

Religion

Die aufwendige Restaurierung eines der bekanntesten Bilder der Welt – die von den Van-Eyck-Brüdern geschaffene Anbetung des Lammes – sorgt nun, Wochen nach dessen Fertigstellung, für Wirbel.

Während das Lamm in Medien als „erschreckend menschenähnlich“ beschrieben wird, verbreitet es sich auch in Sozialen Netzwerken rasant. Anders als in der 1550 durch einen fremden Künstler übermalten Version erscheint das Lamm nun menschenähnlicher – nämlich mit ausdrucksstärkeren Augen und einer prägnanteren Nase.

Die gemalte Interpretation der Anbetung des Lammes Gottes aus der Offenbarung des Johannes ist ein bedeutender Teil des Genter Altars. Im Christentum symbolisiert das Lamm Jesus Christus, die gesamte Szene der Mitteltafeln die Seelenrettung der Menschheit.

„Alptraumhaft“

In Sozialen Netzwerken wurden Bilder des Lammes Wochen nach der Restaurierung als „alptraumhaft“ beschrieben. „Uh, offenbar wurde das Genter Altarstück restauriert“, so ein Twitter-User, dessen Tweet mehr als 17.000-mal geteilt wurde. „Das Lamm des Genter Altars war ein Fehler und wer auch immer es übermalte, hatte vollkommen recht“, schrieb ein anderer. Auch Memes des Werks kursierten.

Ähnlich verwundert reagierten manche Medien zuvor: Neben dem Kunstportal Artnet News zeigte sich auch das Smithsonian Magazine von der Enthüllung entsetzt. Selbst Chefrestauratorin Helene Dubois bezeichnete das Gesicht des Lammes gegenüber The Art Newspaper als „Cartoon-artig“ und einen „Schock für alle“.

Gerade dem Lamm sei immer schon viel Aufmerksamkeit geschenkt worden, erklärte Kunsthistoriker Bart Fransen bereits im Dezember gegenüber ORF.at. So hätten die Menschen über Jahrhunderte unterschiedliche Auffassungen gehabt, wie das Lamm Gottes auszusehen habe, und übermalten es ihren Vorstellungen entsprechend.

Science

Panorama

In Florida hat der Wetterdienst angesichts nächtlicher Kälte vor von Bäumen fallenden Leguanen gewarnt. In dem an sich wärmeverwöhnten US-Bundesstaat waren für die Nacht auf heute vielerorts Temperaturen bis um den Gefrierpunkt herum prognostiziert worden. Ab Fahrenheit-Graden in den 40ern (etwa vier bis neun Grad Celsius) sei es möglich, dass die Tiere von den Bäumen fielen.

Leguane sind wechselwarm, ihre Körpertemperatur schwankt mit der Umgebungstemperatur. „Sie verlangsamen sich oder werden unbeweglich, wenn die Temperaturen in die 40er absinken“, erklärte der Wetterdienst auf Twitter. Tierfreunde beruhigte der Dienst aber: „Es kann sein, dass sie von Bäumen fallen, aber sie sind nicht tot.“

Grüne Leguane, die mitunter mehr als zwei Meter lang werden können, stammen ursprünglich aus dem südlicheren Amerika. In Florida gelten sie als eingeschleppte Art, die dort keine natürlichen Feinde hat. In manchen Park- und Gartenanlagen werden die Echsen US-Medien zufolge bereits als Plage angesehen.