COV Inland

Seit Mittwoch gibt es schwere Probleme mit den Fallzahlen – also den täglichen morgendlichen Meldungen aus den Bundesländern an den interministeriellen Krisenstab zu Neuinfektionen, Todesfällen und Hospitalisierungen. Auch heute lagen die Zahlen, die normalerweise am Vormittag veröffentlicht werden, nicht vor.

Laut den nicht bereinigten Zahlen des Epidemiologischen Meldesystems (EMS) wurden heute 28.175 Neuinfektionen eingemeldet.

Ministerium arbeitet „mit Hochdruck“ an einer Lösung

Gegenüber ORF.at wurde zuletzt darauf verwiesen, man arbeite mit Hochdruck an einer Lösung. Und das Ministerium räumte indirekt ein, dass die Behebung der Probleme bzw. der Abbau des Rückstaus noch mehrere Tage dauern dürfte. Je höher die Fallzahlen, desto länger brauche die Abarbeitung, weshalb es aktuell zu Verzögerungen komme. Betont wurde aber, dass das EMS „voll funktionsfähig“ sei und „alle Labormeldungen und Abrufe“ uneingeschränkt stattfinden können. Es werde „mit Hochdruck“ an einer Lösung gearbeitet, die die nächsten Tage in Anspruch nehmen werde, so das Ministerium, das für die tagesaktuellen Fallzahlen auf das AGES-Dashboard verwies.

AGES: 7-Tage-Inzidenz bei 1.674,0

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 1.674,0 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Tirol hat mit 2.606,3 den höchsten Wert, gefolgt von Salzburg mit 2.487,9 und Wien mit 2.218,9. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in der Steiermark (1.023,3) und im Burgenland (1.064,2).

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weitere Fragen in ORF.at/corona

Per Verordnung hat Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ein Register für hospitalisierte Patientinnen und Patienten mit einer CoV-Infektion einrichten lassen. Diese, geführt von der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG), soll Grundlage für ein effektives und effizientes Krisenmanagement sein und der Planung, Qualitätssicherung und Qualitätsberichterstattung in der Gesundheitsversorgung dienen.

Daten anonymisiert verarbeitet

Auch wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn – beispielsweise bezüglich Behandlungsprozessen und Behandlungsergebnissen von stationär betreuten Patientinnen und Patienten – soll damit erleichtert bzw. möglich gemacht werden. Gemäß der Verordnung, die mit 30. Juni außer Kraft tritt, haben die Länder, die Landesgesundheitsfonds und die Träger von Krankenanstalten ihre Daten täglich der GÖG zu übermitteln, die sie verwenden und in anonymisierter Form verarbeiten darf. Die Ergebnisse werden dann den politischen Entscheidungsträgern – dem Gesundheitsministerium und den Landeshauptleuten – sowie den Landesgesundheitsfonds und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zur Verfügung gestellt.

Anders als sein Vorgänger Sebastian Kurz stellt Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) kein baldiges Ende der Coronavirus-Pandemie in Aussicht – im Gegenteil: „Wir werden nicht so bald den Status erreichen, dass die Pandemie überwunden ist“, sagt er im Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“. Mit der Omikron-Variante des Virus finde ein Paradigmenwechsel statt. Bei dieser neuen Variante gebe es „offenbar kein Limit, wir müssen uns auf neue Dimensionen“ einstellen, so Nehammer.

Tests sollen nicht kostenpflichtig werden

Er verwies auch auf die drohenden Ausfälle, die vor allem in der kritischen Infrastruktur, im Gesundheitsbereich und bei der Lebensmittelversorgung gefährlich wären. Nehammer verteidigt die am Donnerstag im Nationalrat beschlossene Impfpflicht – „weil nur Impfen uns die Freiheit erhält“ –, und auch die „Anreize“ durch die angekündigte Impflotterie. Dass mit der Impfpflicht Coronavirus-Tests kostenpflichtig werden, schließt Nehammer aus.

Auch die hohen CoV-Hilfen der öffentlichen Hand für die Wirtschaft – bisher waren es rund 42 Milliarden Euro – verteidigte Nehammer. „Wenn der Staat verlangt, dass die Geschäftstätigkeit nicht mehr ausgeübt werden darf, dann muss der Staat auch Entschädigungen leisten.“ Nach dem Ende der Krise werde die Regierung aber „wieder einem nachhaltigen Budget den Vorrang geben“.

Nachdem ein Video einer Apres-Ski-Bar im Tiroler Kitzbühel für viele Diskussionen gesorgt hatte, hat die Polizei die Kontrolle der CoV-Maßnahmen in dem Tourismusort verschärft. Bei Kontrollen gestern wurden neun Lokale wegen Übertretungen angezeigt.

Mehr dazu in tirol.ORFat

Inland

Österreich hat in seiner Stellungnahme heute dem Entwurf der EU-Kommission eine Abfuhr erteilt, Erdgas und Atomenergie unter bestimmten Bedingungen als „klimafreundlich“ einzustufen.

Beide Energieformen brächten enorme Umweltrisiken mit sich und würden die Zukunft des Planeten gefährden, heißt es. Sollte die EU-Kommission ihre Pläne so in die Tat umsetzen, werde Österreich dagegen klagen, kündigte Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) erneut an.

„Still und heimlich“ grünwaschen

„Die EU-Kommission hat mit ihrem ergänzenden delegierten Rechtsakt zur Taxonomie still und heimlich versucht, die Atomkraft und das fossile Erdgas grünzuwaschen. Damit kommt sie den Wünschen der Atom- und Gaslobby nach“, kritisierte Gewessler gegenüber der APA.

Zuvor war die 28-seitige österreichische Stellungnahme an die EU-Kommission übermittelt worden. Die Brüsseler Behörde hatte den Mitgliedsstaaten bis gestern Zeit gegeben, eine Position zu dem Vorschlag zu beziehen.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) beschreibt laut „Standard“ in ihrer Anklage zur Steuercausa von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser penibel die Aktivitäten des ebenfalls angeklagten Beraters.

Grasser soll sich an diesen gewendet haben, weil er über eine „steuereffiziente“ Firmenstruktur tätig werden wollte. Es geht um Honorare, die er für seine Tätigkeit für Meinl International Power (MIP) erhielt. Die WKStA sieht den „Wunsch Grassers (nach, Anm.) einer Steuerhinterziehung“.

Firmenkonstrukt spielt wichtige Rolle

Bei diesen Honoraren geht es um die Frage, ob diese Grasser selbst zuzurechnen sind und er sie daher selbst versteuern musste. Dabei spielt wiederum das Firmenkonstrukt, das der Berater erdacht hat und über das die Gelder geflossen sind, eine wichtige Rolle.

Der frühere FPÖ- bzw. ÖVP-Finanzminister soll in seiner späteren Funktion Vertriebsprovisionen von 4,38 Millionen Euro nicht in seiner Steuererklärung aufgenommen und damit rund 2,2 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Grasser und der Berater bestreiten die Vorwürfe.

Grasser weist Vorwürfe zurück

Der Berater sagte laut „Standard“ aus, Grasser habe die „steuereffiziente“ Konstruktion, in die diverse Off-Shore-Firmen eingebunden waren, eigenmächtig geändert. Grasser bestreitet das, er stellte sich gegenüber den Ermittlern als steuerlicher „Dilettant“ dar, wie es in der 100-seitigen Anklageschrift laut er Zeitung heißt.

Bei der Unternehmensstruktur habe Grasser drei Ziele gehabt: eine geeignete Altersvorsorge „seiner Person und seiner Familie“, die Abschirmung von potenziellen Risiken aus seinem Engagement und die Diskretion gegenüber der Öffentlichkeit. Der Berater habe dem Ex-Politiker dann verschiedene Ideen präsentiert.

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) äußert sich in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „profil“ kritisch über den Ton in parlamentarischen Untersuchungsausschüssen. Er verstehe das „Unbehagen“ in seiner Partei. Denn Abgeordnete würden sich „wie bei einem Tribunal“ verhalten. Man könne „Institutionen wie einen U-Ausschuss auch missbrauchen“, sagte er.

Angesprochen auf den ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss, der im März die Befragungen aufnimmt, verweist Nehammer auf seine eigene Ladung in den vorigen Ausschuss. Weniger später sei er Zeuge in einem Gerichtsverfahren gewesen – und das sei „ein Unterschied wie Tag und Nacht: Im U-Ausschuss verhalten sich Abgeordnete wie bei einem Tribunal, fragen schroff, schreien ‚Unterbrechung‘“. Dagegen gehe es bei Gericht gesittet zu.

Ausland

Friedrich Merz ist neuer Vorsitzender der deutschen CDU. Auf dem – virtuell abgehaltenen – Bundesparteitag wurde der 66-Jährige heute mit 94,6 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen zum neuen Vorsitzenden der größten Oppositionspartei im Deutschen Bundestag gewählt.

Die Wahl Merz’ galt als praktisch sicher, nachdem er im Dezember in der ersten Mitgliederbefragung der Geschichte der CDU zum Parteivorsitz mit 62,1 Prozent zum Nachfolger des als Kanzlerkandidaten gescheiterten Armin Laschet bestimmt worden war. Die Wahl ist eine Konsequenz aus dem mit 24,1 Prozent historisch schlechtesten Unionsergebnis bei einer Bundestagswahl im letzten September.

Zum neuen Generalsekretär der CDU wurde Mario Czaja mit knapp 93 Prozent gewählt. Die Ergebnisse müssen noch per Briefwahl bestätigt werden.

Im Kampf des britischen Premiers Boris Johnson um sein politisches Überleben will einer seiner Kritiker bei der Polizei über die angebliche Erpressung von Parteikollegen aussagen. Der konservative Abgeordnete William Wragg will Anfang der kommenden Woche der Metropolitan Police darlegen, wie Kollegen von Regierungsmitarbeitern mit der Veröffentlichung kompromittierenden Materials in der Presse bedroht und eingeschüchtert worden sein sollen, wie der Politiker dem „Telegraph“ (Samstag-Ausgabe) bestätigte.

Er wolle die Aufklärung Experten überlassen, sagte Wragg, der seine Vorwürfe erstmals am Mittwoch geäußert hatte. Die britische Regierung erklärte, sie werde die Vorwürfe untersuchen, wenn Beweise vorlägen. Wragg gehört zu jenen Abgeordneten von Johnsons Tory-Partei, die öffentlich den Rücktritt des Premiers fordern.

Der Vorsitzende eines Ausschusses für Standards im Londoner Unterhaus, Chris Bryant, sagte dem Sender BBC Radio 4, mehrere Abgeordnete hätten ihm berichtet, ihnen sei mit dem Entzug von öffentlichen Geldern für ihre Wahlkreise gedroht worden, sollten sie Johnson nicht unterstützen. Das sei „illegal“, warnte der oppositionelle Labour-Politiker.

Johnson soll der „Times“ zufolge inzwischen ein Team aus Vertrauten damit beauftragt haben, die Unterstützung in den Reihen seiner Partei zu sichern, um für den Fall eines Misstrauensvotums gerüstet zu sein. Er selbst will Berichten zufolge von seinem Landsitz Chequers aus am Wochenende in der Partei herumtelefonieren, um seine Kritiker umzustimmen.

Die US-Armee hat bei Kämpfen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien einen Damm bombardiert – und damit laut „New York Times“ den Tod Zehntausender Menschen riskiert. In einer umfangreichen Recherche zeichnet die Zeitung nach, wie es zu dem Angriff auf die Tabka-Talsperre kam. Die Katastrophe konnte damals nur knapp verhindert werden.

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Nach der Wahlniederlage von Ex-US-Präsident Donald Trump im November 2020 hat das Weiße Haus einem Bericht zufolge ein Präsidentendekret entworfen, mit dem der ranghöchste US-Militär zur Beschlagnahme aller Wahlmaschinen im Land angewiesen werden sollte.

Das vom Nationalarchiv herausgegebene Dokument sei nie unterzeichnet worden, berichtete das Nachrichtenportal „Politico“ gestern. Es zeigt, zu welchen extremen Maßnahmen Trump bereit war, um trotz seiner Niederlage bei der Präsidentenwahl an der Macht zu bleiben.

„Mit sofortiger Wirkung muss das Verteidigungsministerium alle Maschinen, Ausrüstung, elektronisch gespeicherten Informationen“ über die Wahl „beschlagnahmen, einsammeln, sichern und analysieren“, heißt es laut „Politico“ in dem dreiseitigen Dokument, das zu den mehr als 750 Unterlagen gehört, die dem Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses übergeben wurden, der den Sturm auf das US-Kapitol untersucht.

Die britische Generalbundesanwältin will einem Bericht zufolge die Ausstrahlung eines BBC-Berichts über Auslandsspionage verhindern. Die Chefanklägerin soll eine gerichtliche Verfügung erwirken wollen, die der BBC die Veröffentlichung verbietet, wie der „Telegraph“ berichtete. Der Sender wollte keine Details zu dem Bericht nennen, teilte jedoch mit, die Ausstrahlung sei von „überragendem öffentlichen Interesse“.

Eine geheime Anhörung soll in den nächsten Tagen stattfinden. Dem Bericht zufolge will die Regierungsseite argumentieren, dass die Ausstrahlung des Berichts das Leben von Menschen riskieren würde. Der „Telegraph“ zitiert eine nicht genannte Quelle, die die Veröffentlichung eine „massiven Gefährdung unserer Sicherheit“ genannt haben soll.

Die Beziehung der britischen Regierung zur öffentlich-rechtlichen BBC ist derzeit besonders angespannt. Erst vor wenigen Tagen kündigte Kulturministerin Nadine Dorries an, die Beitragsgebühren für die BBC zu streichen und staatliche Subventionen einzufrieren. Langfristig soll das Finanzierungsmodell des Senders nach dem Willen der Regierung vollständig umgestellt werden. Es werden eine Kürzung der Programme und Stellenstreichungen befürchtet.

COV Ausland

Inmitten einer neuen Coronavirus-Welle hat die brasilianische Metropole Rio de Janeiro erneut ihre weltberühmten Karnevalsumzüge verschoben. „Aufgrund der Zunahme der Covid-19-Fälle in der Stadt kündigen wir an, den Karneval auf den Feiertag Tiradentes im April zu verlegen“, hieß es gestern Abend (Ortszeit) von der Regierung der südamerikanischen Metropole. Der Feiertag fällt auf den 21. April.

Die Entscheidung sei nach einer Besprechung der Bürgermeister von Rio, Eduardo Paes, und Sao Paulo, Ricardo Nunes, der Gesundheitssekretäre und Präsidenten der Verbände der Sambaschulen der beiden Städte gefallen. Den Straßenkarneval in Rio hatte Bürgermeister Paes Anfang des Monats bereits zum zweiten Mal in Folge abgesagt. Die Pläne für die Umzüge im Sambodrom im Februar und März, die im vergangenen Jahr zuerst ebenfalls verschoben und dann abgesagt wurden, blieben weiter bestehen. Dort seien Kontrollen zum Infektionsschutz einfacher umzusetzen, sagte Paes.

Sambaschulen bereiten sich trotzdem vor

Gesundheitsexperten ließen in brasilianischen Medien jedoch durchblicken, dass sie von dem Spektakel im Sambodrom abraten würden, weil sich das Virus trotz geplanter Schutzmaßnahmen nicht kontrollieren lasse. Eine Absage würde nach dem Ausfall 2021 erneut Millionen an Verlust bedeuten. Sambaschulen bereiten sich trotz der Ungewissheit wegen der Pandemie teilweise seit Monaten auf die möglichen Umzüge vor.

In Brasilien haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 23,5 von insgesamt 210 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern des Landes mit dem Coronavirus infiziert. Knapp 623.000 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – eine der höchsten Todeszahlen weltweit.

Die wegen eines möglichen Coronavirus-Ansteckungsrisikos angeordnete Tötung von mehreren tausend Hamstern stößt in Hongkong offenbar auf unerwarteten Widerstand. Darauf verweist eine Warnung der Regierung, die erst vor wenigen Tagen bekanntgegebene CoV-Maßnahme zu behindern. Von Beobachtern ist bereits von einem „Hamsterwiderstand“ die Rede.

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EU

Die Zukunftskonferenz zur Reform der EU gewinnt wieder an Fahrt. Heute findet in Straßburg eine Plenarsitzung im EU-Parlament statt, die sich mit den Empfehlungen der Bürger und Bürgerinnen zu den Themenbereichen „Demokratie in Europa“, „Werte und Rechte, Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit“, „Klimawandel und Umwelt“ und „Gesundheit“ befasst. Mit dabei sind der frisch gewählte Vizepräsident des Europaparlaments, Othmar Karas, und Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP).

Edtstadler sagte im Gespräch mit der APA, sie erwarte am 9. Mai – dem Europatag – eine gute Zusammenfassung der verschiedenen Ideen und Beiträge. Es liege dann an der Politik, die Tausenden Beiträge so zu strukturieren, dass die EU diese auf ihre Agenda für die Zukunft nehmen und umsetzen könne.

„Darf kein Papiertiger werden“

Karas, Erster Vizepräsident des Europaparlaments und einer der Vertreter in der Konferenz zur Zukunft Europas, erklärte gegenüber der APA im Vorfeld: „Die Konferenz zur Zukunft Europas nimmt an Fahrt auf, die Bürgerdialoge nehmen ein immer stärkeres Gewicht in der Debatte ein. Das begrüße ich sehr.“ Karas hofft auf eine weiter wachsende Dynamik, „umso konkreter die Forderungen werden, desto breiter wird auch die öffentliche Debatte. Die Konferenz zur Zukunft Europas darf kein Papiertiger werden.“

Wirtschaft

Bei der Arbeiterkammer Steiermark (AK) häufen sich Anfragen von Menschen in Kreditschwierigkeiten, die im Internet auf unseriöse Angebote für vermeintliche Finanzsanierungen hereingefallen sind. Die Betroffenen sind meist überschuldet und bekommen auf üblichem Weg keinen Kredit. Im Internet stoßen sie auf verlockende Kreditangebote – ohne Bonitätsprüfung. Zu gut, um wahr zu sein: Nach Überweisung von Hunderten Euro Bearbeitungsgebühr sind die Firmen plötzlich nicht mehr erreichbar.

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Der in die Insolvenz geschlitterte Süßwarenhersteller Salzburg Schokolade, Hersteller der Mozartkugel, mit Sitz in Grödig, strebt eine Sanierung an. Die Quote, die den Gläubigern angeboten wird, beträgt insgesamt 100 Prozent, wie der Kreditschutzverband von 1870 mitteilte.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Von den zugesagten Hilfen des Bundes für die deutschen Kohleregionen ist im vergangenen Jahr weit weniger Geld geflossen als erwartet. Für 2021 waren nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Berlin im Bundeshaushalt für Finanzhilfen an die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen rund 508 Millionen Euro eingeplant – es wurden zunächst aber nur 4,9 Millionen ausgegeben. Das geht aus der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Sie fordert mehr Tempo.

Die deutsche Bundesregierung hat versprochen, den Ausstieg aus Abbau und der Verstromung von Kohle mit insgesamt 40 Milliarden Euro abzufedern. Der größte Teil ist für eigene Investitionen des Bundes in den Kohleregionen vorgesehen, etwa in Bahnstrecken oder Straßen. 14 Milliarden Euro sollen als Finanzhilfen an die vier Kohleländer fließen, „längstens bis 2038“. Der Kohleausstieg selbst soll möglichst 2030 abgeschlossen sein.

„Schokoladenkönig“ Giovanni Ferrero ist der reichste Italiener. Mit einem Vermögen von etwa 35 Mrd. Dollar (knapp 31 Mrd. Euro) führt der Hersteller des weltbekannten Schokoladenaufstrichs Nutella das Ranking der wohlhabendsten Italiener an, wie aus der vom amerikanischen Wirtschaftsmagazin „Forbes“ jährlich verfassten Liste der Superreichen hervorgeht. Im Ranking der reichsten Unternehmer der Welt liegt er auf Platz 40.

Auf Platz zwei der italienischen Superreichen schaffte es der Brillenproduzent Leonardo Del Vecchio mit einem Vermögen von knapp 26 Mi. Dollar. Modepapst Giorgio Armani liegt auf Platz fünf im Ranking, einen Platz vor Ex-Premierminister und TV-Zar Silvio Berlusconi. Die Modedesignerin Miuccia Prada schaffte es auf den zehnten Platz.

Große Kluft zwischen Reich und Arm

In Italien wächst die soziale Kluft zwischen Reichen und Armen. Die 40 reichsten Italiener und Italienerinnen besitzen so viel wie die 18 Millionen Ärmsten, geht aus einer neuen Studie der italienischen Notenbank hervor. Der Reichtum hängt in Italien mehr vom Familienvermögen und weniger vom Einkommen ab. Außerdem werden die Wohlhabenden immer älter. Für jüngere Italiener sei es immer schwieriger, ein Vermögen aufzubauen, geht aus der Studie hervor.

Sport

Adi Hütter hat die Krise bei Borussia Mönchengladbach als „die schwierigste Situation in meiner 13-jährigen Trainertätigkeit“ bezeichnet. Im DFB-Pokal blamierte sich der Club am Mittwoch bei Zweitligiest Hannover 96 und schied im Achtelfinale aus, in der Liga liegen die „Fohlen“ vier Punkte vor der Abstiegszone. Sorgen um seinen Job macht sich Hütter aber auch für den Fall einer weiteren Pleite gegen Union Berlin nicht.

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Lange sah es so aus, als würde Matthias Mayer bei der ersten Streif-Abfahrt gestern sein viertes Podest in Folge in Kitzbühel feiern, doch Blaise Giezendanner aus Frankreich raste mit Startnummer 43 noch aufs Stockerl und verdrängte den Kärntner von Rang drei. Etliche Topfahrer, darunter auch Vincent Kriechmayr, blieben beim ersten Rennen am prestigeträchtigen Hahnenkamm-Wochenende hinter den Erwartungen zurück. Dafür sorgte ein weiterer Franzose für eine Überraschung.

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Chronik

Nach den hohen Kohlenmonoxidwerten in einer Wolfsberger Karthalle, durch die vor einer Woche sechs Personen kollabiert sind, hat ein vom Land Kärnten beauftragter Gutachter festgestellt, dass die Luftzufuhr manuell blockiert war. Es kam dadurch kaum Frischluft in die Halle. Außerdem war die Messanlage offenbar defekt.

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Bei einem Zimmerbrand in der Einrichtung für „Betreutes Wohnen“ im Salzburger Stadtteil Nonntal ist kurz nach Mitternacht eine Bewohnerin verletzt worden. Die Berufsfeuerwehr konnte die Flammen rasch löschen, das Haus musste nicht evakuiert werden.

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Ein 38-jähriger Mann ist in der Nacht auf heute schwer betrunken in Steyr (Oberösterreich) mit seinem Auto unterwegs gewesen. Er fuhr in Schlangenlinien auf der Westautobahn (A1), ein Zeuge bemerkte das und warnte andere Autofahrer.

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In Mexiko sind zwei kanadische Staatsbürger erschossen worden. Ein dritter wurde verletzt. Schauplatz war ein Hotel an einem Strand innerhalb eines Naturthemenparks am Rand der Stadt Playa del Carmen.

Die Polizei veröffentlichte Fotos eines Tatverdächtigen und bat die Bevölkerung um Hinweise, die zur Festnahme des Mannes führen könnten. Die beiden Todesopfer sollen eine kriminelle Vorgeschichte in ihrem Heimatland gehabt haben – im Zusammenhang unter anderem mit Drogenhandel, Raub, Waffen und Identitätsfälschung.

Touristinnen starben bei Schießerei

Etwa drei Monate zuvor waren bei einer Schießerei zwischen zwei rivalisierenden Drogenbanden in einer Bar in der Stadt Tulum zwei Touristinnen ums Leben gekommen: eine Deutsche und eine Inderin. Rund zwei Wochen später erschossen mutmaßliche Drogenhändler an einem Strand vor einer Hotelanlage zwei Männer, bei denen es sich vermutlich um Mitglieder einer rivalisierenden Gruppe handelte.

Der damalige Freund der in den USA wochenlang vermissten und später tot gefundenen Gabby Petito hat sich nach Angaben der Bundespolizei FBI vor seinem Suizid zur Tötung der jungen Frau bekannt.

Die Untersuchung habe neben Brian L. keine weiteren Personen identifiziert, die in den Tod der 22-Jährigen involviert gewesen seien, so FBI-Agent Michael Schneider gestern.

L. habe sich in einem Notizbuch, das nach seinem Suizid sichergestellt worden war, zu der Tat bekannt. Die Ermittlungen würden daher in Kürze eingestellt. „Alle logischen Schritte der Untersuchung sind in diesem Fall abgeschlossen worden“, erklärte Schneider.

Fall erregte große Aufmerksamkeit

Petito war im vergangenen Sommer nicht von einer gemeinsamen Reise durch die USA mit ihrem 23-jährigen Freund zurückgekommen. Der Fall fand sowohl in den USA als auch international Beachtung – nicht zuletzt weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in sozialen Netzwerken geteilt hatte.

Petitos Leiche war nach intensiver Suche im September im Bundesstaat Wyoming gefunden worden. Nach Angaben des Gerichtsmediziners wurde die junge Frau erwürgt. Ihr Freund war, kurz nachdem Petito als vermisst gemeldet worden war, mit seinem Auto weggefahren.

Ende Oktober wurden Teile des Leichnams des 23-Jährigen in einem Naturschutzgebiet im Bundesstaat Florida entdeckt. Laut Gerichtsmedizin starb L. infolge eines Schusses, den er sich selbst zugefügt hatte. Er hatte auch nach dem Fund von Petitos Leiche nicht explizit als Verdächtiger gegolten, die Polizei stufte ihn aber als für die Ermittlungen relevante Person ein.

Kultur

Die Wallfahrtskirche Maria Bühel in Oberndorf (Salzburg) bedarf nach 300 Jahren des Bestehens dringend einer Generalsanierung. Nicht nur die Kirche selbst, sondern auch die Orgel soll in den nächsten zwei Jahren renoviert werden.

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Schon vor einem Jahr hätte das Erfolgsmusical „Miss Saigon“ in Wien Premiere feiern sollen. Aufgrund der Pandemie wurde diese aber mehrfach verschoben. Nun ist es so weit: „Miss Saigon“ ist ab morgen im Raimund Theater zu sehen.

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Panorama

Von der Unterwäsche über den Kampfanzug bis hin zur ballistischen Schutzweste und zum Scharfschützenrucksack: Alles, was Soldatinnen und Soldaten tragen, wird in der Heeresbekleidungsanstalt in Brunn am Gebirge (Niederösterreich) entwickelt und getestet.

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Leute

Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger hat Medienberichten zufolge einen Verkehrsunfall in Los Angeles unverletzt überstanden. Eine Frau in einem anderen Fahrzeug sei nach dem Vorfall gestern (Ortszeit) leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden, berichteten US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Polizei. Ein Fahrzeug sei auf ein anderes aufgefahren. „Weder Alkohol noch Drogen werden als Faktor bei diesem Zusammenstoß vermutet“, zitierten Medien die Polizei.

Die Polizei machte keine Angaben zur Identität der Beteiligten. Ein Sprecher Schwarzeneggers sagte jedoch der „Los Angeles Times“, dass der 74-Jährige gerade sein Haus verlassen habe und einen Geländewagen gefahren sei, der dann mit einem anderen Auto zusammengestoßen sei. Der frühere kalifornische Gouverneur habe am Unfallort nach der verletzten Frau gesehen und später mit Einsatzkräften gesprochen.