COV Ausland

Anlässlich des Weltgesundheitsgipfels in Berlin hat UNO-Generalsekretär Antonio Guterres eine sinnvollere Verteilung von Coronavirus-Impfstoffen gefordert: „Impfnationalismus und Horten von Impfstoff bringt uns alle in Gefahr“, so Gurerres. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, sagte, Regierungen und Hersteller müssten „viel mehr Impfdosen vor allem an die am stärksten gefährdeten Länder liefern“.

Nur so könne die Pandemie unter Kontrolle gebracht werden, sagte Ghebreyesus weiter. „Der Schaden, den Covid-19 verursacht hat, macht deutlich, dass wir eine stabilere globale Gesundheitsarchitektur und politischen Willen auf höchster Ebene brauchen“. Er forderte einen „globalen Pandemie-Pakt“.

„Ziel ist erreichbar“

„Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden“, so Ghebreyesus. Man wisse von fast 50.000 registrierten Todesfällen pro Wochen – damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei. Er erinnerte an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. „Dieses Ziel ist erreichbar“, wie Ghebreyesus hier anfügte.

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sprach sich ebenfalls für mehr internationale Zusammenarbeit aus: „Grenzüberschreitende Gesundheitsbedrohungen müssen grenzüberschreitend bekämpft werden“, sagte von der Leyen in der Videoübertragung. „Wir brauchen einen weltweit gültigen Standard für Gesundheitsvorsorge.“

Themen des diesjährigen Weltgesundheitsgipfels sind unter anderem Impfgerechtigkeit und Gesundheit als globales Gut sowie künstliche Intelligenz in der Gesundheitsversorgung. Die Veranstaltung, bei der rund 6.000 Expertinnen und Experten aus hundert Nationen über die globale Gesundheitsversorgung diskutieren, dauert bis 26. Oktober und kann online verfolgt werden.

Eine Festnahme und 83 Anzeigen ist die Bilanz einer Demonstration gegen die „3-G“-Pflicht, an der sich gestern Nachmittag in Mailand Tausende Menschen beteiligt haben. Die Menschen wurden angezeigt, weil sie sich an einer nicht erlaubten Demonstration beteiligten. Einigen wurde Gewalt vorgeworfen. Zu den Angezeigten zählten auch neun Rechtsextremisten, denen Verherrlichung des Faschismus zur Last gelegt wird.

Dutzende von Demonstrationen mit Tausenden von Menschen fanden in mehreren italienischen Städten statt, darunter Turin, Bologna, Rom und Neapel. Sie forderten die sofortige Abschaffung der seit dem 15. Oktober geltenden „3-G“-Pflicht für alle Arbeitnehmer sowie der Impfpflicht für das Gesundheitspersonal.

Hohe Impfquote als Ziel

Die Regierung von Premier Mario Draghi bleibt allerdings bisher hart. Nur wenn 90 Prozent der Bevölkerung im Alter von über zwölf Jahren geimpft wären, käme die Abschaffung der „3-G“-Pflicht infrage, hieß es. In Italien sind laut Regierungsangaben 86 Prozent der impfbaren Bevölkerung durchgeimpft. Die Regierung hat bereits mit der Verabreichung der dritten Impfdosis an gebrechliche Menschen begonnen.

Eine Delegation von Demonstranten in Triest, die seit über einer Woche gegen die „3-G“-Pflicht für alle Arbeitnehmer in Italien protestieren, traf Landwirtschaftsminister Stefano Patuanelli. Sie forderten von dem aus Triest stammenden Minister die sofortige Abschaffung der „3-G“-Pflicht. Patuanelli versprach, er werde der Regierung über das Anliegen berichten.

Ausland

Bei Gefechten zwischen Taliban-Sicherheitskräften und einer Gruppe Bewaffneter sind in Afghanistan mindestens 16 Menschen getötet worden. Die Leichen von sieben Kindern, drei Frauen und sechs Männern wurden heute nach Ende der rund dreistündigen Feuergefechte in einem Wohnhaus der westafghanischen Stadt Herat ins Krankenhaus gebracht, wie die dpa aus dem Krankenhaus sowie von einem örtlichen Journalisten erfuhr.

Der Sprecher des Taliban-Innenministeriums, Qari Saeed Khosty, sprach dagegen von drei getöteten Geiselnehmern, die sich in dem Haus versteckt gehalten hätten. Bilder vom Gefechtsort zeigten ein völlig zerstörtes Haus. Örtliche Medien berichteten zunächst, dass die Taliban dort gegen eine abtrünnige Splittergruppe vorgegangen seien, die sich der Terrormiliz IS angeschlossen habe.

Die militant-islamistischen Taliban haben die Sunnitenmiliz Islamischer Staat (IS) seit ihrem Auftauchen in Afghanistan Anfang 2015 bekämpft. Seit der Machtübernahme der Taliban im August hat der IS zahlreiche tödliche Anschläge verübt, vor allem auf Sicherheitskräfte der ebenfalls sunnitischen Taliban und Religionsstätten der Schiiten. In diesem Monat bekannte sich der IS auch zu zwei großen Bombenanschlägen im Norden und Süden des Landes, bei denen mindestens hundert Zivilisten getötet wurden.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit der angedrohten Ausweisung von zehn Botschaftern die Beziehungen des Westens zur Türkei vor eine neue Belastungsprobe gestellt.

Die betroffenen Staaten, darunter die USA, Frankreich und Deutschland, berieten heute über eine angemessene Reaktion auf Erdogans Ankündigung, ihre Botschafter zu unerwünschten Personen zu erklären.

„Persona non grata“

Erdogan hatte zuvor im westtürkischen Eskisehir gesagt, er habe das Außenministerium angewiesen, die zehn Botschafter zur „Persona non grata“ zu erklären. Ein solcher Schritt bedeutet in der Regel die Ausweisung der Diplomaten.

Hinter der diplomatischen Auseinandersetzung steht der Fall des seit mehreren Jahren mit kurzen Unterbrechungen inhaftierten türkischen Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala. In einer gemeinsamen Erklärung hatten die Botschafter Anfang der Woche seine Freilassung gefordert.

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Die israelische Regierung hat den Bau von mehr als 1.300 neuen Siedler-Wohnungen im Westjordanland angekündigt. Es seien „Ausschreibungen für 1.355 Wohneinheiten“ veröffentlicht worden, teilte das Wohnungsbauministerium heute mit. Die israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland sind völkerrechtlich illegal, oft kommt es zu Konflikten zwischen Siedlern und palästinensischen Einwohnern.

Im Westjordanland leben etwa 2,8 Millionen Palästinenser und Palästinenserinnen sowie 475.000 israelische Siedlerinnen und Siedler. Bereits im August hatten die Behörden 2.000 Wohneinheiten in Siedlungen im Westjordanland genehmigt. Es wurde erwartet, dass das israelische Verteidigungsministerium in dieser Woche seine endgültige Zustimmung dafür erteilt.

Erste derartige Entscheidung der neuen Regierung

Es handelte sich um die erste derartige Entscheidung der neuen israelischen Regierung unter Ministerpräsident Naftali Bennett. Bennett ist seit Juni israelischer Regierungschef und führt ein breites Koalitionsbündnis an, dem sowohl weit links als auch weit rechts stehende Parteien angehören. Der 49-jährige Ministerpräsident gilt als scharfer Gegner einer Zweistaatenlösung im Nahost-Konflikt. Seine Jamina-Partei hat viele Anhängerinnen und Anhänger bei israelischen Siedlern im Westjordanland.

Trotz Bennetts persönlicher Positionen bemüht sich seine Regierung anders als sein Vorgänger Benjamin Netanjahu in dem Konflikt aber um eine Wiederannäherung an die Palästinenserführung. Erst kürzlich hatten die israelischen Behörden erstmals seit 2009 wieder Anmeldegenehmigungen für Palästinenser ohne Dokumente im Westjordanland erteilt.

Whistleblower gelten gemeinhin als Einzelgänger oder Einzelgängerinnen, die bereit sind, ein hohes Risiko einzugehen, um – tatsächliche oder vermutete – Missstände, Fehlverhalten oder Illegalität aufzudecken. Inzwischen aber gibt es mehrere Organisationen, die ihnen dabei helfen, Gefahren zu umschiffen und eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.

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Inland

Der König von Jordanien, Abdullah II., stattet morgen Wien einen eintägigen Besuch ab. Bundespräsident Alexander Van der Bellen empfängt den König am Nachmittag in der Hofburg. Nach einem Gespräch mit Van der Bellen trifft König Abdullah auch mit Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) zusammen. Der Fokus der Gespräche soll auf der Bekämpfung der Klimakrise liegen.

Österreich unterstützt unter anderem den ökologischen Stadtentwicklungsplan der jordanischen Hauptstadt Amman mit Fokus auf Abfallwirtschaft, Luftqualität und Energiemanagement. König Abdullah wird auch an der UNO-Klimakonferenz COP26 in Glasgow teilnehmen, die am Sonntag beginnt.

Der jordanische König war zuletzt durch die sogenannten „Pandora Papers“ in die Schlagzeilen gekommen. Er soll 30 Offshore-Firmen in Steueroasen genutzt haben, um 14 Luxusanwesen in den USA und Großbritannien zu kaufen. Das Königshaus in Amman gab an, es gehe lediglich um privates Vermögen des Staatschefs. Die Verschleierung über Briefkastenfirmen habe der Sicherheit und Diskretion gedient.

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) ist mit Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zum bereits länger angekündigten persönlichen Gespräch zusammengetroffen. Die Unterredung fand bereits Freitagnachmittag statt und soll konstruktiv gewesen sein. Wie es aus dem Büro Koglers hieß, gehörten zu den inhaltlichen Schwerpunkten Coronavirus, Steuerreform und Wirtschaftsaufschwung.

Der Grünen-Bundessprecher und der ÖVP-Obmann begegneten einander damit erstmals in neuer Konstellation. Denn nach dem vom kleinen Koalitionspartner indirekt erzwungenen Abgang von Kurz als Kanzler ist dieser nun als Klubchef und Obmann des größeren Koalitionspartners aktiv. Die parlamentarische Alltagsarbeit wird allerdings weiter vom nunmehrigen ÖVP-Fraktionsvize August Wöginger und der Grünen Klubobfrau Sigrid Maurer erledigt.

Die Grünen fordern angesichts des morgigen Equal Pay Days mehr Lohntransparenz. Die derzeitigen Regeln bezeichnet Frauensprecherin Meri Disoski in einer Aussendung als „völlig unzureichend“.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ungleiche Bezahlung vermuten, müssten selbst aktiv werden und Lohntransparenz individuell erkämpfen. Das müsse umgedreht werden. Zentral sei dabei, dass die Maßnahmen auch auf kleinere und mittlere Betriebe ausgedehnt werden.

Verpflichtende einsehbare Einkommensberichte

Disoskis konkreter Vorschlag sieht verpflichtende Einkommensberichte für Unternehmen ab 35 Mitarbeitenden vor, in denen auch die einzelnen Gehaltsbestandteile angeführt werden. Diese Berichte sollen über Betriebsräte für alle im Unternehmen zugänglich sein.

Dort, wo ungleiche Bezahlung nachgewiesen wird, sollen künftig die Arbeitgeber in der Pflicht sein, konkrete Maßnahmen zu setzen, um geschlechtsbedingte Lohndiskriminierung in ihrem Betrieb zu beenden.

Wenn man den Bruttostundenlohn als Vergleichsrahmen heranziehe, verdienten Frauen in Österreich durchschnittlich um 20 Prozent weniger als Männer. Dieser Lohnunterschied sei nichts anderes als eine krasse geschlechtsbedingte Diskriminierung, so Disoski.

Nach der Häufung von Frauenmorden in Österreich war von der Regierung ein Gewaltschutzmaßnahmenpaket beschlossen worden. Unter anderem wurde ab 1. September für alle, gegen die ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen wird, eine Gewaltpräventionsberatung obligatorisch. Seither wurden mehr als 1.700 Gefährder dazu verpflichtet, hieß es heute in einer Bilanz des Innenministeriums.

Durch die Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes wurde die sechsstündige Beratung vorgeschrieben, woran sich 80 Prozent der 1.700 Betroffenen hielten. Dieser Anteil der Gefährder kommt seiner Verpflichtung sofort nach.

Nur wenige kamen Pflicht bisher nicht nach

Laut Andreas Zembaty, Sprecher des Vereins Neustart, wird beim Rest die Exekutive nochmals tätig, woraufhin bis auf etwa zwei, drei Prozent auch die restlichen zum Präventionsprogramm erscheinen. So seine Beobachtung in fünf Bundesländern, in denen 70 Prozent der Betroffenen leben.

Jenen, die die sechsstündige Unterweisung verweigern, droht eine Verwaltungsstrafe. Diese beträgt beim ersten Mal 2.000 und im Wiederholungsfall 5.000 Euro. Laut Zembaty sind zehn Prozent der Weggewiesenen Frauen. Und es seien auch Minderjährige dabei, etwa weil diese gegen Eltern oder Großeltern gewalttätig wurden.

Bereits mehr Annäherungsverbote als im gesamten Vorjahr

Seit Jahresbeginn sind bereits 10.900 Annäherungs- bzw. Betretungsverbote ausgesprochen worden, während es im Vorjahr insgesamt 11.652 waren. Das Innenministerium sieht darin allerdings keine Zunahme von Gewalt, sondern ein Zeichen, dass Gewalttaten – auch wenn sie im privaten Zusammenleben passieren – vermehrt der Polizei gemeldet werden. Die Dunkelziffer werde dadurch verringert.

Doch die Polizei könne nur tätig werden, wenn sie von Gewalt im Privatbereich erfährt. Bei allen bisherigen Tötungsdelikten an Frauen in diesem Jahr habe nur in einem Fall ein Betretungsverbot bzw. Annäherungsverbot im Vorfeld bestanden.

In allen übrigen Fällen habe die Polizei im Vorfeld keine Kenntnis von Gewalthandlungen gehabt. Wichtig sei daher, auch die Zivilcourage von Nachbarn, Verwandten usw. zu stärken, worum man sich durch entsprechende Informationskampagnen bemühe, so Innenminister Karl Nehammer (ÖVP).

Die Namensmauern-Gedenkstätte im Wiener Ostarrichi-Park, die an die über 64.000 in der NS-Zeit ermordeten Jüdinnen und Juden aus Österreich erinnert, ist fertiggestellt. Sie soll Anfang November feierlich eröffnet werden.

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COV Inland

Der Wiener Silvesterpfad findet auch 2021 nicht statt, nachdem er schon im Vorjahr pandemiebedingt abgesagt worden war. Das hat der Veranstalter heute bekanntgegeben. Der Christkindlmarkt vor dem Rathaus wird hingegen stattfinden.

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Das Dashboard zur CoV-Schutzimpfung Info.gesundheitsministerium.gv.at ist überarbeitet worden: Neben dem Impffortschritt inklusive der Daten zur dritten Dosis bietet es umfassende Informationen und Grafiken auf Basis von Daten und Analysen der AGES, teilte das Gesundheitsministerium heute mit.

Das Risiko von Ungeschützten, schwer zu erkranken, wird datenbasiert dem der Geimpften gegenübergestellt. Mit einem Zertifikatsrechner kann die Gültigkeit des eigenen Impfzertifikats berechnet werden. „Wer sich umfassend über alle Details der Impfung informieren will, ist auf dem Dashboard des Gesundheitsministeriums an der richtigen Adresse“, sagte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne).

Mit einem Klick auf die interaktive Österreich-Karte können für jedes Bundesland regionale Informationen zu Impfmöglichkeiten beziehungsweise zur Anmeldung abgerufen werden. Fall- und Testzahlen sind ebenfalls integriert, um für einen schnellen Überblick über die aktuelle Lage zu sorgen.

Auf dem Dashboard wird nun die Anzahl der gültigen Impfzertifikate angegeben. Bei der Berechnung der Durchimpfungsrate werden ab sofort auch genesene Personen mit einer Impfung berücksichtigt sowie ablaufender Impfschutz. „Holen Sie sich Ihre Impfung! Der Impfstoff ist sicher, schützt Sie vor schweren Erkrankungen und verhindert Langzeitfolgen“, so der Appell des Gesundheitsministers.

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 260,3 (Stand: heute, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Salzburg (391,1), gefolgt von Oberösterreich (374). Am niedrigsten ist der Wert im Burgenland (161,8) und in Vorarlberg (175,1).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 3.624 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 3.624 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr). Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

11.251 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 1.035 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 219 auf Intensivstationen.

Daten des Krisenstabs in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

IT

In Deutschland herrsche mittlerweile „Alarmstufe Rot“, was
Ransomware-Angriffe betreffe, befand Arne Schönbohm, Präsident der
deutschen IT-Sicherheitsbehörde BSI am Donnerstag. Aktuell wird jede
Woche die IT mindestens einer deutschen Stadtverwaltung oder
Kreisbehörde durch Verschlüsselungserpresser lahmgelegt.

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Wirtschaft

Die Vorstellung der jüngsten Quartalszahlen von Facebook könnte morgen spannender ausfallen als üblich. Denn laut jüngsten Medienberichten will Gründer und Chef Mark Zuckerberg dem Konzern einen neuen Namen geben – und die Zahlenvorlage wird als guter Anlass dafür gehandelt. Eine weitere Gelegenheit gäbe es aber auch am Donnerstag bei der hauseigenen Entwicklerkonferenz Connect.

Mit einem neuen Namen will Zuckerberg den Berichten zufolge den Konzern stärker aus dem Schatten seiner ursprünglichen und bisher wichtigsten Plattform Facebook führen. Zur Firmengruppe gehören unter anderem auch der Fotodienst Instagram sowie die Chat-Apps WhatsApp und Messenger.

Stichwort „Metaverse“

Die Zukunft sieht der 37-jährige Facebook-Gründer im „Metaverse“, einer virtuellen Umgebung, in der physische und digitale Welten zusammenkommen sollen. Es gibt Spekulationen, dass der neue Konzernname auch in diese Richtung gehen könnte. Allerdings berichtete der gut vernetzte Tech-Journalist Casey Newton vor einigen Tagen in seinem Blog Platformer auch, Zuckerberg habe noch keine endgültige Entscheidung über den neuen Namen getroffen.

Die Quartalszahlen könnten unterdessen weniger glanzvoll ausfallen, als man es von Facebook gewohnt ist. Der Grund sind Apples neue Regeln für mehr Privatsphäre auf dem iPhone. Alle App-Entwickler müssen seit Sommer die Nutzer ausdrücklich um Erlaubnis fragen, wenn sie ihre Aktivitäten quer über verschiedene Anwendungen und Dienste hinweg zu Werbezwecken verfolgen wollen. Laut Umfragen lehnen die meisten Nutzer das ab.

Während sich die Wirtschaft nach und nach von der Pandemie erholt, bleibt die Lage für viele von Armut betroffene oder gefährdete Menschen angespannt. Das macht sich etwa in Niederösterreich auch in den Sozialmärkten bemerkbar, die deutlich mehr Kundinnen und Kunden als vor der Krise haben.

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Sport

Red Bull Salzburg hat auch den härtesten Konkurrenten in der Admiral Bundesliga in die Schranken gewiesen. Der Serienmeister feierte heute zum Abschluss der zwölften Runde im Schlager gegen Sturm Graz einen ungefährdeten 4:1 (2:0)-Erfolg und vergrößerte den Vorsprung auf den Tabellenzweiten auf bereits elf Punkte.

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Das erste Rennen der Saison hat für Österreichs Herren gleich den ersten Podestplatz gebracht. Roland Leitinger eroberte heute beim Auftakt in Sölden den zweiten Rang und landete damit erstmals in seiner Karriere im Weltcup auf dem RTL-Stockerl. Der 30-jährige Salzburger, der zur Halbzeit in Führung gelegen war, musste sich nur dem Schweizer Marco Odermatt mit dem hauchdünnen Rückstand von 0,07 Sekunden geschlagen geben. Auf Rang drei landete der Slowene Zan Kranjec (0,10).

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Fabio Quartararo hat sich zwei Rennen vor Schluss zum ersten französischen Motorradweltmeister in der MotoGP-Klasse gekürt. Dem Yamaha-Piloten reichte heute beim Grand Prix der Emilia-Romagna in Misano der vierte Tagesrang zur ersten WM-Krone, da WM-Rivale und Polesetter Francesco Bagnaia auf seiner Ducati vier Runden vor Schluss in Führung liegend ausschied.

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Chronik

Ein 58-jähriger Mann ist gestern bei Waldarbeiten in St. Georgen im Attergau (Oberösterreich) getötet worden. Er dürfte von einem umfallenden Baum am Kopf getroffen worden sein.

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Ende des vergangenen Jahres gab es Strafen, weil CoV-positiv getestete Personen mit ihren Angehörigen zusammengelebt haben. Jetzt gibt es im Kärntner Bezirk Hermagor erneut Aufregung. Positiv getestete Personen sollen 150 Euro Strafe zahlen, weil sie ihr Handy nicht abgehoben haben.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Jahrelang haben kolumbianische und internationale Behörden Dairo Antonio Usuga alias „Otoniel“ gejagt. Gestern wurde der oberste Chef des kolumbianischen Drogenkartells „Clan del Golfo“ („Golf-Clan“) und einer der mächtigsten Drogenhändler des südamerikanischen Landes schließlich gefasst.

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Zwei Kinder sind gestern (Ortszeit) bei einem Autorennen im US-Bundesstaat Texas gestorben, als ein Fahrzeug von der Strecke abkam und in geparkte Autos und Zuschauer fuhr. Ein sechs Jahre alter Bub sei bei dem Unfall in der Kleinstadt Kerrville nahe San Antonio sofort gestorben, ein Achtjähriger später im Krankenhaus, teilte die Polizei mit. Acht weitere Menschen seien verletzt worden.

Der 34-jährige Fahrer hatte den Polizeiangaben zufolge bei dem Beschleunigungsrennen die Kontrolle über den Wagen verloren und war von der Fahrbahn abgekommen. Das Dragster-Rennen wurde zum zweiten Mal ausgerichtet und fand auf der Landebahn eines Flugplatzes statt.

Der Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma ist auch heute mit unverminderter Heftigkeit weitergegangen. Seit dem 19. September spuckt der bisher namenlose Feuerberg in der Cumbre Vieja im Süden der Insel große Mengen Lava, Rauch und Asche aus. In den fünf Wochen seither hat die Lava ein Gebäude nach dem anderen langsam aber unaufhaltsam unter sich begraben – heute waren es schon 2.270, wie der öffentlich-rechtliche TV-Sender RTVE berichtete.

Rund 900 Hektar, was mehr als 1.200 Fußballfeldern entspricht, sind mit einer mehrere Meter dicken schwarzen Lavakruste bedeckt: Wohngebiete, Bananenplantagen, Straßen, Bewässerungsbecken, Gewächshäuser, Gärten sowie Wald- und Buschland.

Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma
Reuters/Susana Vera

Für die Betroffenen, von denen etwa 7.000 ihre Häuser verlassen mussten, ist es eine Katastrophe in Zeitlupe. Die aktuelle Schadenshöhe ist nicht beziffert. Vor Wochen sprach die Inselregierung schon von 400 Millionen Euro.

Auch viele leichte bis mittlere Erdbeben zehrten an den Nerven der Menschen. Allein heute bebte die Erde fast 80-mal. Wie lange der Ausbruch noch dauert, können Vulkanologen nicht sagen. Es könne noch Wochen oder auch Monate dauern. Der letzte Ausbruch 1971 war nach 24 Tagen beendet, der davor 1949 nach 42 Tagen.

Zum zweiten Mal in Folge hat bei Lotto „6 aus 45“ niemand die sechs Richtigen getippt – das bedeutet Doppeljackpot. Zusätzlich zum 1. Rang der nächsten Runde geht es um 1.454.322,36 Euro.

Bei der aktuellen Ziehung bei Lotto „6 aus 45“ wurden folgende Gewinnzahlen ermittelt:

2 5 9 24 26 35 / Zusatzzahl 8

Die akteullen LottoPlus-Zahlen lauten:

1 18 32 37 42 45

Die aktuelle Joker-Zahl lautet:

4 0 3 4 3 9

Alle Angaben ohne Gewähr

Kultur

Zum heutigen Abschluss der Frankfurter Buchmesse wurde der simbabwischen Autorin Tsitsi Dangarembga der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Dangarembga war im deutschsprachigen Raum bis dato eher unbekannt, was sich mit der mit 20.000 Euro dotierten Auszeichnung ändern dürfte.

Dangarembga, 1959 im damaligen Rhodesien geboren, ist die bekannteste Autorin ihres Landes und zugleich als Filmemacherin und Frauenrechtlerin engagiert. Die weibliche Selbstbestimmung in einem zunächst vom Kolonialismus bestimmten, später von Krieg und Korruption zersetzten Land ist auch Thema von Dangarembgas Literatur.

Friedenspreis für Tsitsi Dangarembga

Die simbawische Autorin Tsitsi Dangarembga ist mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet worden. Ein kräftiges Signal für Afrika, ist es doch die international meistbeachtete literarische Auszeichnung Deutschlands.

Auf Englisch veröffentlichte die Autorin ab 1988 eine autobiografisch geprägte Trilogie: Auf den ersten Band „Nervous Conditions“ folgten 2006 „The Book of Not“ und 2018 „This Mournable Body“. Der Debütroman wurde von der BBC in die Liste der „100 wichtigsten Bücher, die die Welt geprägt haben“, aufgenommen, Nobelpreisträgerin Doris Lessing urteilte: „Das ist der Roman, auf den wir gewartet haben.“

„Überleben“ kürzlich auf Deutsch erschienen

Am deutschen Markt ging ihr Erfolg zunächst vorbei. Zwar wurde das Buch 1991 unter dem Titel „Der Preis der Freiheit“, übersetzt von Autor Ilija Trojanow, bei Rowohlt veröffentlicht, verschwand aber schnell aus dem öffentlichen Bewusstsein. Die Wiederentdeckung ist dem Berliner Orlanda Verlag zu verdanken. Schon vor Bekanntgabe des Friedenspreises hatte der kleine Verlag, der sich besonders um Frauen und Weltkultur bemüht, Dangarembgas Debüt unter dem Titel „Aufbrechen“ neu herausgebracht.

Rechtzeitig vor der Buchmesse 2021 erschien nun „Überleben“, der dritte Band ihrer Triologie, auf Deutsch. Der mittlere Band werde im Herbst 2022 erscheinen, sagte Orlanda-Verlegerin Annette Michael der dpa. Dass die ursprüngliche Reihenfolge – die ja auch der Entwicklung der Hauptfigur entsprechen – nicht eingehalten wurde, sei, so Michael, einer unklaren Rechtelage geschuldet. „Überleben“ handelt von dem schwierigen Leben einer Frau, die sich in Simbabwes Hauptstadt Harare der Gegenwart durchschlägt.

Für gleiche Rechte in einer globalisierten Welt

Bei einer Präsentation auf der Frankfurter Buchmesse am Freitag sprach sich Dangarembga einmal mehr für gleiche Rechte für alle in einer globalisierten Welt aus. Die Strukturen des Rassismus müssten überwunden werden, sagte die Autorin: „Wenn wir eine globalisierte Gesellschaft haben, dann haben wir wirklich eine globalisierte Gesellschaft“, so Dangarembga, die in Harare lebt, in Berlin studiert hat und mit einem Deutschen verheiratet ist.

Wenn Menschen aus Afrika nach Deutschland kämen, würden sie als Migranten betrachtet – wenn Deutsche sich entschieden, in Afrika zu leben, sehe man sie als Auswanderer. Die Vorstellung, dass Afrikaner begeistert ihre Heimat verließen, um anderswo mit Fremden zu leben, sei „total unlogisch: Niemand will das.“ Ihnen zu unterstellen, sie hätten dafür keine guten Gründe, sei eine Art von Rassismus.

Leos Carax, hochgeschätzt und gleichzeitig Enfant terrible der französischen Filmlandschaft, hat sich an ein Musical gewagt. „Annette“ eröffnete die heurigen Filmfestspiele in Cannes, brachte Carax den Regiepreis und ist nun bei der Viennale zu sehen. Die Ausgangsbasis ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert: Idee und auch das Drehbuch (gemeinsam mit Carax) stammen vom Pop/Rock-Duo Sparks, die starke Besetzung mit Marion Cotillard und Adam Driver wird durch Simon Helberg ergänzt, den Sitcom-Star aus „The Big Bang Theory“. Es geht um Liebe. Und damit um Verhängnis.

Mehr dazu in orf.at/viennale21

Religion

Die Versuchungen des heiligen Antonius inspirieren seit Jahrhunderten phantastische Erzählungen und Kunstwerke. Zugleich provozieren sie Fragen nach dem Wesen von Trugbildern und Phantasmen. Der Philosoph Jakob Moser skizziert in einem Gastbeitrag, warum die spätantike Heiligenlegende heute noch fasziniert.

Mehr dazu in science.ORF.at

Science

Archäologen haben im Nordirak die Überreste einer rund 2.700 Jahre alten „Weinfabrik von industriellem Ausmaß“ gefunden. Der italienische Ausgrabungsleiter Daniele Morandi Bonacossi sagte der Nachrichtenagentur AFP heute: „Wir haben vierzehn Anlagen gefunden, mit denen die Trauben gepresst und der Saft gewonnen wurde, der dann zu Wein verarbeitet wurde“. Ihm zufolge handelte es sich um die erste Entdeckung dieser Art im Irak.

2700 Jahre alten Weinfabrik im Irak
APA/AFP/Terra Di Ninive

Die Stätte liegt demnach nahe der altertümlichen Hauptstadt des assyrischen Königs Sargon II. (721-705 vor Christus) in der Nähe der heutigen Großstadt Mossul im Norden des Landes. Das Team aus italienischen Archäologen und Kollegen der Altertumsbehörde in Dohuk in den autonomen Kurdengebieten im Norden des Irak fand zudem in einem früheren Bewässerungsgraben altertümliche Reliefs.

Auf dem Gebiet des heutigen Iraks entstanden während des Altertums zahlreiche Hochkulturen wie Sumer, Akkad, Babylon und Assyrien. Sie hinterließen unter anderem ihre Schrift sowie die ersten großen Städte. Allerdings werden die archäologischen Stätten wegen des seit Jahrzehnten andauernden politischen Chaos häufig geplündert und die Beute an internationale Sammler verkauft.

Leute

Der britische Popstar Ed Sheeran ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Nur eine kurze Nachricht, um euch wissen zu lassen, dass ich leider positiv auf Covid getestet wurde“, schrieb der Sänger heute auf Instagram – weniger als eine Woche vor der mit Spannung erwarteten Veröffentlichung seines neuen Albums.

Er habe sich selbst isoliert und „werde so viele der geplanten Interviews und Auftritte wie möglich von zu Hause aus absolvieren“, fügte der 30-Jährige hinzu. Sein nächstes Album „=“ erscheint am Freitag.

Sheeran lebt in Suffolk im Osten Englands und trat zuletzt am 17. Oktober bei den von Prinz William veranstalteten Earthshot Climate Awards in London auf. Der Musiker hatte sich im Sommer 2020 nach der Geburt seiner Tochter längere Zeit zurückgezogen.