Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj geht davon aus, alle Städte zurückzubekommen, die an Russland verloren wurden. Als Beispiele nennt Selenskyj in seiner nächtlichen Videobotschaft Sjewjerodonezk, Donezk und Luhansk. Die Ukraine sei in den vergangenen 24 Stunden von 45 russischen Raketen getroffen worden.

Das Land befinde sich moralisch und emotional in einer schwierigen Phase des Krieges. Er wisse nicht, wie viele weitere Verluste es geben werde, bevor die Ukraine spüre, dass der Sieg näher komme. Die wochenlang heftig umkämpfte Stadt Sjewjerodonezk in der Ostukraine ist gefallen und ist vollständig unter russischer Kontrolle.

Russland wird nach Angaben von Präsident Wladimir Putin bald atomwaffenfähige Raketen an Belarus liefern. Putin kündigte bei einem Treffen mit dem belarussischen Staatschef Alexander Lukaschenko an, Russland werde „in den kommenden Monaten“ das Raketensystem Iskander-M an Belarus liefern, das auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann.

Moskau bindet damit Belarus noch enger an sich. Vor allem aber ist es auch als Drohschritt gegenüber Litauen, der NATO und der EU im Streit um Zugstransporte in die russische Exklave Kaliningrad zu sehen.

Am Mittwoch hat Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) angeblich mit dem Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko telefoniert. Wie jetzt bekanntwurde, ist auch Ludwig – ähnlich wie seine Berliner Amtskollegin Franziska Giffey – einem Deepfake zum Opfer gefallen.

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Ausland

Ein nach 15 Jahren aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba freigelassener Afghane ist in seiner Heimat wie ein Held empfangen worden. Asadullah Haroon reiste heute per Privatjet aus Katar nach Kabul und wurde von hochrangigen Taliban-Vertretern begleitet, wie auf offiziellen Fotos zu sehen war.

Asadullah Haroon bei seiner Ankunft in Kabul
APA/AFP/Daniel De Carteret

Haroon hatte 15 Jahre in dem berüchtigten Gefangenenlager verbracht, ohne jemals angeklagt worden zu sein. Er war 2006 von US-Soldaten festgenommen worden, als er als Honighändler zwischen Pakistan und Afghanistan unterwegs war.

In seiner Heimat wurde der heute etwa 40-Jährige nun feierlich empfangen: Auf der Straße, die vom Flughafen wegführt, waren riesige Bilder von Haroon an Laternen befestigt.

USA: Keine führende Rolle und „Reue gezeigt“

Washington hatte Haroon beschuldigt, ein Kurier in Diensten des Terrornetzwerks Al-Kaida und ein Kommandant der Gruppierung Hisb-i-Islami zu sein. Seine Familie räumte ein, dass er der Hisb-i-Islami angehöre, bestritt aber jede Verbindung zu Al-Kaida.

Die zuständige US-Kommission hatte eine Freilassung des Mannes 2020 noch abgelehnt, dann aber im Oktober vergangenen Jahres zugestimmt. Zur Begründung erklärte sie, Haroon habe keine führende Rolle in einer extremistischen Organisation eingenommen und überdies „Reue gezeigt“.

Die angekündigte Großdemonstration zum G-7-Gipfel in München hat heute deutlich weniger Teilnehmerinnen und Teilnehmer angezogen als erwartet. Die Polizei sprach mehr als zwei Stunden nach Beginn der Veranstaltung von etwa 4.000 Teilnehmenden, die Veranstalter gaben zu diesem Zeitpunkt 6.000 Protestierende an.

Ursprünglich war mit mindestens 20.000 Menschen gerechnet worden. Bis auf einen Zwischenfall – eine Rangelei zwischen einer Gruppe der Teilnehmer und Einsatzbeamten – blieb die Protestveranstaltung überwiegend ruhig. Laut Polizei kam es zu neun Festnahmen.

Die Demo fand einen Tag vor Beginn des Gipfels in Elmau statt. Es hatten 15 globalisierungskritische Verbände von Attac bis zur Umweltorganisation WWF aufgerufen. „Klimakrise, Artensterben, Ungleichheit: Die G-7-Staaten tragen Verantwortung dafür, dass sich die weltweiten sozialen und ökologischen Krisen immer dramatischer zuspitzen. Schluss damit. Gerecht geht anders“, hieß es im Aufruf zur Teilnahme.

Nach den jüngsten Amokläufen in den USA hat Präsident Joe Biden ein schärferes Gesetz gegen Schusswaffengewalt in Kraft gesetzt. Biden unterzeichnete das Gesetz, das der Kongress parteiübergreifend beschlossen hatte, heute im Weißen Haus. „Dieses Gesetz enthält nicht alles, was ich wollte“, sagte der Demokrat. „Aber es enthält Maßnahmen, die ich seit Langem gefordert habe und die Leben retten werden.“

Bedeutsamer Minimalkompromiss

Biden sprach vom bedeutsamsten Gesetz zum Schutz vor Schusswaffengewalt in 30 Jahren. Auch Fachleute werten die Verschärfung des Waffenrechts als wichtigste seit Mitte der 1990er – obwohl es inhaltlich ein überparteilicher Minimalkompromiss ist, den Kritiker als völlig unzureichend rügen. Biden räumte ein: „Es liegt noch viel Arbeit vor uns.“ Er werde in seinem Bemühen um weitere Verschärfungen nie aufgeben. „Doch das ist ein denkwürdiger Tag.“

Joe Biden unterzeichnet Gesetz
Reuters/Elizabeth Frantz

Die USA haben seit Langem mit einem enormen Ausmaß an Waffengewalt zu kämpfen. Zuletzt hatten mehrere Amokläufe die Debatte neu angefacht. Im Bundesstaat Texas erschoss ein 18-Jähriger vor einem Monat an einer Grundschule 19 Kinder und zwei Lehrerinnen. Eine Gruppe aus Demokraten und Republikanern handelte daraufhin den Kompromiss aus.

Das neue Gesetz sieht eine intensivere Überprüfung von Waffenkäufern vor, die jünger als 21 Jahre sind. Zudem geht es darum, Gesetze aus Bundesstaaten auszuweiten, um potenziellen Gefährdern Waffen abnehmen zu können. Illegaler Waffenhandel soll auf Bundesebene bestraft werden können. Zudem sollen Milliarden in psychische Gesundheitsvorsorge und Anti-Gewalt-Programme fließen. Auch für die Sicherheit von Schulen sind weitere Mittel vorgesehen. Das von Demokraten geforderte Verbot von Sturmgewehren fehlt in dem Gesetz.

Nach dem Tod von mindestens 18 Menschen beim Ansturm Tausender Migranten auf die spanische Exklave Melilla in Marokko haben Menschenrechtler schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte erhoben. Die marokkanischen Behörden hätten „ungerechtfertigte Gewalt“ eingesetzt und Migranten „misshandelt“, sagte der Leiter der Marokkanischen Vereinigung für Menschenrechte (AMDH) in der Stadt Nador, Amin Abidar, heute laut dpa.

Menschen seien stundenlang ohne medizinische Hilfe eingeschlossen auf der Erde liegengelassen worden. Nach Angaben der Organisation kamen dadurch mehrere Migranten ums Leben, so Abidar. Videoaufzeichnungen zeigen auch einen mit dem Schlagstock auf einen Mann einprügelnden Polizisten.

Spaniens Regierung verteidigt Marokkos Vorgehen

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez machte hingegen die „Menschenhändlermafia“ verantwortlich. „Es war ein gewaltsamer Überfall, der von der Menschenhändlermafia organisiert wurde“, erklärte der sozialistische Politiker in Madrid. Für Marokkos Sicherheitskräfte fand Sanchez Lob, weil sie einen Angriff „auf die territoriale Integrität des Landes (Spaniens, Anm.)“ abgewehrt hätten.

Mehr Tote als offiziell zugegeben?

Bis zu 2.000 Menschen hatten am Vortag versucht, den Grenzzaun zwischen Marokko und Melilla zu überwinden. Marokkos staatliche Agentur MAP berichtete unter Berufung auf die lokalen Behörden, dass 18 Migranten im Gedränge gestorben oder vom Zaun gefallen seien. AMDH und die in Nordafrika bestens vernetzte spanische Organisation „Caminando Fronteras“ sprachen hingegen von 27 Toten.

Die Ereignisse lösten auch in Spanien Empörung aus. Das marokkanische Innenministerium warf den Migranten dagegen vor, selbst Gewalt eingesetzt zu haben.

Die festgefahrenen Verhandlungen über das internationale Atomabkommen mit dem Iran sollen in Kürze fortgesetzt werden. Der iranische Außenminister Hossein Amir-Abdollahian versicherte heute nach Gesprächen mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell in Teheran: „Wir sind bereit, in den nächsten Tagen die Atomverhandlungen wieder aufzunehmen.“

Borrell sprach sich bei einem gemeinsamen Auftritt dafür aus, unverzüglich wieder miteinander zu verhandeln. „Wir werden diese Pattsituation durchbrechen und den Eskalationsprozess, in dem wir uns befanden, beenden.“

Seit Ukraine-Krieg keine Bewegung

Die Verhandlungen über eine Wiederbelebung des 2015 geschlossenen Abkommens zwischen dem Iran und den anderen Vertragspartnern – China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Russland und USA – stocken seit März.

Hintergrund sollen in erster Linie Differenzen zwischen der Führung in Teheran und der US-Regierung über den Status der iranischen Revolutionsgarden sein. In den USA stehen die Revolutionsgarden seit Jahren auf einer Liste von Terrororganisationen.

Inland

Nach dem von der SPÖ erhobenen Vorwurf, das Landwirtschaftsministerium könnte 2017 durch Zahlungen an Medien des Bauernbundes Wahlkampffinanzierung für die ÖVP betrieben haben, schaltet der ressortzuständige Minister Norbert Totschnig (ÖVP) nun die Interne Revision ein. Aufgrund der Vorwürfe bis hin zur illegalen Parteienfinanzierung solle diese Vergabe geprüft werden, hieß es heute in einer schriftlichen Stellungnahme.

Die aufgeworfene Summe von 300.000 Euro, die angeblich an die „Bauernzeitung“ geflossen sei, stehe offenbar in Zusammenhang mit einem Werkvertrag mit der Österreichischen Agrarverlag Druck- und Verlagsges.m.b.H für die Produktion eines quartalsmäßig erscheinenden Magazins mit dem Titel „Land:Report“, so das Ministerium. Diese Auftragsvergabe sei 2017 nach einer europaweiten Ausschreibung erfolgt.

Kai Jan Krainer, SPÖ-Fraktionsführer im ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss, hatte gestern erklärt, zwar nicht zu wissen, ob ein Zusammenhang zwischen den Geldtransfers bestehe und es sich um sogenannte Kickback-Zahlungen handeln könnte.

Allerdings vermutete er, dass die Bundes-ÖVP Geld für den Wahlkampf gebraucht und daher über diesen Umweg eine Finanzierung stattgefunden haben könnte. Die mit Jahresende 2017 auf den davor zuständigen Andrä Rupprechter gefolgte, zurückgetretene Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) selbst hatte am Donnerstag im U-Ausschuss jegliche persönliche Verantwortung für derartige Inseratengeschäfte bestritten.

NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger will „als Staatsbürgerin“ die ÖVP in Opposition schicken. Wie sie heute in mehreren Interviews anlässlich des zehnjährigen Bestehens ihrer Partei ausführte, solle die Volkspartei dort Demut lernen. Als Parteitaktikerin fände sie es hingegen „besser, die zerbröseln nicht ganz und ich kann mir aussuchen, mit wem ich koaliere“, sagte sie in der Ö1-Radioreihe „Im Journal zu Gast“.

Dass NEOS regieren wolle, bekräftigte sie: „Eine Erneuerung ohne uns wird es nicht geben, daher stellen wir einen gestalterischen Führungsanspruch.“ Der aktuellen Koalition von ÖVP und Grünen hielt sie ein „völlig verkorkstes Pandemiemanagement“ und bei der Reaktion auf die Teuerung, Ukraine-Krieg und Energiekrise Unfähigkeit zu einem „grundsätzlichen Wurf“ vor. Die Schwere der Lage werde nicht erkannt: „Ich habe wirklich den Eindruck, die sind am Ende.“

Der burgenländische SPÖ-Chef und Landeshauptmann Hans Peter Doskozil spricht sich nach der nächsten Wahl gegen eine Koalition mit der ÖVP und für eine „Ampelkoalition“ mit Grünen und NEOS aus. Für die von ihm gepushten Themen – etwa 1.700 Euro Mindestlohn und die Anstellung pflegender Angehöriger – „ist aus meiner Sicht die Frage der Spitzenkandidatur noch nicht geklärt“, sagte er gegenüber der „Presse“ (Sonntag-Ausgabe) einmal mehr am Stuhl von Parteichefin Pamela Rendi-Wagner.

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Wirtschaft

Wegen CoV-Krankenständen beim Personal sind laut einem Bericht des „Kurier“ heute 52 von 360 geplanten AUA-Flügen ausgefallen. Dazu, wie es weitergeht, konnte die AUA dem Bericht zufolge noch keine Angaben machen. Das Unternehmen empfehle Passagieren, sich zu erkundigen, ob der gebuchte Flug wie geplant stattfindet.

Grund für die Flugstreichungen sind vor allem „steigende CoV-Infektionen bei den Crews“, zitierte der „Kurier“ eine Sprecherin der Airline. Insbesondere bei den Flugbegleitern hätten sich die Krankenstände gehäuft. Dazu käme noch ein Streik der Flugsicherung am Flughafen Marseille, und auch gestrige Unwetter würden sich noch auf den Flugbetrieb auswirken.

Wie viele Passagiere heute deswegen ihre Reise nicht antreten können, ist laut dem Bericht nicht bekannt. Es werde versucht, die Betroffenen aktiv zu kontaktieren und sie auf andere Flüge der Lufthansa-Gruppe umzubuchen, wurde die Sprecherin zitiert.

COV Ausland

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben einen wirksamen Impfstoff gegen die neuen Varianten des Coronavirus entwickelt. Biontech teilte heute mit, die Daten zu Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit der beiden an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 angepassten Impfstoffe seien positiv.

Aufgrund der Daten seien die Unternehmen sicher, zwei „sehr starke“ Impfstoffkandidaten im Kampf gegen Omikron zu haben, erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla. Biontech und Pfizer wollen die Daten nun der Wissenschaft und Aufsichtsbehörden zur Verfügung stellen, um rasch einen Stoff zur Auffrischung der Impfung gegen das Coronavirus anbieten zu können. Derzeit nimmt die Sorge angesichts neuer Coronavirus-Varianten zu – die Infektionszahlen in Österreich und vielen weiteren Ländern sind wieder angestiegen.

COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 655,5 (Stand: heute, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Wien (1.009,8) und dem Burgenland (766,5). Am niedrigsten ist der Wert in Kärnten (351,9) und der Steiermark (463).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 8.912 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium haben 8.912 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: heute, 9.30 Uhr) gemeldet. Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

18.758 Menschen verstarben bisher am oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 677 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 44 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Sport

Bei der Downhill-Mountainbike-EM in Maribor hat es heute einen österreichischen Doppelsieg gegeben. Andreas Kolb setzte sich in 3:03,33 Minuten mit 0,61 Sekunden Vorsprung vor David Trummer durch. Im Frauen-Bewerb landete Marlena Neissl an der zehnten Stelle.

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MotoGP-Pilot Francesco Bagnaia hat heute im Qualifying für den Grand Prix der Niederlande einen neuen Streckenrekord aufgestellt und sich damit die Poleposition für das morgige Rennen gesichert. Der italienische Ducati-Pilot war in 1:31,504 Minuten um 0,116 Sekunden schneller als WM-Leader Fabio Quartararo (FRA/Yamaha). Platz drei ging an den Spanier Jorge Martin (Ducati/+0,204 Sek.).

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EU

Das Europa-Forum Wachau hat sich am dritten Tag mit dem Warten der Westbalkan-Länder auf den EU-Beitritt beschäftigt. Analysiert wurde auch die Zusammenarbeit von Regionen über Staatsgrenzen hinweg, etwa am Beispiel des Tornados in Südmähren im vergangenen Jahr.

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Chronik

Eine Pkw-Lenkerin ist heute auf einem unbeschrankten Bahnübergang im Schladminger Ortsteil Lehen im steirischen Bezirk Liezen tödlich verunglückt. Laut der Bezirksfeuerwehr und der Polizei übersah die Frau eine herannahende S-Bahn. Der Zug schleuderte ihr Auto über eine Böschung. Dabei erlitt die Lenkerin tödliche Verletzungen.

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Die LinzPride hat heute ein Zeichen für Akzeptanz, Vielfalt und Gleichberechtigung gesetzt. Die Parade, die von der Homosexuellen Initiative Linz und der solidarischen Organisationen der Zivilgesellschaft organisiert wird, steht für Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen.

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Bei einem schweren Verkehrsunfall in Tattendorf (Niederösterreich) ist eine 82-jährige Frau heute Nachmittag schwer verletzt worden. Sie erlitt einen Kreislaufstillstand und wurde von Ersthelfern erfolgreich wiederbelebt.

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Vier Verletzte bei schwerem Unfall

Bei einem Unfall bei der Autobahnabfahrt Villach Ossiacher See (Kärnten) sind vier Personen verletzt worden. Es kam zu einer Straßensperre und Umleitungen.

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Umwelt & Klima

Bei einem erst kurzfristig angekündigten Auftritt auf dem Glastonbury-Festival in England hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg energisch zu mehr Engagement fürs Klima aufgerufen. „Wir nähern uns dem Abgrund“, sagte die 19-Jährige heute Nachmittag auf der Hauptbühne, wo später Ex-Beatle Paul McCartney auftreten sollte.

Sie rate allen, denen Greenwashing noch nicht die Sinne vernebelt habe, dringend, sich zu behaupten. „Lasst nicht zu, dass wir uns noch einen Zentimeter näher an den Abgrund bewegen. Denn genau da stehen wir jetzt“, sagte sie der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. Dem anwesenden „Telegraph“-Journalist Neil McCormick zufolge zeigte das Publikum aber nur begrenztes Interesse an dem, was Thunberg zu sagen hatte.

Bisherige Maßnahmen viel zu wenig

Die schwedische Initiatorin der Bewegung „Fridays for Future“ wirft regelmäßig Politik und Wirtschaft vor, mit wohlklingenden Absichtserklärungen ihr fehlendes oder zu langsames Handeln beim Klimaschutz vertuschen zu wollen.

Bisher reichen die Maßnahmen der Staaten bei Weitem nicht aus, um das vereinbarte Pariser Klimaziel, die Erderhitzung bei maximal 1,5 Grad zu stoppen, zu erreichen. Klimaforscher sind sich einig, dass nur so die katastrophalsten Folgen des Klimawandels verhindert werden können.

Wegen der anhaltenden Trockenheit in Norditalien will die Metropole Mailand erste Brunnen abdrehen. Ausgenommen seien solche, in denen sich Pflanzen und Tiere befinden, schrieb Mailands Bürgermeister Beppe Sala heute auf Facebook. Auch die kleinen Brunnen auf den Gehwegen, aus denen Trinkwasser fließt, blieben wegen der anstehenden Hitzewelle weiter offen.

Die Stadt bewässere aber keine Grünflächen mehr. Sala rief die Bürger und Bürgerinnen zudem auf, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren, und empfahl, Klimaanlagen nicht kälter als 26 Grad Celsius einzustellen, um Energie zu sparen. Zu diesem Zweck sollten auch Geschäfte ihre Türen geschlossen halten.

Notstand angekündigt

Der Regionalpräsident der Lombardei, in der Mailand liegt, kündigte gestern bereits den Notstand wegen der Trockenheit an. Mailand folgte nun den Empfehlungen. Wann die Maßnahmen in Kraft treten, teilte Sala nicht mit. In Italien herrschen schon länger hohe sommerliche Temperaturen bei gleichzeitig sehr geringen Niederschlägen. Der Fluss Po – der längste Strom Italiens – ist stellenweise ausgetrocknet.

Science

Aufgrund von Verzögerungen bei der Lieferung von Flugsoftware und Testzubehör hat die US-Raumfahrtbehörde (NASA) den eigentlich noch für dieses Jahr geplanten Start einer Mission zu dem Metallasteroiden „Psyche“ verschoben. Bis zum Ende der Startperiode am 11. Oktober bleibe nicht mehr ausreichend Zeit zum Testen der Software, teilte die NASA nun mit.

„Die Entscheidung, den Start zu verschieben, war nicht leicht, aber es ist die richtige Entscheidung“, sagte NASA-Managerin Laurie Leshin. Wann die Sonde stattdessen starten soll, stehe noch nicht fest. Bei einem Start in diesem Jahr hätte sie 2026 bei „Psyche“ ankommen können.

Nun könnte die Sonde 2023 oder 2024 starten, würde aber aufgrund der veränderten Himmelskonstellationen erst 2029 oder 2030 ankommen. Die Mission soll erstmals einen metallreichen Asteroiden wie „Psyche“ näher erforschen.

Dass Paare eine gemeinsame „Sprache der Liebe“ haben, mit der sie die gegenseitige Zuneigung ausdrücken, ist von großer Bedeutung für die Zufriedenheit in der Beziehung, wie eine neue Studie zeigt. Verbale Kommunikation ist dabei allerdings nur eine von fünf möglichen „Sprachen“.

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Kultur

Leona Stahlmann, Clemens Bruno Gatzmaga, Juan S. Guse und Elias Hirschl haben das Programm des letzten Lesetags beim Bachmannpreis gebildet, bevor morgen die Gewinner live verkündet werden. Blickt man auf die emotionalen Jurydebatten des Vortages, so zeigte die Jury heute: Sie war schnell aufgewärmt und erhitzte sich gern, als der erste Text schon das Ende der Welt in den Blick nahm und im zweiten gepflegt „abgeschüttelt“ wurde. Für das Publikum vor Ort war Elias Hirschl der Liebling des Tages.

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Angestoßen von Regisseurin Katharina Mückstein berichten seit Tagen unzählige Betroffene von sexualisierten Übergriffen in der Film- und Theaterbranche. „#MeToo“ ist in der österreichischen Filmbranche angekommen. Namen werden jedoch nur hinter vorgehaltener Hand genannt.

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Panorama

Keine Haare, nur auf dem Kopf ein weißes Büschel, und eine schief heraushängende Zunge: Der Chinesische Schopfhund-Mischling Mr. Happy Face ist zum hässlichsten Hund der Welt gewählt worden. Der Wettbewerb im US-Bundesstaat Kalifornien fand gestern nach zweijähriger Pause erstmals wieder statt. Besitzerin Jeneda Benally aus Arizona setzte sich mit Mr. Happy Face gegen sieben Konkurrenten durch und gewann 1.500 Dollar (etwa 1.400 Euro) Preisgeld.

Mr. Happy Face schaut in die Kamera
APA/AFP/Josh Edelson

Die Jury des „World’s Ugliest Dog Contest“ in der Kleinstadt Petaluma legte Wert auf alles, was als unschön gilt: Glupschaugen, schiefe Zähne, O-Beine, buckelige Rücken. Die Organisatoren wollen mit dem Wettbewerb dafür werben, ausgesetzte Tiere aufzunehmen. Man wolle daran erinnern, „dass alle Hunde liebenswert sind“.

Der Wettbewerb erregt in den USA jedes Jahr viel Aufsehen, die Siegerhunde und ihre Besitzer treten anschließend oft in landesweit ausgestrahlten Fernsehshows auf.