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Inland

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich für einen „noch strengeren Vollzug“ beim Arbeitslosengeld ausgesprochen, denn es gebe viel Missbrauch. „Arbeitslosengeld und Sozialleistungen sind für alle da, die Unterstützung brauchen, für alle, die arbeitslos sind, weil sie keine Arbeit finden. Aber sie sind sicherlich nicht da für Menschen, die nicht arbeiten wollen“, sagte Kurz heute.

„Insofern ist es gut, dass es hier einen konsequenten Vollzug gibt und auch Leistungen gestrichen werden, wenn sie jemandem nicht zustehen oder in einer Art und Weise verwendet werden, die nicht vorgesehen ist“, sagte Kurz im Rahmen einer Pressekonferenz zum Start des 5G-Mobilfunknetzes von A1.

Schramböck: Anreize für Jobs im Westen

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) verwies darauf, dass es in Westösterreich viele offene Stellen gebe, während es in Wien eine Arbeitslosigkeit gebe, „die aus meiner Sicht inakzeptabel ist“ – nämlich nicht nur im Vergleich mit dem ländlichen Raum, sondern auch im Vergleich mit Städten wie München, Berlin, London und Hamburg.

„Wie kann es sein, dass in Berlin, das wirklich finanziell nicht sehr gut dasteht, die Arbeitslosigkeit nur halb so hoch ist wie in Wien?“ Man müsse daher Anreize schaffen, damit Menschen Jobs in Westösterreich annehmen.

Es gehe darum, „Menschen, die in Ostösterreich arbeitslos sind – gerade wenn sie hier nicht verwurzelt sind wie Asylberechtigte zum Beispiel, die erst kurz da sind“ –, in Westösterreich zu beschäftigen, sagte Kurz.

SPÖ-Kritik an Plänen für Arbeitslosengeld

SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch kritisierte unterdessen das Vorhaben von Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) in Sachen Arbeitslosengeld. „Auf der einen Seite steckt die Regierung Millionen in den Umbau ihrer Regierungsämter, also ins vielzitierte System“, sagte der Baugewerkschaftschef heute laut Aussendung.

„Auf der anderen Seite ist das Erste, was der neuen Arbeitsministerin einfällt, den 400.000 Arbeitssuchenden das Arbeitslosengeld zu kürzen und vielleicht als nächsten Schritt die Notstandshilfe zu streichen.“ Die Tatsache, dass im Vorjahr vom Arbeitsmarktservice (AMS) mehr Sanktionen verhängt wurden, zeige vor allem, dass die Regeln streng seien und streng ausgelegt würden.

Zahl der Sperren gestiegen

Die Zahl der Sperren von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe war 2019 gestiegen. Das AMS verhängte 145.671-mal Sanktionen, um 12.251 oder neun Prozent öfter als 2018.

Mehr dazu in oesterreich.ORF.at

Österreich liegt in einem Ranking von 82 Ländern in puncto soziale Aufstiegsmöglichkeiten gleichauf mit Belgien an achter Stelle. Das ergab eine Datenzusammenstellung des Weltwirtschaftsforums (WEF). Den ersten Platz belegt Dänemark (85,2) gefolgt von Norwegen, Finnland, Schweden und Island. Außerdem vor Österreich (80,1) liegen die Niederlande und die Schweiz.

Für die Rangliste wurde ein Gesamtindex der gesellschaftlichen Mobilität aus den Bereichen Gesundheit, Bildung, Arbeit, Technologie und soziale Absicherung/öffentliche Einrichtungen erstellt. Konkret eingeflossen sind etwa Faktoren wie faire Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen, die Durchdringung der Bevölkerung mit Anwendungen neuer Technologien, die Qualität und der Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung.

Deutschland in G-7 vorne

Daraus ergibt sich für eine Gesellschaft eine Zahl, die die sozialen Aufstiegsmöglichkeiten, die sie bietet, ausdrückt. In der Gruppe der sieben großen Wirtschaftsnationen (G-7) ist Deutschland der Spitzenreiter. Die Bundesrepublik liegt an elfter Stelle (78,8). Dahinter folgen Frankreich (Platz 12), Kanada (Platz 14), Japan (Platz 15), Großbritannien (Platz 21), die USA (Platz 27). Schlusslicht der G-7 ist auf Platz 34 Italien.

Die – noch – 28 EU-Staaten liegen alle unter den ersten 50 Ländern. Das EU-Land mit den geringsten sozialen Aufstiegsmöglichkeiten ist Griechenland auf Position 48 mit einem Index von 59,8. Die Aufstiegschancen in China (Platz 45, 61,5) sind wesentlich besser als etwa in Indien, allerdings etwas schlechter als in Russland. Russland (64,7) landete aus Platz 39, Indien (42,7) nur auf Platz 76 von 82.

Österreich punktet bei sozialer Absicherung

Österreich liegt besonders gut bei der sozialen Absicherung. In diesem Punkt erreichte es weltweit sogar Platz drei. Auch in Sachen Zugang und Qualität der Bildung (Platz vier bzw. sechs) und bei den Arbeitsbedingungen (Platz fünf) kann Österreich punkten.

Luft nach oben besteht jedoch vor allem, was den Zugang zu Technologie und die faire Verteilung der Löhne betrifft. Im Vergleich zum achten Gesamtrang kam Österreich in diesen beiden Einzelgesichtspunkten nur auf Rang 28 bzw. 26.

Die Tiroler ÖVP-Bildungslandesrätin Beate Palfrader stellt sich in Sachen Ausweitung des Kopftuchverbots auf Schülerinnen bis 14 Jahre gegen die Parteilinie. Die Ausweitung erscheine ihr „nicht notwendig“, sagte Palfrader der „Tiroler Tageszeitung“ (Montag-Ausgabe). Es gebe wesentlich wichtigere Herausforderungen.

Das Thema sei an Tirols Schulen bis zur Einführung des Verbotes an Volksschulen nie ein Problem gewesen, so Palfrader. Erst durch das Verbot sei es überhaupt ein Thema geworden, sagte die Landesrätin. Die Ausweitung des Verbotes war zwischen ÖVP und Grünen im Regierungsprogramm vereinbart worden.

Wie viele Volksschülerinnen in Tirol ein Kopftuch tragen, werde nicht statistisch erfasst. Laut Palfrader meldeten vier Bezirke, dass es an den dortigen Volksschulen kein einziges Mädchen mit Kopftuch gebe, in den anderen Bezirken seien es Einzelfälle. „Es gab in Tirol nur einen einzigen Fall, wo ein Gespräch mit einem Elternteil geführt werden musste“, sagte die Bildungslandesrätin.

Die Volkshilfe hat die Kindergrundsicherung in die Praxis gebracht. Die Organisation unterstützt 23 armutsbetroffene Kinder mit der von ihr wiederholt geforderten Zuwendung. Start war im Jänner 2019, die Laufzeit des Projekts beträgt zwei Jahre. „Kindergrundsicherung hat eine unglaubliche Wirkungsmacht“, berichtete Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger heute.

Durchschnittliche Unterstützung von 320 Euro

In jedem Bundesland wurde eine Familie in das Projekt der Volkshilfe aufgenommen, sagte Fenninger bei einer Pressekonferenz in Wien. Das jüngste Kind ist ein Jahr alt, das älteste 16 Jahre. Die Familien wurden auf Basis von Faktoren ausgewählt, die häufig zu Kinderarmut führen.

So sind zum Beispiel fünf alleinerziehende Mütter und zwei alleinerziehende Väter im Programm. Jedes Kind erhält pro Monat durchschnittlich eine Unterstützung von 320 Euro, gestaffelt nach Haushaltseinkommen. Durch diese Mittel sollen die materielle Versorgung, Bildungschancen, soziale Teilhabe und gesundheitliche Entwicklung der Kinder sichergestellt werden.

Ersterhebungen der Gefühlslage der Kinder ergaben, dass sie sich oftmals für die Sorgen der Eltern mitverantwortlich fühlen. Das sei „alarmierend“, sagte Judith Ranftler, Leiterin des Projekts „Kinderarmut Abschaffen“ und begleitende Sozialarbeiterin. Gemeinsam mit den Kindern wurden dann in jeder Familie Ziele formuliert – und die Unterstützung zeigte Wirkung. Bereits nach drei, vier Monaten habe man „eine Art von Selbstermächtigung“ bei den Kindern gespürt.

Sozialwissenschaftliche Begleitung

Das Projekt wird sozialwissenschaftlich begleitet. Untersucht wird dabei vor allem, wie sich die finanzielle Unterstützung auf die Lebenswelt und die Gefühlslage der Kinder auswirkt. Besonderes Augenmerk wird auf die soziale Teilhabe gelegt.

Indes begrüßte die Volkshilfe Pläne der Regierung, den Anteil armutsgefährdeter Menschen zu halbieren, wobei ein Fokus auf Kinderarmut liegen soll. Instrumente wie der Familienbonus seien jedoch nicht geeignet, Kinderarmut zu bekämpfen, so Fenninger.

Der Verkehrssprecher der Grünen im Nationalrat, Hermann Weratschnig, pocht auf die Abschaffung des Dieselprivilegs. „Wir werden dafür kämpfen, dass es nicht auf die lange Bank geschoben wird“, sagte Weratschnig heute bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Bereits in den kommenden Wochen oder Monaten soll eine Taskforce eingesetzt werden.

Kein Zeithorizont

Bereits vergangene Woche hatte das Dieselprivileg zu Uneinigkeiten in der türkis-grünen Regierung bzw. zwischen Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) geführt. Laut Weratschnig soll zwar über Härtefälle diskutiert und Übergangslösungen gefunden werden, „wenn man Klimaschutz erst nimmt, braucht es aber klare Bekenntnisse“, meinte der Tiroler Abgeordnete.

Einen Zeithorizont wollte Weratschnig jedoch nicht festlegen. Auch bei der Reduktion der Transitfahrten soll nun Bewegung ins Spiel kommen. „Wir haben jetzt eine Ministerin, die sich dafür in Brüssel einsetzen kann, was bis dato nicht passiert ist“, sagte der Nationalratsabgeordnete.

Auch Maßnahmen gegen Massentourismus gefordert

Die zweite Tiroler grüne Nationalratsabgeordnete und nunmehrige Tourismussprecherin Barbara Neßler will sich indes in ihrer Funktion für einen ökologischen und nachhaltigen Tourismus einsetzen. Sie forderte neue Tourismusgrundsätze und Maßnahmen gegen den Massentourismus, denn die Zukunft des Tourismus liege nicht im „wachstumsgetriebenen Wettbewerb“.

Das Regierungsübereinkommen bezeichneten die beiden Abgeordneten als Kompromiss. „Wenn beide Parteien zufrieden wären, hätten wir schlecht verhandelt, dann wären faule Kompromisse herausgekommen“, so Weratschnig. „Man muss es auch realistisch sehen“, sprach Neßler das Kräfteverhältnis der beiden Parteien an. „Wir sind jedenfalls nicht in die Regierung gegangen, um Schwarz-Blau zu verhindern, sondern um zu gestalten“, betonte sie.

Ausland

Nach dem Libyen-Gipfel in Berlin hat die deutsche Bundesregierung bald ein weiteres hochrangiges Treffen mit den Teilnehmern angekündigt. Dieses werde Anfang Februar „auf der Ebene der Außenminister“ stattfinden, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) heute in Brüssel. Zudem werde der UNO-Libyen-Gesandte Ghassan Salame diese Woche die Konfliktparteien zu ersten Gesprächen einladen.

Dabei gehe es darum, „aus der Waffenruhe einen Waffenstillstand zu machen“. Der Libyen-Gipfel sei „erst der Startschuss“ eines Prozesses für einen dauerhaften Frieden in Libyen gewesen, sagte Maas. Wichtigstes Ergebnis der Berliner Konferenz sei, dass die ausländischen Unterstützer der Bürgerkriegsparteien ihre Hilfe mit Waffen und Söldnern einstellen würden. Damit würden die Konfliktparteien gezwungen, „an den Verhandlungstisch zu kommen“.

Bei der bisher größten Libyen-Konferenz hatten sich internationale Akteure gestern in Berlin auf einen umfassenden Friedensplan geeinigt. Doch viele Fragen bleiben weiterhin offen.

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Rund drei Monate nach dem Ende des Prozesses gegen zwölf katalanische Separatistenführer befasst sich die spanische Justiz seit heute erneut mit dem illegalen Unabhängigkeitsreferendum vom Oktober 2017. Auf der Anklagebank sitzt die frühere Spitze der katalanischen Regionalpolizei Mossos d’Esquadra, darunter auch deren damaliger Chef Josep Lluis Trapero.

Ehemaliger Polizeichef von Katalonien Josep Lluis Trapero vor Gericht
AP/Fernando Villar

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und zwei Ex-Polizeifunktionären Rebellion vor und fordert für sie elf Jahre Haft. Für eine weitere Angeklagte verlangt sie wegen Aufruhrs vier Jahre Haft. Das Verfahren in San Fernando de Henares bei Madrid soll bis Ende März dauern.

Der spanischen Justiz zufolge soll die damalige Polizeiführung der Region nicht energisch genug gegen das vom spanischen Verfassungsgericht für illegal erklärte Referendum vorgegangen sein. Die Zentralregierung in Madrid hatte Trapero Ende Oktober 2017 seines Amtes enthoben und die gesamte Region im Nordosten des Landes zeitweise unter Zwangsverwaltung gestellt.

Im vergangenen Oktober hatte das oberste Gericht bereits den früheren Vizeregionalpräsidenten Oriol Junqueras sowie acht seiner Mitstreiter zu Gefängnisstrafen von bis zu 13 Jahren verurteilt. Die Richter sahen aber von einer Verurteilung wegen des Vorwurfs der Rebellion ab und sprachen Junqueras und andere frühere Spitzenpolitiker wegen Aufruhrs und Veruntreuung öffentlicher Gelder schuldig.

Bei regierungskritischen Protesten im Irak ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Dutzende seien in der Hauptstadt Bagdad und andernorts verletzt worden, hieß es heute aus Sicherheitskreisen und von medizinischem Personal.

Auf dem Tajaran-Platz in Bagdad warfen laut Reuters Demonstranten in der Nacht Brandflaschen und Steine in Richtung Polizei. Diese reagierte mit Tränengas und Blendgranaten. Im Süden des Landes zündeten Hunderte Demonstranten Reifen an und blockierten Hauptverkehrsstraßen. Sie werfen Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi vor, Versprechen wie eine neue Regierung nicht erfüllt zu haben.

Die Proteste hatten Anfang Oktober begonnen. Der Unmut der Bevölkerung richtet sich gegen die politische Elite, Misswirtschaft, Korruption und hohe Arbeitslosigkeit. Insgesamt wurden dabei schon mehr als 450 Menschen getötet. Zwischenzeitlich waren die Proteste abgeklungen.

Medien

BBC-Direktor Tony Hall hat heute überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Nach sieben Jahren im Amt werde Hall im Sommer seinen Posten abgeben, wie die BBC dazu mitteilte.

Er wolle im Sommer den Weg für eine neue Person frei machen, die mit der Regierung über die Zukunft des Senders verhandeln werde, teilte Hall laut der Nachrichtenagentur Reuters mit. Der neue Premierminister Boris Johnson hatte zuletzt scharfe Kritik am Finanzierungsmodell der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt geübt.

Schwieriges Verhältnis

In seinem Brief an die Belegschaft verwies Hall auf die Verhandlungen einer Charta der BBC mit der Regierung bis 2027. Die Auseinandersetzungen mit der Regierung Johnson erwähnt er nicht. Die Beziehung zwischen Johnsons Konservativen und der BBC gestaltet sich allerdings schon lange schwierig, weil sich der Premier weigerte, an Debatten und Interviews des Senders teilzunehmen. Johnson warf dem Rundfunk auch eine zu Brexit-kritische Berichterstattung vor. Hall wies das vehement zurück.

Johnson hatte bereits im Wahlkampf das Finanzierungsmodell der BBC infrage gestellt. Er habe zwar keine Pläne, die Rundfunkgebühren vollständig abzuschaffen, sagte Johnson. Aber man müsse sich fragen, ob diese Art der Finanzierung langfristig Sinn habe.

Gebühren als Haupteinnahmequelle

Die BBC finanziert sich zu 75 Prozent aus den Gebühreneinnahmen, fast 3,6 Milliarden Pfund im Jahr. Den Rest steuert der Verkauf von Fernsehproduktionen bei. Werbung, wie sie bei anderen Sendern geschaltet wird, ist bei der BBC streng reguliert, damit die Anstalt nicht ihre staatlich­ zugewiesene Neutralität und ihre Reputation riskiert. Die BBC erreicht jede Woche mehr als 420 Millionen Menschen weltweit.

Britischen Medienberichten zufolge habe Hall die BBC-Belegschaft per E-Mail über den Schritt informiert. Darin spreche er von einer schweren, für die BBC aber wichtigen Entscheidung. Nachfolger gibt es den Angaben zufolge noch keinen. Laut BBC wird die Suche „innerhalb der nächsten Wochen“ beginnen.

Wirtschaft

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat sieben weitere Beschuldigte wegen schwerer Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften angeklagt. Die Behörde und das zuständige Landgericht in Frankfurt bestätigten heute die Anklage gegen einen Steuerberater und sechs Bankmitarbeiter.

Steuerschaden von knapp 389 Mio. Euro

Letztere arbeiteten für die inzwischen insolvente Maple Bank und sollen von 2006 bis 2009 einen Steuerschaden von knapp 389 Mio. Euro verursacht haben. Bei den Ex-Mitarbeitern der Frankfurter Maple Bank handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um den Vorsitzenden und drei weitere Mitglieder der ehemaligen Geschäftsführung, einen Prokuristen sowie einen Aktienhändler.

Fünf von ihnen sollen „aufgrund eines gemeinschaftlich gefassten Tatentschlusses“ zunächst innerhalb des Instituts und später „mit konzernfremden Dritten“ die dubiosen Aktiendeals abgewickelt haben, einer der Banker ist als Mittäter angeklagt.

Der angeklagte Steuerberater soll die Geschäfte mitentwickelt und bei der Finanzverwaltung „gezielt falsch dargestellt haben“. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Beteiligung seiner Anwaltskanzlei am Verfahren wegen einer möglichen Geldstrafe. Es handelt sich nach AFP-Informationen um die Kanzlei Freshfields.

Zweite Anklage

Etwa 100 Mio. Euro sind nach Angaben der Behörde bereits an den Fiskus zurückgeflossen. Weitere Beträge habe „die Finanzverwaltung im Rahmen des noch laufenden Insolvenzverfahrens“ angemeldet. Es ist die zweite Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main gegen „mutmaßliche Initiatoren“ von Cum-Ex-Geschäften. Außerdem läuft nach einer Anklage der Kölner Staatsanwaltschaft zurzeit der erste Cum-Ex-Strafprozess vor dem Landgericht Bonn.

Mit Cum-Ex-Geschäften wird die Praxis bezeichnet, rund um einen Dividendenstichtag Aktien zu verschieben und sich so eine einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mehrfach vom Fiskus erstatten zu lassen. Die deutsche Regierung schob der Methode 2012 einen Riegel vor. Einige der Fälle von damals werden derzeit von Gerichten aufgearbeitet.

Gegen 10.55 Uhr hat der neue Nachtzug vom Wiener Hauptbahnhof nach Brüssel-Nord heute pünktlich sein Ziel erreicht. Neben zahlreichen österreichischen Europaabgeordneten war auch ÖBB-Chef Andreas Matthä an Bord des Nightjets, der knapp mehr als 14 Stunden Fahrt absolvierte. Der Zug wurde von zahlreichen Journalisten, Kamerateams und einer Musikkapelle auf dem Bahnsteig begrüßt.

„Mit unserer neuen Direktverbindung nach Brüssel übernehmen wir aktiv Verantwortung für den Klimaschutz“, so Matthä. 2003 war die letzte Direktverbindung eingestellt worden. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der belgischen Eisenbahngesellschaft SNCB. „Bahnfahren ist immer eine Gemeinschaftsleistung“, so der ÖBB-Chef.

Gut, „aber ausbaufähig“

An Bord war auch EU-Botschafter Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich. Sein Urteil: Die Strecke sei gut, „aber ausbaufähig“. Er habe „gut geschlafen“ und ein „gutes Frühstück“ bekommen. Die Fahrt im Schlafwagen sei mit 40 Kilogramm Kohlendioxid klimafreundlicher als der Flug mit 410 Kilogramm.

Die Ankunft in Brüssel nach 14-stündiger Reise um 11.00 Uhr sei aber „zu spät“, es gebe kein WLAN an Bord und nur zwei Verbindungen pro Woche, kritisierte Selmayr. Auch die mitgereisten österreichischen EU-Abgeordneten lobten den Reisekomfort, sie sehen aber noch Verbesserungsmöglichkeiten bei der transnationalen Bahnverbindung und bei den Ankunftszeiten.

Abfahrt immer sonntags und mittwochs

Die Nachtzüge fahren künftig immer sonntags und mittwochs von Wien (20.38 Uhr) und Innsbruck (20.44 Uhr) nach Brüssel, mit Zwischenhalten unter anderem in Nürnberg (2.46 Uhr), Frankfurt/Main (Süd) (4.33 Uhr) und Köln (07.39 Uhr). Die Rückfahrten finden jeweils einen Tag später statt. Als nächstes Reiseziel soll Amsterdam hinzukommen.

Das günstigste Sparschiene-Ticket pro Person und Richtung kostet 29,90 Euro, wer alleine im Single-Deluxe-Abteil mit Dusche, WC und Frühstück reisen will, muss 249 Euro hinlegen.

Das kapitalistische Wirtschaftssystem trifft einer Umfrage zufolge in zahlreichen Ländern auf starke Skepsis. In seiner derzeitigen Form richtet es nach Auffassung der Mehrheit „mehr Schaden als Gutes in der Welt“ an. Dieser Einschätzung stimmten in einer internationalen Erhebung der US-Kommunikationsagentur Edelman 56 Prozent der Befragten zu.

Die Studie wurde heute anlässlich des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos vorgestellt. Befragt wurden mehr als 34.000 Personen in 28 Ländern.

Wachsende Wahrnehmung sozialer Ungleichheit

Das „Edelman Trust Barometer“ wird seit dem Jahr 2000 ermittelt. Es misst das Vertrauen von Menschen in zentrale Institutionen. Über die Jahre stellten die Autoren eine wachsende Wahrnehmung sozialer Ungleichheit fest. „Die Menschen bezweifeln, dass die Welt, in der wir heute leben, optimal für eine gute Zukunft ist“, sagte Studienleiter David Bersoff.

Zu den genannten Sorgen zählen das Tempo des technischen Fortschritts, Arbeitsplatzunsicherheit, Misstrauen in die Medien und das Gefühl, dass die nationalen Regierungen den aktuellen Herausforderungen nicht gewachsen sind.

Mehr Vertrauen in Asien

Am wenigsten Vertrauen wird dem Kapitalismus in Thailand und Indien entgegengebracht. Auch in Frankreich ist die Skepsis hoch. Nur in Australien, Kanada, den USA, Südkorea, Hongkong und Japan widersprach eine Mehrheit der Negativbeurteilung. Generell genießt der Kapitalismus in Asien mehr Vertrauen als in anderen Gegenden der Welt. Österreich ist in der Umfrage nicht berücksichtigt.

Der deutsche Kekshersteller Bahlsen wird auch künftig von familienfremden Managern geleitet. „Kein Familienmitglied der nächsten Generation wird in die operative Führung des Unternehmens einsteigen“, sagte der 70-jährige Werner Bahlsen, Vater von vier Kindern, dem „Handelsblatt“. Er hatte sich 2018 an die Spitze des Verwaltungsrats zurückgezogen. Die Firma sucht extern einen neuen Chef.

Die Entscheidungen habe die Familie gemeinsam getroffen, sagte Bahlsen dem Blatt. „Das ist auch unsere Stärke, wenngleich es da natürlich ab und zu rumpelt, auch mal Tränen fließen, emotionale Ausbrüche drohen. Das müssen wir aushalten.“

Seit Familienstreit gespalten

1999 war das Unternehmen nach einem Familienstreit aufgespalten worden. „Für meinen Vater war selbstverständlich, dass seine Kinder das Unternehmen weiterführen. Auch das wollte ich in meinem eigenen Fall besser machen“, sagte Bahlsen weiter.

Der Kekshersteller beschäftigt weltweit 2.730 Mitarbeiter. Der Umsatz sank laut „Handelsblatt“ 2018 auf 545 Millionen Euro und war auch im vergangenen Jahr rückläufig. Verluste jedoch wurden nach Angaben von Bahlsen nicht mehr geschrieben.

IT

Der Ausbau des besonders leistungsfähigen 5G-Netzes macht in Österreich weitere Fortschritte. Nach den Mobilfunkprovidern Magenta und „3“ startet auch die A1 Telekom Austria ihr 5G-Netz. Am 25. Jänner werde man 350 5G-Standorte in 129 Gemeinden in Betrieb nehmen, teilte A1 heute mit.

Weitere Frequenzversteigerung geplant

Er halte es für ein absolut realistisches Ziel, auch wesentliche Teile des ländlichen Raums bis 2023 abzudecken, sagte der Chef der A1 Telekom Austria Group, Thomas Arnoldner. In der ersten Jahreshälfte 2020 werden in Österreich weitere Frequenzen versteigert, die für die Versorgung der Bevölkerung mit 5G gebraucht werden.

Grundsätzlich sieht sich das Land als ein Vorreiter in Europa bei der Digitalisierung. „Das schlechteste Mobilfunknetz in Österreich ist besser als das beste in Deutschland“, sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP). Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sagte: „Wir sind eines der ersten Länder Europas, wo 5G flächendeckend ausgebaut wird.“ Bis zum Jahresende solle in einem Pilotprojekt auch eine digitale Ausweisplattform verfügbar sein. Dann könnten Bürger ihre Führerscheine, Zulassungspapiere und den Personalausweis auch per Handy vorzeigen.

Kurz zu Huawei: Maximale Sicherheit

Zur Diskussion über die Rolle des chinesischen Technologiekonzerns Huawei beim Ausbau der Netze sagte Kurz (ÖVP), es gehe um ein Maximum an Sicherheit, aber auch um ein technologieneutrales Auftreten. Kritiker haben Sorge, dass Huawei den Einsatz seiner Technologie auch zu Spionagezwecken nutzen könnte.

5G soll dank extrem schneller Reaktionszeit eine Kommunikation praktisch in Echtzeit ermöglichen. Zwischen der Anfrage ans Netz und einer Antwort solle weniger als eine Millisekunde vergehen, sagte Arnoldner. Die Technologie gilt als Voraussetzung für autonomes Fahren und weitere Automatisierungen in der Industrie.

Sport

Erling Haaland hat sogar die eigenen Erwartungen übertroffen. Der Ex-Salzburger erzielte am Samstag bei seinem Debüt für Borussia Dortmund in Augsburg (5:3) einen Dreierpack. „Wenn ich ehrlich bin, habe ich nicht von drei Toren geträumt, sondern von zwei – und das war schön“, sagte der 19-Jährige, den die Dortmunder im Winter mit Hilfe einer 20-Millionen-Euro-Klausel aus Salzburg losgeeist hatten.

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Chronik

Mindestens fünf Menschen sind in Russland beim Bruch einer Heißwasserleitung in einer Herberge in Perm am Ural ums Leben gekommen. Drei weitere Personen wurden mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus behandelt, wie das zentrale russische Ermittlungskomitee in Moskau mitteilte. Durch den Rohrbruch sei der Keller der Herberge „Karamel“ in einem Industrieviertel von Perm völlig mit siedendem Wasser überflutet worden.

Mini Hotel Caramel in Perm
Reuters/Russian Emergencies Ministry

Schwere Verbrühungen

Das Unglück ereignete sich mitten in der Nacht, als die Gäste schliefen. Sie erlitten schwere Verbrühungen durch das kochend heiße Wasser. Die Verletzten wurden in einer auf Brandwunden spezialisierten Klinik der Industriestadt behandelt.

In Bewertungen im Internet zu dem Hotel beschwerten sich viele Gäste über fehlende Fenster. Nach Angaben der städtischen Behörden gab es zudem keinen Notausgang. Auf Bildern war zu sehen, wie Dampf aus dem Hoteleingang quoll. Die Überflutung war so stark, dass das heiße Wasser auch auf die Straße floss.

Haus aus den 60er Jahren

Der Gouverneur des Gebiets Perm, Maxim Reschetnikow, ordnete an, den Verletzten und Familien der Todesopfer jede Hilfe zu geben. Er kritisierte, dass die Sicherheitsvorkehrungen in der Herberge nicht eingehalten worden seien. Das Hotel befand sich in einem Wohnhaus aus den 1960er Jahren.

Das zentrale Ermittlungskomitee in Moskau kündigte an, besonders erfahrene Kriminalisten zu dem Ort zu schicken, um das Unglück aufzuklären. Es wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften eingeleitet. In Russland kommt es immer wieder zu schweren Unfällen mit Todesopfern, weil grundlegende Vorkehrungen nicht eingehalten werden.

Science

Bei der Zählung der Wintervögel hat sich in der Steiermark heuer ein Trend fortgesetzt: Deutlich weniger Vögel ließen sich an den Futterhäuschen blicken. Das milde Wetter trägt dazu bei.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Auch in Vorarlberg wurden heuer um ein Viertel weniger Vögel gezählt als im Vorjahr. Der Haussperling behauptete ein weiteres Mal Platz eins der Wintervogelzählung, gefolgt von Kohlmeise und Amsel.

Mehr dazu in vorarlberg.ORF.at

Religion

Gesundheit

Kultur

Die südkoreanische Tragikomödie „Parasite“ hat überraschend als erster fremdsprachiger Film in der Geschichte des Awards den Hauptpreis der US-Schauspielergewerkschaft Screen Actors Guild (SAG) gewonnen und gilt damit als heißer Anwärter auf den Oscar.

„Parasite“-Schauspieler Song Kang-ho, Cho Yeo-jeong, Regisseur Bong Joon-ho, Lee Jung-eun, Choi Woo-shik, und Lee Sun-kyun mit Trophäen in der Hand
APA/AFP/Jean-Baptiste Lacroix

Damit nehme sein Film auf dem Weg zu den Oscars „Fahrt auf“, freute sich Regisseur Bong Joon Ho auf der Preisverleihung gestern Abend in Los Angeles. Der Film setzte sich unter anderem gegen „Bombshell“, „The Irishman“ und „Once Upon a Time in Hollywood“ durch.

Der international erfolgreiche Film erzählt mit schwarzem Humor vom Spross einer armen südkoreanischen Familie, der einen Job als Nachhilfelehrer für die Tochter eines reichen Unternehmers ergattert. Nach und nach bringt er seine ganze Familie als Angestellte bei seinem neuen Arbeitgeber unter.

„Joker“ und „Judy“

Mit den Preisen als beste Hauptdarsteller zementierten Joaquin Phoenix („Joker“) und Renee Zellweger („Judy“) ihre Favoritenrolle für die Oscars Anfang Februar. Als beste Nebendarsteller wurden Laura Dern („Marriage Story“) und Brad Pitt („Once Upon a Time in Hollywood“) ausgezeichnet. Robert De Niro, Star des Oscar-Anwärters „The Irishman“, erhielt einen Preis für sein Lebenswerk.

Die SAG-Preise gelten als wichtiger Gradmesser für die Oscars, die am 9. Februar verliehen werden, denn die US-Schauspielergewerkschaft stellt zahlreiche Mitglieder der Oscar-Akademie.

Poplegende Madonna hat gestern erneut ein Konzert ihrer laufenden „Madame X“-Tour abgesagt. Fans in Portugal erhielten 45 Minuten vor dem geplanten Beginn der Show eine E-Mail, in der sie informiert wurden, dass die 61-Jährige nicht in der Lage sei aufzutreten. Auf Instagram entschuldigte sie sich wenig später. „Ich muss auf meinen Körper hören und mich ausruhen“, schrieb sie.

Nähere Angaben, warum sie nicht auftreten konnte, machte sie nicht. Bei einem Konzert im November sprach sie von einem Bänderriss und Schmerzen im Knie. Mehrmals postete sie Videos, in denen sie ihre „mehrfachen Verletzungen“ und die „überwältigenden Schmerzen“ mit Eiswasser behandelte.

Schon achtes abgesagtes Konzert

Es ist bereits das achte Konzert der im Herbst gestarteten Tour, das abgesagt wurde. Die Tour führt Madonna diesmal in kleinere Konzerthallen, dafür gibt es pro Stadt mehrere Termine. Nach den Shows in den USA stehen nun in den nächsten Wochen noch Konzerte in Europa an.

Für Lissabon, die ehemalige Wahlheimat der Sängerin, sind diese Woche noch drei Konzerte geplant. Ab nächster Woche soll sie gleich 15-mal in London auf der Bühne stehen, anschließende stehen bis Mitte März 14 Auftritte in Paris auf dem Programm.

Der deutsche „Rosenheim-Cop“-Darsteller Joseph Hannesschläger ist tot. Er erlag 57-jährig einer Krebserkrankung, wie die PR-Agentur Presse-Partner unter Berufung auf Hannesschlägers Ehefrau heute bestätigte. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Seit 2002 war er als Kommissar Korbinian Hofer in der ZDF-Kultserie „Die Rosenheim-Cops“ zu sehen. Erst im Herbst 2019 hatte er seine unheilbare Krankheit öffentlich gemacht und bekanntgegeben, dass er nicht mehr in der Erfolgsserie mitspielen kann.

Zuletzt hatte er nach Informationen der „Bild“-Zeitung im Jänner wegen seiner Krankheit auch eine Theaterrolle absagen müssen. Hannesschläger hinterlässt seine Ehefrau Bettina, die er 2018 geheiratet hatte. Er lebte bis zuletzt in seiner Geburtsstadt München.

Joseph Hannesschläger
picturedesk.com/dpa/Ursula Düren

Nach Angaben auf seiner Homepage hat Hannesschläger im Laufe seiner Karriere in mehr als 45 Theaterstücken und rund 40 Kino- und Fernsehproduktionen mitgespielt. Er trat auch als Kabarettist auf und hatte mit „Discotrain“ auch eine Band. Seine wichtigste Rolle aber war die des Kommissars Korbinian Hofer in den „Rosenheim-Cops“, in der er 17 Jahre lang zu sehen war.

Leute

Der britische Prinz Harry (35) hat sich mit Bedauern zu seinem Abschied von der Rolle als Mitglied der engeren Königsfamilie geäußert. „Als Meghan und ich heirateten, waren wir aufgeregt, hoffnungsvoll und wir wollten etwas Sinnvolles tun“, sagte Harry in einer Rede vor Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Hilfsorganisation Sentebale, die gestern auf dem Instagram-Konto des Paares gepostet wurde. Er fügte hinzu: „Deshalb macht es mich traurig, dass es so weit gekommen ist.“

Erst am Samstag hatte das Königshaus mitgeteilt, dass Harry und Meghan vom Frühjahr an auf ihre Titel „Königliche Hoheit“ verzichten und keine offiziellen Aufgaben für die Queen mehr übernehmen werden. Das Paar hatte zuvor bereits selbst angekündigt, sich teilweise zurückzuziehen.

„Gab keine andere Option“

Vorgestellt hatten sich die beiden das Ganze aber anders, wie Harry nun bestätigte. Sie hätten sich nicht leichtfertig dazu entschieden, von ihrer Rolle zurückzutreten, so Harry. „Es gab aber keine andere Option.“ Ihre Hoffnung sei gewesen, die bisherigen Aufgaben für die Queen, den Commonwealth und das Militär fortzuführen, aber dabei auf öffentliche Gelder zu verzichten. „Leider war das nicht möglich“, sagte der Prinz.

„Ich habe das akzeptiert mit dem Wissen, dass es nichts daran ändert, wer ich bin oder wie entschlossen ich bin.“ Er lasse alles hinter sich, was er gekannt habe, in der Hoffnung auf ein friedvolleres Leben. Vor seiner Großmutter, der Queen, habe er den allergrößten Respekt.

Panorama

Wegen ihres „seltsamen“ Blicks wollte sie lange niemand haben, doch nun hat Husky-Hündin Jubilee US-Medienberichten zufolge ein neues Zuhause gefunden. Die vier Jahre alte Hündin habe eine Verformung der Augenlider und erwecke dadurch den Anschein, als schaue sie ständig überrascht, berichtete der TV-Sender CNN heute (Ortszeit).

Weil er sie nicht habe verkaufen können, habe ein Züchter die Hündin 2018 in einem Heim im Bundesstaat New Jersey abgegeben. Seither suchte dieses vergeblich nach einem neuen Zuhause.

„Weiß nicht, warum ich nicht so aussehe wie sie“

Ein tausendfach geteilter Aufruf des Tierheims auf Facebook habe schließlich zum Erfolg geführt: „Huskys sind majestätisch aussehende Hunde, und ich weiß nicht, warum ich nicht so aussehe wie sie. Ich wünschte, ich wäre schön, damit jemand mich als seinen Hund möchte“, hieß es darin.

Das Tierheim betonte, Jubilee sei völlig gesund und munter. Es hätten sich schließlich zahlreiche Interessenten gemeldet, schrieb auch die „Washington Post“. Die Hündin sei nun bei einer Familie gelandet, die bereits zuvor Tiere aus dem Heim adoptiert habe.