Inland

Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird derzeit vom ÖVP-Korruptions-U-Ausschuss befragt. Kurz wurde zu allen vier Beweisthemen geladen, von der Beeinflussung von Vergabe- und Förderverfahren über die Einflussnahme auf Beteiligungen des Bundes und die Einflussnahme auf Ermittlungen bis hin zur Begünstigung bei der Personalauswahl.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt gegen den ehemaligen Regierungschef unter anderem wegen des Vorwurfs der Falschaussage im „Ibiza“-U-Ausschuss und auch im „Beinschab-Komplex“. In dieser Affäre steht der Verdacht im Raum, dass von der ÖVP geführte Ministerien mit öffentlichem Geld Studien beauftragten, die für die Partei oder für das Fortkommen von Kurz förderlich gewesen sein sollen.

Er freue sich, die Medienvertreter und Medienvertreterinnen wiederzusehen, sagte die Auskunftsperson beim Eintreffen vor dem Ausschuss. Er sei sich sicher, dass alle Vorwürfe aufgeklärt werden, es seien auch bereits viele Verfahren eingestellt.

Grüne und NEOS hoffen auf Fragezeit

Es gehe ums Aufräumen, dass aus Fehlern gelernt werde und dass das Vertrauen in die Politik und die Institutionen wieder hergestellt werde, sagte Grünen-Fraktionsführerin Nina Tomaselli vor der Befragung. Sie glaube nicht, dass es ausführliche Antworten geben werde, sie erwarte, dass sich Kurz immer wieder entschlage bzw. durch lange Antworten verzögere, so Tomaselli.

NEOS-Fraktionschefin Stephanie Krisper fragte sich wie Tomaselli im Vorfeld, ob sie auch Fragen stellen könnte, also ob genug Zeit für sie bleibe. Sie wolle wissen, wie es so weit kommen könne, dass es um Posten etwa für die „ÖVP-Familie“ ging unter Kurz, der selber einen „neuen Stil“ versprochen habe. NEOS frage sich etwa, was Kurz sich dabei gedacht hatte, als die OMV Österreich bis 2040 von Russland abhängig gemacht hat.

ÖVP sieht Ausschuss als „absolute Farce“

Kurz sei die wichtigste Auskunftsperson, so SPÖ-Fraktionschef Kai Jan Krainer, denn der Ausschuss beschäftige sich ja unter anderem mit dem Aufstieg Kurz’ etwa durch das „Projekt Ballhausplatz“. Er glaube „an das Gute im Menschen“, sagte er mit Blick auf die ÖVP, und dass die Befragung heute gut ablaufen könne.

ÖVP-Fraktionsführer Andreas Hanger erklärte den Ausschuss zur „absoluten Farce“, es gebe ein heilloses Durcheinander bei den Beweisthemen und den Auskunftspersonen, für Außenstehende sei es nicht nachvollziehbar, was im Ausschuss geschehe. Er sieht den Fehler auch beim Verfahrensrichter bzw. der Verfahrensrichterin: Die ÖVP werde „ausschließlich“ Fragen zulassen, die vom Untersuchungsgegenstand auch gedeckt seien. Auf Nachfrage führte Hanger aus, dass man das über Geschäftsordnungsdebatten mache. Er verwies zudem darauf, dass zwei Verfahren gegen Kurz laufen.

Kurz sei „die zentrale Schlüsselfigur“, es gebe weiterhin mehr Fragen als Antworten, sagte FPÖ-Abgeordneter Wolfgang Zanger. Unter den Auswirkungen seiner Kanzlerschaft leide die Republik noch heute. Die FPÖ wolle bis zu Kurz‘ Zeit als Außenminister Fragen stellen, etwa über die Personalpolitik, und eine mögliche Involvierung des Vorarlberger Wirtschaftsbundes beim „Projekt Ballhausplatz“ hinterfragen.

Melchior und Hörl auch geladen

Nach Kurz kommt am Mittwoch der ehemalige ÖVP-Generalsekretär Alexander Melchior ebenfalls zu einem neuerlichen Auftritt im parlamentarischen Gremium. Bereits im „Ibiza“-U-Ausschuss wurde Melchior über Spenden an die ÖVP und das „Projekt Ballhausplatz“ befragt, also zu jenem internen Wahlkampfstrategiepapier, das das Ziel hatte, Kurz 2017 ins Kanzleramt zu hieven. Sollte es sich zeitlich noch ausgehen, wird mit Franz Hörl ein Tiroler Nationalratsabgeordneter im U-Ausschuss befragt.

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Österreich kontrolliert ab Mitternacht die Grenzübergänge zur Slowakei. Das teilte ein Sprecher von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) heute Früh mit. Tschechien beginnt heute aufgrund des vermehrten Schlepperaufkommens seinerseits Kontrollen zur Slowakei.

Innenminister Karner kündigte daraufhin dem Ö1-„Journal um acht“ an, dass Österreich diesem Schritt folge. Der Minister begründete den Schritt damit, dass so auf mögliche Ausweichrouten der Schlepper reagiert werden soll: „Wir müssen reagieren, bevor die Schlepper reagieren.“

Er verwies gegenüber Ö1 auch auf die bereits seit Jahren bestehenden Grenzkontrollen zu Ungarn und Slowenien. In erster Linie würden dabei Schlepperfahrzeuge – „das sind meist weiße Kastenwägen“ – überprüft. Wie das Ministerium der APA mitteilte, hatte Karner seinen slowakischen Amtskollegen Roman Mikulec am Dienstag telefonisch über die geplante Maßnahme informiert.

Nach der Tirol-Wahl setzt die ÖVP heute ihre „Erstgespräche“ fort. Dabei soll es laut ÖVP-Landesparteiobmann Anton Mattle um eine künftige parlamentarische Zusammenarbeit gehen. NEOS-Klubchef Dominik Oberhofer wollte bei diesem ersten Treffen ausloten, was umzusetzen sei, und die Positionen abstecken.

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Im ZIB2-Interview zur Hofburg-Wahl hat Dominik Wlazny (Bierpartei) gestern seine Unabhängigkeit betont, das unterscheide ihn auch von Amtsinhaber Alexander Van der Bellen. Er sei einer, der „relativ unverbraucht“ seine politische Tätigkeit (im Wiener Gemeinderat) ausführe, so Wlazny, der auf „Erfahrungswerte aus dem nicht politischen Raum“ verwies. Auch habe er als Bezirksrat und Parteigründer politische Erfahrung. Alle diese verschiedenen Tätigkeiten „kumuliert“ ergäben seine Eignung für das Amt.

Eignungstest für Minister

Beim Aufkommen des „Ibiza“-Skandals hätte er wohl ähnlich gehandelt wie Van der Bellen, so Wlazny, der auf Nachfrage angab, den Amtsinhaber bei den vergangenen Wahlen gewählt zu haben. Van der Bellen sei Kandidat einer Regierungspartei. Auf Nachfrage, wonach ja er auch einer Partei angehöre, sagte Wlazny, dass man „nicht Erbsen mit Melonen vergleichen“ könne. Darüber hinaus gab Wlazny an, dass das Ministeramt einen Eignungstest bedinge. Auf die Frage, wer von den aktuellen Ministern einen Eignungstest nicht bestehen würde, ließ er sich zunächst nicht ein.

Wlazny (Bierpartei) über seine Kandidatur

Um dann doch einen Namen zu nennen: So wäre ein Eignungstest beim derzeitigen Innenminister Gerhard Karner (ÖVP, „wenn er der Schirmherr des Dollfuß-Museums ist“), wohl zum Ergebnis gekommen, dass eine andere Person wohl besser geeignet sei. Generell stoße ihm sauer auf, dass sich Bundesländer Ministerinnen und Minister wünschen würden. Kompetenz sei wichtig, wenn man sich das vorher genau anschaue, dann erspare man sich die ein oder andere Angelobung.

„Natürlich habe ich einmal einen Joint geraucht“

Angesprochen auf ein altes Posting mit dem Slogan „Gras zum Bier – Gönn es Dir“ sagte Wlazny, dass er diesen Slogan in seiner Rolle als Kunstfigur Marco Pogo wohl noch einmal posten würde. Als Präsidentschaftskandidat würde er es wohl nicht noch einmal machen, so Wlazny.

Gefragt, ob er einmal einen Joint geraucht habe, sagte er: „Natürlich habe ich einmal einen Joint geraucht“ bzw. auf Nachfrage: „Oder vielleicht auch zweimal.“ Es gebe Themen, die viel zu wenig diskutiert werden, weswegen sein Motto „Red ma drüber“ sei. Als „Probelauf“ für seine Partei für ein Antreten bei der Nationalratswahl sei seine Kandidatur nicht zu verstehen. Dass viele Themen, die er anspreche, nicht in die Kompetenz des Bundespräsidenten fallen, dementierte er nicht. Trotzdem könne man darüber reden, so Wlazny sinngemäß.

Hoffen auf Stichwahl

Bei der Abschiebung der damals zwölfjährigen Tina habe Van der Bellen keine klaren Worte gefunden. Konfrontiert mit dem damaligen Statement Van der Bellens brachte Walzny vor, das Statement „nicht im Kopf gehabt“ zu haben. Generell würde er auch als Präsident demonstrieren, auch könne er sich vorstellen, einmal bei einem Klimastreik dabei zu sein – eine Straße wolle er dabei allerdings nicht blockieren, wie er auf Nachfrage angab.

Dass mit seinem Antreten etwa Van der Bellen Stimmen weggenommen würden und es damit vielleicht zu einer Stichwahl zwischen dem Amtsinhaber und FPÖ-Kandidaten Walter Rosenkranz komme, ließ er nicht gelten („eine Mär“). „Die Stimmen gehören den Leuten“, so Wlazny, der hofft, in die Stichwahl zu kommen.

Ukraine-Krieg

Die Europäische Union erkennt den Ausgang der von Russland organisierten Scheinreferenden über die Annexion ukrainischer Gebiete nicht an. „Die EU verurteilt die Abhaltung illegaler ‚Referenden‘ und deren gefälschte Ergebnisse“, schrieb der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell heute auf Twitter.

„Das ist eine weitere Verletzung der Souveränität und der territorialen Integrität der Ukraine, die mit systematischen Menschenrechtsverletzungen einhergeht.“ Borrell lobte den Mut der Ukrainer, die sich weiterhin der russischen Invasion widersetzten.

Auch EU-Ratspräsident Charles Michel verurteilte die Scheinreferenden und deren Ausgang. „Gefälschte Referenden. Gefälschte Ergebnisse. Wir erkennen weder das eine noch das andere an“, schrieb er auf Twitter.

Protest auch aus Österreich

„Aufs Schärfste“ verurteilt auch Österreich die Abhaltung der Scheinreferenden. „Sie sind ein weiterer, schwerwiegender Angriff auf die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine“, schrieb das Außenministerium heute in einer Stellungnahme. Österreich erkenne daher selbstverständlich weder die völkerrechtswidrigen Scheinreferenden noch eine Annexion ukrainischer Gebiete an.

Gestern hatten die von Moskau eingesetzten Besatzungsverwaltungen in den Gebieten Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson nach den als Völkerrechtsbruch kritisierten Urnengängen von großer Zustimmung für einen Beitritt zu Russland gesprochen.

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Die Ukraine hat nach Einschätzung britischer Geheimdienste ihre Gegenangriffe gegen die russische Invasion im Nordosten des Landes verstärkt. Die Einheiten machten langsame Fortschritte auf mindestens zwei Achsen östlich der Linie der Flüsse Oskil und Siwerskyj Donez, hieß es heute.

Allerdings verteidige sich Russland auch stärker als vorher. Auch die Region Cherson im Süden sei weiter schwer umkämpft, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in London.

Russland versuche außerdem, im ostukrainischen Donbas nahe der Stadt Bachmut weiter vorzudringen, während die russischen Truppen im Norden und Süden großem Druck ausgesetzt seien. Das sei mutmaßlich auf politischen Druck zurückzuführen, da die dort eingesetzten Kräfte ansonsten andere Flanken verstärken könnten.

Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau kündigt neue Sanktionen gegen Russland an. Zur Begründung verweist er auf die „Referenden“, bei denen sich die Bewohner in mehreren besetzten ukrainischen Gebieten für einen Beitritt zur Russischen Föderation ausgesprochen haben sollen.

„Kanada erkennt die Ergebnisse dieser Scheinreferenden oder Russlands Versuch einer illegalen Annexion ukrainischer Gebiete nicht an und wird das auch niemals tun“, sagte Trudeau. „Wir beabsichtigen, neue Sanktionen gegen Personen und Einrichtungen zu verhängen, die Komplizen sind bei diesem jüngsten Versuch, die Prinzipien der staatlichen Souveränität zu untergraben, und die mitverantwortlich sind für das anhaltende sinnlose Blutvergießen in der gesamten Ukraine.“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat vor einer Zerstörung der internationalen Diplomatie durch Russland gewarnt. Die Vertreter Moskaus hätten im UNO-Sicherheitsrat keine Waffen benutzt, sagte Selenskyj gestern in einer Videoansprache vor dem mächtigsten UNO-Gremium.

„Aber sicherlich wird es niemanden überraschen, wenn diese Rolle des UNO-Sicherheitsrates zur Zone der Gewalt seitens der Vertreter Russlands wird.“ Es sei nur eine Frage der Zeit, bis Moskau die letzte noch funktionierende internationale Institution zerstöre, warnte er.

Ausland

Der Wahlsieg der Rechtspopulistin Giorgia Meloni hat Turbulenzen in der italienischen Politik ausgelöst. Sowohl im siegreichen Mitte-Rechts-Lager als auch unter den Mitte-Links-Kräften analysieren die Parteien die Ergebnisse und ziehen Konsequenzen.

Am ärgsten ist der Chef der mit Meloni verbündeten Lega, Matteo Salvini, unter Druck geraten, dessen Partei gegenüber den Parlamentswahlen 2018 fast die Hälfte der Stimmen verloren hat und auf neun Prozent geschrumpft ist.

Rufe nach Salvinis Rücktritt

3,2 Millionen Stimmen büßte Salvini gegenüber 2018 ein. Die meisten davon wanderten zu Melonis Postfaschisten Fratelli d’Italia (FdI), die mit 26 Prozent der Stimmen als klare Wahlsiegerin aus den vorgezogenen Parlamentswahlen hervorgegangen ist. Im Bündnis mit der Lega und der rechtskonservativen Partei Forza Italia um den viermaligen Premier Silvio Berlusconi sicherte sich Meloni die absolute Stimmenmehrheit in beiden Parlamentskammern.

Nach dem enttäuschenden Lega-Wahlergebnis muss Parteichef Salvini um seinen Posten bangen. Die Zahl der Lega-Schwergewichte, die Salvinis Rücktritt fordern, nimmt zu. „Jetzt muss man über einen Parteitag sprechen, das ist notwendig. Ich wüsste, wen man als neuen Parteichef wählen könnte, nenne aber noch keine Namen“, sagte die langjährige Nummer zwei der Lega, Ex-Innenminister Roberto Maroni.

Sozialdemokraten-Chef Letta vor Abschied

Auch im Mitte-Links-Lager herrscht Katerstimmung. Die Sozialdemokraten (PD – Partito Democratico) wurden zwar zur zweitstärksten Partei, mit 19 Prozent der Stimmen müssen sie aber die Oppositionsbank drücken. PD-Chef Enrico Letta wird insbesondere vorgehalten, dass ihm nicht gelungen ist, eine breite Mitte-Links-Koalition gegen Meloni auf die Beine zu stellen. Der Mann, der Italien zwischen 2013 und 2014 als Premier regiert hatte, wird die Sozialdemokraten nur noch bis zum im März geplanten Parteikongress führen.

Um ihre Zukunft muss auch die vor drei Monaten gegründete Zentrumspartei Impegno Civico (Bürgerpflicht) um Außenminister Luigi Di Maio bangen. Seit 2018 war Di Maio ein Protagonist in Italiens politischer Szene in den Reihen der linkspopulistischen Fünf Sterne-Bewegung gewesen; er scheiterte in seinem Wahlkreis in Neapel.

Ungewiss ist auch die Zukunft der proeuropäischen Partei „Piu Europa“ (Mehr Europa). Ihre Parteichefin, die frühere Ministerin und Ex-EU-Kommissarin Emma Bonino, verfehlte den Wiedereinzug in den Senat. Sie fordert jetzt eine Neuauszählung der Stimmen.

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat den Iran bei einem Treffen mit Präsident Ebrahim Raisi aufgefordert, auf „unverhältnismäßige Gewalt“ gegen Demonstranten zu verzichten.

Bei einem Treffen mit Raisi am Rande der UNO-Generaldebatte in der vergangenen Woche habe Guterres zudem gefordert, Menschenrechte wie das Recht auf Meinungsfreiheit und das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit zu achten, sagte gestern sein Sprecher Stephane Dujarric.

„Wir sind zunehmend besorgt über Berichte über einen Anstieg der Todesfälle im Zusammenhang mit den Protesten, darunter Frauen und Kinder“, fügte der Sprecher hinzu. Guterres rufe die iranischen Sicherheitskräfte auf, „keine unnötige oder unverhältnismäßige Gewalt anzuwenden“, und appelliere „an alle, äußerste Zurückhaltung zu üben, um eine weitere Eskalation zu vermeiden“.

Zwölfte Nacht in Folge Proteste

Guterres forderte den Angaben zufolge auch eine „rasche, unabhängige und effektive Untersuchung“ des Todes der 22-jährigen Mahsa Amini, deren Tod die Proteste im Iran ausgelöst hatte.

Amini war am 13. September wegen des Vorwurfs festgenommen worden, das islamische Kopftuch nicht den strikten Vorschriften entsprechend getragen zu haben. Die junge Frau brach nach ihrer Festnahme unter ungeklärten Umständen auf der Polizeiwache zusammen und wurde drei Tage später im Krankenhaus für tot erklärt.

Seitdem gibt es im Iran jeden Abend Proteste, gegen die die Sicherheitskräfte gewaltsam vorgehen. Nach Angaben von Aktivisten wurden bei den seit zwölf Tagen anhaltenden Protesten schon mindestens 76 Menschen getötet. Das harte Durchgreifen Teherans gegen die Proteste wird international scharf kritisiert.

Die US-Armee hat bei ihren Auslandseinsätzen im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben zwölf Zivilisten getötet – alle in Afghanistan. Das US-Verteidigungsministerium schätzt laut einem gestern vorgelegten Bericht, „dass infolge von US-Militäreinsätzen im Jahr 2021 etwa zwölf Zivilisten getötet und etwa fünf Zivilisten verletzt wurden“. Alle zwölf Todesfälle ereigneten sich laut den Angaben in Afghanistan.

Das Pentagon muss seit 2018 jährlich einen Bericht zu getöteten Zivilisten bei US-Einsätzen im Ausland erstellen. Teile davon bleiben geheim, ein Teil des Dokuments wird jedoch veröffentlicht.

Die US-Regierung hatte bereits vor der Veröffentlichung die Verantwortung für einen Drohnenangriff auf ein Auto in Kabul während des chaotischen Truppenabzugs aus Afghanistan im August 2021 übernommen, bei dem zehn Menschen getötet worden waren, unter ihnen sieben Kinder. Dem Bericht zufolge wurden bei US-Angriffen in Herat und Kandahar im Jänner und August 2021 zwei weitere Zivilisten getötet.

Nichtregierungsorganisationen geben die Zahl der getöteten Zivilisten bei US-Militäreinsätzen in der Regel deutlich höher an. Die Organisation Airwars, die Opfer von US-Luftangriffen zählt, geht laut ihrem im Mai vorgelegten Jahresbericht davon aus, dass im vergangenen Jahr allein bei US-Einsätzen in Syrien zwischen 15 und 27 Zivilisten getötet wurden.

Elf Soldaten sind bei einem Anschlag auf einen Versorgungskonvoi in Burkina Faso in Westafrika getötet worden. 28 Menschen wurden bei dem Angriff verletzt, darunter 20 Soldaten, wie die Regierung in Ouagadougou gestern Abend mitteilte. Rund 50 Zivilisten wurden den Angaben zufolge noch vermisst.

Der Konvoi war am Montagabend auf dem Weg in die Stadt Djibo im Norden Burkina Fasos. Bisher hat keine terroristische Vereinigung den Anschlag nahe dem Dorf Gaskinde für sich reklamiert.

Der Sahel-Staat mit rund 21 Millionen Einwohnern befindet sich seit 2019 in einer schweren humanitären und politischen Krise. Bewaffnete Gruppen, von denen einige der Terrorgruppe Islamischer Staat oder dem Terrornetzwerk al-Kaida angehören, sind dort sowie in den Nachbarstaaten Mali und Niger aktiv.

Auch langwierige Dürren und Hungersnöte machen dem trotz reicher Goldvorkommen verarmten Land, zu schaffen. Seit einem Putsch im Jänner regiert in Burkina Faso das Militär.

Wirtschaft

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Wirtschaftspläne der neuen britischen Regierung ungewöhnlich deutlich kritisiert. Angesichts der hohen Inflation in Großbritannien und vielen anderen Ländern seien „große und ungezielte Finanzpakete“ im Augenblick nicht zu empfehlen, da es wichtig sei, dass die Steuerpolitik nicht gegenläufig zur Geldpolitik wirke, teilte ein Sprecher des IWF gestern mit. „Die Art und Weise der britischen Maßnahmen wird außerdem sehr wahrscheinlich die Ungleichheit vergrößern.“

Der neue britische Finanzminister Kwasi Kwarteng hatte Ende der vergangenen Woche erhebliche Steuersenkungen angekündigt, die vor allem den Reichsten in der Gesellschaft zugutekommen sollen. Die neue Regierung von Premierministerin Liz Truss will dadurch das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Nach der Ankündigung der über Schulden finanzierten Pläne war der Pfund-Kurs in den Keller gerauscht.

Warten auf Entscheidung der Notenbank

Mit Spannung wird erwartet, wie die britische Notenbank reagieren wird, die erst vor wenigen Tagen eine neuerliche Zinserhöhung verkündet hat. Sie teilte Anfang der Woche mit, „nicht zögern“ zu wollen und wenn nötig weitere Schritte zu ergreifen.

Die Regierung kündigte einen weiteren Haushaltsplan für Mitte November an. Auch darauf nahm der IWF in seinem Statement Bezug: Das Datum biete eine frühe Möglichkeit, um das Unterstützungspaket gezielter zu gestalten und die Steuerpläne anzupassen – besonders jene für die Topverdiener.

Der Euro steht auf den Finanzmärkten weiter unter hohem Druck. Heute fiel die Gemeinschaftswährung mit 0,9544 US-Dollar erneut auf einen 20-jährigen Tiefstand. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gestern Nachmittag noch etwas höher auf 0,9644 Dollar festgelegt.

Nach wie vor setzt der starke Dollar vielen anderen Währungen erheblich zu. Die US-Währung erhält Auftrieb von der allgemein unsicheren Lage, da sie als weltweite Reservewährung gilt.

Hinzu kommt der straffe geldpolitische Kurs der US-Notenbank Fed, die sich mit kräftigen Zinsanhebungen gegen die hohe Inflation stemmt. Der Euro wird seinerseits durch die Energiekrise in Europa und die schwachen Konjunkturaussichten belastet.

Apple hat einem Agenturbericht zufolge seine Pläne verworfen, die Produktion seines neuen Smartphones iPhone 14 in der zweiten Jahreshälfte um bis zu sechs Millionen Einheiten zu steigern. Der erwartete Nachfrageschub sei ausgeblieben, berichtete Bloomberg heute unter Berufung auf Insider.

Die Lieferanten seien informiert worden, dass es nicht notwendig sei, sich auf Produktionssteigerungen einzustellen. Stattdessen werde Apple wie im Vorjahr 90 Millionen Mobiltelefone in der zweiten Jahreshälfte fertigen.

Das iPhone gilt als mit Abstand wichtigstes Produkt des Konzerns und macht einen Großteil des Geschäfts aus. In diesem Jahr stellte das Unternehmen vier Modelle aus der Reihe vor: das iPhone 14, das etwas größere iPhone 14 Plus sowie die beiden Premiummodelle iPhone 14 Pro und iPhone 14 Max. Das kompaktere Minimodell, das Apple noch bei seinen Produktlinien 12 und 13 angeboten hatte, war infolge fehlender Nachfrage eingestellt worden.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die Wien Energie abgemahnt. Er hält die automatische Tarifumstellung für Gas und Strom für rechtlich unzulässig. Die Wien Energie hat bis Mitte Oktober Zeit, um zu antworten.

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Kärntens Tourismusbetriebe sind mit dem Sommer zufrieden. Von Mai bis August wurde ein Nächtigungsplus von mehr als zehn Prozent verzeichnet, bei den Ankünften waren es 1,2 Millionen. Allerdings blieben die Gäste kürzer, vor allem Campingplätze waren weiterhin stark gefragt. So können die Nächtigungen mit Ankünften nicht schritthalten.

Mehr dazu in kaernten.ORF.at

Die österreichische Wirtschaft kämpft derzeit nicht nur mit den Folgen der Energiekrise, auch der Fach- und Arbeitskräftemangel stellt die Unternehmen vor Herausforderungen.

Eine Lösung sieht der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, im Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten. „Das wäre ein gutes Investment, auch volkswirtschaftlich gesehen“, sagte Knill im Gespräch mit der APA. Denn vor allem für Frauen gebe es auf dem Arbeitsmarkt noch großes Potenzial.

Diesen sei es häufig nicht oder nur begrenzt möglich, einer Arbeit nachzugehen, so Knill, der bei den Betreuungsmöglichkeiten in Österreich ein „Riesenmanko“ vor allem abseits der Städte ortet. „Das funktioniert in anderen Ländern viel besser.“

IV: Mehr Menschen in Vollzeit bringen

Um der Knappheit zu begegnen, müsse man außerdem versuchen, mehr Personen von Teilzeit in Vollzeit zu bringen, ein Thema, das nicht nur Frauen betreffe. Diesbezüglich gelte es Anreize zu schaffen, vor allem für „Jüngere und Ältere“.

Geht es nach Knill, sollte auch die Lehre, die gesellschaftlich immer noch weitgehend negativ besetzt sei, attraktiver werden. „Die Lebenseinkommenskurven von Lehrlingen stehen jenen von Akademikern um nichts nach“, sagte der IV-Präsident.

Eine Reduktion der Arbeitsstunden, wie diese von mancher Seite gefordert werde, lehnt Knill ab. So würde bereits eine Verringerung der Normalarbeitszeit von 38,5 auf 35 Wochenstunden die Personalkosten um 18 Prozent erhöhen. Außerdem führe die Energiekrise dazu, dass Österreich schon aktuell
stark an Wettbewerbsfähigkeit einbüße. Passe man die Arbeitszeit in diese Richtung an, „dann ist die Industrie rasch nicht mehr in Europa und in Österreich“.

Coronavirus

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 624,8 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Laut AGES wurden 10.449 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. 20.723 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus. 1.291 infizierte Personen werden derzeit in einem Spital behandelt, davon 75 auf Intensivstationen. Eine Unterscheidung in Haupt- und Nebendiagnose ist mit dieser Datenquelle bundesweit nicht möglich.

Im Berichtsschema der AGES werden die Daten nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Sport

Spanien hat sich im buchstäblich letzten Moment das vierte Ticket für das Final Four der UEFA Nations League im nächsten Jahr gesichert. Der ehemalige Welt- und Europameister gewann gestern dank eines Last-Minute-Treffers das entscheidende iberische Duell in Gruppe A2 in Portugal mit 1:0 und verdrängte Cristiano Ronaldo und Co. damit noch von der Spitze. Ein großer Verlierer des Abends war Schweden, das nach einem 1:1 in Slowenien in die C-Gruppe absteigen muss.

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Das neu formierte U21-Nationalteam Österreichs hat auch sein zweites Testspiel erfolgreich absolviert. Eine Woche nach dem 5:1-Erfolg gegen Montenegro gelang der Mannschaft von Teamchef Werner Gregoritsch gestern auf der Hohen Warte in Wien ein 2:0-Sieg gegen Wales. Die Tore erzielten Bernhard Zimmermann (8.) und Benjamin Kanuric (72.). Mit dem Testspiel wurde der erste Lehrgang mit dem Jahrgang 2002 abgeschlossen.

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Seit gestern stehen die Kandidaten für die Wahl zu Österreichs Sportlern des Jahres fest. Sowohl bei den Frauen mit Snowboard-Ass Anna Gasser als auch bei den Männern mit Real-Star David Alaba greifen zwei Athleten nach der dritten Auszeichnung und somit nach dem Triple. Die Siegerinnen und Sieger des begehrten Niki werden aber erst am 5. Oktober (20.15 Uhr, live in ORF1) bei der Lotterien-Sporthilfe-Gala in der Wiener Stadthalle geehrt.

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Chronik

In Salzburg ist in der Nacht auf heute erneut eine Tankstelle überfallen worden, dieses Mal in der Stadt Salzburg nahe dem Hauptbahnhof. Der unbekannte Täter bedrohte – ähnlich wie am Montag bei Hallwang – eine Angestellte mit einer Schusswaffe.

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Ein ehemaliger Lehrer ist gestern am Landesgericht Feldkirch in Vorarlberg wegen sexuellen Missbrauchs von Unmündigen zu einer teilbedingten Haftstrafe von 18 Monaten, sechs davon unbedingt, verurteilt worden. Der 30-Jährige soll einen Buben mehrfach sexuell bedrängt haben.

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Der Taifun „Noru“ hat die Küstengebiete von Vietnam erreicht. Der Tropensturm fegte seit der Nacht auf heute (Ortszeit) mit starken Winden und heftigem Regen über die Zentralregionen des südostasiatischen Landes. In mehreren Provinzen fiel der Strom aus. Bäume knickten um, Dächer wurden abgedeckt und Tausende Häuser beschädigt. Den Behörden zufolge wurden aber zunächst keine Todesopfer gemeldet.

Etwas abgeschwächt

Das Wetteramt rechnete weiter mit schweren Niederschlägen und warnte vor Sturzfluten und Erdrutschen. Jedoch wütete „Noru“ weniger stark als befürchtet: Die Windgeschwindigkeit habe bis zu 133 Stundenkilometer betragen, als der Sturm auf die Küste traf, teilte die nationale Meteorologiebehörde mit. Danach habe sich der Taifun auf Spitzengeschwindigkeiten von 117 Stundenkilometern abgeschwächt.

Die Behörden hatten gestern vorsorglich Hunderttausende Menschen in Sicherheit gebracht und zehn Flughäfen geschlossen. Zudem wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Schäden nach dem Taifun Noru in Danang (Vietnam)
APA/AFP/Nhac Nguyen

Besonders betroffen waren die Großstadt Da Nang sowie die Küstenprovinzen Thua Thien-Hue, Quang Nam and Quang Ngai. Im bei Touristen und Touristinnen beliebten Ort Hoi An, dessen malerische Altstadt seit 1999 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, standen viele Straßen unter Wasser, wie die Zeitung „VnExpress“ berichtete.

Tote auf Philippinen und in Kambodscha

Der Sturm war in westlicher Richtung unterwegs. Es wurde erwartet, dass er zu einem tropischen Tiefdruckgebiet herabgestuft wird, bevor er Thailand erreicht. „Noru“ war zuvor über die Philippinen gezogen und dort zeitweise als „Supertaifun“ eingestuft worden. Die Böen erreichten in dem Inselstaat Spitzengeschwindigkeiten von 240 Kilometern pro Stunde. Mindestens acht Menschen starben.

Auch in Kambodscha hat „Noru“ zu Überschwemmungen geführt. Mindestens 16 Menschen seien in den Fluten ertrunken, berichtete die Zeitung „Phnom Penh Post“ unter Berufung auf den Katastrophenschutz. Besonders der Mekong sei durch den anhaltenden Regen stark angeschwollen, hieß es. Tausende Häuser und Straßen speziell im Grenzgebiet zu Thailand sind schwer beschädigt.

Science

Viele Tiere „denken“ und handeln zukunftsorientiert: Sie beobachten die Menschen und nutzen deren Verhalten zu ihrem Vorteil, wie eine Expertin weiß. So orientieren sich einige Vögel etwa bei der Nahrungssuche an Öffnungszeiten von Skihütten und Pausenzeiten in Schulen.

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Umwelt & Klima

Mehr als sechs Prozent des Eisvolumens der Gletscher in der Schweiz sind dieses Jahr verloren gegangen. Die Gründe dafür sind einerseits wenig Schnee im Winter und andererseits anhaltende Hitzewellen im Sommer. Das Abschmelzen übertrifft die bisherigen Rekorde aus dem Hitzesommer 2003 deutlich, wie es im Bericht der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) heißt, der heute veröffentlicht wurde.

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Kultur

Britney Spears und Elton John haben das offizielle Musikvideo zu ihrem gemeinsamen Song „Hold Me Closer“ veröffentlicht. In dem Clip, der gestern Abend auf YouTube erschien, treten die beiden Stars allerdings nicht selbst auf – stattdessen sind die Performances mehrerer tanzender Paare zu sehen.

Die ukrainische Musikvideoregisseurin Tanu Muino drehte in Mexiko-Stadt, wie es in einer Mitteilung zu dem Video hieß.

Ziel war es, eine Intimität einzufangen, „die der Welt durch die Wirren und das Chaos der letzten Zeit so sehr fehlt“. „Ich wusste, dass das Publikum und die Fans eine Menge emotionaler Erwartungen in dieses Video setzen würden. Mit dieser Verantwortung musste ich etwas anderes und Unerwartetes machen“, sagte Muino.

Mit dem Tanz im Video habe sie John und Spears stolz machen wollen. Das gemeinsame Lied der beiden Musiker war bereits im August veröffentlicht worden. Es ist ein Remake von Johns Hit „Tiny Dancer“ aus dem Jahr 1971.

Die Arbeit an dem Video sei für sie emotional gewesen, da sie mit Spears’ Musik aufgewachsen sei, teilte Muino weiter mit. „Nachdem ich ‚Slave For You‘ gesehen hatte, beschloss ich, dass ich Videoregisseurin werden wollte.“ Die 32-jährige Regisseurin arbeitete zuvor bereits mit Harry Styles und dem Rapper Lil Nas X zusammen.

Mit einem Video haben die Hollywood-Stars Ryan Reynolds und Hugh Jackman einen Auftritt von Wolverine in „Deadpool 3“ verkündet. Das Video endet mit dem runden Deadpool-Logo, das von Wolverines messerscharfen Metallklaue zerkratzt wird, mit einem Hinweis auf den Kinostart am 6. September 2024.

Zuletzt hatte Jackman in „Logan“ (2017) seine Krallen gezeigt. Nach etlichen Comicverfilmungen sollte das eigentlich der finale Wolverine-Auftritt des Australiers sein.

Als der Marvel-Antiheld im schwarz-roten Kostüm hatte Reynolds schon mit „Deadpool“ (2016) und „Deadpool 2“ (2018) großen Erfolg. Erstmals verkörperte der Kanadier die Rolle 2009 in „X-Men Origins: Wolverine“, ein Prequel zu der X-Men-Trilogie, mit Jackman als Wolverine.

Ein von David Bowie handgeschriebener Liedtext seines Hits „Starman“ ist für mehr als 200.000 Pfund (über 220.000 Euro) versteigert worden. Wie das Londoner Auktionshaus Omega Auctions mitteilte, erzielte das Manuskript des 2016 verstorbenen Musikers bei der Versteigerung gestern damit das Fünffache seines Schätzwerts.

Handgeschriebener Liedtext des David-Bowie-Songs „Starman“
AP/Mary Altaffer

Ersteigert wurde der Liedtext den Angaben zufolge im Auftrag eines Privatsammlers. Das Interesse an dem „historischen Erinnerungsstück“ sei riesig gewesen, sagte Paul Fairweather von Omega Auctions. „Wir freuen uns sehr über den unglaublichen Preis und sind uns sicher, dass der Liedtext von dem Meistbietenden zu Recht geschätzt und gewürdigt wird.“

Bowie hatte „Starman“ 1972 als Single veröffentlicht und in sein Konzeptalbum „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ aufgenommen. Der Text auf einer DIN-A4-Seite enthält handschriftliche Änderungen und Bearbeitungen des Musikers einschließlich korrigierter Rechtschreibfehler und Ergänzungen. Vor der Auktion war der „Starman“-Text in einem Londoner Museum ausgestellt.

Nach knapp vierjähriger Renovierung ist das Josephinum, das medizinhistorische Museum der Medizinischen Universität Wien, ab morgen wieder für das Publikum zugänglich. Die Sanierung kostete rund elf Millionen Euro.

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