Inland

Nach der Befragung von Ex-Innenminister Wolfgang Peschorn und dem Leiter der Innenrevision war am ersten Tag des U-Ausschusses zum Thema „Rot-Blauer Machtmissbrauch“ der frühere Generalsekretär unter FPÖ-Innenminister Herbert Kickl, Peter Goldgruber, an der Reihe. Er entschlug sich gleich zu Beginn der Aussage – und verwies dabei unter anderem darauf, dass seiner Ansicht nach der U-Ausschuss nicht verfassungskonform sei.

Auch bei Goldgruber sollte es vor allem um überdurchschnittlich hohe Gehälter im Kabinett, Beraterverträge und die Schaltung von Inseraten – unter anderem in der FPÖ nahestehenden Medien.

Grundlage für die Befragung ist ein von ihm beauftragter Revisionsbericht, der die Ausgaben und Gehälter in den verschiedenen Kabinetten im Innenministerium unter Kickl und seinen Amtsvorgängern, Wolfgang Sobotka und Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP), verglich.

Peschorn hatte unter anderem erklärt, warum er das Prestigeprojekt von Kickl, die berittene Polizei, abstellte. Bei der Befragung des Leiters der Innenrevision kam zutage, dass die in der Bundesverwaltung grundsätzlich verpflichtende elektronische Dienstzeiterfassung in Ministerkabinetten bis heute nicht umgesetzt ist. Argumentiert werde das mit dem Sicherheitsargument, dass sensible Informationen etwa via Dienstreiseinformationen nicht dafür vorgesehenen Personenkreisen zugänglich werden könnten.

Seit rund zwei Jahren liegen nun schon umfangreiche Datensätze aus dem Bundeskanzleramt bei Gericht, sie dürfen aber nicht ausgewertet werden. Konkret geht es dabei unter anderem um E-Mail-Postfächer von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des früheren Bundeskanzlers Sebastian Kurz (ÖVP), die in der Öffentlichkeitsarbeit zu tun hatten. Die Daten aus ihren Postfächern sollten in der Inseratencausa Licht ins Dunkel bringen. Sollten – denn bisher sind die Daten versiegelt, das Bundeskanzleramt hatte dagegen nämlich durch die Finanzprokuratur Einsprüche eingelegt. Hieß es zunächst, der Datenschutz stünde einer Entsiegelung entgegen, waren es später mögliche Staatsgeheimnisse, die nicht öffentlich werden sollten.

Nun aber dürfte Bewegung in die Sache kommen. Gestern sagte der Leiter der Finanzprokuratur, Wolfgang Peschorn, im ORF-„Report“, die Daten seien schon entsiegelt. Aus der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hieß es hingegen dazu heute: „Ein Entsiegelungsverfahren rund um E-Mails aus dem Bundeskanzleramt läuft immer noch bei Gericht, die Ermittlerinnen und Ermittler der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft haben noch keinen Zugriff auf die Daten“.

Peschorn zu versiegelten Daten aus Kanzleramt

Der Leiter der Finanzprokuratur, Wolfgang Peschorn, spricht im ORF-„Report“ über die Datensätze, die vom Bundeskanzleramt vor zwei Jahren angefordert wurden.

Beim Landesgericht für Strafsachen in Wien wusste man mehr: Derzeit seien die Daten zwar noch versiegelt, doch offenbar nicht mehr lange. Der Einspruch bezüglich möglicher Staatsgeheimnisse sei zurückgezogen worden. Die Entsiegelung könne in den kommenden Tagen geschehen.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat heute zu einem ihrer raren Medientermine geladen, zur jährlichen Bilanzpressekonferenz. Dabei gab sie einen Überblick über vergangene und künftige Herausforderungen, die vielfach im Bereich des Cybercrime liegen. On- und offline würden die Sachverhalte zunehmend komplexer, so WKStA-Leiterin Ilse-Maria Vrabl-Sanda. Der Bearbeitungsaufwand wachse stetig, schon während eines Ermittlungsverfahrens gebe es für Verdächtige zahllose Einspruchsmöglichkeiten. „Wir sind hier sehr gefordert, die WKStA leistet Pionierarbeit“, so Vrabl-Sanda.

Derzeit arbeiten bei der Behörde 45 Staatsanwältinnen und -anwälte, diese werden unterstützt von zehn Wirtschaftsfachleuten und IT-Expertinnen und -Experten der Justiz. 770 Ermittlungsverfahren seien bisher abgeschlossen worden, mit Stand 2023 kamen aber auch rund 1.000 neue dazu.

„Begebe mich nicht in die politische Arena“

Dafür sei es wichtig, spezialisiert zu sein und ausreichend Ressourcen zu haben. Die WKStA habe in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie auch unter Druck und schwierigen Bedingungen arbeite. „Ich bin überzeugt, dass es diese Staatsanwaltschaft braucht, mehr denn je“, so Vrabl-Sanda. „Niemand steht über dem Gesetz, egal wie viel Geld und Einfluss dahintersteckt.“

Zu den laufenden, clamorosen – also aufsehenerregenden – Fällen, etwa die ÖVP-Inseratencausa – wollte Vrabl-Sanda nichts sagen. In politische Debatten wolle sie sich auch nicht hineinziehen lassen, selbst bei Vorwürfen prominenter Ex-Politiker. „Ich trete nicht in die politische Arena, schon gar nicht mit einem Beschuldigten“, so Vrabl-Sanda. Auf die Nachfrage von ORF.at, wieso die Vergabe eines Kronzeugenstatus in manchen Fällen schnell, in manchen Fällen sehr langsam gewährt wird, hieß es, es komme stets auf den Inhalt an. Man müsse eben alles erst prüfen. Die Zahl der derzeitigen Personen, die unter die Kronzeugenregelung fallen, sei zudem schwer zu beziffern.

Whistleblower-System seit zehn Jahren

In die Zuständigkeit der WKStA fällt auch das anonyme Hinweisgebersystem zur Aufklärung von Korruption und Wirtschaftsstrafsachen. Hier habe man zehn Jahre Erfahrungswerte, so die zuständige Staatsanwältin Elisabeth Täubl. Seit Bestehen des Systems habe es rund 130 Anklagen und Strafanträge gegeben und etwa 90 Verurteilungen. Insgesamt seien im Lauf der Jahre etwa 16.000 Hinweise eingegangen. „Die Öffentlichkeit ist das erste Mittel gegen Korruption“, sagte Täubel. „Die Menschen müssen wissen, wohin sie sich wenden können.“

Hunderte Mio. Schaden durch Cyberdelikte

Die Behörde beschäftigte sich zuletzt vermehrt mit Delikten wie Betrug und Geldwäsche im Netz, wenn großer Schaden entsteht bzw. wenn es besonders viele Opfer gibt. Dabei geht es um Anlagebetrugsfälle, etwa mit Kryptowährungen, die inzwischen hochprofessionell und grenzüberschreitend vonstattengehen. Die Verbrecher agierten dabei wie internationale Unternehmen mit genauer Aufgabenteilung.

Auch Fälle von Notlagebetrug fallen darunter, wenn Furcht und Mitgefühl der Opfer ausgenutzt werden, etwa bei Fake-Anrufen vermeintlicher Verwandter. Diese seien inzwischen durch künstliche Intelligenz nur mehr schwer zu erkennen, so Staatsanwalt Matthias Purkart: „Das Entwicklungstempo ist hier enorm.“

Schon ein Drittel der WKStA-Großverfahren sei im Bereich Cybercrime angesiedelt, national ein Schaden von rund 300 Mio. Euro anhängig. Dagegen sollen Kompetenzstellen in den Staatsanwaltschaften sowie ein eigenes Forensikzentrum abhelfen. Denn in Österreich gebe es Zehntausende von Cybercrime betroffene Opfer, viele würden sich aber gar nicht erst melden. „Es trifft nicht nur Leichtgläubige“, so Purkart. „Und es ist keine Schande, zur Polizei zu gehen“, so sein Appell.

Der ÖVP-Vorschlag für ein generelles Waffenverbot im öffentlichen Raum stößt auf Zustimmung beim grünen Koalitionspartner, auch die SPÖ ist dafür. „Waffen haben im öffentlichen Raum nichts verloren“, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) heute nach dem Ministerrat.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hatte gestern vorgeschlagen, das Führen von Waffen außerhalb der Wohnräumlichkeiten generell zu untersagen. „Das ist ein guter Vorschlag“, reagierte Rauch im Pressefoyer, forderte zugleich aber auch begleitende Maßnahmen.

Ludwig befürwortet Verbot

Auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) begrüßte Karners Vorstoß. Er habe das bereits 2019 für ganz Wien vorgeschlagen, betonte der Bürgermeister am Rande der Wiener SPÖ-Klubtagung in Frauenkirchen im Gespräch mit Medienvertretern. Aktuell gibt es nur die Möglichkeit, an bestimmten Orten ein solches Verbot zu verhängen. In Wien gibt es dieses derzeit am Praterstern.

Die Bestimmungen müssten klar ausgearbeitet werden. Also etwa, welche Messer davon betroffen sein werden, so Ludwig, und befürwortete Ausnahmen für Jäger oder für Menschen, die etwa aus beruflichen Gründen eine Waffe mit sich führen. Er plädierte auch für eine Neudefinition bzw. Verschärfung des Waffengesetzes. Ludwig empfahl eine strengere Prüfung, ob die betreffende Person geeignet ist.

FPÖ: „Naiv“

„Es ist naiv zu glauben, mit einem allgemeinen Waffenverbot im öffentlichen Raum, auch nur eines der vielen katastrophalen Sicherheitsprobleme lösen zu können“, sagte FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer. Mit weiteren Verschärfungen ließe sich die Kriminalität nicht bekämpfen. Er kritisierte eine „unnötige Kriminalisierung von Waffenbesitzern.“

Die Position für Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben soll gestärkt werden. Dafür hat die Regierung im Ministerrat heute 36 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 18 weitere Millionen sollen seitens der Länder beigesteuert werden. Mit den Geldern sollen Projekte finanziert werden, die Menschen mit Behinderungen den Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen und diesen regulären Lohn und Sozialversicherung bringen.

Langfristiges Ziel ist es, Menschen mit Behinderung in speziellen Beschäftigungsverhältnissen ein Gehalt statt eines Taschengelds zu ermöglichen. Die Gespräche zu einem Umstieg auch in tagesstrukturellen Einrichtungen der Länder werden weitergeführt, hieß es im Pressefoyer nach dem Ministerrat mit Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) und VP-Klubobmann August Wöginger.

ÖVP-Arbeitsminister Martin Kocher meinte dazu in einer Aussendung, man wolle rasch eine Systemumstellung, die jedoch gute Vorbereitung, die Einbindung aller Stakeholder und die Erarbeitung und Umsetzung von Pilotprojekten bedürfe.

28.000 Menschen in betreuten Werkstätten tätig

Rund 28.000 Menschen mit Behinderung sind derzeit in solch betreuten Werkstätten tätig. Für ihre Arbeit sind sie unfallversichert und erhalten je nach Bundesland 35 bis 100 Euro Taschengeld pro Monat – jedoch keinen eigentlichen Lohn. Eine Umstellung würde die Länder laut einer Studie rund 190 Millionen im Jahr kosten. Bis man hier vielleicht im nächsten Finanzausgleich eine Lösung finden könnte, darauf wolle er nicht warten, begründete der Sozialminister die nunmehrige Initiative.

Daher setzt man mit den 36 Millionen einen ersten Schritt Richtung Umsetzung. Die betroffenen Personen sollen dadurch ein faires Entgelt für ihre Arbeit erhalten, sozialversicherungsrechtlich abgesichert sein und Anspruch auf eine Pension haben. Gefördert werden sollen neue oder bereits bestehende Projekte in den Ländern. Wie viele Personen künftig ein Gehalt bekommen, konnte Rauch nicht sagen. Es werde aber bei den Betroffenen eine volle Sozialversicherung und eben kein Taschengeld, sondern eine Entlohnung geben.

„Tropfen auf den heißen Stein“

Die ÖVP-Sprecherin für Menschen mit Behinderungen und Inklusion, Kira Grünberg, begrüßte das übergeordnete Ziel „Lohn am Arbeitsmarkt statt Taschengeld in Tagesstrukturen“.

Für Verena Nussbaum, SPÖ-Bereichssprecherin für Menschen mit Behinderungen, ist das zugesagte Geld nur ein „Tropfen auf den heißen Stein“. „Lohn statt Taschengeld“ dürfe keine leere Ankündigung bleiben, forderte Fiona Fiedler, die NEOS-Sprecherin für Menschen mit Behinderungen.

Patrick Berger, Leiter des Chancen-Nutzen-Büros im ÖGB, meinte, dass kein Weg an „angemessener Bezahlung und sozialer Absicherung behinderter Arbeitnehmer:innen“ vorbeiführe. „Ganz klar ist aber, dass rasch weitere Schritte eingeleitet werden müssen.“

Behindertenrat begrüßt Maßnahme

Der Behindertenrat begrüßte die Maßnahme ausdrücklich und zeigte sich in Person von Vizepräsident Martin Ladstätter optimistisch, dass heute der Startschuss für eine wichtige Veränderung abgegeben worden sei. Seitens der Lebenshilfe sah man einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung einer langjährigen Forderung. Verwiesen wurde auf ein Pilotprojekt in Kärnten, das bereits seit Herbst des Vorjahres laufe.

Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser erläuterte, dass dort kollektivvertraglich entlohnt werde und die Beschäftigten gleichzeitig nach dem Chancengleichheitsgesetz abgesichert seien. Diese Lösung solle durch die Bereitstellung von finanziellen Mitteln flächendeckend werden. Die Caritas erkannte im Beschluss einen Schritt zu einer inklusiveren Gesellschaft.

Ausland

Ein Zentrum des UNO-Palästinenserhilfswerks (UNRWA) zur Verteilung von Lebensmitteln und Hilfsgütern ist nach Angaben der Organisation heute getroffen worden. Es gebe Berichte, dass bei dem Vorfall in Rafah im südlichen Gazastreifen mindestens zwei UNRWA-Mitarbeiter getötet worden seien, bestätigte UNRWA heute auf Anfrage. Man habe jedoch keine weiteren Informationen darüber, was genau passiert sei.

Palästinensische Medien berichteten über einen israelischen Angriff auf das Zentrum mit mehreren Toten. Ein Sprecher der israelischen Armee sagte, man prüfe die Berichte.

Nach Angaben der von der islamistischen Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde sind seit Beginn des Gaza-Krieges vor mehr als fünf Monaten 31.272 Menschen im Gazastreifen getötet und mehr als 73.000 weitere verletzt worden. Mehr als zwei Drittel davon seien Frauen und Minderjährige.

Auslöser des Krieges war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der Hamas sowie anderer extremistischer Palästinenserorganisationen am 7. Oktober in Israel nahe der Grenze zum Gazastreifen verübt hatten. Sie ermordeten dabei mehr als 1.200 Menschen und verschleppten 250 weitere in den Küstenstreifen.

Die deutschen Hilfsorganisationen SOS Humanity, Sea-Watch und Sea-Eye wehren sich mit gerichtlichen Klagen gegen die ihrer Ansicht nach unrechtmäßigen Festsetzungen ihrer bei der Flüchtlingsrettung im Mittelmeer aktiven Schiffe in Italien. Das Gesetz, auf dessen Grundlage diese in Italien festgehalten werden, sieht bei wiederholter Festsetzung die Beschlagnahmung von zivilen Rettungsschiffen vor.

Innerhalb der vergangenen Woche hat die italienische Regierung drei zivile Seenotrettungsschiffe unter deutscher Flagge festgesetzt, dabei handelt es sich um die „Humanity 1“, die „Sea-Watch 5“ und die „Sea-Eye 4“.

NGOs beklagen Eskalation

„Die Schiffe werden aufgrund falscher Anschuldigungen an ihrer lebensrettenden Arbeit gehindert. Die italienische Regierung blockiert mit der Sea-Eye 4 erstmals ein Rettungsschiff für 60 Tage und eskaliert damit ihr Vorgehen gegen die zivile Flotte“, beklagten die drei Hilfsorganisationen in einer Aussendung.

„Zusammen mit der 20-tägigen Festsetzung der Sea-Watch 5 und Humanity 1, werden die Rettungsschiffe für insgesamt 100 Tage aktiv aus dem Mittelmeer ferngehalten. Seit Jänner 2023 waren insgesamt neun Schiffe der zivilen Flotte in 19 Festsetzungen durch die italienischen Behörden blockiert“, kritisieren sie.

„Falsche Anschuldigungen“

„Jede der drei aktuellen Festsetzungen basiert auf falschen Anschuldigungen und rechtswidrigen Anforderungen.“ Die italienischen Behörden würden fälschlicherweise auf ein unkooperatives Verhalten der Schiffe gegenüber der „sogenannten“ libyschen Küstenwache verweisen.

Allen Festsetzungen vorangegangen seien Versuche der libyschen Küstenwache, Menschen in Seenot „völkerrechtswidrig nach Libyen zurückzuzwingen. In zwei Fällen – Humanity 1 und Sea-Eye 4 – wurden die Schiffscrews mit Waffen bedroht. An Bord der Sea-Watch 5 starb ein 17-jähriger Bursche, nachdem alle Küstenstaaten eine medizinische Evakuierung verweigerten“, kritisierten sie. Italien versuche mit allen Mitteln, die humanitäre Einsätze der Seenotretter zu verhindern.

Die dänische Regierung will die Zahl der Wehrdienstleistenden erhöhen, indem sie die Wehrpflicht auf Frauen ausweitet und die Dienstzeit für beide Geschlechter von vier auf elf Monate verlängert, sagte die dänische Premierministerin Mette Frederiksen heute.

„Wir rüsten nicht auf, weil wir Krieg wollen. Wir rüsten auf, weil wir ihn vermeiden wollen“, sagte Frederiksen auf einer Pressekonferenz. Sie sagte, die Regierung wolle „volle Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern“.

Offiziellen Angaben zufolge hat Dänemark derzeit bis zu 9.000 Berufssoldaten zusätzlich zu den 4.700 Wehrpflichtigen in der Grundausbildung. Die Regierung wünscht sich 5.000 zusätzliche Wehrpflichtige.

2025 soll Zweiprozentziel erreicht werden

Dänemark will im kommenden Jahr das Zweiprozentziel für alle NATO-Mitglieder erreichen. Das skandinavische Land wird dann 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Verteidigung stecken, so Frederiksen. Mit weiteren 40,5 Milliarden dänischen Kronen (etwa 5,4 Mrd. Euro) werde Dänemark bis 2028 das Verteidigungsbudget aufstocken.

Im vergangenen Jahr gab Dänemark rund 1,4 Prozent der Wirtschaftsleistung für seine eigene Verteidigung aus, während rund 0,6 Prozent zur Unterstützung der Ukraine verwendet wurden.

Angesichts der Atompläne Polens meldet Österreich Bedenken an. Das berichtete „Die Presse“ (Mittwoch-Ausgabe). Die Wiener Umweltanwaltschaft hatte mit Partnern ein Gutachten zu den geplanten Reaktoren in Auschwitz (Oswiecim) erstellen lassen, wie die Behörde gegenüber der APA heute bestätigte.

Die Fachleute kommen demnach zu dem Schluss, dass die Reaktortechnik der angekündigten Minireaktoren für die kommerzielle Umsetzung noch nicht genug entwickelt sei.

Polen plant sechs AKWs bis 2043

Polen will bis 2043 sechs AKWs bauen. Ein AKW soll vom US-Konzern Westinghouse nordwestlich von Gdansk (Danzig) an der Ostsee errichtet werden. Im Dorf Stawy Monowskie in der Gemeinde Auschwitz, also rund 300 Kilometer von Wien entfernt, sollen vier BWRX-300-Reaktoren von Hitachi mit einer Gesamtleistung von 1.300 Megawatt entstehen.

Österreich wurde über eines von insgesamt drei laufenden Umweltprüfungsverfahren für das Projekt in Auschwitz notifiziert. Das Verfahren befinde sich in einer Phase, in der weder die polnische noch die österreichische Öffentlichkeit Kommentare einreichen können.

Im Auftrag der Wiener Umweltanwaltschaft und der Organisation Cities for Nuclear Free Europe erarbeitete Pulswerk, ein Beratungsunternehmen des Österreichischen Ökologieinstituts, eine Fachstellungnahme, berichtete die Zeitung.

Der Sonderermittler zur Dokumentenaffäre um US-Präsident Joe Biden hat bei einer parlamentarischen Anhörung seine umstrittenen Einschätzungen zum Erinnerungsvermögen des 81-Jährigen verteidigt.

„Meine Aufgabe war es festzustellen, ob der Präsident Informationen zur nationalen Verteidigung vorsätzlich behalten oder enthüllt hat“, sagte Robert Hur gestern vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses.

Vorsätzlich bedeute dabei „wissentlich und mit der Absicht etwas zu tun, das gesetzlich verboten ist“. „Aus diesem Grund musste ich das Gedächtnis und den allgemeinen geistigen Zustand des Präsidenten in Betracht ziehen“, sagte der Jurist. Der Republikaner hatte unter Bidens Vorgänger Donald Trump im Justizministerium gearbeitet und war dann von Trump zum Bundesstaatsanwalt ernannt worden.

Einschätzungen „korrekt und fair“

Seine Einschätzungen seien „notwendig, korrekt und fair“ gewesen, beteuerte Hur. Er habe weder Schönfärberei betrieben noch den Präsidenten „unfair verunglimpft“.

Hur hatte in einem Anfang Februar veröffentlichten Bericht zu Bidens Dokumentenaffäre geurteilt, dass der Präsident in dem Fall nicht angeklagt werden sollte. Für Schlagzeilen sorgte aber seine Einschätzung, der 81-jährige Präsident sei ein „wohlmeinender, älterer Mann mit einem schlechten Gedächtnis“.

Empörung über Bericht

Biden und seine Demokraten reagierten empört auf diese und ähnliche Passagen. Die Republikaner nutzten die Zitate dagegen, um Biden, der bei der Präsidentschaftswahl im November erneut gegen Trump antreten wird, die geistigen Fähigkeiten für das Amt im Weißen Haus abzusprechen.

Bei der Anhörung im Repräsentantenhaus gingen Abgeordnete der Demokraten hart mit Hur ins Gericht. Der Sonderermittler habe sich zwar gegen eine Strafverfolgung des Präsidenten entschieden, seinen Bericht aber zugleich genutzt, um über Biden „herzuziehen“ und den Präsidenten zu „beschmutzen“, sagte der Abgeordnete Hank Johnson.

EU

Das EU-Parlament hat heute für ein Medienfreiheitsgesetz grünes Licht gegeben. Die Parlamentarier stimmten in Straßburg mehrheitlich für das Regelwerk.

Abstimmung zur Künstlichen Intelligenz im Europaparlament
AP/Jean-Francois Badias

Die geplante EU-Verordnung soll die Unabhängigkeit von Medien und deren Quellen besser schützen. Zudem sollen Medienhäuser zu größerer Transparenz bezüglich ihrer Eigentümer verpflichtet werden. 464 EU-Abgeordnete stimmten für die EU-Verordnung, bei 92 Gegenstimmen und 65 Enthaltungen.

Auch die Zuweisung staatlicher Werbegelder soll besser reguliert und transparenter werden. Die EU-Staaten müssen zudem künftig einen wirksamen Schutz für Journalisten gewährleisten. Das Ausspähen von Journalistinnen und Journalisten soll zum Teil verhindert werden. Laut dem zwischen den EU-Staaten und dem Parlament ausverhandelten Text könnte es hier aber Ausnahmen geben.

Wirtschaft

Das aktuelle „Digital Skills Barometer“ (DSB) der überparteilichen Initiative fit4internet zeigt digitale Bildungslücken bei heimischen Arbeitskräften. „Wenn wir die erhobenen Daten betrachten, zeigt sich die Notwendigkeit des Handelns“, so AMS-Vorstand Johannes Kopf heute in einer Aussendung.

Für das Arbeitsmarktservice (AMS) sei es wichtig zu erkennen, „welche Skills in den unterschiedlichen Jobprofilen und Unternehmensbereichen benötigt und entwickelt werden müssen“, so Kopf. Für das Barometer wurden 3.600 Österreicherinnen und Österreicher, die sich in der digitalen Welt bewegen, im Alter zwischen 16 und 84 Jahren, vom Marktforschungsinstitut bilendi befragt.

Laut „Digital Skills Barometer“ liegt das Wissen („digitale Ausdauer“) der heimischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei aktuell 51 von 100 Punkten, während die Selbsteinschätzung („digitales Warm-up“) bei 79 Punkten liegt. Für einen kompetenten Umgang in der digitalen Welt werden nach Angaben von fit4internet zwischen 60 und 80 Punkte für die „Digitale Ausdauer“ empfohlen.

Der Chef des Beratungsunternehmens Accenture Österreich, Michael Zettel, wies darauf hin, dass wesentlich mehr Arbeitnehmer von der Digitalisierung betroffen seien, als viele derzeit glauben.

Nach den Anpassungen bei den Ausnahmekontingenten für Wohnbaukredite erwartet Thomas Url, Ökonom des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO), keinen Boom bei Krediten, sagte er heute gegenüber dem Ö1-Morgenjournal. Denn die übrigen Bestimmungen der KIM-Verordnung, die die Vergabe von Wohnbaukrediten regelt, würden weiter bestehen bleiben.

Die Erleichterungen bei den Kontingenten beseitigten „unnötige Bürokratie“. Einen dynamischen Impuls für die Kreditwirtschaft und den Wohnungsmarkt dürfe man sich davon aber nicht erwarten.

Der Rückgang bei Wohnkrediten sei nicht auf die verschärften Kreditregeln zurückzuführen, sondern vor allem auf die gestiegenen Baukosten und die höheren Zinsen, so der Ökonom. „Solange die Einkommen der Privathaushalte diesen Inflationsschub nicht mitmachen, der da in den vergangenen zwei Jahren sich gezeigt hat, und solange die Zinsen nicht sinken in einem umfangreichen Ausmaß, um ein, zwei Prozentpunkte, gehe ich auch nicht davon aus, dass die Kreditnachfrage stark zunimmt.“

KIM-Verordnung gegen Überhitzung von Immobilienmarkt

Die KIM-Verordnung sei dazu da, dass der Immobilienmarkt sich nicht überhitzt und dass die Privathaushalte, was die Kreditrückzahlungen und die Zinslast betrifft, zahlungsfähig bleiben, erläuterte Url. Angesichts der stark gestiegenen Preise und der damit abgenommenen Tragfähigkeit der Privathaushalte sei es sinnvoll gewesen, dass man mit verschärften Kreditregeln gegensteuert.

Laut der KIM-Verordnung muss der Eigenmittelanteil bei der Aufnahme von Krediten mindestens 20 Prozent betragen. Außerdem dürfen Wohnbaukredite nicht länger als 35 Jahre laufen, und die Rückzahlungsrate darf maximal 40 Prozent des verfügbaren Nettohaushaltseinkommens ausmachen.

Eine neue Inflationsprognose der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) sieht heuer einen Rückgang der Inflation auf 3,6 Prozent – eine Halbierung gegenüber 2023. Danach soll sich der Rückgang verlangsamt, aber doch in Richtung 2,7 Prozent 2025 und 2,3 Prozent 2026 fortsetzen.

Seit Jahresstart kehrt auch das Wirtschaftswachstum zurück, wenn auch schwach. Heuer sollte das BIP laut OeNB um 0,5 Prozent wachsen (2023: minus 0,7 Prozent) und 2025 um 1,8 Prozent.

Preisauftrieb verlangsamt

Die ohne Energie und Nahrungsmittel berechnete Kerninflationsrate werde bis inklusive 2026 über dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) liegen. Nachdem die österreichische HVPI-Inflationsrate im Jänner 2023 mit 11,6 Prozent ein 70-Jahres-Hoch erreichte, ging sie bis Februar 2024 auf 4,2 Prozent zurück.

Fiskalische Maßnahmen wie die Strompreisbremse und der Netzkostenzuschuss dämpften die Inflation im Energiesektor erheblich. Aber auch der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln und Industriegütern ohne Energie verlangsamte sich, schreibt die OeNB. Dieser Trend setzt sich der aktuellen Interimsprognose zufolge fort – allerdings verglichen zu heuer abgeschwächt.

Umwelt & Klima

Die Plattform Hydrogen Partnership Austria (HyPA) hat heute der Bundesregierung erstmals Empfehlungen zur Umsetzung der Wasserstoffstrategie abgegeben. Zu den Vorschlägen gehören unter anderem die Schaffung konkreter rechtlicher Grundlagen zur Attraktivierung von Investitionen ins Wasserstoffsystem sowie die Umsetzung eines Regulierungsrahmens für Wasserstoff bis Ende Juni. Außerdem brauche es beschleunigte Genehmigungsverfahren.

Sichergestellt werden sollten auch Importoptionen und der Anschluss an die Initiative European Hydrogen Backbone (EHB), deren Ziel die Entwicklung eines europäischen Wasserstoffnetzes ist.

Der Beirat empfiehlt zudem, ein staatlich vorfinanziertes Startnetz zu etablieren sowie die Akzeptanz in der Bevölkerung für die Transformation zu schaffen. Der Dialog zu Stakeholdern der Finanzwirtschaft müsse intensiviert und die Wasserstoffforschung gestärkt werden.

Ministerium verweist auf Maßnahmen

Das Klimaministerium verwies in einer Mitteilung auf bereits in Umsetzung befindliche Maßnahmen wie das Wasserstoffförderungsgesetz, das derzeit in Begutachtung ist, und den Aufbau einer „zielgerichteten Wasserstoff(leitungs)infrastruktur“.

Beschleunigte Genehmigungsverfahren seien im Rahmen des geplanten Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetzes vorgesehen, hieß es weiter. Da Österreich die erforderlichen Wasserstoffmengen national nicht ausreichend herstellen könne, liefen bereits Kooperationen und Partnerschaften mit anderen Ländern.

„Klimaneutraler Wasserstoff ist ein zentrales Element für unsere Energiezukunft und wichtig für die Erreichung unserer Klima- und Energieziele“, so Klimaministerin Leonore Gewessler (Grüne). ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Kocher sagte: „Die Stärkung und der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft sind ein wesentlicher Faktor, um Österreich weiterhin als starken Standort im internationalen Wettbewerb positionieren zu können.“

„Ziele sind sehr ambitioniert“

„Die Ziele sind sehr ambitioniert“, so der Beiratsvorsitzende und frühere Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber in einem Pressestatement. Bis 2030 sollen 1.000 Megawatt Elektrolyseleistung etabliert werden, was bedeuten würde, den grauen Wasserstoff (ungefähr 116.000 Tonnen, die im Jahr in Österreich verbraucht werden) durch grünen Wasserstoff zu substituieren.

Das Gremium Hydrogen Partnership Austria wurde auf Initiative des Klimaministeriums und des Wirtschaftsministeriums als Begleitung zur Umsetzung der Wasserstoffstrategie eingerichtet. Zu dem Beirat gehören zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der heimischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung wie beispielsweise vom Verbund, der Montanuniversität, der E-Control, von Andritz und den Austrian Airlines.

Zum Erreichen von Klimazielen hat die Internationale Energieagentur (IEA) gemahnt, den Methanausstoß im Öl- und Gassektor schneller zu senken.

Bei der Förderung der beiden fossilen Energieträger seien 2023 knapp 120 Millionen Tonnen Methan freigesetzt worden – eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr, teilte die IEA heute mit. Dazu kamen rund zehn Mio. Tonnen Methan aus Bioenergiequellen wie der Nutzung von Biomasse. Hauptverursacher seien die USA, Russland, China.

Eine Senkung des Methanausstoßes um 75 Prozent bis 2030 sei nötig, um die Erderwärmung zu begrenzen, erklärte IEA-Direktor Fatih Birol in Paris. Es komme nun darauf an, Zusagen von fast 200 Staaten auf der Weltklimakonferenz in Dubai im vergangenen Dezember auch in Taten umzusetzen. Allein das würde den Methanausstoß bis 2030 halbieren.

Energiesektor große Emissionsquelle für Methan

Methan sei für fast ein Drittel des globalen Temperaturanstiegs seit der Industriellen Revolution verantwortlich und der Energiesektor dabei die zweitgrößte Emissionsquelle aus menschlichen Aktivitäten, erklärte die IEA.

Obwohl sich Methan in der Atmosphäre schneller verflüchtige als Kohlendioxid, sei es während seiner kurzen Lebensdauer ein viel stärkeres Treibhausgas. Daher sei die Senkung der Methanemissionen eine der besten Möglichkeiten, die globale Erwärmung zu begrenzen und die Luftqualität kurzfristig zu verbessern.

Chronik

Der Direktor der Pariser Elitehochschule Sciences Po für politische Studien, Mathias Vicherat, hat wegen eines bevorstehenden Prozesses wegen häuslicher Gewalt seinen Rücktritt eingereicht.

Ex-Direktor Mathias Vicherat, 2022
APA/AFP/Thomas Samson

„Ich habe erfahren, dass meine Ex-Partnerin und ich uns vor einem Gericht verantworten müssen“, teilte Vicherat in einem heute veröffentlichten Brief an die Studierenden und das Lehrpersonal der Hochschule mit. „Um die Institution zu schützen, habe ich beschlossen, von meinen Funktionen zurückzutreten“, fügte er hinzu.

In den vergangenen Monaten hatten mehrfach Studierende protestiert und den Rücktritt des Direktors gefordert. Vicherat und seine Ex-Partnerin hatten sich gegenseitig Gewalt in der Partnerschaft vorgeworfen und waren deswegen im Dezember in Polizeigewahrsam genommen worden. In einem Brief an die Studierenden hatte Vicherat die Vorwürfe zurückgewiesen. „Niemals und unter keinen Umständen habe ich diese Taten begangen“, schrieb er.

Im selben Unijahrgang wie Macron

Vicherat war 2021 mit dem Versprechen angetreten, sexuelle Gewalt an der Sciences Po zu bekämpfen. Sein Vorgänger Frederic Mion musste zurücktreten, weil er den bekannten Politikwissenschaftler Olivier Duhamel gedeckt haben soll, der im Verdacht stand, seinen Stiefsohn sexuell missbraucht zu haben.

Vicherat war im selben Jahrgang mit Präsident Emmanuel Macron an der Eliteschule ENA. Er gilt als Überflieger und hatte zuvor führende Posten unter anderem bei der Polizeidirektion, als Stabschef der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und als Vizechef der französischen Bahn SNCF.

Kultur

Gitarrist Slash von der Hardrock-Band Guns N’Roses („Paradise City“) hat ein eigenes Blues-Festival ins Leben gerufen, mit dem er im Sommer auf Tournee gehen will. Das S.E.R P.E.N.T.-Festival soll sich für Toleranz und Gleichberechtigung einsetzen und ein Zeichen gegen Rassismus und Krieg setzen.

Gitarrist Slash auf Bühne
APA/AFP/Ritzau Scanpix/Helle Arensbak

Bei den Konzerten wird die Gitarrenikone, die bei der Oscar-Verleihung am vergangenen Sonntag mit „Barbie“-Star Ryan Gosling („I’m Just Ken“) auftrat, von Blues-Größen wie Warren Haynes, Christone Ingram alias Kingfish, Robert Randolph, Samantha Fish und Larkin Poe unterstützt.

Teil der Erlöse für Hilfsorganisationen

Der Titel S.E.R.P.E.N.T. steht für Solidarity, Engagement, Restore, Peace, Equality N’ Tolerance (Solidarität, Engagement, Wiederherstellung, Frieden, Gleichheit und Toleranz). Ein Teil der Erlöse soll wohltätigen Stiftungen zugutekommen, darunter die Organisation War Child.

Im Mai veröffentlicht Slash zudem sein erstes Blues-Album, auf dem der Guns-N’Roses-Rocker von Stars wie Brian Johnson (AC/DC), Steven Tyler (Aerosmith), Iggy Pop, Chris Stapleton und Demi Lovato unterstützt wird. Bevor er sich vollends dem Blues widmet, kommt Slash aber mit Sänger Myles Kennedy und seiner Hardrock-Band The Conspirators nach Europa. Mit Myles Kennedy und The Conspirators hat er bereits vier Alben veröffentlicht.

Panorama

Die britische Königin Camilla ist mit einem besonderen Geschenk geehrt worden: einer nach ihrem Vorbild entworfenen Barbie-Puppe. Die Ehefrau von König Charles III. zeigte sich gestern geschmeichelt, als ihr im Buckingham Palace die Puppe überreicht wurde: „Sie haben mich etwa 50 Jahre jünger gemacht – wir alle sollten eine Barbie haben“, scherzte die 76-Jährige.

Barbie-Puppe von Königin Camilla
APA/AFP/Paul Grover

Die Puppe trägt eine Miniaturversion eines Outfits von Camilla: ein blaues Kleid von Fiona Clare, ein schwarzes Damen-Cape von Amanda Wakeley und schwarze Stiefel von Eliot Zed. Bei der Barbie-Puppe handelt es sich allerdings um eine Einzelanfertigung, sie wird also nicht in den Handel kommen.

Geschenkt bekam Camilla die Puppe als Anerkennung für ihre Arbeit als Präsidentin der Stiftung Women of the World. Bei der Zeremonie anwesend waren auch Belgiens Königin Mathilde und Schauspielerin Helen Mirren, die im „Barbie“-Film mit Margot Robbie und Ryan Gosling als Erzählerin mitwirkt.