Wenige Tage nach der Ankündigung zum Ende seines Faktencheckprogramms hat der US-Digitalkonzern Meta auch die Beendigung seiner firmeninternen Diversitätsprogramme bekanntgegeben. Apple will trotz einer Aktionärsforderung, diese Programme aufzugeben, dabei bleiben.
Die DEI-Programme würden „vor dem Hintergrund einer sich verändernden rechtlichen und politischen Landschaft“ eingestellt, hieß es hingegen in einer internen Mitteilung des Mutterkonzerns der Onlinenetzwerke Facebook und Instagram.
Die bisher in der Rolle der Chief Diversity Officer beschäftigte Managerin Maxine Williams werde eine neue Rolle übernehmen, die auf „Barrierefreiheit und Engagement“ setze, hieß es weiter. Außerdem werde ein Programm beendet, nach dem bei der Auswahl von Lieferanten Unternehmen bevorzugt wurden, die Diversitätskriterien beachteten.
„Wir sind für alle da“, hieß es in der Mitteilung weiter. Meta werde weiterhin Kandidaten und Kandidatinnen mit unterschiedlichem Hintergrund einstellen.
Zuckerberg bei Trump
Indes berichtete die Nachrichtenseite Semafor unter Berufung auf Insider, dass Meta-Chef Mark Zuckerberg am Freitag den designierten US-Präsidenten Donald Trump in dessen Anwesen in Mar-a-Lago getroffen hat.
Apple verteidigt Diversitätsinitiativen
Apple rief die Anteilseigner auf, bei der Ende Februar anstehenden Hauptversammlung gegen einen Antrag zu stimmen, der die Einstellung der Diversitätsprogramme vorsieht. Die Aktionäre begründeten ihren Antrag damit, dass die Diversitätsvorgaben zur Diskriminierung von Beschäftigten und Klagen führen können.
Sie verwiesen dabei auf zwei Urteile des Obersten Gerichts der USA. Apple konterte, der Vorschlag sei ein unzulässiger Eingriff ins Tagesgeschäft des Unternehmens. Was die rechtlichen Risiken angehe, habe der Konzern eingespielte Verfahren, um diese zu minimieren.
Kritik von konservativer Seite
Programme für Diversität, Gleichstellung und Inklusion – im Englischen abgekürzt als DEI – sollen insbesondere an US-Hochschulen für Vielfalt unter Studierenden und Dozentinnen wie Dozenten sorgen. Auch zahlreiche große Unternehmen in den USA haben solche Programme initiiert, insbesondere vor dem Hintergrund des Erstarkens der Black-Lives-Matter-Bewegung im Sommer 2020.
Konservative Politiker kritisieren solche Programme schon seit geraumer Zeit und argumentieren unter anderem, diese würden Spaltungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen nicht überwinden, sondern verstärken.
Nach dem Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl hatten bereits mehrere US-Konzerne, darunter der Supermarktriese Walmart, Autobauer Ford und Whisky-Produzent Jack Daniel’s, den Rückbau von Diversitätsprogrammen angekündigt.