COV Inland

Im 24-Stunden-Vergleich sind 807 neue Covronavirus-Fälle in Österreich gemeldet worden. Das geht aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums (Stand: heute, 11.00 Uhr) hervor. Damit steigt die Zahl der bisher bestätigten Fälle auf 36.801. Derzeit gibt es 7.051 aktive Fälle.

Insgesamt wurden bisher 1.395.111 Tests durchgeführt. ORF.at verwendet die Zahlen des Epidemiologischen Meldesystems (EMS) als Basis seiner Berichterstattung. 319 Menschen müssen im Krankenhaus behandelt werden, 55 davon auf der Intensivstation. An den Folgen der Infektion verstarben bisher 740 Menschen. Für die Zählung der Toten ist die Definition des EMS ausschlaggebend.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Hinweis zur Aktualisierung der Daten

Um die Daten aktuell zu halten, übernimmt ORF.at die Informationen direkt aus dem offiziellen Dashboard des Gesundheitsministeriums. Die aktuellen Fallzahlen im Kopf der Seite werden stündlich aktualisiert, die Verlaufsgrafiken zum Tageswechsel, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Genaue Informationen zu Definitionen, Herkunft der Daten, Aktualisierung und FAQs finden sich im Infopoint Coronavirus von ORF.at.

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Heute endet die Begutachtung für die neue Version der CoV-Gesetze von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Die bisher bekannten Stellungnahmen fallen nach umfangreichen Änderungen im Entwurf deutlich milder aus.

Das Bedürfnis, die Novelle zu bewerten, ist auch diesmal enorm groß, es gibt über 2.000 Stellungnahmen. Zum ursprünglichen Entwurf waren sogar über 10.000 Stellungnahmen eingegangen. Eine hohe Zahl an Stellungnahmen zum ursprünglichen Entwurf dürfte auf einen Internetaufruf durch das Institut für Religiosität in Psychiatrie und Psychotherapie (RPP), das 2009 unter anderen von dem Psychiater Raphael Bonelli gegründet wurde, zurückgehen. Auf YouTube bezeichnete Bonelli sich in den vergangenen Monaten selbst als „Coronapanik-Jäger“.

Anschober hatte den Entwurf zu den Änderungen im Epidemiegesetz, Tuberkulosegesetz und Covid-19-Maßnahmengesetz überarbeitet, nachdem es in der ersten Begutachtung vielfältige Kritik gehagelt hatte. Die Novelle soll die Grundlage für die Ampelregelung sowie (falls nötig) für eine weitgehende Ausgangssperre bringen.

Mildere Kritik

In einer Stellungnahme fordern Rechtsanwälte aus Sorge um das Berufsgeheimnis Ausnahmen in der Gesetzespassage, wonach Bezirksverwaltungsbehörden im Rahmen ihrer CoV-Kontrollen etwa in Büros in alle Unterlagen Einsicht nehmen dürfen. Eine Präzisierung dazu im Gesetz selbst will auch die Sozialwirtschaft Österreich.

Der Rechtsanwaltskammertag fragt sich zudem, inwieweit es den Behörden ermöglicht wird, die Einhaltung von Präventionskonzepten auch bei privaten Vereinen zu überprüfen und den jederzeitigen Zutritt zu solchen Vereinsversammlungen zu erhalten. So etwas würden die Rechtsanwälte ablehnen, weil das ein massiver Eingriff in das Vereins- und Versammlungsrecht wäre.

Kritik an kurzer Begutachtungszeit

Um einen bundesweiten Lockdown zu verhindern, sollen laut dem Entwurf auch regional differenzierte Maßnahmen möglich sein. Die Kärntner Landesregierung sieht aber in der Bestimmung, dass Verordnungen des Landeshauptmannes oder einer Bezirksverwaltungsbehörde schon vor deren Inkrafttreten dem Gesundheitsminister mitgeteilt werden sollen, gerade in Fällen mit Gefahr im Verzug eine „unnötige Erschwernis und Verzögerung“.

In der ersten Begutachtung kritisch waren die Volksanwälte. Nunmehr sieht Volksanwalt Bernhard Achitz den Großteil der Schwächen beseitigt, wie er zur APA sagte. Kritisch merkte er aber an, dass die Begutachtungszeit für die neue Version nur ein paar Tage und damit sehr kurz war, wiewohl er Verständnis dafür habe, dass man bei steigenden Fallzahlen versuche, schnell zu einer Lösung zu kommen.

„Man kann von der Schweiz viel lernen und von einer Kooperation nur profitieren.“ Mit dieser Prämisse hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) heute seinen offiziellen Besuch in der Schweiz begonnen, wo er am Nachmittag mit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und weiteren Regierungsmitgliedern zusammenkommen soll.

„Hauptthema wird die Bewältigung der Covid-Pandemie sein., insbesondere der Umgang an der Grenze. Wir habe ja viele Vorarlberger die tagtäglich in die Schweiz pendeln“, so Kurz.

Die insgesamt 9.000 Grenzgänger, die täglich aus Österreich in die Schweiz zur Arbeit pendeln, sind auch der Anlass, dass Kurz von Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) begleitet wird. Wallner hob im Vorfeld seinerseits die Bedeutung grenzüberschreitender Kooperation hervor.

Wegen der steigenden Infektionszahlen hatte die Schweiz Wien am Freitag letzter Woche auf die Liste der Risikogebiete gesetzt. Seit Montag gilt für Einreisende aus der österreichischen Bundeshauptstadt eine Quarantänepflicht. Trotz der Reisewarnung ist die Einreise für berufliche Zwecke im Fall von Geschäftsreisen für fünf Tage möglich, wie seitens des Bundeskanzleramts betont wurde.

Eine komplette Eishockey-Nachwuchsmannschaft der Red-Bull-Akademie in Liefering in Salzburg hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Mindestens 28 Spieler und Betreuer sind betroffen. Hintergrund ist offenbar eine Spielerreise nach Tschechien.

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Wegen der steigenden Infektionszahlen bereitet man sich in den niederösterreichischen Landeskliniken wieder auf mehr Covid-19-Patientinnen und -Patienten vor. Zu den bestehenden CoV-Abteilungen in den Kliniken Melk und Lilienfeld kommen nun drei weitere Covid-19-Stationen dazu.

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Inland

Das Mauthausen Komitee drängt auf die Aufnahme von Geflüchteten in Zusammenhang mit dem Brand im griechischen Lager Moria. Dazu wird ein Video veröffentlicht, in dem Nachkommen von NS-Opfern die Geschichte ihrer Großeltern erzählen, die als Jugendliche hatten fliehen können.

„Wir sind heute nur hier, weil es damals Menschen gegeben hat, die unseren Großeltern geholfen haben“, sagt Amber Weinber darin. Rouven Margules ergänzt: „Diese Menschen haben damals nicht gefragt, ob dann vielleicht noch mehr kommen. Sie haben einfach Menschlichkeit bewiesen.“

„Haben aus unserer Geschichte nichts gelernt“

„Österreich ist ein sicheres und wohlhabendes Land“, so der Vorsitzende des Mauthausen Komitees, Willi Mernyi, in einer Aussendung: „Wenn wir uns trotzdem weigern, hungernde und frierende Flüchtlinge – unter ihnen viele Kinder – aufzunehmen, haben wir aus unserer Geschichte nichts gelernt.“

Mehrere Organisationen haben sich bereiterklärt, das Mauthausen Komitee bei der Verbreitung des Videos zu unterstützen: die Katholische Aktion, der ÖGB, die Jüdischen österreichischen HochschülerInnen und die Sozialistische Jugend.

Integrationsministerin Susanne Raab (ÖVP) hat die Führungsposten in ihrer Dokumentationsstelle Politischer Islam besetzt. Die Geschäftsführung übernimmt Lisa Fellhofer. Den wissenschaftlichen Beirat leitet der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide. Dazu gibt es einen achtköpfigen wissenschaftlichen Beirat, wie die „Kronen Zeitung“ (Freitag-Ausgabe) berichtete.

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Aufregung über die Bundesgärten hat es vor allem während des Lockdowns gegeben, als die Anlagen für die Bevölkerung geschlossen blieben. Die Tore sind längst wieder offen, doch nun sorgen neue Vorwürfe rund die umstrittene Neubesetzung der Leitung der Bundesgärten, zu denen seit wenigen Jahren auch die Gartenbauschule (HBLFA) gehört, für Aufsehen.

Bewerbungsgutachten sollen Fakten nicht wahrheitsgemäß wiedergegeben haben, auch die Stellenausschreibung soll im Nachhinein geändert beziehungsweise auf die gewünschte Kandidatin zugeschnitten worden sein, so mehrere Insider gegenüber ORF.at. Das zuständige Ministerium weist die Vorwürfe zurück.

Stellenausschreibung „selbstverständlich nicht geändert“

Die Bundesgärten sind unter anderem für den Erhalt und die Pflege der großen historischen Gartenanlagen in Österreich verantwortlich, die aufgrund ihrer kulturhistorischen Bedeutung zum Teil zum UNESCO-Welterbe zählen. Laut den Insidern hätte die ursprüngliche Stellenausschreibung die Fachkompetenz Landschaftsarchitektur vorausgesetzt. In der veröffentlichten Ausschreibung in der „Wiener Zeitung“ wurde dann jedoch lediglich „vorzugsweise ein naturwissenschaftliches Studium“ als Bewerbungsvoraussetzung genannt.

Der laut „Falter“ mit monatlich 9.000 Euro dotierten Posten ging an Katrin Völk. Sie ist studierte Biologin und Zoologin und ehemalige Kabinettsmitarbeiterin von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sowie – laut „Falter“ – Schwägerin von Ex-Landwirtschaftsminister Rupprechter. Seitens des für die Bundesgärten zuständigen Landwirtschaftsministeriums wies man die Vorwürfe gegenüber ORF.at aber zurück: „Die Ausschreibung ist im Jänner 2020 ordnungsgemäß veröffentlicht worden und wurde selbstverständlich nicht im Nachhinein geändert.“

Leiterin „hervorragend qualifiziert“

Völk sei „hervorragend qualifiziert“ und von der unabhängigen Kommission erstgereiht worden. Die Oppositionsparteien SPÖ und NEOS stellten nach Bekanntwerden von Völks Ernennung Anfang Juli jedoch parlamentarische Anfragen. Sie wollten Details über die Ausschreibung und die Entscheidung für Völk erfahren. Die Antworten langten vor wenigen Tagen ein. Darin wurde im Wesentlichen auf die Einhaltung der gesetzlichen Erfordernisse verwiesen. Ein von SPÖ und NEOS gefordertes öffentliches Hearing sei „nicht zwingend“ vorgesehen.

NEOS-Abgeordnete Karin Doppelbauer sprach gegenüber ORF.at von einer „vagen“ Beantwortung und warf der ÖVP vor, „bei Postenschacher keinen Genierer“ zu kennen. Ähnlich kritisch auch die Reaktion der SPÖ-Abgeordneten Cornelia Ecker: Völk sei „parteinahe, aber fachfremd“.

Kritik an Bewertung der Bewerbungen

Insider kritisierten gegenüber ORF.at zudem die Bewertung der Bewerbungen in den Kommissionsgutachten. So fehlte laut Gutachten bei Bewerbern eine laut Ausschreibung verlangte Kompetenz, die sich aber durchaus in den jeweiligen Bewerbungen befand. Die Gutachten liegen ORF.at schriftlich vor. Der Unterschied zwischen den Fakten in der Bewerbung und der Darstellung im Gutachten sei so deutlich, dass man eigentlich Absicht unterstellen müsse, so einer der Insider.

Ministerium verweist auf Datenschutz

Das Ministerium betonte, man könne aus datenschutzrechtlichen Gründen über Details der Bewertung der Begutachtungskommission keine Auskunft erteilen. Man vertraue aber auf die Einschätzung der weisungsfreien Kommission, die für den Auswahlprozess zuständig war. Die Frage, ob am Auswahlverfahren eine externe Personalberatung beteiligt war, wurde in beiden Anfragebeantwortungen jedoch offen gelassen.

Der „Falter“ befand Anfang Juli, die Ernennung Völks setze eine „Serie von Pannen“ fort. Diese habe bereits nach dem Ende der Monarchie ihren Anfang genommen, als die Bundesgärten nicht dem Kulturressort zugeordnet wurden, sondern dem Landwirtschaftsministerium.

Die 2016 von Rupprechter veranlasste Zusammenlegung der Bundesgärten mit der Lehranstalt reihe sich in dieser Serie ein, handle es sich dabei doch weniger um „Synergieeffekte“, sondern vielmehr um eine Degradierung. „Ein Schuldirektor sollte sich nun mit barocken Symbolgärten und aufgeklärter Landschaftstheorie beschäftigen. Landschaftsplanung ist ein akademisches Fach […]. Zumindest bei der Neubesetzung hätte ein Mann oder eine Frau vom Fach zum Zug kommen müssen.“

Das hob auch ein weiterer Insider gegenüber ORF.at hervor. Ihm zufolge wiegt es am schwersten, dass Rupprechter durch die Zusammenlegung der HBLFA mit den Bundesgärten einen Posten geschaffen habe, der von der ganzen Fachwelt kritisiert und jetzt an seine Schwägerin vergeben worden sei. Schließlich sei diese Position dadurch nicht nur partei-, sondern auch familienintern besetzt worden.

Ausland

Deutschlands Innenminister Horst Seehofer (CSU) hat scharfe Kritik an Österreichs Regierung in der europäischen Flüchtlingsfrage geübt. „Ich bin von der Haltung unserer österreichischen Nachbarn enttäuscht, sich an der Aufnahme einer überschaubaren Zahl von Schutzbedürftigen aus Griechenland nicht zu beteiligen“, sagte Seehofer laut Vorabmeldung in der aktuellen Ausgabe des „Spiegel“

„In einer solchen Situation muss Europa Geschlossenheit zeigen. Wenn wir nichts tun, stärken wir die politischen Ränder.“ Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria hatte die deutsche Bundesregierung entschieden, zusätzlich 408 Familien von den griechischen Inseln aufzunehmen, die bereits als Flüchtlinge anerkannt sind.

Insgesamt geht es um 1.553 Menschen. Auf Dauer müssten sich alle EU-Staaten an der Bewältigung der Flüchtlingsfrage beteiligen, sagte Seehofer: „Wer sich in der Migrationspolitik nicht solidarisch zeigt, kann auch an anderer Stelle keinen Anspruch auf solidarische Leistungen erheben.“ Die Bundesregierung will nach eigenen Angaben für rasche Unterstützung an Ort und Stelle sorgen, „aber keine neuen Anreize für Schlepper“ schaffen.

Asylreform: Kommissarin will Staaten zu Solidarität verpflichten

EU-Innenkommissarin Ylva Johansson will die Mitgliedsstaaten bei der geplanten Asylreform unterdessen zur Solidarität gegenüber den Hauptankunftsländern für Flüchtlinge an den Außengrenzen verpflichten. „Die EU-Länder müssen sich darauf verlassen können, dass ihnen andere EU-Länder im Notfall Flüchtlinge abnehmen“, sagte Johansson dem "Spiegel“.

Mehr als 5.000 Geflüchtete gingen nach offiziellen Angaben in den vergangenen Tagen ins Zeltlager von Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos. Zuletzt standen Hunderte Menschen Schlange, wie der öffentlich-rechtliche Sender ERT zeigte. Viele von ihnen verbrachten die Nacht vor dem Eingang des Lagers, damit sie als Erste aufgenommen werden. Geschätzt 7.000 Menschen harren weiter im Freien aus.

Die polnische Regierung steht wegen des Streits um ein Tierschutzgesetz vor dem Kollaps. Nachdem zwei kleinere Koalitionsparteien bei der Abstimmung im Parlament der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki die Gefolgschaft verweigerten, brachte ein Regierungssprecher heute vorgezogene Neuwahlen ins Gespräch. „Alles ist nun möglich – eine Minderheitsregierung oder vorgezogene Wahlen“, sagte Piotr Muller lokalen Medien.

Vor der Abstimmung hatte PiS-Chef Jaroslaw Kaczynski gedroht, dass er entweder Neuwahlen einberufen oder eine Kabinettsumbildung veranlassen und die beiden Juniorpartner dabei von allen Ministerposten ausschließen werde, sollten sich diese gegen die Position der PiS stellen.

Gesetz ging durch

Nach Angaben eines PiS-Sprechers will die Parteiführung nun in der kommenden Woche zusammenkommen, „um über die Zukunft der Regierung zu beraten“. PiS-Vertreter Marek Sushi sagte nach der Abstimmung im Fernsehsender TVN24: „Unsere Koalitionspartner haben die Koalition beendet.“ De facto habe Polen jetzt eine Minderheitsregierung. „Unsere früheren Partner sollten ihre Schreibtische räumen.“

Ohne die 37 Abgeordneten ihrer beiden Juniorpartner hätte die PiS nicht mehr die Mehrheit im Parlament, sondern nur noch 197 von 460 Mandaten. Die nächsten regulären Wahlen in Polen stehen erst 2023 an.

Trotz des Streits in der Regierung wurde das Tierschutzgesetz letztlich mit Unterstützung der liberalen Opposition angenommen. Es verbietet unter anderem die Zucht von Tieren für die Nutzung ihres Pelzes sowie den Export von koscherem und Halal-Fleisch.

Die UNO-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in Weißrussland, Anais Marin, beschreibt die Lage in dem Land als „katastrophal“. „Wir dürfen nicht zulassen, dass ein weiteres Mal ein Eiserner Vorhang auf dem europäischen Kontinent heruntergelassen wird“, sagte Marin heute in Genf.

Sie äußerte sich in einer Dringlichkeitsdebatte zur Menschenrechtssituation in Weißrussland. Ihre Ausführungen wurden mehrfach unterbrochen durch Zwischenrufe von Vertretern von Russland, Weißrussland und weiteren Ländern.

Der weißrussische Botschafter bei der UNO, Juri Ambrasewih, sagte in der Debatte, es sei inakzeptabel, die Vereinten Nationen dazu zu benutzen, sich in die Wahl in Weißrussland einzumischen.

Opposition für Sacharow-Preis nominiert

Die Opposition in Weißrussland wurde für den renommierten Sacharow-Preis des Europaparlaments nominiert. Sie findet sich gleich zweimal auf der Vorschlagsliste – einmal auf Antrag der großen Fraktionen Christdemokraten, Sozialdemokraten und Liberale und einmal, mit etwas anderer Begründung, nominiert von der EU-kritischen EKR-Fraktion.

Der Sacharow-Preis wird seit 1988 vom Europäischen Parlament an Persönlichkeiten und Organisationen verliehen, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte und der Meinungsfreiheit einsetzen. Am 22. Oktober soll bekanntgegeben werden, wer die diesjährige Auszeichnung erhält.

Grenzen weiter offen

Die Grenzen Weißrusslands sind entgegen der Ankündigung von Präsident Alexander Lukaschenko weiter offen. Die Kontrollen seien verstärkt und „taktische Verstärkung“ sei entlang der Grenzen eingesetzt, berichtete der Grenzschutz auf Telegram. Die Grenzübergänge seien jedoch weiter für Ein- und Ausreisen geöffnet.

Staatschef Lukaschenko hatte am Vorabend bei einer Rede in Minsk die Schließung der Grenzen sowie die Mobilisierung der halben Landesarmee entlang der Grenzen zu Litauen, Lettland, Polen und der Ukraine verkündet und erklärt, es drohe ein „heißer Krieg“.

Massenproteste gegen Lukaschenko

Seit der Präsidentschaftswahl am 9. August sieht sich der seit 26 Jahren autoritär regierende Lukaschenko mit Massenprotesten konfrontiert. Hunderttausende Menschen gehen regelmäßig gegen den Präsidenten auf die Straße, werfen ihm Wahlfälschung vor und fordern Neuwahlen. Die Sicherheitskräfte im Land gehen mit großer Härte gegen die Demonstranten vor.

Milliardäre wie Amazon-Chef Jeff Bezos sollen dem Chef des Welternährungsprogramms (WFP) der Vereinten Nationen im Kampf gegen den Hunger helfen. „Wir brauchen 4,9 Milliarden Dollar, um ein Jahr lang alle 30 Millionen Menschen zu ernähren, die ohne die Hilfe des WFP sterben werden“, sagte David Beasley gestern Abend (Ortszeit) vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York.

Es gebe etwa 2.000 Milliardäre mit einem Nettovermögen von zusammen acht Billionen Dollar. Etliche hätten ihr Vermögen während der Coronavirus-Pandemie um Milliarden vermehrt. „Ich bin nicht dagegen, dass Menschen Geld verdienen“, sagte der ehemalige Gouverneur des US-Staates South Carolina. „Aber die Menschheit steht vor der größten Krise, die wir je in unserem Leben gesehen haben.“

Milliardäre wurden in CoV-Pandemie reicher

Das Gesamtvermögen der amerikanischen Milliardäre ist seit Ausbruch der Pandemie in den Vereinigten Staaten um mehr als 19 Prozent oder eine halbe Billion Dollar gestiegen, ergab eine im Juni vom Institute for Policy Studies (IPS) veröffentlichte Studie. Allein das Vermögen von Bezos – der als reichster Mann der Welt gilt – sei um etwa 36,2 Milliarden Dollar gewachsen.

Auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg (plus 30,1 Milliarden Dollar) und Tesla-Chef Elon Musk (plus 14,1 Milliarden Dollar) wurden reicher. „Es ist an der Zeit, dass diejenigen, die am meisten haben, vortreten und denen helfen, die in dieser außergewöhnlichen Zeit der Weltgeschichte am wenigsten haben“, sagte Beasley. „Die Welt braucht sie jetzt, und es ist an der Zeit, das Richtige zu tun.“

COV Ausland

Italiens Regierung will nun doch schon ab diesem Wochenende Zuschauer bei Sportveranstaltungen zulassen. Bis zu 1.000 Personen könnten bei Spielen und Turnieren im Freien dabei sein, wenn Abstands- und Hygieneregeln eingehalten würden, sagte Sportminister Vincenzo Spadafora heute. Dies gelte bereits für die am Sonntag und Montag stattfindenden Halbfinals und Finals des Tennisturniers in Rom. Zuvor hatte die Regierung eine schnelle Rückkehr ausgeschlossen.

Was genau der Beschluss für die italienische Fußball-Meisterschaft bedeutet, ließ Spadafora zunächst offen. Die Serie A startet am Wochenende mit sieben Partien in die neue Saison. Die Vereine fordern seit Wochen eine Rückkehr der Fans, die Politik hatte dies jedoch zuletzt für frühestens Mitte Oktober in Aussicht gestellt.

Die Entscheidung zur Zuschauer-Rückkehr sollte laut Spadafora noch offiziell verkündet werden.

Gestern ist mit 3.130 neuen Fällen in Tschechien erstmals die 3.000er-Marke überschritten worden. Das geht heute aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Prag hervor. Die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie stieg damit auf knapp 44.200.

Mit einer Covid-19-Erkrankung wurden 489 Todesfälle in Verbindung gebracht. Tschechien hat knapp 10,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Unterdessen treten schärfere Regeln in Kraft. Schülerinnen und Schüler müssen seit heute im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen – ausgenommen sind Erstklässler.

Außenministerium: „Beobachten Situation“

Restaurants, Bars und Clubs müssen künftig zwischen Mitternacht und 6.00 Uhr schließen. Zudem muss jeder Gast einen Sitzplatz haben. Seit mehr als einer Woche gilt landesweit in allen Innenräumen eine Maskenpflicht.

Auf der regionalen Coronavirus-Ampel werden weitere Bezirke auf die Warnstufe Gelb geschaltet. Das bedeutet eine „beginnende Übertragung innerhalb der Gemeinschaft“. Betroffen ist nach Angaben der Agentur CTK auch der Bezirk Cheb (Eger) im äußersten Westen Tschechiens an der Grenze zu Bayern.

„Wir beobachten die Situation genau“, sagte das österreichische Außenministerium auf Anfrage, vorerst seien keine Verschärfungen geplant. Tschechien sei nicht mit Urlaubsländern wie Spanien vergleichbar, wo sich im Sommer sehr viele Österreicher aufgehalten hätten, hieß es.

Wegen der sich dramatisch verschlimmernden Coronavirus-Lage in Großbritannien könnte dem ganzen Land laut einem Medienbericht im Oktober wieder ein Lockdown bevorstehen.

Fachleute hätten die Maßnahme der Regierung empfohlen, um die stark steigenden Infektionszahlen wieder in den Griff zu bekommen, berichtete die „Financial Times“ heute. Der zweiwöchige Lockdown solle während der Schulferien im Oktober stattfinden.

Gesundheitsminister Matt Hancock reagierte in einem BBC-Interview ausweichend auf den Bericht: Ein neuer landesweiter Lockdown sei das „letzte Mittel der Verteidigung“, sagte Hancock. Man setze zunächst auf lokale Beschränkungen.

„Wir möchten einen nationalen Lockdown vermeiden, aber wir sind darauf vorbereitet.“ Der Minister räumte ein, dass nicht nur die Infektionen zunehmen, sondern auch die Zahl der Covid-19-Patienten in den britischen Krankenhäusern.

Scharfe Kritik an Johnson

Premierminister Boris Johnson steht in Großbritannien in der Kritik, zu spät und falsch auf die erste Ausbruchswelle reagiert zu haben. Innerhalb Europas ist Großbritannien das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land mit Blick auf die Todesfälle. Statistiken zu Infektionen und Todesfällen haben Fachleute zufolge nur eingeschränkte Aussagekraft – es wird mit einer hohen Dunkelziffer gerechnet.

Mit den steigenden Infektionszahlen sind CoV-Tests in Großbritannien schon wieder Mangelware geworden. Dabei hatte die Regierung das „weltbeste“ Testsystem in Aussicht gestellt. Viele potenziell infizierte Briten müssen stundenlange Fahrten auf sich nehmen, um in einem Testzentrum angenommen zu werden.

EU

Rassismus muss in Europa nach Ansicht der EU-Kommission deutlich stärker bekämpft werden. Dieser treffe „das Herz der EU-Werte“, heißt es in einem Aktionsplan für die kommenden fünf Jahre, den die Brüsseler Behörde heute vorstellen will.

„Fortschritte im Kampf gegen Rassismus und Hass in Europa sind nicht gut genug“, sagte Vizekommissionschefin Vera Jourova der dpa. „Aber wir hoffen, die Entwicklung mit Zeit und mehr Anstrengung ändern zu können.“

In dem Aktionsplan, der der dpa im Entwurf vorliegt, fordert die EU-Kommission unter anderem ein entschiedeneres Vorgehen der EU-Staaten. Die nationalen Regierungen sollten beispielsweise mit Hilfe der EU-Grundrechteagentur dafür sorgen, dass diskriminierende Tendenzen etwa bei der Polizeiarbeit abgestellt werden. Die Länder werden zudem ermutigt, selbst nationale Pläne für den Kampf gegen Rassismus zu erstellen.

Zudem will die EU-Kommission selbst einen Anti-Rassismus-Koordinator benennen, der in regelmäßigem Austausch etwa mit Betroffenen und der Wissenschaft stehen soll. Aber auch die eigene Personalpolitik soll vielfältiger werden. Außerdem müssten Schlupflöcher im EU-Recht gestopft werden, die den Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus schwächen.

Wirtschaft

Die verschärften Coronavirus-Bestimmungen sorgen in den steirischen Skigebieten für große Unsicherheit. Schon jetzt würden vor allem viele Firmen ihre Skitage, Seminare oder Weihnachtsfeiern stornieren. Generell seien die Buchungen – auch von privaten Wintersportlern – sehr zurückhaltend.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Auch der Wintertourismus in Salzburg stellt sich bereits auf harte Monate ein. Auf einem Tourismusgipfel wurden dort gestern Vorschläge und Maßnahmen diskutiert, die mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt werden sollen.

Mehr dazu in salzburg.ORF.at

Die größte Batterie Österreichs ist beim Wasserkraftwerk Wallsee (Niederösterreich) des Verbundes offiziell in Betrieb genommen worden. Sie soll für höhere Netzstabilität sorgen. Durch den steigenden Anteil an erneuerbarer Energie sei es notwendig, die immer stärkeren Schwankungen ausgleichen zu können.

Mehr dazu in noe.ORF.at

Der langjährige Erste-Vorstand Peter Bosek legt mit Jahresende seinen Job in Wien zurück. Bosek, Vorstandschef der Erste Bank Österreich, gab heute bekannt, dass er nach 24 Jahren in der Erste-Gruppe, davon mehr als 13 Jahre in Managementpositionen, als CEO per 31. Dezember 2020 zurücktreten und aus dem Vorstand ausscheiden wird.

Bosek werde die Position des Vorstandschefs (CEO) bei der Luminor Bank im Baltikum übernehmen, teilten Bosek und die Bank mit.

Einen Nachfolger für Bosek will die Gruppe zu gegebener Zeit benennen. Der Banker sprach in der Mitteilung von einem Schritt in freundschaftlichem Einvernehmen mit seinen Kolleginnen und Kollegen.

Viele Österreicherinnen und Österreicher hätten während der Pandemie das Camping und die entsprechenden Fahrzeuge für sich entdeckt, teilte heute der Österreichische Camping Club (ÖCC) mit. So wurden im August knapp 84 Prozent mehr Wohnmobile und 34 Prozent mehr Wohnanhänger neu zugelassen als im Vorjahresmonat.

Auch gebrauchte Campingfahrzeuge waren beliebter als im Jahr zuvor: Die Zulassungsrate von Wohnmobilen aus zweiter Hand stieg im August um 13 Prozent, jene von gebrauchten Wohnanhängern um knapp 23 Prozent. „Auch wenn die Nachfrage derzeit sehr groß ist, am günstigsten ist grundsätzlich ein Kauf zwischen Oktober und Dezember“, so ÖCC-Präsident Tomas Mehlmauer.

Ein von der australischen Airline Qantas angekündigter Langstreckenrundflug nach Nirgendwo war innerhalb von nur zehn Minuten ausverkauft. Eine Boeing 787-9 „Dreamliner“ soll am 10. Oktober in Sydney starten und dann relativ niedrig über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes fliegen, um ohne Zwischenlandung sieben Stunden später wieder in Sydney zu landen. „Das ist wahrscheinlich der am schnellsten ausverkaufte Flug in der Geschichte von Qantas“, sagte ein Unternehmenssprecher heute.

Wegen der CoV-Pandemie sind in Australien seit Monaten nicht nur die Grenzen für Besucher aus dem Ausland geschlossen, auch Reisen zwischen den einzelnen Bundesstaaten sind größtenteils verboten.

Die wegen der CoV-Pandemie in finanzielle Not geratene Gesellschaft will mit der originellen Idee Gäste zurückgewinnen und ihnen zumindest aus der Luft ein Überwinden der derzeit geschlossenen Grenzen innerhalb des Landes ermöglichen.

Unter anderem können die Passagiere durch die großen Fenster des „Dreamliner“ das Great Barrier Reef, Uluru und den Hafen von Sydney von oben bestaunen. Ein Reisepass oder eine CoV-Quarantäne danach sind nicht nötig.

Weitere Rundflüge werden überlegt

In der Economy-Klasse wurden die Tickets ab 780 australischen Dollar (480 Euro) verkauft, ein Sitz in der Businessclass war ab knapp 3.800 australischen Dollar (2.300 Euro) zu haben. „Wir wussten, dass dieser Flug begehrt sein würde, aber wir hatten nicht erwartet, dass er in zehn Minuten gefüllt sein würde“, so Qantas.

Die Menschen vermissten offenbar das Reisen und das Fliegen. „Wenn es eine Nachfrage gibt, dann werden wir definitiv überlegen, weitere Rundflüge anzubieten, bis die Inlandsgrenzen wieder öffnen.“

Sport

Mit 16 österreichischen Legionären und dem Duell der Aufstiegskandidaten HSV und Fortuna Düsseldorf startet heute die zweite deutsche Liga in ihre neue Saison. Bei den Hamburgern ist nach dem Cupdebakel gegen Drittligist Dresden bereits zu Saisonbeginn Feuer am Dach und der Druck, nach zwei gescheiterten Anläufen wieder ins Oberhaus zurückzukehren, enorm. Insgesamt dürfte der Kampf um den Aufstieg zu einem offenen Rennen werden.

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Justin Thomas ist erster Führender bei den 120. US Open der Golfer. Auf dem schwierigen Platz des Winged Foot Golf Club in New York gelang dem Weltranglistendritten gestern (Ortszeit) eine 65er-Runde, womit Thomas vor drei Verfolgern liegt. Die Österreicher taten sich schwer: Während Bernd Wiesberger nach einer 73er-Runde gleichauf mit Tiger Woods um den Cut zittern muss, verhaute Matthias Schwab Runde eins.

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Für Österreichs Kanu-Slalom-Elite steht gleich zum Wettkampfneustart nach der langen Coronavirus-Pause von heute bis Sonntag die EM in Prag auf dem Programm. Angeführt wird das siebenköpfige OKV-Aufgebot von der Niederösterreicherin Corinna Kuhnle, die bei der bisher letzten EM 2018 ebenfalls in Prag Silber im Kajak-Einer und Teambewerb holte und an diese Erfolge anschließen will. ORF Sport + überträgt ab morgen (9.00 Uhr) live.

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Chronik

Die Wiener Polizei hat eine dreiköpfige Bande ausgeforscht, die sich auf die Vermittlung von Scheinehen spezialisiert hat: Dabei wurden Drittstaatsangehörige für 10.000 Euro mit hauptsächlich ungarischen Staatsbürgern verheiratet.

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Nach dem mysteriösen Vorfall am Wochenende, bei dem ein junger Mann tot auf einer Straße in Linz gefunden wurde, gibt es jetzt offensichtlich eine Spur. Die Polizei sucht nach einem Taxifahrer. An einem bereits sichergestellten Auto wurden indes keine Unfallspuren gefunden.

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Bei einem Absturz ist gestern ein 74-Jähriger im Gemeindegebiet von Aurach in Tirol ums Leben gekommen. Der Mann war zuerst mit seinem Auto abgestürzt. Als dieses zum Stillstand kam, stieg er aus und übersah dabei einen Abgrund.

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Zahlreiche Käseprodukte finden sich in heimischen Supermarktregalen. Die Milch dafür stammt aber nur selten aus Österreich. Das ergab eine Untersuchung der Landwirtschaftskammer Steiermark. Qualität habe ihren Preis, den der Handel nicht bereit sei zu zahlen, so die Kritik.

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Ein US-Amerikaner ist in Mexiko mit rund 13.000 großkalibrigen Patronen erwischt worden. Der Mann hatte nach seiner Einreise aus dem Nachbarland einer Grenzkontrolle in der nordwestmexikanischen Stadt Nogales auszuweichen versucht und dabei einen Unfall verursacht, wie die mexikanische Nationalgarde gestern mitteilte.

In seinem Kofferraum wurden 13 Schachteln mit den Patronen entdeckt. Er wurde festgenommen. In der ersten Jahreshälfte 2020 wurden in Mexiko, das knapp 130 Millionen Einwohner hat, in der offiziellen Statistik 98,8 Mordopfer pro Tag gezählt – noch etwas mehr als im vergangenen Jahr.

Die Gewalt in dem nordamerikanischen Land geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Banden, die oft Verbindungen zu Sicherheitskräften haben. Viele der Waffen, die sie verwenden, stammen aus den USA. Die meisten Verbrechen werden in Mexiko nie aufgeklärt, geschweige denn geahndet.

Science

Im Gedenken an die frühere Funktion der Birag-Pionierkaserne Melk als KZ-Außenlager wurde gestern eine Gedenktafel beim Eingang enthüllt. Das KZ Melk war das größte Konzentrationslager Niederösterreichs. Tausende Menschen wurden dort ermordet.

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Die schrillen Ig-Nobelpreise sind längst Kult. Wegen der Pandemie wurde die Gala des wissenschaftlichen Klamauks nun erstmals im Internet abgehalten. Die ausgezeichneten Forschungsthemen: Augenbrauen von Narzissten, Angst vor Kaugeräuschen – und ein Alligator, der Helium einatmet.

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IT

Twitter drängt aus Angst vor Cyberattacken vor der US-Präsidentenwahl zahlreiche amerikanische Politiker und Politikerinnen und Journalisten und Journalistinnen dazu, ihre Accounts mit besseren Passwörtern zu schützen. Betroffen seien unter anderem Regierungsmitarbeiter und Kongressabgeordnete sowie Gouverneure von Bundesstaaten und führende Medien, teilte Twitter gestern mit.

Wenn sie sich nächstes Mal bei Twitter einloggen, werde geprüft, ob ihr Passwort komplex genug ist, um als sicher zu gelten. Sollte das nicht der Fall sein, würden sie aufgefordert, es zu ändern. Außerdem werde Twitter ihnen nachdrücklich den Einsatz der Zweifaktorauthentifizierung empfehlen, bei der zur Anmeldung auf einem neuen Gerät ein zusätzlicher Code notwendig ist.

Twitter-Mitarbeiter ausgetrickst

Twitter war erst im Juli Ziel einer Attacke geworden, bei der Accounts von Prominenten gekapert wurden, um einen Bitcoin-Betrug zu bewerben. Mit der Qualität der Passwörter hatte das nichts zu tun: Die Angreifer hatten nach Angaben des Unternehmens mindestens einen Twitter-Mitarbeiter ausgetrickst und sich Zugriff auf die Systeme des Kurznachrichtendienstes verschafft. Ein besserer Passwortschutz könnte aber weniger ausgeklügelte Attacken verhindern.

Leute

Fünf Jahre ohne Date: Kurz nach Schauspielerin Drew Barrymore hat sich auch Oscar-Preisträgerin Charlize Theron („Monster“, „Mad Max“) in Barrymores Fernsehshow zu ihrem Liebesleben geäußert. Sie habe seit mehr als fünf Jahren niemanden mehr gedatet, verriet die 45-Jährige in der Sendung gestern.

Hollywood-Schauspielerin Charlize Theron
APA/AFP/Getty Images/Frazer Harrison

Sie sei offen, wenn Freunde ihr sagten, sie solle auf ein Date gehen. Allerdings sei sie glücklich mit ihren beiden Adoptivkindern August und Jackson und sehne sich nicht nach viel mehr. „Ich fühle mich nicht einsam“, sagte Theron. Die Schauspielerin hatte sich im Sommer 2015 von ihrem Schauspielerkollegen Sean Penn getrennt.

Barrymore: Es fehlt einfach die Zeit

Einen Tag zuvor hatte Barrymore gesagt, dass sie seit fünf Jahren der Männerwelt abgeschworen habe. „Ich habe einfach nicht die Kapazität dafür“, sagte die 45-Jährige ihrem Gast Jane Fonda. Es sei nicht so, dass sie nicht wolle. Es fehle einfach die Zeit.

„Ich bekomme es einfach nicht unter.“ In „The Drew Barrymore Show“ geht es um Liebe und Beziehungen. Start war am 14. September. Gäste waren bisher unter anderen Cameron Diaz, Lucy Liu und Reese Witherspoon.

Kultur

Der US-Schriftsteller Winston Groom, bekannt geworden mit seinem Roman „Forrest Gump“ und dessen Verfilmung mit Tom Hanks, ist tot. Er starb am Mittwochabend (Ortszeit) in seiner Heimatstadt Fairhope im US-Bundesstaat Alabama, wie US-Medien gestern Abend unter Berufung auf Bürgermeisterin Karin Wilson berichteten.

US-Schriftsteller Winston Groom im Jahr 1995
AP/Anders Krusberg

„Wir sind sehr traurig, das zu hören. Er ist hier definitiv eine Ikone“, sagte Wilson dem Sender CNN. Alabama habe einen seiner begabtesten Schriftsteller verloren, twitterte die Gouverneurin des Bundesstaats, Kay Ivey.

Nach Angaben der Universität Alabama wuchs der in der Hauptstadt Washington geborene Groom im Bezirk Mobile in Alabama auf. Nach seinem Abschluss an der Universität 1965 trat er in die US-Armee ein und diente im Vietnam-Krieg. Groom arbeitete nach seiner Rückkehr in die USA zunächst als Journalist und verfasste mehrere Bücher. Weltbekannt wurde er aber vor allem durch seinen Roman „Forrest Gump“, dessen Verfilmung unter der Regie von Robert Zemeckis und mit Hauptdarsteller Hanks sechs Oscars gewann.

Panorama

Gestern ist die Polizei zu einem ungewöhnlichen Vorfall in das Alpengasthaus Himmelbauer in Obervellach (Kärnten) gerufen worden. Ein Steinadler riss ein Huhn und wurde von der Bäuerin kurzerhand mit einer Wanne eingefangen. Es stellte sich heraus, dass der Vogel zahm ist und ausgebüxt war.

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Emma und Maximilian haben 2019 die Hitliste der Vornamen Neugeborener angeführt, wobei der Mädchenname zum ersten Mal den ersten Rang eingenommen hat, während Maximilian seine frühere Spitzenposition zurückerobert hat.

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