Ausland

Regierung und Opposition des südamerikanischen Krisenlandes Venezuela haben sich auf die Einleitung eines Dialogs verständigt. Bei einem Treffen in Mexiko-Stadt unterzeichneten Vertreter beider Seiten eine Vereinbarung, Gespräche zur Beendigung der politischen und wirtschaftlichen Krise im Land aufzunehmen. Gastgeber des Treffens war die mexikanische Regierung, Norwegen trat als Vermittler auf.

Im Namen der Regierung des umstrittenen linkgerichteten Staatschefs Nicolas Maduro unterzeichnete Jorge Rodríguez die Absichtserklärung. Verhandlungsführer der Regierungsgegner war Gerardo Blayde vom Oppositionsbündnis Plataforma Unitaria.

In Venezuela tobt seit Jahren ein erbitterter Machtkampf zwischen Maduro und der Opposition um Juan Guaido, der von westlichen Ländern unterstützt und als Venezuelas Staatschef anerkannt wird. Maduro hat sich bisher aber an der Macht halten können – trotz der verheerenden Wirtschaftslage in dem ölreichen Land.

Die Vereinten Nationen (UNO) haben sich alarmiert über Berichte über Massenvergewaltigungen in der Unruheregion Tanganyika in der Demokratischen Republik (DR) Kongo gezeigt. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR erklärte gestern, humanitäre Helfer in der Region hätten zuletzt vermehrt von fürchterlichen Übergriffen bewaffneter Gruppen auf Frauen und Mädchen erfahren.

Die „systematische sexuelle Gewalt“ betreffe in vielen Fällen auch Minderjährige. Allein in den vergangenen zwei Wochen hätten humanitäre Helferinnen und Helfer in den Bezirken Kongolo und Mbulula 243 Vergewaltigungen in insgesamt zwölf Dörfern registriert, sagte UNHCR-Sprecherin Shabia Mantoo vor Journalisten in Genf. In 48 Fällen seien die Opfer noch minderjährig gewesen.

Ausgeführt werden die Angriffe auf die Dörfer in Tanganyika laut Mantoo offenbar von rivalisierenden bewaffneten Gruppen, die um die Kontrolle vor allem von Goldminen konkurrieren. „Unsere Mitarbeiter haben fürchterliche Berichte über extreme Gewalt gehört“, sagte Mantoo. „Gewaltsam vertriebene Menschen werfen bewaffneten Gruppen vor, Massenvergewaltigungen zu verüben, wenn Frauen versuchen, aus ihren Dörfern zu fliehen.“

Einige der betroffenen Frauen und Mädchen seien entführt und als „Sexsklavinnen“ missbraucht worden, sagte Mantoo weiter. Ihre Familien seien teilweise erpresst worden.

Die tunesische Marine hat 98 in Seenot geratene Menschen gerettet. Dem Boot sei in der Nähe der Ferieninsel Djerba im Süden des Landes der Treibstoff ausgegangen, teilte ein Sprecher des tunesischen Roten Halbmonds gestern mit. Die Menschen seien von Libyen aus auf dem Weg nach Italien gewesen.

Die Marine habe sie nach der Panne zum Hafen der tunesischen Stadt Zarzis gebracht. Nun sollen die Migranten den Angaben nach in Notunterkünften auf dem tunesischen Festland untergebracht werden. Die Unterkünfte seien aber nach wie vor überfüllt, sagte der Sprecher weiter. Die Menschen stammten zum Großteil aus dem Sudan und Syrien, einige aber auch aus Bangladesch, Ägypten sowie anderen afrikanischen Ländern.

Ein Gericht in Belarus hat ein populäres Nachrichtenportal als extremistisch eingestuft und damit verboten. Das teilte das Innenministerium gestern in Minsk mit. Betroffen ist die Seite Zerkalo.io, das nach der Sperrung des Portals Tut.by unter neuem Namen vor einem Monat einen weiteren Anlauf für unabhängige Berichterstattung über die Ex-Sowjetrepublik unternommen hatte.

Die Behörden drohten mit Haftstrafen, sollten Inhalte der Website auch in sozialen Netzwerken wie Facebook und Telegram veröffentlicht werden. Auch das Verbreiten und weiteres Posten führten bereits zu Ordnungsstrafen bis hin zu Arrest, so das Innenministerium.

Zerkalo.io kündigte ein Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Gerichts an. Nach Angaben der Redaktion drohen für das „bloße Lesen“ von Berichten des Portals keine Strafen. Die Redaktion befinde sich im Ausland. Man garantiere die Anonymität von Zuschriften.

Tut.by war im Zuge der Massenproteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko im vergangenen Jahr weit über das Land hinaus bekanntgeworden. Die Journalistinnen und Journalisten hatten trotz vieler Festnahmen von Medienvertretern weiter über das Vorgehen der Behörden gegen die Opposition berichtet. So gelangten diese Informationen auch ins Ausland. Die Website war bereits im Frühjahr blockiert worden.

COV Ausland

In Sachen CoV-Regeln verlängert Slowenien eine Ausnahme für den Transitverkehr: Bis zum 22. August muss man für die Durchreise durch das Land keinen „3-G-Nachweis“ vorlegen. Ursprünglich sollte der Transit nur bis zum 15. August von den Auflagen befreit sein, die Regierung in Ljubljana teilte gestern Abend jedoch mit, dass die Ausnahme um eine Woche verlängert wird.

„Ab 23. August wird der Transit ohne den ‚3-G-Nachweis‘ nicht mehr möglich sein“, hieß es in der Mitteilung der slowenischen Regierung. Bis dahin können Personen, die nur auf der Durchreise sind und in Slowenien keinen Wohnsitz haben, weiterhin auflagenfrei ins Land einreisen.

Das gilt etwa für den Weg nach Kroatien oder den Rückweg durch Slowenien nach Österreich. Reisende müssen Slowenien in dem Fall aber nach spätestens zwölf Stunden wieder verlassen.

Die Ausnahmen von der „3-G-Regel“ gelten weiterhin auch für Gütertransport, begleitete Kinder unter 15 Jahren, Berufspendlerinnen und -pendler sowie Besitzerinnen und Besitzer oder Pächterinnen und Pächter von land- oder forstwirtschaftlichen Grundstücken im Grenzgebiet oder auf beiden Seiten der Grenze, wenn sie die Grenze zu Arbeitszwecken überqueren. Für diese Ausnahmen gibt es keine Zeitbegrenzung.

Tschechien stuft Österreich wegen der steigenden Infektionszahlen auf seiner CoV-Reiseampel künftig als Land mit mittlerem Infektionsrisiko ein. Ab kommenden Montag kommt Österreich von der grünen Liste mit niedrigem Infektionsrisiko auf die orange Liste der Länder mit mittlerem Infektionsrisiko, wie das tschechische Außenministerium gestern mitteilte.

Keine Änderung für Einreisende aus Österreich

In der Praxis bedeutet das jedoch keine Änderung für Einreisende aus Österreich. Diese müssen sich weiterhin registrieren und bei der Einreise einen negativen Test vorweisen. Ausgenommen von der Testpflicht sind vollständig Geimpfte sowie Genesene. Ausnahmen gibt es auch für Kinder unter sechs Jahren sowie Transitreisende.

Der israelische Regierungschef Naftali Bennett setzt im Kampf gegen steigende Zahlen der Coronavirus-Infektionen auf Impftermine rund um die Uhr. Auch am Sabbat solle die Impfkampagne fortgesetzt werden, sagte er gestern bei einem Treffen mit den Chefs von Gesundheitsdiensten und Krankenkassen.

Da es um das Retten von Menschenleben gehe, müssten die Impfungen Tag und Nacht, an allen sieben Tagen der Woche angeboten werden, sagte Bennett einer Mitteilung zufolge.

Für religiöse Juden ist die Einhaltung der Sabbatruhe ein wichtiges Gebot. Auch im säkular geprägten Tel Aviv fahren von Freitagnachmittag bis Samstagabend keine Busse oder Züge. Bennett rief auch dazu auf, in der kommenden Woche das Impftempo zu verdoppeln, indem Militärärzte zu den Impfungen hinzugezogen werden. Mit Verteidigungsminister Benny Ganz sei die Unterstützung durch die Militärärzte bereits vereinbart worden.

Am Donnerstag waren in Israel 6.102 neue Coronavirus-Infektionen registriert worden, 453 Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern befanden sich in einem kritischen Zustand. Das sind die höchsten Zahlen seit März. Deutschland stuft Israel ab Sonntag als Hochrisikogebiet ein, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) gestern mitteilte.

Beginn der dritten Impfung

Israel hatte gestern als erstes Land weltweit mit einer dritten Impfung von über 50-Jährigen begonnen. Voraussetzung ist, dass die zweite Impfung fünf Monate zurückliegt. Die Kampagne Israels, als erstes Land der Welt den über 60-Jährigen eine dritte Impfung anzubieten, sei ein voller Erfolg gewesen, sagte Regierungschef Bennett. „Bis jetzt sind mehr als 750.000 Menschen geimpft worden, und wir machen den nächsten Schritt.“ Im Kampf gegen die sich immer schneller verbreitende Delta-Variante sei das die richtige Maßnahme.

Angesichts zunehmender Corona-Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante hat die kanadische Regierung eine Impfpflicht für alle Mitarbeiter der Bundesbehörden angekündigt. „Wir wissen, dass Impfstoffe der beste Weg sind, diese Pandemie zu beenden“, sagte der Minister für Regierungskoordination, Dominic LeBlanc, in Ottawa. Die Regierung erwarte daher, dass die Staatsbediensteten sich „an diese Pflicht-Voraussetzung“ einer Corona-Impfung halten.

Der Zeitpunkt des Inkrafttretens der Impfpflicht für die rund 300.000 Mitarbeiter der Bundesbehörden soll in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden. Im Verkehrssektor soll sie spätestens ab Oktober gelten. Auch bei Staatsunternehmen wie der Post soll die Impfpflicht gelten. Zu möglichen Strafen für nicht geimpfte Staatsbedienstete machte LeBlanc keine Angaben.

Wegen steigender Infektionszahlen stuft Deutschland die Türkei als Hochrisikogebiet ein. Ab Dienstag müssen Einreisende aus dem beliebten Urlaubsland, die nicht geimpft oder genesen sind, für fünf bis zehn Tage in Quarantäne, wie das deutsche Robert Koch-Institut (RKI) gestern mitteilte.

Ebenfalls als Hochrisikogebiete eingestuft werden von Deutschland bereits am Sonntag die USA, Israel, Kenia, Montenegro, Vietnam sowie zwei französische Überseegebiete. Portugal wird dagegen mit Ausnahme der bei Touristinnen und Touristen besonders beliebten Küstenregion Algarve und der Hauptstadt Lissabon von der Risikoliste gestrichen.

Vollständig geimpfte und genesene Einreisende aus Hochrisikogebieten sind in Deutschland von der Quarantänepflicht befreit. Alle anderen müssen sich nach der Einreise selbst isolieren und können sich davon erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test befreien.

COV Inland

Vor vier Monaten sind die niederösterreichischen Landesimpfzentren in Betrieb gegangen, nun werden sie geschlossen. Geimpft wird künftig in Praxen und Impfbussen. 80.000 Impftermine stehen derzeit online für die Vergabe bereit, so Impfkoordinator Christof Constantin Chwojka.

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Der Chefarzt der Psychosozialen Dienste (PSD) in Wien, Georg Psota, hat sich gestern im „Wien heute“-Interview entschieden für eine Impfpflicht im Gesundheits- und Sozialbereich, aber auch in der Pädagogik ausgesprochen. „Es muss einmal einer so deutlich sagen.“

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Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 55,1 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Am höchsten ist die Zahl in Salzburg (75,6) , Wien (69,7) und Tirol (68,7). Am niedrigsten ist der Wert im Burgenland (27,7) und in Niederösterreich (39,6).

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Ministerien melden 1.005 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium meldeten 1.005 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden (Stand: gestern, 9.30 Uhr). Diese Zahlen meldeten die Bundesländer an den nationalen Krisenstab.

10.753 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 205 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 48 auf Intensivstationen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Österreich lockert die Einreisebestimmungen für Großbritannien, Russland, Südafrika, Indien, Nepal, Botsuana und Sambia. Diese Staaten gelten ab Sonntag nicht mehr als Virusvariantengebiete, wie aus einer gestern veröffentlichten Novelle der Einreiseverordnung hervorgeht. Für Einreisende entfällt die Quarantänepflicht, sofern sie vollständig geimpft sind. Auch sonst sind Impfnachweise ab Mittwoch bei der Einreise nur mehr bei einer Vollimmunisierung gültig.

Die Streichung dieser Länder von der Liste der Virusvariantengebiete argumentiert das Gesundheitsministerium damit, dass die Delta-Variante mittlerweile auch in Österreich sowie in den meisten europäischen Staaten die dominierende ist. Ab Sonntag gelten für diese Staaten die Regelungen der „sonstigen Staaten“ in der Einreiseverordnung.

Das bedeutet, dass bei der Einreise ein „3-G-Nachweis“ vorgelegt werden muss sowie eine Registrierungs- und Quarantänepflicht besteht. Von der Quarantäne ausgenommen sind vollständig geimpfte Personen. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gelten die Quarantänebestimmungen der sie begleitenden Erwachsenen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Weiterhin auf der Liste der Virusvariantengebiete bleiben Brasilien, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Uruguay.

Erleichterungen bei Einreise aus Niederlanden

Erleichterungen gibt es auch bei der Einreise aus den Niederlanden. Für die Einreise – auch auf dem Luftweg – gelten wieder die gleichen Regeln wie für die anderen Staaten und Gebiete mit geringem epidemiologischem Risiko. Seit 3. August hatten Reiserückkehrer und Urlauber aus den Niederlanden sowie jene aus Spanien und Zypern bei ihrer Ankunft auf österreichischen Flughäfen einen negativen PCR-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung vorlegen müssen. Für Spanien und Zypern bleiben die zusätzlichen Auflagen bestehen.

Für alle nach Österreich Einreisenden gilt ab Mittwoch, dass Impfnachweise nur mehr dann gültig sind, wenn die betreffende Person vollständig geimpft ist. Bisher reichte auch eine Erstimpfung, wenn sie mindestens 21 Tage und nicht mehr als 90 Tage zurücklag.

Inland

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) spricht sich weiter gegen einen generellen Abschiebestopp nach Afghanistan aus. „Es ist einfach, einen generellen Abschiebestopp nach Afghanistan zu fordern, aber andererseits die zu erwartenden Fluchtbewegungen zu negieren. Wer Schutz benötigt, muss diesen möglichst nahe am Herkunftsland erhalten“, sagte Nehammer heute zur APA.

Was den zuletzt etwa vom Präsidenten des Roten Kreuzes, Gerald Schöpfer geforderten Aus für Abschiebungen nach Afghanistan betrifft habe die Linie des Innenministeriums grundsätzlich „keine Änderung ergeben“, wie das Ressort schon gestern mitteilte. Zur Entscheidung Deutschlands und anderer europäischer Staaten, derzeit nicht mehr nach Afghanistan abzuschieben hielt, das Innenministerium in Wien fest, dass Deutschland die Abschiebungen nicht generell gestoppt, sondern nur temporär ausgesetzt habe. Und weiter stellt das Ressort Nehammers fest: „Jeder Staat entscheidet hier für sich.“

Schallenberg setzt auf internationale Kooperation

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) warnte indes vor der internationalen Dimension des aktuellen Konflikts. „Die Krise in Afghanistan spielt sich nicht im luftleeren Raum ab“, so Schallenberg: „Konflikt und Instabilität in der Region wird früher oder später auch auf Europa und somit auf Österreich überschwappen. Durch unser Handeln nach außen stärken wir unsere Sicherheit nach innen.“ Bei der Bekämpfung der Schlepperei will Schallenberg auf regionale und internationale Kooperation setzen.

Die in Afghanistan immer weiter vorrückenden Taliban forderte Schallenberg auf, „ihr rücksichtsloses Vorgehen sofort zu stoppen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren“. In einer der APA in der Nacht auf heute übermittelten Stellungnahme ließ Schallenberg die radikal-islamistischen Milizen wissen: „Man kann nicht die eine Hand zum Dialog ausstrecken und mit der anderen weiter die Waffe umklammern.“

Nach ÖVP-Staatssekretär Magnus Brunner drängt auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) auf schnellere Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP). „Das ist sinnvoll. Diese Beschleunigung muss machbar sein. Denn sonst werden wir die Klimawende nicht schaffen“, sagte Platter im APA-Sommerinterview.

Es gehe darum, dass man die entsprechenden erneuerbaren Energieformen – in Tirol sei es die Wasserkraft – auch ausnützen kann. Und dazu brauche es schnellere Verfahren, erklärte Platter: „Wenn man zum Beispiel beim Kraftwerk Sellrain-Silz in Tirol zehn Jahre braucht, bis die Verfahren abgeschlossen sind, dann rennt uns die Zeit davon.“ Platter, derzeit auch Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz, betonte, dass er nicht die Qualität der UVP-Verfahren ändern wolle.

Zudem reihte er sich in den Chor der ÖVP-Kritiker an Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) und ihrer Evaluierung der Straßenbauprojekte der Asfinag ein. Eine Evaluierung von Projekten durch einen Minister sei zwar an sich legitim, aber: "Zugesagte Projekte zur Entlastung der Bevölkerung müssen weiterhin machbar sein

Knapp zwei Wochen nach Verfahrensrichter Wolfgang Pöschl haben gestern auch die SPÖ- und ÖVP-Fraktion ihre Berichte bzw. Einschätzungen über den „Ibiza“-U-Ausschuss geliefert. Für SPÖ-Fraktionsführer Kai Jan Krainer war er „ein voller Erfolg“, die Käuflichkeit der ÖVP-FPÖ-Regierung sei aufgezeigt worden. ÖVP-Fraktionsführer Andreas Hanger ortete hingegen Skandalisierungen und eine Reihe von Tiefpunkten.

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Wirtschaft

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer hat nach eigenen Angaben auf dem Weg zu einem kohlenstoffneutralen Betrieb bis 2040 einen großen Schritt gemacht und den ersten Flug mit einem von dem Konzern in Brasilien hergestellten Elektroflugzeug ausgeführt.

„Der Erstflug eines Flugzeugs ist immer ein wichtiger Meilenstein, und der Start unseres ersten emissionsfreien Elektroflugzeugs ist auch ein wichtiger Beitrag zur Energiewende in der Branche“, sagte Luis Carlos Affonso. Der Vizepräsident für Technik und Entwicklung von Embraer äußerte sich gestern laut einer Mitteilung des Unternehmens mit Sitz in Sao Jose dos Campos im Bundesstaat Sao Paulo.

Laut der Mitteilung wurden bei dem Projekt eine EMB-203 Ipanema mit Batterien versehen, um einen Motor des Unternehmens WEG aus dem Bundesstaat Santa Catarina anzutreiben. Das Flugzeug ist Teil der Geschichte von Embraer, einem der größten Flugzeugbauer der Welt: Im Jahr 2004 wurde es für den Betrieb mit Treibstoff aus Ethanol zertifiziert und in Serie produziert.

Die US-Ratingagentur Moody’s hat den Bonitäts-Ausblick für Irland auf „positiv“ von zuvor „stabil“ angehoben. Damit kann das Land auf eine Höherstufung in näherer Zukunft hoffen.

Die Einstufung der Kreditwürdigkeit bleibe zunächst bei „A2“, teilte die Agentur gestern mit. Eine Bewertung „A2“ bedeutet eine gute bis befriedigende Bonität.

Irlands Wirtschaft sei widerstandsfähig gegen externe Einflüsse wie Brexit und Corona-Pandemie, heißt es zur Begründung.

Die Brotpreise dürften schon bald in ganz Österreich steigen. Das liegt laut „Standard“ vor allem an der Verteuerung zahlreicher Rohstoffe. Auch die Wirtschaftskammer Niederösterreich rechnet künftig mit höheren Preise in den heimischen Bäckereien.

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IT

Facebook bekommt bei den Plänen zur Übernahme der Clip-Plattform Giphy Gegenwind aus London. Die britische Kartellbehörde CMA kam in ihrem vorläufigen Bericht zu dem Schluss, dass der Deal den Wettbewerb zwischen Online-Plattformen schwächen würde.

Unter anderem sieht die CMA die Gefahr, dass es für Facebooks Konkurrenten schwieriger werden könnte, die animierten Bilder von Giphy einzubinden. Zum Beispiel könne Facebook verlangen, dass Giphy-Kunden wie Tiktok, Twitter oder Snapchat für den Zugang zu den Gifs mehr Kundendaten teilen müssen, argumentierte die CMA (Competition and Markets Authority) in einer Mitteilung.

Facebook widersprach der Analyse der Behörde. Man werde weiter mit ihr arbeiten, um die „falsche Auffassung“ auszuräumen, dass die Übernahme dem Wettbewerb schaden werde, sagte ein Sprecher dem Technologieblog The Verge. Facebook hatte zur Giphy-Übernahme im Februar 2020 angesetzt. Zu dieser Zeit war bereits die Debatte voll im Gange, ob Wettbewerbshüter bei früheren Übernahmen durch Facebook und andere Technologie-Riesen hätten restriktiver sein müssen. Als Beispiele werden oft der Kauf von Instagram und WhatsApp genannt.

Medien

Die regierungskritische Zeitung „La Prensa“ in Nicaragua kann vorerst nicht mehr erscheinen. Da eine dringend benötigte Papierlieferung im Zoll festgehalten wird, hat der Verlag die gedruckte Version auf unbestimmte Zeit eingestellt. „Sie werden uns nicht zum Schweigen bringen“, sagte Vorstandssekretär Juan Lorenzo Holmann im Radiosender Confidencial.

Das 1926 gegründete Blatt wird weiter über seine digitalen Kanäle informieren. Die Situation sei auf eine politische Entscheidung der autoritären Regierung von Präsident Daniel Ortega zurückzuführen, wie es schon 2018 und 2019 der Fall gewesen sei, sagte Holmann. Die Zeitung „Hoy“ des Verlages konnte schon gestern nicht mehr gedruckt werden.

Der Inter-Amerikanische Presseverband warf der Regierung vor, eine „feindselige Haltung“ gegenüber der Presse einzunehmen und die Freigabe der Papierlieferungen bewusst zu blockieren. „Das ist eine wiederholte Praxis der Vergeltung gegen die Zeitung“, hieß es in einer Mitteilung des Verbandes mit Sitz in Miami.

Sport

Austria Lustenau hat nach drei Siegen in der Admiral 2. Liga gestern die erste Niederlage kassiert. Die Vorarlberger unterlagen dem FAC in der vierten Runde auswärts mit 1:3 (0:3), behaupteten aber die Tabellenführung einen Punkt vor Amstetten. Die Niederösterreicher erkämpften sich beim FC Liefering, der erst in der 91. Minute traf, ein 1:1. Punktegleich dahinter neuer Dritter ist Wacker Innsbruck nach einem 1:0 (0:0) beim Neo-Letzten Vorwärts Steyr.

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Die Spitze der englischen Premiere League war in der vergangenen Saison fest in den Händen der finanzstärksten Clubs. Mit Manchester City, Manchester United, Liverpool und Chelsea belegten vier der „Big Six“ vergangene Saison die CL-Ränge. Es deutet wenig darauf hin, dass sich dieses Bild in der am Freitag beginnenden Spielzeit ändern wird. Der Liga winkt ein Deja-vu, denn bei den Topclubs wurde Kontinuität großgeschrieben. Für die Clubs mit österreichischem Anteil geht es vor allem um eines: nicht absteigen.

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Mit einem Prolog in Burgos beginnt heute die 76. Ausgabe der Vuelta a Espana. Das Ziel Santiago de Compostela ist drei Wochen, 21 Etappen oder 3.417 km entfernt. Mit Felix Großschartner, dem Gesamtneunten des vergangenen Jahres, nehmen auch dessen Bora-Teamkollege Patrick Gamper und Youngster Tobias Bayer vom Team Alpecin die Spanien-Rundfahrt in Angriff. Trotz einer starken Vorstellung 2020 hält sich Großschartner mit Prognosen und Zielsetzungen zurück. Der Favorit heißt sowieso wieder Primoz Roglic.

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Umwelt & Klima

Der vergangene Monat war nach Messungen der US-Klimabehörde NOAA weltweit der wärmste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen habe um 0,93 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15,8 Grad gelegen, teilte die NOAA gestern mit. Damit übertraf der Juli 2021 die gleichen Monate der Jahre 2016, 2019 und 2020 – laut NOAA die bisherigen Rekordhalter – um 0,01 Grad Celsius.

„Der Juli ist typischerweise der wärmste Monat des Jahres auf der Welt, aber der Juli 2021 hat sich selbst übertroffen als heißester Juli und Monat, der je gemessen wurde“, sagte NOAA-Chef Rick Spinrad. „Dieser neue Rekord kommt zu dem verstörenden und zersetzenden Weg, den die Klimaveränderung der Erde bereitet, hinzu.“

Besonders warm war es nach Angaben der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) vor allem in Asien. In Europa sei es der zweitwärmste jemals verzeichnete Juli gewesen. Das hatte zuvor auch der europäische Copernicus-Klimawandeldienst auf Grundlage eigener Berechnungen mitgeteilt. Den Copernicus-Aufzeichnungen zufolge war es weltweit der drittwärmste Juli, er lag demnach nur minimal unter den Werten von 2016 und 2019.

In Spanien sind gestern die Temperaturwerte in zahlreichen Gebieten des Landes über die 40-Grad-Marke geklettert, darunter auch in der Hauptstadt Madrid. Wie der Wetterdienst Aemet mitteilte, sollte der höchste Tageswert im andalusischen Cordoba mit gut 46 Grad erreicht werden. Damit war der im Juli 2017 in Cordoba erfasste Landesrekord von 46,9 in greifbarer Nähe.

„Samstag wird der schlimmste Tag sein. Nicht ausgeschlossen, dass der Rekord dann auch gebrochen wird“, sagte ein Aemet-Sprecher. Aemet rief vor allem für mehrere Gebiete in Andalusien bis Montag Alarmstufe Rot aus.

Tiefgefrorenes für Zootiere

In den Zoos von Madrid und Valencia bekamen Tiere tiefgefrorenes Futter. Die Menschen, die nicht arbeiten mussten, flüchteten vor der Hitze vor allem an die Küste, standen vor Brunnen Schlange oder gingen in die gewöhnlich sehr gut gekühlten Märkte und Einkaufszentren der Städte.

Die extreme Hitze setzte unter anderem den spanischen Winzern zu. In der Region Kastilien-La Mancha mussten sie die Weinernte, die normalerweise erst im September beginnt, vorzeitig aufnehmen. Die Trauben seien schon sehr reif, hieß es. Schlimmere Vorkommnisse, wie etwa größere Brände, wurden in Spanien vorerst aber nicht verzeichnet.

WWF warnt vor „Superbränden“

Die Umweltschutzorganisation WWF warnte unterdessen, nach den „Superbränden“ in der Türkei und in Griechenland könne Spanien als „nächstes dran sein“. Das Feuer vernichte ja „jedes Jahr in Spanien eine Fläche, die 100.000 Fußballfelder entspricht“. Auch der Zivilschutz sprach von einem „extrem hohen Waldbrandrisiko“ am Wochenende im gesamten Land – darunter auch auf den vom Kontinent weiter entfernt liegenden Kanarischen Inseln.

Chronik

Die Zahl der Todesopfer durch das Hochwasser in der türkischen Schwarzmeer-Region ist weiter gestiegen. Bei den schlimmsten Überschwemmungen in der Region seit Jahrzehnten starben mindestens 38 Menschen, wie die Katastrophenschutzbehörde Afad in einer vorläufigen Bilanz aufführte. 32 Menschen starben demnach in der nördlichen Provinz Kastamonu, 6 weitere in der Nachbarprovinz Sinop. Die Zahl der Vermissten konnte nicht genau beziffert werden.

Die Überschwemmungen wurden durch starke Regenfälle in der Nacht zum Mittwoch ausgelöst, während sich die Türkei gerade erst von schweren Waldbränden im Süden des Landes erholte, durch die 8 Menschen ums Leben kamen.

Staatschef Recep Tayyip Erdogan besuchte am Freitag die Hochwasser-Gebiete und nahm an der Beisetzung von Opfern teil. Einige der Bewohner warfen den örtlichen Behörden vor, nicht schnell genug vor der Gefahr durch die heftigen Regenfälle gewarnt zu haben.

Massive Regenfälle halten Japan weiter in Atem. Auf der schwer betroffenen südwestlichen Hauptinsel Kyushu wurden ganze Wohngebiete überschwemmt. Das japanische Fernsehen zeigte heute Früh, wie Rettungskräfte in der Präfektur Saga alte Menschen mit Schlauchbooten in Sicherheit brachten. Straßenzüge und Wohnhäuser stehen unter Wasser – wie auch in anderen Gebieten.

Hunderttausende Menschen in mehreren Präfekturen des Inselreiches waren schon gestern aufgefordert worden, sich vor möglichen Überschwemmungen und Erdrutschen in Sicherheit zu bringen.

Die nationale Wetterbehörde warnte die Bewohner in weiten Gebieten des Landes vor der extrem hohen Gefahr durch angeschwollene Flüsse, Überschwemmungen und Erdrutsche durch die starken Regenfälle. Auch in den kommenden Tagen wird mit Niederschlägen gerechnet, die sich bis in den Nordosten ausbreiten sollen.

Anderthalb Monate nach seiner Haftentlassung droht dem früheren US-Fernsehstar Bill Cosby ein weiteres Gerichtsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs. Ein Gericht im kalifornischen Bezirk Los Angeles entschied gestern grundsätzlich, dass eine im Dezember 2014 eingereichte Zivilklage gegen den 84-Jährigen wegen des sexuellen Missbrauchs der damals 15-jährigen Judy Huth im Jahr 1974 weiter behandelt werden dürfe.

Das Verfahren war wegen eines Missbrauchsverfahrens gegen Cosby im US-Bundesstaat Pennsylvania auf Eis gelegt worden. Die Aussetzung hat laut der Gerichtsentscheidung in Los Angeles noch bis zum 30. September Bestand.

Bis dahin soll sich klären, ob der Oberste Gerichtshof der USA die Gerichtsentscheidung zu Cosbys Haftentlassung aufhebt, wie der Jurist John West aus Huths Anwaltsteam sagte. Als möglichen Beginn des Zivilprozesses habe der Richter den 18. April 2022 festgelegt. Huths Zivilklage ist derzeit das letzte noch ausstehende Verfahren gegen Cosby.

Ein Kleinkind hat ersten Erkenntnissen zufolge seine Mutter im US-Bundesstaat Florida während einer Videoschaltung erschossen. Die Frau sei während der Konferenz umgestürzt, teilte die Polizei von Altamonte Springs mit.

Zuvor sei ein Geräusch zu hören und ein Kleinkind zu sehen gewesen, schilderte ein Teilnehmer der Konferenz der Polizei. Dieser habe dann den Notruf alarmiert.

Die Rettungskräfte konnten der Frau nicht mehr helfen – sie wurde mit einer tödlichen Schusswunde am Kopf gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass das Kind die Verletzung verursacht hat. Es hatte eine geladene Waffe gefunden, die von einem Erwachsenen in der Wohnung ungesichert zurückgelassen worden war.

In Wien-Landstraße ist es gestern zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein Bus der Linie 74A erfasste einen achtjährigen Buben. Er wurde im Kopfbereich schwer verletzt.

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Der Brand in einem ehemaligen Hotel im Tiroler Mieders Ende Juli dürfte durch den Funkenflug eines Grills ausgelöst worden sein. Das teilte die Polizei gestern mit. Ein 57-Jähriger habe angegeben, dass er an jenem Abend vor dem Gebäude einen Griller angeheizt habe.

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Kultur

Bei dem heute mit der Verleihung des Goldenen Leoparden und anderer Preise endenden 74. Internationalen Filmfestival Locarno am Schweizer Ufer des Lago Maggiore hat Hollywoods Regie-Legende John Landis gestern Abend den „Pardo d’onore Manor“ bekommen, einen Ehrenleoparden.

John Landis setzte mit den heute Kultstatus genießenden Spielfilmen „Ich glaub’, mich tritt ein Pferd“ (1978) und „Blues Brothers“ (1980) Maßstäbe für einen neuen, frechen und freizügigen Komödien-Stil. Mit dem Video zu Michael Jacksons Hit „Thriller“ schrieb er Musikgeschichte.

Der 71-Jährige selbst sieht sich als Vertreter des alten Hollywoods. Dazu sagte er vor der Preisverleihung in Locarno: „Die Tatsache, dass die Leute Filme auf ihren iPhones ansehen, bricht mir das Herz.“ Dies und ein Zuviel an Computer-Bildern, so Landis, zerstöre das „Gefühl des Wunders“, das für ihn das Einzigartige am Kino sei.

Bei der Open-Air-Gala vor mehreren Tausend Zuschauern auf der Piazza Grande des Touristenortes wirkte Landis sichtlich gerührt. Er bedankte sich überschwänglich. Dabei betonte er seine Freude, nicht vergessen worden zu sein: „Es macht mich froh, dass noch heute sieben, acht Filme von mir, die ich vor Jahren gedreht habe, gerne gesehen werden.“

Die amerikanische Folksängerin und Songschreiberin Nanci Griffith ist tot. Die Grammy-Preisträgerin, durch Songs wie „Love at the Five and Dime“ und „Trouble in the Fields“ bekannt, wurde 68 Jahre alt. Ihr Management gab den Tod der gebürtigen Texanerin bekannt, ohne die Todesursache zu nennen. Es sei Griffith’ Wunsch gewesen, eine Woche lang nach ihrem Ableben keine weiteren Angaben zu machen, zitierte die „New York Times“ aus der Mitteilung.

Mit Griffith habe er eines seiner Idole verloren, schrieb der Musiker Darius Rucker auf Twitter. Mit ihr zu singen, sei seine liebste Sache gewesen. Auch Kolleginnen wie Rosanne Cash und Suzy Bogguss würdigten die Musikerin.

Mit dem Album „Other Voices, Other Rooms“ (1994) hatte Griffith den Grammy für das beste zeitgenössische Folk Album gewonnen. Als Gaststars wirkten unter anderem Bob Dylan, Emmylou Harris und John Prine mit.

Das 15. Grafenegg Festival ist gestern Abend mit einer adaptierten Version von Giuseppe Verdis Requiem eröffnet worden. Wegen eines CoV-Falls konnte der Wiener Singverein nicht auftreten, das Requiem wurde gekürzt gespielt.

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Von der Wiese in die Klassik

Ein Festival ohne jedes Motto – das hat Rudolf Buchbinder als Grundbedingung für seine musikalische Leitung in Grafenegg gemacht. Es sollte einfach um pure Musik gehen, sonst nichts. Und es sollten viele aus unterschiedlichen Motiven zu diesem Open-Air-Festival pilgern – und sich auch mal von der Wiese in die Höhen der Klassik begeben. Zum 15. Mal findet Grafenegg nun seit gestern wieder statt. Und in diesem Jahr gibt es nach dem reduzierteren Programm des Vorjahres eine internationale Starbreite wie noch nie.

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Der Wiener Opernsänger und Intendant der Weinviertler Festspiele, Peter Svensson, ist tot. Der Künstler starb am 29. Juli an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung in Wien, wie Festspielpräsidentin Eva Walderdorff gestern gegenüber der APA bestätigte.

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Der britische Streetart-Künstler Banksy hat sich zu einer ganzen Reihe von kürzlich aufgetauchten Werken an der englischen Nordseeküste bekannt. In den vergangenen Tagen waren in Städten wie Great Yarmouth, Gorleston und Cromer Wandgemälde aufgetaucht, die dem Stil des Künstlers entsprachen. Darunter waren ein tanzendes Paar über einer Bushaltestelle, ein kleiner Bub beim Sandburgbauen und eine Reihe von Einsiedlerkrebsen.

Den Spekulationen über ihre Herkunft bereitete der Künstler gestern schließlich ein Ende, als er ein Video auf seinem Instagram-Account veröffentlichte. Zu sehen ist darauf eine nicht identifizierbare Person, die mit dem Wohnwagen von Ort zu Ort fährt.

Überschrieben ist das Video mit dem Titel „A Great British Spraycation“ – ein Wortspiel aus Staycation (Urlaub zu Hause) und Spray (Sprühen) – der bevorzugten Arbeitsmethode Banksys. Teilweise kann man auch beobachten, wie die Kunstwerke entstehen. Die englische Nordseeküste war einst ein beliebtes Ferienziel vieler Briten, ist aber seit Jahrzehnten wirtschaftlich abgehängt.

Panorama

Der Personalmangel im Tourismus ist eklatant: Die Betriebe müssen etwas bieten, um Personal anlocken zu können. Im Kleinwalsertal in Vorarlberg investierte ein Hotel drei Millionen Euro in den Bau von luxuriösen Personal-Lodges.

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