Ausland

Aus Protest gegen den Abschuss eines mutmaßlichen chinesischen Spionageballons durch das US-Militär hat Chinas Außenministerium den Geschäftsträger der amerikanischen Botschaft in Peking vorgeladen.

Wie das Außenministerium heute mitteilte, sagte Vizeaußenminister Xie Feng bei der Begegnung gestern, das Eindringen des Ballons sei nur ein „Unfall“ gewesen, der durch „höhere Gewalt“ passiert sei. „Die Fakten sind klar und können nicht verdreht werden.“

Trotzdem hätten sich die USA „taub gestellt“ und darauf bestanden, „Gewalt gegen ein ziviles Luftschiff zu missbrauchen, das dabei war, den Luftraum der USA zu verlassen“. Es sei eine „offensichtliche Überreaktion“ gewesen und verletze „den Geist des Völkerrechts und internationale Normen“, wurde der Vizeaußenminister zitiert.

Die USA hätten damit die Bemühungen und Fortschritte auf beiden Seiten, die Beziehungen seit dem Treffen von Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und US-Präsident Joe Biden im November zu stabilisieren, „ernsthaft beeinträchtigt und beschädigt“, sagte Xie nach diesen Angaben.

Trümmerteile werden geborgen

Die USA hatten den Ballon, der tagelang über den USA geflogen war, gestern vor der Atlantikküste von South Carolina mit einer Rakete abgeschossen. China wurde vorgeworfen, mit dem Ballon wichtige Militäreinrichtungen ausspionieren zu wollen.

Die Regierung in Peking sprach dagegen von einem Forschungsballon, der durch die Westwinddrift und wegen unzureichender Steuerungsmöglichkeiten weit vom Kurs abgekommen sei.

Nach dem Abschuss des mutmaßlichen Spionageballons durch das US-Militär läuft die Bergung der Trümmerteile. Die Bundespolizei FBI beteilige sich an der Auswertung, berichteten US-Medien gestern (Ortszeit) übereinstimmend. Die Trümmer lagen nach Pentagon-Angaben rund elf Kilometer vor der Küste South Carolinas in relativ seichtem Wasser. Die USA erhoffen sich von der Auswertung Aufschluss über die technischen Fähigkeiten des Ballons.

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In Hongkong hat heute ein Prozess gegen 47 Demokratieaktivisten begonnen. Es handelt sich um den größten Prozess unter dem umstrittenen, von Peking erlassenen Nationalen Sicherheitsgesetz. Es wird erwartet, dass die Verfahren mehrere Monate dauern könnten. Den Angeklagten drohen bei Verurteilung lebenslange Haftstrafen.

Vor Gericht stehen unter anderen der Rechtsgelehrte Benny Tai, die ehemaligen Abgeordneten Claudia Mo, Au Nok-hin und Leung Kwok-hung sowie die Demokratieaktivisten Joshua Wong und Lester Shum. Sie sind wegen „Verschwörung zum Umsturz“ angeklagt.

Ihnen wird vorgeworfen, dass sie durch die Organisation inoffizieller Vorwahlen die Regierung stürzen wollten. Vor dem Gericht versammelten sich mehrere Menschen, die auf Plakaten die „Freilassung aller politischen Gefangenen“ forderten.

Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong galt bis vor wenigen Jahren als Bastion der Meinungsfreiheit in China. Seit Peking im Jahr 2020 ein „Sicherheitsgesetz“ erlassen hat, wird in der Sonderverwaltungszone jedoch rüchsichtslos gegen prodemokratische Aktivisten und andere pekingkritische Stimmen vorgegangen. Die Behörden greifen dabei auch auf ein aus der britischen Kolonialzeit stammendes Gesetz gegen „Aufruhr“ zurück.

Bei einer Razzia der israelischen Armee in Jericho im Westjordanland sind laut Militärangaben mehrere bewaffnete Palästinenser getötet worden. Ziel des Einsatzes sei die Festnahme zweier militanter Palästinenser gewesen, die vor gut einer Woche nach einem versuchten Anschlag auf israelische Zivilisten in die Stadt geflüchtet seien, hieß es heute in einer Mitteilung der Armee.

Am 28. Jänner seien zwei bewaffnete Mitglieder der militanten Palästinenserorganisation Hamas zum Eingang eines Restaurants in der israelischen Siedlung Vered Jericho gekommen. Dort hätten sich rund 30 Zivilisten aufgehalten. Eine Ladehemmung habe jedoch Opfer verhindert.

In der Nacht auf heute seien Soldaten während eines Einsatzes im Flüchtlingslager Akbat Dschabr im Gouvernement Jericho beschossen worden. Sie hätten das Feuer erwidert und mehrere Angreifer getroffen. Darunter seien auch Mitglieder der Zelle, die an dem versuchten Anschlag beteiligt gewesen sei.

Eskalation droht

Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensergebieten hatte sich zuletzt weiter verschärft. Am Tag nach einer tödlichen Razzia der israelischen Armee mit zehn Toten in der Stadt Dschenin im Westjordanland erschoss ein palästinensischer Attentäter am Freitag vor einer Woche vor einer Synagoge in Ostjerusalem sieben Menschen.

Seit Jahresbeginn sind nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums 36 Palästinenser bei Konfrontationen mit der israelischen Armee oder ihren eigenen Anschlägen getötet worden.

Infolge des Untergangs eines Flüchtlingsbootes sind gestern vier Kinder und eine Frau vor der griechischen Insel Leros ums Leben gekommen. 41 Menschen seien gerettet worden, teilte die griechische Küstenwache mit. Von den Überlebenden seien zwei Erwachsene und sechs Kinder ins Krankenhaus von Leros gebracht worden.

Vier dieser Kinder konnten nach Angaben der griechischen Nachrichtenagentur ANA jedoch nicht wiederbelebt werden.

Unter den toten Kindern waren zwei etwa fünfjährige Buben und ein vierjähriges Mädchen. Das erwachsene Todesopfer ist ANA zufolge um die 20 Jahre alt gewesen.

Die Flüchtlinge setzten nach Behördenangaben in einem Schlauchboot aus der Türkei über. Alle Menschen an Bord kämen aus afrikanischen Ländern, berichtete ANA.

Notruf von Fischer

Nach weiteren möglichen Opfern des Bootsunglücks wurde noch gesucht, jedoch erschwerten raue See und starker Wind den drei Rettungsbooten und einem Hubschrauber den Einsatz.

Den Notruf hatte einem Medienbericht zufolge ein Fischer abgesetzt, der zunächst die Frau tot im Meer treibend gefunden hatte. Nach Berichten von Augenzeugen waren Dutzende Flüchtlinge auf dem Schlauchboot gewesen.

UNHCR erschüttert

„Leider haben wir es wieder einmal mit unschuldigen Opfern zu tun, die ihr Leben durch das kriminelle Verhalten von Menschenhändlern verloren haben“, sagte der griechische Minister für die Handelsmarine, Giannis Plakiotakis.

Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) erklärte auf Twitter, es sei „erschütternd, dass sich Flüchtlinge in Ermangelung sicherer Wege weiterhin auf riskante Reisen begeben und ihr Leben skrupellosen Schmugglern anvertrauen“.

Viele Flüchtlinge versuchen, mit nicht seetüchtigen Booten von der Türkei aus nach Griechenland und damit in die EU zu kommen. Seit 2014 kamen nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 2.246 Menschen, die vor Krieg und Armut in ihren Heimatländern flüchteten, im östlichen Mittelmeer ums Leben.

Bei einem Angriff auf einen UNO-Hubschrauber im Osten der Demokratischen Republik (DR) Kongo sind ein südafrikanischer Blauhelmsoldat getötet und ein weiterer verletzt worden. Der Helikopter sei gestern während eines Fluges nach Goma, der Hauptstadt der Konfliktregion Nordkivu, unter Beschuss geraten, teilte ein UNO-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP mit.

Dort habe der Hubschrauber landen können. Die Urheber der Schüsse sind nach UNO-Angaben noch nicht bekannt, genau wie der Ort, von dem sie abgegeben wurden.

Die südafrikanische Armee bestätigte die Informationen. Dem Verletzten sei es gelungen, den Hubschrauber zu landen, gab das Militär an.

Sofortige Waffenruhe gefordert

Die ressourcenreiche DR Kongo wird seit Jahrzehnten von bewaffneten Milizen geplagt. In der östlichen Provinz Nordkivu hat die Rebellengruppe M23 weite rohstoffreiche Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht. Bei einem Sondergipfel hatten ostafrikanische Staatschefs zu einer sofortigen Waffenruhe aufgerufen.

Bintou Keita, die Leiterin der UNO-Friedensmission in der DR Kongo (MONUSCO), verurteilte „diesen feigen Angriff auf ein Flugzeug mit dem Emblem der Vereinten Nationen aufs Schärfste“. Angriffe auf Blauhelmsoldaten „können ein Kriegsverbrechen darstellen“, erklärte Keita weiter.

Bei der Präsidentenwahl in Zypern wird es zu einer Stichwahl am kommenden Sonntag (12. Februar) kommen. Als Gewinner aus der gestrigen ersten Runde geht nach Auszählung von knapp 80 Prozent der Stimmen der frühere Außenminister Nikos Christodoulidis hervor. Der konservative ehemalige Chefdiplomat komme zunächst auf knapp 32 Prozent der Stimmen.

Als sein Gegner wird der von der Linkspartei AKEL unterstützte Diplomat Andreas Mavrogiannis in die Stichwahl einziehen. Er kommt auf rund 29 Prozent auf Basis der bisher ausgezählten Stimmen.

Er gewinnt damit ein spannendes Duell um den zweiten Platz gegen dem Vertreter der konservativen Partei DISY, Averof Neofytou, der zunächst auf 26,3 Prozent kam. Mit dem amtlichen Ergebnis wird heute im Laufe des Abends gerechnet.

Ukraine-Krieg

Mit Wahlen in den besetzten ukrainischen Gebieten will Russland nach britischer Einschätzung die Regionen als festen Bestandteil der Russischen Föderation präsentieren.

„Das folgt auf fortdauernde Versuche, die besetzten Gegenden zu ‚russifizieren‘, das beinhaltet die Überarbeitung von Bildung, Kommunikation und Transportsystemen“, teilte das Verteidigungsministerium in London heute unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit.

Die Führung in Moskau werde das „sich selbst bestätigende Argument“ anführen, dass Neuwahlen die Besatzung rechtfertigen. Die Vorsitzende des russischen Föderationsrats, Valentina Matwijenko, hatte kürzlich angekündigt, dass die Vorbereitungen für die Wahlen bereits liefen.

Gleichzeitig mit russischen Regionalwahlen?

Nach britischen Angaben sind diese vorgeblichen Abstimmungen für den 10. September geplant und sollen damit am selben Tag stattfinden wie in den russischen Regionen. Das britische Ministerium betonte, in Russland stehe auch bei Wahlen auf regionaler Ebene „keine sinnvolle demokratische“ Auswahl zur Verfügung.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar vergangenen Jahres unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf.

Angesichts des näher rückenden Jahrestags des russischen Einmarschs in die Ukraine hat deren Präsident Wolodymyr Selenskyj vor einer „symbolhaften Aktion“ der Besatzer gewarnt. Dazu gebe es bereits zahlreiche Berichte und Hinweise, sagte Selenskyj gestern in seiner täglichen Videoansprache.

Russland wolle sich für die Niederlagen des vergangenen Jahres rächen. „Wir stellen fest, dass der Druck auf verschiedene Frontbereiche und auch im Informationsbereich zugenommen hat.“ Russland hatte den Angriffskrieg gegen die Ukraine am 24. Februar des Vorjahres begonnen.

Besonders schwierig sei aktuell die Lage in der Region Donezk. „Aber egal, wie schwer es ist und wie groß der Druck ist, wir müssen überleben“, sagte Selenskyj. Die Ukraine müsse jeden Tag und jede Woche nutzen, um die Verteidigungspositionen an der Front sowie die internationale Position des Landes zu stärken.

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat gestern in der ZIB2 die Entscheidung erneut verteidigt, russischen Abgeordneten die Teilnahme an der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien zu ermöglichen.

Es sei eine „Muss-Bestimmung“ des Amtssitzabkommens, allen Delegierten der teilnehmenden Staaten die Einreise zu ermöglichen, sagte Schallenberg. Er orientiere sich dabei klar am Völkerrecht, das angewendet werden müsse, weil es da sei.

Eine Alternative, etwa die Auflösung der OSZE, sei in Wahrheit keine, so Schallenberg. Zwar sei das Datum der Sitzung, der 24. Februar, der Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine vor einem Jahr, „sehr unglücklich“, so Schallenberg, dennoch brauche es auch weiterhin Plattformen wie die OSZE. Jede Beziehung und jedes Gespräch mit Russland sei schwierig, aber „wir müssen im Gespräch bleiben“, sagte der Außenminister.

Mit Putin „keine Rückkehr zu Status quo ante“

Multilateralismus sei immer schwierig, aber als Vertreter des Amtssitzes Wien müsse er Sorge tragen, dass alle Delegierten teilnehmen können. Den von litauischen Vertretern angekündigten Boykott finde er schade, so Schallenberg, denn es habe auch einen Wert, Russland zu zeigen, wie isoliert das Land mittlerweile sei.

Klar sei aber, mit einem russischen Präsidenten Wladimir Putin werde es „keine Rückkehr zum Status quo ante“ geben. Doch bei aller Emotionalität müsse man auch daran denken, dass Russland nicht von der Landkarte verschwinden werde, so der Außenminister.

Die jüngste Ausweisung von vier russischen Diplomaten aus Österreich verteidigte Schallenberg. Es habe leider schon zum dritten Mal so einen Schritt setzen müssen, doch wenn „wenn wir einen Missbrauch des diplomatischen Status sehen, werden wir reagieren“, so Schallenberg. Jeder Staat, der solche Schritte setze, werde die Konsequenzen spüren.

Umwelt & Klima

Umweltaktivistinnen und -aktivisten haben heute zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Innsbruck sowie der Privatuniversität UMIT in Innsbruck eine Straße blockiert, um auf fehlende Klimaschutzmaßnahmen aufmerksam zu machen. Die Polizei löste die Blockade nach kurzer Zeit auf.

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Inland

Die Kontrollen an der Grenze zur Slowakei sind von gestern auf heute beendet worden. Die Kontrollen waren wegen des starken Schlepperaufkommens Ende September eingeführt worden, unter anderem wegen Grenzkontrollen zwischen Tschechien und der Slowakei.

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Vor rund einem Jahr hat das Außenministerium den ehemaligen Sprecher von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als neuen Botschafter für die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ausgewählt. Die von einem unterlegenen Kandidaten eingeschaltete Gleichbehandlungskommission ortete in dieser Entscheidung nun eine „Diskriminierung“ und fällte ein hartes Urteil, wie der „Standard“ berichtete. Die Auswahl sei aus einem „parteipolitischen Motiv“ heraus erfolgt, heißt es.

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Chronik

Große Schneemengen in Kombination mit starkem Wind und Sonnenschein haben im Westen Österreichs auf den Bergen zu einer gefährlichen Gemengelage geführt. Allen Warnungen zum Trotz begaben sich dennoch zahlreiche Wintersportlerinnen und Wintersportler ins freie Gelände. Für acht von ihnen endeten die Ausflüge tödlich – sie kamen unter Lawinen ums Leben. Der Lawinenwarndienst spricht von einem „Klumpenrisiko“.

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Drei Tourengeher von Schneebrett verschüttet

Zudem wurden im Schmirntal (Tirol) gestern drei Mitglieder einer Gruppe Skitourengeher von einem 800 bis 1.000 Meter breiten Schneebrett erfasst und verschüttet. Zwei Personen wurden dabei verletzt.

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Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat Erdnussbutter getestet. Die meisten Produkte waren bloß „durchschnittlich“. Teils konnten sie geschmacklich nicht so recht überzeugen, teils lag es an Schadstoffen. Überraschend groß ist die Preisspanne bei Erdnussbutter – und das teuerste Produkt schnitt am schlechtesten ab.

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Gestern Abend hat auf der Südautobahn (A2) bei Völkermarkt (Kärnten) der Wagen eines 43-Jährigen angefangen zu brennen. Er stand binnen Minuten in Vollbrand. Es wurde niemand verletzt.

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Ab Mittwoch wird der Fall Teichtmeister in Wien vor Gericht verhandelt. Die Anfragen besorgter Eltern bei Kinderschutzzentren sind seit Bekanntwerden des Falls zu Missbrauchsdarstellungen in die Höhe geschnellt.

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„Solchen öffentlich gewordenen Einzelfällen steht allerdings eine riesige Anzahl an nicht bekannten Fällen, also eine wirklich hohe Dunkelziffer, gegenüber", berichtet Hedwig Wölfl, Leiterin der Kinderschutzorganisation die möwe. Die Anzahl jener Fälle, die nie bekannt werden, sei vor allem bei Onlinekindesmissbrauch hoch.

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Einen Sechser zu einer Million Euro hat die Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gebracht. Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

9 12 24 26 31 33/Zusatzzahl: 30

Die richtigen LottoPlus-Zahlen:

15 21 25 33 36 38

Die richtige Joker-Zahl:

5 6 6 6 1 1

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Coronavirus

Wien berät in dieser Woche über die mögliche Fortsetzung der Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Wiener Linien und ÖBB könnten die Maskenpflicht zwar in die Hausordnung aufnehmen, dass sie es machen, ist aber unwahrscheinlich.

Die Wiener Linien stelle die Kontrolle bereits vor große Herausforderungen, wie es heißt. Sie sind schon länger mit vielen Personen, die Masken verweigern, konfrontiert.

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IT

Ein großangelegter Hackerangriff hat gestern die Websites mehrerer Organisationen und Institutionen in Italien lahmgelegt. Der Angriff erfolge auf weltweiter Skala und belastete neben Italien auch andere Länder wie Frankreich, Finnland, Kanada und die USA, so die italienische Agentur für Cybersicherheit (ACN).

Die Behörde berichtete von Ransomware-Angriffen, die die betroffenen IT-Systeme verschlüsseln und unbrauchbar machen, bis ein Lösegeld gezahlt wird.

Der italienische Telekomkonzern TIM meldete Störungen, die vor allem die Internetverbindung über das Festnetz betraf. Die größten Probleme traten in einigen großen Städten wie Turin, Mailand, Bologna, Florenz, Perugia und Rom auf. Noch unklar ist, ob die Störungen bei TIM mit dem Hackerangriff zusammenhängen.

Wirtschaft

Der US-PC-Hersteller Dell will angesichts der Schwäche auf dem PC-Markt Tausende Stellen streichen. Er reiht sich damit in die Kündigungswelle bei Tech-Firmen ein. Einer internen Nachricht von Topmanager Jeff Clarke zufolge sieht sich das Unternehmen Marktbedingungen gegenüber, die sich weiter verschlechterten und eine unsichere Zukunft mit sich brächten.

Der Konzern mit Sitz im texanischen Round Rock bestätigte der Nachrichtenagentur Bloomberg, der Clarkes interne Mitteilung vorliegt, dass es sich bei der Kürzung der angestrebten 6.650 Stellen um rund fünf Prozent der weltweit Beschäftigten handle. Clarke schrieb in der Mitteilung, bis jetzt eingeleitete Sparmaßnahmen wie Reisebeschränkungen reichten nicht mehr aus.

Nachfrage nach Laptops ließ nach

Nach dem Boom in der Pandemie haben Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Nachfrage nach Hardware wie Smartphones und Laptops deutlich reduziert. Die hohe Inflation und unsichere wirtschaftliche Aussichten trüben die Kauflaune.

Laut dem Marktforscher IDC hat Dell in den letzten drei Monaten des Vorjahres 37 Prozent weniger Computer ausgeliefert als im gleichen Zeitraum 2021. Dell macht gut die Hälfte seines Umsatzes mit PCs.

Rivalen wie HP und IBM kündigten zuletzt ebenfalls an, Tausende Mitarbeiter kündigen zu wollen. Bei HP sollen bis zu 6.000 Jobs wegfallen, bei IBM rund 3.900. Auch bei US-Softwarekonzernen gibt es eine Kündigungswelle, nachdem sie das Personal während der Pandemie stark aufgestockt hatten.

Nicht nur in Molln (Oberösterreich) könnte es Erdgasvorkommen geben. Laut dem Nachrichtenmagazin „profil“ könnte auch in Gemeinden um den Irrsee an der Grenze zu Salzburg Gas unter der Erde zu finden sein.

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Sport

Der LASK hat sich als Semifinalist des Uniqa-ÖFB-Cups von Pasching verabschiedet. Im letzten Spiel vor dem Umzug in die neue Arena auf der Gugl setzten sich die Linzer gestern im letzten Viertelfinale gegen Austria Klagenfurt knapp mit 1:0 (0:0) durch und bleiben damit im Rennen um ihren zweiten Cuptitel. Die Klagenfurter, die die Partie nur mit zehn Mann beendeten, hatten hingegen mit dem VAR Glück und Pech.

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Österreich ist im Davis-Cup-Duell mit Kroatien gescheitert. Nach der 2:0-Führung der Gastgeber nach dem ersten Tag verkürzten Alexander Erler und Lucas Miedler gestern im Doppel gegen Ivan Dodig und Nikola Mektic auf 1:2. Doch Dominic Thiem konnte im Duell der Nummer-eins-Spieler gegen Borna Coric nur im ersten Satz mithalten und verlor mit 6:7 (3/7) 2:6. Damit schafften die Kroaten den nötigen dritten Punkt zum Aufstieg in die Gruppenphase.

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Mit seinem 267. Treffer im Tottenham-Dress hat Harry Kane gestern die Spurs zum Sieg gegen Manchester City geschossen. Die Nordlondoner gewannen das Schlagerspiel der 22. Runde der Premier League gegen den englischen Meister mit 1:0. Kane, der schon in der 15. Minute das Goldtor erzielte, avancierte zu Tottenhams alleinigem Rekordtorschützen. Zuvor hatte Leeds United mit Maximilian Wöber mit 0:1 bei Nottingham Forest verloren.

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Stefan Posch bleibt beim FC Bologna der Mann der Stunde. Der Rechtsverteidiger köpfelte gestern in der italienischen Serie A seinen Club zu einem 2:1 (1:1)-Auswärtserfolg bei AC Fiorentina. Es war der dritte Ligatreffer des 25-Jährigen binnen dreier Wochen. SSC Napoli hält unterdessen weiter Kurs auf den ersten Meistertitel seit 1990.

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Religion

Rund 590 Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Kirche aus ganz Europa beraten online und in Prag eine Woche lang über notwendige Reformen. Mit einem Gottesdienst begann gestern Abend die Kontinentalversammlung im Rahmen des weltweiten „Synodalen Prozesses“. Mit dem Vorhaben will der Vatikan unter Papst Franziskus gemeinsam mit den Gläubigen und den Ortskirchen Veränderungen in der Kirche anstoßen. Der Prozess bereitet eine Bischofssynode, eine große Kirchenversammlung, im Oktober vor.

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Kultur

Felix Mitterer feiert heute seinen 75. Geburtstag. Breite Bekanntheit im deutschsprachigen Raum erlangte er als Drehbuchautor der „Piefke-Saga“. Auch als Schauspieler und Dramatiker feierte Mitterer große Erfolge.

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Vor 25 Jahren ist der Popstar Falco in der Dominikanischen Republik bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Er hatte es mit „Rock Me Amadeus“ an die Spitze der US-Charts geschafft. Zu seinem 25. Todestag gab es Wiederveröffentlichungen und Konzerte.

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US-Schauspieler Brendan Fraser kann seine Nominierung für die kommende Oscar-Verleihung offenbar noch nicht ganz glauben. „Ich habe versucht, die Schmetterlinge in meinem Bauch im Zaum zu halten“, sagte der 54-Jährige im Interview der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. Fraser („Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers“) muss sich nach eigenen Worten immer noch zwicken, um zu wissen, ob seine Nominierung Realität oder nur ein Traum ist. „Es ist eine neue Reise in meinem Berufsleben.“

Schauspieler Brendan Fraser
APA/AFP/Valerie Macon

Der US-Amerikaner aus Indianapolis ist bei der 95. Ausgabe der bedeutenden Preisverleihung für „The Whale“ nominiert. In dem Drama spielt er den adipösen Lehrer Charlie, der sich seiner Tochter wieder annähern will, nachdem er seine Familie für eine Beziehung zu seinem Mann verließ. Fraser liebe an der Figur, dass sie stets das Gute in anderen Menschen sehe, erklärte er.

Fraser ist bei den Oscars, die diesmal am 12. März im kalifornischen Los Angeles verliehen, werden, in der Kategorie „Schauspieler in einer Hauptrolle“ nominiert. Er tritt unter anderem gegen seinen Landsmann Austin Butler („Elvis“) und den Iren Colin Farrell („The Banshees of Inisherin“) an.

Lifestyle

Die Geburt eines Kindes ist für werdende Eltern oftmals mit vielen Fragen verbunden. Während sich die Mütter in den Geburtsvorbereitungskursen darauf vorbereiten können, ist das Angebot für Väter nicht so groß. Am Krankenhaus Dornbirn finden deshalb ab Februar regelmäßig Väterabende statt.

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Seit den 60er Jahren bekommen Österreicherinnen immer weniger Kinder – nur das Homeoffice hat diesen Trend kurz unterbrochen. Und: Wenn, dann werden sie immer später Mütter. Über die Fragen, wann und vor allem ob man überhaupt in Zeiten von Klimawandel und anderen Krisen noch Nachwuchs planen sollte, hat ORF Topos mit jungen Menschen und mit Expertinnen gesprochen.

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