COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 1.534,6 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Tirol hat mit 2.464 den höchsten Wert, gefolgt von Salzburg mit 2.320,3 und Wien mit 2.050,3. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in der Steiermark (900,5) und im Burgenland (965,5).

Ministerien meldeten keine Zahlen

Erstmals wurden gestern aus den Ministerien keine Daten veröffentlicht. Der Grund sei eine nicht abgeschlossene Datenbereinigung, hieß es aus dem Gesundheitsministerium.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weitere Fragen in ORF.at/corona

Nach dem Rekordwert von 27.677 Coronavirus-Neuinfektionen sind gestern erstmals aus den Ministerien keine Daten veröffentlicht worden. Der Grund ist eine nicht abgeschlossene Datenbereinigung, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Das Ministerium betonte jedoch gegenüber der APA, dass aktuell alle Einmeldesysteme – also auch das EMS – uneingeschränkt und ohne Störungen laufen.

Wohl auch in kommenden Tagen Verzögerungen

Aufgrund der hohen Fallzahlen und der Komplexität in der Auswertung kann es laut Ministerium allerdings zu Verzögerungen bei der Veröffentlichung der täglichen qualitätsgesicherten Fallzahlen kommen, damit ist auch in den kommenden Tagen noch zu rechnen. Man werde an einer Optimierung der Prozesse zur Publikation der Fallzahlen in Österreich mit Hochdruck arbeiten.

Die CoV-Kommission konzentriert ihren Blick in der Omikron-Welle zunehmend auf die Normalstationen. Gemäß Berechnungen des Gremiums ist ab Auslastungen von elf Prozent, was rund 4.200 belegten Betten entspricht, die Akutversorgung in einzelnen Bundesländern gefährdet. Für Anfang Februar wird ein Wert von 4,3 Prozent erwartet, in etwa eine Verdoppelung gegenüber dem Ist-Stand.

Schon ab einer Auslastung von etwa acht Prozent aller Erwachsenen-Normalpflegebetten könnte es schwierig werden. Denn ab hier könne nur noch ein reiner Akutbetrieb der Spitäler gewährleistet werden. Als weiterer Engpass seien hier insbesondere mögliche Personalausfälle zu berücksichtigen.

Das ganze Land rot

Die Ampel lässt die Kommission weiter rot strahlen. Sämtliche Bundesländer haben sich noch ein Stück weiter vom orangefarbenen Bereich entfernt und liegen tief in der Höchstrisikozone.

Schon ab Risikozahl 100 beginnt die rote Zone, die neben Fallzahlen auch u. a. den Impfstatus einberechnet. Das unverändert beste Bundesland, das Burgenland, liegt bei 432. Selbst die 2.000er-Marke wurde in der abgelaufenen Woche übertroffen, nämlich in Tirol, das einen Wert von 2.212 aufweist. In sämtlichen Bezirken Österreich und damit folgerichtig auch in allen Bundesländern zeigt der 14-Tage-Trend bei den Neuinfektionen nach oben.

Die steile Omikron-Welle in Tirol könnte vielleicht bald vorbei sein. Zumindest gewisse Werte aus dem Abwasser lassen Hoffnung schöpfen. Vorsichtiger Optimismus sei angebracht, sagten gestern die Innsbrucker Mikrobiologen, die die Virenlast im Abwasser analysieren.

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Nachdem eine Demo gegen CoV-Maßnahmen vor einem Hort in Linz eskaliert ist, werden Schutzzonen für Betreuungseinrichtungen und Schulen gefordert. Demonstrantinnen und Demonstranten hatten Parolen skandiert, nachdem sie Kinder mit Masken hinter den Fenstern sahen.

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Inland

Der Nationalrat hat gestern Abend zum Abschluss seiner Sitzung zum zweiten Mal FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl wegen einer vermeintlichen Maskenpflichtverletzung bei einer CoV-Demonstration „ausgeliefert“.

Der Magistrat Wien hatte den Nationalrat um Zustimmung zur behördlichen Verfolgung des freiheitlichen Fraktionschefs ersucht. Die Mehrheit von ÖVP und Grünen erkannte keinen Zusammenhang zu Kickls politischer Tätigkeit und lieferte ihn deshalb aus.

Kickl war schon einmal wegen eines ähnlichen Falls vom Parlament Mitte April vorigen Jahres ausgeliefert worden. Schon damals hatte die Opposition das Begehr geschlossen abgelehnt. Die Strafdrohung liegt zwischen 50 und 500 Euro.

Der Nationalrat hat gestern eines der größten Prestigeprojekte der ÖVP-Grünen-Koalition beschlossen – die ökosoziale Steuerreform. Sie bringt die CO2-Bepreisung, die beim Erreichen des Ziels der CO2-Neutralität bis 2030 helfen soll. Im Gegenzug wurde der Klimabonus als soziale Ausgleichsmaßnahme fixiert – und viele weitere Maßnahmen. Die Regierungsparteien lobten eine 18-Milliarden-Entlastung, die Opposition übte teils scharfe Kritik und sieht die Entlastung durch die Inflation quasi bereits aufgefressen.

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Ausland

Zur Festigung seiner Macht hat der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko ein umstrittenes Verfassungsreferendum für den 27. Februar angesetzt. Der 67-Jährige unterschrieb gestern einen Erlass über die Volksabstimmung, bei der über Annahme oder Ablehnung der neuen Verfassung entschieden werden soll, wie seine Administration in Minsk mitteilte. Kritikerinnen und Kritiker warnen davor, dass der Urnengang gefälscht werden könnte.

Lukaschenko versuche, sich mit der Imitation eines Referendums neue Legitimation zu verschaffen, hieß es in einem auch von Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja unterzeichneten Brief an die Regierungen und Parlamente im Westen sowie an internationale Organisationen. Tichnowskaja forderte die EU, die USA, Großbritannien und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) auf, das „illegale“ Referendum nicht anzuerkennen und neue Sanktionen gegen „Lukaschenkos Regime“ zu erlassen.

Lukaschenko wolle zusätzlich zu seinen weitreichenden Befugnissen nun noch die Gesamtbelarussische Volksversammlung mit fast unbegrenzten Vollmachten ausstatten und sich aller Voraussicht selbst zu ihrem Vorsitzenden machen. Vorgesehen sei auch eine lebenslange Straffreiheit für Lukaschenko, dem Mord, Folter und weitere schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden.

Der Untersuchungsausschuss zur Erstürmung des US-Kapitols will die Tochter von Ex-Präsident Donald Trump, Ivanka Trump, als Zeugin befragen. Das Gremium erhofft sich von Trump, die zu dem Zeitpunkt eine ranghohe Beraterin ihres Vaters war, Informationen zu den Vorgängen und Gesprächen im Weißen Haus rund um den Angriff auf den Sitz des US-Kongresses vor einem Jahr, wie der Ausschuss des Repräsentantenhauses gestern mitteilte.

Ivanka Trump
APA/AFP/Mandel Ngan

Zudem könnte sie Informationen zu den Bemühungen des Republikaners haben, den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden zu untergraben, hieß es weiter. Von besonderem Interesse seien auch Trumps Wissen und Beteiligung an den Diskussionen im Weißen Haus, nachdem die gewaltsame Erstürmung des Kapitols am 6. Jänner 2021 begonnen hatte, erklärte der Ausschuss.

Einladung zur Kooperation

Zeugenaussagen legten nahe, dass Trump aufgefordert worden sei, auf ihren Vater einzuwirken und ihn dazu zu drängen, die Gewalt seiner Anhänger öffentlich zu verurteilen. Eine unter Eid erfolgte Zeugenaussage lege auch nahe, dass Trump deshalb mehrfach mit ihrem Vater gesprochen habe.

Der Ausschuss sei auch „besonders interessiert“ an der Frage, wieso Trump daraufhin nicht live vor die Kameras getreten sei, sondern sich mit einer im Voraus aufgenommenen Videobotschaft an die Nation gewandt habe, hieß es weiter.

Der Ausschuss lud Ivanka Trump nicht unter Strafandrohung vor, sondern bat sie, freiwillig mit dem Gremium zu kooperieren. Als Zeitpunkt wurde Trump der 3. oder 4. Februar vorgeschlagen. Die Anhörungen des Gremiums sind in der Regel nicht öffentlich.

Nach einer anstachelnden Rede Trumps hatten dessen Anhänger den Sitz des Kongresses in der Hauptstadt Washington erstürmt, um die Bestätigung von Bidens Wahlsieg zu verhindern. Bei dem Angriff kamen fünf Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Die Attacke auf das Herz der US-Demokratie erschütterte das Land.

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat gestern bei einem Treffen mit seinem aserbaidschanischen Amtskollegen Jeyhun Bayramov in Wien Sorge über die jüngste militärische Eskalationen zwischen Aserbaidschan und Armenien geäußert. Auch angesichts der aktuellen Spannungen an der russisch-ukrainischen Grenze habe Schallenberg „die besondere Bedeutung der OSZE als Plattform für Dialog und vertrauensbildende Maßnahmen“ unterstrichen, teilte das Außenministerium mit.

Erst vergangene Woche waren bei den schwersten Gefechten seit Monaten an der Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien vier Soldaten getötet worden. Armenien und Aserbaidschan ringen seit Jahrzehnten um die Kontrolle über die Region Bergkarabach.

Im Herbst 2020 hatten sie wochenlang Krieg geführt, mehr als 6.500 Menschen wurden dabei getötet. Die Gefechte endeten im November 2020 mit einer Waffenstillstandsvereinbarung. Seitdem kam es aber immer wieder zu vereinzelten Gefechten mit Toten und Verletzten.

Bayramov habe über zahlreiche noch ungelöste Probleme mit Armenien im Konflikt um Bergkarabach – wie die Demarkierung der Grenze – berichtet, hieß es nach dem Treffen. In der Beziehung zwischen Österreich und Aserbaidschan sehe der Außenminister durchaus noch Potenzial für die Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen. 2020 betrug das bilaterale Handelsvolumen laut Wirtschaftskammer 157 Millionen Euro.

Zum 80. Jahrestag der Wannsee-Konferenz hat die UNO-Vollversammlung mit einer Resolution die Leugnung und Trivialisierung des Holocausts angeprangert. Der von Israel und Deutschland eingebrachte Text wurde gestern in New York einstimmig angenommen. Das Dokument fordert unter anderem Staaten und Internetfirmen auf, Antisemitismus und die Leugnung des Holocaust aktiv zu bekämpfen.

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und der israelische Außenminister Jair Lapid begrüßten die Annahme der Resolution in einer gemeinsamen Stellungnahme. „Wir sind sehr besorgt über die dramatische Zunahme von Leugnung, Verfälschung und Revisionismus des Holocaust“, hieß es. „Es ist unsere Pflicht, uns zu erinnern, zu lernen und uns dem zunehmenden Revisionismus, der Leugnung und der Verfälschung des Holocaust – online wie offline – entgegenzustellen.“

Bei der Wannsee-Konferenz hatten am 20. Jänner 1942 hohe NS-Funktionäre über die systematische Ermordung von bis zu elf Millionen Juden Europas beraten. Ziel der Besprechung in einer Villa am Berliner Wannsee war es, die Umsetzung des Völkermords zu beschleunigen. Sie gilt als eines der Schlüsselereignisse des Holocaust.

EU

Die Indexierung der Familienbeihilfe verstößt gegen EU-Recht, wie EU-Generalanwalt Richard de la Tour gestern bekanntgegeben hat. In seinem Gutachten kommt er zum Schluss: Arbeitnehmer aus anderen EU-Mitgliedsstaaten müssen in Österreich die gleichen Beihilfen wie österreichische Arbeitnehmer erhalten können – und das „unabhängig vom Aufenthaltsort ihrer Kinder“.

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Das EU-Parlament hat für eine stärkere Regulierung von Onlineriesen wie Google und Facebook gestimmt. Die Abgeordneten verabschiedeten gestern in Straßburg mit großer Mehrheit ihre Position zum Entwurf der EU-Kommission für die neue EU-Verordnung über digitale Dienste, den Digital Services Act (DSA). Er soll klarere Regeln für die großen Onlineplattformen festlegen, etwa beim Vorgehen gegen Hass- und Falschnachrichten.

„Wir holen uns die Kontrolle über die Internetgiganten zurück“, sagte die dänische Abgeordnete Christel Schaldemose, die den Entwurf im EU-Parlament federführend ausgearbeitet hatte, in der Debatte. Mit dem DSA sage die EU dem „Wilden Westen“ den Kampf an, „zu dem die digitale Welt geworden ist“.

Das Gesetz sieht unter anderem neue Vorschriften gegen illegale Produkte, Dienstleistungen und Inhalte im Internet vor. Die Entfernung illegaler Inhalte auf Onlineplattformen soll durch ein Meldeverfahren verbessert und beschleunigt werden. Dabei soll aber auch die Meinungsfreiheit geschützt werden: Nutzerinnen und Nutzer müssen über eine Löschung ihrer Inhalte informiert werden und sollen das auch anfechten können.

Mit den neuen Bestimmungen sollen nach dem Willen des EU-Parlaments auch solche Inhalte bekämpft werden, die nicht illegal, aber schädlich sind – was etwa auf Falschnachrichten zutreffen kann. Große Plattformen sollen dazu etwa verpflichtet werden, die Funktionsweise ihrer Algorithmen offenzulegen, die darüber entscheiden, welche Nachrichten, Videos und Produkte den Nutzerinnen und Nutzern angezeigt werden.

COV Ausland

Frankreich lockert die CoV-Beschränkungen im Februar schrittweise und verschärft zugleich die Regeln für Ungeimpfte erheblich. Sie haben dann mit der Einführung des landesweiten Impf- und Genesungsnachweises keinen Zugang mehr zu Gastronomie, Kulturstätten, Sportveranstaltungen und zum Fernverkehr, wie Premierminister Jean Castex gestern ankündigte.

Für alle Menschen ab 16 Jahren wird eine vollständige Impfung damit zur Voraussetzung zur uneingeschränkten Teilnahme am öffentlichen Leben. Menschen, die sich bis Mitte Februar für eine erste Impfung entscheiden, dürfen danach vorübergehend weiter einen zusätzlichen negativen Test als Zugangsvoraussetzung vorlegen.

Spitäler nicht überlastet

Trotz aktuell hoher Infektionszahlen schütze die hohe Impfquote die Kliniken vor einer Überlastung, sagte Castex. 93 Prozent der Erwachsenen seien geimpft und eine Million Menschen hätten sich nach Ankündigung der 2-G-Regeln noch für die Immunisierung entschieden.

Ab dem 2. Februar könnten daher die Kapazitätsbeschränkungen für Sport- und Kultureinrichtungen aufgehoben werden – ebenso wie Maskenregelungen im Freien. Die Homeoffice-Verpflichtung werde in eine Empfehlung umgewandelt. Am 16. Februar dürfen Diskotheken wieder öffnen, auch das Essen und Trinken in Zügen ist dann wieder erlaubt. Ebenfalls gelockert werden die Masken- und Testregelungen in den Schulen.

Wirtschaft

Serbiens Regierung hat einen Schlussstrich unter das geplante Lithiumabbauprojekt gezogen. Alle Beschlüsse und Genehmigungen, die dem britisch-australischen Bergbaukonzern Rio Tinto erteilt worden seien, seien annulliert worden, verkündete Ministerpräsidentin Ana Brnabic gestern bei einer Pressekonferenz. Die Regierungsentscheidung erfolgte nach anhaltenden Protesten von Umweltschutzorganisationen.

Der Bergbaukonzern hatte im Sommer die Absicht angekündigt, mehr als zwei Mrd. Euro in ein Lithiumbergwerk und eine Verarbeitungsanlage auf dem Gebiet der westserbischen Stadt Loznica investieren zu wollen. Rio Tinto hatte bereits 2004 bedeutende Lithiumvorräte in dieser Region entdeckt.

Die Regierungsentscheidung ist wohl auch im Lichte der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen Anfang April zu betrachten. Das Referendum zur Verfassungsänderung hatte nämlich eine sinkende Popularität der regierenden Serbischen Fortschrittlichen Partei (SNS), allen voran in den drei größten Städten Belgrad, Nis und Novi Sad, gezeigt.

Die Ökostromabgabe wird für dieses Jahr ausgesetzt, um die allgemeine Teuerung zu lindern. Ein entsprechender Beschluss wurde mit einer Änderung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes gestern Abend im Nationalrat gefällt. Konkret wird die Erneuerbaren-Förderpauschale für 2022 ausgesetzt. Zusammen mit dem Entfall des Erneuerbaren-Förderbeitrags in der diesbezüglichen Verordnung werden die Ökostromkosten für Betriebe und Haushalte für das Jahr 2022 auf null gesetzt

In einer weiteren Vorlage wird klargestellt, dass im Fall von einseitigen Vertrags- und Entgeltänderungen durch den Energieversorger dem Kunden ein Kündigungsrecht zukommt. Die Kündigung darf für den Kunden mit keinen Kosten verbunden sein und kann ungeachtet allfällig anderslautender vertraglicher Vereinbarungen vom Kunden erklärt werden.

Entgelterhöhungen bei unbefristeten Verträgen müssen in einem angemessenen Verhältnis zum maßgebenden Umstand für die Entgelterhöhung erfolgen. Bei Wegfall oder Änderungen sind gemäß Symmetriegebot der maßgebenden Umstände entsprechende Entgeltsenkungen vorzunehmen.

Sport

Real Madrid ist gerade noch dem Ausscheiden im spanischen Cup entgangen. Die „Königlichen“ lagen im Achtelfinale beim Ligarivalen Elche gestern nach torloser regulärer Spielzeit in der Verlängerung mit 0:1 zurück, behielten am Ende in Unterzahl aber doch noch mit 2:1 die Oberhand gegen den Außenseiter. ÖFB-Star David Alaba spielte in der Innenverteidigung durch und bereitete den entscheidenden Treffer vor. Kein Happy End gab es für Titelverteidiger FC Barcelona, der bei Bilbao mit 2:3 nach Verlängerung verlor.

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Der deutsche Bundesligist Mönchengladbach hat Hannes Wolf bis Saisonende an den englischen Zweitligisten Swansea City verliehen. „Hannes braucht für seine Entwicklung mehr Einsatzzeit, als wir ihm im Moment bieten können. Die Vereinbarung mit Swansea City macht deshalb für ihn und für uns Sinn, und wir wünschen ihm für die nächsten Monate im englischen Fußball viel Erfolg“, sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl.

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Pünktlich wie angekündigt hat in Kitzbühel vor dem ersten Renntag das Wetter umgeschlagen. Die Sonne wich gestern dichtem Schneefall. Neben den restriktiven Maßnahmen ob der Coronavirus-Pandemie kämpft der Kitzbüheler Ski-Club (KSC) als Veranstalter der 82. Hahnenkamm-Rennen also mit weiteren Problemen. Ein „Horrorszenario“ braut sich zusammen.

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Vier Tage nach dem abgelehnten Einspruch von Novak Djokovic gegen die Annullierung seines Visums hat das Bundesgericht seine Begründung bekanntgegeben. Demzufolge war es angemessen, dass die australische Regierung davon ausging, dass der serbische Tennisprofi eine Anti-Impfeinstellung habe und eine Bedrohung für die Bevölkerung sei. Das geht aus den Unterlagen hervor, die das Gericht gestern veröffentlichte.

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Gesundheit

Durch die CoV-Impfungen hat die mRNA-Technologie, die bisher vor allem in der Krebstherapie erforscht worden ist, einen großen Durchbruch erlebt. Nun profitiert auch die Krebsforschung von dem Wissen, das man durch die neuen Impfungen erlangt hat.

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Religion

Chronik

Wegen starker Schneefälle im Wienerwald ist die Wiener Außenring-Autobahn (A21) gestern kurzzeitig gesperrt worden. Die Sperre galt im gesamten Verlauf für beide Richtungen. Es kam zu Verzögerungen und Staus. Gegen 19.30 Uhr wurde die Straße wieder freigegeben, so die ASFINAG.

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In Oberösterreich ist gestern der erster Fall von Geflügelpest in diesem Jahr nachgewiesen worden. Zwei Höfe im Bezirk Rohrbach wurden gesperrt. Landesbehörde und Gesundheitsministerium beraten über eine Stallhaltepflicht für Betriebe mit mehr als 350 Tieren.

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Der Beschluss für den 40 Millionen Euro teuren Ausbau der Mönchsberggarage in der Stadt Salzburg ist gefasst: mit sechs zu zwei Stimmen im Aufsichtsrat der Parkgaragengesellschaft. Vor dem Schloss Mirabell wurde erneut dagegen protestiert.

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Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Lkws im Westen Ghanas sind mindestens 17 Menschen getötet worden. Wie das Informationsministerium weiter mitteilte, wurden 59 Menschen verletzt – einige davon seien in „kritischem Zustand“. Polizeiangaben zufolge war der Lkw einer Bergbau-Firma in Apiate, etwa 300 Kilometer westlich der Hauptstadt Accra, mit einem Motorrad kollidiert, was zu der gewaltigen Detonation führte.

Wie die örtliche Polizei weiter mitteilte, waren die Verletzten in verschiedene Krankenhäuser der Region gebracht worden. Sie forderte die umliegenden Dörfer auf, Schulen und Kirchen zu öffnen, um Opfer aufzunehmen. Der Arzt Joseph Darko, der im Krankenhaus von Apiate arbeitet, erklärte gegenüber AFP, dass fünf der Opfer dorthin gebracht worden seien. Darunter war ein „fünfjähriges Kind, das sich in einem lebensbedrohlichen Zustand befindet“.

Präsident Nana Akufo-Addo beklagte auf Twitter „den Verlust von Menschenleben und die Zerstörung von Eigentum“. Der Staatschef des westafrikanischen Landes fügte hinzu: „Es ist ein wirklich trauriger, unglücklicher und tragischer Vorfall“.

Science

Wenn Furchenwale unter Wasser auf Jagd gehen, nehmen sie nicht nur große Mengen an Nahrung, sondern auch das Wasser zu sich, das ihre Beute umgibt. Laut einem kanadischen Forschungsteam sorgt eine Art „Stöpsel“ im Maul dafür, dass die Tiere dabei nicht ertrinken.

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Kultur

Für die Oscar-Verleihung Ende März haben sich 276 Spielfilme qualifiziert. Die Oscar-Akademie im kalifornischen Beverly Hills gab die Liste der Kandidaten gestern (Ortszeit) bekannt. Darunter sind unter anderem der Science-Fiction-Film „Dune“, das Filmmusical „West Side Story“ und der österreichische Film „Große Freiheit“ von Sebastian Meise. Im vorigen Jahr waren 366 Filme im Rennen um die Academy Awards.

Es gibt mehrere Auflagen: So müssen die Filme über 40 Minuten lang sein und bis Ende 2021 in einem Kino in mindestens einer von sechs US-Metropolen angelaufen sein. Meises homosexuelles Liebesdrama hatte es im Dezember in einer Vorauswahl auf die Shortlist von insgesamt 15 Kandidaten für die Sparte „International Feature Film“ geschafft. Am Ende werden fünf Auslands-Filme nominiert.

Bei Meises Streifen steht Hans im Mittelpunkt, gespielt von Shootingstar Franz Rogowski. Er wird im Nachkriegsdeutschland wegen seiner Homosexualität über die Jahre hinweg immer wieder inhaftiert. Dabei entwickelt sich mit der Zeit eine alle Unbilden überdauernde Liebesgeschichte mit dem Insassen Viktor gespielt von Georg Friedrich.

Am 8. Februar gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die Nominierungen in allen Sparten bekannt. Die 94. Oscar-Verleihung geht am 27. März in Los Angeles über die Bühne.

Das Sundance-Filmfestival ist im US-Staat Utah eröffnet worden – allerdings ohne die gewöhnlich Tausenden Teilnehmer vor Ort. Wegen der Corona-Pandemie ist das von Robert Redford in den 1980er Jahren gegründete Festival für unabhängig produzierte Filme kurzfristig ins Internet verlegt worden. Auch im Vorjahr waren Filme und Diskussionen weitgehend online gezeigt worden. 82 Spielfilme aus 28 Ländern stehen auf dem Programm.

Am ersten Tag feierte unter anderem die Dokumentation „The Princess“ über das Leben von Prinzessin Diana Premiere. Weitere Dokumentarfilme drehen sich um den wegen sexueller Nötigung verurteilten Komödianten Bill Cosby und die Schauspielerin Evan Rachel Wood, die dem Rocker Marilyn Manson Missbrauch vorwirft.

Jedes Jahr mischen bekannte Schauspieler und Hollywood-Regisseure beim Sundance Festival mit. Dakota Johnson spielt in dem Drama „Am I OK?“ eine Frau, die ihre Sexualität entdeckt. „Call Jane“ mit Sigourney Weaver und Elizabeth Banks dreht sich um heimliche Abtreibungen in den 1960er Jahren. Regina Hall spielt die Hauptrolle in der Satire „Honk For Jesus, Save Your Soul“ über eine skandalgeplagte Megakirche. Auch Stars wie Eva Longoria, Emma Thompson, John Boyega und Jesse Eisenberg wollen ihre Indie-Filme präsentieren.

Unter den zehn Kandidaten in der Wettbewerbs-Kategorie „World Cinema Dramatic Competition“ ist der von Deutschland, Frankreich und Chile produzierte Film „Die Kuh, die ein Lied über die Zukunft sang“. Das surreale Drama der chilenischen Regisseurin Francisca Alegría dreht sich um eine Frau, die nach vielen Jahren auf die Rinderfarm ihres Vaters zurückkehrt.

Das Filmdrama „Coda“ hatte im vorigen Februar die Sundance-Hauptpreise der Jury und der Zuschauer gewonnen. Für viele kleinere Filme ist das Festival ein Sprungbrett, um Verleiher und ein breiteres Publikum zu finden. Zu den größten Erfolgen der vergangenen Jahrzehnte zählten Filme wie „Blair Witch Project“, „Boyhood“ und „Get Out“.

Am 12. Februar geht im Wiener Rabenhof Theater das Finale des diesjährigen Protestsongcontests über die Bühne. FM4 überträgt die Veranstaltung live und mit Videostream. Nun stehen die Songs fest, die es ins Finale geschafft haben.

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Die in ihrer Heimat als „Sängerin des Jahrtausends“ gefeierte brasilianische Sängerin Elza Soares ist im Alter von 91 Jahren in Rio de Janeiro gestorben. Dies berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf ihr Management übereinstimmend. Soares sei in ihrem Zuhause in Rio unter natürlichen Umständen gestorben, hieß es in einer Veröffentlichung auf dem Instagram-Account der Künstlerin.

„Die Sängerin bewegte die Welt mit ihrer Stimme, ihrer Kraft und ihrer Entschlossenheit.“ Soares, die Samba, Jazz, Elektro, Hip Hop und Funk mischte und mehr als 30 Alben veröffentlichte, gilt als eine der größten Sängerinnen Brasiliens. Ihre höchste Ehrung: Beim Karneval von Rio 2020 ehrte die Sambaschule „Mocidade“ sie mit einem eigenen Umzug im Sambodrom.

Geboren in einem Armenviertel in Rio de Janeiro, wurde Elza Soares mit zwölf Jahren verheiratet, mit 13 wurde sie zum ersten Mal Mutter, mit 21 war sie Witwe. Von welchem Planeten sie komme, wurde Soares im Radio 1953 gefragt, als sie mit der Musik anfing. „Vom Hunger-Planeten“, lautete ihre berühmte Antwort, die auch ihrem 34. und letzten Album „Planeta Fome“ von 2019 den Namen gab.

1959 gelang der Frau mit dem rauen Gesangsstil der Durchbruch, in den 1960er Jahren etablierte sie sich als eine der führenden Samba-Interpretinnen des Landes. Viele Jahre trug Soares den Titel „Königin des Samba“, auch wenn sie sich nie darauf beschränkte.

Elza Soares sang bis ins hohe Alter und wurde dabei zu einer feministischen Ikone. Konzerte wie bei der Vorstellung von „Planeta Fome“ im „Circo Voador“ in Rio 2019 waren Ereignisse, fast Manifeste, bei denen sie etwa soziale Strukturen und Rassismus kritisierte.

Privat machte Soares mit ihrer Beziehung zu Starspieler Garrincha Schlagzeilen, der nach der Fußball-WM in Chile 1962 wegen ihr seine Familie verließ. Brasilianische Medien erinnerten daran, dass Garrincha 1983 ebenfalls an einem 20. Jänner gestorben war.