Ausland

Die Schweizerinnen und Schweizer stimmen heute über eine Pensionsreform ab. Sie sieht vor, das Pensionseintrittsalter für Frauen von 64 auf 65 Jahre anzuheben und somit an das der Männer anzugleichen.

Außerdem umfasst die Reform eine höhere Mehrwertsteuer, um die Einnahmen des Rentensystems zu erhöhen. Damit soll die Pension angesichts einer älter werdenden Bevölkerung gesichert werden.

Über beide Aspekte der Pensionsreform müssen die Wählerinnen und Wähler getrennt abstimmen. Wird einer der beiden Komplexe abgelehnt, scheitert die gesamte Reform. Zudem steht ein Verbot der Massentierhaltung zur Abstimmung. Die Vorlage sieht auch vor, die Würde von Nutztieren in die Verfassung aufzunehmen.

Nordkorea hat heute eine ballistische Rakete abgefeuert. Der südkoreanische Generalstab teilte mit, die Rakete sei Richtung Osten ins Meer abgefeuert worden. Um welche Rakete es sich handelte, ist noch unklar. Der Raketenstart erfolgte wenige Tage nach der Ankunft eines atomgetriebenen US-Flugzeugträgers in der Region für gemeinsame Militärübungen mit Südkorea.

Es gebe Anzeichen, dass Pjöngjang den Abschuss einer ballistischen Rakete von einem Atom-U-Boot vorbereite, teilte das Büro des Präsidenten in Seoul gestern mit. Einen derartigen Test hatte Pjöngjang bereits im Mai absolviert.

Nordkorea hat seit Jahresbeginn zahlreiche Waffentests vorgenommen, darunter auch mit einer ballistischen Interkontinentalrakete. Südkorea und die USA befürchten, dass Pjöngjang einen Atomwaffentest vorbereitet. Es wäre der erste solche Test seit 2017. Insgesamt hat Nordkorea seit 2006 sechs Atomwaffen getestet.

Die populistische Oppositionspartei ANO von Ex-Premier Andrej Babis ist als klare Siegerin aus den Kommunalwahlen in Tschechien hervorgegangen. Laut vorläufigen Ergebnissen der Wahl, die gestern zu Ende gegangen ist, wurde ANO in neun bis zehn von 13 Kreisstädten stärkste Partei. Ob die Partei des wegen Betrugs angeklagten Ex-Regierungschefs schließlich tatsächlich die Bürgermeister oder Bürgermeisterinnen dieser Städte stellen wird, hängt von den lokalen Koalitionsverhandlungen ab.

Zur Regierungsmehrheit könnte der Babis-Partei die oppositionelle rechtsextreme Partei der direkten Demokratie (SPD) von Tomio Okamura verhelfen. Die SPD hat den Einzug in die wichtigsten Stadtvertretungen geschafft, in mehreren Großstädten sogar mit zweistelligem Ergebnis.

Babis: Wahlen wurden „Referendum über die Regierung“

„Gute Nachricht: Die Wähler haben uns gehört, dass wir die Wahlen zum Referendum über die Regierung machen wollten“, kommentierte Babis das Wahlergebnis. Auch Okamura zeigte sich zufrieden: „Das waren sehr erfolgreiche Wahlen für uns“, sagte er auf einer Pressekonferenz. Dabei kündigte er eine von der SPD organisierte Demonstration gegen die Regierung für kommenden Mittwoch in Ostrava an.

In der Hauptstadt Prag, in Brno (Brünn) und Ceske Budejovice (Budweis) hat das Wahlbündnis Spolu (Gemeinsam) von Regierungschef Petr Fiala gewonnen. Die Piraten des bisherigen Prager Bürgermeisters Zdenek Hrib konnten ihren Erfolg von 2018 nicht wiederholen und werden den Posten höchstwahrscheinlich abgeben müssen.

Die Kubanerinnen und Kubaner stimmen heute über ein neues Familiengesetz ab, das die gleichgeschlechtliche Ehe und Leihmutterschaft erlaubt. Die Neuregelung soll das seit 1975 geltende Familiengesetz ablösen. Die Reform sieht vor, dass die Ehe künftig als Verbindung „zwischen zwei Personen“ unabhängig von ihrem Geschlecht definiert wird. Homosexuellen Paaren soll zudem die Adoption erlaubt werden, und Leihmutterschaft soll – ohne finanzielle Gegenleistung – legalisiert werden.

Es ist das erste Referendum über eine Gesetzesänderung in dem sozialistischen Inselstaat. Angesichts der großen Unzufriedenheit im Land wegen der Wirtschaftsprobleme könnte der Urnengang ein Protestvotum gegen die Regierung werden.

Nach dem Untergang eines aus dem Libanon kommenden Flüchtlingsbootes vor der syrischen Küste ist die Zahl der Toten auf mindestens 94 gestiegen. Gestern seien insgesamt 17 Leichen geborgen worden, berichtete das syrische Staatsfernsehen. UNO-Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi sprach von einer „herzzerreißenden Tragödie“. Die Suche nach Vermissten dauerte weiter an.

20 Menschen konnten bisher gerettet werden. Mindestens 14 Überlebende wurden in syrischen Krankenhäusern behandelt, zwei von ihnen auf der Intensivstation, wie die amtliche syrische Nachrichtenagentur SANA meldete. Sechs Menschen konnten entlassen werden. Unter den Schiffbrüchigen sind nach Angaben des UNO-Kinderhilfswerks (UNICEF) auch zehn Kinder.

Die libanesische Armee teilte mit, sie habe einen Menschenschmuggler festgenommen. Der Mann habe zugegeben, die geplante Fahrt vom Libanon nach Italien auf dem Seeweg organisiert zu haben.

Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat an die russischen Soldaten appelliert, sich zu ergeben. Der russische Präsident Wladimir Putin „schickt Bürger“ wissentlich „in ihren Tod“, sagte Selenskyj gestern in seiner abendlichen Ansprache. „Ihr werdet auf zivilisierte Weise behandelt, niemand wird die Umstände eurer Aufgabe erfahren“, richtete Selenskyj sich auf Russisch an die Angehörigen der russischen Armee.

Wenige Stunden zuvor war in Russland ein Gesetz verabschiedet worden, mit dem nach der von Putin verkündeten Teilmobilmachung die Strafen für Soldaten verschärft werden, die desertieren oder vor dem Feind kapitulieren.

Selenskyj sagte, es sei „besser, einen Einberufungsbefehl zurückzuweisen, als in einem kriminellen Krieg in einem anderen Land zu sterben“. Es sei auch „besser, vor einer kriminellen Mobilmachung wegzulaufen, als ein Krüppel zu werden und dann für die Teilnahme an einem Angriffskrieg vor Gericht zur Rechenschaft gezogen zu werden“. Schließlich sei es „besser, sich der ukrainischen Armee zu ergeben, als bei den Angriffen unserer Waffen getötet zu werden – angemessenen Angriffen der Ukraine, die sich in diesem Krieg verteidigt“.

Russische Streitkräfte haben nach Angaben des ukrainischen Militärs binnen 24 Stunden Dutzende Raketen- und Luftangriffe auf zivile und militärische Ziele ausgeübt. Betroffen gewesen seien unter anderem 35 Siedlungen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti wiederum meldete huete unter Berufung auf nicht näher identifizierte Informanten, ukrainische Truppen hätten Getreidespeicher und Lagerhallen für Düngemittel beschossen.

RIA Nowosti meldete auch die Bombardierung eines Hotels in der Stadt Cherson durch ukrainische Truppen. Zwei Menschen seien getötet worden. Die Angaben ließen sich unabhängig nicht überprüfen. Die Stadt im Süden der Ukraine ist bereits seit kurz nach dem Beginn der Invasion von russischen Truppen besetzt.

Der UNO-Sicherheitsrat soll sich mit den Scheinreferenden in russisch besetzten Gebieten der Ostukraine beschäftigen. Das Treffen des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen wurde Diplomatenangaben zufolge von den USA und Albanien beantragt und soll am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in New York stattfinden. Für die UNO soll die Beauftragte für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, sprechen. Die Ukraine hatte zuvor in einem Brief an den Rat eine entsprechende Sitzung gefordert.

In der Ukraine wird seit Freitag in den vier russisch besetzten Gebieten Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja in Scheinreferenden über einen Beitritt zu Russland abgestimmt. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hatte eine mögliche Annexion der Gebiete zuletzt als Verletzung des Völkerrechts bezeichnet.

Lawrow wirft Westen feindselige Haltung vor

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Kritik an den Scheinreferenden in mehreren besetzten ostukrainischen Gebieten zurückgewiesen. Der „Wutausbruch“ des Westens sei unbegründet, sagte Lawrow bei der laufenden Generaldebatte der UNO-Vollversammlung in New York. Die Bewohner der Regionen nähmen nur „ihr Land mit, in dem ihre Vorfahren seit Hunderten von Jahren leben“.

„Es ist ihnen nicht mal mehr peinlich, offen zu erklären, dass es nicht nur die Absicht gibt, unserem Land eine militärische Niederlage zuzufügen, sondern Russland zu zerstören, zu zerstückeln“, so Lawrow.

Offen für Erweiterung des UNO-Sicherheitsrates

Nach einem Vorstoß der USA hat sich Lawrow gleichzeitig offen für Änderungen an der Zusammensetzung des UNO-Sicherheitsrates gezeigt. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen müsse sich an die Realitäten in der Welt anpassen und zugunsten von Ländern aus Lateinamerika, Afrika und Asien erweitert werden, sagte Lawrow bei der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung.

Inland

Für rund 600 Mieterinnen und Mieter von Wiener Gemeindewohnungen wird das Wohnen empfindlich teurer: Sie müssen ab Oktober um 2,14 Euro/pro Quadratmeter mehr zahlen. Der Grund: Die Wohnbauförderung ist ausgelaufen. Betroffene überlegen eine Sammelklage gegen Wiener Wohnen.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Amtsinhaber Alexander Van der Bellen hofft darauf, bereits in der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl am 9. Oktober „das Mandat für eine zweite Amtsperiode“ zu bekommen. Das erklärte der Bundespräsident heute am Rande der UNO-Vollversammlung im APA-Gespräch. Warum er sich vor dem ersten Wahlgang keinen TV-Diskussionen mit den sechs Gegenkandidaten stellen wolle, rechtfertigte Van der Bellen: „Man kennt mich. Man hat inzwischen fast sechs Jahre Erfahrungen gesammelt. Die anderen sechs kennt man jetzt in dieser Form nicht, wie sie sich verhalten würden in bestimmten Situationen.“

Ob er im Fall einer Stichwahl mit dem dann verbliebenen Herausforderer in den TV-Debattenring steigen werde, wollte der Bundespräsident noch nicht verraten. Er halte es da mit den Engländern, sagte er: „If and when I come to that bridge, then I decide, how to cross it.“ (dt. in etwa: „Falls und wenn ich zu dieser Brücke komme, entscheide ich, wie ich sie überquere“).

„Dieser Hochmut wird den Präsidenten noch teuer zu stehen kommen, denn der kommt bekanntlich vor dem Fall“, meinte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz in einer Aussendung. Es gebe noch viele offene Fragen, auf welche die Bevölkerung vor der Wahlentscheidung eine Antwort verdient habe.

Im Burgenland werden in einer Woche die Gemeinderäte und Bürgermeister der 171 Gemeinden gewählt. 277.473 Personen sind am kommenden Sonntag, 2. Oktober, wahlberechtigt. Antreten werden 520 Ortsgruppen mit über 12.000 Kandidaten, von denen 420 das Amt des Bürgermeisters anstreben. SPÖ und ÖVP matchen sich dabei unter anderem um die Vorherrschaft bei der Zahl der Ortschefs. Bisher liegen sie aktuell mit 85 bzw. 82 Bürgermeistern nahezu gleichauf.

Die ersten Wähler haben schon am Freitag beim vorgezogenen Wahltag ihre Stimme abgegeben – oder auch per Briefwahl. Für alle, die ganz klassisch wählen wollen, wird es am kommenden Sonntag ernst, wenn insgesamt 439 Wahllokale ihre Tore öffnen.

Frühaufsteher können in Bad Sauerbrunn (Bezirk Mattersburg) schon ab 6.45 Uhr zur Urne schreiten. Nach und nach sperren dann auch die weiteren Standorte auf. Die letzten Stimmen werden um 16.00 Uhr entgegengenommen. Dann ist Wahlschluss.

Umwelt & Klima

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil rechnet in der nächsten Zeit nicht mit dem synthetischer Kraftstoffe bei Autos. Die E-Fuels wären interessant, wenn man einen Otto-Motor damit zu bezahlbaren Preisen CO2-neutral nutzen könnte, sagte der SPD-Politiker, der auch im Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns sitzt, der dpa.

E-Fuels hätten aber auch einen entscheidenden Nachteil: „Sie sind enorm energieintensiv, und wir benötigen erneuerbare Energien in Deutschland auf absehbare Zeit für andere Zwecke“, so Weil. „Im Pkw-Bereich werden wir E-Fuels aus diesem Grund so schnell nicht sehen.“

Weil sagte weiter: „Es hat schon seinen Grund, dass sich nahezu die gesamte weltweite Pkw-Industrie auf den Weg gemacht hat, batteriegestützte Elektromobilität zu organisieren.“ Das sei der technologische Stand jetzt. „Aber wer weiß, wie sich die Dinge weiterentwickeln werden.“

VW-Chef Blume Befürworter von E-Fuels

Der neue VW-Chef Oliver Blume ist ein Befürworter der E-Fuels. Nur mit Elektromobilität seien die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht zu erreichen, hatte Blume Ende August der „Automobilwoche“ gesagt. Vorgänger Herbert Diess hatte E-Fuels hingegen wegen ihrer schlechten Effizienz abgelehnt und den hohen Stromverbrauch bei der Herstellung bemängelt.

Gesundheit

Die Stadt Wien kommt der überaus starken Nachfrage nach der Schutzimpfung gegen Affenpocken (Monkeypox, MPX) nach – mehr als 2.200 Personen haben sich in der Bundeshauptstadt bereits zur vorbeugenden Immunisierung vormerken lassen, das Interesse übersteigt den verfügbaren Impfstoff bei Weitem. Bereits zu Beginn der kommenden Woche wird das Impfangebot ausgeweitet, gab das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Wochenende bekannt.

Rascher als ursprünglich angenommen hat Wien vom Bund weitere 140 Impfdosen für präexpositionelle Impfungen zugeteilt bekommen. Da vorbeugende Impfungen unter die Haut erfolgen, reichen die 140 Dosen für 700 Impfungen. Zur vollständigen Immunisierung sind allerdings zwei Impfungen erforderlich, weshalb sich mit dem „Nachschub“ vorerst weitere 350 Personen vorsorglich gegen die Affenpocken immunisieren lassen können.

Impftermine werden ab morgen vergeben

Die Termine dafür werden bereits morgen vergeben. Alle Personen aus den definierten Zielgruppen, die vorgemerkt sind, bekommen an dem Tag automatisch eine Erinnerung sowohl per E-Mail als auch per SMS. Danach können die Impftermine gebucht werden.

Zu beachten ist dabei, dass nur jene Personen, die ihre Personendaten aktualisiert haben, die Impftermine online einsehen können. Die Termine für die ersten 360 präexpositionellen MPX-Impfungen, die Wien am Montag freigeschaltet hatte, waren binnen 25 Minuten ausgebucht.

Sport

Der Motorrad-Grand-Prix von Japan hat heute die Ereignisse der Vorwoche wieder umgekehrt. In Aragonien hatte Francesco Bagnaia den Rückstand in der WM-Wertung auf WM-Leader Fabio Quartararo auf zehn Punkte verkürzt, da der Franzose in einer chaotischen Auftaktrunde nach einem Crash mit Marc Marquez früh ausschied. Diesmal schmiss der italienische Ducati-Pilot leichtfertig WM-Punkte weg.

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Marko Arnautovic steigt heute zum alleinigen österreichischen Rekordteamspieler auf. Der Bologna-Profi absolviert im Nations-League-Match im Wiener Happel-Stadion gegen Kroatien (20.45 Uhr, live in ORF1) seinen 104. ÖFB-Einsatz und lässt damit Andreas Herzog hinter sich. Die Bestmarke ist für den Angreifer aber nicht viel mehr als eine Randnotiz, deutlich mehr Bedeutung misst Arnautovic einem erfolgreichen Abschneiden gegen den aktuellen Vizeweltmeister bei.

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Einen Tag nach der überraschenden Heimniederlage der Deutschen gegen Ungarn hat es in der Nations League auch gestern einen früheren Welt- und Europameister erwischt. Spanien musste sich in Gruppe A2 in Saragossa der Schweiz sensationell mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. Eine Heimschlappe setzte es auch für Tschechien mit einem 0:4 (0:2) gegen Portugal.

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Manuela Zinsberger, Laura Wienroither und ihre Kolleginnen von Arsenal haben sich in der englischen Women’s Super League gestern über einen doppelten Rekord freuen dürfen. „Gunners“- und ÖFB-Torfrau Zinsberger hielt beim 4:0-Kantersieg gegen die Londoner Lokalrivalinnen von Tottenham Hotspur zum achten Mal in Folge ihren Kasten sauber und stellte eine neue Bestmarke im Oberhaus auf – und das vor Rekordkulisse.

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Wirtschaft

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will die Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten im Energiebereich weiter vorantreiben. Man habe bereits „eine ganze Reihe“ von Diesel- und Flüssiggasprojekten mit dem Golf-Staat vorangebracht, sagte Scholz heute in Abu Dhabi. Er betonte, wie wichtig es sei, bei der Energieversorgung auf möglichst viele Anbieter zu setzen.

Die Abhängigkeit von einem Lieferanten „wird uns sicherlich nicht wieder passieren“, sagte Scholz mit Blick auf Russland. Bis zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bezog Deutschland noch 55 Prozent seines Erdgases aus Russland. Inzwischen sind die Lieferungen von dort zum größten Teil eingestellt, und die deutschen Gasversorger suchen nach neuen Bezugsquellen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate verfügen über die siebentgrößten Erdgasvorkommen weltweit. Es wurde erwartet, dass während des Kanzlerbesuchs ein Vertrag über die Lieferung von Flüssiggas (LNG) nach Deutschland unterzeichnet wird.

Wer weniger als 3.151 Euro brutto im Monat verdiene, für den werde die kalte Steuerprogression wirklich zur Gänze abgeschafft, „das ist der Knackpunkt“, sagte der Ökonom Denes Kucsera von der wirtschaftsliberalen Denkfabrik Agenda Austria. Auch wer mehr verdiene, werde künftig wesentlich besser davonkommen als bisher, aber einen völligen Ausgleich der kalten Progression gebe es nicht, so Kucsera.

Grundsätzlich begrüße man die weitgehende Abschaffung der kalten Progression, damit werde eine alte Forderung der Agenda Austria erfüllt, sagte Kucsera zur APA. Jeder Prozentpunkt Inflation habe bisher eine Mehrbelastung der Steuerzahler um 300 Mio. Euro bedeutet. „Aktuell geht die Regierung von 5,2 Prozent Inflation im Zeitraum Juli 2021 bis Juli 2022 aus, das wird quasi kompensiert. Das bedeutet ca. 1,8 Mrd. Euro.“ Aber wenn man für das gesamte Jahr die kalte Progression nehmen würde – also Jänner bis Jänner 2022 –, dann könnte man „relativ leicht“ auch die drei Milliarden erreichen.

„Gleiche Entlastung aller Steuerzahler wäre besser“

Allerdings stört die Agenda Austria, dass niedrigere Einkommen stärker von der kalten Progression entlastet werden als höhere. „Noch besser wäre es gewesen, jeden Steuerzahler gleich zu entlasten“, so Kucsera.

Wirklich groß sind die Unterschiede aber nicht: Während etwa bei einem Bruttomonatseinkommen von 1.500 Euro die kalte Progression um 21 Euro pro Jahr überkompensiert wird und bei 2.500 Euro um 40 Euro, gibt es für Einkommen über 3.151 Euro keinen völligen Ausgleich der kalten Progression, darauf fehlen noch 20 Euro pro Jahr. Bei einem Bruttoeinkommen von 6.500 Euro fehlen zum völligen Ausgleich noch 93 Euro, hat die Agenda Austria berechnet.

Die Reisebranche wurde von der Pandemie besonders hart getroffen. Der Markt für Busreisen brach völlig ein und Tausende Busse standen monatelang still. Mittlerweile hat sich die Situation aber geändert: Trotz der angespannten Wirtschaftslage setzt die Branche zu einem neuen Höhenflug an.

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Salzburgs Betriebe in Gewerbe, Industrie und Handel kämpfen stark mit den dauernd steigenden Preisen. Das geht aus einer Umfrage der Wirtschaftskammer hervor. Allein die Vervielfachung der Strompreise führe zu dramatischen Maßnahmen. Es gehen schon Jobs verloren, und die meisten Produkte werden zunehmend teuer.

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Chronik

Eine Hubschrauberbesatzung der Alpin- und Flugpolizei hat gestern zwei Tschechen vom tief verschneiten Hochkönig in Pinzgau (Salzburg) gerettet. Die Männer gerieten auf dem langen Klettersteig Königsjodler in Bergnot.

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Zwei Männer und zwei Frauen sind gestern zur Hochalmspitze (Kärnten) aufgestiegen. Als das Wetter umschlug, verließen einige die Kräfte, sie verloren die Orientierung und setzten einen Notruf ab. Der Hubschrauber konnte wegen des Wetters nicht fliegen, die Gruppe musste mit Hilfe der Bergrettung absteigen.

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Ein 16-Jähriger hat in der Nacht auf heute in Kundl einen Unfall mit dem Auto seiner Mutter verursacht. Der gleichaltrige Beifahrer wurde schwer verletzt. Der Bursche kam von der Straße ab und prallte gegen mehrere Bäume. Er war laut Polizei stark alkoholisiert.

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Ein Supertaifun hat heute Kurs auf die Philippinen und deren dicht besiedelte Hauptinsel Luzon genommen. Die Behörden ordneten die Evakuierung von Küstenstädten an. Der tropische Wirbelsturm „Noru“ habe sich „schlagartig verstärkt“ und inzwischen eine maximale andauernde Windgeschwindigkeit von 185 km/h, teilte der staatliche Wetterdienst mit.

Der Sturm sollte voraussichtlich am Nachmittag oder Abend (Ortszeit) die Küste erreichen – rund 80 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Manila. Dann könnte er nach Angaben des Wetterdienstes bis zu 205 km/h stark werden.

Die Behörden warnten vor Sturmfluten, weitflächigen Überschwemmungen und Erdrutschen. „Wir rufen Bewohner der gefährdeten Gebiete auf, die Evakuierungsaufrufe zu befolgen“, sagte Polizeichef Rodolfo Azurin.

Anschwellen des Supertaifuns „beispiellos“

Die Philippinen werden regelmäßig von Stürmen heimgesucht, Wissenschaftler warnen davor, dass die Stürme wegen der Erderwärmung heftiger werden. Der Meteorologe Robb Gile sagte, das schnelle Anschwellen des Supertaifuns „Noru“ sei „beispiellos“. Die Windstärke habe binnen eines Tages um 90 km/h zugenommen.

In Venezuela sind mindestens sieben Mitglieder einer Methodistenkirche ums Leben gekommen, als sie von einem Unwetter überrascht wurden. Wie der Gouverneur des westlichen Teilstaates Tachira, Freddy Bernal, gestern auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, hatten sich in einer Bergregion in den Anden am Freitag 36 Gemeindemitglieder versammelt, als starke Regenfälle plötzlich Überschwemmungen verursachten. Einige der Gläubigen, die in einem Fluss badeten, wurden von der Strömung mitgerissen.

„Bisher wurden sieben Leichen herausgezogen, von denen vier noch nicht identifiziert sind, und wir suchen noch nach drei weiteren Leichen“, sagte der Gouverneur. Die Suche, die wegen des bergigen Geländes und niedriger Temperaturen äußerst schwierig ist, wurde in der Nacht auf heute unterbrochen.

Heuer hat es in Venezuela überdurchschnittlich viel geregnet. Die Regierung führt die starken Regenfälle, die schon in mehreren Regionen Schäden verursacht haben, auf das Wetterphänomen La Nina zurück, das in Südamerika oft zu einer Zunahme der Niederschläge führt.

Mit heftigen Regenfällen und Sturmfluten hat Wirbelsturm „Fiona“ entlang Kanadas Ostküste Schäden angerichtet. In einigen Gebieten wurde gestern der Notstand ausgerufen. Hunderttausende Menschen waren ohne Strom. Der kanadische Premier Justin Trudeau kündigte gestern rasche Hilfe für die betroffenen Regionen an. Auch das Militär sollte bei den Aufräumarbeiten eingesetzt werden.

Stark betroffen war etwa der Küstenort Port aux Basques in der Provinz Neufundland und Labrador, wo mehrere Häuser von hohen Wellen weggerissen wurden. Die Polizei hatte die Bewohner zuvor angewiesen, Gefahrenzonen zu verlassen. Der Bürgermeister des Ortes, Brian Button, sprach in einem Facebook-Video von einer „Kriegszone“. Überall gäbe es Bilder der Zerstörung.

Auch in der Provinz Nova Scotia deckte der Sturm Dächer ab, ließ Strommasten und Bäume einknicken und überflutete Straßen. Der Premierminister von Nova Scotia, Tim Houston, sprach von einer „unglaublichen Zahl“ umgeknickter Bäume. Fast drei Viertel der Bewohner seien ohne Stromversorgung. Es sei noch zu früh, um das Ausmaß der Schäden zu beziffern, sagte Houston. Nach Angaben der Website Poweroutage.com waren gestern Abend (Ortszeit) mehr als 400.000 Kunden in den betroffenen Provinzen ohne Strom.

Entwurzelter Baum in Halifax
Reuters/Ted Pritchard

Hunderttausende ohne Strom

Als posttropischer Sturm war „Fiona“ gestern in der Früh (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 148 km/h in Nova Scotia auf Land getroffen, wie das kanadische Hurrikanzentrum mitteilte. Aufgrund des Klimawandels gibt es nicht insgesamt mehr tropische Wirbelstürme pro Jahr, aber es gibt mehr starke und zerstörerische solcher Stürme.

„Fiona“ war zuvor als Hurrikan der zweitstärksten Kategorie an dem britischen Überseegebiet Bermuda vorbeigezogen. Bereits am vergangenen Wochenende war „Fiona“ als Hurrikan der Kategorie eins von fünf in Puerto Rico auf Land getroffen und hatte dort Überschwemmungen und schwere Schäden verursacht.

Coronavirus

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 526,5 (Stand: gestern, 14.00 Uhr).

Laut AGES wurden 8.599 neu registrierte Coronavirus-Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. Die Morgenmeldung der Ministerien, die bisher die Meldungen aus den Krisenstäben am Vormittag zusammenfasste, wurde per 12.9.2022 eingestellt. 20.712 Menschen verstarben bisher im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Im Berichtsschema der AGES werden die Daten nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weiteren Fragen in ORF.at/corona

Kultur

Die mit Spannung erwartete fünfte Staffel der Netflix-Serie „The Crown“ startet am 9. November. Das gab der Streamingriese Netflix gestern auf dem Kurznachrichtendienst Twitter und im Rahmen des virtuellen Netflix-Events „Tudum“ bekannt. Die Britin Imelda Staunton (66) übernimmt darin die Rolle von Queen Elizabeth II. Zuvor hatten Claire Foy und Olivia Colman die Monarchin gespielt.

Jonathan Pryce spielt ihren Mann Prinz Philip. Prinz Charles und Lady Diana werden von Dominic West und Elizabeth Debicki dargestellt. Seit 2016 inszeniert Netflix in seiner preisgekrönten Serie das Leben der britischen Royals. Die beiden ersten Staffeln handelten von den jungen Jahren der Queen zwischen Familienskandalen und politischen Krisen. In der fünften Staffel soll es nun um die frühen 1990er Jahre gehen, in denen sich die Beziehung von Prinz Charles und Lady Diana weiter verschlechterte.

Elizabeth II. war am 8. September im Alter von 96 Jahren gestorben. Nach dem Tod der Queen war einem Medienbericht zufolge die Zuschauerzahl der Netflix-Serie „The Crown“ in Großbritannien deutlich angestiegen.

Zum Abschluss der documenta fifteen in Kassel hat das Internationale Auschwitz Komitee der Weltkunstschau vor dem Hintergrund eines Antisemitismusskandals ein miserables Zeugnis ausgestellt. „Die documenta steht vor einem Scherbenhaufen, aber auch aus Scherben lässt sich eine neue Welt zusammenfügen“, sagte der Exekutivvizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, laut einer Mitteilung.

„Am Ende der documenta fifteen ist das trotzige Beharren vieler Verantwortlicher und der Rückzug hinter die Mauern der eigenen Arroganz zur traurigen Realität dieses Kunstfestes geworden.“

Von Antisemitismusvorwürfen überschattet

Nach 100 Tagen endet heute die documenta fifteen. Die neben der Biennale in Venedig bedeutsamste Ausstellung für zeitgenössische Kunst wurde vor und während ihrer Laufzeit überschattet von immer neuen Antisemitismusvorwürfen.

Kurz nach der Eröffnung der Schau wurde eine Arbeit mit antisemitischer Bildsprache entdeckt. Das Banner „People’s Justice“ des indonesischen Kunstkollektivs Taring Padi wurde daraufhin abgehängt. Auch danach wurden Werke mit antijüdischen Stereotypen entdeckt.

Der US-Jazzsaxofonist und Komponist Pharoah Sanders ist tot. Seine Plattenfirma Luaka Bop teilte mit, er sei gestern friedlich im Kreise seiner Familie und Freunde im Alter von 81 Jahren in Los Angeles gestorben. Die Todesursache wurde nicht mitgeteilt. Sanders wurde am 13. Oktober 1940 in Little Rock im US-Staat Arkansas geboren und hatte seine Karriere zunächst in Oakland in Kalifornien gestartet.

Pharaoh Sanders beim Saxofon-Spielen
AP/Gerald Herbert

Er wurde in den 1960er Jahren bekannt, als er unter anderem in New York mit John Coltrane zusammen spielte. Nach dessen Tod arbeitete er mit dessen Witwe Alice Coltrane weiter und trat dann auch als Solist in Erscheinung. Sanders veröffentlichte in den Jahrzehnten danach Dutzende Alben, sein letztes mit dem Titel „Promises“ – eine Zusammenarbeit mit dem London Symphony Orchestra und dem DJ Floating Points – im vergangenen Jahr.

Seine Leidenschaft galt dem Free Jazz, als ein Highlight gilt sein 1969 veröffentlichtes Werk „Karma“, mit seinem vielleicht bekanntesten „The Creator Has a Master Plan“. Seine spirituelle Musik nahm oft Bezug auf afrikanische und indische Musiktraditionen.

Im Jahr 2016 wurde er von der Nationalen Stiftung für die Künste in den USA zum Jazzmeister ernannt – das ist die höchste US-Auszeichnung für einen Jazzmusiker. „Ich versuche immer, etwas, das vielleicht schlecht klingt, auf irgendeine Weise schön klingen zu lassen“, hatte er 2020 dem „New Yorker“ gesagt.

Das kolumbianische Roadmovie „Los reyes del mundo“ (dt.: „Die Könige der Welt“) ist gestern Abend beim 70. Internationalen Filmfestival von San Sebastian mit der Goldenen Muschel als bester Festivalbeitrag ausgezeichnet worden. Der Pädophiliefilm „Sparta“ von Ulrich Seidl ging im offiziellen Wettbewerb unterdessen leer aus.

Die spanische Laiendarstellerin Carla Quilez aus dem Drama um Teenager-Elternschaft „La Maternal“ und der französische Nachwuchsschauspieler Paul Kircher in seiner Rolle in dem Verlustdrama „Winter Boy“ von Christophe Honore wurden unterdessen ex aequo mit der Silbernen Muschel für beste schauspielerische Leistung gewürdigt. Die Silberne Muschel für die beste Leistung eines Nebendarstellers ging an die Argentinierin Renata Lerman aus dem Jugenddrama „El suplente“.

Der japanische Filmemacher Genki Kawamura erhielt für seinen hochsensiblen, poetischen Demenzfilm „A Hundred Flowers“ den Preis für die beste Regie. Der Preis für das beste Drehbuch ging an den chinesischen Festivalbeitrag „A Woman“ von Wang Chao.

Ehrenpreis an Cronenberg und Binoche

Der kanadische Kultregisseur David Cronenberg und die französische Schauspielerin Juliette Binoche wurden mit dem diesjährigen „Donostia“-Festivalehrenpreis für ihre Karrieren ausgezeichnet.

Auf dem roten Teppich vor dem Kursaal der nordspanischen Küstenstadt glänzten zur 70. Jubiläumsausgabe neben Cronenberg und Binoche auch zahlreiche weitere internationale Stars wie Penelope Cruz, Liam Neeson, Diane Kruger, Olivia Wilde und Ana de Armas, die in San Sebastian ihre neue Marilyn-Monroe-Verfilmung „Blonde“ vorstellte. San Sebastian gehört neben Cannes, Berlin und Venedig zu den weltweit wichtigsten Filmfestivals.

Leute

US-Schauspieler Alec Baldwin (64, „Blue Jasmine“) und seine Frau, die Yogalehrerin Hilaria, haben zum siebenten Mal gemeinsam Nachwuchs bekommen. Die 38-Jährige postete gestern (Ortszeit) auf Instagram Fotos und Videos von der neugeborenen Tochter, mit Baldwin und ihrer Kinderschar an der Seite. „Sie ist hier!“, schrieb sie dazu. Sie seien so erfreut, ihren „winzigen Traum“ vorzustellen. Demzufolge wurde Töchterchen Ilaria Catalina Irena am Donnerstag geboren.

Das seit 2012 verheiratete Paar hat bereits sechs gemeinsame Kinder im Alter von einem bis acht Jahren. Aus seiner Ehe mit der Schauspielerin Kim Basinger hat Baldwin zudem Tochter Ireland (26).

Baldwin steht nach dem Tod einer Kamerafrau am Set seines Films „Rust“ seit Oktober unter Druck. Baldwin, der als Hauptdarsteller und Produzent bei dem Film mitwirkte, hatte die Waffe bei der Probe für eine Szene bedient. Untersuchungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel steckte. Er hat die Schuld an dem fatalen Unfall von sich gewiesen. Die Ermittlungen dauern an.

Wenige Tage vor der Wiedereröffnung von Schloss Windsor für Besucher ist erstmals ein Bild der neuen Grabplatte von Queen Elizabeth II. und ihrer engsten Familie veröffentlicht worden. Der Stein besteht aus schwarzem belgischem Marmor, um zum Vorgänger zu passen, wie der Palast gestern mitteilte.

Grabstein von Queen Elizabeth in der St George’s Chapel auf Schloss Windsor
APA/AFP/Royal Collection Trust

Buchstaben und Zahlen aus Messing verkünden die Lebensdaten der Königin, ihrer Eltern, Königsgemahlin Elizabeth („Queen Mum“) und König George VI., sowie ihres Ehemanns Prinz Philip. In der Mitte prangt das Wappen des Hosenbandordens, dem alle vier Royals angehörten. Das Foto zeigt das Grab in der kleinen König-George-VI.-Gedenkkapelle auf dem Gelände von Schloss Windsor von Blumenkränzen umgeben.

Die königliche Residenz öffnet am 29. September wieder für Besucher, die dann auch die Grabstätte besichtigen können. Die Queen war am 8. September im Alter von 96 Jahren gestorben und am 19. September auf Schloss Windsor beigesetzt worden. In derselben Seitenkapelle, die zur großen St.-Georges-Kapelle gehört, ist auch die Urne der jüngeren Schwester der Queen, Prinzessin Margaret, untergebracht.