Ein Taliban-Kommandant hat laut einem BBC-Bericht den Tod des pakistanischen Islamistenführers Baitullah Mehsud bestritten.
Hakimullah Mehsud bezeichnetet Berichte, wonach Mehsud bei einem US-Drohnenangriff getötet worden sein soll, als lächerlich. Sie seien "das Werk der Geheimdienste", wurde der Taliban-Feldkommandant von der BBC zitiert.
Berichte über Beerdigung
Das pakistanische Außenministerium hatte gestern erklärt, es sei "ziemlich sicher", dass Mehsud bei einem Luftangriff am Mittwoch ums Lebens gekommen sei. Verschiedene Regierungsbehörden wie auch Mehsuds eigene Anhänger hätten das berichtet. Zudem hätten Zeugen seiner Beerdigung beigewohnt oder diese beobachtet.
"Ursache alles Bösen"
Die USA haben ein Kopfgeld in Millionnehöhe auf Mehsud ausgesetzt. Er gilt in Pakistan als Staatsfeind Nummer eins, weil er hinter zahlreichen Anschlägen vermutet wird. Ihm sollen bis zu 20.000 bewaffnete Kämpfer in Waziristan unterstehen. Pakistanische Armeeführer bezeichneten ihn und seine Bewegung Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) als "Ursache alles Bösen", die "ausgemerzt" werden müsse. Angehörige der Taliban und des Terrornetzes El Kaida fanden in den von Mehsud kontrollierten Stammesgebieten Schutz vor dem Zugriff der US-geführten internationalen Truppen.