Nach Kursturbulenzen: Porsche gibt VW-Aktien ab

Porsche will weitere Turbulenzen des VW-Kurses verhindern und deshalb VW-Aktien auf den Markt bringen. Wie das Unternehmen heute in Stuttgart mitteilte, sollen je nach Marktlage Kurssicherungsgeschäfte in Höhe von bis zu fünf Prozent der VW-Stammaktien aufgelöst werden.

Der Kurssturz der VW-Aktien drückte den DAX heute zur Eröffnung ins Minus. Die VW-Aktien fielen um rund 40 Prozent auf 560 Euro, nachdem die Deutsche Börse ihre Gewichtung im DAX ab Montag auf zehn Prozent begrenzen will. Der DAX startete mit einem Minus von 2,3 Prozent auf 4.708 Punkte in den Handel. Ohne VW läge der Index mit 7,5 Prozent im Plus, rund 500 Punkte höher.

Empörung über VW-Kurskapriolen
Der einmalige Höhenflug der VW-Aktie hat gestern die Frankfurter Börse auf den Kopf gestellt. Zeitweise war das Papier auf den Rekordstand von über 1.000 Euro gestiegen. Leerverkäufer, die auf sinkende Kurse gesetzt und geliehene VW-Aktien verkauft hatten, waren von der Erhöhung des Porsche-Anteils bei VW kalt erwischt worden.

Unter den Händlern wuchs der Ärger auf Börsenbetreiber und Porsche: Von einer "Sauerei" und einem "Spielcasino" ist die Rede. Porsche weist jede Schuld von sich, die Börse reagierte schließlich doch.

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