Guatemalas Ex-Machthaber Montt erlitt Schwächeanfall

Drei Tage nach seiner Verurteilung wegen Völkermords ist Guatemalas früherer Militärmachthaber Efrain Rios Montt wegen eines Schwächeanfalls ins Krankenhaus gebracht worden. Der 86-Jährige habe heute während einer Gerichtsanhörung zur Entschädigung der Opfer das Bewusstsein verloren, sagte sein Anwalt Francisco Garcia. Ein Arzt sagte, der frühere Machthaber habe die vergangenen Tage und Wochen unter erheblichem Stress gestanden.

80 Jahre Haft für Ex-Diktator

Rios Montt war am Freitag wegen Völkermords und Kriegsverbrechen zu 80 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Guatemala-Stadt befand den 86-Jährigen der Verantwortung für mehrere Massaker an Maya-Ureinwohnern während seiner Herrschaft zwischen 1982 und 1983 für schuldig. Mit ihrem Urteil, 50 Jahre für Völkermord und 30 Jahre für Kriegsverbrechen, ging Richterin Jazmin Barrios über die von der Staatsanwaltschaft geforderten 75 Jahre Gefängnis hinaus.

Publiziert am 13.05.2013