Themenüberblick

Reparaturarbeiten weiter auf Hochtouren

Schritt für Schritt wieder zurück zur Normalität: So hat auch am Donnerstag das Motto gelautet, nachdem Wirbelsturm „Sandy“ mit teils verheerenden Auswirkungen durch den Osten der USA gezogen war. Am stärksten betroffen von „Sandy“ war die Metropole New York und das angrenzende New Jersey. In Mitleidenschaft gezogen wurden aber auch eine Reihe weiterer US-Bundesstaaten.

In mehreren US-Medien, darunter etwa das Onlineportal Huffington Post und die TV-Sender CNN, ABC und CBS, wurde nun per alphabetischer Auflistung versucht, einen Überblick von den betroffenen Regionen zu schaffen.

Trümmer und Wasser in den Straßen von East Haven (US-Bundesstaat Connecticut)

Reuters/Michelle McLoughlin

Überflutungen in den Straßen von East Haven, Connecticut

Connecticut: Unter den Millionen von US-Bürgern, die am Donnerstag weiterhin ohne Strom waren, fanden sich auch im US-Bundesstaat Connecticut mehrere hunderttausend Betroffene. Governeur Dannel Malloy gestand zwar bereits am Montag ein, dass sein Bundesstaat bei weitem nicht so stark betroffen sei wie New York und New Jersey, dennoch waren auch in Connecticut mehrere Todesopfer zu beklagen.

Delaware: Deutliche Entspannung zeichnete sich in Delaware ab. Zwar waren einige Haushalte auch zwei Tage nach „Sandy“ weiter ohne Strom, die größten Spuren des Wirbelsturms konnten mit Hilfe der Nationalgarde aber bereits entfernt werden. Von Gouverneur Jack Markell wurden am Donnerstag die sturmbedingten Einschränkungen für den Autoverkehr wieder aufgehoben.

District of Columbia: In der US-Hauptstadt Washington im District of Columbia konnte die Stromversorgung wieder weitgehend hergestellt werden. Der Bus- und Schienenverkehr hat sich wieder weitgehend normalisiert. Auch der Großteil der Bundesangestellten konnte wieder normal zur Arbeit gehen.

Kentucky und Maine: Von „Sandy“-Ausläufern betroffen war mit verstärkten Schneefällen auch Kentucky. So wie im nordöstlichen Maine hielten sich die Schäden in diesem US-Bundesstaat aber in Grenzen. Aus Maine wurden zudem Einsatzkräfte zu den Aufräumarbeiten nach New York abkommandiert.

Umgestürzter Baum in Silver Spring (US-Bundesstaat Maryland)

Reuters/Gary Cameron

Deutlich sichtbare Spuren von „Sandy“ auch in Silver Spring, Maryland

Maryland: Mehrere Tote und nach wie vor Zehntausende vom Stromnetz abgeschnittene Bewohner wurden am Donnerstag aus Maryland gemeldet. Von „Sandy“ besonders hart getroffen wurde die Stadt Ocean City, in der sich die öffentlichen Verkehrsmittel auch weiterhin nur eingeschränkt im Einsatz befinden. Anhaltende Spuren hat der Wirbelsturm etwa an den an die Stadt angrenzenden Stränden hinterlassen.

Einsatzkräfte säubern Straße von umgefallenen Bäumen in Milton (US-Bundesstaat New Hampshire)

AP/Jim Cole

Einsatzkräfte auf einer blockierten Straße in Milton, New Hampshire

Massachussetts, Michigan, New Hampshire: Auch in diesen drei Bundesstaaten waren von zunächst mehreren hunderttausend Betroffenen noch jeweils rund 10.000 weiter ohne Strom. Von den zuständigen Behörden in Michigan wurde wieder grünes Licht für den Schiffsverkehr auf dem Great Lake gegeben. Rund 16.000 Menschen waren auch in New Hampshire weiter ohne Strom. In diesem Bundesstaat ist zumindest ein Todesopfer zu beklagen.

New Jersey: Weiter auf Hochtouren laufen die Aufräumarbeiten in dem von „Sandy“ besonders schwer getroffenen New Jersey. Die Zahl der Todesopfer stieg zuletzt nach Angaben von US-Medien auf 14. Weit über eine Millionen Menschen warteten weiter auf Strom. Von der Nationalgarde wurde zudem die von den Fluten weiter eingeschlossene Bevölkerung der Stadt Hoboken mit Lebensmittel und Trinkwasser versorgt.

New York: Im US-Bundesstaat New York mehrten sich vor allem in der gleichnamigen Metropole weiter die Anzeichen von Normalisierung. Unter anderem konnten zumindest Teile des U-Bahn-Netzes und mit dem LaGuardia Airport ein weiterer Flughafen wieder in Betrieb genommen werden. Auch in New York ist mit mittlerweile weit über 30 Toten ein weiterer Anstieg der Opferzahlen zu beklagen.

North Carolina: Während auch in New York 1,6 Millionen Menschen einen weiteren Tag ohne Strom auskommen, konnte in North Carolina die Energieversorgung wieder vollständig hergestellt werden. Vermisst wird nach wie vor der Kapitän des von „Sandy“ versenkten Segelschiffes „HMS Bounty“. In North Carolina forderte der Wirbelsturm mindestens zwei Todesopfer.

Boote an einem von Fluten gebrochenem Dock im Rocky River in Lakewood (US-Bundesstaat Ohio)

AP/Mark Duncan

Boote an einem von Fluten gebrochenem Dock in Lakewood, Ohio

Ohio, Pennsylvania, Rhode Island: Weiterhin Probleme mit der Stromversorgung gibt es in Ohio (rund 100.000 Betroffene), Rhode Island (35.000 Betroffene) und vor allem im US-Bundesstaat Pennsylvania, wo von ursprünglich 1,2 Millionen Betroffenen rund die Hälfte weiter vom Netz abgeschnitten waren. In Rhode Island blieben einige zuvor evakuierte Küstenorte von der Außenwelt abgeschnitten. Mindestens zwei Menschen kamen in Ohio ums Leben - in Pennsylvania laut Huffington Post zwölf.

Tennessee, Vermont: Auch Tennessee und Vermont bekamen zwar Ausläufer von „Sandy“ zu spüren - der Großteil der Schäden war am Donnerstag aber bereits wieder beseitigt bzw. repariert.

Über die Ufer getretener Fluss Potomac in Loudon County (US-Bundesstaat Virginia)

AP/Virginia State Police

Der über die Ufer getretene Potomac River in Loudon County, Virginia

Virginia: Auch in Virginia wurden große Fortschritte bei den von der Nationalgarde unterstützen Aufräumarbeiten gemeldet. Virginia bekam „Sandy“ vor allem durch beispiellose Schneefälle zu spüren. In dem Bundesstaat sind mindestens zwei Todesopfer zu beklagen.

West Virginia: Mit bis zu einem Meter Neusschnee machte sich „Sandy“ in West Virginia zuletzt durch ungewöhnlich starke Niederschläge bemerkbar. In Nicholas County stürzten aufgrund des Wirbelsturms zudem acht Gebäude ein. Auch wenn hier keine Opfer zu beklagen waren, starben in West Virginia zumindest sechs Menschen. Über 150.000 waren auch am Donnerstag noch ohne Strom.

US-weit stieg die Zahl der Toten laut CNN-Angaben auf über 90. Die Zahl wurde am Donnerstag gleich zweimal innerhalb weniger Stunden nach oben korrigiert. „Sandy“ hatte bereits in der Karibik 67 Menschenleben gefordert.

Links: