Erneut Luftangriff auf Vororte von Damaskus und Dörfer in Idlib

Die syrische Luftwaffe hat heute nach Angaben von Aktivisten erneut Angriffe auf Vororte der Hauptstadt Damaskus und auf Dörfer in der nordwestlichen Provinz Idlib geflogen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete unter Berufung auf Oppositionsaktivisten, Helikopter hätten den südlichen Vorort Hadschar al-Aswad angegriffen. Zudem habe nordwestlich der Hauptstadt ein Kampfflugzeug den Vorort Harasta bombardiert.

In der Provinz Idlib hätten Jagdbomber drei Angriffe auf die Dörfer Tell Manass und Maar Schamarin geflogen, erklärte die Beobachtungsstelle. Um das Militärlager von Wadi Deif habe es Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen gegeben. Auch in der nördlichen Handelsmetropole Aleppo und in der südlichen Provinz Daraa hielten die Kämpfe an. Die Beobachtungsstelle gab die Zahl der Toten vom Mittwoch mit 152 an, darunter waren 58 Zivilisten.

An der Grenze zum Libanon wurden ein libanesischer Soldat getötet und zehn weitere verletzt. Wie vonseiten der Sicherheitskräfte zu erfahren war, kam es am Morgen in der Region von Hnaider zu einem Schusswechsel, als sich ein syrisches Fahrzeug mit rund 15 Bewaffneten an einem Kontrollpunkt der Armee zu halten weigerte. Seit Beginn des Aufstands in Syrien im März 2011 gibt es immer wieder Zwischenfälle an der Grenze zwischen den beiden Ländern.

Opposition: Rebellen töten 28 Soldaten im Norden Syriens

Unterdessen haben Rebellen heute im Norden Syriens nach Angaben der Opposition 28 syrische Soldaten bei Angriffen auf drei Kontrollpunkte der Armee getötet. Bei den Überfällen in der Nähe der Stadt Sarakeb seien auch fünf Aufständische umgekommen, teilte die oppositionelle Beobachterstelle für Menschenrechte weiter mit. Von unabhängiger Seite konnten die Angaben zunächst nicht bestätigt werden.

Nach Ende einer kaum beachteten Waffenruhe hatte die syrische Armee am Dienstag eine neue Offensive mit Luftangriffen gegen Rebellen gestartet. Die vom internationalen Syrien-Beauftragten Lakhdar Brahimi vermittelte Waffenruhe war auch von den Rebellen weitgehend ignoriert worden.

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