Syrien: Tote bei Anschlag auf Wallfahrtsort

Bei einem Bombenanschlag nahe einem schiitischen Wallfahrtsort in Damaskus sind nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mindestens acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden.

Die Bombe sei in einem Moped versteckt gewesen, erklärte die in London ansässige Organisation. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netz von Kontakten zu Rebellen und Rettungskräften an Ort und Stelle, ihre Angaben sowie die Angaben der Regierungsstellen können wegen der unübersichtlichen Lage und des erschwerten Zugangs für Medien kaum überprüft werden.

Das staatliche Fernsehen sprach von sechs Toten und 13 Verletzten in der Nähe des Schreins. Nach Polizeiangaben zündete eine „bewaffnete terroristische Gruppe“ in einer belebten Straße einen in einem Müllsack versteckten Sprengsatz. Der im Südosten der Hauptstadt gelegene Stadtteil Sajjida Seinab ist zwischen Rebellen und Armee umkämpft. Dort befindet sich das gleichnamige Mausoleum einer Enkelin des Propheten Mohammed, das schiitische Muslime als heilig verehren.