Sorge um Michelangelos Sixtinische Fresken

Die wohl berühmtesten Deckenfresken der Welt, von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle gemalt, feiert Geburtstag. Am 31. Oktober 1512 würdigte Papst Julius II. die Fertigstellung des von ihm bestellten Meisterwerks der 1.100 Quadratmeter mit einer Vesper.

Heute, 500 Jahre später, sind sie wegen der Millionen an Besuchern und Schadstoffen in Gefahr. Nicht zuletzt die Körperwärme und der Atem der 20.000 oder auch mehr Besucher täglich setzen neben Staub dem Weltkulturerbe im Vatikan zu.

Der Direktor der Vatikanischen Museen forderte anlässlich des runden Geburtstags, eine neue Filteranlage in die Kapelle einzubauen oder aber die Zahl der Besucher müsse begrenzt werden, fordert Antonio Paolucci.

Fünf Millionen Rom-Besucher aus aller Welt strömen jährlich in die Sixtinische Kapelle. Jeder Tourist in der Ewigen Stadt will einmal den berühmten Ort sehen, an dem die Päpste gewählt werden und wo der große Michelangelo sein Meisterwerk hinterließ. Er schuf für Papst Julius II. in vier Jahren (bis 1512) zunächst die Deckenfresken und später dann das monumentale „Jüngste Gericht“ für die Altarwand dort.

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