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„Noch viel Arbeit“

Opel lastet weiterhin schwer auf General Motors. Der US-Autobauer erwartet für das Gesamtjahr einen operativen Verlust seines Europageschäfts von 1,5 Milliarden bis 1,8 Mrd. Dollar (bis zu 1,4 Mrd Euro). Im kommenden Jahr wird das Minus nach Einschätzung der Konzernstrategen leicht zurückgehen. Mitte des Jahrzehnts rechnet GM dann mit einer schwarzen Null vor Sonderkosten.

„Vor uns liegt noch viel Arbeit, besonders in Europa“, sagte Finanzchef Dan Ammann am Mittwoch am Konzernsitz in Detroit. Es zeigten sich aber bereits erste Fortschritte dank einer disziplinierten Geschäftsführung. Wegen schwacher Verkäufe und hoher Kosten lief allerdings alleine im dritten Quartal ein operatives Minus in Europa von rund 500 Millionen Dollar auf.

GM verdiente auch auf dem Heimatmarkt zuletzt weniger, dafür warf der wichtige chinesische Markt mehr Geld ab. Unterm Strich konnte General Motors einen Gewinn von 1,5 Mrd. Dollar einfahren nach 1,7 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit einem noch kräftigeren Abschmelzen gerechnet. Der Umsatz stieg derweil um zwei Prozent auf 37,6 Mrd. Dollar.

Schlechtes Europageschäft auch für Ford

Bei Opel ringen Management und Arbeitnehmervertreter gerade um einen Sanierungsplan. Eine Partnerschaft mit dem französischen Autobauer Peugeot-Citroën soll die Kosten drücken. Mit seinen Problemen steht GM nicht alleine da. Der große Rivale Ford schreibt in Europa Verluste in ähnlicher Größenordnung und hat angekündigt, drei Werke in Belgien und Großbritannien zu schließen. 5.700 Jobs gehen verloren.

Ford konnte den Vorsteuergewinn im Herbstquartal im Vergleich zum Vorjahr zwar dank der starken Pkw-Nachfrage auf dem Heimatmarkt, Kostensenkungen sowie höherer Preise um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar steigern. In Europa schrieb Ford im dritten Quartal einen Vorsteuerverlust allerdings von fast einer halben Mrd. Dollar, die Hälfte mehr als vor Jahresfrist.

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