Iran: Export lebenswichtiger Güter verboten

Der unter internationalen Sanktionen leidende Iran hat den Export von etwa 50 Gütern wie Weizen, Mehl, Zucker und Fleisch verboten. Händler im Iran dürften diese Produkte nicht mehr ausführen, wie heute staatliche Medien mit Verweis auf ein Schreiben von Vizeindustrieminister Sajjid Dschawad Taghawi berichteten. Eine Liste mit weiteren Gütern solle folgen.

Der Iran ist offenbar besorgt, dass lebenswichtige Güter wegen der gegen das Land verhängten Sanktionen knapp werden könnten. Zwar sind Lebensmittel von den Strafmaßnahmen nicht direkt betroffen, das Ölembargo zieht aber weite Kreise. Angesichts der Komplexität der Sanktionen weigern sich viele Transportfirmen, mit dem Iran zusammenzuarbeiten.

Die Europäische Union (EU) hat umfassende Sanktionen gegen den Iran verhängt, um das Land im Streit über dessen Atomprogramm zum Einlenken zu bewegen. Der Iran steht unter Verdacht, nach Atomwaffen zu streben. Die Regierung hat das wiederholt zurückgewiesen.