Nichtrauchergesetze reduzieren Krankheitsfälle

Gesetze zum Schutz von Nichtrauchern führen einer US-Studie zufolge schon kurz nach Inkrafttreten zu deutlich weniger Krankenhausaufenthalten.

Setzt ein Land umfassende Rauchverbote für Arbeitsräume, Restaurants und Bars durch, werden dort bis zu ein Viertel weniger Menschen wegen Herzinfarkten, Schlaganfällen und Lungenkrankheiten in Kliniken gebracht, wie das Team um Stanton Glantz von der Universität von Kalifornien in San Francisco erläuterte.

24 Prozent weniger Lungenkrankheiten

Für die im Fachmagazin „Circulation“ der American Heart Association veröffentlichte Untersuchung analysierten die Wissenschaftler 33 Gesetze und Bestimmungen in zahlreichen Ländern der Erde.

Demnach sank in den untersuchten Ländern die Zahl der Krankenhausaufenthalte aufgrund von Herzinfarkten durchschnittlich um 15 Prozent, bei Schlaganfällen waren es 16 Prozent und bei Lungenkrankheiten sogar 24 Prozent. Je umfangreicher der Nichtraucherschutz, desto besser war das Ergebnis.

„Die Gesundheitsbehörden und Experten müssen verstehen, dass Ausnahmen und Schlupflöcher in der Gesetzgebung - wie zum Beispiel für Casinos - mehr Menschen in die Notaufnahmen bringen“, so Glantz laut einer Mitteilung der American Heart Association. Der Fachgesellschaft zufolge hatten auch vorherige Forschungsergebnisse bereits die Wirksamkeit von Nichtraucherschutzgesetzen erwiesen.