Schweizer Großbank UBS vor Radikalumbau?

UBS plant einem Insider zufolge einen radikalen Umbau im Investmentbanking und den Abbau von bis zu 10.000 Stellen. Gestrichen werden solle quer durch die Schweizer Großbank, der Schwerpunkt werde aber wahrscheinlich auf dem Investmentbanking mit gut 16.000 Beschäftigten liegen, zitierte die Zeitung „Financial Times“ aus informierten Kreisen.

Eine UBS-Sprecherin wollte die Informationen nicht kommentieren. UBS legt am Dienstag die Bilanz des dritten Quartals vor. Insgesamt beschäftigt die Bank mehr als 63.000 Menschen.

Investmentsparte vor Spaltung

Die „Financial Times“ berichtete, mit den Stellenstreichungen gehe eine Spaltung der Investmentbanking-Sparte einher. Große Teile des Geschäfts mit festverzinslichen Wertpapieren, zu dem der Handel mit Anleihen und Zertifikaten gehört, würden in eine eigene Einheit ausgegliedert, die nach und nach heruntergefahren werde.

In der Kernsparte des Investmentbankings verblieben dann noch die Aktien- und Devisengeschäfte sowie die Beratung. Den abgespaltenen Teil soll dem Bericht zufolge der bisherige Co-Chef des Investmentbanking, Carsten Kengeter, übernehmen. Um ihre Stellen Sorgen machen müssen sich vor allem UBS-Mitarbeiter in London und New York. In der Schweiz hat UBS vor allem ihr Vermögensverwaltungsgeschäft konzentriert.