BMW setzt flexiblere Arbeitszeiten durch

Der Autobauer BMW hat sich mit seinem Betriebsrat auf flexiblere Arbeitszeiten geeinigt. Damit werde die Beschäftigung gesichert, sagte gestern ein BMW-Sprecher in München. Er bestätigte im Grundsatz einen entsprechenden „Spiegel“-Bericht, betonte aber, dass es nicht nur um ein Anti-Krisen-Programm gehe.

Die Arbeitszeit richtet sich in Zukunft stärker nach dem Autoabsatz: Wenn die Nachfrage steigt, sind leichter Sonderschichten möglich. Bei einem Absatzrückgang können die Arbeitszeitkonten ins Minus gehen.

Laut „Spiegel“ könnte der Münchner Autokonzern nun einen Verkaufseinbruch von 20 Prozent verkraften, ohne Verluste zu erwirtschaften. Die Belegschaft, einschließlich der Leiharbeiter, müsste nicht um ihren Arbeitsplatz fürchten, sie würde auch nicht auf Kurzarbeit gesetzt.

BMW könne einen Teil der Erfolgsprämie für seine Belegschaft als Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto gutschreiben. Der Plan sehe auch kollektive Urlaubsentnahmen vor. In einer Krise könne BMW die Werke bis zu fünf Wochen schließen. Die Belegschaft müsste in dieser Zeit fünf Wochen ihres Jahresurlaubs nehmen.