Zwei Tibeter verbrennen sich aus Protest gegen China

Gestern haben sich in der nordwestchinesischen Provinz Gansu erneut zwei Tibeter selbst verbrannt. Die beiden Männer erlagen nach Informationen der Organisation „Free Tibet“ und „Radio Free Asia“ ihren Verletzungen.

Damit haben sich binnen einer Woche im Kreis Xiahe (tibetisch: Sangchu) bereits fünf Tibeter selbst verbrannt, um gegen die chinesische Herrschaft über ihr Volk zu protestieren.

60 Selbstmorde aus Protest in drei Jahren

Wie „Free Tibet“ mitteilte, zündete sich gestern Abend auf der Hauptstraße von Amuquhu (tibetisch: Sangkog) ein 23-Jähriger an. Laut Augenzeugen hätten Passanten verhindert, dass Sicherheitskräfte seinen Leichnam später wegschafften. Stattdessen hätten sie den Toten zurück in sein Dorf Sertri gebracht.

Zuvor hatte sich ein 24 Jahre alte Tibeter ebenfalls im Kreis Xiahe selbst verbrannt. Er hinterlässt eine Frau und eine zweijährige Tochter. Laut „Free Tibet“ wurden nun verstärkt Sicherheitskräfte in das betroffene Gebiet in der Provinz Gansu verlegt. Seit 2009 haben sich rund 60 Tibeter aus Protest gegen Chinas Politik verbrannt.