Finanzminister: Athen bekommt Verlängerung für Sparziele

Griechenland hat nach den Worten des griechischen Finanzministers Ioannis Stournaras mehr Zeit für eine Verlängerung der Fristen für seine Spar- und Reformziele erhalten. Das teilte Stournaras heute im Parlament mit.

Die Fristverlängerung sei Teil der Vereinbarung mit den internationalen Geldgebern, die noch von der Euro-Gruppe genehmigt werden muss. Stournaras nannte keine Details, auch keine zeitliche Dauer. Griechenland wünscht eine Streckung der Sparziele um zwei Jahre.

EU dementierte Aufschub zuvor

Zuvor hatte sich die EU-Kommission von einem entsprechenden Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ über eine Fristverlängerung distanziert. Er könne „nichts von dem, was in dem Artikel steht, bestätigen“, sagte ein Sprecher von Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel. „Es gibt noch keine Übereinkunft“ mit der griechischen Regierung, ergänzte er.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zuvor berichtet, Athen werde zwei Jahre mehr Zeit für die Sanierung des maroden Haushalts bekommen und die Neuverschuldung erst im Jahr 2016 wieder unter die EU-Marke von drei Prozent der Wirtschaftsleistung drücken müssen.

„Noch keine Einigung“

Athen kann den Angaben zufolge zudem damit rechnen, dass die Euro-Partner in Kürze den benötigten nächsten Hilfskredit in Höhe von fast 32 Mrd. Euro freigeben. Unklar sei aber, wie die Lücke in der griechischen Finanzplanung für die Jahre 2013 und 2014 geschlossen werden solle, die durch die Zugeständnisse entstehe. Benötigt würden zusätzlich 15 bis 18 Mrd. Euro.

Auch Jörg Asmussen, deutscher Vertreter im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte der ARD, es gebe „bisher keine endgültige Einigung“ der Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) mit der griechischen Regierung. „Es gibt Fortschritte in Athen, aber wir sind nicht da“, führte er aus.