Faymann bei Monti: „Weitere Schritte für EU-Währungspolitik“

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat heute bei seinem Gespräch mit Italiens Premier Mario Monti in Rom die Notwendigkeit unterstrichen, weitere Schritte für eine gemeinsame europäische Währungspolitik zu unternehmen.

„Keine Ausreden“

„Europa steht vor der wichtigen Frage, ob wir auseinandergehen oder ob wir einen weiteren Schritt in Richtung Integration für die nächsten Generationen gehen wollen“, sagte Faymann bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Monti.

„Wir sollten nicht die Zeit nutzen, um Ausreden zu sammeln, warum wir nicht ausreichend Strukturen haben, um den Ländern in der EU wieder Luft zum Atmen zu verschaffen. Wir sollten gemeinsam mutige Schritte gehen, um den Ländern diesen Spielraum zum Investieren wiederherzustellen“, sagte Faymann.

Zu den Schritten, die für eine stärkere Integration notwendig seien, gehören laut Faymann der ESM, die „mutigen unabhängigen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank“, Bankenkonzession für den ESM und in Zukunft Überlegungen eines Schuldentilgungsfonds und gemeinsame Fonds.

Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit

Der SPÖ-Chef unterstrich, dass Strukturreformen und Investitionen dringend notwendig seien, um die Jugendarbeitslosigkeit in der EU zu bekämpfen. „14 Millionen Arbeitslose zwischen 15 und 29 Jahren in der EU sind nicht nur menschlich, sondern auch volkswirtschaftlich ein unhaltbarer Zustand.“