Amnesty: Polizeigewalt bei Demos in EU nimmt zu

Polizeigewalt bei Demonstrationen gegen die Sparmaßnahmen in der EU nimmt zu. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International veröffentlichte dazu einen Kurzbericht, in dem Fälle aus Griechenland, Spanien und Rumänien dokumentiert wurden.

Gleichzeitig wurden umfangreiche Empfehlungen für Sicherheitskräfte zur Überwachung von Demonstrationen abgegeben. Sichtbare Dienstnummern forderte Amnesty auch für Polizisten in Österreich, hieß es in einer Aussendung.

Griechenland, Rumänien und Spanien

Laut dem Bericht sei es während der Proteste in EU-Ländern zu exzessiver Polizeigewalt sowohl gegen Demonstranten als auch Journalisten gekommen. "Nicht letale Waffen“ wie Gummigeschoße und Tränengas seien gegen friedliche Demonstranten eingesetzt worden, auch willkürliche Festnahmen und die Verweigerung medizinischer Versorgung von Verletzten hätten die Behörden zu verantworten.

Amnesty International forderte daher die Regierungen in Griechenland, Rumänien und Spanien auf, alle Vorwürfe zu untersuchen und Maßnahmen zu ergreifen, um solche Menschenrechtsverletzungen in Zukunft zu verhindern.