Französische Staatshilfe für PSA Peugeot Citroen

Der angeschlagene französische Autokonzern PSA Peugeot Citroen muss auf Staatshilfen und eine enge Zusammenarbeit mit dem ebenfalls defizitären Hersteller Opel setzen. Um die Zukunft der auf Fahrzeugkredite spezialisierten PSA-Finanzsparte sicherzustellen, sagte Frankreich heute staatliche Garantien von bis zu sieben Milliarden Euro zu.

Wie Opel leidet PSA extrem unter seiner Abhängigkeit vom schrumpfenden europäischen Markt. Im dritten Quartal sank der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,9 Prozent auf 12,93 Milliarden Euro.

In der Autosparte wurde sogar ein Minus von 8,5 Prozent registriert, wie der nach Volkswagen zweitgrößte europäische Hersteller mitteilte. Die Gesamtzahl der verkauften Wagen sank um 6,3 Prozent auf 625.267.

Entlassungen und Werksschließung

Nach jüngsten Angaben von Konzernchef Philippe Varin wird das Unternehmen vermutlich bis 2014 monatlich einen dreistelligen Millionenbetrag verbrennen. Um zu sparen, will PSA nun rund 8.000 Arbeitsplätze abbauen und ein Werk in der Nähe von Paris komplett schließen. Gegen die Pläne gibt es allerdings weiter heftigen Widerstand der Gewerkschaften und auch aus der Politik.