Entacher: Kampf für Wehrpflicht statt Pension

Der Generalstabschef des Bundesheeres, Edmund Entacher, lässt nicht locker: Bei seinem Jahresempfang im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien kündigte Entacher an, noch nicht in Pension zu gehen, sondern für die Beibehaltung der Wehrpflicht zu werben. Entacher geht damit erneut auf Kollisionskurs mit seinem Chef Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ).

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Darabos: Zwei Drittel der Zeitsoldaten „von der Straße“

Unterdessen wies Darabos Entachers Warnung zurück, wonach das Bundesheer ohne Grundwehrdiener vor erheblichen Rekrutierungsproblemen stünde.

Aktuelle Zahlen des Heerespersonalamtes würden zeigen, dass das Heer bereits jetzt zwei Drittel der Zeitsoldaten „von der Straße“, also auf dem freien Arbeitsmarkt, rekrutiere. Direkt aus dem Grundwehrdienst melde sich lediglich ein Drittel der Zeitsoldaten, teilte ein Darabos-Sprecher heute mit.

Demnach haben 53 Prozent ihre Freiwilligenmeldung bereits vor dem Grundwehrdienst abgegeben, 15 Prozent teilweise erst Jahre danach und nur 32 Prozent während des Grundwehrdienstes.

Diese Zahlen zeigten, dass man den Grundwehrdienst nicht brauche, um erfolgreich zu rekrutieren. „Die Unerlässlichkeit des Grundwehrdienstes für die Personalwerbung ist wie alle Wehrpflichtargumente ein reines ‚Bauchargument‘, hat aber keine faktische Grundlage“, so der Sprecher.