EU fordert „3“-Zugeständnisse für Orange-Kauf

Der Mobilfunkbetreiber Hutchison 3G („3“) muss für die geplante Übernahme seines Konkurrenten Orange Austria der EU-Kommission entgegenkommen.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia erneuerte gestern seine Bedenken gegen die geplante Fusion, mit der die Zahl der Mobilfunkunternehmen in Österreich von bisher vier auf drei sinken würde. Die Gegenleistungen müssten struktureller Art sein, sagte Almunia mit Blick auf Hutchison. Als Beispiel nannte der Kommissar den Verkauf von Frequenzen.

Wir sagen dazu nichts

„3“ wollte Almunias Forderung nicht kommentieren. „Wir sagen dazu nichts“, sagte eine Sprecherin heute auf APA-Anfrage. Auch ob der von Almunia als Beispiel genannte Verkauf von Frequenzen für „3“ infrage käme, um den Merger durchzubringen, wollte sie nicht sagen.

Das in Hongkong ansässige Unternehmen Hutchison versucht schon länger, die EU von seinem Plan zu überzeugen. Kartellwächter befürchten durch die Übernahme von Orange Austria von der France Telecom höhere Preise auf dem heiß umkämpften Markt.

UPC-Deal hängt von Übernahme ab

Hutchison hatte bereits angeboten, sein „3“-Mobilfunknetz für virtuelle Anbieter zu öffnen - Anfang Oktober wurde ein entsprechender Deal mit dem Internetanbieter UPC unterzeichnet. Bedingung: Die Orange-Übernahme muss durchgehen.