S&P senkt Kreditwürdigkeit von Zypern um drei Noten

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat die Kreditwürdigkeit von Zypern um gleich drei Stufen gesenkt. Die Bonitätsnote werde von bisher „BB“ auf nur noch „B“ reduziert, teilte S&P gestern in London mit.

Weitere Herabstufung nicht ausgeschlossen

Die Bewertung werde sogar noch auf eine weitere Herabstufung überprüft. Zypern hat von den Ländern der Euro-Zone nach Griechenland bei S&P die schlechteste Note. Die Regierung habe bis jetzt noch kein Hilfspaket mit der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank (EZB) ausgehandelt, begründete S&P die Entscheidung. Gleichzeitig seien die Risiken gestiegen.

Zögern der Regierung

Die im Februar 2013 anstehenden Präsidentschaftswahlen dürften, so S&P, für das Zögern der Regierung verantwortlich sein. Zypern leide jedoch unter einer schlimmen Bankenkrise und den ausbleibenden Spar- und Reformanstrengungen der Regierung.

Das Land leidet auch unter der engen Verflechtung seines Bankensektors mit dem griechischen Bankensektor. Die sehr schlechte Bewertung der Kreditwürdigkeit dürfte die Finanzierung des Landes über die Märkte noch mehr erschweren.