Erfolgreicher Kampf gegen Tuberkulose

Langsam wird die Krankheit der Armen weltweit zurückgedrängt: Laut dem neuesten Welttuberkulosereport der WHO ging auch im Jahr 2011 die Zahl der Neuerkrankungen weiter zurück und erreichte 8,7 Millionen Fälle. Es gab 1,4 Millionen Todesopfer. In den vergangenen 17 Jahren dürften durch Maßnahmen der Weltgesundheitsorganisation weltweit rund 20 Millionen Betroffene gerettet worden sein, hieß es gestern in einer Aussendung der Weltgesundheitsorganisation.

„In den vergangenen 17 Jahren sind 51 Millionen Erkrankte erfolgreich nach den Kriterien der WHO behandelt worden. 20 Millionen Menschen wären sonst gestorben“, erklärte Mario Raviglione, Direktor der „Stop TB“-Abteilung der WHO.

Armut, Kriege und Migration sind die treibenden Kräfte hinter der Tuberkulose als verhinderbare und heilbare Volkskrankheit in vielen Regionen der Welt. Trotz aller Anstrengungen bleibt diese bakterielle Infektion einer der größten „Killer“. Auch wenn es noch vor wenigen Jahren an die zehn Millionen neue Fälle pro Jahr und an die zwei Millionen Tote durch TB gegeben hat. Im Jahr 2008 waren es beispielsweise 9,8 Millionen Neuerkrankungen und 1,8 Millionen Todesfälle.