Gefälschtes Immendorff-Bild soll vernichtet werden

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit hat das Landgericht im deutschen Düsseldorf ein angebliches Werk des 2007 gestorbenen Malers Jörg Immendorff als Fälschung eingestuft. „Im Ergebnis muss das Bild vernichtet werden“, sagte Gerichtssprecher Andreas Vitek gestern. Das Urteil sei aber noch nicht rechtskräftig.

Geklagt hatte Immendorff-Witwe Oda Jaune. Sie hatte das Bild im Katalog eines Auktionshauses entdeckt und die Vernichtung verlangt.

Ein Gutachter hatte das strittige Gemälde als Fälschung bewertet. Die umstrittene Reproduktion des Bildes „Ready-made de l’Histoire dans Cafe de Flore“ sei im Gegensatz zum Original ein Querformat. Die Proportionen der Hauptmotive seien unterschiedlich, hatte Kunstprofessor Siegfried Gohr geurteilt. Nach seiner Ansicht wurde die umstrittene Version mit Hilfe eines Diaprojektors auf die Leinwand aufgebracht und so reproduziert.