Heimische Mobilfunkbranche laut T-Mobile „kaputt“

Ein düsteres Bild der heimischen Mobilfunkbranche hat der neue T-Mobile-Chef Andreas Bierwirth bei seiner gestrigen Antrittspressekonferenz gezeichnet.

Preisanstieg bei T-Mobile?

„Ich sehe nur, dass die Branche hier kaputt ist. (...) Die Nachfrage wächst, aber es bleibt uns nichts übrig“, so der ehemalige AUA-Vorstand. Bierwirth will die sich nach unten drehende Preisspirale durchbrechen und die Datentarife den tatsächlichen Kosten anpassen. Weiters will er bis 2015 knapp 100 Mio. Euro einsparen. Das entspreche rund 15 Prozent der Kosten. An der Mitarbeiterzahl von aktuell 1.400 Personen soll dabei wenig geändert werden.

Für 2013 erwartet Bierwirth einen Umsatzrückgang, 2014 eine Stabilisierung und 2015 wieder ein Umsatzwachstum. Das Ergebnis soll stabil bleiben. 2011 erzielte die Tochter der Deutschen Telekom einen Umsatz von 924 Mio. Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 253 Mio. Euro.

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Orange zieht positive Bilanz

Österreichs drittgrößter Handynetzbetreiber Orange Austria hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres 361,7 Mio. Euro Umsatz gemacht, um vier Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2011. Der Rückgang entspreche der Entwicklung des Gesamtmarktes, so Orange heute in einer Aussendung. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg demnach um acht Prozent auf 124,4 Mio. Euro.

"Die ersten neun Monate 2012 seien für Orange äußerst positiv verlaufen, so Orange-Chef Michael Krammer über die Zahlen. Für Orange gibt es ein Übernahmeangebot des kleinsten Mobilfunkers „3“, das derzeit aber von EU und den heimischen Wettbewerbshütern geprüft wird. Die EU befürchtet, dass es durch weniger Anbieter wieder zu einem Preisanstieg am heimischen Mobilfunkmarkt kommen könnte.