Obama attackiert Romney in zweiter TV-Debatte

Drei Wochen vor der US-Präsidentenwahl kämpfen Amtsinhaber Barack Obama und sein Herausforderer Mitt Romney zum zweiten Mal in einer TV-Debatte um Wählerstimmen. Obama nutzte den Auftritt von Beginn an, um seinen Kontrahenten direkt anzugreifen: Romney habe die US-Autoindustrie in den Bankrott treiben wollen, sagte Obama gestern Abend (Ortszeit) in Hempstead (Bundesstaat New York). Er dagegen habe sie gerettet.

Obama unter Zugzwang

Nach einem schwachen Auftritt beim ersten Duell am 3. Oktober stand Obama bei dem Aufeinandertreffen unter Erfolgszwang. Romney hatte seit seinem erfolgreichen Abschneiden deutlich in den Umfragen umgelegt.

Diesmal handelt es sich um eine „Town Hall Debate“, eine Art Bürgerversammlung. Die Fragen stellen die Zuschauer, die vom renommierten Umfrage-Institut Gallup ausgewählt wurden. Themen sind sowohl Innen- als auch Außenpolitik.

Wie neue Jobs schaffen?

Von Beginn an stand die hohe Arbeitslosigkeit und die schwache US-Konjunktur im Mittelpunkt. Romney will es für Junge erleichtern nach dem Schulabschluss eine Arbeitsplatz zu kommen. Das sei in den letzten vier Jahren schief gelaufen. Er werde das ändern wenn er Präsident werde. Wie sagte er allerdings nicht.

Obama verweist auf seine Leistung bei der Schaffung von Jobs. Und diese würden landesweit auch weiter geschaffen. Er wolle auch neue Märkte für den Export erschließen und so weitere Arbeitsplätze schaffen. Obama sieht auch in der Energiebranche noch Potential zur Schaffung von Arbeitsplätzen und verweist dabei auf den Ausbau von erneuerbarer Energie.

Obama war mit dem Versprechen in die Debatte gegangen, leidenschaftlich für seine Wiederwahl zu werben. Beim ersten Duell hatte der Demokrat kraftlos gewirkt und Romney praktisch das Feld überlassen. Die beiden Kandidaten treffen am 22. Oktober noch einmal in einer dritten Debatte aufeinander - dann in Florida.