Möglicher Anschlag auf Kloster von Dutroux-Komplizin

In dem belgischen Klarissenkloster, in dem sich die Ex-Frau und Komplizin des Kindermörders Marc Dutroux aufhält, sind zwei Umschläge mit verdächtigem weißem Pulver eingegangen. Die Sendungen seien am Montag und gestern im Kloster Malonne im Südosten von Belgien angekommen, teilte die Polizei mit.

Es werde geprüft, ob es sich bei dem Inhalt um Milzbrand-Erreger oder eine andere gefährliche Substanz handeln könnte. Unklar sei, ob es sich bei der Tat um einen Anschlag auf die Glaubensgemeinschaft oder auf die inzwischen freigelassene Michelle Martin handle, sagte ein Polizeisprecher dem Fernsehsender RTL.

Martin war 1996 mit Dutroux festgenommen und im Jahr 2004 zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Juli gab ein Gericht in Mons ihrem Antrag auf vorzeitige Entlassung aus der Haft statt, im September verließ sie das Gefängnis. Zu den Auflagen für die Freilassung gehört, dass Martin sich in dem Kloster nahe der Stadt Namur aufhalten muss. Ihr damaliger Mann Dutroux hatte zwischen Juni 1995 und August 1996 sechs Mädchen entführt und vier von ihnen getötet.