Flugsteuer sinkt - für AUA zu wenig, für Grüne zu viel

Im Ministerrat hat die Regierung gestern die mehrmals zugesagte Absenkung der Flugticketabgabe für Kurz- und Mittelstreckentickets durchgewunken. Die Reduktion erfolgt mit 1. Jänner 2013. Damit entgehen dem Bund nächstes Jahr rund 7,5 Mio. Euro Einnahmen aus dieser seit 2011 eingehobenen Steuer. Auf lange Sicht sollte sich der Effekt aber aufheben, hieß es aus dem Finanzministerium zur APA.

Die Änderung kommt mit dem Abgabenänderungsgesetz. Für Kurzstrecken-Tickets hebt der Fiskus derzeit acht Euro ein, der Satz sinkt nun um einen Euro auf sieben Euro. Der Tarif für die Mittelstrecke sinkt um fünf auf 15 Euro. Unverändert bleibt der Tarif auf der Langstrecke.

„Geschenk für die AUA“

Von der AUA gab es verhaltenen Beifall. „Wir haben die Abschaffung gefordert“, sagte eine Sprecherin zur APA. Die jetzige Nachricht sei aber als ein erster Schritt in die richtige Richtung zu begrüßen, vor allem mit Blick auf den Wettbewerb. Die Senkung reduziere zwar den Ballast, den man mitfliege, es sei aber immer noch ein Ballast.

Kritik kam von den Grünen. Deren Klubobfrau Eva Glawischnig sprach von einem „Geschenk für die AUA“. Die Abgabenreduktion sei auch kontraproduktiv für den Klimaschutz.