US-Hausbesitzer reichen in LIBOR-Affäre Sammelklage ein

Im Skandal um Manipulationen des Interbankenzinses LIBOR haben US-Hausbesitzer laut einem Zeitungsbericht erstmals eine Sammelklage gegen zwölf der weltgrößten Banken eingereicht.

Die Kläger argumentierten, durch die Unregelmäßigkeiten bei der Festlegung des Zinses seien ihre Immobilienkredite über Gebühr verteuert worden, hieß es heute in der „Financial Times“.

Händler bei Barclays, Bank of America und UBS in Europa und Nordamerika hätten den LIBOR insbesondere an Tagen künstlich in die Höhe getrieben, an denen die Hypothekenzinsen neu festgelegt worden seien. Die Kläger hätten so von 2000 bis 2009 Tausende von Dollar verloren.

Rechtsanwalt John Sharbrough sagte der Zeitung, bis zu 100.000 Immobilienbesitzer könnten gegen die Banken klagen. Zur Höhe des von seinen Mandanten geltend gemachten Schadens äußerte er sich nicht.