Baukonzern Alpine bestätigt „erhebliche Verluste“

Der in Turbulenzen geratene Salzburger Baukonzern Alpine hat gestern Abend in einer Pflichtmitteilung bestätigt, dass es im laufenden Geschäftsjahr zu einem hohen Verlust kommen dürfte.

„Entgegen den bisherigen Erwartungen der Emittentin würde der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 vor allem aufgrund der Entwicklung bestimmter Projekte einen erheblichen Verlust aufweisen“, teilte der Baukonzern gestern Abend ad hoc mit, und bestätigte damit einen dementsprechenden Bericht.

Der Baukonzern dürfte mit der Pflichtmitteilung nun auch einer Forderung der Finanzmarktaufsicht (FMA) nachgekommen sein, die laut dem jüngsten „profil“ eine Untersuchung wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Ad-hoc-Publizität und die Prospektpflicht führt.

Alpine zeigt sich zuversichtlich

Die Emittentin - also die Alpine - und ihr Alleingesellschafter würden alle erforderlichen Maßnahmen diskutieren, um eine solide Finanzlage einschließlich insbesondere einer angemessenen Eigenmitteldecke der Emittentin wiederherzustellen, heißt es in der Pflichtmitteilung.

Darin wird auch bestätigt, dass der Baukonzern einen „Bericht eines von ihr zur Unterstützung der wirtschaftlichen und finanziellen Planung beauftragten externen Beraters“ erhalten habe.

Der Bericht und seine möglichen Auswirkungen würden derzeit von der Emittentin „kritisch analysiert“. Auf Grundlage der Unterstützung durch den Gesellschafter - die Alpine steht seit heuer zu 100 Prozent im Eigentum der spanischen FCC-Gruppe - und eines positiven Verlaufs der Gespräche mit den finanzierenden Banken zeigt sich die Alpine zuversichtlich, auch weiterhin alle ihre finanziellen Verbindlichkeiten zu bedienen. Mehr Details zu den erwarteten Verlusten werden nicht angeführt.