Parlamentswahlen in Montenegro begonnen

In Montenegro haben heute früh die vorgezogenen Parlamentswahlen begonnen. Umfragen zufolge steht die regierende Demokratische Partei der Sozialisten (DPS) des langjährigen Regierungs- und Staatschefs Milo Djukanovic und ihre Bündnispartner, die im Wahlbündnis „Europäisches Montenegro“ auftreten, vor einem erneuten Wahlsieg.

Die durch die Umbenennung des Kommunistenbundes im Jahr 1990 entstandene DPS ist seit Anfang 1991 ununterbrochen an der Macht. Das montenegrinische Parlament war Ende Juli aufgelöst worden, nachdem die EU offiziell Beitrittsverhandlungen mit Podgorica aufgenommen hatte.

Die Mitbewerber

Diese entscheidende Phase müsse mit einer neuen Legislaturperiode begonnen werden, hieß es in einer Stellungnahme des Regierungsbündnisses. Offenbar wollte man Kapital aus den positiven Ergebnissen im EU-Annäherungsprozess schlagen. Größter Herausforderer der DPS ist die im Sommer gebildete Demokratische Front des ehemaligen Außenministers Miodrag Lekic, ein Bündnis mehrerer Oppositionsparteien.

Weniger stark schnitten laut Umfragen die bisher führende Oppositionskraft, die Sozialistische Volkspartei (SNP) von Srdjan Milic und der Neuling in der politischen Szene, Darko Pajovic und sein „Positives Montenegro“, ab.

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