Ikea-Gründer bestreitet Machtkampf mit Söhnen

Mit einem gemeinsamen Schreiben an die Ikea-Mitarbeiter sind Unternehmensgründer Ingvar Kamprad und seine drei Söhne laut „Wirtschaftswoche“ Gerüchten über einen Machtkampf bei dem schwedischen Möbelkonzern entgegengetreten. „Glaubt nicht allen Zeitungsschlagzeilen“, heißt es in dem internen Schreiben vom 5. Oktober, das dem Magazin vorliegt. Es gebe wichtigere Dinge, die die Familie beschäftigten.

„Es stimmt, dass ich mich von einer Aufgabe nach der anderen zurückziehe“, heißt es demnach weiter. Seinen Rückzug begründe der 86-Jährige mit gesundheitlichen Problemen. „Ich habe Schwierigkeiten mit meinem Rücken, und deshalb habe ich nicht die Energie, so weiterzumachen wie ich es bisher getan habe.“

„Ganz sicher kein Machtkampf“

Bei der künftigen Rollenverteilung wird sich der 48 Jahre alte Sohn Peter dem Bericht zufolge auf die Finanzsparte Ikano konzentrieren. Jonas (46) übernimmt die Ikea-Leitung und Mathias (43) Inter Ikea, wo unter anderem der Immobilienbesitz des Konzerns gebündelt ist. „Wir treffen uns oft, damit wir immer in enger Verbindung bleiben. Manchmal kommt Ingvar dazu, manchmal nicht. Aber ganz sicher gibt es keinen Machtkampf!“, versichern die Söhne laut dem Magazin in dem Schreiben. Die Kamprad-Familie habe „volles Vertrauen“ in Göran Grosskopf, den Aufsichtsratschef des Ikea-Mutterkonzerns Ingka.

Mitte September hatten zwei enge Kamprad-Mitarbeiter öffentlich erklärt, der Unternehmensgründer wolle sich komplett zurückziehen. Das nahm Ikea umgehend wieder zurück. Das Unternehmen beschäftigt 131.000 Mitarbeiter in 41 Ländern.