Säbelrasseln an der türkisch-syrischen Grenze

Die türkische Luftwaffe hat sich nach Berichten türkischer Medien erstmals in die Kämpfe zwischen Regimesoldaten und der oppositionellen Freien Syrischen Armee eingemischt. Der türkische Fernsehsender ntvmsnbc meldete gestern Abend, die türkische Luftwaffe habe mit Kampfjets auf Bombardements der syrischen Luftwaffe auf die syrische Grenzstadt Asmarin reagiert.

Zwei F-16 Jets der türkischen Luftwaffe flogen nach Angaben des Fernsehsenders Warnmanöver an der Grenze. Die Beziehungen zwischen Syrien und der Türkei sind seit der erzwungenen Landung eines syrischen Passagierflugzeugs in Ankara am vergangenen Mittwoch höchst angespannt.

Raketenteile an Bord?

So verdächtigt die Türkei nach Medienangaben offenbar Syrien und Russland, Raketenteile in der Luftfracht versteckt zu haben. Die Teile sollen laut türkischen Medien auf einem russischen Luftwaffenstützpunkt geladen worden sein. Erst in Moskau seien Passagiere eingestiegen. Ein Team von NATO-Waffenexperten soll nun die Ladung prüfen. In Moskau will man von Raketenteilen nichts wissen - es habe sich um eine Radaranlage gehandelt. Die Türkei verlegt unterdessen Hunderte Panzer an die Grenze zu Syrien.

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