Fukushima-Betreiber räumt Verharmlosung ein

Mehr als anderthalb Jahre nach dem Atomunglück von Fukushima hat die Betreibergesellschaft TEPCO erstmals die bewusste Verharmlosung der Gefahren eingeräumt.

Das Unternehmen Tokyo Electric Power Company erklärte gestern in einem Bericht über eine „fundamentale Reform“, das Risiko heruntergespielt zu haben, um eine Schließung des Atomkraftwerks aus Sicherheitsgründen zu vermeiden.

„Es gab eine latente Angst vor einer Schließung“, heißt es in dem Bericht „Fundamentale Politik für die Reform der TEPCO-Atomenergie-Organisation“. Wären vor dem Unglück weitreichende Sicherheitsmaßnahmen angeordnet worden, so hätte das den Eindruck erweckt, Atomkraftwerke seien nicht sicher.

Ein von der Regierung eingesetzter Untersuchungsausschuss hatte das Unglück Anfang Juli als vermeidbar und deshalb als „von Menschen verursachte Katastrophe“ bezeichnet. Das Atomkraftwerk sei damals „verwundbar“ gewesen.