Österreicher überfuhr ungarischen Polizisten

Ein Österreicher hat am Donnerstag in Südungarn mit seinem Wagen offenbar einen Polizisten getötet. Das berichtete die ungarische Boulevardzeitung „Blikk“ (Freitag-Ausgabe).

Der Sprecher der ungarischen Zentralen Fahndungsbehörde der Staatsanwaltschaft, Geza Fazekas, bestätigte die Tat, ohne einen Namen zu nennen. Laut der ungarischen Nachrichtenagentur MTI könnte der Verdächtige unter Drogeneinfluss gestanden sein, als er vor einer Polizeikontrolle flüchtete.

Der Österreicher war mit drei weiteren Männern in vier Geländewagen des Typs Hummer mit deutschen Kennzeichen in Südungarn unterwegs. Im Ort Apatfalva wurden sie wegen Überschreitens der erlaubten Höchstgeschwindigkeit von zwei Polizisten gestoppt. Als einer der Beamten die Papiere des Österreichers kontrollieren wollte, raste dieser davon.

Video dazu in iptv.ORF.at

Verfolgung durch Zivilstreife

Eine Zivilstreife nahm die Verfolgung auf und forderte Verstärkung an. Zwei Motorradpolizisten unterstützten ihre Kollegen. Die Beamten versuchten, den Hummer des Österreichers anzuhalten. Dieser unternahm jedoch alles, um die Motorradbeamten von der Straße zu drängen. Auch die Mitreisenden des Österreichers waren inzwischen weitergefahren.

Einer der Polizisten überholte den Flüchtenden und stellte sein Motorrad an einer Kreuzung quer. Alle vier Hummer hielten zunächst davor an. Der Österreicher scherte plötzlich aus und überfuhr den Polizisten mit Vollgas. Der Beamte starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Seine Kollegen schossen dem Raser nach, dieser wurde getroffen und schwer verletzt.

Lebensgefahr bestand aber nicht. Er wurde festgenommen und muss mit einer hohen Haftstrafe bis hin zu lebenslang rechnen. Laut „Blikk“ wurden in einem der Geländeautos Drogen gefunden.