BZÖ: Jeder dritte Abgeordnete ist weg

Das BZÖ hat in dieser Legislaturperiode einen außergewöhnlichen Schrumpfungsprozess vollzogen. Mit dem Abgang von Christoph Hagen zur Stronach-Partei Team Österreich ist schon ein Drittel der orange Sitze abhandengekommen.

Gehörten dem BZÖ-Klub nach dem sensationellen Wahlerfolg unter Spitzenkandidat Jörg Haider im Jahr 2008 ursprünglich 21 Mitglieder an, sind es seit heute gerade noch 14.

Begonnen hatte es mit dem Abgang der Kärntner Freiheitlichen, die sich im Dezember 2009 wieder der FPÖ anschlossen. Martin Strutz, Maximilian Linder und Josef Jury verließen im Zuge dessen den BZÖ-Klub und sind mittlerweile in die freiheitliche Fraktion integriert. Immerhin konnte man sich damals freuen, dass die Kärntner Josef Bucher, Sigisbert Dolinschek, Stefan Markowitz und Stefan Petzner erhalten blieben.

Stronach als BZÖ-Magnet

Erich Tadler wurde im Jänner 2010 ausgeschlossen, nachdem er angeblich finanzielle Wünsche für seinen Verbleib im orange Nationalratsklub geäußert hatte, was vom mittlerweile zum Stronach-Mandatar gewordenen Abgeordneten stets bestritten wurde.

Im September 2011 war dann Robert Lugar an der Reihe. Er ging, als er nicht BZÖ-Generalsekretär wurde, und ist mittlerweile quasi zum Stronach-Sprachrohr mutiert.

Auch Elisabeth Kaufmann-Bruckberger, die ihr Mandat erst seit vergangenem Dezember als Ersatz für den nunmehrigen EU-Abgeordneten Ewald Stadler innehat, wechselte zu Stronach. Mit Hagen verlor die Partei heute den siebenten Abgeordneten in den letzten drei Jahren. Auch er wechselte zu Team Stronach und wurde daraufhin aus dem BZÖ ausgeschlossen.

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