Philippinen: Friedensschluss von Terror überschattet

Bei einem Bombenanschlag auf den Philippinen sind kurz vor dem geplanten Friedensschluss der Regierung mit der größten muslimischen Rebellengruppe zwei Menschen getötet worden.

Polizeiangaben zufolge zündeten Attentäter die Sprengsätze während der Vorbereitungen zur Unterzeichnung des Friedensabkommens zwischen der Regierung und der Moro Islamischen Befreiungsfront (MILF).

Drei Menschen wurden durch die Sprengsätze verletzt, darunter ein 14 Jahre alter Bub. Die Ermittler vermuten, dass die Attentäter das Abkommen sabotieren wollten. „Es gibt Gruppen, die verärgert sind, und solche, die nicht wollen, dass das Abkommen zustande kommt“, sagte der regionale Polizeipräsident Gil Hitosis.

Die schätzungsweise 12.000 Mann starke MILF ist die größte Separatistengruppe auf den überwiegend katholischen Philippinen. Initiativen für Friedensgespräche gab es seit 1997. Präsident Benigno Aquino III. hatte am Sonntag eine Einigung verkündet.