Ermittler: Pariser Terrorzelle „wollte töten“

Sieben Mitglieder einer in Frankreich zerschlagenen Islamistenzelle müssen mit Anklagen wegen versuchten Mordes oder Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung rechnen.

Bei einem am 19. September verübten Anschlag auf ein jüdisches Geschäft sei es nur dem Zufall zu verdanken gewesen, dass es keine Opfer gegeben habe, sagte der zuständige Staatsanwalt Francois Molins heute in Paris. Ziel der Attentäter sei es gewesen zu töten. Einige Mitglieder der Islamistenzelle hätten auch geplant, sich als Dschihadisten am Bürgerkrieg in Syrien zu beteiligen.

Die Beschuldigten waren am Wochenende bei einer landesweiten Anti-Terror-Aktion festgenommen worden. Hintergrund war der Anschlag auf ein jüdisches Geschäft in der bei Paris gelegenen Kleinstadt Sarcelles. Einer der beteiligten Islamisten war bei dem Polizeieinsatz am Samstag von Beamten getötet worden. Er eröffnete das Feuer, als er in Straßburg festgenommen werden sollte.