Mexikanischer Drogenboss Lazcano offenbar erschossen

Den mexikanischen Streitkräften ist offenbar ein weiterer bedeutender Schlag gegen die Drogenmafia gelungen. Der Chef des berüchtigten Kartells Los Zetas, Heriberto Lazcano Lazcano, sei bei einer Schießerei mit Sicherheitskräften nahe der Grenze zu den USA getötet worden, erklärte die Marine in der Nacht auf heute.

Die formelle Identifizierung stehe zwar noch aus, doch handle es sich bei dem Toten allem Anschein nach um Lazcano alias „El Lazca“. Die US-Regierung hatte ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar (3,8 Mio. Euro) auf den Drogenboss ausgesetzt.

Brutale Ex-Elitesoldaten

Los Zetas hat große Teile des Nordens und Ostens von Mexiko im Griff. Das von früheren Elitesoldaten gegründete Kartell ist bekannt dafür, dass es seine Feinde köpft und zerstückelt. Das Kartell wurde ursprünglich als bewaffneter Arm des Golfkartells gegründet, bevor es sich vor zwei Jahren selbstständig machte.

Seit dem Bruch herrscht zwischen den beiden Banden ein blutiger Krieg um die Kontrolle der Schmuggelrouten in die USA. Erst Ende September hatten die mexikanischen Behörden ein weiteres Führungsmitglied von Los Zetas, Ivan Velazquez Caballero alias „Z-50“, gefasst. Auf ihn war ein Kopfgeld von umgerechnet rund 1,8 Millionen Euro ausgesetzt.

Zehntausende Tote seit 2006

In Mexiko kämpfen rivalisierende Drogenkartelle um die Kontrolle der lukrativen Schmuggelrouten in die USA. Seit der scheidende Präsident Felipe Calderon bei seinem Amtsantritt im Dezember 2006 die Armee gegen die Drogenbanden einsetzte, wurden bereits mehr als 60.000 Menschen im mexikanischen Drogenkrieg getötet.