Dutzende griechische Politiker im Visier der Steuerfahndung

Griechische Steuerfahnder überprüfen Dutzende Politiker im ganzen Land auf Steuerhinterziehung, illegale Bereicherung und Geldwäsche. Das berichtet die Zeitung „Kathimerini“ (Sonntag-Ausgabe) unter Berufung auf amtliche Quellen.

Demnach beläuft sich die Zahl der Politiker, deren Finanzen überprüft werden, auf mindestens 60. Darunter sollen drei Entscheidungsträger in der Regierung sein sowie zahlreiche aktive und ehemalige Parlamentarier. Die Politiker stammten aus allen Regionen des Landes, wenn auch überwiegend aus Athen und Thessaloniki, heißt es weiter.

Athen wappnet sich für Merkel-Besuch

Mit massiven Sicherheitsvorkehrungen bereitet sich die griechische Hauptstadt Athen unterdessen auf den Besuch der deutschen Bundeskanzlerin, Angela Merkel, am Dienstag vor. Die Polizei will mit 7.000 Mann im Einsatz sein, die nicht nur aus der gesamten Hauptstadtregion Attika, sondern auch aus anderen Landesteilen zusammengezogen werden.

Auch deutsche Einrichtungen - wie die Botschaft und das Goethe-Institut - stünden unter besonderem Schutz, hieß es in griechischen Medien. Es wird erwartet, dass sich die Wut der Bürger über die strengen Sparauflagen in zahlreichen Demonstrationen entlädt. Es ist der erste Griechenland-Besuch der deutschen Regierungschefin seit Ausbruch der Finanzkrise.